Kurzinformation "Anzeigepflicht Tiergehege" (52 KB, nicht barrierefrei) Seit dem Inkrafttreten des aktuellen Bundesnaturschutzgesetzes am 1. März 2010 besteht mit § 43 wieder eine gesetzliche Anzeigepflicht für Tiergehege außerhalb von Wohn- und Geschäftsgebäuden. Tiergehege sind dauerhafte Einrichtungen in denen Tiere wild lebender Arten außerhalb von Wohn- und Geschäftsgebäuden während eines Zeitraums von mindestens sieben Tagen im Jahr gehalten werden. Eine Anzeigepflicht mindestens einen Monat im Voraus gilt für die Errichtung (Neubau) und die Erweiterung (Vergrößerung) sowie die wesentliche Änderung eines Tiergeheges (z.B. die Hinzunahme einer neuen Tierart oder die Vergrößerung der Anzahl der Tiere). Die Anzeigepflicht gilt auch für alle bereits bestehenden Tiergehege sowie für bestehende Tiergehege, für die bei der Errichtung eine gesonderte Genehmigung (z.B. eine Baugenehmigung, eine wasserrechtliche Gestattung, eine Eingriffsgenehmigung oder eine Genehmigung nach dem Tierschutzgesetz) erforderlich war. Die Anzeige des Tiergeheges erfolgt bitte auf dem anliegenden Formular , das an die zuständige Naturschutzbehörde des Landkreises bzw. der kreisfreien Stadt zu senden ist. Dem ist eine Lageskizze beizufügen. Formular Anzeige Tiergehege (25 KB, nicht barrierefrei) Eine Anzeige wird nicht erforderlich erachtet für: Tiergehege, die eine Grundfläche von insgesamt 50 m² nicht überschreiten und in denen: a. keine besonders geschützten Tiere oder b. Tiere der in der Anlage 5 der Bundesartenschutzverordnung genannten Arten, die der Meldepflichtbefreiung unterliegen, gehalten werden; Auswilderungsgehege für die dem Jagdrecht unterliegenden Tierarten, wenn die Tiere nicht länger als einen Monat darin verbleiben; Tiergehege, in denen nicht mehr als fünf Tiere der dem Bundesjagdgesetz unterliegenden Arten Rothirsch, Damhirsch, Reh, Mufflon oder Wildschwein gehalten werden. Die besonders geschützten Tierarten können unter www.wisia.de ermittelt werden und die von der Meldepflicht befreiten Arten der Anlage 5 BArtSchV -Meldepflichtbefreiung (36 KB, nicht barrierefrei). Diese Anzeigepflicht für Tiergehege ersetzt keine darüber hinaus erforderlichen Genehmigungen wie z. B. die Baugenehmigung, die wasserrechtliche Gestattung, die Eingriffsgenehmigung oder die Genehmigung nach dem Tierschutzgesetz. Diese Genehmigungen sind gegebenenfalls gesondert zu beantragen . Diese Anzeigepflicht für Tiergehege ersetzt ebenfalls nicht die Tierbestandsmeldungen für besonders geschützte Tiere. Der Tierbestand ist wie bisher dem CITES-Büro in Steckby zu melden. In Sachsen-Anhalt werden bei der Prüfung von Tiergehegen die folgenden Haltungsgutachten zu Grunde gelegt. Gutachten Brachypelma (55 KB, nicht barrierefrei) Gutachten Froschlurche (193 KB, nicht barrierefrei) Gutachten Greifvögel Eulen Altgehege (62 KB, nicht barrierefrei) Gutachten Greifvögel Eulen Neugehege (181 KB, nicht barrierefrei) Gutachten Hornvögel (23 KB, nicht barrierefrei) Gutachten Kleinvögel Körnerfresser Altgehege (164 KB, nicht barrierefrei) Gutachten Kleinvögel Körnerfresser Neugehege (124 KB, nicht barrierefrei) Gutachten Korallen Riesenmuscheln (44 KB, nicht barrierefrei) Gutachten Molche Salamander (163 KB, nicht barrierefrei) Gutachten Pandinus (56 KB, nicht barrierefrei) Gutachten Papageien Altgehege (117 KB, nicht barrierefrei) Gutachten Papageien Neugehege (455 KB, nicht barrierefrei) Gutachten Reptilien (768 KB, nicht barrierefrei) Gutachten Säugetiere (extern, 1,9 MB) Quelle: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) Gutachten Seepferdchen (85 KB, nicht barrierefrei) Gutachten Sonstige Vögel (139 KB, nicht barrierefrei) Gutachten Sonstige Vögel Übersetzung (21 KB, nicht barrierefrei) Gutachten Strauße, Nandus, Emus und Kasuare (extern, 853 KB) Quelle: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) Gutachten Turakos (22 KB, nicht barrierefrei) Gutachten Weichfresserarten (54 KB, nicht barrierefrei) Die Bezeichnungen der einzelnen Gutachten und die Anwendung sind in der folgenden Übersicht dargestellt. Übersicht Anwendung Haltungsgutachten (79 KB, nicht barrierefrei) Stand: Februar 2020 Letzte Aktualisierung: 08.07.2020
Katlenburg-Lindau/Göttingen – Ruhezonen, Biotope, wiederangeschlossene Flussarme und ein neuer Auwald: Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) hat die Renaturierung der Rhumeaue bei Lindau im Grenzbereich der Landkreise Göttingen und Northeim erfolgreich abgeschlossen. Dabei wurde der strukturarme Fluss sowie die Aue auf einem rund 1.000 Meter langen Teilstück naturnäher gestaltet. Von den Arbeiten profitieren soll unter anderem der streng geschützte Kammmolch: Für Deutschlands größten „Wasserdrachen“ wurden neue Biotope in Form von Stillgewässern geschaffen. Ruhezonen, Biotope, wiederangeschlossene Flussarme und ein neuer Auwald: Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) hat die Renaturierung der Rhumeaue im Grenzbereich der Landkreise Göttingen und Northeim Hintergrund des Projekts an der Rhume sind die Bestimmungen der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL). Demnach gilt der Fluss – ein sogenanntes „Gewässer II. Ordnung“ – als Prioritätsgewässer. „Die EU-Richtlinie sieht vor, dass die Grund- und Oberflächengewässer der Mitgliedsstaaten in einen guten Zustand gebracht werden müssen“, erklärt Kathrin Moggert von der NLWKN-Betriebsstelle Süd in Göttingen, die das Projekt nahe Lindau geplant und umgesetzt hat. Das Problem: Im vorigen Jahrhundert war der Verlauf der Rhume hier durch menschliches Eingreifen begradigt und eingetieft worden. Infolgedessen liegt ihre Aue heute deutlich höher – die Rhume gilt in der Bewertung entsprechend als stark verändertes Gewässer. Das jetzt abgeschlossene Revitalisierungsprojekt soll das ändern. Es umfasst dabei mehrere Teilaspekte. Die ausgeführten Arbeiten sollen sowohl das Fließgewässer selbst als auch die umgebende Aue aufwerten, betont Kathrin Moggert: „Ziel war es, nicht nur die Vorgaben der WRRL umzusetzen, sondern auch Synergien mit der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie zu ermöglichen, die der Erhaltung der biologischen Vielfalt insgesamt dient“. Um der begradigten und strukturarmen Rhume wieder eine vielfältige und wertvolle Ufer- und Sohlstruktur zu verleihen, wurden konkret Totholz als Strömungslenker sowie Kiesrauschen in die Rhume eingebaut. Sie sollen unterschiedliche Strömungsgeschwindigkeiten erzeugen und Ruhezonen für Fische und Kleinlebewesen schaffen. Auch zwei Altarme der Rhume – Relikte ihres historischen, eigentlich in großen Bögen fließenden Gewässerverlaufs – wurden per Rückschlagklappen wieder an die Rhume angeschlossen. „Bei Hochwasser wird das Wasser nun in die Altarme gedrückt, kann aber nicht wieder sofort abfließen. Dadurch wird die Wasserführung dieser Stillgewässer deutlich verbessert und eine ganzjährige Wasserhaltung ermöglicht“, erklärt Edith Büscher-Wenst, ebenfalls vom NLWKN. Neu gestaltete Furten ermöglichen zudem nun eine Verbindung der ursprünglich durch Wege voneinander getrennten Altarme. Neuer Lebensraum im Umfeld des Flusses Neuer Lebensraum im Umfeld des Flusses Neben den umgesetzten Arbeiten im Bereich der Gewässersohle und Altarme bieten ab sofort zusätzlich zwei neu geschaffene Feuchtbiotope einen geeigneten Lebensraum für zahlreiche Wasservögel, Insekten und Amphibien – etwa dem seltenen und gefährdeten Kammmolch: Der bis zu 18 Zentimeter lange „Wasserdrache“ ist ein wahrer Riese unter den heimischen Molchen. Aufgrund seiner Nachtaktivität und Vorliebe für eine versteckte Lebensweise wird er dennoch selten gesichtet. Zur Verbesserung der Auenfunktion wurden auf den umliegenden landeseigenen Naturschutzflächen Initialpflanzungen mit standorttypischen Gehölzen vorgenommen, die zunächst durch Holzzäune und Drahtgeflechte vor Fressfeinden wie dem Biber geschützt werden. „Auf den aufgelockerten Oberbodenbereichen wird sich durch die natürliche Ansiedlung von Gehölzen – insbesondere Schwarzerlen und Weidenarten – ein nach und nach natürlicher Auwald entwickeln, der dann den typischen Auwaldbewohnern wie Biber und Fischotter frei zur Verfügung steht“, so Büscher-Wenst. Auch die Kammerung von Gräben soll zu einem verbesserten Wasserrückhalt im Gebiet führen. Die Bauzeit des Projektes an der Rhume hatte sich aufgrund zwischenzeitlich ungünstiger Witterungsbedingungen stark verlängert. Baubeginn war im Oktober 2023. Angesichts des sehr niederschlagsreichen Jahresendes 2023 mussten die Arbeiten in den Wintermonaten und wegen des nassen Frühjahrs zunächst bis zum Sommer 2024 ruhen. Die Baumaßnahme konnte entsprechend erst Ende 2024 abgeschlossen werden. Finanziert wurde die Umsetzung durch das Programm Fließgewässerentwicklung mit Mitteln der Europäischen Union und des Landes Niedersachsen. „Mit dem Abschluss des Projekts konnte jetzt ein weiterer Baustein zur Renaturierung der Rhume und der naturnahen Entwicklung von landeseigenen Naturschutzflächen realisiert werden“, freut sich Kathrin Moggert. Der Altarm der Rhume (links) wurde über eine Furt und ein Rohrsystem wieder an den Fluss (rechts) angebunden. Von den neu angelegten Biotopen – oben im Bild – soll unter anderem der Kammmolch profitieren (Bilder: Kathrin Moggert/NLWKN). Die neuen Feuchtbiotope mit Totholz und Steinbuhnen schaffen günstige Lebensbedingungen für den Kammmolch (Bilder: Kathrin Moggert/NLWKN).
Die Ferngasleitung FGL102, DN 750, DP 63 verläuft von Steinitz nach Neugattersleben. Die ONTRAS Gastransport GmbH plant im Leitungsabschnitt Wedringen - Glöthe eine Umstellung von Erdgas auf Wasserstoff. Im Vorfeld der Umstellung, ist die FGL 102 zum Nachweis der Integrität zu molchen. Des Weiteren sollen Sanierungsmaßnahmen, die sich aus der Minderdeckungskontrolle und der technischen Zustandsanalyse herleiten, ausgeführt werden.
Die Lichtenberger Schule unterhält mehrere Kooperationen mit relevanten Akteuren im Umwelt- und Klimaschutz. Durch regelmäßige gemeinsame Projekte erhalten die Schülerinnen und Schüler einen weitreichenden und vielfältigen Einblick in die Bereiche Umwelt, Naturschutz und gesunde Ernährung. Auch im Schulalltag kommt der nachhaltige Gedanke nicht zu kurz. Umweltschutz im Schulalltag Klimaschutz und Umweltbewusstsein fängt im Kleinen an. Damit die Schülerinnen und Schüler der Brodowin-Schule ein nachhaltiges Verantwortungsbewusstsein für die Rolle eines jeden Einzelnen für mehr Nachhaltigkeit entwickeln, muss jeder einmal für die Einhaltung der Umweltschutzregeln an der Schule sorgen. Die sogenannten „Umweltindianer“ achten zum Beispiel auf eine konsequente Mülltrennung und Lüftungsstrategie. Die Drucker- und Tonerpatronen der Schule werden zudem recycelt. Ein weiterer Schwerpunkt der Brodowin-Schule liegt in einer gesunden Ernährung. In regelmäßigen Projekttagen befassen sich die Schülerinnen und Schüler mit den unterschiedlichen Aspekten einer ausgewogenen und nachhaltigen Ernährung. In den Pausen wird unten anderem Bio-Milch aus dem Ökodorf Brodowin angeboten. Das Verhältnis zwischen Umwelt und Nahrungsmitteln wird auch den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der AG Umwelt und Natur deutlich, welche sich der ökologischen Nutzung der Freiflächen auf dem Schulgelände sowie der Gestaltung und Pflege des Schulgartens widmen. Dieser enthält neben Gemüsebeeten ebenfalls gezielt aufgebaute Biotope für verschiedene Insekten- und Tierarten. Auf diesem Weg tragen die Schülerinnen und Schüler zur Artenvielfalt in der Hauptstadt bei. Eine Wellensittichzucht und Aquarien sorgen in der Schule ebenfalls für eine enge Verbundenheit der Kinder zur Natur. Dank ihrer Kooperationen und Partnerschaften mit engagierten Akteuren im Klima- und Umweltschutz bietet die Brodowin-Schule ihren Schülerinnen und Schülern zahlreiche Möglichkeiten, sich differenziert mit der Thematik auseinander zu setzen. So mündet die Kooperation mit dem Ökodorf Brodowin in Chorin beispielsweise in regelmäßigen Tagesausflügen der Klassen 1 bis 4 und naturwissenschaftlichen Exkursionen in der Jahrgangsstufe 6. Durch die Partnerschaft mit dem Verein Naturschutz Malchow e.V. steht den Kindern zudem die Naturschutzstation Malchow als außerschulischer Lernort zur Verfügung. Seit Juli 2020 ist eine große Photovoltaikanlage auf dem Dach des Schulgebäudes in Betrieb. Die Anlage verfügt über 106 Module. Mit einer prognostizierten Stromerzeugung von 25.800 kWh pro Jahr soll die Grundschule rund 70 Prozent ihres Strombedarfs darüber decken. Regenerative Energien | Einsatz neuer Technik | Schulprogramm | Projekte | Stromsparendes Beleuchtungssystem | Abfalltrennung | Recycling | Schulgarten Die Grundschule in Alt-Hohenschönhausen zählt rund 630 Schülerinnen und Schüler sowie 53 Lehrkräfte und 23 Erziehende. Die öffentliche Grundschule wird als Ganztagsschule in offener Form betrieben und befindet sich auf einer ehemaligen Kleingartenanlage. An der Brodowin-Schule ist im Sinne einer inklusiven Gesellschaft jeder willkommen. Dem Leitbild der Schule folgend wird Vielfalt als Chance und Grundlage des gemeinsamen Lernens verstanden. Seit einigen Jahren wird das freiwillige Fach Lebenskunde an der Brodowin-Schule angeboten. Die Inhalte setzen sich mit dem Zusammenspiel von Natur und Gesellschaft auseinander und folgen der weltlich-humanistischen Tradition, welche auf Selbstbestimmung, Toleranz, Solidarität und Verantwortung besonderen Fokus legt. Erster Platz Berliner Klimaschulen 2017 Bild: Rawpixel/Depositphotos.com Weitere engagierte Schulen in Lichtenberg Übersicht: Diese Lichtenberger Schulen engagieren sich besonders im Klima- und Umweltschutz. Weitere Informationen Bild: Goodluz/Depositphotos.com Handlungsfelder im Klimaschutz Ressourcenschutz, Nachhaltigkeit, Klimabildung: In diesen Bereichen engagieren sich Schülerinnen und Schüler aller Altersgruppen für nachhaltige Verbesserungen im Klimaschutz. Weitere Informationen
Naturschutz, der wirkt: In der Nähe von Bad Bibra im Burgenlandkreis wurden in den vergangenen Monaten gleich mehrere verlandete Teiche zu wertvollen Lebensräumen und Laichgewässern für geschützte Frösche, Kröten und Molche umgestaltet. Seit Mitte 2022 hat der Geo-Naturpark „Saale-Unstrut-Triasland“ e.V. die einstigen Forellenteiche bei Borgau entschlammt, die Ufer für eine optimale Sonneneinstrahlung freigestellt sowie nördliche Uferbereiche für die Amphibien flach modelliert. Das Vorhaben, das auch eine Verbindung zu nördlich wie südlich angrenzenden Feuchtbiotopen schafft, wurde vom Umweltministerium mit rund 272.000 Euro aus EU-Mitteln unterstützt. Über den Erfolg des Projektes hat sich Umwelt-Staatssekretär Dr. Steffen Eichner heute vor Ort überzeugt. Bei seinem Besuch zeigte sich, dass Erdkröte, Grasfrosch & Co. die Teiche nach Abschluss der Renaturierung schnell wieder zu Hunderten in Besitz genommen haben. Vor Projektstart im Jahr 2022 waren dagegen kaum noch Amphibien zu finden. Auch aufgrund des Erfolgs plant der Trägerverein an weiteren Kleingewässern im Naturpark Maßnahmen zu Sanierung und Erhaltung; ein Förderantrag für neun Gewässer liegt bereits vor. Eichner betonte: „Artenvielfalt braucht Lebensräume. Um diese zu sichern oder wieder herzustellen, unterstützen wir zahlreiche Projekte in ganz Sachsen-Anhalt. Davon profitieren viele streng geschützte Arten im Land. Der Erfolg der Renaturierung wie hier bei Borgau gibt uns und den vielen im Naturschutz engagierten Partnern Recht.“ Der Staatssekretär verwies in diesem Zusammenhang auch auf die neuen Förderprogramme „NaturWasserMensch“ und „Wassermanagement“ des Umweltministeriums. Der Geschäftsführer des Geo-Naturparks, Dr. Matthias Henniger , fügte hinzu: „Wir sind hocherfreut, dass unser Projekt so schnell Erfolge zeigt. Dadurch wird das Schutzgebietssystem NATURA 2000 in unserem Naturpark deutlich aufgewertet. Gleichzeitig können wir den Menschen die Schönheit und Bedeutung unserer Natur nahebringen und planen deshalb, auch an den Teichen in Borgau künftig Umweltbildungsangebote verstärkt auszubauen. Offenkundig liegt den Menschen vor Ort viel an ihren Teichen. Neben dem Artenschutzaspekt gehört eben auch der Teich zum Dorf, und die Bedeutung von Wasser ist in den vergangenen Jahren uns allen schmerzhaft bewusst geworden.“ Aktuelle Informationen zu interessanten Themen aus Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt gibt es auch auf den Social-Media-Kanäle n des Ministeriums bei Facebook , Instagram , LinkedIn , Mastodon und X (ehemals Twitter ).
null Für Poolliebhaber und Sonnenanbeter GEMEINSAM PRESSEMITTEILUNG DER LUBW LANDESANSTALT FÜR UMWELT BADEN-WÜRTTEMBERG DER STADT GAGGENAU UND DER EnBW ENERGIE BADEN-WÜRTTEMBERG AG Baden-Württemberg/Gaggenau (stv). Im vergangenen Herbst wurden im Gaggenauer Stadtwald zahlreiche Kleinstgewässer für Gelbbauchunken saniert und neu angelegt sowie eine Heidefläche für Zauneidechsen freigestellt. Am Donnerstagmittag stellte Revierleiter Jochen Müller die Maßnahmen im Bereich Hinterer Hummelberg Oberbürgermeister Michael Pfeiffer sowie Vertretern der EnBW Energie Baden-Württemberg und der LUBW Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg vor. 20 kleine Tümpel hat Müller im Spätjahr graben lassen, um den Gelbbauchunken neue Lebensräume bieten zu können. Zudem hat er einen Wohlfühl-Sonnenplatz im Wald für Zauneidechsen geschaffen. „Im Wald sind Amphibien einfach gut aufgehoben“, urteilt Jochen Müller, dem auch die kleinen Tiere im Wald schon seit vielen Jahren am Herzen liegen. Erfreut zeigte er sich über die 90prozentige Bezuschussung durch durch das EnBW-Förderprogramm „Impulse für die Vielfalt“. Unkenschutz ist eine Daueraufgabe Gelbbauchunken sind stark gefährdet und Baden-Württemberg hat eine besondere Verantwortung für sie, da die Unken hier ihren Verbreitungsschwerpunkt haben. „Gelbbauchunken sind eine Pionierart, die auf trockenfallende Kleinstgewässer angewiesen sind. Sie benötigen für ihre Eiablage und Entwicklung sonnige kleine Gewässer, die nicht von anderen Arten besiedelt sind. In unserer durch den Menschen strukturierten und dicht besiedelten Landschaft fehlen immer mehr ihre primären Lebensräume: ein Gewässernetz mit wechselnden Wasserständen in Fluss- und Bachauen. Auch ihre Sekundärlebensräume, wie beispielsweise in Steinbrüchen, fallen aus, da sich deren Nutzung verändert“, erläuterte Petra Groß, Projektmitarbeiterin der LUBW. Seit rund 20 Jahren engagiert sich die Stadt Gaggenau für diese Art und hat im Stadtwald regelmäßig Laichgewässer angelegt. Dabei wurde die Stadt bereits in den Jahren 2013 und 2016 durch das Förderprogramm der EnBW unterstützt. Der Bestand der Gelbbauchunken hat sich seither kontinuierlich entwickelt. Die neuen Kleinstgewässer werden die Population weiter stabilisieren, berichtet Jochen Müller von Populationssteigerungen von fünf auf 80 Unken beispielsweise hinter dem Waldfriedhof. „Bestehende und verlandete Tümpel wurden ausgeräumt und Bäume in unmittelbarer Gewässernähe entfernt. Zusätzlich wurden Rückegassen befahren. So entstehen Vertiefungen in den Wegen, die das Wasser im Frühling lange genug halten können, um dann wieder auszutrocknen. Die kleinen Unken können sich im Frühling gut entwickeln. Im Sommer trockenen die Kleinstgewässer aus und die Gelbbauchunke hat dann in diesen Kleinstgewässern keine Fressfeinde. Weitere kleine Tümpel wurden entlang von Waldwegen angelegt“, berichtete Revier- und Projektleiter Jochen Müller. Zauneidechsen lieben ausgiebiges Sonnenbaden auf Steinen oder Totholz Im Zuge der Projektförderung wurden außerdem auf einer mageren, trockenen Felskuppe junge Kiefern, Douglasien und Buchen entfernt und hierdurch eine besonnte Heidefläche geschaffen. Das Astmaterial wurde zu Totholzhaufen aufgesetzt. So entstand ein Sonnenplatz und ein Jagdrevier für die Zauneidechsen. Ohne die Maßnahmen wäre dieser Standort durch die natürliche Verbuschung für die gefährdete Reptilienart bald weggefallen. I ntakte Lebensräume steigern den Erholungswert von Kommunen Beeindruckt von den erfolgreichen Maßnahmen zeigte sich auch Oberbürgermeister Michael Pfeiffer. Darüberhinaus sei es wichtig, die Menschen für den Amphibienschutz zu sensibilisieren. Mit dem Umweltchampion für Kinder, Führungen und Projekten mit Einrichtungen könne dies erreicht werden. Oberbürgermeister Pfeiffer dankte der EnBW für die wichtige finanzielle Unterstützung. Während Petra Groß darauf verwies, „dass der Rückgang der Amphibien und Reptilien dramatisch ist. Trotz umfangreicher Schutzbemühungen stehen 11 von 19 Amphibienarten und 8 von 11 im Land vorkommende Reptilienarten auf der Roten Liste Baden-Württembergs. Das sind jeweils 58 Prozent unserer heimischen Arten. Molche, Kröten, Schlangen und Co. benötigen viele Unterstützer“, so Groß. 140 Projekte wurden mithilfe der Förderung der EnBW bereits realisiert Seit dem Jahr 2011 unterstützt die EnBW Energie Baden-Württemberg AG mit ihrem Förderprogramm, verschiedene Amphibien- und Reptilienschutzprojekte im Land. Sie hat das Programm gemeinsam mit der LUBW ins Leben gerufen. Es ist bisher das einzige Förderprogramm im Rahmen der Landesinitiative „Aktiv für die Biologische Vielfalt“, das von einem Unternehmen ins Leben gerufene wurde. In den vergangenen 12 Jahren wurden hierdurch 140 Amphibien- und Reptilienschutzprojekte in ganz Baden-Württemberg erfolgreich umgesetzt. „Das EnBW-Förderprogramm zeigt eindrücklich, wie durch gemeinschaftliches Engagement attraktive Lebensräume geschaffen werden, die einen nachhaltigen Beitrag zum Artenschutz liefern“, erklärt EnBW-Kommunalberater Thomas Pfeifle und ergänzt: „Der große Erfolg der durchgeführten Maßnahmen und Projekte spornt uns an weiterzumachen. Biodiversitätsmaßnahmen sind Teil des Nachhaltigkeitsanspruchs der EnBW.“ Die diesjährig eingereichten Förderanträge wurden im Juni von der Fachjury bewertet. 12 weitere Projekte werden in diesem Jahr unterstützt und umgesetzt. Die Vorbereitungen für die Förderrunde im kommenden Jahr beginnt im Herbst. Bildbeschreibung: Zeigt eine Gelbbauchunke am Rand des Gewässers / Quelle: LUBW / Petra Groß Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle der LUBW. Telefon: +49(0)721/5600-1387 E-Mail: pressestelle@lubw.bwl.de
null Initialzündung für die Gelbbauchunken im Gemeindewald Billigheim GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG DER LUBW LANDESANSTALT FÜR UMWELT BADEN-WÜRTTEMBERG, DER GEMEINDE BILLIGHEIM UND DER EnBW ENERGIE BADEN-WÜRTTEMBERG Baden-Württemberg/Billigheim . Für die stark gefährdeten Gelbauchunken wurden im vergangenen Herbst im Hoschelwald und auf dem Judenbuckel drei kleine Stillgewässer ausgebaggert und neue Kleinstgewässer angelegt. Heute überzeugten sich Vertreter der Gemeinde, der Forstbehörde, der EnBW Energie Baden-Württemberg AG und der LUBW Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg von den umgesetzten Maßnahmen im Gemeindewald. Die Maßnahmen wurden durch das EnBW-Förderprogramm „Impulse für die Vielfalt finanziell unterstützt. Nun können sich die Bestände der stark bedrohten kleinen Unke wieder stabilisieren und wachsen. Laichgewässer zum Überleben Laichgewässer sind im Gemeindewald von Billigheim Mangelware. Die meisten wurden durch den Menschen angelegt. Zuletzt wurden die Kleingewässer im Jahr 2011 ausgeräumt. Entsprechend stark waren sie zugewachsen und es bestand Handlungsbedarf, um das Überleben der dort vorkommenden Amphibien zu sichern. Im Herbst 2022 rückte der Bagger an und hob drei Teiche aus. Anschließend wurden die Uferbereiche wieder als Flachwasserzonen modelliert, so dass jetzt auch weitere Frühjahrslaicher, wie Bergmolch, Teichmolch, Grasfrosch, Erdkröte, von der Maßnahme profitieren können. „Im Umfeld der Gewässer wurden für die Gelbbauchunke zusätzlich zahlreiche kleine ‚Gumpen‘ ausgehoben. Diese können zunächst im Frühling das Wasser lange genug halten, damit sich die kleinen Unken entwickeln. Zum Sommer hin trocknen sie wieder aus. So haben in diesen Kleinstgewässern Fressfeinde der Gelbbauchunken keine Überlebenschance. Diese Maßnahme hilft den Unkenbeständen im Hoschelwald und rettet sie vor dem Erlöschen“, erläutert Projektleiter Björn Mai. Intakte Lebensräume steigern den Erholungswert von Kommunen „Intakte Lebensräume sind für Fauna und Flora wichtig. Sie sorgen auch für ein lebenswertes Umfeld und tragen wesentlich zur Steigerung des Erholungswertes in unserer Gemeinde bei“, betont Bürgermeister Martin Diblik und dankt der EnBW für die Unterstützung. Eine finanzielle Unterstützung solcher Projekte ist dringend notwendig. „Der Rückgang der Amphibien und Reptilien ist dramatisch. Trotz umfangreicher Schutzbemühungen stehen 11 von 19 Amphibienarten und 8 von 11 im Land vorkommende Reptilienarten auf der Roten Liste Baden-Württembergs. Das sind jeweils 58 Prozent unserer heimischen Arten. Molche, Kröten, Schlangen und Co. benötigen viele Unterstützer“, so Petra Groß, Projektmitarbeiterin der LUBW. 140 Projekte wurden mithilfe der Förderung der EnBW bereits realisiert Seit dem Jahr 2011 unterstützt die EnBW Energie Baden-Württemberg AG mit ihrem Förderprogramm, verschiedene Amphibien- und Reptilienschutzprojekte im Land. Sie hat das Programm gemeinsam mit der LUBW ins Leben gerufen. Es ist bisher das einzigen Förderprogramm im Rahmen der Landesinitiative „Aktiv für die Biologische Vielfalt“, das von einem Unternehmen ins Leben gerufene wurde. In den vergangenen 12 Jahren wurden durch die Projektförderung der EnBW 140 Amphibien- und Reptilienschutzprojekte erfolgreich in ganz Baden-Württemberg umgesetzt. „Das EnBW-Förderprogramm zeigt eindrücklich, wie durch gemeinschaftliches Engagement attraktive Lebensräume geschaffen werden, die einen nachhaltigen Beitrag zum Artenschutz liefern“, erklärt EnBW-Kommunalberater Sebastian Trumpf und ergänzt: „Der große Erfolg der durchgeführten Maßnahmen und Projekte spornt uns an weiterzumachen. Biodiversitätsmaßnahmen sind Teil des Nachhaltigkeitsanspruchs der EnBW.“ Die diesjährig eingereichten Förderanträge wurden im Juni von der Fachjury bewertet. 12 weitere Projekte werden in diesem Jahr unterstützt und umgesetzt werden. Die Vorbereitungen für die Förderrunde im kommenden Jahr beginnt im Herbst. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle der LUBW. Telefon: +49(0)721/5600-1387 E-Mail: pressestelle@lubw.bwl.de
Der INSPIRE Dienst Verteilung der Amphibien-Arten in Deutschland - Vorkommen stellt bundesweite Vorkommensdatensätze gemäß den Vorgaben der INSPIRE Richtline Annex III Thema bereit. Der Datensatz beinhaltet Artbeobachtungsdaten der Anhänge II, IV und V der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (Richtlinie 92/43/EWG). Die Daten der Bundesländer und des Bundes werden einmal jährlich durch das Bundesamt für Naturschutz zu harmonisierten Stichtagsdatensätzen zusammengeführt und bereitgestellt. Der Dienst enthält keine Informationen zu sensiblen Arten.
Der INSPIRE Dienst Verteilung der Amphibien-Arten in Deutschland - Verbreitung stellt bundesweite Verbreitungsdatensätze gemäß den Vorgaben der INSPIRE Richtline Annex III Thema bereit. Der Datensatz beinhaltet Artbeobachtungsdaten der Anhänge II, IV und V der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (Richtlinie 92/43/EWG). Die Daten der Bundesländer und des Bundes werden einmal jährlich durch das Bundesamt für Naturschutz zu harmonisierten Stichtagsdatensätzen zusammengeführt und bereitgestellt. Der Dienst enthält keine Informationen zu sensiblen Arten.
Im vorliegenden Gutachten sind die drei Warenströme von Fleisch und Fleischprodukten, Milch und Milchprodukten, sowie Eier und Eiprodukten in Deutschland dargestellt. Die dazu verfügbaren Daten wurden mit Hilfe einer systematischen Recherche nach Art eines Scoping Reviews zusammengetragen. Die Warenströme wurden weitestgehend aus den Wertschöpfungsketten abgeleitet, sie betrachten sowohl die Mengen an tierischen Lebensmitteln als auch die dafür gehaltenen Anzahlen von Tieren. Die Warenströme umfassen die Stufen Primärproduktion, Agrarhandel, Verarbeitung, Verfügbar zum Verbrauch, Verzehrbar, Vermarktung (Großhandel, Einzelhandel, Außer-Haus-Verpflegung) und Verbrauch einschließlich des Verzehrs. Zur Darstellung der Warenströme über Zahlen in Tabellen und visuell in Sankey-Plots wurden die Mengenangaben auf einheitliche Bezugsmaße z.B. Nutzungsgrade des Ausgangsproduktes und pro-Kopf-und-Jahr-Angaben umgerechnet. Im Vergleich zu aktuellen Mengen und Tierzahlen wurden die potenziellen Auswirkungen eines Verzehrs nach den Empfehlungen der Planet Health Diet auf die Warenströme abgeschätzt. Quelle: Forschungsbericht
Origin | Count |
---|---|
Bund | 365 |
Land | 20 |
Type | Count |
---|---|
Förderprogramm | 345 |
Taxon | 1 |
Text | 27 |
Umweltprüfung | 1 |
unbekannt | 9 |
License | Count |
---|---|
geschlossen | 34 |
offen | 349 |
Language | Count |
---|---|
Deutsch | 368 |
Englisch | 66 |
Resource type | Count |
---|---|
Bild | 2 |
Dokument | 7 |
Keine | 316 |
Unbekannt | 1 |
Webdienst | 2 |
Webseite | 62 |
Topic | Count |
---|---|
Boden | 250 |
Lebewesen & Lebensräume | 383 |
Luft | 196 |
Mensch & Umwelt | 378 |
Wasser | 211 |
Weitere | 365 |