Das Ziel dieses Projekts ist es, die Zusammensetzung der Atmosphäre und zukünftiger Veränderungen in der Region von Mexiko Stadt zu untersuchen. Dazu soll ein FTIR Spektrometer auf einer Passhöhe in der Nähe von Mexiko Stadt betrieben werden. Mit diesem Spektrometer werden solare Absorptionsspektren aufgenommen, aus denen Profile verschiedener Spurengase wie H2O, CO, CO2, CH4, N2O, O3, NO, HNO3, HCl, HF und Säulengehalte von FCKW-11, FCKW-12, NO2, und ClONO2 bestimmt werden. Diese Messungen werden im Rahmen eines Internationalen Netzwerks NDACC (Network for the Detection of Atmospheric Composition Change) durchgeführt. Bislang gibt es erst eine solche Messstation in Mittel- und Südamerika. Die geplante Messstation in Mexiko würde von daher eine wichtige Lücke schließen. In Zusammenarbeit des KIT-IMK-ASF Karlsruhe mit der Fernerkundungsgruppe der Universität Mexiko könnte eine solche Messstation aufgebaut und betrieben werden. Dabei würde das KIT den Messcontainer samt Spektrometer zur Verfügung stellen und die Arbeitsgruppe in Mexiko würde das Messgerät vor Ort betreiben. Dazu ist der hiermit beantragte Austausch der beteiligten Wissenschaftler erforderlich.
1998 haben der WWF (World Wide Fund for Nature) und IUCN (International Union for the Conservation of Nature) eine Initiative zur Evaluierung von Waldqualität auf Landschaftsniveau entwickelt. Das von WWF und IUCN (1999) vorgeschlagene Konzept nutzt Waldqualität als Prinzip und unterteilt Kriterien in drei überlappende Kategorien: forest authenticity, environmental benefits und social and economic benefits. Diese Kriterien liefern zugleich Indikatoren und Verifier dessen, was im Feld evaluiert werden kann, um die Qualität und den gegenwärtigen Zustand eines gegebenen Waldökosystems zu beurteilen. Waldqualität wird definiert als 'significance and value of all ecological, social and econoinic components of the forest landscape'. Sie misst den Zustand des Waldes auf Landschaftsniveau, wobei sie mehr Freiraum lässt, um die Art und Weise zu beleuchten, in der Menschen, Wald und Ökologie miteinander interagieren. Dieses Projekt zielt darauf ab, dem Konzept der Waldqualität folgend eine Beurteilung der Wälder im Südwesten von Mexiko-Stadt zu geben. Die Ziele dieses Projektes sind, wie folgt: 1. Eine Methode zur Einschätzung der Waldqualität auf Landschaftsniveau zu entwerfen. 2. Eine Einschätzungen der Waldqualität im Südwesten Mexiko-Stadts zu generieren. 3. Managementvorschläge im Sinne von Renaturierung und Schutz von Wald und dessen Ökosystemservices zu geben. Dafür ist eine Feldarbeit vorgenommen worden und sollen noch folgend Interviews gemacht und Fragebögen entworfen werden. Außerdem ist die Analyse und Synthese der gesammelten Informationen unter Verwendung einer multivariaten und Multikriteriendatenanalyse vorgesehen.
Der globale Wandel erfasst auch die Städte in Gebirgsräumen. Chile war das erste Land des Subkontinents, das neoliberale Reformen bereits in den 1970er Jahren durchgeführt hat. Während der Klimawandel ein langsamer Prozess ist, setzte die Globalisierung mit der Öffnung des Landes gegenüber dem Weltmarkt unvermittelt ein. Ihre Effekte und Probleme verdichten sich in den Städten, allen voran der Hauptstadt Santiago de Chile.
Klimawandel und Globalisierung sind globale Prozesse, die weltweit wirken. In den von der chilenischen Forschungsförderungsgesellschaft Fondecyt finanzierten Projekten zum Globalen Wandel in chilenischen Städten (und Regionen) geht es vor allem auch darum, die Besonderheiten der Auswirkungen beider Prozesse in einer gebirgigen Umwelt zu untersuchen. Dabei werden natürliche Risiken (Erdbeben, Vulkanismus, Massenbewegungen, Überschwemmungen, Dürren) ebenso berücksichtigt wie soziale (Segregation, Privatisierung öffentlichen Raumes, Zuwanderung, Abwanderung, soziale Unruhen, sozialer Wohnbau), ökonomische (Konjunkturkrisen, Abhängigkeit vom Weltmarkt, Arbeitskonflikte etc.) sowie solche die mit der Versorgung (Wasser, Energie, Konsum), Entsorgung (Müll, Braunwasser) und dem Verkehr (Smog, Stau, Lenkung, ÖPNV) oder der Mobilität allgemein ((Amenity) Migration, Tourismus etc.) in Verbindung stehen.
In anderen Teilprojekten wurden auch Mexiko-Stadt und Quito und in kleineren Arbeiten Lima und die kubanischen Städte untersucht. Schließlich wird in idiographischen und komparatistischen Ansätzen auch die Stadt- und Siedlungsentwicklung in den Alpen untersucht.
Die Forschungen begannen noch am Institut für Stadt- und Regionalforschung und werden im Institut für Gebirgsforschung: Mensch und Umwelt fortgesetzt.
Wuppertal Institut eine Energie- und CO2-Bilanz der Stadt. Im engen Dialog mit den Auftraggebern wurden darauf aufbauend angepasste Handlungsempfehlungen für eine Bad Hersfelder Klimaschutzstrategie erarbeitet. Die Klimaschutzstrategie beinhaltet Maßnahmenvorschläge zu folgenden Schwerpunkten: 1. Endenergieeffizienz: Hier werden praktikable Maßnahmen für Effizienzverbesserungen in kommunalen Liegenschaften und für Kundinnen und Kunden der Stadtwerke vorgeschlagen. Es werden Anreize zur Nutzung der vorhandenen Energieeinsparpotenziale durch technische Effizienzsteigerung und verändertes Verbraucherverhalten herausgearbeitet. Es wird eine Politik nahe gelegt, die die Energiequelle 'Energiesparen offensiv fördert. 2. Kraft-Wärme-Kopplung (KWK): Zu diesem Schwerpunkt werden Varianten zur stärkeren Nutzung der umweltfreundlichen KWK untersucht. Hier steht die Möglichkeit der zentralen Nutzung von Fernwärme aus dem geplanten gasbefeuerten Kraftwerk in Mecklar/Meckbach gegenüber einer dezentralen Variante durch eine Vielzahl von kleineren Blockheizkraftwerken gegenüber. 3. Regenerative Energien: Das Konzept stellt hier Maßnahmenmöglichkeiten vor, mit denen die Kommune in Zusammenarbeit mit der Stadtentwicklungsgesellschaft mbH, der Stadtwerke GmbH und dem Gebäudemanagement zur Vorreiterin in der Nutzung Erneuerbarer Energien werden kann. Hierbei geht es im Wesentlichen um den Ausbau der Photovoltaik, der solaren Warmwasserbereitung sowie um die energetische Nutzung von Biomasse. Zudem werden Planungsinstrumente, Informations- bzw. Vernetzungsaktivitäten und Förderprogramme vorgeschlagen. Wesentlicher Bestandteil ist zudem ein Vorschlag für ein kommunales Förderprogramm zur Erschließung der endogenen Effizienzpotenziale und erneuerbarer Energien aus der Region. Zudem werden verschiedene Vorschläge für ein Klimaschutzmarketing erarbeitet.