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Wesentliche Änderung einer Anlage zur Lagerung von explosiven Stoffen von mehr als 200 Tonnen

Die Firma MEN Metallwerk Elisenhütte GmbH, Elisenhütte 10, 56377 Nassau, beantragt gemäß § 16 Abs. 1 i. V. m. § 6 des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 17. Mai 2013 (BGBl. I S. 1274) in der derzeit gültigen Fassung die Genehmigung zur wesentlichen Änderung einer Anlage zur Lagerung von explosiven Stoffen von mehr als 200 Tonnen nach Nr. 9.3.2 des Anhangs 1 i. V. m. Nr. 30 der Anlage 2 der 4. BImSchV

Wernigeröder Zulieferer für E-Autos ist seit Anfang 2025 dabei

„Herzlich willkommen in der Umweltallianz! Ich freue mich, dass sich mit der Quarder-MWG GmbH ein weiteres Industrieunternehmen aus Sachsen-Anhalt in der erfolgreichen Partnerschaft zwischen Land und heimischer Wirtschaft engagiert.“ Das sagte Umweltminister Prof. Dr. Armin Willingmann heute bei der Übergabe der Mitgliedsurkunde an die Geschäftsleitung des Autozulieferers aus Wernigerode (Landkreis Harz). „Wer bei Umwelt- und Klimaschutz freiwillig über gesetzlich vorgegebene Standards hinausgeht, stärkt Nachhaltigkeit und die eigene Wettbewerbsfähigkeit. So geht Zukunft!“ Die Quarder-MWG GmbH wurde Ende 2021 als Joint-Venture der MWG-Gruppe mit Sitz in Wernigerode und der Erwin-Quarder-Gruppe aus dem nordrhein-westfälischen Espelkamp gegründet. Das Unternehmen ist auf die hochwertige Beschichtung von Spezialteilen für Elektrofahrzeuge spezialisiert und nutzt dafür eine vollautomatisierte Galvanikanlage. Die Besonderheit: Seit Mai 2023 werden die gestanzten Hochstrom-Kupferkontakte nicht mehr im bisher üblichen Tauchverfahren mit Nickel, Silber und Zinn versehen, sondern lediglich die Kontaktenden selektiv beschichtet. Durch dieses deutschlandweit einmalige Verfahren lassen sich nach Unternehmensangaben erhebliche Einsparungen bei Energie, Chemikalien und abgeschiedenen Metallen erreichen. Die Quarder-MWG GmbH hatte die Zertifizierung nach einem internationalen Umweltmanagementsystem erfolgreich abgeschlossen und war Anfang 2025 der „Umweltallianz Sachsen-Anhalt“ beigetreten. Daniel Trutwien, Mehrheitsgesellschafter der MWG-Gruppe, unterstreicht: „Die Aufnahme in die Umweltallianz Sachsen-Anhalt ist für uns Ehre und Anspruch. Mit unserem Joint Venture stärken wir den Standort Wernigerode und sind Teil des wachsenden Markts der E-Mobilität. Wir stellen uns aktiv der nachhaltigen Transformation.“ Hintergrund: Die 1999 gegründete Umweltallianz soll die umweltgerechte ökonomische Entwicklung in Sachsen-Anhalt befördern. Mitgliedsunternehmen müssen mindestens eine freiwillige Umweltschutzleistung umsetzen, die über gesetzliche Mindestanforderungen hinaus geht. Aktuell hat das Bündnis von Land und heimischer Wirtschaft gut 220 Partner. Die Bandbreite der teilnehmenden Unternehmen reicht dabei von der Metallbranche über die Abfall- und Ernährungswirtschaft bis zum Handwerk. Impressum: Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt Pressestelle Leipziger Str. 58 39112 Magdeburg Tel: +49 391 567-1950, E-Mail: PR@mwu.sachsen-anhalt.de , Facebook , Instagram , LinkedIn , Mastodon und X

Willingmann: „Novelis-Werk in Nachterstedt ist Aushängeschild für Ressourceneffizienz“

„Das Novelis-Werk in Nachterstedt ist nicht nur ein wirtschaftlicher Leuchtturm in Sachsen-Anhalt, sondern darüber hinaus auch ein tolles Aushängeschild für Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz.“ Das betonte Umweltminister Prof. Dr. Armin Willingmann heute bei seinem Besuch des weltgrößten Standorts für Aluminium-Recycling. Anlass dafür war das 25-jährige Jubiläum der „Umweltallianz Sachsen-Anhalt“, in der sich Novelis bereits seit dem Jahr 2000 engagiert. „Als weltweit größter Aluminium-Recycler ist Novelis ein Paradebeispiel für den notwendigen Wandel hin zur Kreislaufwirtschaft. Das Unternehmen sorgt dafür, dass seine Kunden umweltschonender wirtschaften können und setzt dabei selbst Standards bei Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Ich bin froh, dass sich ein solches wirtschaftliches Schwergewicht unseres Landes auch seit langem als Vorreiter in der Umweltallianz engagiert“, sagte Willingmann. Das Nachterstedter Aluminium-Recyclingwerk war 2014 in Betrieb gegangen und feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Jubiläum. Dort werden nach Unternehmensangaben jährlich bis zu 400.000 Tonnen Aluminium-Walzbarren u. a. aus recycelten Getränkedosen produziert. Beim Recycling werden im Vergleich zur Aluminium-Herstellung rund 95 Prozent der Energie eingespart und etwa 95 Prozent der Treibhausgas-Emissionen vermieden. Hintergrund: Die Umweltallianz gibt es seit Juni 1999; sie feiert 2024 ihr 25-jähriges Bestehen. Höhepunkt des Jubiläumsjahres war die Festveranstaltung am 13. November 2024 in Magdeburg, bei der Minister Willingmann auch die Preise der Umweltallianz verliehen hat. Die Partnerschaft zwischen Land und Wirtschaft soll die umweltgerechte ökonomische Entwicklung in Sachsen-Anhalt befördern. Voraussetzung für die Mitgliedschaft ist die Umsetzung von mindestens einer freiwilligen Umweltschutzleistung, die über gesetzliche Mindestanforderungen hinaus geht. Aktuell hat das Bündnis gut 220 Partner. Die Bandbreite der teilnehmenden Unternehmen reicht dabei von der Metallbranche über die Abfall- und Ernährungswirtschaft bis zum Handwerk. Aktuelle Informationen zu interessanten Themen aus Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt gibt es auch auf den Social-Media-Kanälen des Ministeriums bei Facebook, Instagram, LinkedIn, Mastodon und X (ehemals Twitter). Impressum: Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt Pressestelle Leipziger Str. 58 39112 Magdeburg Tel: +49 391 567-1950, E-Mail: PR@mwu.sachsen-anhalt.de , Facebook , Instagram , LinkedIn , Mastodon und X

Ressourceneffizienz im Fokus: Wünsch besucht Flammschutz-Spezialisten ICL-IP in Bitterfeld-Wolfen

Die Umweltallianz Sachsen-Anhalt feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. Ein Unternehmen, das sich seit dem Jahr 2000 in der Allianz engagiert, ist die ICL-IP Bitterfeld GmbH. Am Montag hat Energie-Staatssekretär Thomas Wünsch das Unternehmen an seinem Standort in Bitterfeld-Wolfen besucht, um das langjährige Engagement in der Allianz zu würdigen und sich mit der Geschäftsleitung über das Thema nachhaltige Produktion auszutauschen. Wichtige Weichen hierfür hat das Unternehmen in den vergangenen Jahren bereits gestellt. „ICL-IP Bitterfeld ist in der Umweltallianz ein Mitglied der ersten Stunde und zeigt beispielhaft auf, wie ressourceneffiziente Produktion erfolgreich umgesetzt werden kann. Das Unternehmen ist damit zugleich ein toller Botschafter der nunmehr seit 25 Jahren bestehenden Umweltallianz des Landes“, erklärte Wünsch. „Unternehmen wie ICL-IP Bitterfeld tragen nicht nur zur Innovationskraft und zum Wohlstand unseres Landes bei, sondern zeigen auch, dass wirtschaftlicher Erfolg und nachhaltiges Handeln Hand in Hand gehen können.“ Am Standort Bitterfeld stellt ICL-IP Flammschutzmittel auf Phosphorbasis her, die in Schäumen sowie Kunststoffen, vor allem in der Bauindustrie im Bereich Gebäudeisolierung, im Möbel- und Fahrzeugbau etwa für Polster und der Elektronikindustrie zum Einsatz kommen. Bereits seit Mitte der 1990er Jahre hat das Unternehmen immer wieder in Projekte zur Ressourceneffizienz investiert. Unter anderem betreibt das Unternehmen ein DIN-zertifiziertes Umweltmanagementsystem. Über die Jahre konnte der Wasserverbrauch um 80 Prozent, das Abfallaufkommen um 45 Prozent gesenkt werden. Aktuell investiert das Unternehmen in eine Photovoltaik-Anlage, die mit einer Leistung von 750 Kilowattstunden in Zukunft einen Großteil des Strombedarfs in der Produktion decken soll. Die Anlage soll noch im Dezember in Betrieb gehen. Mit seinen Mitarbeitenden engagiert sich das Unternehmen aber auch im Naturschutz, darunter beim Bau von Krötenzäunen, Pflanzen von Linden für Bieber, sowie dem Beräumen von Heidekraut in der Dübener Heide. „Wir als Unternehmen der chemischen Industrie haben die Verpflichtung, auf unsere Umwelt und unsere Mitmenschen besonders zu achten. Umweltschutz und Ressourcenschonung ist nicht nur eine Kennzahl, es wird bei uns tagtäglich gelebt und ist in unserer DNA verankert“, betonte Denis Przybylski, Geschäftsführer der ICL-IP Bitterfeld GmbH. Die Umweltallianz Sachsen-Anhalt wurde am 14. Juni 1999 gegründet und hat inzwischen mehr als 200 Partner. Sie alle verbindet der besondere Einsatz für den Umweltschutz, der über gesetzliche Verpflichtungen hinausgeht. Die Bandbreite der Unternehmen reicht dabei von der Metallbranche über die Abfall-, Energie- und Ernährungswirtschaft über die Pharmaindustrie bis zum Handwerk. Impressum: Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt Pressestelle Leipziger Str. 58 39112 Magdeburg Tel: +49 391 567-1950, E-Mail: PR@mwu.sachsen-anhalt.de , Facebook , Instagram , LinkedIn , Mastodon und X

Solvay in Bernburg plant Elektrolyseurprojekt zur Herstellung von klimafreundlichem Wasserstoffperoxid

Solvay in Bernburg (Salzlandkreis) setzt stark auf betrieblichen Umweltschutz – davon konnte sich Staatssekretär Thomas Wünsch am heutigen Mittwoch vor Ort überzeugen. Anlässlich des 25-jährigen Gründungsjubiläums der „Umweltallianz Sachsen-Anhalt“ besuchte er das Werk, das zur weltweit tätigen belgischen Solvay-Gruppe gehört. In Bernburg produzieren rund 400 Beschäftigte die wichtigen Chemikalien Soda, Natriumbicarbonat und Wasserstoffperoxid, die u. a. für die Herstellung von Glas, Waschmitteln, Lebensmitteln oder Computerchips verwendet werden und damit für viele Bereiche des täglichen Lebens unverzichtbar sind. Das Bernburger Solvay-Werk ist seit April 2000 Mitglied der Umweltallianz und engagiert sich seit nunmehr fast einem Vierteljahrhundert in der freiwilligen Umwelt-Partnerschaft von Landesregierung und Wirtschaft. Das Unternehmen betreibt seit langem ein Umweltmanagement-System und hat den Verbrauch von sowohl Prozess- als auch Kühlwasser und Ammoniak sowie den CO2-Ausstoß in den vergangenen Jahren stetig reduziert. Ganz aktuell beabsichtigt das Unternehmen mit einem Partner, auf rekultivierten Kalkteichen eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von bis zu 70 Megawatt-Peak zu errichten. Diese Anlage soll Strom für einen geplanten 30-Megawatt-Elektrolyseur liefern. Mit dem dort produzierten grünen Wasserstoff will Solvay klimafreundliches Wasserstoffperoxid herstellen, das u. a. für hochmoderne Computerchips gebraucht wird. Wünsch zeigte sich beeindruckt vom bisherigen Engagement wie auch von den Zukunftsplänen: „Für Solvay als Chemiekonzern sind die Herausforderungen beim Umwelt- und Klimaschutz natürlich besonders groß. Umso wichtiger ist es, dass das Bernburger Werk bei diesen wichtigen Themen auf dem Weg zur Klimaneutralität auch künftig vorangehen will. Ich freue mich, dass sich Solvay als Botschafter für nachhaltiges und umweltschonendes Wirtschaften in Sachsen-Anhalt aktiv in der Umweltallianz engagiert.“ Hintergrund: Die Umweltallianz gibt es seit Juni 1999; sie feiert 2024 ihr 25-jähriges Bestehen. Höhepunkt des Jubiläumsjahres war die Festveranstaltung am 13. November 2024 in Magdeburg, bei der Umweltminister Prof. Dr. Armin Willingmann auch die Preise der Umweltallianz verliehen hat. Die Partnerschaft zwischen Land und Wirtschaft soll die umweltgerechte ökonomische Entwicklung in Sachsen-Anhalt befördern. Voraussetzung für die Mitgliedschaft ist die Umsetzung von mindestens einer freiwilligen Umweltschutzleistung, die über gesetzliche Mindestanforderungen hinaus geht. Aktuell hat das Bündnis gut 220 Partner. Die Bandbreite der teilnehmenden Unternehmen reicht dabei von der Metallbranche über die Abfall- und Ernährungswirtschaft bis zum Handwerk. Aktuelle Informationen zu interessanten Themen aus Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt gibt es auch auf den Social-Media-Kanälen des Ministeriums bei Facebook, Instagram, LinkedIn, Mastodon und X (ehemals Twitter). Impressum: Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt Pressestelle Leipziger Str. 58 39112 Magdeburg Tel: +49 391 567-1950, E-Mail: PR@mwu.sachsen-anhalt.de , Facebook , Instagram , LinkedIn , Mastodon und X

Branchenabhängiger Energieverbrauch des verarbeitenden Gewerbes

Branchenabhängiger Energieverbrauch des verarbeitenden Gewerbes Alle Wirtschaftsbereiche zusammen verbrauchen fast drei Viertel der in Deutschland benötigten Primärenergie. Der Anteil des verarbeitenden Gewerbes am Primärenergieverbrauch aller Produktionsbereiche lag 2022 bei rund 46 Prozent. Der Energiebedarf dieses Gewerbes blieb im Zeitraum 2010 bis 2022 etwa konstant, der spezifische Energieverbrauch pro Tonne Stahl, Glas oder Chemikalien ging aber zurück. Der Energiebedarf Deutschlands Der gesamte Primärenergiebedarf Deutschlands betrug im Jahr 2022 nach dem Inländerkonzept rund 11.854 Petajoule (PJ). Dabei wird der Verbrauch inländischer Wirtschaftseinheiten in der übrigen Welt in die Berechnung des Gesamtverbrauchs einbezogen, während der Verbrauch gebietsfremder Einheiten im Inland unberücksichtigt bleibt. Die privaten Haushalte in Deutschland verbrauchten rund 30 % der ⁠ Primärenergie ⁠. Die Wirtschaft mit ihren vielen Produktionsbereichen benötigte die übrigen 70 %. Zu diesen Bereichen zählen das Herstellen von Waren, das Versorgen mit Energie und der Warentransport. All diese Produktionsbereiche verbrauchten im Jahr 2022 zusammen mehr als 8.170 PJ Primärenergie (siehe Abb. „Primärenergieverbrauch 2022 (Inländerkonzept)“). Zur Begriffsklärung: Mit der Präposition „primär“ betonen Fachleute, dass der “Primär“-Energiebedarf sowohl den realen Energiebedarf bei Energieverbrauchern erfasst als auch die Energieverluste, die bei der Bereitstellung und beim Transport von Energie entstehen. Und diese Verluste sind hoch: Mehr als ein Drittel aller Primärenergie geht bei der Bereitstellung und beim Transport von Energie verloren (Statistisches Bundesamt 2006) . Der Energiebedarf des verarbeitenden Gewerbes Die Firmen, die Waren herstellen, werden als „verarbeitendes Gewerbe“ bezeichnet. Sie hatten von allen Produktionsbereichen im Jahr 2022 mit circa 3.768 PJ den größten Primärenergiebedarf. Das ist ein Anteil von rund 46 % am Energieverbrauch aller Produktionsbereiche. Der nächstgrößte Energieverbraucher war die Energieversorgung mit 1.594 PJ (oder 19,5 % Anteil am ⁠ Primärenergieverbrauch ⁠), gefolgt vom Verkehr mit 1.121 PJ (oder 13,7 % Anteil am Primärenergieverbrauch) (siehe Abb. „Anteil wirtschaftlicher Aktivitäten am Primärenergieverbrauch aller Produktionsbereiche 2022“). Primärenergienutzung des verarbeitenden Gewerbes Die Primärenergienutzung innerhalb des verarbeitenden Gewerbes verteilt sich auf verschiedene Produktionssektoren (siehe Abb. „Anteile der Sektoren am ⁠ Primärenergieverbrauch ⁠ des verarbeitenden Gewerbes 2022“). Ein wichtiger Sektor ist dabei die Chemieindustrie. Sie benötigte im Jahr 2022 mit rund 1.592 PJ von allen Sektoren am meisten ⁠ Primärenergie ⁠ zur Herstellung ihrer Erzeugnisse. Das ist ein Anteil von 42,3 % am Energieverbrauch im ⁠ verarbeitenden Gewerbe ⁠. Weitere wichtige Energienutzer sind die Metallindustrie mit einem Anteil von 14,7 % sowie die Hersteller von Glas, Glaswaren, Keramik, verarbeiteten Steinen und Erden mit 7,3 % am Energieverbrauch im verarbeitenden Gewerbe. Die Energie wird Unternehmen dabei als elektrischer Strom, als Wärme (etwa als Dampf oder Thermoöl) sowie direkt in Form von Brennstoffen (wie Erdgas, Kohle oder ⁠ Biomasse ⁠) zur Verfügung gestellt. Gleichbleibender Primärenergieverbrauch Seit dem Jahr 2010 blieb der ⁠ Primärenergieverbrauch ⁠ in fast allen Produktionssektoren relativ konstant (siehe Abb. „Primärenergieverbrauch ausgewählter Sektoren des verarbeitenden Gewerbes“). Gesunkene und gestiegene Primärenergieintensität Die Primärenergieintensität beschreibt, wie viel ⁠ Primärenergie ⁠ bezogen auf die erzielte Bruttowertschöpfung eines Produktionsbereichs oder Wirtschaftszweigs verbraucht wird. Die Entwicklung dieser Energieintensität über mehrere Jahre kann einen Hinweis darauf geben, ob in einem Wirtschaftszweig energieeffizient gearbeitet wird. Die Primärenergieintensität einzelner Wirtschaftszweige entwickelte sich im Zeitraum 2010 bis 2021 unterschiedlich (siehe Abb. „Primärenergieintensität ausgewählter Sektoren des verarbeitenden Gewerbes“): Die Primärenergieintensität der Gummi- und Kunststoffwarenindustrie sank um 34 %. Die Primärenergieintensität der Industrie, die Glas, Keramik, Steine und Erden verarbeitet, sank bis 2021 um 23 %; die der Nahrungs- und Futtermittelindustrie sank um etwa 24 %. Begrenzte Aussagekraft der Primärenergieintensität Schwankende Preise für Rohstoffe und Produkte sowie andere äußere Wirtschaftsfaktoren oder ggf. auch die Auswirkungen der weltweiten Corona-Pandemie beeinflussen zwar die Bruttowertschöpfung, nicht aber die Energieeffizienz eines Prozesses. Die Primärenergieintensität eignet sich daher nur eingeschränkt, um die Entwicklung der Energieeffizienz in den jeweiligen Herstellungsprozessen zu beschreiben. Dies ist unter anderem deutlich bei den Kokerei- und Mineralölerzeugnissen zu sehen.

Ressourceneffizienz im Fokus: Wünsch besucht Salutas Pharma GmbH in Barleben

Die Umweltallianz Sachsen-Anhalt feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. Ein Unternehmen, das sich bereits von Beginn an in der Allianz engagiert, ist die Salutas Pharma GmbH. Am Donnerstag hat Energie-Staatssekretär Thomas Wünsch das Unternehmen an seinem Standort in Barleben besucht, um das langjährige Engagement in der Allianz zu würdigen und sich mit der Geschäftsleitung über das Thema nachhaltige Produktion auszutauschen. Wichtige Weichen hierfür hat Salutas in den vergangenen Jahren bereits gestellt. „Salutas Pharma ist in der Umweltallianz ein Mitglied der ersten Stunde und zeigt beispielhaft auf, wie ressourceneffiziente Produktion erfolgreich umgesetzt werden kann. Das Unternehmen ist damit zugleich ein toller Botschafter der nunmehr seit 25 Jahren bestehenden Umweltallianz des Landes“, erklärte Wünsch. „Unternehmen wie Salutas Pharma tragen nicht nur zur Innovationskraft und zum Wohlstand unseres Landes bei, sondern zeigen auch, dass wirtschaftlicher Erfolg und nachhaltiges Handeln Hand in Hand gehen können.“ Salutas gehört zur Sandoz-Gruppe und produziert mit rund 1.400 Mitarbeitenden an seinen Standorten in Barleben und Osterweddingen eine breite Palette von Arzneimitteln. Jährlich stellt Salutas rund 11 Milliarden Kapseln und Tabletten für Sandoz her und exportiert in rund 100 Länder weltweit. In den vergangenen Jahren ist es dem Unternehmen gelungen, trotz Produktionssteigerungen den Wasser- und Energieverbrauch deutlich zu senken und mehr Abfälle zu recyceln. So konnte der Wasserverbrauch um 31 Prozent auf rund 110.000 Kubikmeter gesenkt werden. Der Verbrauch von Strom und Gas ging um 22 Prozent auf 76 Gigawattstunden zurück. „Nachhaltig wirtschaften bedeutet Verantwortung für Gesellschaft und Umwelt zu übernehmen. Um Ressourcen zu schonen und unsere Umwelt zu schützen, investieren wir hier am Standort nicht nur in neueste Prozesstechnologie, sondern auch in moderne ökologische Maßnahmen“ versicherte Grit Müller, Standortleiterin Salutas Pharma GmbH , während der Betriebsbesichtigung. Die Umweltallianz Sachsen-Anhalt wurde am 14. Juni 1999 gegründet und hat inzwischen mehr als 200 Partner. Sie alle verbindet der besondere Einsatz für den Umweltschutz, der über gesetzliche Verpflichtungen hinausgeht. Die Bandbreite der Unternehmen reicht dabei von der Metallbranche über die Abfall-, Energie- und Ernährungswirtschaft über die Pharmaindustrie bis zum Handwerk. Die Salutas Pharma GmbH ist seit dem 18.04.2000 Mitglied der Umweltallianz. Aktuelle Informationen zu interessanten Themen aus Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt gibt es auch auf den Social-Media-Kanäle n des Ministeriums bei Facebook , Instagram , LinkedIn , Mastodon und X (ehemals Twitter ). Impressum: Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt Pressestelle Leipziger Str. 58 39112 Magdeburg Tel: +49 391 567-1950, E-Mail: PR@mwu.sachsen-anhalt.de , Facebook , Instagram , LinkedIn , Mastodon und X

25 Jahre Umweltallianz: Staatssekretär Eichner besucht Wasserversorger MIDEWA

Gemeinsam für mehr betrieblichen Umweltschutz: Mit Blick auf das 25-jährige Gründungsjubiläum der „Umweltallianz Sachsen-Anhalt“ hat Staatssekretär Dr. Steffen Eichner am heutigen Freitag den Wasserversorger MIDEWA in Köthen (Anhalt) im Landkreis Anhalt-Bitterfeld besucht. Das Unternehmen, das mit rund 350 Beschäftigten aktuell knapp 300.000 Menschen in 57 Städten und Gemeinden im südlichen Sachsen-Anhalt mit Trinkwasser versorgt, engagiert sich bereits seit Oktober 2000 in der freiwilligen Umweltpartnerschaft zwischen Landesregierung und heimischer Wirtschaft. Neben einer jährlich durchgeführten Zertifizierung in den Bereichen Umwelt und Energie setzt die MIDEWA Wasserversorgungsgesellschaft in Mitteldeutschland mbH auch auf den Ausbau erneuerbarer Energien. Dem Wasserwerk Süd hat das Unternehmen eine 380 Quadratmeter große Photovoltaikanlage aufs Dach gesetzt. Mit einer installierten Leistung von 77,4 Kilowatt Peak liefert sie seit Anfang 2023 rund ein Fünftel des jährlichen Strombedarfs für die Pumpensysteme, welche das Trinkwasser ins Köthener Netz einspeisen. Dadurch kann der Ausstoß von rund 32 Tonnen CO2 pro Jahr vermieden werden. Für Staatssekretär Eichner ist die MIDEWA ein „tolles Aushängeschild für unsere Umweltallianz“. Er betonte: „Gemeinsam geht mehr. Ich finde es klasse, wenn Unternehmen neben ihrer sozialen Verantwortung auch den Klima- und Umweltschutz im Fokus haben und dabei über gesetzliche Vorgaben hinaus gehen. Die MIDEWA versorgt in ihrem Kerngeschäft nicht nur viele Kunden mit lebenswichtigen Trinkwasser, sondern hat dabei auch immer Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz im Blick. Weiter so!“ MIDEWA-Geschäftsführer Uwe Störzner ergänzte: „Wir sind der Umweltallianz damals beigetreten, weil deren Ziele zu unserer unternehmerischen Ausrichtung passen. Es geht um Ressourcenschutz, um Energieeffizienz, um die Einsparung von CO2. Für uns als regional verwurzeltes Unternehmen war es selbstverständlich, dort dabei zu sein und als Gründungsmitglied ein Zeichen zu setzen.“ Die 1996 gegründete MIDEWA ist ein mehrheitlich kommunales Unternehmen; Städte und Gemeinden im südlichen Sachsen-Anhalt halten 74,9 Prozent der Anteile. Strategischer Partner mit 25,1 Prozent der Anteile ist seit 1999 die in Leipzig ansässige Veolia Wasser Deutschland GmbH. Zusätzlich zur Trinkwasserversorgung ist die MIDEWA auch in den Bereichen Bäderbetrieb, öffentliche Beleuchtung, Fernwärme und Abwasserentsorgung aktiv. Neben Köthen (Anhalt) hat das Unternehmen Niederlassungen in Lutherstadt Eisleben (Landkreis Mansfeld-Südharz) und Merseburg (Saalekreis). Die Umweltallianz gibt es seit Juni 1999; sie feiert 2024 ihr 25-jähriges Bestehen. Höhepunkt des Jubiläumsjahres wird die Festveranstaltung am 13. November 2024 in Magdeburg. Die Partnerschaft zwischen Land und Wirtschaft soll die umweltgerechte ökonomische Entwicklung in Sachsen-Anhalt befördern. Voraussetzung für die Mitgliedschaft ist die Umsetzung von mindestens einer freiwilligen Umweltschutzleistung, die über gesetzliche Mindestanforderungen hinaus geht. Aktuell hat das Bündnis gut 220 Partner. Die Bandbreite der teilnehmenden Unternehmen reicht dabei von der Metallbranche über die Abfall- und Ernährungswirtschaft bis zum Handwerk. Aktuelle Informationen zu interessanten Themen aus Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt gibt es auch auf den Social-Media-Kanälen des Ministeriums bei Facebook, Instagram, LinkedIn, Mastodon und X (ehemals Twitter). Impressum: Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt Pressestelle Leipziger Str. 58 39112 Magdeburg Tel: +49 391 567-1950, E-Mail: PR@mwu.sachsen-anhalt.de , Facebook , Instagram , LinkedIn , Mastodon und X

Klimafreundliche Wärme und Energie für Tausende Haushalte: Staatssekretär Wünsch besucht Energieversorger EVH in Halle

Die Umweltallianz Sachsen-Anhalt feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. Ein Unternehmen, das sich bereits von Beginn an in der Allianz engagiert, ist der Hallesche Energieversorger EVH. Am Mittwoch hat Energie-Staatssekretär Thomas Wünsch das Unternehmen besucht, um das langjährige Engagement in der Allianz zu würdigen und sich mit der Geschäftsleitung zu Fragen der Energie- und Wärmewende auszutauschen. Wichtige Weichen für die klimaneutrale Transformation hat die EVH bereits in den vergangenen Jahren in Halle gestellt. „Der Hallesche Energieversorger EVH ist in der Umweltallianz ein Mitglied der ersten Stunde und zeigt beispielhaft auf, wie die Energie- und Wärmewende in einer Großstadt wie Halle in den kommenden Jahren erfolgreich umgesetzt werden kann. Das Unternehmen ist damit zugleich ein toller Botschafter der nunmehr seit 25 Jahren bestehenden Umweltallianz des Landes“, erklärte Wünsch. „Mit seinem Engagement leistet EVH nicht nur einen wichtigen Beitrag für effektiven Klimaschutz. Der Versorger trägt in energiepolitisch herausfordernden Zeiten maßgeblich dazu bei, eine sichere und bezahlbare Energieversorgung Tausender Haushalte langfristig und auf nachhaltige Weise sicherzustellen.“ Bereits heute setzt EVH bei der Energieerzeugung auf eine Reihe nachhaltiger Technologien: Photovoltaik, Windkraft, Kraft-Wärme-Kopplung, Solarthermie und Power-to-Heat. Mit Hilfe von Photovoltaik erzeugt das Unternehmen 100 Gigawattstunden Strom pro Jahr, weitere 700 Gigawattstunden kommen aus Windkraftanlagen, an denen EVH beteiligt ist. Ziel ist es, die Stadt Halle bis zum Jahr 2040 zu 100 Prozent mit klimaneutral erzeugtem Strom zu versorgen. Der Versorger hat zudem mit der Inbetriebnahme seines Energie- und Zukunftsspeichers, einer Power-to-Heat-Anlage sowie einer Solarthermie-Anlage auch die Weichen für die Wärmewende gestellt. Mehr als die Hälfte aller halleschen Haushalte, rund 80.000 Wohnungen, werden dadurch bereits heute anteilig mit umweltfreundlicher Fernwärme versorgt. Die Ziele sind ehrgeizig: Bis 2030 will die EVH bilanziell den Strombedarf von Halle durch das eigene PV-Portfolio decken. Für die dekarbonisierte Wärmeversorgung steht national das Ziel von 2045. Zusammen mit der Energieinitiative Halle will man dieses Ziel - unter Berücksichtigung des umweltökonomischen Ansatzes – bereits 2040 erreichen. Die EVH, ein Unternehmen der Stadtwerke-Gruppe, zieht schon heute positiv Bilanz. „Seit den 1990er Jahren bis heute konnten die CO2-Emissionen bei der Erzeugung von Strom und Wärme in den Energieparks bereits um mehr als 70 Prozent reduziert werden“, hebt Olaf Schneider, Geschäftsführer EVH, hervor. Ursächlich dafür trägt das 2016 gestartete Modernisierungs-Programm und der damit bekundete „Wille zur Dekarbonisierung“ in beiden Energieparks Dieselstraße und Trotha Früchte. „Wir waren die ersten in Deutschland, die die Modernisierung nach dem Kraftwärmekopplungsgesetz abgeschlossen haben“, so Schneider. „Der kommunale Ausbau zur sauberen Fernwärme hat an Fahrt gewonnen und fast selbsteinladend 2016 zur Gründung der Energie-Initiative Halle (Saale) geführt, die maßgeblich auch für den Erfolg mitverantwortlich ist“. Die Umweltallianz Sachsen-Anhalt wurde am 14. Juni 1999 gegründet und hat inzwischen mehr als 200 Partner. Sie alle verbindet der besondere Einsatz für den Umweltschutz, der über gesetzliche Verpflichtungen hinausgeht. Die Bandbreite der Unternehmen reicht dabei von der Metallbranche über die Abfall-, Energie- und Ernährungswirtschaft bis zum Handwerk. Impressum: Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt Pressestelle Leipziger Str. 58 39112 Magdeburg Tel: +49 391 567-1950 Fax: +49 391 567-1964 E-Mail: PR@mule.sachsen-anhalt.de Facebook: Umwelt.LSA Twitter: UmweltLSA YouTube: Umwelt_LSA Instagram: Umwelt.LSA

Stickstoffoxid-Emissionen

Stickstoffoxid-Emissionen Stickstoffoxide entstehen hauptsächlich bei Verbrennungsprozessen in Anlagen und Motoren. Geringe Emissionen entstehen auch in bestimmten Industrieprozessen und in der Landwirtschaft. Trotz erheblicher Reduzierungen sind weitere Maßnahmen nötig, um die seit 2010 einzuhaltenden Höchstmengen dauerhaft zu unterschreiten und die Minderungsverpflichtungen für 2020 und 2030 einzuhalten. Entwicklung seit 1990 Emissionsangaben von Stickstoffoxiden (NO x ) werden als NO 2 berechnet. Diese übliche Umrechnung erfolgt, weil Stickstoffoxide zwar überwiegend als Stickstoffmonoxid (NO) emittiert werden, anschließend aber atmosphärisch zu Stickstoffdioxid (NO 2 ) oxidieren. Von 1990 bis 2022 ist ein Rückgang der NO x -Emissionen um knapp 1,9 Millionen Tonnen (Mio. t) oder 67 % zu verzeichnen (siehe Abb. „Stickstoffoxid-Emissionen nach Quellkategorien“). Dieser Rückgang erfolgte in allen Quellkategorien – mit einem Minus von über 1 Mio. t am deutlichsten im Verkehr. Trotz dieser Minderung ist der Verkehrsbereich mit einem Emissionsanteil von 36 % weiterhin mit Abstand der größte Verursacher von NO x -Emissionen (siehe Tab. „Emissionen ausgewählter Luftschadstoffe nach Quellkategorien“). Obwohl die Stickstoffoxid-Emissionen im Verkehrssektor insgesamt sinken, nimmt der Anteil des giftigen Stickstoffdioxids an den gesamten Stickstoffoxid-Emissionen zu. Als Grund hierfür wird neben der natürlichen Umwandlung von NO zu NO 2 der höhere Anteil von NO 2 im Abgas von mit Oxidationskatalysatoren ausgestatteten Dieselfahrzeugen diskutiert. Das in diesen Katalysatoren gebildete NO 2 wird direkt emittiert und führt zum Beispiel in verdichteten Innenstädten zu erhöhten Stickstoffdioxid-Konzentrationen. Emissionsminderungen in den anderen Bereichen resultierten aus dem Einsatz emissionsärmerer Brennstoffe, dem effizienteren Energieeinsatz, dem Einsatz von Katalysatoren sowie den Folgen des Strukturwandels in den neuen Bundesländern. Die NO x -Emissionen aus landwirtschaftlichen Böden dominieren die Emissionen der Landwirtschaft. Sie gingen zwischen 1990 und 2022 um 27 % zurück. Die Stagnation auf hohem Niveau in den Jahren 2014-2016 konnte in den letzten Jahren mit deutlichen Rückgängen beendet werden. Im Jahr 2022 sanken die Emissionen auf den tiefsten Stand der ganzen Zeitreihe. Stickstoffoxid (NOx, gerechnet als NO2) -Emissionen nach Quellkategorien Quelle: Umweltbundesamt Diagramm als PDF Tab: Emissionen ausgewählter Luftschadstoffe nach Quellkategorien Quelle: Umweltbundesamt Tabelle als PDF zur vergrößerten Darstellung Verursacher Zu den Stickstoffoxiden (NO x ) zählen Stickstoffmonoxid (NO) und Stickstoffdioxid (NO 2 ). Sie entstehen größtenteils bei Verbrennungsvorgängen in Anlagen und Motoren und werden überwiegend als NO ausgestoßen und anschließend zu NO 2 umgewandelt. Der prozessbedingte Anteil (2022 bei 6,0 %) wird vom Wirtschaftssektor Steine und Erden dominiert, gefolgt von der Metallindustrie und der Chemischen Industrie (Salpetersäureherstellung). Die Bildung von NO x variiert in den Verbrennungsanlagen stark. Die höchsten Emissionen je Einheit verbrauchter Energie weist der Verkehrsbereich auf, gefolgt von den Kraftwerken. Die niedrigsten spezifischen Emissionen werden an den Kleinfeuerungen der Haushalte festgestellt, in der Summe sind die Emissionen aus diesem Bereich jedoch signifikant. Die entstehenden NO x -Emissionen können durch Nachbehandlung (Katalysatoren im Verkehrsbereich, DENOX-Anlagen bei Großfeuerungen) erheblich vermindert werden. Aber auch die Landwirtschaft (2022: 11 %) ist weiterhin eine relevante Emissionsquelle, wobei vor allem die landwirtschaftlichen Böden NO x emittieren. Erfüllungsstand der Emissionsminderungsbeschlüsse Im Göteborg-Protokoll zur ⁠ UNECE ⁠-Luftreinhaltekonvention und in der ⁠ NEC-Richtlinie ⁠ ( EU 2016/2284 ) der EU wird festgelegt, dass die jährlichen NO x -Emissionen ab 2020 um 39 % niedriger sein müssen als 2005. Diese Ziele wurden 2021 und 2022 eingehalten. Auf EU-Ebene legt die NEC-Richtlinie ( EU 2016/2284 ) auch fest, dass ab 2030 die jährlichen Emissionen 65 % niedriger gegenüber 2005 sein sollen. Dieses Ziel wurde bisher nicht erreicht.

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