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SUGI: Das FEW-Meter - ein integratives Modell für eine ressourceneffiziente urbane Landwirtschaft

In dem internationalen Forschungsprojekt 'The FEW- Meter' analysieren die beteiligten Forschungsinstitute und Praxispartner Ressourcenverbrauch und Effizienz in der städtischen Nahrungsmittelproduktion. In ca. 60 urbanen Gärten im Ruhrgebiet sowie in den Metropolenregionen London, Paris, Pozna? und New York werden Ressourcenflüsse erhoben und modelliert. FEW- Meter möchte unter Berücksichtigung der jeweils geltenden Standortbedingungen unter anderem folgende Fragen beantworten: In welchen Mengen können landwirtschaftliche Produkte in städtischen Gärten erzeugt werden? Welche lokalen Ressourcen können genutzt werden? Wie hoch ist der Einsatz von Wasser und Energie im Verhältnis zur Produktionsmenge? Welche Rahmenbedingungen wirken fördernd oder hemmend für UA und welche Entwicklungspfade sind in der Zukunft denkbar? FEW- Meter ist eines der fünfzehn Projekte, die im Rahmen eines Aufrufs der Sustainable Urbanization Global Initiative (SUGI) zum Thema 'Food - Water - Energy Nexus' weltweit gefördert werden. Die Joint Programme Initiative von Urban Europe und dem Belmont Forum bietet einen neuen, einzigartigen Kooperationsrahmen für inter- und transdisziplinäre Forschungsvorhaben. Am Projekt sind folgende Forschungs- und Praxispartnern aus Frankreich, Polen, Groß- Britannien, den USA und Deutschland beteiligt: - Adam Mickiewicz University in Poznan (AMU) - Poznan University of Life Sciences (PULS) - City of Gorzow Wielkopolski (CGW) - Polski Zwi?zek Dzia?kowcow, Okr?g Gorzow Wielkopolski (PZD) - ILS - Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS) - Landesverband Westfalen und Lippe der Kleingärtner e.V. (LWL) - School of Architecture, University of Portsmouth (UP) - LEAP Micro AD Ltd - Federation of City Farms and Community Gardens (FCFCG) - AgroParisTech (APT) - IRSTV - CNRS FR2488 - The City University of New York, Graduate School of Public Health and Health Policy (CUNY) - University of Michigan, School of Natural Resources and Environment (UM). Im Einzelnen verfolgt das Projekt folgende Ziele: a) Entwicklung eines innovativen und umfassenden Systems (FEW- Meter) zur Erfassung von UA aus einem Nahrungsmittel- Wasser- Energie- Zusammenhang - FWE- Nexus, b) Etablierung einer Online- Community von Betreibern von UA, die das Sammeln von Daten unterstützen wird, c) Entwicklung von Szenarien für die optimale Nutzung städtischer Ressourcen auf der Grundlage einer Erweiterung von UA auf die gesamtstädtische Ebene sowie d) Entwicklung digitaler Werkzeuge, welche die Betreiber von UA bei der Optimierung ihrer landwirtschaftlichen Praktiken im Sinne eines nachhaltigen städtischen Metabolismus' unterstützen. Das Projekt trägt somit zur Transformation von Städten in Richtung Nachhaltigkeit bei.

Ölkatastrophe in Michigan

Nach dem Bruch einer Ölleitung im US-Bundesstaat Michigan sind mehr als 3,3 Millionen Liter Öl in Erdreich und in den angrenzenden kleinen Fluss Talmadge geflossen. Ein Teil des Öl gelangte in den Kalazoo Fluß, der in den Michigan See mündet. Die US-Umweltbehörde EPA teilte mit, dass Marschland, Äcker, Wohn- und Gewerbegebiete bereits von der Ölpest betroffen sind. Die Pipeline verläuft zwischen dem US-Bundesstaat Indiana und Ontario in Kanada. Das Leck wurde am 26. Juli 2010 entdeckt. Die Pipeline wurde inzwischen von dem Betreiber Enbridge Energy Partners abgeschaltet. Nach Unternehmensangaben sind 3,1 Millionen Liter Öl ausgelaufen, die Regierung spricht allerdings von 3,3 Millionen.

SUSTECH - Internationale Kooperation zu Nachhaltigen Antriebstechnologien für Europa, China und USA

Die Zielsetzung des SUSTECH Projektes besteht in der Verknüpfung von zwei Projekten zur Bewertung der Diffusion neuer Antriebstechnologien in der Automobilindustrie. Das US-amerikanische Projekt Environmental Policy, Auto Design, Materials Flows wird im Rahmen des MUSES Programms von der National Science Foundation gefördert und von Forschern der University of Michigan, des Rochester Institute of Technology, der University of California at Berkeley und der Northeastern University bearbeitet. Ziel des Projektes ist die Analyse der Auswirkungen politischer Instrumente zur Reduktion von Treibhausgasemissionen auf verschiedene Stoffströme. Dabei werden sowohl die Reaktionen der Konsumenten als auch der Automobilhersteller untersucht, um auf dieser Basis Aussagen über Emissionen Ressourcenverbrauch zu machen. In einem ähnlichen Rahmen wird im BMBF-geförderten Projekt STROM die optimale Allokation alternativer Antriebskonzepte in den Märkten Deutschland und China untersucht. Auch hier soll die Bewertung der Technologien unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten durch die integrierte Betrachtung der am Verkehrssektor beteiligten Akteure Politik-Anbieter-Nachfrager ermöglicht werden. Dabei arbeiten Institute der TU Braunschweig, der BU Wuppertal sowie die Volkswagen AG zusammen. Um bestehende Synergien zu nutzen und das Wissen beider Projekte zu bündeln erfolgen im Rahmen von SUSTECH ein kontinuierlicher wissenschaftlicher Austausch und gemeinsame Forschungsaktivitäten bis 2013. Dies bildet die Basis für kollaborative Publikationen und für die Erstellung eines gemeinsamen Projektantrags.

WD 8 - 056/18 Kurzinformation Aktuelle Entwicklungen zu Stromspeicher-Technologien

Kurzinformation des wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages. 2 Seiten. Auszug der ersten drei Seiten: Wissenschaftliche Dienste Kurzinformation Aktuelle Entwicklungen zu Stromspeicher-Technologien Literaturhinweise zu aktuellen Entwicklungen von Strom-(Energie)speicher-Systemen und tech- nische Kenndaten: Einen einführenden Überblick ausgewählter Speichertechnologien und ihrer Speicherkapazitä- ten liefert die Arbeit der Wissenschaftlichen Dienste aus dem Jahr 2016 „Entwicklung von Strom- speicherkapazitäten in Deutschland 2010 bis 2016“ Deutscher Bundestag, Dokumentation WD 8- 3000-083/16, https://www.bundestag.de/blob/496062/759f6162c9fb845aa0ba7d51ce1264f1/wd- 8-083-16-pdf-data.pdf Darüber hinaus finden sich in den nachfolgenden Quellenangaben Informationen zum aktuellen Stand der einzelnen Speicher-Technologien. Im Jahresbericht über das „Mess- und Evaluierungsprogramm Solarstromspeicher 2.0“ beschreibt Kapitel 3 die Markt- und Technologieentwicklung von Solarstromspeichern. Institut für Strom- richtertechnik und Elektrische Antriebe (ISEA) der RWTH Aachen (2017). http://www.speicher- monitoring.de und https://www.bves.de/wp-content/uploads/2017/07/Speichermonitoring_Jah- resbericht_2017_ISEA_RWTH_Aachen.pdf Der aktuelle „Solactive Battery Energy Storage Performance-Index“ liefert weitere Daten zu Solar- speichern: Solaractive (2018). https://www.solactive.com/wp-content/uploads/solac- tiveip/de/Factsheet_DE000SLA4Z26.pdf Auf den Internetseiten des Bundesverbands Energiespeicher (BVES) finden sich weitere detail- lierte Informationen in den Fact-Sheets der einzelnen Technologien https://www.bves.de/tech- nologien-final/ und im Faktenpapier „Energiespeicher“ https://www.bves.de/wp-content/uplo- ads/2017/05/Faktenpapier_2017.pdf. Im Rahmen der Dena-Netzflexstudie, Deutschen Energie Agentur (dena) (2017). „Optimierter Ein- satz von Speichern für Netz- und Marktanwendungen in der Stromversorgung“, haben die Auto- ren verschiedene Einsatzszenarien analysiert. Das Fact-Sheet liefert eine kurze Zusammenfas- sung zur Studie, https://shop.dena.de/fileadmin/denashop/media/Downloads_Da- teien/esd/9192_dena-Factsheet_dena-Netzflexstudie.pdf WD 8 - 3000 - 056/18 (18. Juni 2018) © 2018 Deutscher Bundestag Die Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages unterstützen die Mitglieder des Deutschen Bundestages bei ihrer mandatsbezogenen Tätigkeit. Ihre Arbeiten geben nicht die Auffassung des Deutschen Bundestages, eines sei- ner Organe oder der Bundestagsverwaltung wieder. Vielmehr liegen sie in der fachlichen Verantwortung der Verfasse- rinnen und Verfasser sowie der Fachbereichsleitung. Arbeiten der Wissenschaftlichen Dienste geben nur den zum Zeit- punkt der Erstellung des Textes aktuellen Stand wieder und stellen eine individuelle Auftragsarbeit für einen Abge- ordneten des Bundestages dar. Die Arbeiten können der Geheimschutzordnung des Bundestages unterliegende, ge- schützte oder andere nicht zur Veröffentlichung geeignete Informationen enthalten. Eine beabsichtigte Weitergabe oder Veröffentlichung ist vorab dem jeweiligen Fachbereich anzuzeigen und nur mit Angabe der Quelle zulässig. Der Fach- bereich berät über die dabei zu berücksichtigenden Fragen.[.. next page ..]Wissenschaftliche Dienste Kurzinformation Seite 2 Aktuelle Entwicklungen zu Stromspeicher- Technologien Die Internetseiten der „Forschungsinitiative Energiespeicher“ der Bundesregierung berichten über aktuelle Entwicklungen sämtlicher Energiespeicher-Technologien: http://forschung-ener- giespeicher.info/projektschau/analysen/ Aktuelle Daten von Speichersystemen sind im Factsheet „U.S. Grid Energy StorageFact-Sheet“, Center for Sustainable Systems, Universität Michigan (2017). http://css.umich.edu/si- tes/default/files/U.S._Grid_Energy_Storage_Factsheet_CSS15-17_e2017.pdf zusammengefasst. Aktuelle Statistiken und ein Dossier zu Energiespeichern finden sich bei Statista (2018). „Ener- giespeicher“, https://de.statista.com/themen/2779/energiespeicher/ bzw. https://de.sta- tista.com/download/MTUyOTMzMTc1MyMjMTUzMDQzIyMzMTY4MyMjMSMjcGRmIyN- TdHVkeQ== *** Fachbereich WD 8 (Umwelt, Naturschutz, Reaktorsicherheit, Bildung und Forschung)

UR: RECOBIO, Leitantrag: Recycling von sequestriertem Kohlendioxid durch mikrobielle-biogeochemische Transformation im tiefen Untergrund - Vorhaben: Laborative Untersuchungen zur biogeochemischen CO2-Transformation unter Einbeziehung molekular-genetischer Methoden - Sonderprogramm GEOTECHNOLOGIEN

Im Rahmen des Verbundvorhabens RECOBIO ist geplant, die Bedeutung der autotrophen bakterieller Reduktion für die Sequestrierung von Kohlendioxid zu untersuchen. Hierbei soll ein besonderes Augenmerk auf die Prozesse gerichtet werden, die bei der Methanogenese und Acetogenese ablaufen. Kohlendioxid-Reduktion durch bakterielle Umwandlung wurde z. B. für das San Juan Becken (New Mexiko, USA) und das Michigan Becken (Michigan, USA) nachgewiesen. Diese Umwandlung wird vor allem auf die Anwesenheit von Archaebakterien zurückgeführt, die dort in den Formationswässern auftreten. Mit zunehmender Tiefe werden Formationswässer durch reduzierende Verhältnisse (hohe Fe-Konzentrationen, abnehmender pH-Wert) gekennzeichnet. Kohlendioxid ist aufgrund des Fehlens anderer Elektronenakzeptoren in stark reduzierenden tieferen Formationen für mikrobielle Stoffwechselprozesse von besonderer Bedeutung. Für den Ablauf der Methanogenese und Acetogenese ist die Verfügbarkeit von Wasserstoff wichtig. Der benötigte Wasserstoff soll entweder durch in situ Prozesse oder durch externe Zufuhr bereitgestellt werden. In situ ist das Angebot an Wasserstoff in tiefen Formationswässern durch abiotische Wasserstoff-Quellen generell größer als in oberflächennahen Wässern. Zu den möglichen Wasserstoff-Quellen zählt die Verwitterung von Eisensilikaten durch Bildung von Eisenoxid, die Umwandlung von Eisenhydroxid zu Magnetit sowie die Herkunft aus Reaktionen zwischen Tonmineralen und organischem Kohlenstoff. Eine externe Zufuhr von Wasserstoff kann entweder durch Schrottkonditionierung (Eisenoxid führt zu reduzierenden Bedingungen) oder durch die Verwendung von Abgasen aus der Synthesegasproduktion erfolgen. Die Untersuchungen im Rahmen des Verbundprojektes RECOBIO sollen an ausgewählten Öl- und Gasfeldern durchgeführt werden, wobei das Hauptaugenmerk auf lokale Aquiferstrukturen gerichtet ist. In der dreijährigen Projektphase ist die Durchführung realitätsnaher Laborversuche zur Untersuchung der biogeochemischen Kohlendioxid-Reduktion mit Schwerpunkt auf Methanbildung geplant

Encyonema latens (Krasske) D.G. Mann Cymbella latens Krasske Süßwasser-Kieselalgen Ausgestorben oder verschollen

Nach Krammer (1997) rezent bisher nur aus Spitzbergen, Island, Alaska, dem Lake Michigan und Hochlagen Venezuelas bekannt. In Deutschland nur fossil aus Sedimenten des Credner Sees in Tiefen von 0,5 bis 2 m.

Förderinitiative: Nachwuchsförderung in der flächenübergreifenden Umweltforschung, Realexperimente: Strategien für eine verlässlichere und sozial robuste Umweltforschung

In Zusammenarbeit von Soziologie und Biologie sollen ökologische Realexperimente empirisch, wissenschaftstheoretisch und soziologisch analysiert werden, um Bedingungen ihrer optimalen Gestaltung zu ermitteln. Als solche Realexperimente werden Umweltschutzmaßnahmen wie Sanierung oder Renaturierung verstanden, die tatsächlich durchgeführt worden sind und in Anpassung an die durch sie hervorgerufenen Auswirkungen modifiziert wurden. Dabei verfolgt das Vorhaben drei Ziele: - Empirisch sollen vergleichende Fallanalysen vorgenommen werden, um die Einflussgrößen herauszuarbeiten, die die Dynamik von ökologischen Gestaltungsprozessen prägen. - Theoretisch soll für ökologische Realexperimente eine wissenschaftstheoretische und wissenschaftssoziologische Rahmung entwickelt werden, die über die untersuchten Fallbeispiele hinaus Geltung beanspruchen kann. - Pragmatisch zielt das Vorhaben auf der Grundlage der empirischen Beobachtungen auf Entwicklung einer Forschungsstrategie ab, die eine optimale Gestaltung von Realexperimenten ermöglicht Den Kern des Projektes bilden sechs Fallstudien, deren heuristischer Wert gerade in ihrer Unterschiedlichkeit gesehen wird. Im Einzelnen handelt es sich um Prärie-Restaurierung im mittleren Westen der USA, Anlage von Abfalldeponien in Deutschland, die Sanierung des Sempacher Sees in der Schweiz, die Kombination von Laborexperimenten, Feldbeobachtung und Feldexperimenten zur Entwicklung einer nachhaltigen Landwirtschaft am Greifensee in der Schweiz, die ökologische Gestaltung einer Halbinsel aus Abfall und Bauschutt im Michigan See, Schafwirtschaft im englischen Lake District in Bezug auf die Auswirkungen des Tschernobyl-Fallout und 'adaptives Küstenmanagement' in Kalifornien. Im Einzelnen konzentrieren sich die Fragestellungen auf die Problemwahrnehmung, die Akteurskonstellation, die Einbettung der jeweiligen Problematik in bestehendes Wissen, das experimentelle Design von Vorstudien, das experimentelle Design der ökologischen Gestaltung und den rekursiven Lernprozess. Der Schlussbericht liegt vor.

Laserspektroskopische Charakterisierung der photophysikalischen Eigenschaften von Kraftstofftracern zur Bestimmung der Temperatur- und Kraftstoff/Sauerstoffverteilung in technischen Verbrennungssystemen

Die Entwicklung moderner Verbrennungskonzepte im Bereich der motorischen Verbrennung erfordert die genaue Kenntnis der Gemischeigenschaften im Brennraum. Magere, direkt-einspritzende Motoren ermöglichen eine Steigerung der Energieeffizienz bei minimaler Schadstoffproduktion, beruhen aber auf exakt reproduzierbaren inhomogenen Kraftstoff/Luftverteilungen. Laser-basierte Abbildungsverfahren haben sich etabliert, um ein qualitatives Verständnis der Kraftstoffverteilung zu erzielen. Zur Quantifizierung ist jedoch die genaue Kenntnis der bestimmenden photophysikalischen Prozesse erforderlich. Photophysikalische Modelle für die interessierenden Moleküle sind bisher nur eingeschränkt nutzbar, bieten aber das Potential, durch Nutzung der Effekte von Temperatur und Stoßdeaktivierung, über quantitative Kraftstoffkonzentrationen hinausreichende Information über die lokalen Bedingungen im Brennraum zu gewinnen. So sind Tracer-Messungen von innermotorischen Temperaturverteilungen bereits erfolgreich durchgeführt worden, die Übertragung auf Molekülklassen mit breiterem Anwendungsspektrum (z.B. im Diesel) steht aber noch aus. Durch simultane Detektion zweier Substanzen mit spektral trennbarer Fluoreszenz soll ein Verfahren zur Messung lokaler Sauerstoffkonzentration entwickelt werden. Die Techniken sollen dann zur Untersuchung der Gemischbildung und Zündung in optisch zugänglichen Verbrennungsmotoren in Kooperation mit der University of Michigan eingesetzt werden.

Warum sind Sojaoelzeitungsdruckfarben in den USA so erfolgreich?

Die Meldungen sind nicht mehr zu ueberhoeren: 90 Prozent aller in USA im Zeitungsdruck eingesetzten Buntfarben sind ganz oder teilweise auf dem Grundstoff Sojaoel aufgebaut und bei Schwarzfarben steigt der Anteil staendig, trotz des dadurch hervorgerufenen hoeheren Preises der druckfertigen Farbe um 25-30 Prozent gegenueber Mineraloelfarben. Die Tageszeitung ,'Los Angeles Times' der Times Mirror Gruppe in Los Angeles, Kalifornien, USA, einer der groessten Verbraucher von Zeitungspapier (450.000 t.p.a.) und Zeitungsdruckfarben (mehr als 100 t pro Woche) hat bereits vor 3 Jahren ihren Druckfarbenverbrauch, sowohl bei Bunt- als auch bei Schwarzfarben, vollstaendig auf Sojaoelfarben umgestellt. Um in einem offenen Gespraech herauszufinden, worin die Vorteile dieses Grundstofftyps bei Zeitungsoffsetfarben gesehen werden, hat IFRA eingewilligt, zusammen mit der American Soybean Association (ASA) ein Forum zu veranstalten, bei dem der General Manager der Times Mirror Supply Company, (Einkaufsgesellschaft fuer Los Angeles Times) Bernhard J. Bottomley, sowie sein Hauptlieferant von Zeitungsdruckfarben, Norman A. Harbin, Technical Director Publication der Flint Ink Corp. in Ann Arbor, Michigan, zu Wort kommen und fuer Fragen der 38 Forumsteilnehmer zur Verfuegung stehen sollen. Dieses Forum fand am 14. November 1994 im IFRA-Institut in Darmstadt statt und ueber den Verlauf dieses Expertengespraechs wird nachfolgend berichtet. Unsere Mitglieder moegen durch Abwaegen der vorgebrachten Argumente ihre eigenen Schluesse ziehen, um so bei Diskussionen mit Umweltbehoerden und Verhandlungen mit Lieferanten besser geruestet zu sein.

Analyse des Systems der Ernte- und Einkommensversicherungen in den USA

Im Gegensatz zu Europa haben Mehr-Gefahrenversicherungen in der Landwirtschaft der USA eine lange Tradition. Die ersten allgemeinen Ertragsausfallversicherungen wurden im Rahmen der Federal Crop Insurance (FCI) bereits 1938 eingeführt. Seitdem wurden die Bedingungen mehrfach verändert, zuletzt durch den Crop Insurance Reform Act von 1994. Vor allem seit Anfang der neunziger Jahre hat die Vielfalt des Versicherungsangebots stetig zugenommen. Die ursprünglichen Ertragsausfall- bzw. Ernteversicherungen wurden dabei zunehmend ergänzt durch umfassendere Einkommensversicherungen, die Ertrags- und Preisrisiken miteinander kombinieren. Offenbar stellen Mehr-Gefahrenversicherungen in den USA - nicht zuletzt mit Blick auf die anstehende WTO-Runde - einen wichtigen Bestandteil der nationalen Agrarpolitik dar.Vor diesem Hintergrund ist es Ziel des geplanten Vorhabens, die gegenwärtigen Verhältnisse bezüglich des US-amerikanischen Systems der Ernte- und Einkommensversicherungen eingehend zu studieren, um daraus konkrete Erkenntnisse hinsichtlich der Möglichkeiten und Grenzen derartiger Versicherungsangebote im Rahmen der europäischen Agrarpolitik herzuleiten. Die diesbezüglichen Recherchen sollen im Rahmen eines fünfmonatigen Aufenthalts an der Michigan State University vorgenommen werden. Neben der Aufarbeitung der vor Ort zugänglichen Literatur sollen die notwendigen Informationen vor allem in Gesprächen mit Wissenschaftlern, die auf diesem Gebiet tätig sind, mit Vertretern des USDA sowie mit Vertretern der Versicherungswirtschaft gewonnen werden.

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