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Zählstellen und Fahrradbarometer: Fahrradverkehr in Zahlen

Zählstellen Fragen und Antworten zu den Radzählungen Fahrradbarometer Eine verlässliche und umfassende Datengrundlage ist für die Behörden wichtig, um den Bedarf an Fahrrad-Infrastrukturmaßnahmen und ihre Wirksamkeit zu erkennen und auf ein verändertes Mobilitätsverhalten zu reagieren. Schon seit 1983 werden in Berlin regelmäßig manuelle Verkehrszählungen von Fahrrädern an ausgewählten Standorten (sogenannten Pegelpunkten) durchgeführt. Seit 2012 wurden schrittweise zusätzlich automatische Dauerzählstellen in Betrieb genommen (im Jahr 2022 waren es bereits 19 Standorte). Hiermit können bis dahin nicht erfasste Schwankungen im Radverkehr z.B. durch Wettereinflüsse besser berücksichtigt werden. Die Dauerzählstellen können nun eine vertiefende Abbildung von langfristigen Entwicklungen des Radverkehrs erfassen und jahreszeitliche, wöchentliche und saisonale Schwankungen der gezählten Radverkehrsstärken darstellen. Regelmäßige Prüfzählungen sowie monatliche Datenprüfungen sichern die Qualität der Zählstellen und weisen die Plausibilität der Zähldaten nach. Meist im Frühjahr werden die gesammelten Daten des Vorjahres ausgewertet und im Jahresbericht zu den Radverkehrszählstellen veröffentlicht. Die darin ausgewerteten Radverkehrszahlen unterliegen einer eigenen Qualitäts- und Plausibilitätsprüfung, womit unter anderem auch Datenausfälle, z.B. durch Baustellen oder fehlerhafte Werte, berücksichtigt werden. Die Rohdaten der Dauerzählstellen sind zusätzlich in Jahresdateien (Excel-Tabelle) verfügbar. Diese Tabelle enthält sämtliche auf Plausibilität geprüfte und gegebenenfalls gekennzeichnete Rohdaten der Zählstellen. Die aktuellen und kumulierten Werte der Dauerzählstellen sind hier einsehbar: Karte: Zählung der Radfahrer (Dauerzählstellen) , (Verkehrsmanagement Berlin) Eine Aufbereitung und detaillierte Darstellung der Daten (z.T. nicht barrierefrei) findet sich hier: Ab 2021 werden an drei Standorten in Berlin Fahrradbarometer eingerichtet. Diese sind vor Ort mit der Zählstelle verbunden und zeigen auf Displays an, wie viele Fahrräder den jeweiligen Standort passiert haben (Tages- und Jahreswerte). Ziel ist es, zehn Fahrradbarometer zu errichten. Diese neue Sichtbarkeit soll zeigen, welchen hohen Stellenwert der Radverkehr für die Stadt Berlin hat und dazu motivieren, öfter das Fahrrad zu nutzen. Das erste Fahrradbarometer wurde im Juli 2021 auf der Straße des 17. Juni vor dem Eingang der TU Berlin auf der nördlichen Straßenseite installiert. Folgende weitere Standorte für Fahrradbarometer sind darüber hinaus in Betrieb: Karl-Marx-Allee (Höhe Hausnummer 1) Senefelderplatz (Ecke Kollwitzstraße) Weitere Zahlen und Fakten zum Radverkehr sind im Rahmen der „Mobilität in Städten – System repräsentativer Verkehrsbefragungen (SrV)“ zu finden: Zahlen und Fakten zum Verkehr

Weitere Radinfrastruktur

Das Ziel jeder neuen Infrastrukturmaßnahme für den Radverkehr ist stets das gleiche: Alle Projekte sollen für mehr Komfort sorgen und damit das Fahrradfahren noch attraktiver machen. Dabei geht es mitunter um eher kleinere Projekte wie die Grünpfeile, die ein sicheres Abbiegen auch an roten Ampeln ermöglichen sollen oder um größere Projekte wie Grünmarkierungen, die für eine bessere Sichtbarkeit von Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrern sorgen. Jedes neue oder verbesserte Radinfrastruktur-Projekt macht Berlin noch attraktiver für den Radverkehr und damit zu einer noch lebenswerteren Stadt. Projektkarte Radverkehr der infraVelo Bild: SenUMVK / Broytman Temporäre Radfahrstreifen Die vorübergehende Erweiterung von Radverkehrsanlagen und die Einrichtung von temporären Radfahrstreifen bieten die Möglichkeit, auf veränderte Rahmenbedingungen im Straßenverkehr kurzfristig zu reagieren. Weitere Informationen Bild: Ralf Rühmeier Grünbeschichtung Farbige Beschichtungen erhöhen die Sichtbarkeit der Radwege und damit die Sicherheit der Nutzerinnen und Nutzer. Zudem tragen sie dazu bei, dass der motorisierte Verkehr weniger häufig die Fahrspur der Radfahrenden kreuzt oder als Park- und Haltefläche beansprucht. Weitere Informationen Bild: Ralf Rühmeier Fahrradstraße Fahrradstraßen sind wichtig, um den Radverkehr in Berlin weiter zu fördern. Sie dienen der Verbesserung der Verkehrssicherheit, der Attraktivitätssteigerung und der Bündelung des Radverkehrs. Sie tragen zu einer Reduzierung des Kfz-Verkehrs und somit zu einer Verkehrsberuhigung bei. Weitere Informationen Bild: infraVelo / Daniel Rudolph Zählstellen und Fahrradbarometer Eine verlässliche und umfassende Datengrundlage ist für die Behörden wichtig, um den Bedarf an Fahrrad-Infrastrukturmaßnahmen und ihre Wirksamkeit zu erkennen und auf ein verändertes Mobilitätsverhalten zu reagieren. Weitere Informationen Bild: Bundesanstalt für Straßenwesen Grünpfeil für Radfahrende Grünpfeile speziell für Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer gehören zu den dezenten aber wirksamen Infrastrukturmaßnahmen, die den Radverkehr noch komfortabler und leichtgängiger werden lassen und einen weiteren Vorteil gegenüber dem Pkw bedeuten. Weitere Informationen Bild: SenMVKU Winterdienstkonzept Radverkehr Damit das Fahrradfahren auch im Winter noch sicherer wird, wurde das Winterdienstkonzept Radverkehr erstellt. Weitere Informationen Bild: SenUMVK Straßenbäume und Radwege Beim Neu- oder Ausbau von Radwegen kann es in Einzelfällen zu Baumfällungen kommen. Der Grund dafür liegt meistens in den beengten örtlichen Verhältnissen. Für gefällte Bäume werden stets an anderer Stelle Neupflanzungen vorgenommen, wodurch ihre Gesamtzahl mindestens konstant bleibt. Weitere Informationen

Mobilitätsstationen

In Berlin entstehen immer mehr sogenannte Mobilitätsstationen, die Sharing-Angebote zum Beispiel an S + U Bahnhöfen bündeln. Hier lässt sich schnell und komfortabel vom öffentlichen Personennahverkehr auf Roller, Rad oder Auto umsteigen. In Berlin werden diese Mobilitätsstationen von den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) angeboten. Alle Mobilitätsangebote vom ÖPNV über Taxi und Fahrdienste bis Sharing können bequem Jelbi-App der BVG gefunden, gebucht und bezahlt werden. Die BVG hat ihre Mobilitätsstationen bisher hauptsächlich in der Innenstadt errichtet, mittlerweile entstehen sie aber auch vermehrt in den Außenbezirken, um dort Lücken im ÖPNV-Netz zu schließen und geteilte Mobilität für alle Berliner*innen zugänglich zu machen. Aktuell werden weitere Jelbi-Stationen in Berlin gebaut, welche im Rahmen des Verkehrsvertrags von der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt finanziert und bis 2025 hinsichtlich der Erreichung der verkehrspolitischen Ziele des Landes Berlin evaluiert werden. Im Rahmen der Evaluation soll unter anderem herausgefunden werden, ob das Jelbi-Angebot umwelt- und stadtverträgliches Mobilitätsverhalten fördert. Eine Übersicht aller Abstellflächen für Mikromobilitätsangebote zeigt folgende Karte:

Material

Leitfäden, Arbeitshilfen oder Newsletter – hier finden Sie ausgewählte Materialien der Servicestelle energetische Quartiersentwicklung. Online-Handbuch: „Neue Wärmenetze in Bestandsquartieren“ Das Online-Handbuch informiert über organisatorische, technische und wirtschaftliche Aspekte, die bei der Planung und Umsetzung von Nahwärmenetzen in Berlin eine Rolle spielen. Es soll einen anwendungsorientierten Beitrag zur Umsetzung der Wärmewende im Quartier leisten. Zielgruppen sind unter anderem Eigentümerinnen und Eigentümer von Gebäuden, Bürgerinitiativen, Energiegenossenschaften sowie Fachplanerinnen und Fachplaner. Weitere Informationen Der Leitfaden soll vor und während des Ausschreibungs- und Vergabeprozess von integrierten energetischen Quartierskonzepten unterstützen. Er richtet sich an die Berliner Verwaltung, aber auch an Wohnungsunternehmen, Energieversorgungsbetriebe und Vereine sowie Bürgerinitiativen. Die einzelnen Leistungsbausteine werden detailliert beschrieben und Hintergrundwissen zum Ausschreibungsprozess gegeben. Die Informationen sollen den Verantwortlichen dienen eine zielorientierte und praktisch umsetzbare Leistung zu beauftragen und den Bearbeitungsprozess erleichtern, um die Energiewende in den Berliner Quartieren voranzutreiben. Der Leitfaden soll eine praxisorientierte Hilfe im Koordinationsprozess energetischer Entwicklungen auf der Quartiersebene sein. Er richtet sich an die Berliner Verwaltung. Die Aufgaben in den unterschiedlichen Arbeitsphasen werden detailliert beschrieben und dienen den Mitarbeitenden als Entscheidungsgrundlage für die Klimaschutzbestrebungen in den Berliner Quartieren. Elektromobilität ist ein wichtiger Bestandteil von integrierter energetischer Quartiersentwicklung und klimafreundlichen Quartieren, da sich das Mobilitätsverhalten und die räumliche Ausgestaltung gegenseitig bedingen. Eine klimaschonende Mobilitätsinfrastruktur trägt zur Attraktivität eines Standortes bei. Vor diesem Hintergrund wurden verschiedene Betreibermodelle in Hinblick auf ihre Anwendbarkeit in der Wohnungswirtschaft analysiert und am Beispiel konkreter Quartiere drei Musterlösungen zur Integration von Ladeinfrastruktur in den Mietwohnungsbestand erarbeitet. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vergibt Zuschüsse für die Erstellung integrierter energetischer Quartierskonzepte und das Sanierungsmanagement in der Umsetzungsphase. Die wichtigsten Informationen sind dem Merkblatt zu entnehmen. Die Gebäudesteckbriefe bilden, bezogen auf verschiedene Gebäudetypen und Baualtersklassen, Möglichkeiten für energetische Sanierungsmaßnahmen ab. Ebenso dargestellt sind Kostenschätzungen zu den einzelnen Sanierungsmaßnahmen.

Umweltbewusst leben - Nr.: 10/2024

Willkommen zur neuen Newsletter-Ausgabe "Umweltbewusst leben"! Rund 40 Prozent der deutschen Treibhausgasemissionen entstehen durch das Herstellen, Bauen und Beheizen von Gebäuden. Neue Häuser gleich energieeffizient und mit erneuerbaren Energien beheizt zu bauen und alte Häuser entsprechend zu sanieren, schont nicht nur das Klima, sondern sorgt auch für niedrige Betriebskosten in den kommenden Jahrzehnten. In unseren UBA-Umwelttipps haben wir das Wichtigste zu diesen Themen für Sie zusammengestellt. Außerdem in dieser Ausgabe: neue Zahlen zum Reiseverhalten der Deutschen. Rund die Hälfte der Menschen möchte ökologisch verträglich reisen – doch der Anteil der Urlaube per Flugzeug erreichte 2023 einen Höchstwert. Interessante Lektüre wünscht Ihr UBA-Team der Presse-und Öffentlichkeitsarbeit

Viele Menschen wollen nachhaltig reisen – aber nur wenige tun es

Viele Menschen wollen nachhaltig reisen – aber nur wenige tun es Der Wunsch nach umwelt- und sozialverträglichen Reisen wächst weiter, doch eine echte Wende im Verhalten ist nicht zu erkennen: Die Bedeutung der Nachhaltigkeit in der Reiseentscheidung bleibt weiter gering. Dies zeigen die aktuellen Zahlen des Nachfragemonitors „Nachhaltigkeit bei Urlaubsreisen“, der die Bewusstseins- und Nachfrageentwicklung zur Nachhaltigkeit bei Urlaubsreisen analysiert. Ein Großteil der Bevölkerung möchte nachhaltig reisen Die überwiegende Zahl der Deutschen hat eine positive Einstellung zur ⁠ Nachhaltigkeit ⁠ beim Reisen. 48 Prozent der Menschen wünschen sich ökologisch verträgliche Urlaubsreisen, 62 Prozent wünschen sich sozialverträgliche Urlaubsreisen. Diese Ergebnisse verdeutlichen das große Potenzial für nachhaltige Urlaubsreisen in der deutschen Bevölkerung. Bei der Umsetzung der Buchung nachhaltiger Reisen hapert es Die Buchung von Reiseangeboten mit Nachhaltigkeitskennzeichnung lag 2023 anteilig bei 11 Prozent der Urlaubsreisen. CO 2 -Kompensationsmöglichkeiten wurden im Jahr 2023 bei 5 Prozent aller Urlaubsreisen genutzt. Auch die Bedeutung der Nachhaltigkeit bei der Reiseauswahl liegt konstant auf einem niedrigen Niveau. 2023 war die Nachhaltigkeit bei 3 Prozent der Urlaubsreisen ausschlaggebend bei der Entscheidung zwischen sonst gleichwertigen Angeboten, bei weiteren 17 Prozent der Reisen waren Nachhaltigkeitsüberlegungen ein Aspekt von mehreren, die die Urlaubsentscheidung ausgemacht haben. Urlaubsreisen im Jahr 2023: Mehr Flugreisen als je zuvor 2023 legten die Deutschen für die Anreise zu ihren Urlaubsorten insgesamt rund 121 Milliarden Kilometer mit verschiedenen Verkehrsmitteln zurück. Im Durchschnitt betrug die Distanz (einfache Strecke) für die Anreise je Urlaubsreise also 1.877 Kilometer, rund 243 Kilometer mehr als im Jahr zuvor. Der Zuwachs an geleisteten Kilometern ist dabei hauptsächlich auf die Zunahme an Flugreisen zurückzuführen. Der Anteil der Flugreisen lag im Reisejahr 2023 bei rund 47 Prozent und erreichte damit einen Höchstwert. Mehr als 95 Milliarden Kilometer wurden für Urlaubsreisen mit dem Flugzeug zurückgelegt, auf klimafreundlichere Alternativen wie Bahn und Bus entfielen insgesamt rund 4 Milliarden Kilometer. Nachhaltiges Reisen ist nicht teurer Der Nachfragemonitor zeigt, dass nachhaltiger Reisen nicht per se teurer ist. Reisende, für die Nachhaltigkeit ausschlaggebend bei der Reiseentscheidung war, hatten sogar deutlich unterdurchschnittliche Reiseausgaben. Dies liegt allerdings vor allem in der Struktur ihrer Reisen begründet (geringere Distanzen sowie andere Auswahl von Unterkunft und Verkehrsmittel). Fazit Zwar möchte ein Großteil der Bevölkerung gerne nachhaltige Urlaubsreisen unternehmen, doch ist diese Erwartung an den Urlaub nur eine unter vielen. Am Ende setzt nur ein sehr geringer Anteil der Reisenden diesen Wunsch auch in die Tat um. Die Buchungszahlen für nachhaltig zertifizierte Reiseangebote bleiben gering, ebenso wie die Nutzung von CO 2 -Kompensationsmöglichkeiten. Besonders die Zunahme an Flugreisen zeigt, dass nachhaltige Alternativen wie Bahn und Bus für die meisten aktuell keine attraktive Option darstellen. Um das Potenzial für nachhaltige Reisen zu nutzen, bedarf es weiterer Anreize und attraktiver nachhaltiger Urlaubangebote, die auch die übrigen Reiseansprüche der Deutschen erfüllen, um nachhaltige Reiseentscheidungen in der Breite der Bevölkerung zum Standard werden zu lassen. Am Preis muss nachhaltigeres Reisen jedenfalls nicht scheitern, da es nicht per se teurer ist. Der Nachfragemonitor „Nachhaltigkeit bei Urlaubsreisen“ Die Reiseanalyse ist eine Untersuchung der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.V. (FUR), sie findet jährlich statt. Seit drei Jahren wird der Nachfragemonitor „Nachhaltigkeit bei Urlaubsreisen“ zusätzlich mit finanzieller Unterstützung des Umweltbundesamts aus Mitteln des Bundesumweltministeriums (⁠ BMUV ⁠) durchführt. Als Datenbasis dient die Reiseanalyse der FUR, eine jährliche bevölkerungsrepräsentative Befragung von über 7.000 Personen der deutschsprachigen Wohnbevölkerung ab 14 Jahren zu ihrem Reiseverhalten.

Vorausschau für den Klimaschutz: mobile Arbeit in der Zukunft

Künftig werden wohl immer mehr Menschen nicht mehr im Büro am Standort des Unternehmens oder der öffentlichen Einrichtung, sondern im Homeoffice, auf Dienstreisen oder in Coworking-Räumen arbeiten. Wie sieht die Mobile Arbeitswelt in der Zukunft aus? Was geschieht mit den klassischen Büroräumen? Wie verändern sich die privaten Räume? Wo siedeln sich künftig die Menschen an? Welche Konsumangebote und Dienstleistungen wird es wo geben?. Die vorliegende Broschüre aus der Reihe "Vorausschau für den Klimaschutz" untersucht, welche Trends die Mobile Arbeit in Zukunft verändern werden, wie sich das auf den Klimaschutz auswirken kann und welche Gestaltungsmöglichkeiten sich für die Klimaschutzpolitik ergeben. "Mobile Arbeit in der Zukunft" ist ein Ergebnis des Vorhabens "Strategische Früherkennung (Horizon Scanning) klimaschutzrelevanter Entwicklungen" mit dem das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz zusammen mit dem Umweltbundesamt die Maßnahme 3.5.4.3 des 2019 beschlossenen Klimaschutzprogramms 2030 umsetzt. Quelle: www.umweltbundesamt.de

Mobilitätsbildung und Verkehrserziehung

Ein wichtiger Teil der Verkehrssicherheitsarbeit sind Projekte und Programme zur Mobilitätsbildung und Verkehrserziehung. Sie sollen dazu beitragen, dass in Berlin erheblich weniger Menschen im Straßenverkehr verunglücken. Das Erlernen von Alltagstechniken ist so wichtig wie die Fähigkeit zum Lesen und Schreiben. Dazu zählt eine moderne Mobilitätsbildung und Verkehrserziehung. Die Schwerpunkte dazu sind im Verkehrssicherheitsprogramm 2020 festgehalten. Mobilitätslernen in der Schule Lernen durch die Eltern Jugendverkehrs­schulen Geschwindigkeits­überwachung In der neuen Grundschulverordnung des Landes Berlin wurde die Verkehrs- und Mobilitätserziehung als Teil des schulischen Unterrichts- und Erziehungsauftrages verankert. Die Umsetzung der Verordnung im Schulalltag ist eine Aufgabe, die durch die Träger der Verkehrssicherheitsarbeit in Berlin wirksam unterstützt wird. Die Online-Kommunikationsplattform “Berlin Sicher Mobil” ist ein wichtiger Schritt für die verbesserte Vermittlung von vorhandenen Angeboten in die Erziehungseinrichtungen. Die Einführung eines nachhaltigen Mobilitätsmanagements an Berliner Schulen ist im Berliner Mobilitätsgesetz verankert. Der Begriff „Schulisches Mobilitätsmanagement“ fasst alle Strategien und Maßnahmen zusammen, die dazu dienen, den Verkehr von und zu Schulen sicherer, nachhaltiger und umweltfreundlicher zu gestalten und zugleich von Kind an eine bewusste und nachhaltige Mobilität zu fördern. Dabei werden die Themen Pädagogik, Öffentlichkeitsarbeit, Verkehr und Infrastruktur sowie Organisation in den Blick genommen. Derzeit erarbeiten die Senatsverwaltung für Bildung und die Senatsverwaltung für Mobilität und Verkehr gemeinsam ein Konzept zur Umsetzung des schulischen Mobilitätsmanagements, in enger Abstimmung mit vielfältigen Beteiligtengruppen dieses Themenfelds. Dabei werden die Erfahrungen aus vier Modellprojekten an Grund- und weiterführenden Schulen in Berlin berücksichtigt. als Maßnahme Bestandteil des Verkehrssicherheitsprogramms “Berlin Sicher Mobil 2020”. Im Rahmen des Verkehrssicherheitsprogramms hat die federführende Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt die Umsetzung eines Pilotprojektes an der Reinhardswald-Grundschule in Berlin-Kreuzberg unterstützt. Das Projekt wurde Anfang 2015 begonnen und versteht sich als begleitender Einstieg in den langfristigen Prozess “Schulisches Mobilitätsmanagement”. Der Schlussbericht zum Teil 2 (Durchführung) kann hier heruntergeladen werden. Kinder erhalten für das Mobilitätslernen wesentliche Orientierung von ihren Eltern. Dies betrifft sowohl die Fähigkeit zur selbstbestimmten Nutzung aller Verkehrsmittel, wie das individuelle Verhalten im Verkehr. Die Sorgen und Ängste vieler Eltern um ihre Kinder sowie die realen Risiken im Verkehr wirken sich als hemmende Randbedingungen aus. Ein an alle Grundschulen verteilter “Elternbrief” greift diese Situation auf und bietet den Eltern Unterstützung und Hilfestellung bei der Mobilitätserziehung ihrer Kinder an. Die Zielgruppe “Kinder im Grundschulalter” hat für das Erlernen selbstständiger Mobilität maßgebende Bedeutung. Weitere Informationen Berlin Sicher Mobil Kampagne “Zu Fuß zur Kita und zur Schule” Die Stadt Berlin verfügt über 25 Jugendverkehrsschulen. Ausstattung, Nutzerkreis, Art und Häufigkeit der Nutzung, Organisation, Finanzierung etc. sind jedoch unterschiedlich. In zwei Projekten zur Qualifizierung und Weiterentwicklung der Jugendverkehrsschulen wurden daher mit den in den Bezirken für die Jugendverkehrsschulen Zuständigen sowie weiteren die Arbeit vor Ort unterstützenden Institutionen und Akteure geeignete Ansätze eingehend diskutiert und abgewogen. Die Jugendverkehrs­schulen der Bezirke Auf dieser Basis konnte gemeinsam mit den Trägern ein wünschenswerter Standard für die Betreuung, Gestaltung und Nutzung der Jugendverkehrsschulen ausgearbeitet werden, der zwei unterschiedliche Konzepte für die künftige Weiterentwicklung der einzelnen Standorte zugrunde legt: Das Konzept “Verkehrsschule” stellt den Bildungs- und Trainingsauftrag der Jungendverkehrsschule im Hinblick auf sicheres Verkehrs- und Mobilitätsverhalten in den Vordergrund. Beim Konzept “Verkehrsgarten” steht die Bedeutung des einzelnen Standorts der Jugendverkehrsschule als betreuter “Fahrspielplatz” im Kiez im Vordergrund. Ergänzend zu der bestehenden polizeilichen Überwachungstechnik hat Berlin als erste deutsche Stadt mit beabsichtigter “flächendeckender” Wirkung im Nebennetz, insbesondere in Tempo 30-Zonen sogenannte Dialog-Displays zum Einsatz gebracht. “Dialog-Displays” signalisieren Kraftfahrern und -fahrerinnen mit dem Wort “Langsam”, wenn sie die zugelassene Geschwindigkeit überschritten haben. Korrektes Geschwindigkeitsverhalten wird demgegenüber mit einem “Danke” beantwortet. Das dem Display hinterlegte Bild eines Kindes liefert gleichzeitig die Begründung für die geltende Geschwindigkeitsbeschränkung. Anderes Displays zeigen die gefahrene Geschwindigkeit eines sich näheren Fahrzeugs, wobei diese bei einer Überschreitung der vorgegebenen Höchstgeschwindigkeit in Rot angezeigt wird. Wirkungsuntersuchung hat belegt, dass Dialog-Displays das Geschwindigkeitsverhalten von Kraftfahrern und -fahrerinnen positiv beeinflussen. Gegenwärtig sind rund 120 Dialog-Displays in den Bezirken im Einsatz. Einsatzorte sind vor allem Tempo-30-Straßenabschnitte mit schützenswerten Einrichtungen wie Krankenhäuser, Kindergärten und Schulen.

Erarbeitung einer Suffizienzstrategie für den Verkehrssektor und ihre erfolgreiche Kommunikation

Im Projekt "Erarbeitung einer Suffizienzstrategie für den Verkehrssektor und ihre erfolgreiche Kommunikation" wurden zentrale Erfolgsvoraussetzungen für eine Suffizienzstrategie im Personenverkehr untersucht und die Ergebnisse in diesem Bericht zusammengetragen: Aufbauend auf einer literaturgestützten Begriffsklärung wurden Einstellungen zu suffizientem Mobilitätsverhalten und der Umsetzungsgrad in der Praxis empirisch untersucht. Zur besseren Kommunikation von Mobilitätssuffizienz wurden ein Kommunikationsleitfaden für Kommunen sowie SharePics entwickelt. Weiter wurde untersucht, wie ⁠ Suffizienz ⁠ mit Hilfe von Indikatoren gemessen und mit Maßnahmen unterstützt werden kann. Veröffentlicht in Texte | 36/2024.

Move Urban

Projektbeginn: 2018 / Projektende: 2021 Der steigende Bedarf nach Wohnraum und die zunehmende Nachfrage nach Mobilität in Städten erfordern neue Konzepte für Stadtstrukturen und Mobilitätsversorgung. Die Gestaltung flächensparender und innovativer Mobilitätskonzepte als integrierter Bestandteil der Planung neuer Stadtquartiere kann einen bedeutenden Beitrag zur Lösung aktueller Probleme leisten. Der Einsatz dieser Konzepte soll das Erreichen ökonomischer, ökologischer und sozialer Ziele unterstützen, indem insbesondere umweltverträgliche Alternativen zum motorisierten Individualverkehr Berücksichtigung finden, ohne die individuellen Mobilitätsbedürfnisse zu vernachlässigen. Das Forschungsprojekt Move Urban erarbeitet, systematisiert und vermittelt Wissen und Handlungsmöglichkeiten, indem es die Erforschung innovativer und flächeneffizienter Mobilitätskonzepte mit einem konkreten, sich aktuell in Bau befindlichen neuen Stadtquartier verknüpft. Dabei handelt es sich konkret um die WATERKANT im Berliner Bezirk Spandau. Entwickelt und Umgesetzt wird das Quartier von den Wohnungsbauunternehmen Gewobag und WBM. Im Fokus des Projektes stehen die Mobilität von Personen und der Wirtschaftsverkehr (Ver- und Entsorgung). Basierend auf einer Analyse des Stands der Erfahrungen und der aktuellen Überlegungen zu dem betrachteten Quartier entwickelt das Projekt auf Übertragbarkeit geprüfte Optionen für flächeneffiziente Siedlungs- und Mobilitätskonzepte. Für das betrachtete Quartier werden Varianten möglicher integrierter Mobilitätskonzepte für den Privat- und Wirtschaftsverkehr abgeleitet. Diese werden mithilfe von Bewohnerbefragungen und darauf aufbauenden agentenbasierten Modellen hinsichtlich der Wirkungen auf das Mobilitätsverhalten und den Verkehr analysiert, um ökologische, soziale und ökonomische Effekte abzuleiten. Auf Basis der Analysen erfolgt eine Überprüfung der Übertragbarkeit und Skalierbarkeit auf andere Gebiete und den gesamtstädtischen Maßstab. Parallel erarbeitet das Projekt Optionen zur Umsetzung der betrachteten Konzepte. Es werden Governance-Optionen und Betreibermodelle sowie rechtliche Möglichkeiten und Hemmnisse betrachtet. Politische Entscheidungsträger, die öffentliche Verwaltung, Akteure der Wohnungs- und Mobilitätswirtschaft sowie der Zivilgesellschaft erhalten mit dem Projekt eine systematische Grundlage und Wissen zur inhaltlichen, organisatorischen und rechtlichen Ausgestaltung flächeneffizienter und innovativer Mobilitätskonzepte und ihrer Bewertung. Ziel ist es, übertragbare Handlungsoptionen für integrierte Siedlungs- und Mobilitätskonzepte auszuarbeiten. Dies erfolgt durch verschiedene wissenschaftliche Methoden am Beispiel des Reallabors. Das interdisziplinäre Projekt bündelt wirtschafts-, politik-, planungs-, rechts- und sozialwissenschaftliche Kompetenzen. Sein transdisziplinärer Charakter besteht in der Verknüpfung mit den konkreten Planungsschritten und der Durchführung von themenrelevanten Workshops und Fachkongressen mit den Akteuren. Projektleitung DLR-Institut für Verkehrsforschung DLR-Institut für Verkehrssystemtechnik Bauhaus-Universität Weimar: Professur Infrastrukturwirtschaft und -management (IWM) Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität – Recht, Ökonomie und Politik e.V. (IKEM) Gewobag Wohnungsbau-Aktiengesellschaft Berlin Umsetzung der Leitinitiative Zukunftsstadt

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