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Ökologie des Kronenraumes eines Leipziger Auenwaldes, Teilprojekt 1: Diversität, Ökologie und Soziologie von Pilzen und Schleimpilzen des Kronenraumes

Pilze sind zusammen mit den Insekten die artenreichsten und in ökologischer Hinsicht bedeutungsvollsten Organismen der Baumkronen temperater Wälder. Die bisherigen gravierenden Kenntnisdefizite, z.B. über Vielfalt, Habitat- und Substratansprüche sowie Sukzession von Pilzen der Kronenschicht, sollen mittels einer umfassenden Studie deutlich reduziert werden. Die Untersuchungen umfassen sämtliche Makromyzeten, ausgewählte holzbewohnende Mikromyzeten, Phytoparasiten und epiphylle dematioide Pilze. Erste Ergebnisse unterstreichen die hohe Artenvielfalt und enge ökologische Bindungen.

Forschung zur Erstellung der Roten Listen 2020 - Teilvorhaben: Kooperation Checklisten

Teilvorhaben: Durchfuehrbarkeitsstudie zur Errichtung einer Logistik-Zentrale fuer Wertstoffe am Beispiel Kompost^Neue Techniken der Kompostierung^Teilvorhaben 17/2: Oeffentlichkeitsarbeit und Vermarktung von Biokomposten unter Einbeziehung der Ergebnisse praxisbezogener Anwendungsuntersuchungen, Teilvorhaben 15/3: Kohlhernie-Bekaempfung / Antagonistenpraeparate und Kompostzusaetze

Die Pilzflora von Komposten hat sich sowohl fuer den Kompostierungsvorgang als auch fuer die Anwendung von Komposten als relevant herausgestellt. Das Auftreten der Dauersporen des obligat phytopathogenen Schleimpilzes Plasmodiophora brassicae ist bei der landwirtschaftlichen Nutzung von Komposten kritisch. Als Verursacher der Kohlhernie geht ein erhebliches Gefahrenspotential von diesem Erreger aus. Bekaempfungsstrategien, fuer phytopathogene Keime allgemein und Pl. br. im besonderen, mit geeigneter Prozessfuehrung bei der Kompostierung stehen bislang nicht zur Verfuegung. Neben der Prozessfuehrung verspricht der Einsatz von Antagonismen-Praeparaten eine ueber den Kompostierungsvorgang hinausgehende phytohygienische Wirkung. Der Schwerpunkt des vorliegenden Projektes liegt in der Behandlung des Kompostes mit protagonistischen und antagonistischen Mikroorganismen nach der Hauptrotte. Des weiteren werden Naturkalkzusaetze bei Variation der Bodentypen untersucht. Die Kontrolle der Wirkmechanismen erfolgt durch umfangreiche Pflanzentests, die gleichzeitig die Eignung des PCR-Tests zur Fremdueberwachung belegen sollen. Ziel des Projektes ist die Ausarbeitung von Richtwerten fuer die Kompostaufbereitung zu phytosanitaer hochwertigen Bodenverbesserungsmitteln. Die im Vorhaben gewonnenen Erkenntnisse werden unter wirtschaftlichen und gesamtoekologischen Gesichtspunkten bewertet. Daraus abgeleitet werden praxisbezogene Empfehlungen fuer den Betrieb von zwangsbeluefteten Rotteprozessen und der Konfektionierung von Komposterden unter phytohygienischen Gesichtspunkten. Die Verwertbarkeit der Ergebnisse des Vorhabenskomplexes wird damit erreicht.

Artenlisten – Rote Listen der gefährdeten Pflanzen, Tiere und Pilze von Berlin

Für die – auch gesetzlich vorgeschriebene – Erhaltung der Tier- und Pflanzenwelt Berlins sind Rote Listen unentbehrliche und zugleich auch allgemein akzeptierte Arbeitsmittel. Sie veranschaulichen auf wissenschaftlicher Grundlage, wie es um das Überleben von Tier- und Pflanzenarten in einem bestimmten Gebiet bestellt ist. Da Arten oft an bestimmte Lebensräume gebunden sind, kann aus ihrer Gefährdung auch auf den Zustand ihrer Lebensräume geschlossen werden. Insofern ergeben sich konkrete Ansatzpunkte für Schutz-, Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen. Auch die zuständigen Flächenbesitzer oder Flächennutzer können ihre Verantwortung für das Überleben der Arten erkennen. Auch der Öffentlichkeit bieten Rote Listen Informationen über das Vorkommen von Tier- und Pflanzenarten in Berlin. Ein Blick in die Listen zeigt Fachleuten wie interessierten Laien gleichermaßen, welche Arten in Berlin vorkommen, welche gefährdet oder sogar ausgestorben sind. Daneben enthalten die Listen viele ergänzende Informationen, beispielsweise zum gesetzlichen Schutzstatus der Arten. Rote Listen sind seit langem eine häufig genutzte Entscheidungshilfe der Verwaltung. Sie unterstützten die Ausweisung von Schutzgebieten, die Entwicklung von Biotopverbundsystemen, die Bewertung von Eingriffen in Natur und Landschaft und viele andere Aufgaben. Sie helfen damit auch, die beschränkten öffentlichen Mittel auf die dringendsten Naturschutzaufgaben zu konzentrieren. Die Erstellung und Fortschreibung Roter Listen organisiert in Berlin traditionsgemäß der Landesbeauftragte für Naturschutz und Landschaftspflege in Kooperation mit der Obersten Naturschutzbehörde in einem Turnus von etwa 10 Jahren. Die fachlichen Grundlagen über das Vorkommen und die Gefährdungssituation einzelner Arten werden jedoch immer von einer Vielzahl meist ehrenamtlich tätiger Experten, insbesondere von Mitgliedern botanischer und faunistischer Fachverbände erhoben. Die Bearbeiter der verschiedenen Organismengruppen werten diese Angaben systematisch aus und integrieren dabei auch Informationen aus neueren naturschutzfachlichen Gutachten, Forschungsarbeiten und Fachpublikationen. Die Neubearbeitung erfolgte nach der bundesweiten Methodik von Ludwig et al. (2009) und wurde durch das Büro für tierökologische Studien Berlin koordiniert. Die neuen Roten Listen wurden vom Universitätsverlag der Technische Universität Berlin als DOI (Digital Object Identifier) veröffentlicht und stehen hier auf den Internetseiten zur Verfügung. Zu jeder Liste wird der Bearbeitungsstand (Monat/Jahr) angegeben, so dass sofort erkennbar ist, ob es sich um eine bereits aktualisierte bzw. eine noch nicht aktualisierte Liste handelt. Bild: Max Ley Methodik Die Neubearbeitung der Roten Listen folgt in der Regel der bundesweiten Methodik von Ludwig et al. (2009). Weitere Informationen Bild: Justus Meißner Liste der wildwachsenden Gefäßpflanzen des Landes Berlin mit Roter Liste Die vierte Fassung der Roten Liste und Gesamtartenliste der etablierten Farn- und Blütenpflanzen Berlins enthält 1.527 Sippen, davon 307 Neophyten. Fast die Hälfte (46,4 %) wurde einer Gefährdungskategorie zugeordnet. Weitere Informationen Bild: Hanna Köstler Rote Liste und Gesamtartenliste der Moose (Bryophyta) von Berlin Die Gesamtartenliste der Moose Berlins umfasst 411 Arten und Varietäten, darunter drei neophytische Arten. Von den 408 indigenen Arten wurden 270 (= 66 %) als gefährdet eingestuft. Weitere Informationen Bild: Volker Otte Rote Liste und Gesamtartenliste der Flechten (Lichenes) von Berlin Derzeit sind aus Berlin 315 Flechtensippen (310 Arten, 3 Unterarten, eine Varietät und eine Form) bekannt. Davon werden 112 (35,6 %) in die Rote Liste aufgenommen. Weitere Informationen Bild: Joachim Ehrich Rote Liste und Gesamtartenliste der Pilze (Fungi) von Berlin Rote Liste und Gesamtartenliste der Röhrlinge, Flechtenbewohnenden Pilze, Brandpilze und Blätterpilze. Weitere Informationen Bild: Wolf-Henning Kusber Rote Liste und Gesamtartenliste der Algen (Phycophyta) von Berlin Für Berlin wurden seit dem 18. Jahrhundert 21 Arten limnischer Armleuchteralgen (Characeae) in den Gattungen Chara, Lychnothamnus, Nitella, Nitellopsis und Tolypella nachgewiesen. Davon sind 11 Arten ausgestorben oder verschollen, weitere vier Arten sind als bestandsgefährdet eingestuft und auch Bestandteil der Roten Liste. Weitere Informationen Bild: Josef Vorholt Rote Liste und Gesamtartenliste der Säugetiere (Mammalia) von Berlin Die Gesamtartenliste der Säugetiere umfasst 59 Arten, von denen fünf Arten seit 1991 neu für Berlin nachgewiesen wurden: Nordfledermaus, Teichfledermaus, Biber, Nutria und Marderhund. Weitere Informationen Bild: Josef Vorholt Rote Liste und Liste der Brutvögel (Aves) von Berlin Seit den ersten ornithologischen Aufzeichnungen in Berlin wurden 185 Arten, davon 165 als Brutvögel in Berlin nachgewiesen. Davon sind 32 Arten in Berlin ausgestorben, 17 vom Aussterben bedroht, 6 stark gefährdet und 17 gefährdet. Weitere Informationen Bild: Ekkehard Wachmann Rote Liste und Gesamtartenliste der Lurche (Amphibia) von Berlin Aktuell kommen in Berlin zwölf Amphibienarten vor, von denen eine nicht autochthon ist und in der Roten Liste nicht bewertet wird (Bergmolch). Die autochthonen Populationen von zwei weiteren Arten sind ausgestorben. Weitere Informationen Bild: Daniel Bohle Rote Liste und Gesamtartenliste der Kriechtiere (Reptilia) von Berlin Aktuell kommen in Berlin sechs Reptilienarten vor, die autochthonen Bestände einer weiteren Art sind ausgestorben. Weitere Informationen Bild: Andreas Hartl Gesamtartenliste und Rote Liste der Fische und Neunaugen (Pisces et Cyclostomata) von Berlin Die Gesamtartenliste der Fische und Neunaugen von Berlin umfasst 44 Arten, darunter 41 Fischarten und drei Neunaugenarten, von denen 36 autochthone (einheimische) und acht neobiotische (eingewanderte/eingebrachte) Arten sind. Weitere Informationen Bild: Ira Richling Rote Liste und Gesamtartenliste der Weichtiere – Schnecken und Muscheln (Mollusca: Gastropoda und Bivalvia) von Berlin Von den in Berlin nachgewiesenen 158 Molluskenarten und Unterarten wurden 38,6 % als bestandsgefährdet eingestuft. Weitere Informationen Bild: A. Kormannshaus Rote Liste und Gesamtartenliste der Insekten (Insecta) von Berlin Rote Liste und Gesamtartenliste der Großschmetterlinge, Libellen, Heuschrecken und Grillen, Zikaden, Netzflügler, Bienen und Wespen, Köcherfliegen, Schnabelfliegen, Raubfliegen, Eintagsfliegen, Schwebfliegen, Wanzen, Wasserkäfer, Laufkäfer, Prachtkäfer, Blattkäfer, Blatthornkäfer, Kurzflügelkäfer­artige und Stutzkäfer, Kapuzinerkäfer­artige und weitere, Bockkäfer und Rüsselkäfer. Weitere Informationen Bild: Ingolf Rödel Rote Liste und Gesamtartenliste der Spinnen (Araneae) und Gesamtartenliste der Weberknechte (Opiliones) von Berlin Aus Berlin sind bis heute 576 Spinnenarten bekannt, davon wurden 32 Arten als Neozoen nicht bewertet. 41 Arten konnten gegenüber der letzten Gesamtartenliste neu in die Liste aufgenommen werden. 194 der 544 bewerteten Arten (35,7 %) mussten einer Gefährdungskategorie zugeordnet werden. Weitere Informationen Bild: Torsten Richter Rote Liste und Gesamtartenliste der Schleimpilze Aus Berlin sind bisher 225 Schleimpilze nachgewiesen worden. 17 Arten konnten neu in die Liste aufgenommen werden, die in der letzten Gesamtartenliste Deutschlands noch nicht enthalten sind. Neobiota wurden – ebenso wie in der Roten Liste der Schleimpilze Deutschlands (Schnittler et al. 2011) – nicht identifiziert. Weitere Informationen

The effect of forest management intensity on the diversity of wood-decaying fungi and dead wood decomposition (FunWood) (FunWoodII)^Teilprojekt: Einfluss der Waldbewirtschaftungsintensität, Baumartenidentität und der pilzlich-bakteriellen Diversität auf Ressourcennutzung, Holzabbau und Gasemissionen von Totholz FunWood IV, DFG-Verbundprojekt: Exploratorien zur funktionellen Biodiversitätsforschung - Auswirkungen der Intensität von Waldmanagement auf die Diversität von holzzersetzenden Pilzen und Totholzabbau (FUNWOOD)

Totholz, als ein Schlüsselhabitat in allen Waldökosystemen, wird von verschiedenen Organismen wie etwa Insekten, Bakterien und Pilzen zersetzt. Pilze, in erster Linie Basidiomyceten und einige Ascomyceten, gehören dabei zu den wichtigsten Totholzzersetzern. Im vorliegenden Projekt soll die Änderung der Pilzdiversität in Totholzstämmen entlang eines vorgegebenen Gradienten der Waldbewirtschaftungsintensität und dessen Einfluss auf die Holzzersetzung und die damit verbundenen Ökosystemprozesse (gasförmige Emissionen, Auswaschung von löslichem C & N) untersucht werden. Viele Studien zu Totholzabbau konzentrierten sich bisher auf Naturwälder (Urwälder), in denen große Mengen an Totholz zur Verfügung stehen. Ob sich jedoch der Abbauprozess von Totholz durch ein sich änderndes Muster in der Pilzbesiedlung bei unterschiedlicher Bewirtschaftung (Intensität, Landschaft, Kontext) ändert, ist bisher nicht bekannt. Wir stellen die Hypothese auf, dass die Diversität von Totholz zersetzenden Pilzen mit abnehmender Waldbewirtschaftungsintensität zunimmt, und dass mit zunehmender pilzlicher Diversität auch die Zersetzungsraten und der Grad der Mineralisation zunehmen. Alternativ zu der letzten Hypothese vermuten wir, dass in Situationen in denen der Holzabbau von wenigen, dominanten Arten bewirkt wird (z. B. Armillaria spp., Xylaria spp.), ein substantieller Teil des Totholzes durch Pilze in persistente Melanine überführt wird, die eine Kohlenstoffsenke in wenig bewirtschafteten Wäldern bilden können. Das Projekt ist Bestandteil des von der DFG geförderten Verbundprojektes 'Exploratorien zur funktionellen Biodiversitätsforschung.

Rote Liste gefährdeter Tiere, Pflanzen und Pilze Deutschlands. Band 6: Pilze (Teil 2) - Flechten und Myxomyzeten

Die in o.g. Band enthalten Roten Listen sind überarbeitet und aktualisiert worden. Die Rote Liste der Flechten umfasst ca. 2.300 Arten. Obwohl viele Flechten als Symbiosen aus einem formgebenden Pilz- und einem photosynthetisierenden Algenpartner härteste Umweltbedingungen ertragen, gibt es viele gefährdete bzw. ausgestorbene oder verschollene Arten. Flechten reagieren deutlich auf nicht unmittelbar erkennbare Umweltveränderungen wie Stickstoff- und Schwefelimmissionen. Die Rote Liste der Myxomyceten bietet eine Einführung in diese Organismengruppe. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Gesamtartenliste mit zusätzlichen Angaben zu Auftreten und Verbreitung. Die ca. 400 Schleimpilze sind als ökologischer Gegenspieler boden- und streubewohnender Bakterien ein wichtiger, aber meist unsichtbarer Teil des Stoffkreislaufs. Nur die Fruchtkörper dieser Protisten sind makroskopisch sichtbar und oft eng an bestimmte Mikrohabitate gebunden.

Didymium vaccinum (Durieu & Mont.) Buchet Schleimpilze Daten unzureichend

Nach Neubert et al. (1995: 134) sowie L. & G. Krieglsteiner (1990) auch aus Brandenburg, Nordhessen und Saarland bekannt. Funde durch Schirmer (unpubl.) an Strohballen.

Physarum ovisporum G. Lister Schleimpilze Daten unzureichend

Bisher ein Fund (1981, Baumann M4185, Neubert et al. 1995: 289).

Hemitrichia karstenii (Rostaf.) Lister Schleimpilze Kein etablierter Nachweis

Wahrscheinlich nur eine Form der sehr variablen T. contorta, von Neubert et al. (1993) als Varietät zu T. contorta gestellt.

Diderma subviridifuscum Buyck Schleimpilze Daten unzureichend

Ein neuerer Nachweis für Deutschland aus Thüringen (Müller unpubl.). Neubert et al. 1995: 79 geben weitere Funde aus Deutschland an.

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