Zielsetzung und Anlass des Vorhabens: Das Bauwesen und die damit verbundenen Berufe stehen vor bedeutenden Herausforderungen, die durch die Verknappung fossiler Energieträger, Umweltkatastrophen und die begrenzte Verfügbarkeit mineralischer Baustoffe verursacht werden. Die zunehmende Komplexität im Bauwesen sowie Nachhaltigkeitskriterien auf dem Immobilienmarkt verschärfen diese Probleme. Prognosen zufolge wird der Anteil an Neubauten am gesamten Gebäudebestand bis 2035 weniger als 10 % betragen. Der bestehende Gebäudebestand, einschließlich erhaltenswerter Gebäude, spielt daher eine wesentliche Rolle, insbesondere im Hinblick auf die in den Materialien enthaltene graue Energie und das Konzept des ‚Urban Mining‘. Derzeit berücksichtigen gesetzliche Vorschriften und Förderungen weder die Ressourceneffizienz noch die Ressourcenschonung im Bestand oder bei Denkmälern. Es ist notwendig, die Gebäudebewertung anzupassen, da der aktuelle Energieausweis lediglich die Betriebseffizienz für Heizwärme und Warmwasser erfasst und für Denkmäler nicht verpflichtend ist. Um die Dekarbonisierung des Bauwesens voranzutreiben, muss eine Grundlage geschaffen werden, die es ermöglicht, diese Potenziale einzubeziehen. Die Metastudie untersucht, wie ökologische Aspekte in denkmalgeschützten Beständen berücksichtigt werden können und welche Potenziale durch Bewertungen einfließen sollten, einschließlich einer Analyse möglicher Bewertungsverfahren unter Berücksichtigung der Ökobilanzierung. Das Ziel der Studie besteht darin, einen umfassenden Überblick über die Einbindung der ökologischen Aspekte von Baustoffen in denkmalgeschützten Beständen zu geben. Referenzprojekte mit Ökobilanzierung werden identifiziert und analysiert, um darauf basierende Handlungsempfehlungen abzuleiten. Es soll eine Überarbeitung der Systematik für Baudenkmale mit einer Lebensdauer von mehr als 50 Jahren vorgeschlagen werden, wobei die Priorisierung von Bauteilen und die Bewertung der Betriebseffizienz im Vergleich zu Suffizienzstrategien berücksichtigt werden sollen. Es wird angestrebt, Hinweise für zukünftige Maßnahmen zur Bewältigung des Klimawandels, einschließlich des Einsatzes erneuerbarer Energien, zu geben. Die Studie bietet Empfehlungen zur Verbesserung der Beurteilungskriterien in Denkmälern und zeigt Potenziale zur Implementierung in Bewertungssystemen auf, einschließlich der Berücksichtigung von Ausnahmeregelungen für Kulturdenkmäler. Es soll erfasst und analysiert werden, wie Ökobilanzen in verschiedenen Bewertungsmethoden für historische Gebäude verwendet wurden. Eine Übersicht über Denkmalprojekte, die erneuerbare Energien nutzen, sowie deren Effizienz- und Ökobilanzbewertung wird erstellt. Die Unterschiede und Auswirkungen von Lebenszyklusanalysen werden untersucht, um Handlungsempfehlungen für zukünftige Systemmodifikationen und Nachhaltigkeitsbewertungen bereitzustellen.
In Deutschland gibt es Bestrebungen, Technologien zur Herstellung und Anwendung von Bodenhilfsstoffe bzw. Bodenverbesserungsmittel auf der Basis von Pflanzenkohle weiterzuentwickeln und verstärkt in die Praxis einzuführen. Neben der Bodenverbesserung wird derzeit sehr stark auf die Möglichkeit der Kohlenstoffspeicherung für den Klimaschutz abgestellt. Aufbauend auf der Bewertung des Umweltbundesamtes 'Chancen und Risiken des Einsatzes von Biokohle und anderer 'veränderter' Biomasse als Bodenhilfsstoffe oder für die C-Sequestrierung in Böden' aus dem Jahr 2016 sollen neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Initiativen der EU aufbereitet und Empfehlungen erarbeitet werden. Ziel der Metastudie ist eine auf die mögliche Beeinflussung der Bodenfunktionen fokussierte Bewertung des Einsatzes von Pflanzenkohle hinsichtlich Nährstoff-, Schadstoff-, und Wasserbindung, pH-Wert-Veränderungen, Phyto-Toxizität sowie Wirkung auf die Bodenbiologie, etc. Aussagen zur Stabilität der Pflanzenkohle, organischer Kohlenstoff-Verlagerungs- vs. Sequestrierungseffekte und zum Potenzial der Anwendung (Anwendungsmengen, Biomasseverfügbarkeit) sowie alternativen Verwendungen sind ebenfalls zu treffen.
Studienlaunch und Paneldiskussion: Nachhaltigkeitseffekte der Digitalisierung - Erkenntnisse aus einer Metastudie und Schlussfolgerungen für Forschung, Politik und Gesellschaft Digitale Innovationen und Schlüsseltechnologien durchdringen immer mehr Bereiche unserer Wirtschaft und Gesellschaft. Dabei hat die Digitalisierung ambivalente Auswirkungen darauf, ob ökologische Nachhaltigkeitsziele erreicht werden oder nicht. So bietet sie zwar Chancen für besseren Klima- und Umweltschutz, doch erhöht sie gleichzeitig den Energie- und Ressourcenverbrauch. Mit der Metastudie „Nachhaltigkeitseffekte der Digitalisierung: Potenziale für digitale Nachhaltigkeitsinnovationen“, die am 14. Februar 2023 veröffentlicht wird, liegt nun erstmals eine umfassende Bewertung zu den Nachhaltigkeitseffekten der Digitalisierung vor. Wir stellen wesentliche Ergebnisse vor und diskutieren Schlussfolgerungen. Mehr Informationen hier . Die Anmeldung finden Sie hier .
Das Vorhaben identifiziert, welchen Beitrag Holz im Rahmen der Bioökonomie konkret für Industrie, Wirtschaft, Ressourcen- und Klimaschutz zu leisten vermag. Dazu sollen primär innovative Technologien und Produkte auf Holzbasis aufgezeigt sowie Maßnahmen zu ihrer Entwicklung, Herstellung, Verbreitung und absehbare Wirkungen beschrieben sowie den politischen Entscheidungsträgern die Verantwortung, die mit den Branchen betreffenden Beschlüssen einhergeht, bewusstgemacht werden. Im Rahmen dieses Projektes soll anhand der drei Modellregionen Bayern, Sachsen und Baden-Württemberg aufgezeigt werden, welche Möglichkeiten Holz im Rahmen zukünftiger Entwicklungen im Bereich der Bioökonomie leisten kann. Es sollen Hemmnisse in der Praxiseinführung identifiziert und mit dem Projektpartner in einer acatech POSITION mit Handlungsoptionen für die Umsetzung und den Ausbau einer nachhaltigen Bioökonomie aufgezeigt werden.
Symbolbild Krankenhaus 50% … mehr Zeit brauchen im Durchschnitt Menschen, die in Orten bis 5.000 Einwohner:innen wohnen als die, die in großen Städten leben, für eine Reise zum Arzt oder ins Krankenhaus. Zu diesem Schluss kommt die aktuelle Studie der Zeit-Stiftung mit dem Titel "Stadt und Land: Gleichwertig, Polarisiert, Vielfältig: Eine Metastudie zu Stadt-Land Beziehungen" . Die Autoren bieten eine umfängliche Literaturrecherche zum Thema "Stadt und Land". Für die Studie wurden mehr als 200 wissenschaftliche und politische Quellen zu unterschiedlichen Leitthemen ausgewertet. Eckpunkte der Studie waren unter anderem: Beschreibung des Ausmaßes und der möglichen Ursachen der raumstrukturellen Disparitäten in Deutschland und ihre Entwicklung über die letzten 20 Jahre Zusammenstellung von relevanten Konzepten der staatlichen Raumordnung und Strukturpolitik in Deutschland. Dabei wird einen Fokus auf die Wirksamkeit dieser Konzepte für die Gewährleistung gleicher Lebensqualität gelegt. Vergleich der Herangehensweisen der staatlich-kommunalen Instrumente auf der einen Seite und der lokalen, zivilgesellschaftlichen Initiativen zur Wiederbelebung von "zurückgebliebenen" Räumen auf der anderen Seite. Nicht zuletzt zeigen internationale Beispiele, wie Andere mit Fragen der raumstrukturellen Disparitäten und Stadt-Land-Gegensätzen umgehen. Vor kurzem sprach der Autor Prof. Stefan Seidentop mit Katharina Heckendorf, Moderatorin der Podcast-Serie "Urban Change" von der Zeit-Stiftung, über die Ergebnisse der Studie. Wer mehr über die Studie hören möchte, findet die Aufzeichnung des Gesprächs "Wie lassen sich Stadt-Land-Unterschiede überwinden, Prof. Stefan Siedentop?" online: https://www.zeit-stiftung.de/mediathek/videoundpodcast/podcast/#urban-change%20 Quelle für die Zahl des Monats Januar 2022 - Seidentop, S., Stroms, P. (2021): Stadt und Land: Gleichwertig, Polarisiert, Vielfältig: Eine Metastudie zu Stadt-Land Beziehungen Im Auftrag der Zeit-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius. ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Buceriu : Hamburg.
Der Druck auf die Flächenreserven zur Inanspruchnahme für Siedlungs- und Verkehrszwecke bleibt absehbar hoch. Dadurch werden die Bodenfunktionen massiv beeinträchtigt, insbesondere die für die Klimaanpassung wesentliche Kühlfunktion (Bodenwasserspeicher im urbanen Raum) und Versickerungsfunktion (Entlastung der Kanalisation, auch bei Starkregen). Daher ist es erforderlich, Grundlagen dafür zu schaffen, dass gleichzeitig die Potenziale zur Wiederherstellung dieser Bodenfunktionen durch Voll- oder Teilentsiegelung geeigneter Flächen besser genutzt werden. Das trägt zu Klimaanpassung (SDG 13.1) und Landdegradationsneutralität (SDG 15.3) bei.Entsiegelung wurde bereits im abgeschlossenen Refo-Vorhaben FKZ 3711 71 213/01 als eine von drei hoch wirksamen bodenbezogenen Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen herausgearbeitet (s. S. 47 des Abschlussberichts). Das Vorhaben dient der Operationalisierung dieses Ergebnisses. Auch gemäß der Deutschen Anpassungsstrategie (DAS, s. S. 43) kann die Unterstützung von Rückbau und Entsiegelung geeigneter Flächen die Versickerungsmöglichkeiten im Hinblick auf Extremwetterlagen verbessern. Bestehende Entsiegelungspotenziale werden bisher nicht ausreichend genutzt. Daher sollen zum einen in einer Meta-Studie die u.a. in Ländern und Kommunen bereits vorliegenden Erkenntnisse zu Entsiegelungspotenzialen ausgewertet werden, um Art und Umfang bestehender Potenziale zu identifizieren. Zum anderen sollen die Defizite der bestehenden rechtlichen Regelungen zur Entsiegelung und ihres Vollzuges analysiert und Vorschläge zur Verbesserung der ordnungsrechtlichen und finanziellen Instrumente unterbreitet werden.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 41 |
| Europa | 1 |
| Kommune | 1 |
| Land | 4 |
| Weitere | 7 |
| Wissenschaft | 13 |
| Zivilgesellschaft | 2 |
| Type | Count |
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| Ereignis | 2 |
| Förderprogramm | 32 |
| Text | 8 |
| unbekannt | 8 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 17 |
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| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 49 |
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|---|---|
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| Boden | 31 |
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