Hauptverbreitung tropisch, aber nach Neubert et al. (1995: 57) auch in Oberösterreich häufiger.
Beschrieben aus Oberösterreich, Funde durch Gottschalk bei Görlitz (Neubert et al. 1993: 77).
Pilze sind zusammen mit den Insekten die artenreichsten und in ökologischer Hinsicht bedeutungsvollsten Organismen der Baumkronen temperater Wälder. Die bisherigen gravierenden Kenntnisdefizite, z.B. über Vielfalt, Habitat- und Substratansprüche sowie Sukzession von Pilzen der Kronenschicht, sollen mittels einer umfassenden Studie deutlich reduziert werden. Die Untersuchungen umfassen sämtliche Makromyzeten, ausgewählte holzbewohnende Mikromyzeten, Phytoparasiten und epiphylle dematioide Pilze. Erste Ergebnisse unterstreichen die hohe Artenvielfalt und enge ökologische Bindungen.
Fast stets auf sehr dicken, lange und ungestört liegenden, abgestorbenen Stämmen; deshalb in Wirtschaftswäldern kaum anzutreffen. Durch ihre purpurrote Farbe sehr auffällige Art des montanen Fichtenwaldes, die selten auftritt, aber in der Regel große, oft mehrere m² umfassende Kolonien an stark verrotteten Stämmen von Picea und Abies bildet.
Nach Neubert et al. (1995: 134) sowie L. & G. Krieglsteiner (1990) auch aus Brandenburg, Nordhessen und Saarland bekannt. Funde durch Schirmer (unpubl.) an Strohballen.
Gefährdung durch Habitatverluste nicht auszuschließen. Hauptverbreitung eventuell in Nordamerika, bei uns vielleicht häufiger in Auwäldern an Bäumen mit basischer Rinde (z.B. Acer negundo). Angaben bei Jahn (1918) und Schinz (1920). Neuere Funde (vgl. Krieglsteiner, 1996) in den Donauauen bei Osterhofen in Ostbayern, außerdem bei Schweinfurt (Main) und Stuttgart (leg. U. Schwarz, det. L. Krieglsteiner).
Nachweise für Deutschland bei Krieglsteiner (2000a) aus dem Sauerland (Nordrhein-Westfalen), 820-830 m ü. NN, sowie aus dem Harz (Täglich unpubl.). Neubert et al. (2000: 208) geben auch Funde aus dem Bayerischen Wald an. Die Art fruktifiziert jedoch häufiger in offenen alpinen Lagen auf Streu.
Mehrere Funde in Brandenburg (Senge 1975, Gewächshaus; Marx 1990).
Eine spärliche Aufsammlung (Strausberg bei Berlin, NSG „Lange Dammwiesen“, auf Populus-Rinde, leg. Marx, conf. L. Krieglsteiner).
Eine dunkle, äußerst unauffällige Art, die mit Sicherheit oft übersehen wird. Zwei Funde durch Benkert aus dem Fresdorfer Moor (vgl. Marx 1990, Beleg wohl in B), weitere Nachweise bayerische Alpen (Schnittler & Novozhilov 1998), bei Tübingen, um Regensburg, Rhön (leg. & det. Krieglsteiner).
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| Wissenschaft | 396 |
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