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Entwicklung einer Digitalen EMAS-Plattform unter besonderer Berücksichtigung der Bedürfnisse von kleinen und mittleren Unternehmen

Es ist ein erklärtes Ziel der Bundesregierung und des Bundesumweltministeriums als für das Thema Umweltmanagement federführendes Ressort, sowohl das europäische Eco-Management and Audit Scheme (EMAS) zu stärken als auch das nachhaltige Wirtschaften insgesamt zu fördern. Hierfür ist vor allem eine deutlich stärkere Nutzung digitaler Strukturen nötig. Ziel des Forschungsvorhabens ist, eine digitale EMAS-Plattform zu konzeptionieren, als webbasierte Anwendung technisch zu implementieren und mit ausgewählten Unternehmen zu pilotieren. Die Plattform soll als zentrale Anlauf- und Abwicklungsstelle für das EMAS-System in Deutschland dienen. Sie soll es allen an EMAS beteiligten Akteur*innen ermöglichen, die für die Prüfung und Registrierung notwendigen Informationen auszutauschen sowie die in den Umwelterklärungen enthaltenen Informationen der Öffentlichkeit an zentraler Stelle zugänglich zu machen. Damit sollen die Verfahren vereinfacht und beschleunigt werden. Inhaltlich soll die Plattform zudem Tools und Hilfestellungen für Unternehmen und andere Organisationen bereitstellen, damit sie die Anforderungen der europäischen EMAS-Verordnung besser und leichter erfüllen können. Die Ergebnisse des Forschungsvorhabens und die praktischen Erfahrungen auf der Basis einer Pilotanwendung sollen die Grundlage für den zukünftigen Roll-Out der digitalen EMAS-Plattform für Deutschland sein und außerdem in die Diskussion mit der EU-Kommission und den EU-Mitgliedstaaten eingespeist werden, um eine angepasste Plattform mittelfristig auch auf europäischer Ebene zu verankern.

Innovative Werkzeuge für das Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement in der Wertschöpfungskette

Im Mittelpunkt des Forschungsprojektes steht die Ermittlung der Risken für bedeutende negative Umweltauswirkungen in den Wertschöpfungsketten acht ausgewählter deutscher Branchen sowie deren Verbindung mit menschenrechtlichen Auswirkungen. Damit verbunden werden auch zentrale Maßnahmen herausgearbeitet, die Unternehmen dieser Branchen zur Vermeidung oder Minderung ihrer umweltbezogenen Risken bzw. zur Reduzierung von Umweltauswirkungen entlang ihrer Wertschöpfungsketten ergreifen können. Die ersten Teilstudien werden für die Automobilindustrie und den Maschinenbau erstellt. Die Ergebnisse der branchenbezogenen Untersuchungen werden anschließend als praktisch nutzbare Werkzeuge für das Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement aufbereitet.

OECD-Handbuch stärkt Umweltschutz in Rohstofflieferketten

<p>Das neue OECD-Handbuch für umweltbezogene Sorgfaltspflichten in mineralischen Rohstofflieferketten ist ein Meilenstein für den Umweltschutz in globalen Wertschöpfungsketten. Erstmals wird konkret beschrieben, wie Unternehmen Umweltbelastungen am Anfang ihrer globalen Lieferketten identifizieren, bewerten, priorisieren und Maßnahmen zur Vermeidung, Minderung oder Wiedergutmachung ergreifen können.</p><p>Der Bergbau ist für die Energiewende und die Erreichung der ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/u?tag=UN#alphabar">UN</a>⁠-Nachhaltigkeitsziele vorerst unverzichtbar, aber ein Hochrisikosektor für Menschenrechtsverletzungen und schwerwiegende Umweltbelastungen. Viele Unternehmen, beispielsweise aus dem Automobil- oder Maschinenbausektor, sind auf Metalle aus globalen Lieferketten angewiesen und sehen sich gleichzeitig gestiegenen gesellschaftlichen Erwartungen an eine nachhaltige Unternehmensführung gegenüber.</p><p>Diese spiegeln sich zunehmend in gesetzlichen Anforderungen wie dem deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz oder der neuen EU-Batterieverordnung wider: Unternehmen sind nun gesetzlich verpflichtet, menschenrechtliche und umweltbezogene Missstände in ihren Lieferketten zu identifizieren, ihnen zu begegnen, darüber Rechenschaft abzulegen und so in einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess in Kooperation mit ihren Geschäftspartnern Beiträge zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten.</p><p>Was das konkret für den Schutz von Menschenrechten bedeutet, ist bereits in einer Vielzahl von Standards und Handreichungen beschrieben und zunehmend in die unternehmerische Beschaffungspraxis integriert. Für den Umweltbereich gibt es angesichts der dreifachen planetaren Krise aus Klimaerhitzung, Biodiversitätsverlust und Verschmutzung großen Handlungsdruck, aber bislang wenig praktische Anleitung. Diese Lücke wird nun durch das neue ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/o?tag=OECD#alphabar">OECD</a>⁠-Handbuch für umweltbezogene Sorgfaltspflichten in mineralischen Rohstofflieferketten geschlossen.</p><p>Das Handbuch beschreibt Umweltaspekte bei der Gewinnung und Verarbeitung mineralischer und metallischer Rohstoffe. Es soll Unternehmen im „Downstream“-Bereich globaler Lieferketten (Hersteller von Endprodukten und Halbzeugen, Metallhändler, Metallbörsen, Einzelhändler) dabei unterstützen, Umweltaspekte in ihr Beschaffungs- und Lieferkettenmanagement zu integrieren. Ebenso soll es Unternehmen im „Upstream“-Bereich (Bergbau, Rohstoffhändler, Metallhütten, Raffinerien und Recycler) dabei helfen, die Erwartungen ihrer Kunden im „Downstream“ zu erfüllen.</p><p>Es beschreibt in vier Kapiteln, warum risikobasierte umweltbezogene Sorgfaltspflichten für Unternehmen in globalen Wertschöpfungsketten von Bedeutung sind, welche schädlichen Umweltauswirkungen im Upstream Bereich auftreten können und wie Umweltaspekte bei der Implementierung des 6-stufigen OECD Rahmenwerks Schritt-für Schritt berücksichtigt werden können.</p><p>Die Entwicklung des Handbuchs geht auf eine Politikempfehlung des ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/u?tag=UBA#alphabar">UBA</a>⁠ zurück. Im Rahmen der Rohstoffstrategie der Bundesregierung hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/b?tag=BMUV#alphabar">BMUV</a>⁠) die Entwicklung des Handbuchs durch das OECD Center for Responsible Business Conduct angestoßen und mitfinanziert. Das Umweltbundesamt (UBA) und die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) haben den internationalen Multi-⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/s?tag=Stakeholder#alphabar">Stakeholder</a>⁠-Prozess bei der OECD begleitet und fachlich unterstützt.</p><p>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p>

Evaluierung und Weiterentwicklung der CSR-Berichterstattung

Seit dem Geschäftsjahr 2017 sind knapp 500 Unternehmen in Deutschland dazu verpflichtet im Rahmen ihrer Lageberichterstattung eine sog. 'nichtfinanzielle Erklärung' zu erstellen. Darin haben sie die von ihnen verfolgten Konzepte, wesentliche Risiken und bedeutende Leistungsindikatoren in Bezug auf Umwelt, Arbeitnehmerbelange, soziale Belange, Menschenrechte und Korruption darzulegen, sofern diese als wesentlich erachtet werden. Die rechtliche Grundlage bildet die sog. europäische CSR-Richtlinie (2014/95/EU) und deren nationale Umsetzung im Handelsgesetzbuch über das CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz (CSR-RUG). Die bislang veröffentlichten Studien zur Umsetzung der CSR-Berichtspflicht in Deutschland beziehen sich fast ausschließlich auf das erste Berichtsjahr und liefern vor allem deskriptive Informationen zum formalen Umgang der Unternehmen mit den Anforderungen der Berichtspflicht. Das Vorhaben zielt darauf ab, die Qualität und Nutzbarkeit der Informationen in verpflichtenden CSR-Berichten systematisch zu bewerten. Der Fokus liegt auf der Berichterstattung über Umweltbelange und deren Verwendbarkeit für Finanzmarktakteure im Hinblick auf die 'Sustainable Finance'-Ziele. Zu diesem Zweck werden zunächst vorhandene Studien zur Umsetzung der Berichtspflicht in Deutschland systematisch ausgewertet. Darauf aufbauend wird eine Vertiefungsstudie zur Berichterstattung über Umweltbelange für die Berichtsjahre 2018 und 2019 angefertigt. Hierfür werden die nichtfinanziellen Erklärungen und Berichte aller berichtspflichtigen kapitalmarktorientierten Unternehmen in Deutschland qualitativ bewertet. Als Ergebnis sollen Beispiele einer guten Berichtspraxis identifiziert und Handlungsempfehlungen zur Weiterentwicklung der CSR-Berichtspflicht abgeleitet werden. Auf einer internationalen Fachtagung (voraussichtlich am 11. Dezember 2020) werden Ergebnisse des Projektes mit Expertinnen und Experten diskutiert.

Umweltbezogene und menschenrechtliche Sorgfaltspflichten als Ansatz zur Stärkung einer nachhaltigen Unternehmensführung

Das Vorhaben soll einen Beitrag zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Unternehmensführung in Deutschland leisten. Um dies zu erreichen, sollen Handlungsempfehlungen erarbeitet werden, wie die Bundesregierung und weitere Schlüsselakteure die Umsetzung umweltbezogener und menschenrechtlicher unternehmerischer Sorgfaltspflichten, die sich auch auf globale Liefer- und Wertschöpfungsketten der Unternehmen erstrecken, fördern können. Die Handlungsempfehlungen sollen einerseits darlegen, wie die Umsetzung freiwilliger Ansätze und Methoden einer nachhaltigen Unternehmensführung unterstützt werden kann. Andererseits soll auch aufgezeigt werden, welche Möglichkeiten bestehen, eine umweltbezogene und menschenrechtliche Sorgfaltspflicht für bestimmte Unternehmen rechtlich verbindlich zu verankern. Ein weiteres Ziel des Vorhabens ist, Ansatzpunkte zur besseren Verzahnung bestehender Methoden und Instrumente für eine nachhaltige Unternehmensführung aufzuzeigen und Schlüsselakteure aus Politik, Zivilgesellschaft, Verbänden und internationalen Organisationen besser zu vernetzen. Dazu soll im Rahmen des Vorhabens eine eintägige internationale Fachtagung veranstaltet werden.

Vom Getreidekorn und seinen vielfältigen Nutzern - Korn-Kompetenzen für Nachhaltigkeit im Lebensmittelhandwerk stärken

Um die umfassenden Ziele der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung' zu erreichen, muss an vielfältigen Schnittstellen angeknüpft werden. Ein wichtiger Hebel ist die Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung. Sensibilisierte Auszubildende und Mitarbeiter*innen können die nachhaltige Unternehmensführung mit ihren komplexen Anforderungen der Transformation zur Nachhaltigkeit aktiv gestalten. Im Rahmen des Modellversuchs Korn-Scout werden die 'Korn-handhabenden' Berufe Müller*in, Bäcker*in, Konditor*in und Brauer*in und Mälzer*in sowie angrenzende Berufe in den Fokus gestellt. Die Mitarbeiter*innen dieser Wertschöpfungskette sollen den Wandel vorantreiben und damit als Change Agents wirken. Zentrales Ziel des Projektes ist die Förderung der Kompetenzorientierung zu nachhaltigem Handeln im Berufsalltag mittels diverser, innovativer und adressatengerechter Lern-Lehr-Formate, die die Beteiligten zu 'Korn-Scouts' macht. Besonderer Fokus liegt dabei darauf, die Kommunikation zwischen den einzelnen Akteuren entlang der Wertschöpfungskette zu Nachhaltigkeit in einen Korn-Kompetenzaufbau münden zu lassen. Die Verbundpartner entwickeln unterstützt von Praktikern unterschiedliche Lehr-Lern Materialien, deren Wirksamkeit im Laufe des Projektes getestet wird. Die zentralen Zielsetzungen beschränken sich dabei nicht auf den wissenschaftlichen Erkenntniszuwachs, sondern sie beziehen sich auf die Verbesserung der beruflichen Aus- (und ggf. Weiter-)bildung, also auf die Wirkung des Erkenntniszuwachses in der beruflichen Bildung im Kontext der Getreideverarbeitung und damit entlang der Wertschöpfungskette. Dazu werden auch die Ordnungsmittel (Ausbildungsverordnungen, überbetriebliche Lehrgänge, Rahmenlehrpläne) berücksichtigt. Dieses Projekt hat den Anspruch, für die Modernisierung der ordnungspolitischen Regelungen fundierte Vorschläge mit Blick auf Nachhaltigkeitsthemen zu entwickeln.

REACH-Weiterentwicklung und nachhaltige Chemie

<p>Die europäische Chemikalienverordnung REACH soll zu einer nachhaltigeren Chemie beitragen. Ein aktueller UBA-Bericht bietet eine systematische Analyse der Zusammenhänge zwischen den Hauptelementen von REACH (z. B. Registrierung und Information in der Lieferkette) und den bedeutenden Elementen der nachhaltigen Chemie (z. B. Substitution der Stoffe oder soziale Verantwortung von Unternehmen).</p><p>Dieser Bericht ist Teil des Ressortforschungsplan Vorhabens „REACH-Weiterentwicklung“, das basierend auf Analysen verschiedener ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/r?tag=REACH#alphabar">REACH</a>⁠-Prozesse sowie angrenzender Fragestellungen (Substitution, Nachhaltige Chemie, Vorsorgeprinzip, Erzeugnisse, Kosten-Nutzen Analysen, Sozio-Ökomische Analysen, Finanzierung der ECHA) Optionen für eine Verbesserung der Umsetzung der ⁠<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/r?tag=REACH-Verordnung#alphabar">REACH-Verordnung</a>⁠ entwickelte.</p><p>Das Hauptziel dieses Arbeitspaketes im Rahmen von "REACH Weiterentwicklung" war die Ableitung von Empfehlungen, wie REACH eine nachhaltige Chemie besser als bisher unterstützen kann.</p><p>Von Daten über problematische Eigenschaften von Chemikalien bis hin zu Informationen für Verbraucher über besorgniserregende Stoffe (SVHC) in Erzeugnissen: REACH unterstützt bereits heute die nachhaltige Chemie in vielerlei Hinsicht. Im Bericht werden 12 Empfehlungen abgeleitet, durch die REACH nachhaltige&nbsp;Chemie noch stärker fördern kann. Sie reichen von der Steigerung der Effizienz der REACH Prozesse bis zum Ausbau von Austausch und Fachkompetenzen.</p>

OLGA - Auftaktveranstaltung

Am 30. September 2020 fand der Synthese-Workshop zum Thema „Nachhaltigkeit und Leit-Indikatoren“ für die Stadt-Land-Plus Cluster „Regionale Stoff kreisläufe “ und „Regionale Produkte“ als Online-Workshop mit etwa 40 Teilnehmer*innen statt. Der Workshop schloss an das Querschnittsthema "Regionale Nachhaltigkeitsziele verfolgen" an und vertiefte dieses. Ziele waren (virtueller) Austausch und Vernetzung der Partner*innen der Verbundvorhaben Anstoss der Entwicklung von Nachhaltigkeits-Leitindikatoren für die Stadt-Land-Interaktion aus Sicht der regionalen Stoffströme und regionalen Produkte Prüfen, inwieweit eine Verbindung der Leitindikatoren (und Indikatorik generell in den Clustern) zu den SDGs möglich ist, insb. wie internationale „Flughöhe“ der SDGs konkret genutzt oder untersetzt werden kann. Über gemeinsamen Austausch die Vernetzung unterstützen und zu spezifischen Fragestellungen (themenfokussiert und/oder SDG-fokussiert) vertiefen Ein spannendes Programm war vorbereitet: Referent*innen trugen mit Impulsen Expertise bei, insb. zu Ansätzen zur Einbeziehung von SDGs bei der Bewertung und Optimierung regionaler Stoff kreisläufe und regionaler Produkte sowie zur Berücksichtigung der Ressource Fläche (als gemeinsamer Nenner verschiedener Projekte). Am Nachmittag vertieften Diskussionen in zwei mal zwei Parallel-Themenräumen jeweils unter Co-Leitung von SLP-Projekten den Austausch. Bereits im Vorfeld konnten die Teilnehmenden Fragen an die Referent*innen einzuschicken und eigene Austauschbedarfe 1) zum Thema und 2) im Cluster formulieren. Das Programm des Workshops finden Sie hier . Die Präsentationen der Referent*innen können Sie hier herunterladen: Dr. Frau Eberle (Zentrum für Nachhaltige Unternehmensführung UWH) " SDG Bezüge die Methode SDG Evaluation of Products (SEP) "  - hier Link zur Publikation Herr Fehrenbach (ifeu) „ Die Berücksichtigung von ‚Fläche‘ in Indikatorensystemen, deren Anwendungsbereiche und Zielgruppen " Herr Reißmann (Umweltbundesamt) " Für wen braucht es Kernindikatoren? Was macht diese aus? " Frau Prof. Dr. Schebek (TU Darmstadt) " Indikatoren versus Kenngrößen – welche Flughöhe wozu? "

SDG-Nachhaltigkeitsbewertung für Produkte und Dienstleitungen

Symbolbild Pixabay Statistics Nature Die Verbindung von Nachhaltigkeitszielen mit konkreten Produkteigenschaften ist für individuelle Kaufentscheidungen wie für regionale Beschaffung und Wirtschaftspolitik wichtig. Auch deshalb befassen sich mehrere Vorhaben in Stadt-Land-Plus - insbesondere in den Cluster Regionale Stoffskreisläufe und Regionale Produkte mit Ökobilanzierungen, Nachhaltigkeitsbewertungen und ähnlichen Verfahren und entwickeln diese fort. Review of Sustainability Assessment Approaches Based on Life Cycles In einem aktuellen Review in MDPI Sustainability haben Forscher*innen um Christina Wulf vom Forschungszentrum Jülich Ansätze zur Nachhaltigkeitsbewertung auf der Grundlage von Lebenszyklen zusammengetragen und bewertet. Bis Ende 2018 sind 258 Publikationen identifiziert und berücksichtigt worden, von denen 146 eine Fallstudie enthalten. Die höchste Anzahl von Veröffentlichungen erschien in jüngster Zeit zwischen 2016 und 2018 und im Vergleich zu den Jahren vor 2016 hat die Anzahl der Autor*innen zugenommen. In den letzten Jahren lag der Schwerpunkt mehr auf Fallstudien als auf methodischen Aspekten. Die vorgestellten ganzheitlichen Ansätze für Life Cycle Sustainability Assessment - LCSA sind nach Meinung der Autor*innen entweder zu breit oder zu eng für wissenschaftliche Leitlinien. Daher sind noch viele Fragen bezüglich LCSA offen, z. B. bezüglich der Definition von Nachhaltigkeitsdimensionen und des Wunsches oder der Notwendigkeit einer Entscheidungsanalyse mit mehreren Kriterien. Ein zugrunde liegendes Problem ist die fehlende Diskussion über Nachhaltigkeitskonzepte. Die Dynamik in der Community, Fallstudien für LCSA durchzuführen, sollte genutzt werden, um auch mehr Leitprinzipien zu entwickeln, sagen die Autor*innen. Hier finden Sie den Link zur Publikation - hier den Download als PDF . SDG-Bewertung – Weiterentwicklung einer Nachhaltigkeitsbewertungsmethode auf Basis der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen - FONA-Projekt-Abschluss Der aktuelle FONA-Newsletter 2/2020 berichtet vom Projekt "SDG-Berwertung", das gemeinsam vom ZNU - Zentrum für Nachhaltige Unternehmensführung Universität Witten/Herdecke (Projektleitung) und dem Öko-Institut e.V. durchgeführt wird. Ziel des Forschungsvorhabens „SDG-Bewertung - Weiterentwicklung einer Nachhaltigkeitsbewertungsmethode auf Basis der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (Agenda 2030)“, das durch das BMBF gefördert wird, ist es, eine Methode zur integrierten Produktnachhaltigkeitsanalyse (inkl. Nutzenanalyse) und Produktnachhaltigkeitsbewertung (weiter) zu entwickeln. Die Methodenentwicklung wird durch vier Fallstudien, unter anderem aus den Branchen Lebensmittel und Mobilität, unterstützt und mündete in die Konzeption eines Software-Tools für unterschiedliche Sektoren und Bedürfnisfelder. Wie der FONA-Newsletter berichtet besteht die Herangehensweise aus drei Teilen. Mit der Methode "SDG Evaluation of Products (SEP)" werden Nachhaltigkeitsauswirkungen auf Basis von SDG-Indikatoren identifiziert (Nachhaltigkeitsanalyse) und eingeschätzt (Nachhaltigkeitsbewertung). SEP wurde anschlussfähig an die ISO 14040/44 für Produktökobilanzen vorgegebene Vorgehensweise konzipiert und ergänzt diese durch soziökonomische Indikatoren und die Nachhaltigkeitsbewertung. Die Nutzenanalyse oder Benefitanalyse integriert die Bewertung des Nutzens von Produkten fundiert und systematisch in die Nachhaltigkeitsbewertung, damit dies in politischen und verbraucherbezogenen Abwägungen und Bewertungen adäquat berücksichtigt werden kann. Gleichzeitig wird damit die Methode "PROSA – Product Sustainability Assessment" weiterentwickelt. Die Software "ProFitS" wurde im Projekt entwickelt, um die Nachhaltigkeitsbewertung zu vereinfachen, die frei nutzbar sein wird. Weitere Informationen demnächst unter www.prosa.org Die Ergebnisse des Vorhabens werden auf einer online Abschlusskonferenz am 1. Oktober 2020 präsentiert. Weitere Infos finden Sie hier . - In Kürze wird die Seite sdg-evaluation.com „in Betrieb“ genommen. Dort wird dann auch eine Broschüre zum Download bereitstehen, die die Methode „SDG-Evaluation of Products“ (SEP) beschreibt.

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