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Geologische Übersichtskarte der Bundesrepublik Deutschland 1:200.000 (GÜK200) - CC 7910 Freiburg - Nord

Blatt Freiburg-Nord zeigt den südlichen Oberrheingraben mit seinen beiden Flanken: den Vogesen im Westen und dem Schwarzwald im Osten. Der Schwarzwald, an der Ostflanke des Oberrheingrabens, wird von variszischen Graniten, Gneisen und Anatexiten aufgebaut. Bei der variszischen Faltung kam es zur Metamorphose präkambrischer Sedimentgesteine; zudem drangen im Oberkarbon granitische Tiefengesteinsplutone auf. Permische Rhyolithe (Quarzporphyre), die an mehreren Stellen des mittleren und nördlichen Schwarzwald zu finden sind, werden als Ignimbrite interpretiert. Nach Norden und Osten tauchen die Kristallingesteine des Schwarzwaldes unter das permo-mesozoische Deckgebirge. Am Westrand des Kartenblattes ist ein kleiner Teil der Nordvogesen angeschnitten. Der ebenfalls variszisch geprägte Gebirgszug ist von Struktur und Gesteinsaufbau dem Schwarzwald sehr ähnlich, jedoch sind größere Vorkommen paläozoischer Sedimente erhalten geblieben. So sind im Kartenausschnitt neben Graniten, Dioriten und Paragneisen auch kambrische bis silurische Schiefer sowie Schuttsedimente des Rotliegenden erfasst. Der Oberrheingraben durchzieht das Blatt von Südsüdwest nach Nordnordost. Die Grabenstruktur ist mit tertiären Sedimenten verfüllt. Das Tertiär tritt jedoch nur vereinzelt unter der quartären Deckschicht aus Löss- und Flugsanden, fluviatilen bzw. glazifluviatilen Ablagerungen, Verwitterungs- und Schwemmlehm zu Tage. Der Grabenrandbereich wird von den äußeren Randverwerfungen, an denen der vertikale Hauptversatz der Grabenstruktur stattfand, und Bruchfeldern mit Staffelbrüchen geringerer Verwurfshöhe gebildet. In den sogenannten Vorberg-Zonen sind Grundgebirge und permo-mesozoische Bedeckung staffelförmig gegen das Grabeninnere abgesunken und somit, vor Abtragung geschützt, erhalten geblieben. Am Westrand des Oberrheingrabens ist das Bruchfeld von Ribeauvillé, südlich der Vogesen, und das Bruchfeld von Zabern, in der Nordwest-Ecke des Kartenblattes, angeschnitten. Am Ostrand des Grabens sind die Vorbergzone von Emmendingen-Lahr und die Freiburger Bucht erfasst. Mit der Grabenbildung im Tertiär ging ein verstärkter Vulkanismus einher, der seinen Höhepunkt in der Förderung Olivin-nephelinitischer Schmelzen im Vulkangebiet des Kaiserstuhls fand. Die heute stark abgetragene Vulkanruine aus miozänen Vulkaniten und Tuffen ist von pleistozänem Löss ummantelt und teilweise überlagert. Neben der Legende, die über Alter, Genese und Petrographie der dargestellten Einheiten informiert, verdeutlicht eine tektonische Übersichtskarte die geologischen Großeinheiten im Kartenausschnitt. Ein geologischer Schnitt gewährt zusätzliche Einblick in den Aufbau des Untergrundes. Das West-Ost-Profil kreuzt den Oberrheingraben mit dem Kaiserstuhl und der Freiburger Bucht sowie die Kristallingesteine des Schwarzwaldes.

Geologische Übersichtskarte der Bundesrepublik Deutschland 1:200.000 (GÜK200) - CC 8710 Freiburg - Süd

Blatt Freiburg-Süd erfasst den südlichen Oberrheingraben mit dem Schwarzwald als seine östliche Begrenzung sowie Teile des Schweizer Faltenjuras, Tafeljuras und des subalpinen Molassebeckens. Im Nordwesten des Kartenausschnitts ist der südliche Oberrheingraben abgebildet, dessen Trog mit Lockersedimenten des Tertiärs verfüllt ist. Die tertiäre Grabenfüllung tritt nur sehr vereinzelt unter der quartären Deckschicht aus fluviatilen bzw. glazifluviatilen Ablagerungen sowie pleistozänem Löss zu Tage. Der Randbereich des Grabens wird von den Vorberg-Zonen und der äußeren Randverwerfung gebildet. Im Kartenausschnitt sind die Müllheim-Kanderner Vorbergzone sowie die Freiburger Bucht erfasst. In diesen Bruchfeldern ist das Grund- und Deckgebirge staffelförmig gegen das Grabeninnere abgesunken und die permo-mesozoischen Deckschichten sind, vor Abtragung geschützt, erhalten geblieben. Der Schwarzwald, im Osten des Oberrheingrabens, wird von variszischen Graniten, Gneisen und Anatexiten aufgebaut. Bei der variszischen Faltung kam es zur Metamorphose präkambrischer Sedimentgesteine. Zudem drangen im Oberkarbon verstärkt granitische Tiefengesteine auf. Am Nordrand des Kartenblattes ist die Zentralschwarzwälder Gneismasse aufgeschlossen, der sich südlich die Badenweiler-Lenzkirch-Zone (altpaläozoische Schiefer, Konglomerate und Vulkanite) sowie der Südschwarzwälder Granit- und Gneiskomplex anschließen. Nach Osten und Süden tauchen die Kristallingesteine des Schwarzwaldes unter das permo-mesozoische Deckgebirge. Die Südhälfte des Kartenblattes wird vom Tafeljura, Schweizer Faltenjura sowie den känozoischen Molassesedimenten des Alpenvorlandes dominiert. Neben der Legende, die über Alter, Genese und Petrographie der Einheiten informiert, stellt eine tektonische Übersichtskarte die geologischen Großeinheiten im Kartenausschnitt anschaulich dar. Ein geologisches Profil gewährt zusätzliche Einblicke in den Aufbau des Untergrundes. Der Nord-Süd-Schnittt kreuzt die Vorbergzone, den Schwarzwald, das Juragebirge (Tafeljura und Schweizer Faltenjura) sowie das subalpine Molassebecken.

Geologische Übersichtskarte der Bundesrepublik Deutschland 1:200.000 (GÜK200) - CC 5534 Zwickau

Auf Blatt Zwickau sind im Norden das Thüringer Becken und die Leipziger Tieflandsbucht angeschnitten, im Süden das Thüringisch-Fränkische und Vogtländische Schiefergebirge, das Erzgebirge sowie die Vorerzgebirgssenke. Die Südwest-Nordost-streichenden Sattel- und Muldenstrukturen des Thüringisch-Fränkischen und Vogtländischen Schiefergebirges entstanden im Zuge der variszischen Gebirgsbildung. Von West nach Ost sind aufgeschlossen: Ostthüringisches Synklinorium, Bergaer Antiklinorium und Vogtländisches Synklinorium. Das Ostthüringische Synklinorium kann durch die Nordwest-Südost-verlaufende Frankenwald-Querzone in ein südwestliches (Teuschnitzer) und nordöstliches (Ziegenrücker) Synklinorium untergliedert werden. Entlang der horstartigen Bruchschollen der Frankenwald-Querzone sind präkarbonische Schichten herausgehoben und kleinere Granitstöcke stiegen postkinematisch auf. Das Ostthüringische Synklinorium ist mit über 1000 m mächtigen Sedimenten des Unterkarbons in Kulm-Flysch-Fazies verfüllt, die nach Norden unter die Zechstein- und Triasbedeckung des Thüringer Beckens abtauchen. Im Kern des Bergaer Antiklinorium sind Schichten der ordovizischen Frauenbach- und Phycoden-Gruppe aufgeschlossen, denen im Randbereich jüngere Sedimente der Gräfenthal-Gruppe (Ordovizium), des Silurs und Devons folgen. In der sich nach Südosten anschließenden Vogtländischen Synklinalzone treten vorwiegend unmetamorphe (im Nordost-Teil schwach metamorphe) Schichten des Ordoviziums bis Unterkarbons auf. Ein ausgeprägter Vulkanismus im Frasne (Basalt, Spilit, Keratophyr) ist für die Synklinalzone charakteristisch. Die östliche Grenze zum Erzgebirgsantiklinorium wird mit dem Einsetzen einer deutlichen Metamorphose (Phyllitstockwerk) gezogen, die annähernd der Grenze zwischen Phycoden- und Frauenbach-Formation entspricht. Die synvariszisch intrudierten Granitmassive (Kirchberg, Bergen) greifen vom Erzgebirge auf die Randbereiche des Vogtländischen Synklinoriums über. Der Eibenstock-Granit des Erzgebirges drang postvariszisch auf. Nach Norden bzw. Nordosten wird das Grundgebirge des Saxothuringikums von den Molassesedimenten der Vorerzgebirgssenke (Rotliegendes) überlagert. Weiter nördlich schließt sich die mit känozoischen Sedimenten verfüllte Leipziger Tieflandsbucht an. Neben der Legende, die über Alter, Genese und Petrographie der dargestellten Einheiten informiert, gewährt ein geologisches Profil zusätzliche Einblicke in den Aufbau des Untergrundes. Der Nordwest-Südost-Schnitt verläuft vom Thüringer Becken, über das Thüringisch-Fränkische und Vogtländische Schiefergebirge bis zum Eibenstock-Granitmassiv des Erzgebirges.

Nr. 65.12.25: Zusammenstellung von Links zu Stellungnahmen und Beiträgen zum Zwischenbericht Teilgebiete der Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (Stand: 04.06.2021)

Beitrag im Rahmen der FKTG: Görlitzer Schiefergebirge (Teilgebiet 009_00TG_194_00IG_K_g_SO): Das Görlitzer Schiefergebirge besteht aus stark deformierten sedimentären Einheiten des Kambriums, Ordoviziums, Silurs, Devons und Unterkarbons mit eingeschalteten Vulkaniten. Diese Gesteine wurden grünschieferfaziell metamorph überprägt. Belegt sind verschuppte Einheiten des Paläozoikums bis in eine Tiefe von über 800 m in der Bohrung B10/1961 mit einer Endteufe von 809 m (Abb. 11). Eine tektonische Interpretation des Görlitzer Schiefergebirges als Akkretionskeil vor dem Lausitzer Block (Göthel, 2001) legt nahe, dass die Einheiten des Görlitzer Schiefergebirges strukturell neben den Gesteinen der Lausitz liegen. Die Bohrungsdaten stimmen mit dieser Interpretation überein. Nördlich der Innerlausitzer Störung, welche die Grenze des Schiefergebirges zum Lausitzer Granodioritkomplex bildet, wurden keine Kristallingesteine erbohrt. // Im Bereich des Görlitzer Schiefergebirges kann weder kristallines Wirtsgestein nachgewiesen noch aufgrund des tektonischen Settings der Einheit erwartet werden. Die Ausweisung der Region als Teilgebiet ist nicht nachvollziehbar. Stellungnahme der BGE: Fachliche Einordnung: Fachlich nachvollziehbare Hinweise, die durch die angewendete Methodik für den ZBTG erklärt werden können. Begründung: Die Anwendung der Mindestanforderungen erfolgte im Rahmen von § 13 StandAG über einen stratigraphischen Ansatz, d. h. das Wirtsgestein nimmt nur einen Teil der betrachteten Einheit, hier der großstrukturellen Einheit des Saxothuringikums, ein. Die aus dieser Methodik resultierenden Ergebnisse sind damit generell überschätzend, weisen also zu große identifizierte Gebiete aus. // Die detaillierte Auswertung des LfULG enthält wertvolle Anmerkungen und Hinweise, die im weiteren Standortauswahlverfahren Berücksichtigung finden werden. Um an diesem Punkt exemplarisch die Aussagen des LfULG Sachsens nachzuvollziehen, dass im Bereich des Görlitzer Schiefergebirges weder kristallines Wirtsgestein nachgewiesen, noch aufgrund des tektonischen Settings der Einheit erwartet werden kann, wurde eine Detailbetrachtung der Bohrungsdaten und der GK400 des LfULG Sachsens vorgenommen. Dabei handelt es sich um einen Arbeitsstand, der hier exemplarisch dargestellt ist, jedoch keine abschließende Bewertung darstellt. // Die Abbildung 1 zeigt einen Ausschnitt der GK400 des LfULG im Bereich des Görlitzer Schiefergebirges. Die Lage des Teilgebiets 009_00TG_194_00IG_K_g_SO ist grau schraffiert dargestellt. Südlich der Innerlausitzer Störung stehen Granodiorite und Granite, nördlich davon hauptsächlich paläozoische Gesteine des Görlitzer Schiefergebirges an. Weiter nördlich treten die mesozoischen sedimentären Abfolgen der Nordsudetischen Senke auf. // [ABBILDUNG] Abbildung 1: Geologischer Ausschnitt aus der GK400 (LfULG, DokID_11839344_5) im Bereich des Görlitzer Schiefergebirges; geologische Einheiten und Legende wurden stark vereinfacht und schematisiert; grüne Punkte zeigen Bohrungsdaten, in denen keine kristallinen Wirtsgesteine im Sinne der Begriffsbestimmung der BGE vorkommen (BGE 2020j) Die BGE hat die Schichtenverzeichnisse aus Bohrungen im Bereich des Görlitzer Schiefergebirges vorläufig ausgewertet. Die Bohrungen im digitalen Datenbestand der BGE nördlich der Innerlausitzer Störung haben eine Mindestteufe von 300 m u. GOK MD (measured depth); die größte Endteufe liegt bei 819,7 m u. GOK MD (Bohrung B4/1963). Die digitalen Schichtenverzeichnisse wurden auf kristalline Wirtsgesteine gemäß Begriffsbestimmung (BGE 2020j) durchsucht. Die Filterung ergab, dass lediglich eine Bohrung, B16/1962, am westlichen Rand des Görlitzer Schiefergebirges in der Endteufe von 500 m u. GOK MD das potentielle kristalline Wirtsgestein Quarzit angetroffen hat. Nach der aktuellen Begriffsbestimmung (BGE 2020j) würden regionalmetamorphe Quarzite in der Amphibolit-Fazies grundsätzlich endlagerrelevante kristalline Wirtsgesteine darstellen. Die petrographische Bezeichnung „Quarzit“ in den verkürzten Schichtenverzeichnissen sagt jedoch nur aus, dass das Gestein überwiegend aus Quarz besteht und beschreibt im Regelfall ein metamorphes Gestein. Als „Quarzite“ können jedoch auch silifizierte Sandsteine, also hydrothermal veränderte Sedimentgesteine, beschrieben worden sein. Der Metamorphosegrad lässt sich in diesem Zusammenhang nur im Kontext der Nebengesteine und der Genese der geologischen Einheit ableiten. Bei genauerer Betrachtung des verkürzten Schichtenverzeichnisses der Bohrung B16/1962 wird klar, dass es sich hierbei um eine geringmächtige Einheit in einer (niedrigmetamorphen) Abfolge sedimentärer Gesteine (Quarzit und Quarzit-Tonschiefer) handelt. // Zusammenfassend können wir den Anmerkungen und Interpretationen des LfULG zum Görlitzer Schiefergebirge daher sehr gut folgen. Dieser Arbeitsstand wird im Rahmen der Arbeiten von Schritt 2 der Phase I weiterentwickelt. Seite 12-13: Die genutzten Datengrundlagen zur Ermittlung des identifizierten Gebietes innerhalb des kristallinen Grundgebirges des Saxothuringikum in Sachsen ergab sich aus den methodischen Anwendungsprinzipien der BGE zur Anwendung der Mindestanforderungen im Rahmen von § 13 StandAG für das gesamte Bundesgebiet (vgl. Tabelle 2). Zur Anwendung der Mindestanforderungen wurden die vom LfULG gelieferten 3D-Modelle verwendet und Bereiche zwischen diesen 3D-Modellen wurden durch ein Tiefenmodell, das aus der Karte zur Tiefenlage des Grundgebirges von Reinhold (2005) abgeleitet wurde, sowie der GÜK 250 (BGR 2019), ergänzt. Zusätzlich wurden die vom LfULG gelieferten Schichtenverzeichnisse auf Vorkommen von kristallinem Wirtsgestein entsprechend der Begriffsbestimmung der BGE gefiltert (BGE 2020j). Im nun anstehenden Schritt 2 der Phase I erfolgt auf Basis der ermittelten Teilgebiete die Ermittlung von Standortregionen für die übertägige Erkundung. Dafür werden auch bereits gelieferte Kartenwerke, Daten oder Veröffentlichungen, die im Schritt 1 der Phase I für den ZBTG methodisch noch keine Berücksichtigung fanden, sowie Hinweise aus den Stellungnahmen der Bundes- und Landesbehörden, herangezogen und geprüft. Zudem werden im Augenblick die Bohrakten von einigen Tausend Tiefbohrungen (> 300 m u. GOK), die noch nicht im Datenbestand der BGE sind, durch die Wismut GmbH gescannt und durch Dienstleister die ausführlichen Schichtenverzeichnisse in digitale Bohrdatenbanken überführt. Ausgewählte bohrlochgeophysikalische Messungen an interessanten und repräsentativen Tiefbohrungen in kristallinen Wirtsgesteinen sollen in diesem Zuge in LAS-Dateien konvertiert werden. Diese Daten sind eine wichtige Grundlage für die Bewertung von Teilgebieten in kristallinem Wirtsgestein in den mitteldeutschen Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg. // Für die weitere fachliche Auseinandersetzung des seitens der BGE ermittelten Teilgebiets 009_00TG_194_00IG_K_g_SO wurde dieses durch das LfULG in regionalgeologische Einheiten mit einheitlichen lithologischen und strukturellen Eigenschaften untergliedert. Dabei hat das LfULG folgende Einheiten differenziert: Westerzgebirgische und vogtländische Granite, Chemnitzbecken, Granulitgebirge, Erzgebirge, Ostthüringische-Nordsächsische Einheit, Nordsächsischer Block, Wurzen-Caldera, Frankenberger Zwischengebirge, Meißener Pluton, Lausitzer Granodiorit-Komplex, Lausitzer Grauwacken-Einheit und Görlitzer Schiefergebirge. [...] Die regionalgeologischen Einheiten Görlitzer Schiefergebirge, Lausitzer Grauwacken-Einheit, Ostthüringisch-Nordsächsische Einheit und Chemnitzbecken wurde als nicht plausibel identifiziert, weil die Gesteine dort nach Aussage des LfULG die Wirtsgesteinsdefinition für kristallines Wirtsgestein nicht erfüllen (Sächsisches Landesamt für Umwelt Landwirtschaft und Geologie (LfULG) 2021, S. 32). // Die Hinweise des LfULG werden aktuell seitens der BGE detailliert überprüft. An dieser Stelle gehen wir daher nur exemplarisch auf die Einheiten „Görlitzer Schiefergebirge“ und den „Lausitzer Granodiorit-Komplex“ und dessen Abgrenzung zur „Lausitzer Grauwacke-Einheit“ ein. Initiale Rückmeldung im Rahmen der FKTG: nicht vorhanden. Stellungnahme einer externen Prüfstelle:nicht vorhanden.

Nr. 65.12.6: Zusammenstellung von Links zu Stellungnahmen und Beiträgen zum Zwischenbericht Teilgebiete der Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (Stand: 04.06.2021)

Beitrag im Rahmen der FKTG: 009_00TG_194_00IG_K_g_SO kristallines Wirtsgestein im Grundgebirge der saxothuringischen Zone // Das Teilgebiet umfasst in Sachsen mehrere regionalgeologische Einheiten mit unterschiedlichem geologischem Aufbau: das Erzgebirge, das Chemnitzbecken, das Granulitgebirge, das Frankenberger Zwischengebirge, die westerzgebirgischen und vogtländischen Granite, den Lausitzer Granodiorit komplex und Meißener Pluton, die Lausitzer Grauwacken-Einheit, das Görlitzer Schiefergebirge, die Ostthüringisch-Nordsächsische Einheit, den Nordsächsischen Block, die Wurzen-Caldera, den Delitzscher Pluton, die Torgau-Doberlug-Einheit. In diesen regionalgeologischen Einheiten treten sedimentäre, vulkanische, plutonische und metamorphe Gesteine auf. Der Metamorphosegrad schwankt von sehr schwach metamorph bis ultrahochmetamorph. Stellungnahme der BGE: Seite 5: [...] Bezogen auf die Anwendung der Mindestanforderungen im Rahmen von § 13 StandAG wurde für den ZBTG ein stratigraphischer Ansatz gewählt, d. h. das Wirtsgestein nimmt nur einen Teil der betrachteten Einheit ein. Bohrungen belegen die Erfüllung der Mindestanforderungen der endlagerrelevanten Gesteinsabfolge punktuell. Die resultierenden Ergebnisse sind damit generell überschätzend, weisen also zu große identifizierte Gebiete aus. Bohrungsinformationen zur Nicht-Erfüllung von Mindestanforderungen (Negativbelege) wurden für den ZBTG aufgrund der fehlenden räumlichen Information nur sehr eingeschränkt für eine weitere Eingrenzung verwendet. Auf diese Weise wurde vermieden, dass potenziell geeignete Gebiete aufgrund z. B. geringer Datenlage vorzeitig aus dem Verfahren ausscheiden. // In Schritt 2 der Phase I erfolgt auf Basis der ermittelten Teilgebiete die Ermittlung von Standortregionen für die übertägige Erkundung. Dafür werden auch bereits gelieferte Daten oder Veröffentlichungen, die im Schritt 1 der Phase I für den ZBTG methodisch noch keine Berücksichtigung fanden, sowie Hinweise aus den Stellungnahmen der Bundes- und Landesbehörden, herangezogen und geprüft. Seite 6-7: [...] sind von der BGE ausschließlich Plutonite und hochgradig regionalmetamorphe Gesteine als kristalline Wirtsgesteine deklariert worden, d. h. z. B. Granulite, Eklogite, Gneise, Amphibolite oder auch Migmatite. Metamorphe Gesteine wie Phyllite, Schiefer, Hornfelse, Marmore und Skarne werden nicht als Wirtsgesteine im Standortauswahlverfahren berücksichtigt, da niedrig- bis mittelgradig regionalmetamorphe und geschieferte Gesteine sowie Hochdruck- und Kontaktmetamorphite nach Auffassung der BGE keine kristallinen Wirtsgesteine mit günstigen Eigenschaften für die Endlagerung von radioaktiven Abfällen darstellen (BGE 2020j). // Die BGE begrüßt das Vorgehen, kontaktmetamorphe Gesteine wie Hornfelse und Skarne als Explorationsindikatoren für das Auftreten von intrusiven magmatischen Einheiten (Plutoniten) zu nutzen; gerade in Bereichen von Teilgebieten, in denen Tiefbohrungen mit Teufen > 300 m u. GOK nicht vorhanden sind. Die geologischen Karten „Lausitz - Jizera - Karkonosze“ im Maßstab 1 : 100 000 (GK100 LJK) und im Maßstab 1 : 400 000 ohne känozoische Sedimente (GK400) geben Aufschluss über die Verbreitung von kartierten kontaktmetamorphen Gesteinen (Skarne, Hornfelse oder Frucht- und Knotenschiefer) in Gebieten wie der Lausitzer Grauwacken-Einheit oder in Nordwestsachsen im Nordsächsischen Block. Seite 12-13: Die genutzten Datengrundlagen zur Ermittlung des identifizierten Gebietes innerhalb des kristallinen Grundgebirges des Saxothuringikum in Sachsen ergab sich aus den methodischen Anwendungsprinzipien der BGE zur Anwendung der Mindestanforderungen im Rahmen von § 13 StandAG für das gesamte Bundesgebiet (vgl. Tabelle 2). Zur Anwendung der Mindestanforderungen wurden die vom LfULG gelieferten 3D-Modelle verwendet und Bereiche zwischen diesen 3D-Modellen wurden durch ein Tiefenmodell, das aus der Karte zur Tiefenlage des Grundgebirges von Reinhold (2005) abgeleitet wurde, sowie der GÜK 250 (BGR 2019), ergänzt. Zusätzlich wurden die vom LfULG gelieferten Schichtenverzeichnisse auf Vorkommen von kristallinem Wirtsgestein entsprechend der Begriffsbestimmung der BGE gefiltert (BGE 2020j). // Im nun anstehenden Schritt 2 der Phase I erfolgt auf Basis der ermittelten Teilgebiete die Ermittlung von Standortregionen für die übertägige Erkundung. Dafür werden auch bereits gelieferte Kartenwerke, Daten oder Veröffentlichungen, die im Schritt 1 der Phase I für den ZBTG methodisch noch keine Berücksichtigung fanden, sowie Hinweise aus den Stellungnahmen der Bundes- und Landesbehörden, herangezogen und geprüft. Zudem werden im Augenblick die Bohrakten von einigen Tausend Tiefbohrungen (> 300 m u. GOK), die noch nicht im Datenbestand der BGE sind, durch die Wismut GmbH gescannt und durch Dienstleister die ausführlichen Schichtenverzeichnisse in digitale Bohrdatenbanken überführt. Ausgewählte bohrlochgeophysikalische Messungen an interessanten und repräsentativen Tiefbohrungen in kristallinen Wirtsgesteinen sollen in diesem Zuge in LAS-Dateien konvertiert werden. Diese Daten sind eine wichtige Grundlage für die Bewertung von Teilgebieten in kristallinem Wirtsgestein in den mitteldeutschen Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg. // Für die weitere fachliche Auseinandersetzung des seitens der BGE ermittelten Teilgebiets 009_00TG_194_00IG_K_g_SO wurde dieses durch das LfULG in regionalgeologische Einheiten mit einheitlichen lithologischen und strukturellen Eigenschaften untergliedert. Dabei hat das LfULG folgende Einheiten differenziert: Westerzgebirgische und vogtländische Granite, Chemnitzbecken, Granulitgebirge, Erzgebirge, Ostthüringische-Nordsächsische Einheit, Nordsächsischer Block, Wurzen-Caldera, Frankenberger Zwischengebirge, Meißener Pluton, Lausitzer Granodiorit-Komplex, Lausitzer Grauwacken-Einheit und Görlitzer Schiefergebirge.// Davon wurden der Lausitzer Granodiorit-Komplex, der Meißener Pluton, der Delitzscher Pluton, das Erzgebirge, das Granulitgebirge und das Frankenberger Zwischengebirge als Einheiten interpretiert, die seitens der BGE plausibel einem Teilgebiet zugeordnet wurden. Außerdem wurde die kleinräumigen Vorkommen von kristallinen Wirtsgesteinen im Nordsächsischen Block und im Vogtland als plausibel bestätigt. Die regionalgeologischen Einheiten Görlitzer Schiefergebirge, Lausitzer Grauwacken-Einheit, Ostthüringisch-Nordsächsische Einheit und Chemnitzbecken wurde als nicht plausibel identifiziert, weil die Gesteine dort nach Aussage des LfULG die Wirtsgesteinsdefinition für kristallines Wirtsgestein nicht erfüllen (Sächsisches Landesamt für Umwelt Landwirtschaft und Geologie (LfULG) 2021, S. 32). Seite 10 Nr. 65.14 (TLUBN): Die Anwendung der Mindestanforderungen nach § 23 StandAG erfolgte für das kristalline Wirtsgestein in Thüringen mithilfe des geologischen 3D-Modells INFLUINS (Integrierte Fluiddynamik in Sedimentbecken; Forschungsvorhaben der Uni Jena) und der Tiefenkarte des kristallinen Grundgebirges von Reinhold (2005). Die Anwendung der Mindestanforderungen im Rahmen von § 13 StandAG wurde von der BGE methodisch so bearbeitet, dass identifizierte Gebiete in stratigraphischen oder großstrukturellen Einheiten ausgewiesen wurden. Punktuelle Informationen zur Nicht-Erfüllung von Mindestanforderungen (v. a. Bohrungen) wurden im Rahmen von § 13 StandAG aufgrund der fehlenden räumlichen Information (vorerst) nicht für eine weitere Eingrenzung verwendet. Der BGE ist bewusst, dass dies, wie auch in diesem Fall, bei der Anwendung der Mindestanforderungen zu einer Überschätzung von identifizierten Gebieten führen kann. Ziel war es, ein einheitliches methodisches Vorgehen zur Anwendung der Mindestanforderungen im Schritt 1 der Phase I für das gesamte Bundesgebiet zu gewährleisten und ein vorzeitiges Ausscheiden potentiell geeigneter Gebiete zu vermeiden. Initiale Rückmeldung im Rahmen der FKTG: nicht vorhanden. Stellungnahme einer externen Prüfstelle:nicht vorhanden.

Naturschutzmaßnahmen in ehemaliger Sandgrube bei Breetze

Breetze – In der ehemaligen Sandgrube bei Breetze im Landkreis Lüneburg startete der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz Anfang der Woche wieder mit der Beweidung. Die Grube zählt zu den bedeutendsten Offenlandlebensräumen in dem Landkreis mit einem trockenwarmen Klima, so dass das Gelände für viele teils gefährdete und besonders geschützte Arten eine besondere Bedeutung hat. Zahlreiche Insektenarten – darunter über 800 Schmetterlingsarten – sind hier heimisch. Neben dem im Gebiet regelmäßig brütenden Wendehals ist eine der vorkommenden Arten die Zauneidechse, „Reptil des Jahres 2020 und 2021“. Sie ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz eine streng geschützte Art und steht auf der Vorwarnliste der Roten Liste gefährdeter Tierarten. In der ehemaligen Sandgrube bei Breetze im Landkreis Lüneburg startete der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz Anfang der Woche wieder mit der Beweidung. Die Grube zählt zu den bedeutendsten Offenlandlebensräumen in dem Landkreis mit einem trockenwarmen Klima, so dass das Gelände für viele teils gefährdete und besonders geschützte Arten eine besondere Bedeutung hat. Zahlreiche Insektenarten – darunter über 800 Schmetterlingsarten – sind hier heimisch. Neben dem im Gebiet regelmäßig brütenden Wendehals ist eine der vorkommenden Arten die Zauneidechse, „Reptil des Jahres 2020 und 2021“. Sie ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz eine streng geschützte Art und steht auf der Vorwarnliste der Roten Liste gefährdeter Tierarten. „Der offene Charakter der ehemaligen Sandgrube ist Voraussetzung für die Artenvielfalt in diesem Gebiet. Viele der hier lebenden Arten sind auf vegetationsfreie Sandflächen und das Mosaik aus lockerer und dichterer Vegetation angewiesen. Ohne ein Gegensteuern wäre die Fläche früher oder später vollständig bewaldet“, erklärt Kristof Meyn, Projektmitarbeiter beim NLWKN. Um diesem Trend entgegenzuwirken, wurde auf einem Teilgebiet der ehemaligen Sandgrube eine Beweidung mit Schafen eingeführt. „Um trotz einer Einzäunung des Geländes für die Schafe dem Wild den Weg nicht zu versperren, haben wir an einigen Stellen Wilddurchlässe in den Zaun integriert“, ergänzt Meyn. Auch für die ebenfalls besonders geschützte Kreuzkröte konnte im vergangenen Frühjahr viel erreicht werden: Die Amphibienart ist landesweit bedroht, die Trockenheit der vergangenen Jahre hat die Reproduktion der Kreuzkröte enorm erschwert. Damit das Vorkommen in der ehemaligen Sandgrube Breetze nicht ausstirbt, wurden im März im Rahmen des EU-geförderten IP LIFE-Projekts „Atlantische Sandlandschaften“ weitere Laichgewässer im zentralen Grubenbereich angelegt. In Kooperation mit dem Bauhof der Stadt Bleckede wurden die Kleingewässer regelmäßig mit Wasser versorgt. Ein Teil der Quappen wurde zudem entnommen und im Auftrag der Unteren Naturschutzbehörde durch Fachleute großgezogen. Durch die Kombination dieser beiden Methoden konnten etwa 1.000 Kreuzkröten durch die Metamorphose gebracht werden. Dies stellt gemäß Einschätzung von Sören Frischmuth von der unteren Naturschutzbehörde im Landkreis Lüneburg, Projektpartnerin des NLWKN vor Ort, einen großen Erfolg für den Bestand der Kreuzkröte auf lokaler, aber auch auf Landesebene dar. Im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort wurde im vergangenen Jahr angekündigt, dass eine naturschutzfachliche Führung durch das Gebiet angeboten werden soll, um die Artenvielfalt der ehemaligen Sandgrube Breetze vor Ort erlebbar zu machen. „Am interessantesten stellt sich das Gebiet im Frühjahr und Frühsommer an. Gegen Ende des Winters werden wir daher Interessierte über einen entsprechenden Termin in 2022 informieren“, so Meyn. Das Integrierte LIFE-Projekt „Atlantische Sandlandschaften“ Das Integrierte LIFE-Projekt „Atlantische Sandlandschaften“ Die Maßnahmen in der Sandgrube Breetze sind Teil des von der Europäischen Union geförderten Projekts „Atlantische Sandlandschaften“ zum Erhalt der biologischen Vielfalt, das gemeinsam von den Ländern Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen umgesetzt wird. Charakteristische Biotope der atlantischen biogeographischen Region wie zum Beispiel Heide- und Dünenlandschaften, artenreiche Borstgrasrasen und nährstoffarme Stillgewässer sollen dabei nachhaltig aufgewertet oder entwickelt werden. Auch die Bestände der für diese Lebensräume typischen Arten wie Knoblauchkröte, Kreuzkröte, Schlingnatter und Zauneidechse sollen gestärkt werden. Für die zehnjährige Laufzeit des Projekts steht beiden Ländern insgesamt ein Budget von 16,875 Millionen Euro zur Verfügung. 60 Prozent der Mittel werden von der Europäischen Union gestellt, jeweils 20 Prozent von den beiden Bundesländern. Die Gesamtverantwortung für das Vorhaben liegt in Nordrhein-Westfalen beim Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MULNV). Die operative Umsetzung der konkreten Einzelmaßnahmen in Niedersachsen liegt beim Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz (MU). Weitere Informationen sind im Internet unter www.sandlandschaften.de und unter www.nlwkn.niedersachsen.de verfügbar. Für Rückfragen zum Gesamtprojekt steht Ihnen das IP-LIFE-Team des NLWKN gerne zur Verfügung (Tel.: 0511/3034-3352, E-Mail: Thomas.Kutter@nlwkn.niedersachsen.de ). Für weitere Informationen über die Maßnahme in der Sandgrube Breetze wenden Sie sich bitte an Kristof Meyn (Tel.: 0511/3034-3318, E-Mail: Kristof.Meyn@nlwkn.niedersachsen.de ) oder Sören Frischmuth, Untere Naturschutzbehörde Landkreis Lüneburg, Tel. 04131/ 26 1209, soeren.frischmuth@landkreis-lueneburg.de ).

LUBW Karte des Monats: Feuersalamander per App erfassen

Wer unter Einhaltung der aktuellen Verhaltensempfehlungen und Aufenthaltsbeschränkungen zur Bekämpfung des Corona-Virus bei einem Spaziergang im Wald einen Feuersalamander findet, kann dies mit wenigen Klicks der LUBW melden. Das geht einerseits hier und andererseits schnell und unkompliziert über die App „Meine Umwelt“ der LUBW. Unsere Karte des Monats zeigt die Funde des Feuersalamanders in Baden-Württemberg, die durch die Bürgerinnen und Bürger gemeldet wurden. Der Feuersalamander Der Feuersalamander ist sehr gut an seiner schwarz-gelben Zeichnung zu erkennen. Damit signalisiert er anderen Tieren, dass er giftig und ungenießbar ist. Das Muster auf dem Rücken ist dabei bei jedem Tier individuell ausgeprägt. Der Lurch ist vor allem in schattigen, feuchten und strukturreichen Wäldern in Gewässernähe anzutreffen, da sie dort im Februar oder März ihre Larven absetzen. Diese leben etwa zwei bis fünf Monate im Wasser und gehen, wenn die Metamorphose abgeschlossen ist, von Juni bis September an Land. Im Spätherbst zieht sich der Feuersalamander in frostfreie Überwinterungsquartiere in Höhlen, Bergwerksstollen und Kellern zurück, wo er in Winderstarre verfällt. Den Fund melden Die Wahrscheinlichkeit Feuersalamander in der Natur zu entdecken ist also im Frühling am größten. Mit der App für iOS und Android können Sie mit wenigen Klicks einen Fund melden und ein Bild hochladen. Auch über tote Tiere können Sie in der App berichten. Damit können gezielte Schutzmaßnahmen zum Erhalt des Lurches ergriffen werden. Insbesondere der Erhalt des Lebensraums und die Steigerung der Strukturvielfalt, beispielsweise durch mehr Totholz im Wald, helfen beim Schutz weiterer Tierarten. Mehr zum Thema: Weiter Informationen zum Feuersalamander und den anderen vier Tierarten, die Sie der LUBW melden können finden Sie hier . Die App “Meine Umwelt” finden Sie in allen gängigen App Stores. Hier können Sie neben den fünf geschützten Arten auch Ambrosia melden, der bei Menschen heftige Allergien auslösen kann. Außerdem finden Sie in der App Messwerte und Pegelstände und können Umweltbeeinträchtigungen melden. Für Ausflüge in der Natur stehen unter anderem Karten von Biotopen, Nationalparks und Naturschutzgebieten zur Verfügung. Karte zeigt: Über die Meldeplattform gemeldete Funde von Feuersalamandern in Baden-Württemberg, Bildnachweis: LUBW

Internationale Geologische Karte von Europa und den angrenzenden Regionen 1:5.000.000 - deutscher Anteil (WMS)

Die Internationale Geologische Karte von Europa im Maßstab 1:5.000.000 zeigt die präquartäre Geologie Europas auf dem Festland und in den Meeresgebieten. Neben der Geologie, gegliedert nach Alter und Gesteinsart, werden auch magnetische Anomalien, tektonische Strukturen, der Kontinentalrand, Metamorphosen und – in den Meeresgebieten – Krusteneigenschaften gezeigt. Die Karte entstand unter der Leitung der BGR und der Schirmherrschaft der Weltkartenkommission (CGMW) mit Beiträgen von 48 europäischen geologischen Diensten und mehr als 20 wissenschaftlichen Institutionen. Ausführliche Informationen zur "IGME 5000: More than just a map – A multinational GIS Project" erhalten Sie auf der IGME-Webseite. Entsprechend der INSPIRE-Richtlinie umfasst dieser Datenbestand den deutschen Anteil.

Internationale Geologische Karte von Europa und den angrenzenden Regionen 1:5.000.000 (IGME5000) (WMS)

Die Internationale Geologische Karte von Europa im Maßstab 1:5.000.000 zeigt die präquartäre Geologie Europas auf dem Festland und in den Meeresgebieten. Neben der Geologie, gegliedert nach Alter und Gesteinsart, werden auch magnetische Anomalien, tektonische Strukturen, der Kontinentalrand, Metamorphosen und – in den Meeresgebieten – Krusteneigenschaften gezeigt. Die Karte entstand unter der Leitung der BGR und der Schirmherrschaft der Weltkartenkommission (CGMW) mit Beiträgen von 48 europäischen geologischen Diensten und mehr als 20 wissenschaftlichen Institutionen. Ausführliche Informationen zur "IGME 5000: More than just a map – A multinational GIS Project" erhalten Sie auf der IGME-Webseite.

Glossar zum Steckbrief "aktive Störungszonen"

Glossar zum Steckbrief „Aktive Störungszonen“ AbschiebungStörungsform, bei der an einer Verwerfungsfläche eine relative Ab- wärtsbewegung des hangenden Blocks (Gesteinsschicht oberhalb der Störungsfläche) gegenüber des liegenden Blocks (Gesteins- schicht unterhalb der Störungsfläche) stattgefunden hat. Es handelt sich um eine tektonische Ausweitungsstruktur, die durch Dehnung zustande kommt (Lexikon der Geowissenschaften, 2001). AufschiebungStörungsform, bei der an einer Verwerfungsfläche eine relative Auf- wärtsbewegung des hangenden Blocks (Gesteinsschicht oberhalb der Störungsfläche) gegenüber des liegenden Blocks (Gesteins- schicht unterhalb der Störungsfläche) stattgefunden hat. Es handelt sich um eine tektonische Einengungsstruktur, die durch Kompres- sion zustande kommt (Lexikon der Geowissenschaften, 2001; Murawski & Meyer, 2010). Blattverschiebungauch: Horizontalverschiebung, Seitenverschiebung, Transversalver- schiebung. Störungsform, an der sich zwei Gesteinspakete entlang einer geneigten oder senkrechten Störungsfläche horizontal zuei- nander bewegen (Grotzinger & Jordan, 2008; Murawski & Meyer, 2010). Bruchhafte Verformungauch: Sprödverformung. Permanente Verformung, die auftritt, wenn die auf ein Gestein wirkende Spannung nicht mehr elastisch kom- pensiert werden kann und die dessen Bruchfestigkeit überschritten wird. Die entstehenden Strukturen sind Klüfte und Verwerfungen (Lexikon der Geowissenschaften, 2001; Murawski & Meyer, 2010). Deckgebirge„Gesteinskomplex, der sich im tektonischen Baustil und meist auch im Grad der Metamorphose von dem darunter liegenden Grundge- birge deutlich abhebt“ (Murawski & Meyer, 2010) und meist aus se- dimentären Schichten besteht (Grotzinger & Jordan, 2008). Deformation„Verformung eines Körpers durch das Einwirken äußerer Kräfte“ (Le- xikon der Geowissenschaften, 2001). Eozän„international verwendete stratigraphische Bezeichnung für das mitt- lere Paläogen“ (Lexikon der Geowissenschaften, 2001). Das Eozän umfasst einen erdgeschichtlichen Zeitraum von ca. 20 Mio. Jahren (ca. 56 Mio. Jahre – 33,9 Mio. Jahre) (Deutsche Stratigraphische Kommission, 2016). Erdfallauch: Doline. Aufgrund unterirdischer Auslaugung von lösungsfähi- gen Gesteinen wie Salz, Gips oder Karbonaten bilden sich durch die lösende Wirkung von Wasser Hohlräume im Untergrund. Ein Erdfall entsteht oberhalb dieser Hohlräume durch einen Einsturz an der Erdoberfläche in Form eines Trichters (Lexikon der Geowissen- schaften, 2001; Murawski & Meyer, 2010). Geschäftszeichen: SG02101/27/7-2020#7 | Stand: 29.04.2020 1 ErdkrusteÄußerste Gesteinsschicht der Erde. Die Grenze zum darunterliegen- den Erdmantel wird seismologisch durch die Mohorovičić Diskonti- nuität definiert. Man unterscheidet zwischen einer kontinentalen Erd- kruste (30 – 50 km Mächtigkeit) und einer ozeanischen Kruste (5 – 10 km Mächtigkeit) (Lexikon der Geowissenschaften, 2001). Extensionauch: Dehnung, Zerrung. Durch voneinander weg gerichteten Kräf- ten wird ein Gesteinskörper bis hin zum Auseinanderbrechen bean- sprucht (Grotzinger & Jordan, 2008; Murawski & Meyer, 2010). Gebirgsdurchlässigkeit„Die Durchlässigkeit hängt von der Dichte und Viskosität des Was- sers und der Permeabilität des Gesteins ab. Es wird zwischen Po- ren- und Trennfugendurchlässigkeit unterschieden, die zusammen die Gebirgsdurchlässigkeit ergeben“ (Murawski & Meyer, 2010). Glazitektonik„allgemeine Bezeichnung für alle durch die Wirkung von bewegten Eismassen (Gletscher, Inlandeis) auf bzw. im Untergrund erzeugten Lagerungsstörungen (Falten, Überschiebungen, Schuppen, Auf- pressungs-, Zerrungsstrukturen usw.)“ (Murawski & Meyer, 2010). GrabensystemEin Graben ist „ein gegenüber seiner Umgebung an mehr oder we- niger parallel streichenden Verwerfungen eingesunkenes Krusten- stück. Gräben können im cm- wie km-Bereich auftreten; Großgräben sind z.B. die ostafrikanische Grabenzone, das Rote Meer, der Ober- rheingraben, der Oslograben“ (Murawski & Meyer, 2010). Die Gra- benbildung geht auf Zugbeanspruchungen in der Lithosphäre oder die thermische Schwächung der Lithosphäre durch aufsteigendes Mantelmaterial zurück (Fossen, 2011). Grundgebirgedie unter dem sedimentären Deckgebirge befindlichen Gesteinsein- heiten. Das Grundgebirge besteht aus magmatischen Gesteinen o- der Gesteinen, die durch ältere Gebirgsbildungsphasen metamorph überprägt wurden (Grotzinger & Jordan, 2008). „Sie unterscheiden sich vom Deckgebirge durch höheres geologisches Alter, stärkere und im Typ andere Deformation und/oder durch höhere Metamor- phose“ (Murawski & Meyer, 2010). Grundwasserhem- mende Gesteineauch: Aquitarde, Grundwassergeringleiter. Gesteinskörper, die eine geringe Wasserdurchlässigkeit zeigen, wie z.B. Tone (Murawski & Meyer, 2010). Impaktereignis„Einschlag eines großen Meteoriten oder eines anderen kosmischen Körpers auf einen Planeten oder Mond“ (Lexikon der Geowissenschaften, 2001). intrakontinentalinnerhalb oder auf einer kontinentalen Platte gelegen. Karstgefährdungsge- bietGebiet, in dem eine Bildung von Karstsystemen wahrscheinlich ist. Ein Karst „bildet sich in Gebieten mit chemisch angreifbaren, lösli- chen Gesteinen“ (Murawski & Meyer, 2010), vor allem Kalkstein und Salzgesteine, bei Anwesenheit von Wasser und Kohlendioxid. Zu Geschäftszeichen: SG02101/27/7-2020#7 | Stand: 29.04.2020 2 den Karsterscheinungen gehören unterirdische Lösungsformen (wie Höhlen), Reliefformen an der Oberfläche (wie Erdfälle, Dolinen), Ausfällungsbildungen (wie Tropfsteine) und eine Hydrographie mit hauptsächlich unterirdischer Entwässerung (Lexikon der Geowis- senschaften, 2001). Kompressionauch: Einengung, durch die ein Gesteinskörper zusammengedrückt und verkürzt wird (Grotzinger & Jordan, 2008). Massenbewegung„hangabwärts gerichtete Verlagerung von Boden- und Gesteinsma- terial unter dem Einfluss der Schwerkraft“ (Grotzinger & Jordan, 2008). Relief„die Oberflächengestalt der Erde“ (Lexikon der Geowissenschaften, 2001). Rupel„international verwendete stratigraphische Bezeichnung für die un- tere Stufe des Oligozäns“ (Lexikon der Geowissenschaften, 2001). Die Stufe Rupel umfasst einen erdgeschichtlichen Zeitraum von ca. 6 Mio. Jahren ( 33,9 Mio. Jahre – 28,1 Mio. Jahre) (Deutsche Stratigraphische Kommission, 2016). Salinarhorizont„Bezeichnung für Gesteinskomplexe, die überwiegend aus Salzge- stein bestehen“ (Murawski & Meyer, 2010). Scherung„eine Deformation, bei welcher benachbarte Teile eines Körpers pa- rallel zur Kontaktfläche aneinander vorbeigleiten“ (Lexikon der Geowissenschaften, 2001). Seismizität„Ausdruck für die Erdbebenhäufigkeit und –stärke eines Gebietes. Man unterscheidet daher seismische Gebiete (mit starker Erschütte- rung und großer Bebenhäufigkeit), peneseismische Gebiete (Erdbe- ben nicht selten, aber meist schwach) und aseismische Gebiete (erbebenfrei)“ (Murawski & Meyer, 2010). Sekundärstörungauch: Nebenstörung. Ein Störungssystem bzw. eine Störungszone besteht zumeist aus einer Hauptstörung und einem Gebiet mit wei- teren Störungsflächen, die sogenannte Zerrüttungszone. In dieser Zerrüttungszone treten zu der Hauptstörung untergeordnete Stö- rungsflächen auf, die als Sekundärstörung bezeichnet werden und bestimmte geometrische Beziehungen zur Hauptverschiebung auf- weisen (Lexikon der Geowissenschaften, 2001). subparallelBei subparallel angeordneten Bruchflächen handelt es sich um Stö- rungen, die ein nahezu paralleles Streichen zueinander aufweisen und von dem parallelen Verlauf nur in geringem Maße abweichen. SubrosionsgebietGebiete, in denen Subrosion auftritt. Subrosion ist eine „unter der Erdoberfläche stattfindende Ablaugung an leichtlöslichen Gestei- nen, insbesondere Salzen, durch Grundwässer. Solche unterirdi- Geschäftszeichen: SG02101/27/7-2020#7 | Stand: 29.04.2020 3

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