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Drei neue Studien im Auftrag der WHO : Keine Hinweise zu Gesundheitsrisiken durch Handynutzung

Drei neue Studien im Auftrag der WHO : Keine Hinweise zu Gesundheitsrisiken durch Handynutzung Bundesamt für Strahlenschutz publiziert Übersichtsarbeiten zu hochfrequenten elektromagnetischen Feldern und Krebsrisiko, oxidativem Stress und kognitiver Leistungsfähigkeit Handy im Einsatz Quelle: Alliance/stock.adobe.com Macht Handystrahlung krank? Um diese Frage, basierend auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft, beantworten zu können, wurden von der Weltgesundheitsorganisation WHO mehrere große Übersichtsarbeiten in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse von drei der systematischen Analysen, die mit Beteiligung des Bundesamtes für Strahlenschutz ( BfS ) entstanden sind, sprechen gegen ein erhöhtes Gesundheitsrisiko durch Mobilfunknutzung. Weder für Krebs noch Sauerstoffstress in Zellen oder sinkende Leistungsfähigkeit des Gehirns lassen sich in den drei umfassenden Literaturstudien belastbare Hinweise für Handystrahlung als deren Auslöser finden. Das BfS war bei zwei dieser systematischen Reviews die federführende Forschungseinrichtung. Für jede dieser Übersichtsarbeiten wurden mehrere tausend Studien der vergangenen Jahrzehnte zu hochfrequenten elektromagnetischen Feldern und Gesundheit gesichtet und auf ihre Qualität nach festgelegten Standards überprüft. Die Literaturstudien sind Teil einer umfangreichen Neubewertung des Risikos von hochfrequenten elektromagnetischen Feldern ( HF - EMF ) durch die WHO . Diese Felder werden genutzt, um Informationen zu übertragen - etwa beim Einsatz von Mobiltelefonen. Die bislang letzte umfassende Bewertung möglicher Gesundheitsrisiken durch die hochfrequenten Felder war 1993 erschienen. Für die Neuauflage wurden von der WHO zehn systematische Reviews an internationale Forschungseinrichtungen vergeben. Dr. Inge Paulini Die Präsidentin des BfS , Inge Paulini, sagt: "Die neuen Studien sind die bisher umfassendsten Analysen zu drei von zehn zentralen Fragestellungen der WHO zu elektromagnetischen Feldern. Die Frage, ob Handynutzung bei Menschen das Risiko erhöht, an Krebs am Kopf zu erkranken oder unter kognitivem Leistungsabfall zu leiden, kann jetzt mit hoher Wahrscheinlichkeit mit Nein beantwortet werden. Auch für den immer wieder diskutierten Einfluss von Handystrahlung auf den sogenannten oxidativen Stress ergeben sich aus der wissenschaftlichen Literatur keine belastbaren Hinweise." Eine besonders stark beachtete Publikation untersuchte den Zusammenhang zwischen elektromagnetischen Feldern und dem Krebsrisiko in Beobachtungsstudien am Menschen. Für die Studie wurden rund 5.000 Studien aus den vergangenen Jahrzehnten gesichtet und daraus - nach vorher festgelegten und veröffentlichten Kriterien - 63 Studien ausgewählt. Die Ergebnisse der systematischen Analyse dieser Studien sprechen gegen ein erhöhtes Risiko für Tumoren des Kopfes durch die Nutzung von Mobiltelefonen. Zu den untersuchten Tumorarten gehören Gliome, Meningeome, Akustikusneurinome, Hypophysentumoren und Speicheldrüsentumoren bei Erwachsenen und auch Hirntumoren bei Kindern. Auch für die Felder von Schnurlostelefonen und Sendemasten ergaben sich keine Zusammenhänge mit einem erhöhten Krebsrisiko. Die Studienergebnisse decken sich mit Zeitreihenanalysen und wurden durch weitere sogenannte Sensitivitätsanalysen gestützt. Dr. Dan Baaken BfS -Mitautor Dr. Dan Baaken sagt: "Bei dieser Studie handelt es sich um die bisher umfassendste Analyse zu dieser Fragestellung. Auf Basis dieser sehr guten und umfassenden Daten kommen wir zu dem Schluss, dass wir keinen Zusammenhang zwischen der Nutzung von Mobiltelefonen und einem erhöhten Risiko für Krebserkrankungen, insbesondere Hirntumoren, sehen." Die Autorinnen und Autoren dieser Studie arbeiten aktuell an einer weiteren Metastudie, in der sie das Risiko für andere Krebserkrankungen wie Leukämie , Non-Hodgkin-Lymphom oder Schilddrüsenkrebs untersuchen. Die Publikation dazu wird voraussichtlich Anfang 2025 erscheinen. Eine weitere Studie unter Leitung des BfS untersuchte einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Ausgesetztsein ( Exposition ) gegenüber hochfrequenten elektromagnetischen Feldern und Biomarkern des oxidativen Stresses. Mit oxidativem Stress bezeichnet man ein Ungleichgewicht zwischen oxidativen und reduzierenden Prozessen in Körperzellen. Oxidativer Stress wird etwa mit Entzündungen oder Herzkreislaufkrankheiten in Verbindung gebracht. Biomarker für das Vorliegen oxidativen Stresses sind zum Beispiel bestimmte Veränderungen an Proteinen oder der DNA . Insgesamt wurden über 12.000 experimentelle Tier- und Zellkulturstudien gesichtet. 56 Studien, die in den Jahren 2008 bis 2023 erschienen, konnten in die Analyse aufgenommen werden. Die Ergebnisse zeigen, dass sich aus der weltweiten Studienlage bisher kein belastbarer Hinweis für einen Zusammenhang zwischen den hochfrequenten Feldern und oxidativem Zellstress ergibt. Dr. Felix Meyer Der leitende Studienautor Dr. Felix Meyer vom BfS sagt: "Im Rahmen unserer Untersuchung fiel auf, dass die Studienergebnisse sehr uneinheitlich waren und die Mehrzahl der Studien teils schwere methodische Mängel aufwies. Das Vertrauen in die Evidenz, die sich aus den in die Untersuchung eingeschlossenen Studien ergibt, ist noch gering; der Bedarf an qualitativ hochwertigen Studien dagegen ist hoch." Bei dieser Untersuchung handelt es sich um die bisher erste Arbeit, die einen Zusammenhang zwischen hochfrequenten elektromagnetischen Feldern und Einflüssen auf Biomarker von oxidativem Stress systematisch analysiert. Eine dritte Studie, die ebenfalls unter der Leitung des BfS entstand, analysierte wissenschaftliche Literatur zu experimentellen Studien am Menschen zu elektromagnetischen Feldern und kognitiver Leistungsfähigkeit. Hierzu wurden etwa 23.000 Arbeiten gesichtet. Davon flossen 76 Studien in die Bewertung ein, die einen Einfluss dieser Felder etwa auf Reaktionsgeschwindigkeit, Aufmerksamkeit, Gedächtnis oder Wahrnehmung untersuchten. Autorin Dr. Blanka Pophof vom BfS sagt: "Insgesamt ist die Datenlage in diesem Bereich recht deutlich und lässt den Schluss zu, dass kein negativer Einfluss von hochfrequenten Felden auf die kognitiven Fähigkeiten zu erwarten ist, wenn die geltenden Grenzwerte eingehalten werden." Für den Strahlenschutz haben diese Ergebnisse aus den drei Übersichtsarbeiten große Relevanz. Denn sie bilden die Basis für die Bewertung möglicher Risiken im Zusammenhang mit hochfrequenten elektromagnetischen Feldern. Außerdem zeigen Sie auf, ob und in welchen Bereichen noch Forschungsbedarf besteht. Eine Gesamtpublikation der Ergebnisse durch die WHO wird für 2025 erwartet. Stand: 18.10.2024

Onlinediskussion zu Effekten der Digitalisierung auf Nachhaltigkeit

Studienlaunch und Paneldiskussion: Nachhaltigkeitseffekte der Digitalisierung - Erkenntnisse aus einer Metastudie und Schlussfolgerungen für Forschung, Politik und Gesellschaft Digitale Innovationen und Schlüsseltechnologien durchdringen immer mehr Bereiche unserer Wirtschaft und Gesellschaft. Dabei hat die Digitalisierung ambivalente Auswirkungen darauf, ob ökologische Nachhaltigkeitsziele erreicht werden oder nicht. So bietet sie zwar Chancen für besseren Klima- und Umweltschutz, doch erhöht sie gleichzeitig den Energie- und Ressourcenverbrauch. Mit der Metastudie „Nachhaltigkeitseffekte der Digitalisierung: Potenziale für digitale Nachhaltigkeitsinnovationen“, die am 14. Februar 2023 veröffentlicht wird, liegt nun erstmals eine umfassende Bewertung zu den Nachhaltigkeitseffekten der Digitalisierung vor. Wir stellen wesentliche Ergebnisse vor und diskutieren Schlussfolgerungen. Mehr Informationen hier . Die Anmeldung finden Sie hier .

National energy and climate plans: evidence of policy impacts and options for more transparency

Das Ziel dieser Studie ist es, einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Berichterstattung der Mitgliedsstaaten an die EU mit Blick auf die nationalen Energie- und Klimaschutzpläne (NECPs) zu leisten, vor allem hinsichtlich der nationalen Fortschrittsberichte, der NECP-Updates und einer möglichen Revision der Governance-Verordnung. Die Studie wurde als Metastudie konzipiert und umfasste die Aufbereitung des verfügbaren Wissensstands hinsichtlich Methodik und Wirkung ausgewählter Politiken und Maßnahmen (PaMs) mit Hilfe eines Analyserasters. Die Analyse erfolgte am Beispiel des deutschen NECPs unter Berücksichtigung der NECPs von Dänemark, Frankreich, Schweden und Slowenien. Die Autor*innen untersuchten eine Auswahl von insgesamt 23 PaMs sowie Ex-ante- und Ex-post Evaluationen, welche die Wirkung der PaMs untersuchen. Die Autor*innen analysierten dabei insbesondere die Methodik von Ex-ante- und Ex-post-Evaluationen, die Beiträge der aus gewählten PaMs zum Erreichen des beschlossenen Klimaschutz- und Energiewendezielsystems der EU für 2030 sowie mit den ausgewählten PaMs zusammenhängende sozio-ökonomische und weitere ökologische Wirkungen. Auf Basis dessen erarbeiteten die Autor*innen ein tiefgreifendes Verständnis der ausgewählten PaMs und den bei ihrer Ex-ante- und Ex-post-Wirkungsabschätzung auftretenden methodischen und systemischen Unsicherheiten. Zu diesem Zweck diskutieren die Autor*innen Wissenslücken, Unsicherheiten, Konfliktlinien und Synergien sowie politische Herausforderungen, Handlungsmöglichkeiten und -hindernisse. Als Ergebnis haben die Autor*innen Vorschläge bzgl. der inhaltlichen Anforderungen der NECP-Berichterstattung entwickelt sowie Vorschläge, die die Transparenz und Nachvollziehbarkeit von Evaluationsmethoden und Wirkungsabschätzungen von PaMs verbessern können. Quelle: Forschungsbericht

Studie zu Strahlung und Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erschienen

Studie zu Strahlung und Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erschienen Herz-Kreislauf-System Quelle: peterschreiber.media/Stock.adobe.com Strahlung, wie sie auch bei Strahlenanwendungen in der Medizin zum Einsatz kommt, erhöht auch bei vergleichsweise niedrigen Dosen die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das legt eine umfassende Metastudie nahe, an der auch das Bundesamt für Strahlenschutz ( BfS ) beteiligt war und die nun in der renommierten Fachzeitschrift British Medical Journal erschienen ist. Diese Erkenntnisse sind zum Beispiel relevant für beruflichen Strahlenschutz oder Patient*innen, die sich einer Strahlenanwendung unterziehen. Zusammenhang bei hoher Strahlenbelastung bereits bekannt Ein internationales Forschungsteam hat mehr als 15.000 Studien gesichtet, die sich mit dem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen nach einer Strahleneinwirkung beschäftigen. Davon verblieben 93 aussagekräftige Studien, die in einer Metaanalyse ausgewertet wurden. Die Ergebnisse deuten auf ein mäßiges, aber statistisch signifikant erhöhtes Risiko bereits bei einer Dosis von unter 500 Milligray ( mGy ) hin – das ist deutlich weniger, als etwa bei einer Strahlentherapie zum Einsatz kommt. " Der Zusammenhang zwischen ionisierender Strahlung und dem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist in der Forschung schon lange bekannt. Allerdings bezogen sich die zugehörigen Studien auf hohe Dosen von mehreren Gray ", erläutert Mitautorin PD Dr. Michaela Kreuzer, am BfS Leiterin der Abteilung Wirkungen und Risiken ionisierender und nichtionisierender Strahlung. " In den letzten Jahren gab es immer mehr Hinweise auf ein erhöhtes Risiko auch bei deutlich niedrigeren Strahlendosen. Die Ergebnisse der aktuellen Metaanalyse stützen diese Annahme eindeutig. " Auch im Niedrigdosisbereich steigt das Risiko CT-Untersuchung Quelle: REB Images via Getty Images Die Studien, die Eingang in die Analyse fanden, decken eine große Bandbreite an Strahlenexpositionen in verschiedenen Situationen ab. Hauptsächlich sind es Daten aus der Strahlentherapie und beruflicher Strahlenexposition , aber auch der radiologischen Diagnostik. Die Forschenden kamen zum Ergebnis, dass das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit der Strahlungsdosis steigt. Auch bei der Betrachtung von mäßigen Dosen von weniger als 500 mGy oder niedrigen Dosisraten unter 5 mGy pro Stunde blieb der Zusammenhang bestehen. Die sich daraus ergebenden Risiken für die Bevölkerung sind für die meisten Situationen einer Strahlenexposition dennoch eher gering: Bei einer vergleichsweise hohen Strahlendosis von 1 Gray läge das zusätzliche absolute Lebenszeitrisiko etwa zwischen 2 und 4 Prozent. In der Studie unterstreichen die Autor*innen abschließend den Forschungsbedarf im moderaten sowie niedrigen Dosisbereich. Bislang ist noch zu wenig zu den zugrundeliegenden biologischen Wirkmechanismen bekannt, um die Risiken besser abschätzen und bewerten zu können. Stand: 09.03.2023

Erfassung des Umgangs der deutschen Bevölkerung mit Radon als Grundlage für Risikokommunikation und Stärkung des Schutzverhaltens

Erfassung des Umgangs der deutschen Bevölkerung mit Radon als Grundlage für Risikokommunikation und Stärkung des Schutzverhaltens Forschungs-/ Auftragnehmer: GIM ‐ Gesellschaft für Innovative Marktforschung GmbH Projektleitung: Dr. T. Jerković, A. Wachenfeld-Schell Beginn: 01.11.2020 Ende: 31.01.2022 Finanzierung: Forschungsprogramm Strahlenschutz des Bundesumweltministeriums, Fördermittel EUR 129.579 Euro Das Strahlenschutzgesetz sieht vor, die Gesundheit von Menschen in Gebieten mit hohen Radon -Vorkommen zu schützen. Bei privat genutzten Bestandsgebäuden setzen Bund und Länder auf Eigenverantwortung der Bevölkerung. Die Risikokommunikation zu Radon ist ein wichtiger Bestandteil zur Förderung der Informiertheit und des richtigen Schutzverhaltens. Erkenntnisse über die bestehende Informiertheit, Risikowahrnehmung und Handlungsbereitschaft der Bevölkerung sind eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung der Risikokommunikation im Bereich Radon . Je genauer Informationen und Kommunikationsangebote auf die Lebenswelt der Rezipient*innen ausgerichtet werden, umso eher kann die Risikokommunikation zu informierten Entscheidungen bzgl. Radon‐Schutz beitragen. Zielsetzung Vor diesem Hintergrund sollte in einer empirischen Studie der Umgang der Bevölkerung mit Radon untersucht werden. Die Erkenntnisse unterstützen dabei, geeignete Maßnahmen abzuleiten, um die Aufmerksamkeit und Sensibilität der Bevölkerung für das Thema zu erhöhen. In einer kombinierten qualitativen und quantitativen Studie, der eine eingehende Literaturrecherche vorangestellt war, wurden das Wissen zu Radon und möglichen Schutzmaßnahmen, die Risikowahrnehmung , Informationsverhalten und Handlungsintentionen erhoben. Außerdem wurde die Wirkung von Kommunikationsbausteinen auf die Handlungsintention untersucht. Methodik und Durchführung Bei der Literaturrecherche wurde eine Sekundäranalyse aktueller Studien zu den Themen „Einstellung zu Radon“ und Radon -Präventionsmaßnahmen durchgeführt. Im Fokus standen zielführende Theorien, Methoden und Operationalisierungen für die empirische Erhebung. Die systematische Erfassung relevanter Literatur legte den Schwerpunkt auf empirische Primär- und Metastudien zu theoretischen und methodischen Ansätzen und deren Operationalisierung in wissenschaftlich anerkannten Journals. Die qualitative Vorstudie lieferte ein tieferes Verständnis des Informationsverhaltens, zu Einstellungen und Handlungsintentionen in Bezug auf Radon . Zudem wurden empirische Erkenntnisse für die Entwicklung des quantitativen Erhebungsinstruments und die Auswahl geeigneter Stimuli für den quantitativen Test gewonnen. Für die qualitative Erhebung wurden im April 2021 insgesamt 30 Interviews von je 1,5 Stunde Dauer in Dresden, Berlin und München sowie zwei 2,5-stündige Fokusgruppen mit je 8 Teilnehme*rinnen in Dresden und Berlin durchgeführt. In der quantitativen online-Befragung wurden für die internetnutzende deutsche Wohnbevölkerung ab 18 Jahren die Einstellung zu Radon und Radonprävention sowie die Wirkung ausgewählter Kommunikationsbausteine zum Thema Radonprävention erhoben. Insgesamt wurden 3000 vollständige Interviews durchgeführt. Ergebnisse Die qualitativen Ergebnisse zeigen, dass die Beschäftigung mit dem Thema Radon sowohl in Einzelinterviews als auch in der Gruppe zu einer deutlichen Sensibilisierung für das Risiko führt, auch wenn das Risiko weiterhin als eher gering eingestuft wurde. Die quantitative Untersuchung ergab, dass die gestützte, namentliche Bekanntheit von Radon , nach einer kurzen Erklärung mit 65 % relativ hoch liegt. In dieser Gruppe sind sich nur 30 % sicher, Radon zu kennen, 35 % glauben von Radon schon gehört zu haben. Die Bekanntheit von Radon nimmt dabei mit dem Alter und der formalen Bildung zu. Von den rund zwei Dritteln der Befragten, die Radon kennen, geben 10 % an, dass sie ihre Kenntnisse für (sehr) groß halten, während rund 60 % ihre Kenntnisse als (sehr) gering einschätzen. Auch sieht die große Mehrheit der Befragten kaum ein Risiko für sich persönlich, das von Radon ausgeht. Lediglich 6 % der Befragten geben an, dass sie das Risiko , das von Radon ausgeht, für "hoch" bzw. "sehr hoch" halten, während 52 % der Befragten es für (sehr) gering halten. Außerdem halten nur wenige Befragte die Wahrscheinlichkeit für (sehr) hoch, dass ihr Wohnraum eine erhöhte Radonkonzentration aufweist (4 % ), während 66 % es für (sehr) unwahrscheinlich halten. Um zukünftig die Menschen mit Informationen zum Thema Radon erreichen zu können, ist das Maß an Vertrauen , das einem Absender entgegengebracht wird, relevant. Öffentliche Institutionen genießen ein hohes Vertrauen und allgemeine Informationen über das Vorkommen und die Auswirkungen von Radon haben für die meisten Befragten eine hohe Relevanz. Die Ergebnisse dieses Vorhabens sind eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung der Risikokommunikation im Bereich Radon . Stand: 10.02.2023

Metastudie zu Stadt-Land Beziehungen im Auftrag der Zeit-Stiftung

Symbolbild Krankenhaus 50% … mehr Zeit brauchen im Durchschnitt Menschen, die in Orten bis 5.000 Einwohner:innen wohnen als die, die in großen Städten leben, für eine Reise zum Arzt oder ins Krankenhaus. Zu diesem Schluss kommt die aktuelle Studie der Zeit-Stiftung mit dem Titel "Stadt und Land: Gleichwertig, Polarisiert, Vielfältig: Eine Metastudie zu Stadt-Land Beziehungen" . Die Autoren bieten eine umfängliche Literaturrecherche zum Thema "Stadt und Land". Für die Studie wurden mehr als 200 wissenschaftliche und politische Quellen zu unterschiedlichen Leitthemen ausgewertet. Eckpunkte der Studie waren unter anderem: Beschreibung des Ausmaßes und der möglichen Ursachen der raumstrukturellen Disparitäten in Deutschland und ihre Entwicklung über die letzten 20 Jahre Zusammenstellung von relevanten Konzepten der staatlichen Raumordnung und Strukturpolitik in Deutschland. Dabei wird einen Fokus auf die Wirksamkeit dieser Konzepte für die Gewährleistung gleicher Lebensqualität gelegt. Vergleich der Herangehensweisen der staatlich-kommunalen Instrumente auf der einen Seite und der lokalen, zivilgesellschaftlichen Initiativen zur Wiederbelebung von "zurückgebliebenen" Räumen auf der anderen Seite. Nicht zuletzt zeigen internationale Beispiele, wie Andere mit Fragen der raumstrukturellen Disparitäten und Stadt-Land-Gegensätzen umgehen. Vor kurzem sprach der Autor Prof. Stefan Seidentop mit Katharina Heckendorf, Moderatorin der Podcast-Serie "Urban Change" von der Zeit-Stiftung, über die Ergebnisse der Studie. Wer mehr über die Studie hören möchte, findet die Aufzeichnung des Gesprächs "Wie lassen sich Stadt-Land-Unterschiede überwinden, Prof. Stefan Siedentop?" online: https://www.zeit-stiftung.de/mediathek/videoundpodcast/podcast/#urban-change%20 Quelle für die Zahl des Monats Januar 2022 - Seidentop, S., Stroms, P. (2021): Stadt und Land: Gleichwertig, Polarisiert, Vielfältig: Eine Metastudie zu Stadt-Land Beziehungen Im Auftrag der Zeit-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius. ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Buceriu : Hamburg.

Metastudie nationale Energieszenarien und deutsche Energiepolitik

Mit der Energiewende verfolgt die Bundesregierung eine Transformation hin zu einem auf erneuerbaren Energien basierenden Energiesystem. Als Querschnittsaufgabe betrifft die Energiewende die Bereiche Strom, Wärme und Mobilität und tangiert somit alle wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereiche. Um die Diskussionen und politischen Entscheidungen zur Energiewende auf eine fundierte Basis zu stellen, sollte möglichst der gesamte Wissensstand berücksichtigt werden. Dazu gehören nicht nur Studien, die von der Bundesregierung oder den zuständigen Ministerien und Behörden selbst in Auftrag gegeben werden, sondern auch Studien aus der Industrie, von Verbänden, Nichtregierungsorganisationen etc.. Ziel dieses Projekts war es daher, diese Wissensbasis weiter zu systematisieren. Schwerpunkt des Vorhabens war es, ausgewählte neu erschienene Studien in kurzer Frist im Rahmen von Faktenblättern zu analysieren und zu bewerten, um wesentliche Ergebnisse zeitnah in die politische Diskussion einfließen lassen zu können. Des Weiteren lieferte das Vorhaben durch eine quartalsweise erfolgende Synthese der untersuchten Studien Ansätze für die Weiterentwicklung oder ggf. für die Korrektur energiepolitischer Weichenstellungen. Im Projektverlauf wurden fünf Themenschwerpunkte deutlich, die vertieft analysiert wurden: 1) Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes bzw. Weiterentwicklung der Förderung erneuerbarer Energien, 2) Kosten der Energiewende, 3) Kapazitätsmechanismen, 4) Kraft-Wärme-Kopplung sowie 5) Flexibilitätsoptionen. Daraus ergaben sich Handlungsempfehlungen für die weitere energiepolitische Diskussion und zum weiteren Forschungsbedarf. Die Handlungsempfehlungen umfassen eine Aktualisierung der ⁠ BMUB ⁠-Leitstudie, die Entwicklung einer Methodenkonvention für Energieszenarien sowie die weitere Vertiefung des Handlungsbereichs Energieeffizienz. Verfügbar sind der Abschlussbericht, in dem die Projektergebnisse systematisiert dargestellt und ausgewertet werden. Ferner liegt ein Anhangband mit den im Projektverlauf erstellten Studien-Faktenblättern vor, der einen guten Überblick über die zahlreichen ausgewerteten Studien gibt. Veröffentlicht in Climate Change | 27/2017.

Strukturelle und produktionstechnische Determinanten der Ressourceneffizienz: Untersuchung von Pfadabhängigkeiten, strukturellen Effekten und technischen Potenzialen auf die zukünftige Entwicklung der Rohstoffproduktivität (DeteRess)

Im Projekt DeteRess wurden die Chancen und Grenzen einer technikorientierten Dematerialisierungspolitik beschrieben und ein Handlungskorridor bestimmt, der die Potenziale zur Reduktion und Produktivitätssteigerung der Rohstoffnutzung in Deutschland beschreibt. Der Schwerpunkt lag hierbei auf den technischen Triebkräften und strukturellen Nachfragen, die im Wesentlichen nicht durch individuelles Konsumverhalten zu beeinflussen sind. Die erarbeiteten Szenarien können die Politik bei konkreten Zielformulierungen im Bereich der Ressourceneffizienz unterstützen und Auswirkungen von politischen Strategien und Technologieförderungen auf den gesamtwirtschaftlichen Rohstoffbedarf aufzeigen.

Metastudie nationale Energieszenarien und deutsche Energiepolitik

Mit der Energiewende verfolgt die Bundesregierung eine Transformation hin zu einem auf erneuerbaren Energien basierenden Energiesystem. Als Querschnittsaufgabe betrifft die Energiewende die Bereiche Strom, Wärme und Mobilität und tangiert somit alle wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereiche. Um die Diskussionen und politischen Entscheidungen zur Energiewende auf eine fundierte Basis zu stellen, sollte möglichst der gesamte Wissensstand berücksichtigt werden. Dazu gehören nicht nur Studien, die von der Bundesregierung oder den zuständigen Ministerien und Behörden selbst in Auftrag gegeben werden, sondern auch Studien aus der Industrie, von Verbänden, Nichtregierungsorganisationen etc. Ziel dieses Projekts war es daher, diese Wissensbasis weiter zu systematisieren. Schwerpunkt des Vorhabens war es, ausgewählte neu erschienene Studien in kurzer Frist im Rahmen von Faktenblättern zu analysieren und zu bewerten, um wesentliche Ergebnisse zeitnah in die politische Diskussion einfließen lassen zu können. Des Weiteren lieferte das Vorhaben durch eine quartalsweise erfolgende Synthese der untersuchten Studien Ansätze für die Weiterentwicklung oder ggf. für die Korrektur energiepolitischer Weichenstellungen. Im Projektverlauf wurden fünf Themenschwerpunkte deutlich, die vertieft analysiert wurden: 1) Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes bzw. Weiterentwicklung der Förderung erneuerbarer Energien, 2) Kosten der Energiewende, 3) Kapazitätsmechanismen, 4) Kraft-Wärme-Kopplung sowie 5) Flexibilitätsoptionen. Daraus ergaben sich Handlungsempfehlungen für die weitere energiepolitische Diskussion und zum weiteren Forschungsbedarf. Die Handlungsempfehlungen umfassen eine Aktualisierung der BMUB-Leitstudie, die Entwicklung einer Methodenkonvention für Energieszenarien sowie die weitere Vertiefung des Handlungsbereichs Energieeffizienz. Quelle: http://www.umweltbundesamt.de

Metastudie nationale Energieszenarien und deutsche Energiepolitik

Mit der Energiewende verfolgt die Bundesregierung eine Transformation hin zu einem auf erneuerbaren Energien basierenden Energiesystem. Als Querschnittsaufgabe betrifft die Energiewende die Bereiche Strom, Wärme und Mobilität und tangiert somit alle wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereiche. Um die Diskussionen und politischen Entscheidungen zur Energiewende auf eine fundierte Basis zu stellen, sollte möglichst der gesamte Wissensstand berücksichtigt werden. Dazu gehören nicht nur Studien, die von der Bundesregierung oder den zuständigen Ministerien und Behörden selbst in Auftrag gegeben werden, sondern auch Studien aus der Industrie, von Verbänden, Nichtregierungsorganisationen etc..Ziel dieses Projekts war es daher, diese Wissensbasis weiter zu systematisieren. Schwerpunkt des Vorhabens war es, ausgewählte neu erschienene Studien in kurzer Frist im Rahmen von Faktenblättern zu analysieren und zu bewerten, um wesentliche Ergebnisse zeitnah in die politische Diskussion einfließen lassen zu können. Des Weiteren lieferte das Vorhaben durch eine quartalsweise erfolgende Synthese der untersuchten Studien Ansätze für die Weiterentwicklung oder ggf. für die Korrektur energiepolitischer Weichenstellungen.Im Projektverlauf wurden fünf Themenschwerpunkte deutlich, die vertieft analysiert wurden: 1) Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes bzw. Weiterentwicklung der Förderung erneuerbarer Energien, 2) Kosten der Energiewende, 3) Kapazitätsmechanismen, 4) Kraft-Wärme-Kopplung sowie 5) Flexibilitätsoptionen. Daraus ergaben sich Handlungsempfehlungen für die weitere energiepolitische Diskussion und zum weiteren Forschungsbedarf. Die Handlungsempfehlungen umfassen eine Aktualisierung der ⁠BMUB⁠-Leitstudie, die Entwicklung einer Methodenkonvention für Energieszenarien sowie die weitere Vertiefung des Handlungsbereichs Energieeffizienz.Verfügbar sind der Abschlussbericht, in dem die Projektergebnisse systematisiert dargestellt und ausgewertet werden. Ferner liegt ein Anhangband mit den im Projektverlauf erstellten Studien-Faktenblättern vor, der einen guten Überblick über die zahlreichen ausgewerteten Studien gibt.

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