1. In der Bundesrepublik Deutschland sind ca. 139.000 Altlastverdachtsflaechen zu verzeichnen. Die Sanierung von Boeden, die durch organische Verbindungen verunreinigt sind, ist nach herkoemmlichen Methoden (z.B. das Verbrennen in Drehrohroefen) sehr aufwendig und teuer. Die gezielte Behandlung des Erdreiches mit Mikroorganismen stellt eine effiziente und kostenguenstige Alternative dar. 2. Im Rahmen des Forschungsvorhabens sollen an Modellsystemen, bestehend aus fuer die Praxis relevanten Schadstoffen und den entsprechenden Mikroorganismen (Monokulturen). die massgebenden Einflussgroessen der biologischen Bodensanierung untersucht werden. Reaktions- und verfahrenstechnische Grundlagen sollen erarbeitet werden. 3. Als Modellschadstoff diente Naphthalin, als substanzspezifische Monokultur kam der Stamm Aureotacterium sp. zum Einsatz. Es wurden zwei Verfahrensprinzipien (Mieten- und Bioreaktorverfahren) der biologischen Bodensanierung untersucht. Als Modellboden fanden Sand und vier verschiedene EURO-Normboeden Anwendung. Zunaechst wurde das System Naphthalin/Aureobacter sp. optimiert, so dass der Abbau in hinreichend kurzen Zeiten erfolgen konnte. Eine zentrale Rolle beim Abbau von Naphthalin spielt bei hinreichend grosser biologischer Reaktionsgeschwindigkeit der Stofftransport dieser Substanz zu den Bakterien (Bioverfuegbarkeit). Der Stofftransport wird bei kristallinem Naphthalin durch dessen Loesegeschwindigkeit, bei sorbiertem Naphthalin beispielsweise durch Porendiffusion bestimmt. 4. Bodenpartien werden nicht nur durch aktuelle Ungluecks- und Schadensfaelle mit mehr oder weniger gefaehrlichen Substanzen belastet, sondern sind bereits durch Altlasten gefaehrdet. Hauptsaechlich davon betroffen ist die klein- und mittelstaendische Industrie.
Als Alternative für Edelmetalle wurden weitere Untersuchungen zu silberhaltigen La-Mn- Perowskitkatalysatoren durchgeführt. Es erfolgte eine weitere Optimierung Ag-haltiger Perowskite. Die Synthesebedingungen wurden so gewählt, daß neben der LaMnO3- Perowskit-Grundphase in möglichst hoher Konzentration die Phase AgMn2O4 im Endprodukt vorlag. Dabei wurde nach der Propionsäuremethode verfahren. Die optimierten Katalysatoren zeigten T50- Werte bei der Oxidation der Modellschadstoffe Ethanol, Heptan und Benzen,von 150-180 Grad C.In diesem Temperaturbereich zeigten die Ag-haltigen Katalysatoren bei der Verbrennungsauerstoffhaltiger Verbindungen im Gegensatz zu Ag-freien Katalysatoren und solchen auf der Basis von Edelmetallen (Pt,Pd) wesentlich weniger unerwünschte Nebenprodukte.Die Charakterisierung der Katalysatoren erfolgte in Zusammenarbeit mit den polnischen und russischen Partnern (s. Publikationen). Außerdem wurden Peroskitkatalysatoren in die plasmakatalytischen Untersuchungen im UIT Berlin einbezogen. Auch hier zeigte sich eine gute Eignung der entwickelten Katalysatoren.