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Leitantrag; Vorhaben: Koordination, Datenmanagement, Gasaustauschprozesse Meer-Atmosphäre, Einfluss der Ozeanversauerung auf den Austausch von Gasen und auf die Verfügbarkeit von Spurenmetallen^Vorhaben: Marine flüchtige organische Substanzen, Einfluss der CO2-Konzentrationen und von oberflächenaktiven Substanzen auf die Emission^Vorhaben: Bestimmung von Wasserauftriebsgeschwindigkeiten aus dem Ungleichgewicht von Heliumisotopen^SOPRAN III - Ozeanische Oberflächenprozesse im Anthropozän^Vorhaben: Ozeanischer Export von organischem Material, ozeanischer Import von Staub, Saharastaubexport in den tropischen Atlantik^Vorhaben: Quellen und Senken organischer Halogenverbindungen, CO2-Flüsse, Einfluss von Saharastaub auf die Strahlungsbilanz an der Ozeanoberfläche, Vorhaben: Freisetzung von marinem, reaktivem Halogen, Parameterisierung des Gastransfers Atmosphäre-Meer

Die dritte Phase des SOPRAN-Projekts dient vor allem der Zusammenführung und Synthese aller erzielten Ergebnisse in enger interdisziplinärer Zusammenarbeit mit allen Projektbeteiligten. Der Heidelberger Beitrag dazu umfasst: Die Analyseder Langzeitstudien über reaktive Halogenverbindungen auf den Kap Verdischen Inseln und Ermittlung prozessrelevanter mariner Halogenemissionen, den Vergleich zwischen, Mauritanischem und Peruanischem Auftriebsgebiet sowie die Erstellung einer neuen physikalisch-basierten Parametrisierung der Gasaustauschrate. Die Arbeitsplanung beinhaltet die Fortsetzung der MAX-DOAS Messungen von Spurengasen und der Vergleich der Ergebnisse der Spektralen Aerosolanalyse mit den Aerosolmessungen aller Projektpartner sowie abschließende Gasaustauschmessungen am Aeolotron. Die Ergebnisse gehen ein in Datenbanken für Gasaustauschmessungen und Tracerparameter. Geplant ist eine verbesserte physikalisch-basierte Parametrisierung der Gasaustauschrate zwischen Meer und Atmosphäre.

Vorhaben: Quellen und Senken organischer Halogenverbindungen, CO2-Flüsse, Einfluss von Saharastaub auf die Strahlungsbilanz an der Ozeanoberfläche^SOPRAN III - Ozeanische Oberflächenprozesse im Anthropozän, Vorhaben: Bestimmung von Wasserauftriebsgeschwindigkeiten aus dem Ungleichgewicht von Heliumisotopen

1. Arbeitsziele Während der Phasen I und II des Projektes SOPRAN sind bereits erfolgreich Auftriebsgeschwindigkeiten aus dem Ungleichgewicht des Konzentrationsverhältnisses der Heliumisotope Helium-3/Helium-4 in der ozeanischen Deckschicht bestimmt worden. Dieses Verfahren soll auf neu gewonnene Heliumdaten im Auftriebsgebiet vor Peru angewendet werden. Dabei sollen insbesondere die Ergebnisse aus dem Auftriebsgeiet vor Mauretanien (küstennaher Auftrieb in Übereinstimmung mit Berechnungen aus dem Windfeld, aber höhere Werte in größerer Entfernung von der Küste aus der Heliummethode) auf eine breitere Datengrundlage gestellt werden. Das Endziel ist die Bestimmung optimierter Auftriebsgeschwindigkeiten, die auch die Budgets anderer Spurenstoffe (z.B. N2O) in der Deckschicht berücksichtigen. Die während der Expedition M91 vor der Küste Perus gewonnenen Heliumdaten werden massenspektrometrisch analysiert, und aus dem Helium-3/Helium-4 Verhältnis die Auftriebsgeschwindigkeiten bestimmt. Es folgt die Gegenüberstellung mit den in SOPRAN I und II untersuchten Auftriebsgebieten. Ein Vergleich des Heliumauftriebs mit Daten des numerischen Zirkulationsmodells FLAME erlaubt eine Modellvalidierung, soll aber auch zum Verständnis kleinskaliger Prozesse beitragen, die den Auftrieb beeinflussen. Des Weiteren wird der Zusammenhang zwischen Auftrieb und anderen Parametern (Satelliten- und ARGO Daten wie Meeresspiegelhöhe, Oberflächentemperatur, Deckschichttiefe) untersucht.

Processed seismic data of Cruise VA79 1979

In the period from September 25th to October 19th 1979 5,260 km of magnetic, gravity and bathymetric lines and 3,567 km of reflection seismic lines were recovered on the first leg of the VALDIVIA Westafrica-cruise 1979 with the research objective to study similarities and differences in the geological development of physiographically different Northwest African continental margin segments. Test measurements have been carried out during this cruise with an “implosive" seismic sound source. The software for acquisition, calculation and presentation of gravity, magnetic and bathymetric data has been developed so that onboard presentation of free-air anomalies, Bouguer anomalies, anomalies of the earth's magnetic field and of the bathymetry could be achieved. Differences within the regional geological development of the Northwest African continental margin has been confirmed. Parts of the Moroccan continental margin are modified by a Cretaceous epirogenic uplift associated with block—faulting and halokinesis. Tertiary folding of the Western High Atlas extends into the shelf of the Tafelney Plateau segment.

Processed seismic data of Cruise BGR78-2 1978

During the second leg of cruise BGR78 from 22th of February to 29th of March 1978 with R/V EXPLORA the following measurements have been carried out as presite- and postsite surveys of DSDP sites: (1) in the region of the eastern Walvis Ridge 4,350 km multichannel seismic reflection profiles, 4,540 km magnetic measurements, 5,000 km gravimetric measurements and sonobuoy refraction measurements on 11 stations (2) on the Guinea Plateau 740 km multichannel seismic reflection profiles in parallel with gravimetric and magnetic measurements (3) between Cape Verde islands and Mauretania 980 km multichannel seismic reflection profiles in parallel with magnetic measurements, 1,480 km gravimetric measurements and sonobuoy refraction measurements on 2 stations. The geophysical measurements show that the structure of the Walvis Ridge is determined by two main tectonic directions (WSW-ENE and SSW-NNE). Presumably the genesis of the fracture zone in the Walvis Ridge area can be traced back to the sea-floor spreading with overprinting effects due to an inhomogeneity in the mantle ("hot spot"). Both DSDP drilling projects in this part of the Walvis Ridge led to a fragmentary knowledge because site 362 got stuck at a depth of 1.100 m in the Oligocene. BGR's measurements indicate a gap of at least 1.000 m of sediments, especially from the cretaceous period, down to the (acoustic) basement. Site 363 at a submarine high has gaps in the depositional sequence and stops at a depth of 700 m shortly above the basement. So for a better understanding of the geologic development of the Walvis Ridge, further DSDP drillings with a recovery of the complete sedimentary sequence and the following basement cores are necessary. Therefore BGR's measurements of this cruise propose new DSDP sites.

Vorhaben: Modellabschätzungen zur Produktion und Mineralisierung organischer Substanzen und deren Effekte auf Prozesse in der Grenzschicht zwischen Ozean und Atmosphäre^SOPRAN II (Surface Ocean Processes in the Anthropocene)- Ozeanische Oberflächenprozesse im Anthropozän II^Vorhaben: Aerosol - Ozean Wechselwirkung; Ozeanischer Import von Staub - Ozeanischer Export von Organika^Vorhaben: Untersuchung der Entstehungs-, Aufnahme- und Phasenübergangsprozesse wichtiger VOC Spezies an der Luft-Meer Grenzfläche, Vorhaben: Quantifizierung regionaler ozean-atmosphärer Gasaustauschflüsse von CO2, O2 und N2O im subtropischen Atlantik und in der Mauretanischen Auftriebszone

SOPRAN is a joint project funded by the BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) as well as a German national contribution to the International SOLAS programme. It addresses three aspects of atmosphere-ocean interaction: - how changing atmospheric composition (e.g. increased CO2, dust) affects the surface ocean ecosystem - how climate-related changes in surface ocean processes (upwelling, mixing, light, biology) alter oceanic emissions to the atmosphere - the mechanisms and rates of ocean-atmosphere material exchanges. SOPRANs focus is on processes operating within and close to the surface ocean, and their potential changes over the next century. The project is an integrated study of surface ocean response to global atmospheric change, combining the insights gained from different disciplines (marine and atmospheric chemistry, biological and physical oceanography) and methods (observations and modelling). SOPRAN aims to deliver an improved description of the effects of global atmospheric change on the sensitive marine ecosystems.

Vorhaben: CO2-Flüsse; organische Halogenverbindungen; Einfluss von Saharastaub auf die Strahlungsbilanz und auf die Zirkulation im subtropischen/tropischen Atlantik^Vorhaben: Modellabschätzungen zur Produktion und Mineralisierung organischer Substanzen und deren Effekte auf Prozesse in der Grenzschicht zwischen Ozean und Atmosphäre^Vorhaben: Quantifizierung regionaler ozean-atmosphärer Gasaustauschflüsse von CO2, O2 und N2O im subtropischen Atlantik und in der Mauretanischen Auftriebszone^SOPRAN II (Surface Ocean Processes in the Anthropocene)- Ozeanische Oberflächenprozesse im Anthropozän II^Vorhaben: Quantitative Bestimmung mariner Halogenemissionen; Parameterisierung des Stoffaustausches durch die Ozeanoberfläche^Vorhaben: Aerosol - Ozean Wechselwirkung; Ozeanischer Import von Staub - Ozeanischer Export von Organika^Vorhaben: Untersuchung der Entstehungs-, Aufnahme- und Phasenübergangsprozesse wichtiger VOC Spezies an der Luft-Meer Grenzfläche, Vorhaben: Auftrieb im äquatorialen Ostatlantik und vor Mauretanien; Datenmanagement

Ziele: Die Zusammensetzung der Erdatmosphäre bestimmt im Wesentlichen das Klima und die Lebensbedingungen auf unserem Planeten. Sie wird ihrerseits geprägt durch physikalische und biogeochemische Prozesse an Land sowie im Ozean. Menschliche Aktivitäten verändern die atmosphärische Zusammensetzung in zunehmendem Maße, mit der Konsequenz, dass es auch im Wechselspiel zwischen Klimasystem und biogeochemischen Stoffkreisläufen zu Veränderungen kommt. Dies wiederum wirkt zurück auf die Atmosphäre, das Klima und die Ökosysteme. SOPRAN hat zum Ziel, insbesondere drei Bereiche der Wechselbeziehung Atmosphäre und Ozean besser zu verstehen: - Wie wirken sich Änderungen der atmosphärischen Zusammensetzung (z. B. steigende Kohlendioxidkonzentrationen, veränderter Staubtransport) auf die Ökosysteme im Oberflächenozean und die von ihnen getriebenen Stoffkreisläufe aus? - Wie beeinflussen klimatisch bedingte Änderungen ozeanischer Prozesse die Freisetzung klimatisch relevanter Gase in die Atmosphäre? - elche Mechanismen bestimmen den Stoffaustausch zwischen Ozean und Atmosphäre und was sind deren Raten? Das Hauptaugenmerk von SOPRAN liegt auf Prozessen in der ozeanischen Deckschicht und deren mögliche Änderung im Verlauf des nächsten Jahrhunderts. Das Verbundprojekt kombiniert Meeres- und Atmosphärenchemie, biologische und physikalische Ozeanographie mit numerischer Modellierung über einen weiten Bereich von Raum- und Zeitskalen, um die Reaktion des Ozeans auf den globalen Wandel zu untersuchen. Neben diesen Beiträgen für SOLAS wird SOPRAN die wissenschaftliche Fundierung für politikrelevante Beurteilungen stärken, einschließlich von Beiträgen für die Berichte des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change), der wissenschaftlichen Grundlage zur Einschätzung von zukünftigen Veränderungen im Kohlenstoffkreislauf, sowie anderer Einschätzungen wie etwa dem Ozonbericht der WMO (World Meteorological Organization).

Wadden Sea Flyway Initiative – Zugvogelmonitoring in Afrika und der Bezug zum UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer

Die Wadden Sea Flyway Initiative unterstützt Bemühungen zu einem verbesserten Schutz der Zugvögel des Wattenmeers auf der gesamten Ostatlantischen Zugroute von der Arktis bis hin zu Überwinterungsgebieten im südlichen Afrika. Im Zuge der Anerkennung des Wattenmeers als Weltnaturerbestätte und auf Grund seiner hohen Bedeutung für Zugvögel haben sich die Wattenmeerländer entschieden, die Zusammenarbeit mit Ländern entlang der Zugroute zu intensivieren, da auf Grund von Carry-over-Effekten (Übertragungseffekten) der Schutz der Zugvögel nur durch gemeinsame Bemühungen erfolgreich sein kann. Die Initiative hat in den vergangenen Jahren erfolgreich ein Monitoring auf der gesamten Zugroute implementiert, das Bestandsanalysen und die Untersuchung der Auswirkungen von Gefährdungen in bestimmten Gebieten möglich macht. Um konkrete Schutzmaßnahmen umsetzen zu können, wurden Initiativen vor Ort gestartet, z. B. ein „memorandum of understanding“ mit dem Nationalpark Banc d'Arguin in Mauretanien oder das nunmehr neu eingerichtete UNESCO-Biosphärenreservat Niumi in Gambia, wo gemeinsame bilaterale Aktivitäten zu ersten Erfolgen geführt haben.

Mensch und Natur in Mauretanien - Zum Verhältnis ehemaliger Nomaden zur Natur und zu deren Schutz

Der Bereich Umwelterziehung gehört zu meinem Tätigkeitsfeld als Mitarbeiterin des Ressourcenschutzprojektes GIRNEM (Gestion Intégrée des Ressources Naturelles de l'Est Mauritanien). Während meiner Arbeit an Feuchtgebieten Ostmauretaniens habe ich die dortige Natur und die antropogenen Gefahren durch die Nutzung kennen gelernt. Eine Sensibilisierungskampagne, an der ich zurzeit arbeite, ist Teil des Projektprogramms das zu meinem Aufgabengebiet gehört. Zur Entwicklung dieser Kampagne wäre es aber wichtig, das Verhältnis der Zielgruppe zur Natur zu kennen. Nur so kann ein geeigneter Ansatz gefunden werden. Hintergrundinformationen: Die Reaktionen auf die Tier- und Pflanzenwelt sind ambivalent. Natur scheint zum einen als etwas Bedrohliches empfunden zu werden: zahlreich sind die Geschichten, die sich um die zum Teil schon ausgestorbenen wilden Tiere ranken, aber auch Begegnungen mit Skorpionen, Schlangen, Krokodilen und Insekten werden eher als gefährlich eingestuft. Es gibt sogar Anwohner von Feuchtgebieten, die sich nicht an das Ufer wagen, aus Angst vor Waranen, Krokodilen oder anderen Tieren. Zudem ist auch die unbelebte Natur eher hart zu den Menschen: Hitze, Staub, Sandstürme, abgebrochene Dornen, wasser- und vegetationslose Weiten. Auch die Verfügbarkeit von Nahrung ist dadurch nach wie vor eingeschränkt. Noch immer decken die traditionell verfügbaren Nahrungsmittel wie Milch, Fleisch und Hirse den Großteil des Energiebedarfes, Gemüse und Früchte sind meist teure Importgüter. Andererseits ist die Liebe zum eigenen Land, die so genannte Badiya, ein Bestandteil der maurischen Kultur. Vor allem in der Regenzeit bringen viele diese Liebe zum Ausdruck, denn dann verwöhnt die sonst dürre Weite die Mauretanier mit frischem Grün und somit auch mit steigenden Milchmengen. In dieser Zeit verbringen selbst die sesshaften Mauren zumindest einige Tage, manche bis zu vier Monate in der Gegend ihrer Vorfahren im Zelt. Sie betrachten diese Periode als Erholungsphase, in der man nicht arbeiten muss, sondern sich einfach von Milch ernähren kann. Etwas anderes hat die mauretanische Natur ebenfalls zu bieten: Durch die trockene Wärme kann man während der meisten Zeit des Jahres einfach dort im Sand einschlafen, wo man sich gerade aufhält. Es ist kein Schutz nötig gegen Kälte, Feuchtigkeit oder Tiere. Schließlich kann auch der Einfluss der Staatsreligion Islam eine Rolle spielen. Dem Muslim ist nämlich unter anderem auch der Umgang mit der Natur in vielen religiösen Textstellen vorgegeben. Arbeitsbereich des GTZ-Projektes Oberziel: Der Lebensstandard der ländlichen Bevölkerung Ost-Mauretaniens ist unter Aufrechterhaltung der natürlichen Produktionsgrundlagen zu verbessern. Projektziel: Die Bevölkerung Ostmauretaniens nutzt das mit Hilfe von GIRNEM erarbeitete neue Gesetzeswerk (Code Pastoral) für eine nachhaltige Bewirtschaftung der Weidezonen und verbessert durch organisatorische und investive Maßnahmen ihre Erwerbsgrundlagen. usw.

Spurengasmessung mittels Diodenlaser - Spektroskopie an Bord der Meteor zur Aufklaerung atmosphaerischer Radikal-Chemie (Meteor-Fahrt Nr. 6)

Diese Messkampagne wurde auf dem Forschungsschiff Meteor waehrend der ersten vier Fahrtabschnitte der Reise Nr 6, 1987/88, durchgefuehrt. Die Messungen erstreckten sich vor der Westafrikanischen Kueste in einem Gebiet von 25 Grad N - 1 Grad S und 28 Grad W bis zur Kueste sowie entlang der Elfenbeinkueste. Ein neu entwickeltes 4-Laser-Absorptionsspektrometer mit durchstimmbaren Bleisalz-Laserdioden war eingerichtet, die Spurengase NO2, HCHO, CO und H2O2 gleichzeitig zu messen. Zusaetzlich wurde O3 mit einem kommerziellen UV-Photometer gemessen. Weiterhin standen navigatorische und meteorologische Daten des Schiffes zur Verfuegung. Die Stundenmittelwerte der gemessenen Spurengasmischungsverhaeltnisse liegen in Gebieten maritimer Reinluft (10 Grad - 15 Grad N, 25 Grad bis 28 Grad W) typisch bei 20 pptv NO2, 300 pptv HCHO, 115 ppbv CO, 1,5 ppbv H2O2 und 34 ppbv O3. Einfluesse von maritimen und kontinentalen Spurengasquellen wurden westlich von Mauretanien, suedwestlich von Dakar sowie entlang der Elfenbeinkueste beobachtet. Die Mischungsverhaeltnisse entlang der Elfenbeinkueste erreichen Werte von bis zu 2 ppbv NO2, 6 ppbv HCHO, 400 ppbv CO, 6 ppbv H2O2 und 70 ppbv O3.

Squatina squatina (Linnaeus, 1758) Meerengel Meeresfische und -neunaugen Ausgestorben oder verschollen

Für die Verantwortlichkeitsanalyse in Bezug auf den Meerengel wurde berücksichtigt, dass die Art durch die IUCN aktuell weltweit als vom Aussterben bedroht (Critically Endangered) eingestuft wird (IUCN 2023). Der Meerengel war ursprünglich im Nordostatlantik von Südnorwegen, den Shetlandinseln und Nordschottland südwärts bis zu den Kanarischen Inseln und Mauretanien sowie im Mittelmeer und Schwarzen Meer verbreitet. Er kam auch von der südlichen Nordsee bis in das Kattegat vor (Zidowitz et al. 2017). Insofern liegen die deutschen Meeresgebiete im Bereich des nordöstlichen Arealrandes der Art, wo der Meerengel derzeit als ausgestorben bzw. verschollen eingestuft wird. In den deutschen Meeresgebieten lag der Anteil am Weltbestand unter 10%. Insgesamt ist Deutschland für die weltweite Erhaltung der Art in besonders hohem Maße verantwortlich. NORDSEE: Nach Einschätzung der OSPAR-Kommission (Status Assessment 2021) für die Region II (Greater North Sea) ist der Zustand des Meerengels in diesem Gebiet schlecht (Poor). Beifänge der kommerziellen Fischerei und Freizeitfischerei stellen die größte Gefährdungsursache für die Art in der Nordsee dar. Nach Zidowitz et al. (2017) tritt der Meerengel vor allem im Beifang der Grundschleppnetzfischerei auf (vgl. Kap. (siehe Publikation für Kapitelnummer), Gefährdungsursache: Fischerei indirekt). Weiterhin kommen auch anthropogene Einflüsse wie Lebensraumverschlechterungen als Gefährdungsursachen infrage.

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