Das Plangebiet befindet sich im Landkreis Dahme-Spreewald in der Stadt Königs Wusterhausen. Die METRANS Umschlagsgesellschaft mbH beabsichtigt die Errichtung eines Terminals für den Umschlag kranbarer Ladeeinheiten (Container, Wechselbehälter, Sattelauflieger usw.) auf dem Gelände des Hafens Königs Wusterhausen im Bereich des Südhafens. Der geplante Umschlag umfasst dabei ausschließlich schienen- und straßengebundene Verkehre. Die Ladeeinheiten werden mittels zwei zu errichtender Portalkräne und sowie mit Reach Stackern manipuliert. Die vier Verladegleise des Terminals sind über ein Zuführungsgleis direkt an das übergeordnete Schienennetz, betrieben von der DB InfraGO AG, angebunden. Drei weitere Stumpfgleise dienen der Abstellung von Waggons und Lokomotiven. Darüber hinaus werden die Bestandsgleisanlagen der LUTRA GmbH angebunden. Zur Realisierung des Vorhabens ist zunächst der Rückbau sämtlicher vorhandener Gleisanlagen einschließlich der Oberleitungsanlagen erforderlich. Im Rahmen der Baufeldfreimachung werden auch nicht mehr benötigte Gebäude abgerissen und die vorhandene Beleuchtungsanlage zurückgebaut. Neben dem Neubau der benannten Gleisanlagen, die mit einer Oberleitung ausgerüstet und den erforderlichen Anlagen der Signal- und Sicherungstechnik sowie Nebenanlagen ausgestattet werden, sind im Zuge der Baumaßnahme auch die erforderlichen Erschließungsstraßen und Parkplätze anzulegen. Darüber hinaus werden Umschlag- und Lagerflächen befestigt. Dazu gehört auch eine Gefahrgutwanne. Das Gelände wird mit Terminal-, Gleis- und Fahrbahnbeleuchtungsanlagen ausgestattet. Es werden die notwendigen Versorgungsleitungen und Entwässerungsanlagen errichtet. Ergänzend wird ein Bürogebäude in modularer Bauweise für den Betrieb und die Verwaltung des Terminals sowie zur Aufnahme der erforderlichen Sozialräume errichtet. Darüber hinaus wird im Einfahrtsbereich eine eingeschossige, aufgeständerte Einheit in Containerbauweise erstellt. Dieser Portiercontainer dient der LKW-Abfertigung zur An- und Abfahrt und ist zudem mit weiteren Sanitäranlagen ausgestattet. Eine Technikstation, die in Massivbauweise errichtet wird, nimmt die erforderlichen Anlagen für die Energieversorgung sowie eisenbahntechnische Komponenten auf.
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Sachsen-Anhalts Wissenschaftsminister Prof. Armin Willingmann und der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, Prof. Reimund Neugebauer, haben am heutigen Mittwoch offiziell den Bau des Hydrogen Lab Leuna (HLL) an das Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme IWES im Mitteldeutschen Revier übergeben. Zudem überreichte Willingmann den Fördermittelbescheid für das Strukturwandel-Projekt „Hydrogen Competence Hub“ – ein zentraler Hub für Aus- und Weiterbildung. Das Fraunhofer IWES stellt mit dem Hydrogen Lab in Leuna die Weichen für innovative Forschung und Entwicklung zur Erzeugung und zum Einsatz von grünem Wasserstoff in der chemischen Industrie. Grüner Wasserstoff ist ein Schlüsselelement für die Rohstoffversorgung der chemischen Industrie und für das Erreichen der Klimaziele. Die Defossilisierung, also die Umstellung auf grünen Wasserstoff entlang der gesamten Prozesskette, ist essenziell. „Mit dem Hydrogen Lab in Leuna wird der dringend benötigte Markthochlauf von Wasserstoff-Technologien in Sachsen-Anhalt und darüber hinaus beschleunigt. Die hochinnovative Forschungseinrichtung wird wesentlich dazu beitragen, dass sich Sachsen-Anhalt zu einem neuen Kraftzentrum einer nachhaltigen Wasserstoffwirtschaft entwickeln kann. Der Aufbau der Wasserstoffwirtschaft ist darüber hinaus ein wichtiges Element für die erfolgreiche Gestaltung des Strukturwandels in der Region. Mit der Förderung des Aus- und Weiterbildungsprojekts „Hydrogen Competence Hub“ steuern wir zudem gemeinsam mit der Hochschule Merseburg, der Otto-von-Guericke-Universität und der Hochschule Anhalt aktiv gegen den Mangel an Fach- und Führungskräften“, erklärte Willingmann. Damit werden neben regionalen Unternehmen auch internationale Projektpartner und Industriekunden für Leuna angesprochen. „Mit dem Aufbau des Chemie- und Wasserstoffstandorts Leuna, der bereits seit mehreren Jahren einen prosperierenden Nukleus für die erfolgreiche Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft bildet, zeigt die Fraunhofer-Gesellschaft nicht nur effiziente Wege für die Energiewende, sondern auch für einen gelingenden Strukturwandel im Mitteldeutschen Revier auf. Als eines von deutschlandweit drei Fraunhofer Hydrogen-Labs fokussiert sich das Hydrogen Lab Leuna auf die Forschung entlang der Wertschöpfungskette der Wasserstofferzeugung. Der dort produzierte Grüne Wasserstoff wird vor Ort analysiert, aufbereitet und direkt in die 157 km lange H2-Pipeline eingespeist, von wo aus er zu den Industriestandorten der Region verteilt und in chemischen Prozessen eingesetzt wird. Mit dem neuen »Hydrogen Competence Hub« wird zudem eine wesentliche Herausforderung adressiert, die alle Reviere betrifft: der Mangel an Fach- und Führungskräften. Auch hier leistet die Fraunhofer-Gesellschaft durch Aus- und Weiterbildung einen wichtigen Beitrag zum Strukturwandel“, erläuterte Fraunhofer-Präsident Neugebauer. Das für die Forschungsarbeiten im HLL notwendige Technikum ist baulich fertiggestellt. Derzeit wird der Innenbereich des Technikums mit den erforderlichen Laboreinrichtungen- und Anlagen ausgestattet, die nicht Teil des HLL-Bauprojektes sind. „Wir freuen uns sehr, dass wir das HLL offiziell übernehmen können und somit Platz für den Aufbau unserer umfangreichen Testinfrastruktur haben. Allerdings ist das Technikum bereits jetzt vollständig ausgelastet, sodass wir schon über Erweiterungen nachdenken müssen. Die wissenschaftliche Arbeit an den ersten Projekten hat ebenfalls bereits begonnen und wir sind im Chemiepark Leuna auf dem Weg in eine zukunftsfähige Wasserstoff-Wirtschaft, die wir aktiv forschungsseitig begleiten werden. In diesem Zusammenhang bedanken wir uns ausdrücklich für den Fördermittelbescheid für das »Hydrogen Competence Hub«, mit welchem wir gemeinsam mit der regionalen Hochschullandschaft unseren Beitrag zum Aufbau und Erhalt der dringend benötigten Fachkräfte leisten. Mit dem Hub streben wir eine erhöhte Durchlässigkeit zwischen beruflicher und wissenschaftlicher Weiterbildung an, um die Bedarfe der Industrie mittels des Erwerbs von Zusatzqualifikationen schnell und modular decken zu können“, ergänzte Dr.-Ing. Sylvia Schattauer, kommissarische Institutsleiterin, Fraunhofer IWES. Hydrogen Lab Leuna Im Mitteldeutschen Chemiedreieck stellt die Fraunhofer-Gesellschaft mit dem vom Land Sachsen-Anhalt und der EU geförderten HLL eine neue Generation der Testinfrastruktur für Wasserstofftechnologien bereit. Durch die Verbindung von Methodenkompetenzen und einmaliger Forschungsinfrastruktur entsteht ein nachhaltiges gemeinsames Geschäftsmodell und eine neuartige Kooperationsplattform für Industrie und Forschung. Eingebettet in den Stoffverbund des Chemieparks Leuna bietet das HLL vier Teststände plus Technikum für Elektrolyseure mit einer Leistung von bis 5 Megawatt (MW), die mit deionisiertem Wasser, Dampf, Druckluft, Stickstoff, Wasserstoff und zukünftig auch mit CO2 versorgt werden. Der produzierte grüne Wasserstoff wird vor Ort analysiert, aufbereitet und direkt in die 157 km lange H2-Pipeline eingespeist, von wo aus er zu den Industriestandorten der Region verteilt wird und dort in chemischen Prozessen verwendet werden kann. Das Fraunhofer IWES ist Besitzer und Betreiber der Infrastruktur am HLL. Der Aufbau des „Hydrogen Lab Leuna“ wurde vom Wissenschaftsministerium Sachsen-Anhalt und von der Europäischen Union mit gut acht Millionen Euro gefördert. Das gesamte Bauvolumen für das Hydrogen Lab Leuna beläuft sich auf mehr als 10 Millionen Euro zuzüglich Projektförderungen für die Testinfrastruktur. Aus- und Weiterbildungsprojekt „Hydrogen Competence Hub“ Im nächsten Jahr werden gleich zwei STARK-Projekte ihre Arbeit aufnehmen. Gemeinsam mit der Hochschule Merseburg, der Otto-von-Guericke-Universität und der Hochschule Anhalt soll ab Februar 2023 für zwei Jahre an dem Aufbau eines zentralen Hubs für Aus- und Weiterbildung gearbeitet werden. Konkret wird ein regionales Bildungsnetzwerk etabliert, aber auch eigene Weiterbildungsangebote entwickelt. Damit sollen die Kompetenzen der Region im Bereich digitale Wasserstoff-Technologien gestärkt und ein erhöhter Transfer zwischen beruflicher und wissenschaftlicher Weiterbildung geschaffen werden. Durch Zusatzqualifikationen sollen die Bedarfe der Industrie schnell und modular gedeckt werden. Dieses brandaktuelle und notwendige Projekt erhält den Förderbescheid und damit 2,5 Millionen Euro aus den Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) der Förderrichtlinie zur Stärkung der Transformationsdynamik und Aufbruch in den Revieren und an den Kohlekraftwerksstandorten (STARK). Projekt „House of Transfer“ Das zweite Projekt „House of Transfer“ als zentrale Anlaufstelle für Stakeholder aus den Bereichen Chemie, Bioökonomie, Kunststoff und Wasserstoff hat es sich zum Ziel gesetzt, die bestehenden Aktivitäten in der Region zu verzahnen. Hier werden z.B. Technologiegeber mit industriellen Bedarfen, Projektideen mit Investoren sowie Start-Ups mit erfahrenen Playern zusammengeführt. Es entsteht ein umfassendes Beratungs- und Dienstleistungsangebot. Das „House of Transfer“ hat bereits einen Förderbescheid über 4,6 Millionen Euro am 28.09.2022 erhalten und startet im Januar mit der Arbeit. Aktuelle Informationen zu interessanten Themen aus Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt gibt es auch auf den Social-Media-Kanälen des Ministeriums bei Facebook, Instagram, LinkedIn und Twitter.
Der alarmierende Rückgang der Biodiversität , insbesondere in der Agrarlandschaft, lässt Zweifel aufkommen, ob die derzeitige prospektive Risikoabschätzungs- und Registrierungspraxis von Pflanzenschutzmitteln (PSM), die zu Pflanzenschutzzwecken eingesetzt werden, den gesetzlich vorgesehenen Schutz der Biodiversität gewährleistet. Als Hauptgrund dafür wird die allgemeine Intensivierung der Landwirtschaft genannt, die aus einem Komplex verschiedener Einflussfaktoren (z. B. Düngemitteleinsatz, Monokulturen) besteht. Ein wichtiger Faktor ist dabei der derzeitige Einsatz von PSM, die nachweislich negative Auswirkungen auf die Lebensgemeinschaften in landwirtschaftlichen Regionen haben. Die Auswirkungen der PSM auf die Biodiversität sind sowohl direkt als auch indirekt. Neben den direkten toxischen Wirkungen auf so genannte Nicht-Zielorganismen entstehen indirekte Effekte z. B. durch die Veränderung des durch Herbizide verursachten Konkurrenzverhältnisses zwischen Gräsern und Blütenpflanzen in der Vegetation als wichtige Primärproduzenten in der Nahrungskette. Folglich können die Wirkungen des chemischen Pflanzenschutzes in ihrer Gesamtheit nur durch retrospektive Ökosystembetrachtungen, d.h. durch Monitoringansätze, nachgewiesen werden. Da die Gemeinschaften im Freiland neben den bereits erwähnten PSM mit einem Komplex von verschiedenen Stressoren konfrontiert sind, müssen diese Stressoren in einem retrospektiven Ansatz ebenfalls berücksichtigt werden. Wir stellen hier das Konzept eines neuen, integrierten Monitoringansatzes vor, auf dessen Grundlage die ökologischen Auswirkungen des PSM-Einsatzes in der Agrarlandschaft Deutschlands untersucht und bewertet werden sollen. Dabei sollen Synergien genutzt werden, indem das Monitoring auf den etablierten, bundesweiten repräsentativen Stichprobenflächen durchgeführt und in die bestehenden Monitoringaktivitäten (z. B. Monitoring häufiger Brutvögel) integriert wird. Der geplante modulare Aufbau, d. h. die schrittweise Umsetzung einzelner Monitoring-Einheiten (Ermittlung stofflicher Belastung bzw. die Untersuchung verschiedener taxonomischer Gruppen) werden aufgezeigt. Veröffentlicht in Texte | 136/2021.
Der wegebezogene Modal Split beschreibt die prozentuale Verteilung aller von Hamburgerinnen und Hamburgern zurückgelegten Wege auf die Verkehrsmodi „Motorisierter Individualverkehr (MIV)“, „Öffentlicher Personenverkehr (ÖPV)“, „Radverkehr“ und „Fußverkehr". Der Datensatz enthält den wegebezogenen Modal Split für Hamburg für das Jahr 2017 gem. der Haushaltsbefragung „Mobilität in Deutschland (MiD) 2017“ (https://www.hamburg.de/bvm/mid-hamburg). Die Auswertung erfolgte hier für die sieben Bezirke sowie sieben Stadtregionen. Die Differenzierung nach Stadtregionen wurde für die MiD-Untersuchung vorgenommen, um die raumstrukturellen und sozioökonomischen Unterschiede, und damit letztlich auch die Mobilitätsvoraussetzungen, in der Stadt besser abzubilden als in einer Differenzierung nach Bezirken.
Der alarmierende Rückgang der Biodiversität, insbesondere in der Agrarlandschaft, lässt Zweifel aufkommen, ob die derzeitige prospektive Risikoabschätzungs- und Registrierungspraxis von Pflanzenschutzmitteln (PSM), die zu Pflanzenschutzzwecken eingesetzt werden, den gesetzlich vorgesehenen Schutz der Biodiversität gewährleistet. Als Hauptgrund dafür wird die allgemeine Intensivierung der Landwirtschaft genannt, die aus einem Komplex verschiedener Einflussfaktoren (z. B. Düngemitteleinsatz, Monokulturen) besteht. Ein wichtiger Faktor ist dabei der derzeitige Einsatz von PSM, die nachweislich negative Auswirkungen auf die Lebensgemeinschaften in landwirtschaftlichen Regionen haben. Die Auswirkungen der PSM auf die Biodiversität sind sowohl direkt als auch indirekt. Neben den direkten toxischen Wirkungen auf so genannte Nicht-Zielorganismen entstehen indirekte Effekte z. B. durch die Veränderung des durch Herbizide verursachten Konkurrenzverhältnisses zwischen Gräsern und Blütenpflanzen in der Vegetation. Folglich können die Wirkungen des chemischen Pflanzenschutzes in ihrer Gesamtheit nur durch retrospektive Ökosystembetrachtungen, d.h. durch Monitoringansätze, nachgewiesen werden. Da die Gemeinschaften im Freiland neben den bereits erwähnten PSM mit einem Komplex von verschiedenen Stressoren konfrontiert sind, müssen diese Stressoren in einem neuen retrospektiven Ansatz ebenfalls berücksichtigt werden. Wir stellen hier das Konzept eines neuen, integrierten Monitoringansatzes vor, auf dessen Grundlage die ökologischen Auswirkungen des PSM-Einsatzes in der Agrarlandschaft Deutschlands untersucht und bewertet werden sollen. Dabei sollen Synergien genutzt werden, indem das Monitoring in einem etablierten, bundesweiten ökologischen Flächenstichprobennetz durchgeführt und in die bestehenden Monitoringaktivitäten (z. B. Monitoring häufiger Brutvögel) integriert wird. Der geplante modulare Aufbau, d. h. die schrittweise Umsetzung einzelner Monitoring-Einheiten (analytische Endpunkte sowie Biodiversität bzw. die Untersuchung verschiedener taxonomischer Gruppen) werden aufgezeigt. Quelle: Forschungsbericht
Der alarmierende Rückgang der Biodiversität, insbesondere in der Agrarlandschaft, lässt Zweifel aufkommen, ob die derzeitige prospektive Risikoabschätzungs- und Registrierungspraxis von Pflanzenschutzmitteln (PSM), die zu Pflanzenschutzzwecken eingesetzt werden, den gesetzlich vorgesehenen Schutz der Biodiversität gewährleistet. Als Hauptgrund dafür wird die allgemeine Intensivierung der Landwirtschaft genannt, die aus einem Komplex verschiedener Einflussfaktoren (z. B. Düngemitteleinsatz, Monokulturen) besteht. Ein wichtiger Faktor ist dabei der derzeitige Einsatz von PSM, die nachweislich negative Auswirkungen auf die Lebensgemeinschaften in landwirtschaftlichen Regionen haben. Die Auswirkungen der PSM auf die Biodiversität sind sowohl direkt als auch indirekt. Neben den direkten toxischen Wirkungen auf so genannte Nicht-Zielorganismen entstehen indirekte Effekte z. B. durch die Veränderung des durch Herbizide verursachten Konkurrenzverhältnisses zwischen Gräsern und Blütenpflanzen in der Vegetation als wichtige Primärproduzenten in der Nahrungskette. Folglich können die Wirkungen des chemischen Pflanzenschutzes in ihrer Gesamtheit nur durch retrospektive Ökosystembetrachtungen, d.h. durch Monitoringansätze, nachgewiesen werden. Da die Gemeinschaften im Freiland neben den bereits erwähnten PSM mit einem Komplex von verschiedenen Stressoren konfrontiert sind, müssen diese Stressoren in einem retrospektiven Ansatz ebenfalls berücksichtigt werden. Wir stellen hier das Konzept eines neuen, integrierten Monitoringansatzes vor, auf dessen Grundlage die ökologischen Auswirkungen des PSM-Einsatzes in der Agrarlandschaft Deutschlands untersucht und bewertet werden sollen. Dabei sollen Synergien genutzt werden, indem das Monitoring auf den etablierten, bundesweiten repräsentativen Stichprobenflächen durchgeführt und in die bestehenden Monitoringaktivitäten (z. B. Monitoring häufiger Brutvögel) integriert wird. Der geplante modulare Aufbau, d. h. die schrittweise Umsetzung einzelner Monitoring-Einheiten (Ermittlung stofflicher Belastung bzw. die Untersuchung verschiedener taxonomischer Gruppen) werden aufgezeigt.
Der Antragsteller beantragt die Errichtung und den Betrieb einer Flüssiggasbehälteranlage bestehend aus zwei Einzelbehältern mit einem Fassungsvermögen von je 2,9 t, die erdgedeckt bzw. unterirdisch ausgeführt wird und eine gesamte Lagerkapazität von 5,8 t bzw. von 12.800 l an Flüssiggas (Propan/Butan) aufweist. Die Flüssiggasbehälteranlage dient der Brennstoffversorgung des vom Antragsteller betriebenen Nahwärmeversorgungsnetzes bzw. der Wärmeerzeugungsanlage. Die Wärmeerzeugungsanlage weist einen modularen Aufbau auf. Die Bewerkstelligung der Grundlast erfolgt über die Hackschnitzelheizung, die Spitzenlastabdeckung in Zeiten erhöhten Wärmebedarfs über einen Gaskessel (Buderus Logano GE 515, Weißhaupt-Brenner WG 40 F) mit einer Nenn-wärmeleistung von 440 kW. Die Entnahme aus dem Flüssiggasbehälter erfolgt gasförmig. Vom Lagerbehälter zur Verbrauchsanlage werden oberirdische Rohrleitungen verlegt. Die Flüssiggasanlage dient ausschließlich der Lagerung und dem Verbrauch von Flüssiggas. Die Anlage besteht aus folgenden Einrichtungen: - vollständig erdgedecktes, ortsfestes Druckgerät, Nenninhalt 2 x 2,9 t (6.400 l), mit einem Domschacht auf dem Behälterscheitel zur Unterbringung der Behälterarmaturen. - 1 Mitteldruckregler im Domschacht - 1 Niederdruckregler vor dem Verbraucher - Rohrleitungen und Armaturen - MSR-Bauteile.
Vom Wissen zum Handeln: So kurbelt RegIKlim die Anpassung an In Anbetracht des Klimawandels müssen kommunale Akteure komplexe Zukunftsentscheidungen treffen. Um sie gut zu informieren und in ihrem Handeln zu unterstützen werden in sechs Modellregionen und in zwei Querschnittsaktivitäten Unterstützungstools entwickelt. Das Umweltbundesamt koordiniert mit zwei Partnern die wissenschaftliche Begleitforschung dieser Fördermaßnahme des Forschungsministeriums. Vom Klima-Wissen zum Klima-Handeln auf regionaler Ebene Längere und extreme Hitzeperioden, Dürren und Starkregenereignisse: der Klimawandel ist längst keine Fiktion mehr. Er ist real und bereits jetzt in Deutschland spürbar. Das Kompetenzzentrum Klimafolgen und Anpassung ( KomPass ) im Umweltbundesamt hat in den vergangenen Jahren detaillierte Informationen zusammengetragen wie sich der Klimawandel auf unsere Gesellschaft, Gesundheit, Wirtschaft und Lebensgewohnheiten auswirkt und unsere Zukunft verändern wird ( Vulnerabilitätsanalyse 2015 ). Zum Beispiel wies die Vulnerabilitätsanalyse 2015 darauf hin, dass deutsche Wälder mehrere Trockenjahre hintereinander nur schwer überstehen könnten – mit problematischen Auswirkungen für die deutsche Wirtschaft (v.a. Forst-, Energie- und Baugewerbe), die biologische Vielfalt, und die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger. Aktuelle Studien bestätigen diese und weitere Annahmen. So teilte etwa das Statistische Bundesamt kürzlich mit, dass knapp 80% der deutschen Bäume deutliche Anzeichen für Trockenstress zeigen, die über Kronenverlichtungen messbar werden ( Destatis 2020 ). Klimafolgen und Vulnerabilitäten verteilen sich jedoch in Deutschland sehr ungleichmäßig. Der steigende Meeresspiegel und häufigere Sturmfluten betreffen vor allem Deutschlands Küstenregionen und küstennahe Gebiete. Starkregenereignisse führen aufgrund des hohen Versiegelungsgrades besonders in Städten zu Überschwemmungsproblemen und einer Überlastung von Infrastrukturen. Dürreperioden führen zu Produktionsausfällen in der Landwirtschaft oder zu niedrigwasserbedingten Problemen in der Schifffahrt. So unterschiedlich die Auswirkungen des Klimawandels auch sein mögen, es gibt wohl kaum eine Region, kaum einen Wirtschaftszweig und kaum eine Gesellschaftsgruppe die nicht von den Folgen des Klimawandels betroffen wäre. Um der Klimakrise zu begegnen und die Resilienz von Städten und Regionen zu stärken, bedarf es gut durchdachter und abgestimmter Zukunftsentscheidungen. Die Deutsche Anpassungsstrategie (DAS) bietet einen strategischen Rahmen zum Klimahandeln und forciert Maßnahmen auf Bundesebene durch den Aktionsplan Anpassung (APA) . Erfolgreiches Klimamanagement benötigt darüber hinaus auch gut informierte und qualifizierte Entscheidungsträgerinnen und -träger auf regionaler Ebene. Politikerinnen und Politiker, Planerinnen und Planer, Unternehmen und Privatpersonen müssen nicht nur über regional-spezifische Auswirkungen des Klimawandels Bescheid wissen, sondern auch über darauf abgestimmte Handlungsoptionen, Maßnahmen und Werkzeuge verfügen. An einer solchen Informationsgrundlage arbeiten seit diesem Sommer acht Verbundprojekte in ganz Deutschland im Rahmen der Fördermaßnahme RegIKlim „Regionale Informationen zum Klimahandeln“ . Diese neue Fördermaßnahme des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ( BMBF ) hat es sich zum Ziel gesetzt, entscheidungsrelevantes Wissen zu Klimaveränderungen für Städte und Regionen aufzubereiten und geeignete Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel zu entwickeln. Dabei kommt der Zusammenarbeit zwischen Beteiligten aus der Wissenschaft und Praxis eine besondere Bedeutung zu. Acht Forschungsprojekte zur Entwicklung von maßgeschneiderten und verlässlichen Klimadiensten Die geförderten Projekte – sechs Modellregionen und zwei Querschnittsvorhaben – erarbeiten gemeinsam Lösungsansätze und Handlungsoptionen zur Anpassung an den Klimawandel . Die Kommunen und Regionen unterscheiden sich in ihrer räumlichen sowie sozio-ökonomischen Struktur und sind mit unterschiedlichen Klimafolgen konfrontiert. Somit decken sie eine große Bandbreite an möglichen Anpassungsmaßnahmen ab. Die Modellregionen: von der Küste bis zu den Alpen Von Ostfriesland über den Landkreis Elbe-Elster und dem Länderdreieck Sachsen – Thüringen – Sachsen-Anhalt bis in den Ballungsraum Stuttgart verteilen sich die Modellregionen auf die gesamte Bundesrepublik. Das Forschungsprojekt WAKOS greift das Thema Wasser und die damit verbundenen Naturgefahren an der Nordseeküste auf. Es kombiniert und integriert unterschiedliche Prozesse und Faktoren des Küstenschutzes und der Binnenentwässerung für die Festlandküste sowie der Süßwasserversorgung der ostfriesischen Inseln. WAKOS entwickelt so gesamtheitliche Strategien zur kurz- und langfristigen Risikominderung. Eine gute Grundlage bilden dabei die bereits untersuchten Faktoren zum erwartenden Anstieg des mittleren Meeresspiegels, Starkregen und Sturmfluten. Die Region Südbrandenburg ist durch niedrige Jahresniederschlägen und strukturell bedingte Charakteristika wie sandige Böden, Bergbautätigkeiten oder Monokulturen besonders von Wasserknappheit betroffen. Hier setzt das Projekt IAWAK-EE an. Es steht für I nformationsgestützte a ntizipative w asserhaushaltsbasierte A npassung an den K limawandel im Landkreis E lbe- E lster und verfolgt das Ziel, den Landschaftswasserhaushalt über lokalspezifische Maßnahmen zu optimieren. Bei der Entwicklung eines raumbezogenen quantitativen Bewertungssystems für die Landnutzung spielen der Wissenstransfer und die Übertragbarkeit der Produkte eine wichtige Rolle. KlimaKonform ist eine gemeinsame Plattform zum klimakonformen Handeln auf Gemeinde- und Landkreisebene in Mittelgebirgsregionen und stellt perspektivisch notwendige fachliche Daten, Modelle und Informationen zur Anpassung an den Klimawandel bereit. Gemeinsam mit drei Landkreisen und ausgewählten Gemeinden im Einzugsgebiet der Weißen Elster ermittelt und bewertet das Projekt örtliche Anpassungskapazitäten und entwickelt Maßnahmen, Methoden und Werkzeuge zur Klimawandelanpassung. Der Raum Stuttgart ist eine dichtbesiedelte Region mit sommerlichem Hitzestress , lufthygienischen Problemen und häufigen Starkregenereignissen. Die Entwicklung von I ntegrativen S tadt-regionalen A npassungsstrategien in einer P olyzentrischen Wachstumsregion ( ISAP ) verbessern die Planungsgrundlagen sowie deren vereinfachte Anwendung in Entscheidungsprozessen. Beispielsweise wird in dem Verbundprojekt ein quantitativer Anpassungs-Check und ein neues stadt-regionales Online-Informations- und Beratungstool zur Klimaanpassung entstehen. Das Projekt KARE „Klimawandelanpassung auf regionaler Ebene“ adressiert vier Landkreise im Süden von München. Es fokussiert auf Starkregenrisiken am Beispiel des bayerischen Oberlandes. Die Region ist in besonderem Maße von Starkniederschlägen betroffen und Risiken wie Sturzfluten im Sommer und extremen Schneelasten im Winter ausgesetzt. In zwei Pilotkommunen (Garmisch-Partenkirchen und Weilheim) werden planungsrelevante Instrumente zum Umgang mit Starkregenereignissen transdisziplinär mit regionalen Praxis- und Politikakteuren entwickelt, getestet und in andere Kommunen transferiert. Das Rheineinzugsgebiet mit der Stadt Duisburg ist eine Region, in der die Auswirkungen des Klimawandels schon deutlich spürbar sind. Sowohl Hoch- als auch Niedrigwasser beeinflussen die Region und haben weitreichende Folgen für Umwelt und Wirtschaft. Das Projekt R2K-Klim+ setzt genau dort an und entwickelt ein modulares Werkzeug, welches ganzheitliche Entscheidungen zur Anpassung an den Klimawandel unterstützen soll. Das Besondere daran: die Forschungsarbeiten konzentrieren sich auf unterschiedliche Betrachtungsebenen (Stadt Duisburg als Mikroebene und das gesamte Rheineinzugsgebiet als Makroebene). Außerdem werden verschiedene Sektoren aus ökonomischer, ökologischer und sozialer Sicht bewertet. Durch den modularen Aufbau des Werkzeugs können die Projektergebnisse auf andere Regionen übertragen werden. Die Querschnittsvorhaben: Klimadaten, Begleitforschung und Vernetzung Die zwei Querschnittsvorhaben der Fördermaßnahme RegIKlim bündeln die Arbeiten aus den Modellregionen und binden die gewonnenen Erkenntnisse und Ergebnisse in laufende Prozesse ein. Zum einen führt NUKLEUS (Nutzbare lokale Klimainformationen für Deutschland) lokale Klimainformationen zusammen und bietet mit diesen hochaufgelösten Informationen die Datengrundlage für ein öffentlich zugängliches Datenportal in der Zukunft. Zum anderen bietet das Projekt WIRKsam (Wissenschaftliche Koordination zur Entwicklung eines regionalen Klimakatasters) eine wissenschaftliche Koordination und Begleitforschung der Verbundprojekte zur Entwicklung eines regionalen Klimakatasters. Die entwickelten Ansätze aus den Modellregionen werden durch WIRKsam integrativ zusammengeführt, um so die Übertragungs- und Anschlussfähigkeit in laufende Strategie- und Agendaprozesse sicherzustellen. Dabei findet sowohl eine interne Vernetzung als auch eine breite Öffentlichkeitsarbeit für die Nutzung von Synergie- und Transfereffekte statt. Das KomPass -Team im Umweltbundesamt ist neben dem Climate Service Center Germany (GERICS) und dem Institut für Raumordnung und Entwicklungsplanung (IREUS) der Universität Stuttgart Teil des WIRKsam-Konsortiums und leitet die Aktivitäten zu transdisziplinären Forschungsprozessen, Bewertungsmethoden sowie zur Wissensvermittlung und Einbindung der Projektergebnisse in Prozesse nachhaltiger Entwicklung. Hierbei bringt es seine jahrelange Erfahrung in der Erarbeitung, Umsetzung und Weiterentwicklung der Deutschen Anpassungsstrategie , in der Entwicklung von transdisziplinären und integrierten Bewertungsverfahren ( Vulnerabilitätsanalyse ) und in dem Aufbau und Management von Klimawandelanpassungsportalen und Tools ( Klimavorsorgeportal ) ein und greift auf sein bestehendes Netzwerk zu deutschen und internationalen Organisationen zurück. Eine lebenswerte Zukunft: Wissenslücken schließen und aktiv werden Gemeinsam werden die acht Verbundprojekte entscheidungsrelevantes Wissen aus Forschung und Praxis zum Umgang mit dem Klimawandel aufbauen. Dazu gehören sowohl hochaufgelöste regionale und lokale Informationen über die Auswirkungen des Klimawandels als auch daran angepasste Maßnahmenkataloge und Handlungsoptionen. Diese Grundlagen – in einem Klimakataster zusammengefasst – sollen Entscheidungsträgerinnen und -träger sowie Planerinnen und Planer in ihrem Klimahandeln unterstützen. Sie sollen dazu beitragen konstruktiv und vorwärts gewandt mit den Auswirkungen der Klimakrise umzugehen. Getreu dem Motto: Vom Klima -Wissen zum Klima-Handeln. Autor und Autorin: Andreas Huck, Laura Dalitz (Umweltbundesamt) Dieser Artikel wurde als Schwerpunktartikel im Newsletter Klimafolgen und Anpassung Nr. 68 veröffentlicht. Hier können Sie den Newsletter abonnieren.
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