Fließgewässerfischarten sind im Laufe ihrer Individualentwicklung auf die obligatorische Nutzung unterschiedlicher Teillebensräume und Habitate angewiesen zwischen denen sie mehr oder weniger regelmäßige Wechsel durchführen. Das von Fischen insgesamt in Fließgewässern genutzte Habitatspektrum ist allerdings nur selten lokal konzentriert verfügbar. Daher müssen Fließgewässerfischarten häufig Ortswechsel über mittlere, größere oder sogar sehr große Distanzen durchführen. Werden diese durch Querbauwerke behindert oder unterbunden, kann ein Rückgang der betreffenden Arten oder sogar ihr völliges Verschwinden die Folge sein. Aus den geschilderten Zusammenhängen wird deutlich, dass die Distanzen, welche Fische im Rahmen ihrer natürlichen Wanderungen und Habitatwechsel zurücklegen, von Art zu Art sehr unterschiedlich sein können. Im Wesentlichen werden sie von der Biologie der jeweiligen Fischart bestimmt. Hierauf beruhend, wurden im Rahmen des Verbundprojekts zur Entwicklung des fischbasierten Bewertungsverfahrens fiBS (DUßLING, 2009; DUßLING et al., 2004a und 2004b) den in Fließgewässern vorkommenden Fischarten artspezifische Migrations-Gilden gemäß folgender Definitionen zugeordnet: kurze Distanzen: Die Habitatwechsel bleiben überwiegend auf dieselbe Fließgewässerregion beschränkt. mittlere Distanzen: Die Habitatwechsel finden regelmäßig in benachbarte Fließgewässerregionen hinein statt. lange Distanzen: Die Habitatwechsel finden regelmäßig über mehrere Fließgewässerregionen hinweg statt.
Der Datensatz beinhaltet Informationen zur geografischen Verteilung von Tier- und Pflanzenarten im Freistaat Sachsen. Dargestellt werden aus der Zentralen Artdatenbank (ZenA) Sachsen stammende Artbeobachtungsdaten der Anhänge II, IV und V der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (Richtlinie 92/43/EWG) sowie Vogelbeobachtungsdaten des Anhang I der Vogelschutzrichtlinie der EU (Richtlinie 2009/147/EG) sowie nach Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) besonders bzw. besonders und streng geschützte Vogelarten mit Bruthinweis.
Im Jahr 2015 haben die Vereinten Nationen das fünfjährige UNESCO-Weltaktionsprogramm Bildung für Nachhaltige Entwicklung (WAP BNE) verabschiedet. Das Weltaktionsprogramm knüpft an die Erträge der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung (2005-2014) an. Ziel ist, Menschen Bildungschancen zu eröffnen, die es ermöglichen, sich Wissen und Werte anzueignen sowie Verhaltensweisen und Lebensstile zu erlernen, die für eine lebenswerte Zukunft und eine positive gesellschaftliche Veränderung erforderlich sind. Das Programm leistet einen wesentlichen Beitrag zur Agenda 2030, die im September 2015 von den Vereinten Nationen verabschiedet wurde und die 17 Ziele nachhaltiger Entwicklung - die Sustainable Development Goals (SDGs) - umfasst. Im Unterziel 4.7 der Agenda 2030 wurde Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) erstmals als eigenständiges Handlungsfeld formuliert. Bis zum Jahr 2030 soll sichergestellt werden, dass alle Lernenden die notwendigen Kenntnisse und Qualifikationen zur Förderung nachhaltiger Entwicklung erwerben. Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) findet unter den drei Gesichtspunkten Ökologie, Ökonomie und Soziales statt. Schwerpunkte der BNE sind der Respekt vor der kulturellen Vielfalt, das verantwortungsvolle Handeln zum Schutz der Umwelt sowie die Sicherstellung einer bestandsfähigen Wirtschaft in einer von Gerechtigkeit geprägten Gesellschaft. Bildung für nachhaltige Entwicklung ermöglicht, die Auswirkungen des eigenen Handelns zu verstehen und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen. Kurz gesagt: Bildung für nachhaltige Entwicklung soll ein Wissen vermitteln, das die Menschen befähigt, die Welt nachhaltig und gerecht zu gestalten. Es sollen Handlungskompetenzen erlangt werden, zum kritischen Denken angeregt sowie neue Perspektiven und Wege eröffnet werden. Auch geht es darum zu verstehen, welche globalen Auswirkungen unser Handeln vor Ort hat – Heute und Morgen. Sachsen-Anhalt hat sich mit der Verabschiedung der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes auch der Weiterentwicklung Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im außerschulischen Bereich bekannt. Die BNE soll sich künftig stärker an den 17 globalen Nachhaltigkeitszielen der UN ausrichten und diese Inhalte vermitteln helfen. Dies war die Grundlage, dass Leitbild der Bildung für nachhaltige Entwicklung in Sachsen-Anhalt zu überarbeiten und neu auszurichten. Im Oktober 2019 hat das für BNE federführende Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt (MWU) für den außerschulischen Bereich eine neues Leitbild Bildung für nachhaltige Entwicklung verabschiedet. Schwerpunkte zur Umsetzung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in Sachsen-Anhalt sind: Verankerung von BNE in politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen der Bildungsbereiche, BNE-Aktivitäten sollen stärker in die Strukturen des gesamten Bildungssystems einbezogen werden, alle Bildungsbereiche und Bildungsorte sollen berücksichtigt werden, angesichts weltweiter Verflechtungen und Migrationsbewegungen kommt dem Globalen Lernen eine besondere Bedeutung zu. Es wird durch die Nachhaltigkeitsstrategie des Landes gestärkt und in allen Bildungsbereichen aufgegriffen, BNE wird in möglichst alle Förderprogramme des Landes aufgenommen, BNE ist fester Bestandteil der pädagogischen Begleitung des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) und sichert die Aus- und Fortbildung weiterer Multiplikatorinnen und Multiplikatoren im Sinne der nachhaltigen Entwicklung. Um Bildung für nachhaltige Entwicklung in Sachsen-Anhalt zu etablieren, werden Strukturen und Netzwerke gefördert sowie Ressourcen mobilisiert und bereitgestellt.
This study assesses the formation and stability of the water contaminant 7,9-di-tert-butyl-1-oxaspiro(4,5)deca-6,9-diene-2,8-dione ([1]) which repeatedly occurs in the migration waters of cross-linked polyethylene (PE-X) pipes. In aqueous solution [1] is partially transformed to 3-(3,5-di-tert-butyl-1-hydroxy-4-oxo-2,5-cyclohexadien-1-yl)propionic acid ([2]). For a better understanding of the formation of [1] and its transformation into [2] an analytical method was established to allow the analysis of both species separately. Because of thermal instability [2] cannot be detected with GC-MS. Therefore, two methods were validated for a reliable and reproducible quantification: GC-MS for [1] and HPLC-MS/MS for both [1] and [2]. Comparative measurements of migration waters from PE-X pipes using GC-MS and HPLC-MS/MS methods showed that the concentrations of [1] detected with GC-MS corresponds to the sum of [1] and [2] measured with HPLC-MS/MS. In the migration waters [1] was detected in higher concentrations than [2]. The highest concentrations of [1], detected with GC-MS, were > 300 (micro)g/L. The longer the materials are stored without contact with water, the more [1] is measured in the migration waters. Most of the previous values reported in the literature for [1] were based on semi-quantification. Hence, we compared results of the semi-quantitative determination according to EN 15768 with those of a quantitative method with a standard. The results gained with the semi-quantitative method represent less than 50% of the quantified values for the amount leaching from the pipes, which means that the semi-quantification method according to EN 15768 leads to a significant underestimation of [1]. Finally, stability assessment showed that [1] developed an equilibrium with [2] under acidic conditions, whereas it will completely be transferred to [2] at pH 10. At pH 7, it takes more than 50 days for [1] to reach an equilibrium with [2]. However, at increasing the temperature to 60 ËÌC, [1] will be rapidly transformed into [2]. Besides [1] and [2], other currently unknown degradation products are formed. As there is no comprehensive toxicological assessment for both substances available today, our findings underline the need for regulatory consequences. © 2023 Elsevier Ltd. All rights reserved.
Sachsen-Anhalts Bildungsministerin Eva Feußner hat heute den Bildungsausschuss des Landtages über aktuelle Entwicklungen an den öffentlichen Schulen des Landes in Kenntnis gesetzt. Dabei betonte die Ministerin, dass die Unterrichtsversorgung laut einer Stichtagserhebung über alle Schulformen hinweg bei einem Wert von 93,5% liegt – dies entspricht in etwa dem Vorjahresniveau. Eva Feußner: „Dass die Lage an Sachsen-Anhalts Schulen durch den bundesweiten, enormen Lehrkräftebedarf weiter angespannt ist und vorerst bleibt, liegt auf der Hand. Allerdings konnten wir den Durchschnittswert der Unterrichtsversorgung binnen eines Jahres in etwa halten. Und das, obwohl durch den Krieg gegen die Ukraine und andere Migrationsbewegungen jetzt mehr als 5.500 Kinder zusätzlich an Sachsen-Anhalts Schulen unterrichtet werden.“ Nach wie vor gestaltet sich die Lage am Fachkräftemarkt kompliziert. Daher hat das Bildungsministerium seine Maßnahmen zur Lehrkräftegewinnung weiter ausgebaut. Neben dauerhaften Bewerbungsmöglichkeiten wurden unter anderem die Zugangsvoraussetzungen für den Seiteneinstieg als Lehrkraft weiter flexibilisiert. In Kürze greift das bereits beschlossene Arbeitszeitkonto für Lehrkräfte. Die bessere Vergütung für Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst wurde ebenso etabliert wie das Zuschlags- und Zulagensystem für bestimmte Stellenangebote. Schulische Unterstützungssysteme wurden ausgebaut (Pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Schulverwaltungsassistenz). Die Suche nach Lehrkräften und Seiteneinsteigenden im In- und Ausland mittels Personalrekrutierungs-Agenturen trägt Früchte und wird weiter verstetigt, Anreize für Lehramtsstudierende werden geschaffen. Seit Ausbruch des Krieges gegen die Ukraine konnten zudem zusätzliche 190 ukrainische Lehrkräfte sowie 63 Lehrkräfte für Deutsch als Zielsprache gewonnen werden. Eva Feußner: „Einige der Maßnahmen benötigen Zeit, um ihre volle Wirksamkeit zu entfalten. Andere wirken bereits kurzfristig und helfen, in diesen für alle schwierigen Zeiten positiv nach vorn zu blicken. Mein Dank und meine Wertschätzung gelten dabei natürlich den Lehrkräften und Schulleitungen, den Pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Eltern, den Schülerinnen und Schülern sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landesschulamtes und des Landesinstituts für Schulqualität und Lehrerbildung (LISA) – für Kraft, Durchhaltevermögen und Verständnis.“ Impressum: Ministerium für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt Pressestelle Turmschanzenstr. 32 39114 Magdeburg Tel: (0391) 567-7777 Fax: (0391) 567-3695 mb-presse@sachsen-anhalt.de www.mb.sachsen-anhalt.de
Ländliche Räume wurden über lange Zeit in der öffentlichen Debatte oft pauschal als Abwanderungsregionen beschrieben. Das Projekt KoBaLd analysiert unterschiedliche Wanderungsrichtungen und subjektive Motive, um eine faktenbasierte Diskussion über Wohnstandortentscheidungen zu ermöglichen. Die Vielfalt der Wanderungen, die ländliche Räumen betreffen, und die ihnen zugrundeliegenden Entscheidungsprozesse sind für Deutschland bislang kaum systematisch erforscht. Dabei besteht ein grundlegendes Defizit darin, dass es (aktuell) keine große bundesweite Befragung gibt, die einen fundierten Überblick über Ursachen und Motivlagen ermöglicht. Im KoBaLd-Projekt soll das mit ländlichen Räumen verbundene Wanderungsgeschehen mit verschiedenen Methoden untersucht werden. Auch Bleibeentscheidungen sowie multilokales Wohnen werden dabei in den Blick genommen. Dabei konzentrieren sich das Projekt unter anderem auf bestimmte Lebensphasen und -übergänge, in denen es regelmäßig zu Abwägungen hinsichtlich einer Veränderung des Wohnstandorts kommt (z. B. Ausbildungsbeginn, Familiengründung oder Beendigung des Erwerbslebens). Als Ergebnis des Projektes wird eine Quantifizierung der verschiedenen, ländliche Räume betreffenden Zu- und Abwanderungsprozesse seit 2005 erwartet. Wanderungen und Bleibeentscheidungen unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen, die mit bestimmten Lebensphasen verbunden sind, sollen verlässlich analysiert werden. Damit lassen sich vorherrschende Annahmen zu den Motiven, Mechanismen und Anlässen von Wohnstandortentscheidungen, auf die sich auch (regional-) politisches Handeln richtet, kritisch prüfen und empirisch untermauern.
Dieser Endbericht umfasst die Ergebnisse des Forschungsvorhabens "Umweltdegradation, Klimawandel und Migration: Globale Bestandsaufnahme von Forschung und Prognosen" im Auftrag des Bundesumweltministeriums (BMU) und des Umweltbundesamtes (UBA). Er beinhaltet die Ergebnisse von drei Teilberichten, die während des Vorhabens erstellt wurden. Ferner werden die Lücken hinsichtlich des bestehenden Wissens und der Politikmaßnahmen identifiziert und Ansätze und Einstiegspunkte ausgewiesen, um diese Lücken zu adressieren. Der erste Teilbericht leistet eine Bewertung der bisher vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Thema Umweltmigration und bietet eine aktuelle Bestandsaufnahme einer steigenden Zahl von Studien, die den Zusammenhang zwischen Umwelt und Migration betrachten. Dies schließt auch Betrachtungen ein, wie unterschiedliche Formen der menschlichen Mobilität Anpassung an Umwelt- und Klimaveränderungen befördern oder behindern können. Basierend auf der Literaturauswertung betrachtet der zweite Teilbericht "Migration, environment and climate change: Impacts" ausgewählte Wege, wie Umweltveränderungen menschliche Mobilität prägen. Zudem wird der Einfluss weiterer z.B.politischer, ökonomischer und demographischer Faktoren auf Politikfelder wie das der Anpassung an den Klimawandel betrachtet. Vor dem Hintergrund dieser zwei Teilberichte liegt der Fokus des dritten Teilberichtes auf Politikimplikationen und Einstiegspunkten zur Stärkung politischer Antworten auf menschliche Mobilität im nationalen und internationalen Kontext von Anpassungspolitiken und -finanzierung. Das Projektteam, das diese Studie verfasst hat, organisierte zudem einen Fachworkshop in Berlin und eine internationale Konferenz in Bonn, die dazu beitrugen, die Projektergebnisse zu erarbeiten. Um einen fruchtbaren Austausch mit den Fachpersonen zu ermöglichen, wurden die Erkenntnisse aus den drei Teilberichten in einem Diskussionspapier aufgearbeitet Die Rückmeldung der beiden Veranstaltungen wurde in die Teilberichte eingearbeitet. Bei der internationalen Konferenz wurden die Ergebnisse mit Teilnehmenden aus verschiedenen Weltregionen geteilt (mit einem besonderen Fokus auf der Karibik, dem Pazifik und den Philippinen), um den Wissens- und Erfahrungsaustausch zu befördern. Quelle: Forschungsbericht
Diese Literaturstudie gibt einen Überblick über die theoretische und empirische Fachliteratur zu den Zusammenhängen zwischen Umweltstressoren - einschließlich Klimawandel - und menschlicher Mobilität. Migration als Reaktion auf Umweltveränderungen ist nicht neu, sondern Teil der Geschichte der menschlichen Besiedlung unseres Planeten. In den Migrationstheorien des späten 19. Jahrhundert wurde Umwelt als ein Kausalfaktor für Migration gesehen. Die Forschungsbemühungen zum besseren Verständnis der Komplexität dieser Verbindung sind aber viel aktueller (die ersten Veröffentlichungen stammen aus den 1980er Jahren). Ein besseres Verständnis der wahrscheinlichen Auswirkungen des Klimawandels stammt jedoch aus den 1990er Jahren und wurde durch alarmierende Vorhersagen über die möglichen Auswirkungen auf die menschliche Migration angeheizt. Das führte dazu, dass seit den 2000er Jahren eine Zunahme der Forschung über den Zusammenhang zwischen Umweltveränderungen und Migration zu verzeichnen ist. Die Studie zieht Bilanz über diese Entwicklungen in der Literatur, indem sie eine strukturierte Analyse der wichtigsten Ergebnisse liefert, einschließlich eines Überblicks über die verschiedenen methodischen Herausforderungen, vor denen die Forschung steht. Zuerst wird die Entwicklung der Forschung zu den Zusammenhängen zwischen Umwelt und Migration dargestellt und die Forschung in ihren breiteren politischen Kontext gestellt. Aus dieser Forschung geht immer deutlicher hervor, dass Migration im Zusammenhang mit Umweltfaktoren multikausal ist und dass eine Reihe anderer Faktoren berücksichtigt werden müssen, auch auf der Mikroebene, also individuelle und Haushaltsentscheidungen. Umweltstressoren führen nicht unbedingt zu Migration, und nach und nach wächst die Einsicht, dass einige der Menschen, die am anfälligsten für Umweltveränderungen sind, diejenigen sein werden, die nicht in der Lage sind, ihre Heimat zu verlassen. Dennoch kann davon ausgegangen werden, dass Veränderungen in der Umwelt und daraus resultierende veränderte Muster von plötzlich auftretenden Ereignissen oder steigende Temperaturen, in den nächsten Jahren weltweit zu immer wichtigeren Kausalfaktoren der Migration werden. Eine der zentralen Herausforderungen der Forschung wird darin bestehen, das Verständnis darüber, wie Umweltmigration mit Vulnerabilität zusammenhängen, zu verbessern und herauszuarbeiten, welche Faktoren maßgeblich dafür sind, ob Mobilität positiv oder negativ zur Existenzgrundlage der von Umwelt- und Klimaveränderungen betroffenen Menschen beiträgt. Neugewonnene Erkenntnisse sollen wissenschaftliche und evidenzbasierte Politikberatung ermöglichen und Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger zu geeigneten politischen Maßnahmen befähigen. Quelle: Forschungsbericht
In diesem Dokument werden einige der wichtigsten Zusammenhänge, die bisher zwischen Umweltveränderungen und Migration hergestellt wurden, untersucht. Es spiegelt die Komplexität und Vielschichtigkeit des Themas wider und soll veranschaulichen, wie sich Umweltveränderungen auf vielfältige und oft subtile Weise auf die Mobilität von Menschen auswirken. Es spiegelt differenzierte Vulnerabilitäten und Kontexte wider, die häufig durch das Vorhandensein mehrerer "Migrationstreiber" gekennzeichnet sind. Bei der Analyse werden neben Umweltfaktoren wichtige wirtschaftliche, politische, demografische und soziale Trends und Treiber berücksichtigt. Hierzu zählen Faktoren wie das Niveau der sozioökonomischen Entwicklung, das Wirtschaftswachstum, die Ressourcenknappheit, die Rahmenbedingungen der Regierungsführung, das Bevölkerungswachstum und die Urbanisierung. Die folgenden vier "Wirkungstypen" werden berücksichtigt: 1) Mobilitätsreaktionen bei plötzlich auftretenden Gefahren 2) Mobilitätsreaktionen im Zusammenhang mit langsam einsetzenden Gefahren 3) Zusammenhänge zwischen Umweltveränderungen, Konflikt und Mobilität 4) Immobile Bevölkerungsgruppen Die Analyse wird in Betracht ziehen, wie sich diese Wirkungstypen in Zukunft entwickeln könnten. Quelle: Forschungsbericht
Die Leipzig Charta versteht sich als ein Leitbild für die nachhaltige Entwicklung der Städte in Europa. Die Territoriale Agenda hat die Entwicklung der Regionen im Blick. Beide Dokumente sind Ergebnis der deutschen EU Präsidentschaft im Jahr 2020. Reaktion auf Veränderung Vieles hat sich seit der Verabschiedung der ersten Leipzig Charta (im Jahr 2007 veröffentlicht) und Territoriale Agenda 2020 (im Jahr 2011 veröffentlicht) verändert. Neue Herausforderungen brauchen neue Lösungen: voranschreitender Klimawandel, Biodiversitätsverluste, Ressourcenknappheit, Migrationsbewegungen, demografischer Wandel, Digitalisierung, schnell verändernde Ökonomien, und nicht zuletzt die Auswirkung der COVID19-Pandemie. Mit der Aktualisierung werden neue Handlungsmöglichkeiten der lokalen Ebene aufgezeigt. Relevanz für Stadt-Land-Verflechtungen und -Beziehungen Beide Dokumente legen besonders Wert auf die funktionalen Beziehungen zwischen Stadt und Um-/Land für die Gestaltung der Zukunft. Demzufolge soll die Kooperation zwischen Städten und den umliegenden Gebieten gestärkt werden. In der „New Leipzig Charter“ werden viele Handlungsfelder erwähnt (vergleiche etwa Punkt B1), die auch in der Fördermaßnahme Stadt-Land-Plus untersucht werden: integrierte Siedlungsentwicklung , regionale Stoffkreisläufe sowie regionale Produkte . Nicht zuletzt wird ein „multi-level governance apporoach“ eingefordert, zu dem auch Stadt-Land-Plus-Vorhaben sich kürzlich ausgetauscht haben – die Ergebnisse des letzten Workshops zu dem Thema finden Sie hier: Mechanismen für stadtregionale Entwicklungsprozesse . Neben der Quartiersebene (Eng: “neighbourhood”) und der lokalen Ebene wird die zentrale Stelle des funktionalen urbanen Gebiets (Eng: “functional urban area“) für die zukunftige Entwicklung anerkannt. Diese weicht von einer rein administrativen Bestimmung ab und bezieht physische und weitere funktionale Verflechtungen ein. In der „Territoriale Agenda 2030: Eine Zukunft für alle Orte“ wird die Arbeit auf der Ebene der „funktionalen Regionen“ für die Lösung vieler Herausforderungen sowie für die Realisierung vieler Entwicklungsmöglichkeiten empfohlen (vergl. etwa Absatz 49 und 50). Zudem ruft das Dokument zur weiteren „Integration über Grenzen hinweg“ im europäischen Raum auf aber auch zwischen unterschiedlichen administrativen Ebenen (siehe Absatz 51 und 52) Hintergrund Die erste Leipzig Charta wurde im Jahr 2007 verabschiedet. Damals legte das Dokument besonders Fokus auf die Aufwertung von öffentlichen Plätzen sowie benachteiligten Stadtquartieren. Im Jahr 2011 wurde mit der Territorialen Agenda 2020 (TA2020) wichtige Impulse für die europäische Raumplanung gegeben. Mit der TA2020 wurden die Ziele der „Europa 2020" Strategie für eine „intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum“ räumlich verknüpft. Mit Prioritätsfeldern wurden die Weichstellen der territorialen Entwicklung für Europa aufgestellt. Seit der Veröffentlichung beider Dokumente haben die Rahmenbedingungen sich geändert. Die Evaluationsprozesse für die „New Leipzig Charter“ wurde ab 2017 gestartet und bis 2020 unter Federführung des Bundesministeriums für Inneres, Bau und Heimat überarbeitet. Parallel dazu wurde die neue Territoriale Agenda 2030 aktualisiert. Beide Dokumente sind auch Ergebnisse der deutschen EU Präsidentschaft 2020.
Origin | Count |
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Bund | 605 |
Land | 14 |
Zivilgesellschaft | 2 |
Type | Count |
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Förderprogramm | 591 |
Text | 5 |
unbekannt | 20 |
License | Count |
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geschlossen | 15 |
offen | 593 |
unbekannt | 8 |
Language | Count |
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Deutsch | 542 |
Englisch | 142 |
Resource type | Count |
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Archiv | 1 |
Dokument | 3 |
Keine | 434 |
Unbekannt | 2 |
Webdienst | 1 |
Webseite | 180 |
Topic | Count |
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Boden | 448 |
Lebewesen & Lebensräume | 611 |
Luft | 323 |
Mensch & Umwelt | 616 |
Wasser | 368 |
Weitere | 614 |