Erstellen von Massenbilanzen von Bauwerken zur exemplarischen Abschaetzung des Schadstoffgehaltes von Bauschutt. Erstellen der Fachgrundlagen zur Abschaetzung des Schadstoffgehaltes von Bauschutt, Beurteilung des Deponieverhaltens, Hinweise zur Schadstoffentfrachtung, Beurteilung des Deponieverhaltens von vorsortiertem und nicht sortiertem Bauschutt; Abschaetzung der bei Ablagerung in Monodeponien zu erwartenden Reaktionen und Abbauvorgaenge; Abschaetzung des Desintegrationsverhaltens bei der Ablagerung.
Die Abteilung Abfall plant die nun beinahe zehnjaehrige Technische Verordnung ueber Abfaelle (TVA) zu revidieren. Dabei soll neben Anpassungen in technischen Belangen auch der zukuenftigen Ausrichtung der schweizerischen Abfallwirtschaft Rechnung getragen werden. Die Verglasung von Verbrennungsrueckstaenden kann dabei eine bedeutende Rolle spielen. Aus diesem Grund hat das BUWAL schon 1998 ein grosses Forschungsprojekt lanciert, an dem Vertreter der Forschung, Industrie und Behoerden mitgearbeitet haben. Unter der Koordination des BUWAL erfolgte schliesslich in enger Zusammenarbeit mit den Universitaeten Lausanne, Bern und dem CNRS Strasbourg eine experimentelle Studie an 23 Hochtemperaturrueckstaenden aus unterschiedlich konzipierten Verfahren. Projektziele: Die bisherigen Resultate sind auf internationaler Ebene auf grosses Interesse gestossen. Alle Beteiligten vertreten die Meinung, dass fuer eine abschliessende Beurteilung der 'Glaeser' der Datensatz zu vervollstaendigen ist, d.h. vor allem das geochemische Verhalten ist fuer die Beurteilung von entscheidender Bedeutung. Die Resultate sind dann in eine allgemein verstaendliche Form, d.h. publikationsfaehig, zu bringen. Zudem haben sich aus diesen Resultaten neue Fragestellungen fuer die kommende TVA-Revision gestellt, z.B. die Rolle der Monodeponien.
Das geplante Projekt soll repräsentative Daten zu potentiellen Sekundärquellen von dioxinähnlichen PCB, aber auch für Indikator-PCB, PCDD/PCDF sowie die als Flammschutzmittel eingesetzten polybromierten Diphenylether (PBDE) liefern. Aufgrund des Verwendungsspektrums technischer PCB kommen diffuse Emissionen aus Abfalldeponien sowie Schredderanlagen in Betracht. Eine Auswahl relevanter Deponien (Hausmüll-, Sonderabfall-, Bauschuttdeponien, Deponien mit Schredderleichtfraktionen) wird getroffen. Bei der Untersuchung von Abfalldeponien als mögliche PCB-Sekundärquelle soll bei gerichteter Abgasführung zum einen Deponierohgas und zum anderen bei vollständig begrünten Deponien Grasaufwuchs analysiert werden, um Anreicherungen aus diffusen Emissionen zu erfassen. Im Umfeld einer ausgewählten Schredderanlage (Auto, Elektronikschrott) sollen überwiegend Immissionsproben genommen werden, voraussichtlich durch passives bzw. aktives Biomonitoring ergänzt. Zur Absicherung der Messergebnisse werden ggfs. auch Immissionsproben mit der vorhandenen Apparatur zur windrichtungsabhängigen Probenahme gesammelt. In allen Proben werden die 12 dioxinähnlichen PCB nach WHO, die 6 Indikator-PCB, die PCDD/PCDF sowie die PBDE bestimmt.