Hannover/Niedersachsen. Immer weniger Lebensräume, Probleme bei der Nahrungs- suche sowie Gefahr durch Pestizide - Fledermäuse sind in Deutschland gefährdet. Nicht ohne Grund genießen sie europaweiten Schutz. In der bundesweiten Roten Liste der gefährdeten Säugetierarten wird der überwiegende Teil der heimischen Fledermausarten von „gefährdet“ über „stark gefährdet“ bis hin zu „vom Aussterben bedroht“ eingestuft. Dies gilt auch für den Großteil der insgesamt 19 in Niedersachsen vorkommenden Fledermausarten. Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) stellt daher Informationen zur Verfügung, wie jeder ansprechende Lebensräume für heimische Fledermausarten gestalten kann. Oft reichen wenige Schritte, um den Tieren effektiv zu helfen. Immer weniger Lebensräume, Probleme bei der Nahrungs- suche sowie Gefahr durch Pestizide - Fledermäuse sind in Deutschland gefährdet. Nicht ohne Grund genießen sie europaweiten Schutz. In der bundesweiten Roten Liste der gefährdeten Säugetierarten wird der überwiegende Teil der heimischen Fledermausarten von „gefährdet“ über „stark gefährdet“ bis hin zu „vom Aussterben bedroht“ eingestuft. Dies gilt auch für den Großteil der insgesamt 19 in Niedersachsen vorkommenden Fledermausarten. Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) stellt daher Informationen zur Verfügung, wie jeder ansprechende Lebensräume für heimische Fledermausarten gestalten kann. Oft reichen wenige Schritte, um den Tieren effektiv zu helfen. Fledermauskästen als Ersatzquartiere Fledermauskästen als Ersatzquartiere Ein Fledermauskasten lässt sich mit gängigen Materialen wie zum Beispiel Holz und Dachpappe einfach herstellen. Wichtig ist, dass unterschiedliche Fledermausarten unterschiedliche Kästen bevorzugen. Wer möglichst vielen Arten ein neues Zuhause als Wochenstube oder Tagesquartier bieten möchte, sollte auf Flachkästen und solche mit größerem Hohlraum setzen, die auch fertig gebaut bestellt werden können. Fledermausarten wie die Zwergfledermaus bevorzugen enge Spalten, wohingegen Arten wie das Große Mausohr in der Regel mehr Raum in ihren Schlaf- und Ruhephasen sowie während der Jungenaufzucht benötigen. „Die Kästen sollten in drei bis fünf Metern Höhe aufgehängt werden und nach Süden oder Osten ausgerichtet sein. Außerdem sollten keine Äste oder Ähnliches zum Kasten ragen, um Katzen, Mardern und Waschbären den Zugang zu erschweren“, erklärt Dr. Linus Günther, Fledermausexperte beim NLWKN. Fledermausfreundlicher Garten Fledermausfreundlicher Garten Fledermäuse ernähren sich von Insekten, die wiederum auf das Vorkommen vieler blütenreicher Pflanzenarten angewiesen sind. Fledermausexperten empfehlen daher ebenso wie Insektenschützer Saatmischungen mit heimischen Blumensamen. Zudem benötigen Fledermäuse ausreichend Gewässer zur Wasseraufnahme. Wer einen Teich im Garten hat, kann ihn fledermausgerecht gestalten, indem auf eine möglichst große, freie Wasserfläche ohne überhängende Äste von Bäumen und eingeschränktem Bewuchs von Seerosen und anderen Pflanzen an der Wasseroberfläche geachtet wird. Fledermäuse benötigen freie Wasserstellen, um diese anfliegen und dabei im Flug das Wasser von der freien Wasseroberfläche aufnehmen zu können. Verzicht auf Pestizide Verzicht auf Pestizide Je mehr Pestizide in Privatgärten verwendet werden, desto weniger Insekten finden auch Fledermäuse. „Dabei fungieren sie als ökologische Variante der Insektentilgung und fressen Stechmücken, Motten, Käfer und viele andere Insektenarten“, erläutert Günther. „Ein pestizidfreies Gebiet nutzt obendrein nicht nur den Fledermäusen, sondern dem gesamten Ökosystem, also auch uns Menschen.“ Rücksicht auf Fledermäuse bei Umbauten Rücksicht auf Fledermäuse bei Umbauten Wer sein Wohnhaus oder andere Gebäude umbaut, muss besonders auf Dachnischen und Hohlräume achten, denn diese können wichtige Tagesquartiere für Fledermäuse darstellen. Verschwinden diese, finden Fledermäuse keinen Platz mehr, um sich tagsüber auszuruhen und im Frühjahr und Sommer ihre Jungen aufzuziehen. Fledermäuse am Haus oder im Dachboden sind für Menschen unproblematisch, selbst wenn sie von Parasiten befallen sein sollten. Nur bei direkter Berührung der Tiere kann es zur Übertragung von Krankheiten kommen. Daher sollte jeder, der eine Fledermaus berührt, Handschuhe tragen. Das Einfangen oder Verjagen der Tiere ist jedoch generell nicht gestattet, denn: „Grundsätzlich dürfen Fledermäuse aufgrund des deutschen und europäischen Artenschutzrechtes nicht gestört, aktiv vertrieben oder gar getötet werden. Ebenso ist es untersagt, ihre Quartiere zu verändern oder zu zerstören, egal ob sie aktuell bewohnt sind oder nicht“, betont Dr. Linus Günther. Weitere Informationen auf den Webseiten des NLWKN Weitere Informationen auf den Webseiten des NLWKN Zahlreiche Informationen rund um Fledermäuse, ihrem Schutzstatus sowie der Flyer „Fledermäuse – geliebte Nachtschwärmer“ samt Bauskizze für einen Fledermauskasten finden sich auf den Webseiten des NLWKN: www.nlwkn.niedersachsen.de/fledermaus Im Rahmen der internationalen Fledermausnacht „Batnight“ stehen die einzigen fliegenden Säugetiere am 24. und 25. August zudem in ganz Niedersachsen bei diversen Veranstaltungen im Mittelpunkt. Zum Beispiel bietet der NABU Niedersachsen über das Land verteilt viele Veranstaltungen an – alle diesjährigen Termine der NABU-Batnights nach Bundesland gelistet finden Sie hier: www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/batnight/termine.html
Nachtfalter werden aufgrund ihrer versteckten Lebensweise meist nicht wahrgenommen. Dabei weisen diese oft als „Motten“ bezeichneten Schmetterlinge bei Licht betrachtet eine faszinierende Vielfalt an Formen und Zeichnungen auf. Sie tragen ausgefallene Namen wie Röhricht-Goldeule, Mondfleckglucke und Trockenrasen-Flechtenbärchen und sind hochspezialisiert auf ihren individuellen Lebensraum. Vielfach sind ihre Raupen auf ganz spezielle Nahrungspflanzen angewiesen. Doch nicht nur deswegen eignen sie sich besonders gut zur Bewertung des Naturzustands. Denn mit rund 950 Arten sind sie weit zahlreicher als die auffallenden Tagfalter und kommen somit in allen Land-Lebensräume Baden-Württembergs vor. Nachtfalter werden zudem von Expertinnen und Experten in Baden-Württemberg schon lange beobachtet. Deshalb sind die Kenntnisse zur Entwicklung der Vorkommen über die letzten Jahrzehnte sehr umfassend. In einem deutschlandweit einmaligen Forschungsprojekt haben das Staatliche Museum für Naturkunde Karlsruhe und die LUBW nun eine umfassende Auswertung vorgenommen. Die Monitoringdaten der LUBW kombiniert mit historischen Angaben aus dem Karlsruher Naturkundemuseum ermöglichen einen Vergleich von zwei Zeitfenstern, die die vergangenen 50 Jahre abdecken. Rund 130.000 Datensätze flossen in die Analyse für 25 Gebiete ein. Dadurch konnten beispielsweise Veränderungen der Artenzusammensetzungen – der Nachtfalterfauna – in der Landschaft festgestellt werden. Sie liefern auch neue Erkenntnisse zum Insektenrückgang und zum Landschaftswandel. In einer Kurzfassung basierend auf einem umfassenden Bericht zum „Wandel der Nachtfalterfauna Baden-Württembergs seit 1970“ stellt die LUBW die Ergebnisse zum Artenrückgang und dessen Ursachen dar. Für die Untersuchungen wurden 25 sogenannte Messtischblatt-Quadranten in Baden-Württemberg mit einer Größe von circa sechs mal sechs Kilometern Fläche ausgewählt. Bei diesen Landschaftsausschnitten handelt es sich mehrheitlich um Gebiete, die heute selten gewordene und besondershochwertige Lebensräume für Tiere und Pflanzen umfassen. Hierzu zählen beispielsweise Naturschutzgebiete. Ihren Wert für Nachtfalter erkennt man unter anderem an den sehr langen Artenlisten, die für den Zeitraum 1971 bis 2000 das Vorkommen unterschiedlichster Arten dokumentieren. Ergänzt wurden diese Daten durch ein 2019-2020 durchgeführtes Nachtfalter-Monitoring, in dem insgesamt 778 Arten nachgewiesen werden konnten. Das sind 82 Prozent der Arten, die in den letzten 50 Jahren in Baden-Württemberg gefunden wurden. Drei Arten, die bereits als ausgestorben galten, wurden wiederentdeckt. Insgesamt zeigt der historische Vergleich allerdings, dass die Artenzahlen in den untersuchten Quadranten deutlich, nämlich um durchschnittlich zwölf Prozent, zurückgegangen sind. Waren es vor 2000 im Mittel noch 392 Arten, konnten nach 2000 im Mittel nur 344 Arten nachgewiesen werden. Rückgang in mageren Offenlandstandorten besonders hoch Besonders stark betroffen vom Rückgang der Artenzahlen sind Lebensräume, die sich durch nährstoffarme Standortsverhältnisse auszeichnen. Dazu gehören unter anderem Magerrasen, Niedermoore und feuchte Gebüsche und Säume. Hier gingen die Artenzahlen im Untersuchungszeitraum um 15 Prozent zurück. Ein Grund für diese Veränderungen ist der Eintrag von Stickstoff, der zu einem verstärkten Pflanzenwachstum führt, was sich auf die Zusammensetzung der Pflanzengesellschaften und das Mikroklima auswirkt. Stickstoff wird entweder direkt beispielsweise durch intensive Düngung in der Landwirtschaft oder indirekt über Abgase aus Industrie und Verkehr in den Boden eingetragen. Eine Art, die von diesen Lebensraumveränderungen besonders betroffen ist, ist das Trockenrasen-Flechtenbärchen (Setina irrorella) . Der gelbbraune Falter besitzt schwarzgefleckte Flügel mit einer Spannweite von rund 3 cm. Seine Raupen ernähren sich von auf Steinen wachsenden Flechten auf felsigen Magerrasen. Die Art ist durch zu starken Pflanzenwuchs und die damit einhergehende Beschattung in ihrem Lebensraum gefährdet. Rückgang nimmt mit Seehöhe zu Der Einfluss des Klimawandels in Form zunehmender Erwärmung zeigt sich besonders bei Betrachtung der Nachtfalter in verschiedenen Höhenstufen. Das Projekt ergab einen Rückgang der Artenzahlen auf allen Stufen, von der Ebene bis in die Schwarzwaldhöhen. Jedoch ist dieser nicht überall gleich stark. Insbesondere Arten, die in montanen und hochmontanen Lebensräumen ab 500 Meter Seehöhe leben, nehmen stark ab (60-19 Prozent). Bedingt durch den Klimawandel wird es auch in diesen Höhen immer wärmer. Für die kälteliebenden Arten ist ein Rückzug in höhergelegene Lebensräumen meist nicht möglich. Sie sterben dadurch lokal aus. Ein Beispiel hierfür ist die Mondfleckglucke. Der plumpe Falter besitzt dunkelbraune Flügel mit je einem markanten dreieckigen weißen Makel. Seine überwinternde Raupe entwickelt sich an Fichten in Nadelwaldgesellschaften. Die Art ist seit der Jahrtausendwende aus den niederen lagen im Land verschwunden. Gründe für den Rückgang Zum Rückgang der Nachtfalter tragen verschiedene Ursachen bei. Dazu gehören nicht nur der von der LUBW untersuchte Lebensraumverlust durch Stickstoffeinträge und die Einflüsse des Klimawandels, sondern auch: Fazit Der Rückblick auf die Entwicklung der Nachtfalterbestände in Baden-Württemberg bietet die seltene Gelegenheit, Veränderungen der Insektenfauna zu erkennen und daraus Schlüsse auf die zugrundeliegenden Ursachen zu ziehen. Dies ermöglicht es, gezielte Maßnahmen zum Insektenschutz zu ergreifen. Meist sind mehrere Gründe für die Artenverluste verantwortlich. Deshalb sind sowohl eine grundsätzliche Neuausrichtung der Landnutzung als auch direkte Hilfsmaßnahmen durch Biotopschutz erforderlich. Das Land Baden-Württemberg hat diese Herausforderungen erkannt und Schritte eingeleitet, um den Schutz der Nachtfalter zu verbessern. Wichtige Instrumente sind dabei das Biodiversitätsstärkungsgesetz aus dem Jahr 2020 sowie das Arten- und Biotopschutzprogramm. Mehr zum Thema: Lycia zonaria (Bsp. für mageres Offenland) Die Weibchen des Trockenrasen-Dickleibspanners ( Lycia zonaria ) sind flügellos und somit auf Magerrasen und extensiv genutzte Magerwiesen mit einer historisch langen Nutzungs-Kontinuität beschränkt. – Foto: Oliver Karbiener. Lemonia dumi (Bsp. für mageres Offenland) Der Habichtskraut-Wiesenspinner ( Lemonia dumi ) benötigt großflächige, magere Wiesen oder Weiden und ist nur in wenigen Regionen des Landes vertreten. Er kann mittlerweile durch Pheromone einfacher als früher nachgewiesen werden. – Foto: Oliver Karbiener. Photedes captiuncula (Bsp. für mageres Offenland montaner Bereiche) Das Grashalden-Halmeulchen ( Photedes captiuncula ) lebt in montanen, extensiv genutzten oder brachliegenden Magerrasen sowie (wechsel-)feuchten Wiesen. Es kommt nur noch sehr lokal vor. – Foto: Oliver Karbiener. Calamia tridens (Bsp. für mageres Offenland mit kontinentalem Klima) Die Grüneule ( Calamia tridens ) kommt im Land möglicherweise nur noch in den lückigen Kalk-Magerrasen der Schwäbischen Alb vor. Von allen übrigen früheren Fundstellen sind schon länger keine Falter mehr gemeldet worden. – Foto: Robert Trusch Entephria infidaria (Bsp. für kühlfeuchte montane Lebensräume) Der Winkelzahn-Gebirgs-Blattspanner ( Entephria infidaria ) ist eine der wenigen rein europäisch verbreiteten Gebirgsarten. Die Art kommt in felsdurchsetzten, kühlfeuchten Wäldern vor und ist auf der Alb eine extreme Seltenheit. – Foto: Robert Trusch. Diacrisia purpurata (Bsp. für mageres Offenland) Der Purpurbär ( Diacrisia purpurata ) ist landesweit sehr stark zurückgegangen. Er besiedelt sowohl trockene als auch feuchte ausschließlich extensiv genutzte magere Offenland-Biotope, von den Sand- und Kalk-Magerrasen bis hin zu den Niedermooren. – Foto: Robert Trusch.
Unter diesem Motto rief unsere Laubsammelkampagne von 2002-2007 sechs Jahre lang in Folge stadtweit auf, die Kastanienminiermotte einzudämmen. Kastanienlaub sammeln und beseitigen ist auch weiterhin sinnvoll. Warum eigentlich Laub sammeln? Die Rosskastanienminiermotte befällt überwiegend die weißblühenden Rosskastanien. Der schädigende Fraß ihrer Larven in den Blättern bewirkt die vorzeitige Verbräunung des Laubes, das schließlich vollständig vertrocknet und abfällt. Bei starkem Befall geschieht dies so früh im Jahr, dass die Kastanien in einer Notreaktion noch im Herbst noch einmal austreiben und sogar blühen. Die jungen und unreifen Triebe können im Berliner Raum von den ersten Nachtfrösten so schwer geschädigt werden, dass die Bäume dauerhafte Schäden erleiden können und aufgrund dieser Schwächung anfälliger für Krankheiten sind. Im abfallenden Kastanienlaub überwintern die Puppen der Motte und können im nächsten Frühjahr wieder schlüpfen, wenn die Blätter liegen bleiben. Um den Miniermottenbefall einzudämmen und die Gesundheit der Kastanien zu fördern, muss deshalb das Kastanienlaub sorgfältig und möglichst vollständig gesammelt und entsorgt werden. Die Wirksamkeit der Laubbeseitigung als Erfolg im Kampf gegen die Motte wurde durch Monitoring durch das Pflanzenschutzamt Berlin bestätigt: Sorgfältiges Laubsammeln reduziert den Befall um 2/3 im nächsten Frühjahr. Die Bäume bleiben länger grün und verkraften besser spätere Laubschäden. Flugverläufe ab 2003 sind im Pflanzenschutzamt Berlin verfügbar. Die Wiederbesiedelung der Kastanien durch die Miniermotte beginnt im Frühjahr auf geräumten Flächen deutlich später. Die Blätter werden so deutlich weniger geschädigt und bleiben länger grün . Auch der Laubfall verzögert sich im Vergleich zu Bäumen, unter denen das Laub nicht entfernt wurde. Nach Aussage italienischer Pflanzenphysiologen können Rosskastanien Blattschäden zum Teil kompensieren. Das liegt unter anderem daran, dass die Bäume ihre Reservestoffe für den Neuaustrieb im Folgejahr bereits im Frühjahr und Frühsommer aufbauen. Dieser Reservestoffaufbau erfolgt damit bei Kastanien, deren Laub gründlich beseitigt wurde, rechtzeitig bevor die Blätter wieder durch Larvenfraß stark geschädigt werden. Wer herabgefallenes Kastanienlaub gründlich beseitigt, hilft der Rosskastanie dabei, im nächsten Frühjahr genügend Kraft für den Austrieb und die Blüte im wiederum folgenden Jahr zu sammeln. Wenn eine Laubbeseitigung auch weiterhin immer wieder sorgfältig erfolgt, kann der Baum länger leben und gesund bleiben. Wir müssen uns wohl leider trotzdem daran gewöhnen, dass weiterhin Kastanienblätter im Laufe des Jahres geschädigt werden, verbräunen und womöglich vor dem eigentlichen Laubfall im Herbst abfallen, denn auch durch gründliche Sammlung und Beseitigung des Laubes kann der Schädling natürlich nicht vollständig ferngehalten werden – immerhin ist die Kastanienminiermotte mittlerweile in ganz Europa verbreitet! Dennoch lohnt sich der Aufwand, einen unserer schönsten Park- und Straßenbäume durch einfaches Laubsammeln vor einer allzu schweren Schädigung und Entkräftung zu retten und damit dazu beizutragen, dass auch die kommenden Generationen ihre Freude an unserer Kastanie haben können! Kastanien auf öffentlichen Flächen Das gesammelte Laub von Kastanien in öffentlichen Grünflächen in Berlin (überwiegend Grünanlagen) muss grundsätzlich von den bezirklichen Gartenämtern entsorgt werden. Für Bäume bzw. Straßenbegleitgrün an öffentlichen Straßen, die im Straßenreinigungsverzeichnis dem Verzeichnis A (ausgebaute Straßen innerhalb geschlossener Ortslagen) oder B (Straßen außerhalb geschlossener Ortslagen, die überwiegend dem inneren Verkehr dienen) zugeordnet sind, sorgt die BSR im Rahmen ihrer Reinigungspflicht für die Beseitigung des Kastanienlaubs. An- und Hinterlieger (Eigentümer oder dinglich Nutzungsberechtigte) müssen für diese Leistung regelmäßig Entgelte entrichten. Kastanien auf privaten Flächen An- und Hinterlieger (Eigentümer oder dinglich Nutzungsberechtigte) an Straßen, die dem Verzeichnis C (nicht oder nicht genügend ausgebaute Straßen) zugeordnet sind, entrichten keine Entgelte für eine Straßenreinigung und sind selbst für die Reinigung und Laubbeseitigung verantwortlich. Für das Laub weiß blühender Rosskastanien an C-Straßen sowie auf allen privaten bzw. gewerblichen Flächen gibt es verschiedene Möglichkeiten der Entsorgung, die von der anfallenden Menge und den vorhandenen örtlichen Gegebenheiten abhängig sind: Die BSR-BIOGUT-Tonne kann genutzt werden. Ein Tipp: Wenn die Tonne bereits voll und noch viel Laub übrig ist, können Sie das gesammelte Laub z.B. auch in Säcken dicht verschlossen zwischenlagern und dann über die Biogut-Tonne entsorgen. BSR-BIOGUT-Behälter für organische Abfälle Verwenden Sie die bekannten kostenpflichtigen Laubsäcke der BSR! Ein Laubsack kostet seit 01.01.2011 4,- €. Im Preis bereits enthalten sind die Abholung vom Straßenrand durch die BSR und die professionelle Entsorgung des Laubes in Großkompostieranlagen. Kaufen können Sie die Laubsäcke auf allen BSR-Recyclinghöfen. Die BSR nimmt befüllte Laubsäcke auf fast allen Recyclinghöfen zurück (bis zu 5 Stück je Anlieferfahrzeug). Je BSR-Laubsack wird 1,- € erstattet. BSR-Laubsäcke BSR-Recyclinghöfe: Standorte BSR-Flyer Stattliche Sammlung Laub Wenn Sie die Möglichkeit dazu haben, können Sie das Laub auf Ihrem Grundstück vergraben und mit einer mindestens 10 cm starken, verfestigten Erdschicht oder einer stabilen Folie lückenlos abdecken. Dabei ist zu beachten, dass diese lückenlose Abdeckung so lange bestehen bleibt, bis die Schlupfzeit der Motte im nächsten Frühjahr vorüber ist; die Entfernung einer Abdeckung sollte also frühestens Ende Juni erfolgen! Noch sicherer ist natürlich eine zwei- oder mehrjährige Abdeckung. Eine Kompostierung im eigenen Garten ist nicht ohne weiteres sinnvoll, da aufgrund mangelnder Selbsterhitzung des Laubes bei einer Kompostierung im Haus- und Kleingartenbereich leider keine für die Abtötung der Puppen erforderlichen Temperaturen erreicht werden. Um das Kastanienlaub dennoch im eigenen Garten verwerten zu können, ist vor der Kompostierung eine Zerkleinerung (z.B. mittels Schredder, Rasenmäher) empfehlenswert, mit der eine Abtötung der Puppen von über 80 % erreicht werden kann. Größere Mengen Laub können auch über Betriebe der Gütegemeinschaft Kompost Berlin-Brandenburg-Sachsen-Anhalt e.V. entsorgt werden. Nur durch die Mitgliedsbetriebe der Gütegemeinschaft wird eine kontrollierte, nach RAL (Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V.) gütegesicherte Kompostierung des Kastanienlaubes garantiert, bei der die umfassende Abtötung der Mottenpuppen im Laub gewährleistet ist. Gütegemeinschaft Kompost Berlin – Brandenburg – Sachsen-Anhalt e.V. Zossener Str. 6 a 15806 Nächst Neuendorf Tel.: (03377) 33 25 73 Fax: (03377) 20 08 56 E-Mail Gütegemeinschaft Kompost
Die Karte bildet den Bezirk Hamburg - Mitte mit den Inseln Neuwerk und Schahörn im Maßstab 1: 25 000 ab. Diese Stadtplan-, Übersichts- und Planungskarte ist als mehrfarbige Normalausgabe mit Wohn-, Industrie, Verkehrs- und Grünflächen, sowie als Verwaltungsausgabe mit unaufdringlichem Hintergrund erhältlich. Die Bezirkskarte hat das Papierformat 100 x 70 cm.
Die Bezirkskarte von Hamburg ist die bezirksbezogene Übersichts- und Planungskarte. Die Karte hat den Maßstab 1: 25 000 und besteht aus den folgenden sechs teilweise überlappenden Blättern im Papierformat 100 x 70 cm: Hamburg-Mitte, Altona - Eimsbüttel, Eimsbüttel - Hamburg-Nord, Wandsbek, Bergedorf und Harburg. Diese Karte ist nur plano als mehrfarbige Normalausgabe oder als Ausgabe mit Verwaltungsgrenzen erhältlich.
Die Karte bildet die Bezirke Eimsbüttel - Hamburg - Nord im Maßstab 1: 25 000 ab. Diese Stadtplan-, Übersichts- und Planungskarte ist als mehrfarbige Normalausgabe mit Wohn-, Industrie, Verkehrs- und Grünflächen, sowie als Verwaltungsausgabe mit unaufdringlichem Hintergrund erhältlich. Die Bezirkskarte hat das Papierformat 100 x 70 cm.
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Die Karte bildet die Bezirke Altona - Eimsbüttel im Maßstab 1: 25 000 ab. Diese Stadtplan-, Übersichts- und Planungskarte ist als mehrfarbige Normalausgabe mit Wohn-, Industrie, Verkehrs- und Grünflächen, sowie als Verwaltungsausgabe mit unaufdringlichem Hintergrund erhältlich. Die Bezirkskarte hat das Papierformat 100 x 70 cm.
Die Karte bildet den Bezirk Bergedorf im Maßstab 1: 25 000 ab. Diese Stadtplan-, Übersichts- und Planungskarte ist als mehrfarbige Normalausgabe mit Wohn-, Industrie, Verkehrs- und Grünflächen, sowie als Verwaltungsausgabe mit unaufdringlichem Hintergrund erhältlich. Die Bezirkskarte hat das Papierformat 100 x 70 cm.
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