Fuer die Entsorgung oelhaltiger Schlaemme aus Leichtfluessigkeitsabscheidern und Sandfaengen ist entsprechend den Anforderungen der TA-Abfall eine chemisch-physikalische, biologische Behandlungsanlage oder eine Sonderabfallverbrennung vorgesehen. Die von der FH Muenster vorgeschlagene Flotation mit nachfolgender biologischer Aufbereitung der flotativ behandelten Schlaemme soll eine Ablagerung der Schlaemme suf Deponien der Klasse 1 ermoeglichen. Die biologische Autbereitung kann in Mieten und Suspensionsreaktoren erfolgen und ist Gegenstand der Untersuchungen. Fuer den Abbau von durch Flotation vorbehandelten Oelschlaemmen aus Fluessigkeitsabscheidern wird eine Sludge-Airlift-Reaktoranlage eingesetzt. In ersten, auf sechs Wochen festgelegten Versuchen ist in Abhaengigkeit von der eingesetzten Kornfraktion, der zugegebenen Mikroflora sowie den Naehrsubstraten und Detergentien eine Abbauleistung zwischen 85 Prozent und 95 Prozent bei einer anfaenglichen MKW-Belastung von 80.800 mg/Reaktor ereicht worden. Strippverluste werden durch einen Abgaswaescher und die Rueckfuehrung des Waschwassers in den Bioreaktor ausgeglichen. Die eingesetzte, aus den Oelschlaemmen selektierte Mikroftora, wird extern angereichert und dem Prozess zugefuehrt.
Gemeinsam mit marokkanischen Partnern untersuchen wir die Belastung von Fischen in marokkanischen Küstengewässern. Die Marokkanische Atlantikküste gehört zu den reichsten Fischgründen der Welt. Zusammengenommen verläuft die Küstenlinie Marokkos über 2141 Meilen entlang der Mittelmeerküste und des Atlantiks. Die Fischereiwirtschaft war seit den 1930er Jahren der größte Industriesektor in Marokko und hat sich seit den 1980er Jahren enorm entwickelt. Zusammen mit Abfallmanagement und Wüstenbildung gelten Wasserqualität und Küstenverschmutzung als die zwei wichtigsten Umweltthemen in Marokko. Fische, die benthisch oder demersal in Ästuaren oder küstennah leben sind die am meisten von heimischer Umweltbelastung betroffenen Organismen im marinen Nahrungsnetz. Während Verschmutzung von Oberflächengewässern überwiegend periodisch auftritt, bleibt die Kontamination im Sedimenten bestehen. Benthische Fischarten wie Süßwasseraal, Meeraal und Muräne sind während ihrer Wachstumsphase relativ stationär und leben im direkten Kontakt zu Sedimenten und reichern von dort Schadstoffe an. Das ist einerseits in ihrer hohe Position in der Nahrungskette begründet und liegt andererseits an ihren hohen Fettgehalten. Durch Analyse des Europäischen Aals (Anguilla anguilla), des Meeraals (Conger conger) und der Mittelmeer-Muräne (Muraena helena) auf Schwermetalle und PAH-Metaboliten (Abbauprodukte von Erdölkohlenwasserstoffen) an Probeorten entlang der marokkanischen Mittelmeer- und Atlantikküste wollen wir eine Karte mit küstennahen Belastungsschwerpunkten erstellen sowie eine Risikoabschätzung für den Fischverzehr in diesen Regionen abgeben. Eine landesweite Untersuchung der unterschiedlichen Kontamination in Fischen fehlte bisher. Das Projekt hat zum Ziel PAH-Metabolite und Schwermetalle in den Fischarten, Europäischer Aal, Mittelmeer-Muräne und Meeraal aus Marokko zu bestimmen. Daher ist die Probenahme eine wichtige Aufgabe und wird gemeinschaftlich geplant bevor die Untersuchungen beginnen. Probenahmegebiete werden in drei Hauptregionen (Anzahl der Gebiete) ausgewählt: Atlantikküste (4), Mittelmeerküste (3), Ästuarien (2) und wenig belastetes Vergleichsgebiet (1). Der Fisch wird von ansässigen Fischern oder auf den Märkten gekauft. Wenn möglich, werden Fischerboote in die Probenahme vor Ort einbezogen. Insgesamt werden maximal 450 Proben (Einzelfische) untersuchtForscher aus Deutschland und Marokko werden zusammen arbeiten. Chemische Analysen werden im Thünen-Institut stattfinden während Probennahme und Teile der Probenvorbereitung in der Mohammed V Universität in Marokko durchgeführt werden. Marokkanische Studenten werden in Deutschland Verfahren erlernen und danach mit Unterstützung deutscher Kollegen die Möglichkeiten für Untersuchungen in Marokko prüfen. Forscher aus Deutschland werden in Marokko weitere Probenahmen durchführen. Es wird ein bi-nationales wissenschaftliches Netzwerk aufgebaut, das die beiden Disziplinen Biologie und analytische Chemie umfasst.
Entlastungsabflüsse aus Mischwasserbehandlungsanlagen sind belastet mit einer Vielzahl von Zehr-, Nähr- und Schadstoffen, darunter prioritäre Stoffe gemäß Richtlinie 2013/39/EG. Sowohl verschiedene Monitoringstudien, als auch Stoffeintragsmodellierungen für deutsche Oberflächengewässer weisen auf eine hohe Relevanz von Mischwasserentlastungen als Eintragspfad für Schadstoffe aus Siedlungsgebieten in Oberflächengewässer hin. Der aktuelle Kenntnisstand hinsichtlich repräsentativer, flächendeckender Schadstoffkonzentrationen und -frachten ist jedoch insbesondere für Mikroschadstoffe begrenzt. Im Rahmen des vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz finanzierten und vom Bayerischen Landesamt für Umwelt durchgeführten Vorhabens 'Qualitative Untersuchung von Mischwasserentlastungen in Bayern' werden an zehn Mischwasserbehandlungsanlagen in Bayern Untersuchungen durchgeführt, mit dem Ziel der Ermittlung einer Datenbasis zur Abschätzung der mittleren aus Mischwasserentlastungen resultierenden Schadstoffbelastung. Nach der Auswahl von zehn geeigneten Entlastungsanlagen wird zunächst deren Ablauf bei Entlastungsereignissen beprobt. Die Probenahme erfolgt abflussproportional mit bis zu 1000 L fassenden Sammelbehältern, sogenannte Feststoffsammler. Das große Probevolumen ermöglicht die Erfassung repräsentativer Mischproben von Entlastungsereignissen, sowie ausreichender Probemengen für eine umfassende Schadstoffanalytik. Das Parameterspektrum umfasst neben konventionellen Abwasserparametern (Abfiltrierbare Stoffe, Chemischer Sauerstoffbedarf, Phosphor, Stickstoff etc.), Schwermetalle, Pestizide und Biozide, Pharmazeutika und weitere Mikroschadstoffe (Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe, Mineralölkohlenwasserstoffe und Weichmacher). Im weiteren Verlauf des Projektes soll an drei Regenbecken zusätzlich zum Ablauf der Zulauf beprobt werden, um Daten für eine Feststoffbilanzierung zu generieren, die eine Abschätzung der Anlagenwirksamkeit ermöglicht. Ziel einer weiteren Messkampagne ist die Ermittlung der Dynamik von Entlastungsereignissen mit Ganglinienprobenehmern. Projektpartner sind die Fa. UFT - Umwelt und Fluidtechnik Brombrach, die Bioplan Landeskulturgesellschaft und das Technologiezentrum Wasser (TZW).
Die Bedeutung der Reduktion von prioritären Stoffen aus Straßenabwässern nimmt im Zuge der fortschreitenden Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie zu. Zahlreiche Untersuchungen der vergangenen Jahre haben gezeigt, wie stark Straßenabwasser mit Schwermetallen wie Cadmium, Kupfer, Blei und Zink sowie polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) und Mineralölkohlenwasserstoffen (MKW) belastet ist. Einen wichtigen Bestandteil der Niederschlagswasserbehandlung in NRW bilden die ca. 1.000 Regenklärbecken, von denen ca. 600 im Dauerstau betrieben werden. Regenklärbecken im Dauerstau (RKBmD) sind nahezu baugleich mit den RiStWag-Anlagen (Richtlinien für bautechnische Maßnahmen an Straßen in Wasserschutzgebieten), die für die Straßenentwässerung eingesetzt werden. Der Landesbetrieb Straßenbau NRW betreibt derzeit ca. 1.000 RiStWag-Anlagen. Die Einleitungen aus diesen Becken stellen teilweise eine erhebliche Belastung für Gewässer und Versickerungsflächen dar. Über die Wirksamkeit ihres Rückhalts von Feinpartikeln (AFSfein) gibt es bislang keine eindeutigen Aussagen. Daher soll an zwei großtechnischen Beckenanlagen an der Bundesautobahn A 3, AS Dellbrück und AS Mülheim (östl. Kölner Autobahnring) untersucht werden, wie sich der Rückhalt des AFSfein, ausgewählter Schwermetalle, PAK und MKW bei derzeitiger Ausgestaltung darstellt und ob sich der Rückhalt durch den Einsatz von Floating Treatment Wetlands verbessern lässt. Dabei handelt es sich um bepflanzte Flöße, deren Bewuchs besonders lange Wurzeln im Wasser ausbildet. Es soll zudem untersucht werden, ob die Kombination von RiStWag-Anlagen mit Floating Treatment Wetlands (FTW) eine vergleichbare oder sogar verbesserte Reinigungsleistung gegenüber der Kombination von RiStWag-Anlagen mit RBF aufweist. Dabei sollen die Aspekte Regenerationsfähigkeit der Aufnahmekapazität von Schwermetallen, betrieblicher Aufwand und Kostenvergleichsrechnungen ebenfalls in die Bewertung aufgenommen werden. Aus den gewonnenen Erkenntnissen sollen vergleichende Kostenrechnungen für die Kombination von RiStWag-Anlagen und RBF bezüglich AFSfein und der Kombination von RiStWag-Anlagen mit FTW erstellt und deren Leistungsfähigkeit zum nachhaltigen Rückhalt der benannten Zielparameter beurteilt werden. Außerdem soll die mögliche Lebensdauer der Anlagen miteinander verglichen werden. Aus den Erfahrungen, die mit dem Betrieb gewonnen werden, sollen Handlungs- und Betriebsempfehlungen entwickelt werden.
In diesem Projekt wird der anaerobe mikrobielle Abbau von Erdölkohlenwasserstoffen in methanogenen Bioreaktoren zur Behandlung von Erdölschlämmen als umweltfreundliche und ressourcenschonende Alternative zur Verbrennung oder Deponierung getestet. Erdölschlämme sind Abfälle aus der Erdöl verarbeitenden Industrie, die aufwändig entsorgt werden müssen. Durch Vorbehandlung der Erdölschlämme mittels hydrothermaler und oxidativer Verfahren (Catalytic Wet Air Oxidation, Low Pressure Oxidation) soll die Bioverfügbarkeit der schwer abbaubaren Kohlenwasserstofffraktionen erhöht werden. Aus organisch belasteten Umweltkompartimenten (Altlast-Standorte der Petrolchemie) werden methanogene mikrobielle Konsortien angereichert und in Batch-Kulturen bei verschiedenen Temperaturen auf optimalen Abbau von Erdölfraktionen getestet. Das am besten geeignete Konsortium wird in Biogasreaktoren zur Behandlung der vorbehandelten Erdölschlämme eingesetzt, wobei die Effizienz des anaeroben Abbaus durch den Zusatz leicht vergärbarer und kostengünstiger Kosubstrate (organische Abfall- und Reststoffe aus der Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie) gesteigert wird. Durch hydrothermale Karbonisierung erfolgt die Umwandlung der Gärreste in Kohle und gelöste organische Bestandteile, welche anschließend durch oxidative Verfahren abgebaut werden. Somit wird der organische Kohlenstoff aus den Erdölschlämmen in Form von Biogas und Kohle zurückgewonnen, während alle weiteren Bestandteile weitgehend oder vollständig mineralisiert werden und teilweise zur Rückgewinnung mineralischer Ressourcen dienen können. Das Vorhaben dient dem Aufbau einer bilateralen wissenschaftlichen Kooperation zwischen dem UFZ und der TU Istanbul auf den Gebieten der Umwelttechnologie und Biotechnologie. Beide Partner bringen ihre jeweiligen Kompetenzen auf den Gebieten der Umweltchemie, Umweltmikrobiologie und der Umweltingenieurwissenschaften sowie ihre Forschungsinfrastruktur ein.
Im FuE-Projekt soll ein kostengünstiges, technologisch einfaches, praktisch umsetzbares und kontrollierbares Verfahren zur unterstützten in-situ Selbstreinigung MKW- und BTEX-belasteter Standorte am Beispiel des Standortes VMZ entwickelt und darauf aufbauend eine übertragbare Handlungsanweisung für andere Standorte erarbeitet werden. Am Standort, ein ehemaliges Tanklager, dominieren Monoaromaten (BTEX) in der Schadstofffahne. Diese gut wasserlöslichen Stoffe verfügen in dem Grundwasserleiter mit hohen Durchlässigkeitsbeiwerten über ein erhebliches Gefährdungspotenzial. Im Gegensatz dazu ist aufgrund des geringen Gefälles aber nur ein langsamer Schadstofftransport festzustellen. Mit modernen Erkundungsmethoden, wie z.B. Drucksondierungen, erfolgt zurzeit in Zusammenarbeit mit den Projektpartnern eine weitere Erkundung des Untergrundes, um zusätzliche wichtige Erkenntnisse für das geologische Strukturmodell zu erhalten. Gleichzeitig werden im Labor Batch- und Säulenversuche durchgeführt, die den Nachweis erbringen sollen, dass die biologischen Abbauvorgänge effektiv und nachhaltig durch Zugabe von fehlenden Elektronenakzeptoren und ggf. Wachstumsfaktoren wie Phosphat stimuliert werden können. Es wird angestrebt, im Anschluss die Befunde auf dem Testfeld unter realen Bedingungen zu verifizieren. Das Vorhaben trägt somit zum besseren Verständnis der untersuchten Zusammenhänge bei, wodurch auch eine fundierte Prognose der natürlichen Abbautätigkeiten möglich wird. Damit wird der wissenschaftliche Vorlauf geschaffen, der zur breiten Anerkennung des zu entwickelnden Verfahrens zwingend erforderlich ist.
Ziel dieses Projektes ist es die Anwendungsmöglichkeiten von Isotopenmethoden für das Monitoring von in situ Sanierungen für unterschiedliche Schadensfälle zu untersuchen und weiterzuentwickeln. Im Rahmen des Projektes werden für definierte Sanierungsmethoden die Einsatzmöglichkeiten von Isotopenmethoden in Bezug auf die Sanierung von organischen Schadstoffen auf ehemaligen Industriestandorten ausgetestet. Hierzu werden Isotopenmessungen mit konventionellen Untersuchungsmethoden verglichen und an Hand von Untersuchungen an realistischen Proben und Labormikrokosmen evaluiert. Dadurch sollen sowohl qualitative, aber auch quantitative Aussagen über das Schadstoffverhalten in der Umwelt mit Hilfe von Isotopenmethoden in Zukunft möglich sein. Der Fokus liegt hierbei auf der Untersuchung von Stickstoff- und Schwefelisotopen im Zuge des anaeroben Abbaues von Mineralölkohlenwasserstoffen und erlaubt Einblicke in das Ablaufen von organotrophen und lithotrophen Akzeptor'recycling'-Prozessen. Durch die Entwicklung innovativer Methoden wird das Angebotsspektrum der im Projekt teilnehmenden KMUs im Bereich der Erkundung und Sanierung von kontaminierten Standorten beträchtlich erweitert und somit ihre Wettbewerbsfähigkeit gesteigert.
Bei der Verwertung von Altautos und Elektrogeräten entstehende Siebreste (Shredderleichtfraktion, SLF) werden in einer innovativen Anlage der Bremer Entsorgungsbetriebe (BEB) seit 2007 biologisch vorbehandelt, um das Material deponiefähig zu machen. Für die Abgrenzung von gefährlichen und nicht gefährlichen SLF-Abfällen wird bundesweit zum kritischen Parameter Kohlenwasserstoff ein einheitlicher Grenzwert diskutiert. Bisher fehlt jedoch eine sichere Analytik, da die mit der üblichen Methodik vorgenommenen Messungen zeigen, dass auch andere Inhaltsstoffe mit erfasst werden. Das Ziel dieses Forschungsprojektes besteht in der Entwicklung einer geeigneten Methode zur Analytik der Mineralöl- Kohlenwasserstoffe sowie in einer Optimierung des Behandlungsprozesses. Der Abbau der benannten Schadstoffe durch biologische Behandlung soll eindeutig erfasst und möglichst weitgehend erreicht werden. Bei der Methodenentwicklung wird berücksichtigt, dass die Analysenmethode zukünftig in Routinelaboren mit nach dem Stand der Technik gängigen Aufbereitungs- und Analysengeräten anwendbar sein muss. Dafür werden drei Hochschulen des Landes kooperieren, so dass ein breites Spektrum an Analysemethoden und -geräten zum Einsatz kommen kann.
Ziel des Kooperationsvorhabens war die Entwicklung eines innovativen Verfahrens zur hochgradig zeit- und abbauoptimierten mikrobiologischen Bodensanierung mineralölbelasteter Flächen durch die Nutzung des landwirtschaftlichen Abproduktes Gülle einschließlich seiner Nährstoffe und natürlichen mikrobiellen Flora. Es sollten die Bedingungen ermittelt werden, unter denen ein zügiger, vollständiger, reproduzierbarer und im Rahmen der Bodensanierung effektiv durchführbarer Abbau möglich ist. Unter Laborbedingungen sollten 50 Prozent der Mineralölkohlenwasserstoffkonzentration in maximal 3 Monaten und unter Praxisbedingungen 50 Prozent in maximal 6 Monaten abgebaut werden. Die Laborversuche wurden am IASP durchgeführt. Nach Charakterisierung der Gülle und des Bodens wurden Batchversuche angesetzt, in denen Bodenart, Gülle, Kontaminationskonzentrationen und Mischverhältnisse Boden/Gülle variiert wurden. Als Indikator für einen Abbau der Mineralölkohlenwasserstoffe wurde die MKW-Konzentration geprüft. Zusätzlich wurde die CO2-Bildung über den ganzen Zeitraum als Maß für die mikrobielle Aktivität erfasst. Die Degradationsversuche waren im Labormaßstab sehr erfolgreich. Das Ziel eines 50 Prozent-igen Abbaus der MKWs in maximal 3 Monaten wurde erreicht. Ein MKW-Abbau von 80 bis 90 Prozent ist unter Laborbedingungen möglich. Die Versuche weisen darauf hin, dass die für den Abbau verantwortlichen Mikroorganismen im Boden hauptsächlich enthalten sind. Von daher sind die Eigenschaften des Bodens wichtig, um eine Sanierung mit Zugabe von Gülle zu ermöglichen. Deswegen sollten die allgemei nen Angaben (Keimzahl, Bodenatmung, etc.) hinsichtlich eines für Bodensanierung geeigneten Bodens eingehalten werden. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass eine hohe Bodenfeuchte (TS < 95Prozent), ein hoher oTS-Gehalt (> 5Prozent) und ein hoher Nährstoffgehalt in dem Boden vorhanden sind. Verschiedene Rindergüllen unterschiedlicher Herkunft (3x Milchviehgülle und Bullengülle) wurden bei den Versuchen eingesetzt. Trotz unterschiedlicher Nährstoffinhalte, Keimzahlen, Anwesenheit von methanogenen Mikroorganismen, Methanbildungspotential, etc., wurden keine größeren Unterschiede hinsichtlich des Abbaus von Mineralölkohlenwasserstoffe ermittelt. Eine Lagerung der Gülle zeigte keine deutliche Verschlechterung der Ergebnisse. Eine gewisse Abnahme des Nährstoffgehaltes ist aber durch die Lagerung zu erwarten. Die Gülle soll einen TS-Gehalt von ca. 5-7 Prozent besitzen, um die Ein arbeitung und das Durchsickern zu erleichtern. Auch Degradationstests mit aufbereiteter Gülle wurde unter Laborbedingun gen durchgeführt. Einmal wurde die Gülle luftgetrocknet bei 80 C und einmal gefriergetrocknet. Die Trocknung von Gülle führt möglicherweise zu Stickstoffverlusten. Für den MKW-Abbau ist daher frische Gülle am besten geeignet, luftgetrocknete am wenigsten. Die gefriergetrocknete Gülle ist fast gleichwertig mit der frischen Gülle. Das Sanierungsverfahren ist für leichte (2.000 mg/kg
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 127 |
| Europa | 1 |
| Kommune | 1 |
| Land | 22 |
| Wissenschaft | 18 |
| Zivilgesellschaft | 9 |
| Type | Count |
|---|---|
| Chemische Verbindung | 65 |
| Förderprogramm | 60 |
| Gesetzestext | 2 |
| Text | 17 |
| unbekannt | 1 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 82 |
| Offen | 61 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 142 |
| Englisch | 7 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Bild | 1 |
| Datei | 1 |
| Dokument | 5 |
| Keine | 117 |
| Webseite | 24 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 76 |
| Lebewesen und Lebensräume | 77 |
| Luft | 70 |
| Mensch und Umwelt | 143 |
| Wasser | 71 |
| Weitere | 83 |