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Muttermilch-Untersuchungsprogramm des Landes Niedersachsen

Die Untersuchungen geben Informationen über die allgemeine Belastung mit Schadstoffen, insbesondere mit Organochlorverbindungen. Sie können z. B. regionale Unterschiede (Stadt-Land) im Gehalt an Fremdstoffen aufzeigen. Die Messungen geben an, ob sich Fremdstoffe in ihrer Konzentration geändert haben oder ob sogar neue Fremdstoffe nachweisbar sind. Die Ergebnisse der Fremdstoffmessungen könnten zu Änderungen der Stillempfehlungen führen.

KMUi-BÖ02: Erforschung eines effizienten, zellfreien Herstellverfahrens komplexer, sialylierter HMO als präbiotischer Nahrungsmittelzusatz

KMUi-BÖ02: Erforschung eines effizienten, zellfreien Herstellverfahrens komplexer, sialylierter HMO als präbiotischer Nahrungsmittelzusatz, Teilprojekt 1

Konzept für ein Perinatalarchiv der Umweltprobenbank des Bundes und dessen Erprobung: Probengewinnung und Kryokonservierung von Frauenmilch, Nabelschnurblut und Placentagewebe. Pilotierung an einer großen Geburtsklinik

Umweltschadstoffe können sich zu jeder Phase der menschlichen Entwicklung negativ auf die Gesundheit auswirken. Die fetale und neonatale Entwicklung des Menschen rückt immer mehr in den wissenschaftlichen und umweltpolitischen Fokus, da dieser Zeitabschnitt als besonders sensitive Phase für mögliche Schadwirkungen von Umweltnoxen angesehen wird. Die Umweltprobenbank des Bundes (UPB) sammelt und archiviert bereits Humanproben von jungen Erwachsenen um deren umweltbedingte Belastung regelmäßig und auch retrospektiv mit Methoden des Human-Biomonitorings (HBM) bestimmen zu können. Eine Erweiterung des UPB-Spektrums um Humanproben, die in der Zeit um die Geburt herum (Perinatal-Periode) gewonnen werden, ist eine geeignete Maßnahme um die umweltbedingte Schadstoffbelastung in der fetalen und neonatalen Entwicklung des Menschen quantifizieren und bewerten zu können. Ziel des Vorhabens ist es, Voraussetzungen dafür zu schaffen, die bestehende wissenschaftliche und technische Infrastruktur des Humanteils der UPB um ein Perinatalarchiv zu ergänzen und zu prüfen, ob und wie Proben von Frauenmilch, Nabelschnurblut und Placentagewebe eingelagert werden können. Auf der Basis von Voruntersuchungen des UBA und des aktuellen Standes von Forschung und Entwicklung in diesem Themenfeld soll zunächst ein Konzept zur Etablierung eines Perinatalarchivs im Rahmen der UPB erstellt werden. Dieses Konzept beinhaltet die Rekrutierung von Teilnehmerinnen, die Gewinnung der Perinatalproben, den Transport und die Kryokonservierung der Proben sowie deren regelmäßige und retrospektive Analyse auf Schadstoffe. Es berücksichtigt auch den anschließenden Schritt der toxikologischen und umwelt-epidemiologischen Bewertung der Analyseergebnisse. Auf dieser Konzeptgrundlage ist eine orientierende Test- bzw. Machbarkeitsstudie durchzuführen, die erste Proben gewinnt, einlagert und Daten zur aktuellen perinatalen Schadstoffbelastung in Deutschland liefert.

Potenzielle SVHC in Umwelt und Erzeugnissen - Datenerhebung zur Vorbereitung von Beschränkungsvorschlägen für PFC

Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) werden aufgrund ihrer herausragenden Eigenschaften in vielen Industrie- und Verbraucherprodukten verwendet. Bei Herstellungsprozessen und dem Gebrauch PFC-haltiger Produkte gelangen diese Chemikalien in die Umwelt, werden global verteilt und sind dann ubiquitär zu finden. Alarmierend sind zudem Nachweise in menschlichem Blut und Muttermilch. Zum Schutz von Mensch und Umwelt vor einer zunehmenden Exposition mit besorgniserregenden PFC sind daher regulatorische Maßnahmen (z.B. Aufnahme in Kandidatenliste, Anhang XIV (Zulassung) oder Anhang XVII (Beschränkung)) erforderlich. Neben den teilweise regulierten langkettigen PFC, wie PFOS und PFOA verwenden Unternehmen heute hauptsächlich kurzkettige PFC. Die kurzkettigen PFC sind jedoch ebenso persistent wie die langkettigen PFC. Einige Vertreter sind nachgewiesenermaßen toxisch. Es gibt zudem Hinweise auf endokrine Wirkungen dieser Stoffe. Aufgrund ihrer hohen Mobilität können diese Verbindungen Grundwasser und Rohwasser verunreinigen. Kurzkettige PFC kommen bereits jetzt ubiquitär in der Umwelt vor. Sie weisen ein sehr geringes Adsorptionspotential auf, daher können sie kaum aus Wasser herausgereinigt werden. Da die Produktionsmengen der kurzkettigen PFC voraussichtlich aufgrund der bereits vorbereiteten PFOA-Beschränkung steigen werden, besteht ein dringender Handlungsbedarf seitens der Behörden, um Grundwasser und Trinkwasser vor der Verunreinigung dieser mobilen und persistenten Stoffe zu schützen. In diesem Forschungsvorhaben soll durch Unternehmens- und Verbändekonsultationen ermittelt werden, welche kurz- und langkettigen PFC inkl. ihrer Vorläuferverbindungen (PFOA und PFOS ausgenommen) für welche Verwendungen, in welcher Tonnage und mit welcher Exposition genutzt werden, um Quellen für diese PFC in die Umwelt ableiten zu können. Es soll auch festgestellt werden, welche Risikominderungsmaßnahmen seitens der Unternehmen getroffen werden könnten. Es soll weiterhin untersucht werden, welche nichtfluorierten Alternativen bzw. technischen Alternativen zu PFC zur Verfügung stehen. Diese Alternativen sollen hinsichtlich der Anwendbarkeit für die verschiedenen Verwendungen bewertet werden. Dazu sollen intensive Gespräche mit internationalen Experten und auch mit Unternehmen, die Alternativen verwenden bzw. herstellen, durchgeführt werden. Im Rahmen des Vorhabens soll zudem ein 'Muster'-Fragebogen bzw. Online Tool entwickelt werden, welches dann für weitere Unternehmens- und Verbändekonsultationen zu Beschränkungsvorschlägen von PFC und anderen Stoffen zur Verfügung stehen soll.

PFC-Planet: Chemikalien in der Umwelt

<p>Pfannen, Verpackungen, Regenjacken: Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) werden in vielen Produkten eingesetzt. Einige PFC sind giftig, verbleiben in der Umwelt und reichern sich in Organismen an. Selbst in der Muttermilch wurden PFC nachgewiesen. Das UBA-Angebot PFC-Planet erklärt, wie PFC in die Umwelt und Nahrungskette gelangen, welche Konsequenzen das hat und was man dagegen tun kann.</p><p>Per- und polyfluorierte Chemikalien werden wegen ihrer wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften in einer Vielzahl von Verbraucherprodukten eingesetzt, zum Beispiel in Textilien, Papier oder Löschmitteln. Dies führt zu einer weltweiten Verbreitung dieser kaum abbaubaren Chemikalien. Über Nahrung, Luft und Trinkwasser gelangen die ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/p?tag=PFC#alphabar">PFC</a>⁠ auch in den menschlichen Organismus.&nbsp;</p><p>Videos, animierte Grafiken und kurze Texte zeigen in der multimedialen ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/u?tag=UBA#alphabar">UBA</a>⁠-Anwendung PFC-Planet, wo wir zuhause und unterwegs mit den gesundheitsschädlichen PFC in Berührung kommen. Außerdem wird erklärt, wie sich PFC in der Umwelt verbreiten und was Verbraucherinnen oder Verbraucher tun können. Im PFC-Quiz können Leserinnen und Leser außerdem ihr Wissen über die Chemikalien testen.&nbsp;</p><p>Neben der <a href="https://www.umweltbundesamt.de/pfc-planet">Desktop-Variante auf uba.de</a> gibt es PFC-Planet auch als native iPad-App kostenlos zum <a href="https://itunes.apple.com/de/app/id583898618?mt=8&amp;affId=1860684">Download im App-Store</a>.</p><p>&nbsp;</p>

Berechnungsgrundlagen zur Ermittlung der Strahlenexposition infolge bergbaubedingter Umweltradioaktivität (Berechnungsgrundlagen Bergbau - BglBb)

Berechnungsgrundlagen zur Ermittlung der Strahlenexposition infolge bergbaubedingter Umweltradioaktivität (Berechnungsgrundlagen Bergbau - BglBb) Die Berechnungsgrundlagen Bergbau gelten für die Nutzung, Stilllegung, Sanierung und Folgenutzung bergbaulicher Anlagen und Einrichtungen und für die Nutzung, Sanierung und Folgenutzung von Grundstücken, die durch bergbauliche Aktivitäten kontaminiert sind. Sie dienen dazu, die bergbaubedingte Strahlenexposition von Einzelpersonen der Bevölkerung und von Beschäftigten zu ermitteln. Die Berechnungsgrundlagen Bergbau dienen der Ermittlung der bergbaubedingten Strahlenexposition von Einzelpersonen der Bevölkerung und von Beschäftigten und gelten sowohl für die Nutzung, Stilllegung, Sanierung und Folgenutzung bergbaulicher Anlagen und Einrichtungen als auch für die Nutzung, Sanierung und Folgenutzung von Grundstücken, die durch bergbauliche Aktivitäten kontaminiert sind. In den Berechnungsgrundlagen Bergbau werden Verfahren und Parameter zur Berechnung der effektiven Dosis für den Aufenthalt in Gebäuden, an unterirdischen Arbeitsplätzen und im Freien sowie für den Verzehr von Muttermilch und lokal erzeugter Lebensmittel beschrieben. Es werden folgende Expositionspfade berücksichtigt: äußere Exposition durch Gammastrahlung des Bodens, Exposition durch Inhalation von Staub, Exposition durch Inhalation von Radon und seinen kurzlebigen Zerfallsprodukten, Exposition durch Ingestion von Muttermilch und lokal erzeugter Lebensmittel (Trinkwasser, Fisch, Milch und Milchprodukte, Fleisch und Fleischwaren, Blattgemüse, sonstige pflanzliche Produkte) und Exposition durch Direktingestion von Boden. Zur Berücksichtigung der natürlicherweise vorhandenen Umweltradioaktivität bei der Einbeziehung von Messungen enthalten die Berechnungsgrundlagen Bergbau Werte des natürlichen Untergrundes aller relevanten Umweltmedien. Weiterhin wird ein einfaches Verfahren zur radiologischen Bewertung des in die Atmosphäre freigesetzten Radon s beschrieben. Stand: 10.06.2025

PFC-Precursor; Untersuchungen zum Vorkommen und Verhalten von Vorläuferverbindungen perfluorierter Chemikalien (PFC) in der Umwelt zur Vorbereitung regulatorischer Maßnahmen

Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) werden aufgrund ihrer herausragenden Eigenschaften in vielen Industrie- und Verbraucherprodukten verwendet. Bei Herstellungsprozessen und dem Gebrauch PFC-haltiger Produkte gelangen diese Chemikalien in die Umwelt, werden global verteilt und sind dann ubiquitär zu finden. Alarmierend sind zudem Nachweise in menschlichem Blut und Muttermilch. Die Stoffgruppe der PFC umfasst mehr als 850 Chemikalien. Darunter befinden sich perfluorierte Sulfonsäuren (PFSA), perfluorierte Carbonsäuren (PFCA) und deren Vorläuferverbindungen. PFSAs und PFCAs sind aufgrund ihrer Persistenz und ihrem Potential zur Bioakkumulation besorgniserregend. Um dem Vorsorgegedanken von REACH gerecht zu werden, ist ein Schutz von Mensch und Umwelt durch regulatorische Maßnahmen (Aufnahme in Kandidatenliste, Anhang XIV (Zulassung) und Anhang XVII (Beschränkung)) in Bezug auf PFCAs und PFSAs inklusive deren Vorläuferverbindungen erforderlich. Es ist derzeit unklar, wie hoch der Beitrag der Vorläuferverbindungen zum Vorkommen von PFCAs und PFSAs in der Umwelt ist. Außerdem liegen nur wenige Erkenntnisse zum Verbleib und Verhalten der Vorläuferverbindungen in der Umwelt vor. In diesem Forschungsvorhaben soll untersucht werden, welche Vorläuferverbindungen einen relevanten Anteil an der Umweltbelastung der PFCAs und PFSAs haben. Ziel ist es für diese Vorläuferbindungen Daten zum Vorkommen und Verhalten in der Umwelt zu liefern. Hierfür ist es zunächst nötig eine Recherche durchzuführen, um Informationen zur Herstellung und Verwendung von Vorläuferverbindungen zu bekommen. Für die Erhebung von Daten zum Vorkommen und Verhalten dieser Verbindungen in der Umwelt sollen entsprechende analytische Methoden entwickelt werden. Unter Anwendung dieser Methoden sollen dann die Konzentrationen der Vorläuferverbindungen in verschiedenen Umweltkompartimenten bestimmt werden.

Bestimmung bromierter Flammschutzmittel in Lebensmitteln unter Berücksichtung neuer Substanzen - Methodenentwicklung und Messung in realen Proben

Bromierte Flammschutzmittel haben einen hohen Produktionsanteil an allen Flammschutzmitteln. Beispiele für Anwendungen sind vielfältig und betreffen z.B. Leiterplatten, Kunststoffgehäuse von technischen Geräten wie Kopierern, Computern oder Fernsehern, Textilfasern, die flammfest sein müssen oder geschäumte Stoffe. In den letzten Jahren sind gerade die bromierten Stoffe zunehmend Gegenstand öffentlicher und wissenschaftlicher Diskussionen. Sie wurden in der Umwelt und im Menschen nachgewiesen, allerdings ist die Datenlage insgesamt sehr unbefriedigend. In einem ersten Schritt soll eine Methode zur Bestimmung dieser Substanzklasse in unterschiedlichen Nahrungsmitteln (einschl. Muttermilch) etabliert werden. Danach werden diese Stoffe in Nahrungsmittelduplikaten bestimmt, die bereits im Rahmen der INES-Untersuchung (Integrated Exposure Assessment Survey) gesammelt wurden. Im Anschluss soll für diese gesundheitlich bedeutsame Substanzklasse die Exposition der allgemeinen Bevölkerung und des Säuglings über den Nahrungs- bzw. Muttermilchpfad abgeschätzt werden.

Untersuchungen zur Biokinetik von Zirkon-, Ruthen- und Tellur-Isotopen sowie von Lanthaniden beim Menschen und Folgerungen für die Strahlenschutzvorsorge : Vorhaben 3605S04471

Das Wissen über das biokinetische Verhalten von Radionukliden ist von großer Bedeutung für die Dosisabschätzung nach Inkorporation dieser radioaktiven Stoffe. Für viele Radionuklide liegen jedoch bis heute nur wenige oder unzureichende Informationen zur Biokinetik vor, da diese Daten in vielen Fällen anhand von Tierexperimenten gewonnen wurden und die Übertragbarkeit auf den Menschen damit nicht gesichert ist. Dies gilt im Wesentlichen auch für Zirkonium, Ruthenium und auch für Lanthanide. Radionuklide dieser Elemente können bei kerntechnischen Unfällen signifikant zur Dosis für beruflich Strahlenexponierte und Einzelpersonen der Bevölkerung beitragen. Ziel des Vorhabens war es daher, das Wissen hinsichtlich der biokinetischen Gegebenheiten für diese Elemente direkt am Menschen experimentell zu generieren. Dies konnte durch den Einsatz von stabilen Isotopen ermöglicht werden, die sich aus biokinetischer Sicht von den entsprechenden Radioisotopen nicht unterscheiden. Auf diese Weise war es möglich, Informationen bezüglich des Absorptions-, Retentions- und Ausscheidungsverhaltens der jeweiligen Radionuklide zu gewinnen und daraus verbesserte biokinetische Modelle herzuleiten. Darüber hinaus galt es für das Element Cer aus der Gruppe der Lanthanide den Transfer in die Muttermilch näher zu untersuchen, da hier teilweise widersprüchliche Daten in der Literatur vorlagen. Im Vorfeld von Probandentests mussten die für die Untersuchungen geeigneten stabilen Isotope und deren Verabreichungsmengen ausgewählt werden. Dies wurde sowohl aus toxikologischen sowie aus messtechnischen Gesichtspunkten heraus betrachtet.

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