We study population biology and life histories of DSE. Dark septate root endophytes (DSE) are ubiquitous fungal tree root colonizers in temperate and boreal conifer forest ecosystems. The supposedly asexual Phialocephala fortinii was identified as the main component of these DSE but constitutes a species complex in its own right. Species in this complex are morphologically indistinguishable with one exceptition; Acephala applanata was described as a new species which is characterized by the absence of aerial mycelium and slow growth rate. Application of biological, phylogenetic and population genetic species concepts will allow to discriminate additional species. The experimental programme is multi-disciplinary in approach, utilizing classical mycological and molecular genetic techniques.
Der Kartendienst (WMS-Gruppe) stellt die digitalen Geodaten aus dem Bereich Forstwirtschaft des Saarlandes dar.:Waldbestände des SaarForst Landesbetriebes (Staatswald) Die Aussengrenzen (Besitzgrenzen) des Staatswaldes wurden an die ALK angeglichen und sind damit katasterscharf. Die Innengrenzen (Abgrenzungen der Waldbestände eines Eigentümers untereinander) sind anhand der DGK5 und der digitalen Orthofotos mit 40 cm räumlicher Auflösung digitalisiert. Felder und ihre Bedeutung: Hierarchie Char (14) ; landesweit besitzerübergreifend eindeutiger Schlüssel Besitz Char (20) ; Waldeigentümer Revier Char (2) ; SaarForst Reviernummer Reviername Char (25) ; SaarForst Revierbezeichnung Abt Char (4) ; Nummer der Waldabteilung, eindeutig innerhalb eines Waldeigentümers Abteilung Char (8) ; Nummer der Waldabteilung mit vorangestellter Eigentümernummer Uabt Char (1) ; Unterabteilung Bestand Char (1) ; Bestand Teilfl Char (1) ; Teilfläche Beschrift Char (4) ; zusammengesetztes Feld aus Unterabteilung, Bestand und Teilfläche Betr_kl Char (20) ; Betriebsklasse Keine_bew Char (20) ; Erläuterung zu den Waldflächen außer Bewirtschaftung (10%) *) Bewirtsch Char (30) ; Bewirtschaftungsintensitäteinschl. „außer Bewirtschaftung“ Entw_stufe Char (30) ; Entwicklungsstufe Best_typ Char (35) ; Bestandestyp Schlussgra Char (20) ; Schlussgrad Best_stru Char (20) ; Bestandesstruktur Nutz_art Char (20) ; Nutzungsart Atb Char (20) ; Alt- und Totholz Biozönosen-Projektfläche Bl Decimal (3, 0) ; Blösse Anteil der Fläche temporär ohne Baumbewuchs in % Bu Decimal (3, 0) ; Anteil der Baumartengruppe Buche in % Ei Decimal (3, 0) ; Anteil der Baumartengruppe Eiche in % Elb Decimal (3, 0) ; Anteil der Baumartengruppe Edellaubbäume in % Slb Decimal (3, 0) ; Anteil der Baumartengruppe sonstige Laubbäume in % Fi Decimal (3, 0) ; Anteil der Baumartengruppe Fichte in % Ki Decimal (3, 0) ; Anteil der Baumartengruppe Kiefer in % Lae Decimal (3, 0) ; Anteil der Baumartengruppe Lärche in % Dou Decimal (3, 0) ; Anteil der Baumartengruppe Douglasie in % Snb Decimal (3, 0) ; Anteil der Baumartengruppe sonst. Nadelbäume in % Sa_lh Decimal (3, 0) ; Summe der Laubhölzer in % Sa_nh Decimal (3, 0) ; Summe der Nadelhölzer in % Hba Char (3) ; Dominierende Baumartengruppe Farbe Char (10) ; Darstellungsfarbe auf der Wirtschaftskarte Stand der Flächenausweisung „Außer Bewirtschaftung -10% der Staatswaldfläche“ zum 1.9.2011 Bisherige_irB; Bisher in regelmässiger Bewirtschaftung Bisherige_arB; Bisher ausser regelmässiger Bewirtschaftung NWZ_ausgewiesen; durch Rechtsverordnung ausgewiesene Naturwaldzelle Grossschutzgebiet; durch Rechtsverordnung ausgewiesenes Großschutzgebiet ("Urwald") Grossschutzgebiet_ab; Abgang vom Großschutzgebiet, rechtlich nicht umgesetzt Grossschutzgebiet_zu; Zugang zum Großschutzgebiet, rechtlich nicht umgesetzt Referenzfläche; Referenzfläche Prozessschutz Quierschied NWZ_erw: Zugang bzw. Neuausweisung Naturwaldzelle, rechtlich nicht umgesetzt Kernzone_Biosphaere; Kernzonen der Biosphäre Bliesgau.
Der Dienst (WMS-Dienst) stellt die Waldbrandeinsatzkarte des Saarlandes im Geoportal dar.:Nadelwald aus dem ATKIS Basis-DLM
Verkehrseinschränkungen auf dem Steg über die Spektelake in Spandau Pressemitteilung vom 29.11.2024 Vollsperrung der Brücke aufgrund von Tragwerksschäden ab 02.12.2024 Ausführungsphase In Berlin-Spandau werden drei Holzbrücken in Grünanlagen ertüchtigt. Es handelt sich um den „Spektegrabensteg“ und den „Steg über die Spektelake“, die sich im Spektegrünzug, Ortsteil Falkenhagener Feld, Bezirk Spandau befinden und den Spektegraben bzw. die Spektelake überführen, sowie die „Südparkbrücke“, die sich im Südpark, Ortsteil Wilhelmstadt, Bezirk Spandau befindet und den Südparkteich überführt. Die Brücken dienen zu Fuß Gehenden und Rad Fahrenden als Wegeverbindungen innerhalb der Wohngebiete. Das Vorhaben Der Bau Verkehrsführung Zahlen und Daten Aufgrund des Bauwerkszustandes – die drei Holzbrücken weisen insbesondere Feuchtigkeitsschäden auf – ist für den „Spektegrabensteg“ und für den „Steg über die Spektelake“ eine grundhafte Erneuerung und für die „Südparkbrücke“ eine Erhaltungsmaßnahme, mit Erhalt der beiden tiefgegründeten Widerlager, vorgesehen. Die wesentlichen geometrischen Parameter der Bestandsbauwerke – insbesondere lichte Höhe, Kreuzungswinkel, Gehwegbreite und Gesamtstützweite – werden beibehalten. Für die Erneuerung der drei Holzbrücken ist wieder eine tragende Konstruktion aus Holz vorgesehen. Moderne Holzbrücken werden unter Beachtung der Regeln des konstruktiven Holzschutzes geplant und ausgeführt. Sie stellen eine konkurrenzfähige Alternative hinsichtlich Nutzungsdauer und Unterhaltungskosten zu Brücken aus konventionellen Baustoffen dar. Zudem sind sie klimafreundlich und nachhaltig und binden sich insbesondere in Grünanlagen gut in die natürliche Umgebung ein. Es ist geplant, die drei Holzbrücken wie folgt neu zu errichten: Haupttragwerk aus abgetreppten Holzträgern aus blockverleimten Brettschichtholz, welche mittels Querschotten aus Stahl miteinander verbunden werden Belag aus langlebigen Fertigteilplatten aus Naturstein (Granit) Geländer aus einer filigranen Stahlkonstruktion mit Füllstäben aus Holz in variierenden Längen, welche den Röhrichtbewuchs im Umfeld wiederspiegeln sollen Voraussichtliche Bauzeit: 2025 bis 2026 Der Auftrag zur Ausführung der Bauarbeiten wurde erteilt, und die vorbereitenden Arbeiten haben bereits begonnen. Spektegrabensteg Am 22.09.2025 wird die Brücke aufgrund einer Kampfmittelsondierung für einen Tag gesperrt. Ab dem 13.10.2025 ist die Brücke dann vollständig für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Unmittelbar nach der Sperrung beginnen die Rückbauarbeiten des bestehenden Bauwerks. Voraussichtliche Fertigstellung des neuen Brückenbauwerks: 2. Quartal 2026 Steg über die Spektelake Die Brücke wurde im November 2024 aufgrund des schlechten Bauwerkszustandes für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Die Bauarbeiten für den Rückbau des Bestandsbauwerks und den Ersatzneubau beginnen am 22.09.2025. Voraussichtliche Fertigstellung des neuen Brückenbauwerks: 2. Quartal 2026 Südparkbrücke Die Südparkbrücke wird ab Mitte Januar 2026 für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Die Bauarbeiten beginnen unmittelbar nach der Sperrung. Voraussichtliche Fertigstellung des neuen Brückenbauwerks: 2. Quartal 2026 Vom 27. Februar bis 12. März 2023 fand eine Online-Beteiligung statt. Es konnten eigene Ideen anlegt und die Ideen der anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommentiert werden. Während des Rückbaus / Abbruchs der Bestandsbauwerke und der Errichtung der neuen Brücken sind die jeweiligen Wegeverbindungen über den Spektegraben, die Spektelake und den Südparkteich für den Fuß- und Radverkehr gesperrt. Für die Dauer der Bauzeit müssen der Fuß- und Radverkehr alternative Wegeverbindungen innerhalb der Grünanlagen bzw. angrenzend an die Grünanlagen nutzen. Spektegrabensteg Baujahr: 1979 Konstruktion: 1-feldrige Balkenbrücke aus Bongossiholz Einzelstützweiten: 12,00 m Gesamtstützweite: 12,00 m Breite zwischen den Geländern: 3,00 m Brückenfläche: 36,0 m² Steg über die Spektelake Baujahr: 1990 Konstruktion: Balkenbrücke aus Laubholz (Eiche) mit neun Einfeldträgern Einzelstützweiten: 2,75 m bis 6,00 m Gesamtstützweite: 41,50 m Breite zwischen den Geländern: 3,00 m Brückenfläche: 125 m² Krümmungswinkel: 107 m / 269 m Südparkbrücke Baujahr: 1997 Konstruktion: 3-feldrige Balkenbrücke aus Nadelholz (Douglasie) Einzelstützweiten: 3,85 m / 6,40 m / 3,65 m Gesamtstützweite: 13,90 m Breite zwischen den Geländern: 3,50 m Brückenfläche: 49 m² Die Baumaßnahme wird mit Bundesgeldern aus dem Programm Stadt und Land gefördert.
Das LSG liegt im Nordwesten der Altmark, wenige Kilometer südwestlich von Salzwedel. Es erstreckt sich über zirka 16 km in Ost-West- und etwa 6 bis 8 km in Nord-Süd-Richtung. Das LSG befindet sich überwiegend in der Landschaftseinheit Westliche Altmarkplatten. Lediglich mit seinem westlichsten Viertel greift es auf die Altmarkheiden über. Es umfaßt einen landschaftlich reich gegliederten Ausschnitt der nordwestlichen Altmark mit Höhen um 50 m über NN. An der Ost- und Südgrenze verläuft ein Endmoränenzug, in dem der Schwarze Berg (76 m über NN), der Haidberg (89 m über NN), der Kahnberg (76 m über NN) und der Günthersberg (105 m über NN) markante Anhöhen darstellen. Vom Bismarckturm auf dem Schwarzen Berg hat man einen sehr schönen Fernblick in Richtung Salzwedel. Der Berg ist von Kiefernforsten bestockt, in die auf Lichtungen und an Wegrändern Sandmagerrasen und Heiden eingestreut sind. An seinem Rand befinden sich mit den Teichen einer ehemaligen Ziegelei einige der wenigen Stillgewässer des Gebietes. Südwestlich schließt der 1100 ha große Ferchauer Forst an, der durch einen höheren Laubholzanteil gekennzeichnet ist. Auf einer durch Staunässe beeinflußten Geschiebemergelplatte ist ein Eichen-Hainbuchenwald ausgebildet. Dieser Bereich ist durch das aus drei Einzelflächen bestehende NSG „Ferchauer Forst“ geschützt. Einen zentrales Kernstück des LSG ist das zirka 1800 ha große Bierstedter Holz. Es handelt sich um ein ausgesprochenes Nadelwaldrevier, dessen arme Diluvialsande vorwiegend mit Kiefer bestockt sind. In die Forstflächen sind einzelne kleine Waldmoore eingestreut. Das Gebiet ist durch sein welliges Relief von besonderem Reiz. Die Endmoräne enthält eine Vielzahl von Findlingen, die im Bierstedter Holz zur Anlage von Hünengräbern genutzt wurden. Im Nordosten von Diesdorf liegt der 800 ha große Wohld, der mit seinen gemischten Waldbeständen, Waldwiesen und zahlreichen Quellgebieten zu den schönsten Teilen des Gebietes zählt. Die vereinzelten Wacholdergruppen sind von landschaftsästhetischem Reiz. Das LSG wird zu etwa 30 Prozent von Forsten bedeckt, in denen die Wald-Kiefer mit über 80 Prozent der Bestockung einen hohen Anteil hat. Laubwälder und Mischwälder finden sich nur zu geringem Anteil, zum Beispiel im schon genannten Diesdorfer Wohld und im Ferchauer Forst. Die landwirtschaftlichen Flächen werden überwiegend ackerbaulich genutzt, Grünländer erstrecken sich in den Niederungen von Dumme und Beeke. Die Offenlandschaft wird an einigen Stellen im Westen des Gebietes durch straßenbegleitende Alleen gegliedert. An der Straße von Diesdorf nach Abbendorf befindet sind eine Lindenallee. Eichenalleen wachsen an einem Weg und an der Straße von Diesdorf nach Fahrendorf, zwischen Fahrendorfer Weg und Hirschgatter sowie in der Ortschaft Diesdorf. (1) Zusätzliche Korrekturen: Die reine Waldfläche des Wohld beträgt nur 350 ha. Das Gesamtgebiet, in dem der Wohld liegt, große Ackerflächen einbegriffen, hat eine Größe von ca. 600 ha. Die Lindenallee an der Straße von Diesdorf nach Abbendorf (ND) musste in den 1970er Jahren aus Altersgründen gefällt werden. Die Neupflanzung erfolgte mit Linde und Ahorn. Die ältesten Spuren der Anwesenheit des Menschen gehen in die Mittelsteinzeit zurück und fanden sich bei Abbendorf und Ellenberg sowie randlich bei Kleistau, Kemnitz, Salzwedel und Siedenlangenbeck. Die ältesten und zugleich bedeutendsten Hinterlassenschaften einer jungsteinzeitlichen Kultur sind die Großsteingräber bei Diesdorf und Leetze. Sie wurden von den Gemeinschaften der Alttiefstichkeramikkultur als Grabkammern für die Toten errichtet. Die Großsteingräber bei Diesdorf bilden eine Kette, die von Schadewohl in südöstlicher Richtung bis nach Bornsen zehn Anlagen umfaßt und weiter bis nach Lüdelsen zieht. Die acht Großsteingräber bei Leetze bilden eine Reihe, die in nördlicher Richtung verläuft und sich ursprünglich bis Wallstawe hin fortgesetzt hat. Beide Ketten stehen durch Anlagen bei Lüdelsen, Mehmke, Stöckheim und Bierstedt in Verbindung. Zeitgleiche Siedlungen dieser Kultur bestanden bei Püggen, Wallstawe und Ziethnitz. Was die Verteilung der Funde innerhalb des LSG betrifft, so ist die westlich der Straße Püggen-Wallstawe gelegene Hälfte mit Ausnahme des Gebiets südlich von Diesdorf fast fundfrei, während sie sich östlich davon häufen, wobei sich hier Schwerpunkte bei Püggen, Steinitz und Kuhfelde, das aus allen Perioden Funde liefert, abzeichnen. Gegenüber der jungsteinzeitlichen Besiedlung war jene der Bronzezeit, die sich mehrheitlich über Gräberfelder erschließen läßt, lockerer über das gesamte LSG gestreut. Kontinuität von der Bronze- bis in die Eisenzeit ist bei den Wohnplätzen Vitzke, Wallstawe, Umfelde, Kuhfelde sowie Wiersdorf und Wöpel am Rande des LSG belegt. In Dankensen deutet ein kleiner Bronzehortfund auf bescheidenen Wohlstand der ansässigen Bauern hin. Das Siedlungsbild änderte sich in der Eisenzeit nur unwesentlich und nur im Hinblick auf die Wahl der Wohnplätze. Während der römischen Kaiserzeit fanden sich wieder Siedlungen bei Wallstawe, Ellenberg, Dankensen und Abbendorf, doch war die Besiedlung innerhalb des LSG dünn. Im Gegensatz dazu ballten sich die Siedlungen entlang der B 71 zwischen Püggen und Kuhfelde und bildeten dort eine Siedlungskammer mit Wohnplätzen, Friedhöfen und Produktionsstätten, wobei die Lage an einer alten Handelsstraße für die Ansiedlung ausschlaggebend gewesen sein dürfte. Ein Eisenbarren weist ebenfalls darauf hin, der wahrscheinlich lokalen Schmieden als Rohmaterial gedient hat. Während der jüngeren Kaiserzeit siedelten hier Langobarden, die in der Völkerwanderungszeit zunächst nach Mähren, dann nach Ungarn und schließlich im Jahr 568 nach Italien abwanderten. Während des frühen Mittelalters zählte das Gebiet zum altsächsischen Siedelland, wobei zwei Siedlungen bei Wallstawe und Rohrberg, am Rande des LSG, nachgewiesen sind. Aus der Zeit der slawischen Besiedlung der Altmark stammen zwei Burgwälle: die Niebitzburg bei Wallstawe und die Kathinkenburg bei Siedenlangenbeck. Die meisten Dörfer der Gegend sind in ihrer Anlage Rundlinge. Die Gehöfte liegen um einen runden oder ovalen, nur durch einen einzigen Weg zugänglichen Platz. Im Zuge der deutschen Ostkolonisation des späteren Mittelalters kam es in der Altmark zu einer intensiven Rodungsphase. Innerhalb der großflächigen Wälder entstanden Ansiedlungen und Ackerflächen mit wachsender Ausdehnung. Im 14. Jahrhundert und später während des Dreißigjährigen Krieges wurden viele Ansiedlungen erneut wüst und ehemals ackerbaulich genutzte Flächen wurden aufgegeben. Heute zeugen die charakteristischen Wölbäcker im Ferchauer Forst von der früheren Ackernutzung heutiger Forstflächen. Die Wälder wurden bis in das 18. Jahrhundert zur Waldweide genutzt. Die Weidewirtschaft ließ auch offene, baumfreie Heideflächen entstehen. Die stacheligen Wacholderpflanzen wurden vom Vieh verschmäht und reicherten sich als sogenannte Weideunkräuter an. Im Diesdorfer Wohld, einem Waldgebiet bei Diesdorf, gibt es noch heute Wacholdervorkommen. Mit Einführung einer geregelten Forstwirtschaft im frühen 19. Jahrhundert wurde ein Großteil der waldfreien Flächen mit schnellwüchsigen Nadelhölzern, vor allem Kiefer, aufgeforstet. Zur Markierung der Wege wurden Eichen gepflanzt, von denen heute noch einige als alte Eichenalleen vorhanden sind. Im Landschaftsschutzgebiet stehen oberflächennah überwiegend bindige Sedimente der Grundmoräne der Saalevereisung/Warthestadium an. Holozäne weichselkaltzeitliche fluviatile Sedimente findet man nur in den Bachniederungen. Lokal erreichen auch glazifluviatile Sedimente, das heißt Sande und Kiese des Warthestadiums der Saalekaltzeit die Geländeoberfläche. Der Salzstock Peckensen quert das LSG in Nord-Süd-Richtung, aktuelle Senkungen beweisen dies. Das Landschaftsschutzgebiet gehört in die Bodenlandschaften der lehmigen Grundmoränenplatten, das heißt über einer Grundmoräne aus der Saalekaltzeit lagern sandige bis sandiglehmige Substrate. Diese sind in der Weichselkaltzeit abgelagert worden. Entsprechend diesem Profilaufbau finden sich hier in mehr oder weniger großer Verbreitung Braunerden/Fahlerden aus sandig-lehmigem Geschiebedecksand über Geschiebelehm und Pseudogley-Braunerden bis Pseudogley-Fahlerden. Diese Böden sind überwiegend Ackerstandorte. An den Waldstandorten sind Braunerdepodsole und Podsole anzutreffen. Die vorkommenden Gleye aus sandiglehmigem Geschiebedecksand über Geschiebemergel sind ein Hinweis auf Senkungsbewegung über dem Salzstock. Das LSG wird durch saaleeiszeitliche Schmelzwasserabflußbahnen begrenzt und teilweise auch durchzogen. Dies sind im Osten die Niederung der Jeetze und im Norden die der Dumme. Die Platten des im Südosten gelegenen Endmoränenzuges sind sanft nach Norden geneigt, so daß das Gebiet überwiegend dorthin, zur Dumme, entwässert. Nur ein kleinerer Teil im Osten entwässert zur Jeetze. Die Dumme tritt bei Dähre in das Schutzgebiet ein und nimmt hier das Wasser verschiedener Quellgebiete am Ostrand der Altmarkheiden auf. Auf der Linie Dankensen-Peckensen-Wallstawe durchfließt die Beeke, ein Nebenbach der Dumme, das LSG von Süd nach Nord. Das Klima wird durch den Übergang von den atlantisch geprägten Altmarkheiden zu dem stärker subkontinental getönten Klima auf den Altmarkplatten geprägt. Während die mittleren jährlichen Niederschläge im Westen bei 600 bis 650 mm liegen, fallen sie nach Osten auf 550 bis 600 mm ab. Bei Steinitz wird eine Niederschlagshöhe von 550 mm unterschritten. Das Jahresmittel der Lufttemperatur beträgt 8,1 bis 8,5 °C. Die potentiell natürliche Vegetation des LSG wird auf armen Podsol-Braunerden und Sand-Rosterden durch Drahtschmielen-Buchenwälder und Flattergras-Buchenwälder geprägt. Auf den reicheren Tieflehm-Braunerden und Fahlerden könnten auch Übergänge zu Waldmeister-Buchenwald vorkommen. Reichere grund- und stauwasserbeeinflußte Standorte wären von Waldziest-Eichen-Hainbuchenwald und ärmere von Sternmieren-Eichen-Hainbuchenwald bestockt. Auf grundwassernahen Schmelzwassersanden der Beekeniederung wären auch Pfeifengras-Eichenwälder entwickelt. In den Niederungen würden in Bachnähe Erlen-Eschenwälder dominieren, in die auf den Niedermoorböden an Beeke und Dumme auch Erlenbruchwälder eingestreut wären. In der aktuellen Vegetation dominieren heute Kiefernforste. Laubwald findet sich zu geringem Flächenanteil in den Waldgebieten des Wohld und des Ferchauer Forstes. Die Rot-Buche ist nur untergeordnet vorhanden. Gut untersucht ist die Vegetation des Naturschutzgebietes „Ferchauer Forst“, ehemals Stiftswald für das Joachimsthalsche Gymnasium zu Templin. Die vorherrschende Waldgesellschaft ist hier ein bodensaurer, artenarmer Stieleichen-Hainbuchenwald in der Untergesellschaft mit Frauenmoos (Stellario-Carpinetum polytrichietosum). In der Baumschicht überwiegt die Stiel-Eiche, gefolgt von Hainbuche und Rot-Buche. Auf Teilflächen bildet die Hainbuche eine geschlossene zweite Baumschicht. Eine Strauchschicht ist in der Regel nur spärlich vorhanden und besteht vorwiegend aus Faulbaum, stellenweise auch aus Naturverjüngung von Rot-Buche und Hainbuche. Als Besonderheit und Zeiger des atlantischen Klimaeinflusses sind die bis zu mehreren Meter hohen Stechpalmen anzusehen. In der Krautschicht sind insbesondere Wald-Flattergras, Waldmeister und Schlängel-Schmiele zu nennen. Das Deutsche Geißblatt weist wie die Stechpalme auf die atlantische Klimatönung hin. In den verbreiteten Kiefernforsten sind auf sandigen Standorten, insbesondere im Bierstedter Holz, auf Lichtungen und an Wegrändern Sandpionierfluren mit Silbergras und Heiden mit Heidekraut eingestreut. Die kleinflächigen Waldmoore enthalten Scheidiges Wollgras, Glockenheide und Keulen-Bärlapp. In den Wäldern des Schwarzen Berges wurde auch Rundblättriges Wintergrün nachgewiesen. Einzelne bemerkenswerte Bäume wurden als Naturdenkmale ausgewiesen. Einige dürften ein Alter von weit über 200 Jahren haben. In der Nähe einer wüst gewordenen Dorfstelle beim Forsthaus findet sich die „Ingriedeiche“, die sicher noch wesentlich älter als 400 Jahre ist. Der Wohld ist ein reich strukturierter Laubwald auf mineralischen Naßstandorten. Stiel-Eiche und Rot-Buche stocken großflächig. Reichere Standortsverhältnisse in dem Gebiet des Diesdorfer Wohld’s spiegeln sich in einer artenreichen Krautschicht unter anderem. mit Hoher Schlüsselblume und Aronstab wider. Ein Charakteristikum des Diesdorfer Wohld’s sind die Vorkommen des schon erwähnten Wacholders. Faunistische Besonderheiten im Wohld sind die Vorkommen von Feuersalamander, Bergmolch sowie von Berg- und Zauneidechse. Während die Nadelforsten mit Trauerschnäpper, Kohlmeise und Buchfink von einer artenarmen Fauna geprägt werden, konnten beispielsweise mehr als 30 Brutvogelarten in den Laubwäldern des Ferchauer Forstes nachgewiesen werden. Hervorzuheben ist die hohe Dichte der Höhlenbrüter Hohltaube, Buntspecht und Star. Wespenbussard und Kolkrabe sind bemerkenswerte Arten. Im LSG brüten auch Rot- und Schwarzmilan, Schwarz- und Grünspecht, Habicht, Pirol und Eisvogel. Wildarten des Gebietes sind Schwarz-, Rot-, Dam- und Rehwild. In den Ackerbaugebieten kommen Feldhase und Fasan hinzu. Bei Leetze befindet sich ein Überwinterungskeller für Fledermäuse, der als dauerhaftes Quartier große Bedeutung für den Schutz dieser Arten im Altmarkkreis Salzwedel hat. Nachgewiesene Reptilienarten sind Ringelnatter, Zaun- und Waldeidechse. Aufgrund der Armut an Stillgewässern sind die Amphibien nur spärlich vertreten, nachgewiesen wurde unter anderem der Laubfrosch. In der Dumme und den Nebenbächen kommt die Bachforelle vor. Das LSG soll in erster Linie der Erhaltung der großflächigen Wälder im Bereich des landschaftlich reizvollen Endmoränenzuges zwischen Diesdorf und Salzwedel dienen. Mit den Wäldern werden beliebte Naherholungsgebiete, ein charakteristischer Ausschnitt der Altmark im Übergang der Altmarkplatten zu den Altmarkheiden und wertvolle Lebensräume wildlebender Pflanzen- und Tierarten gesichert. Die Forste müßten langfristig in naturnahe Wälder umgebaut werden, in denen vor allem die Rot-Buche dominieren sollte. Die Nutzung sollte durch Einzelstammentnahme erfolgen. Im Bereich der Waldränder wären Waldmäntel aus standortgerechten Straucharten zu entwickeln. Lichtungen innerhalb der Wälder, die als Grünland oder kleinflächige Äcker genutzt werden, und die historischen Wölbäcker unter Wald sind zu erhalten. Alteichen sind als wertvolle Lebensräume einer artenreichen Insektenfauna zu schützen und nicht zu nutzen. Zum Schutz vor Wildverbiß müssen die Vorkommen der Stechpalme zum Teil eingezäunt werden. Im Bereich der Quellen und Bachtälchen des Diesdorfer Wohld sollte eine schonende Bewirtschaftung erfolgen. Die Kleingewässer und Feuchtstandorte im Ferchauer Forst und im Bierstedter Holz sind zu erhalten, ebenso die noch naturnah erhaltenen Fließstrecken der Dumme und der Beeke. Langfristig wären die ausgebauten Fließgewässer wieder zu renaturieren. Im Wohld sollten durch Freistellen die Wacholdervorkommen gefördert werden. Die Weiterentwicklung eines naturverträglichen Tourismus geschieht unter Schonung ökologisch sensibler Bereiche. Dabei sind insbesondere die schon bestehenden Ausflugsziele Niephagen und Diesdorf als Ausgangspunkt für Wanderungen und Radtouren in die umgebenden Wälder zu entwickeln. Die Anlage von Radwegen und die Einrichtung von Naturlehrpfaden bieten sich an. Diesdorf und Diesdorfer Wohld In Diesdorf stellt die romanische Stiftskirche ein sehenswertes Ausflugsziel dar. Vom Diesdorfer Zentrum geht es zur Peripherie des Ortes, wo das Freilichtmuseum einen Einblick in das alte bäuerliche Leben der Altmark bietet. Von hier aus läßt sich das abwechslungsreiche Waldgebiet des Wohld erwandern. Der Weg führt nach Nordosten Richtung Fahrendorf, vorbei an einer prachtvollen Eichenallee, die seit 1934 als Naturdenkmal geschützt ist. Über parallel verlaufende Waldwege läßt sich ein Rückweg nach Diesdorf finden. Bierstedter Holz Ausgangspunkt ist der Ort Hohenlangenbeck, der in seiner Anlage vermutlich auf einen slawischen Rundling zurückzuführen ist. Von Hohenlangenbeck geht es in westlicher Richtung in das Bierstedter Holz. In dem großflächigen Waldgebiet lassen sich unterschiedliche Routen begehen. Bei Wötz zieht ein Hünengrab aus vorgeschichtlicher Zeit die Aufmerksamkeit auf sich. Botanisch interessant sind die kleinen Waldmoore mit Vorkommen von Scheidigem Wollgras und Keulen-Bärlapp. Ferchauer Forst Von Niephagen geht es in östliche Richtung in den Ferchauer Forst. Nach etwa 2 km liegt linkerhand das westlichste Teilgebiet des Naturschutzgebietes „Ferchauer Forst“. In den Eichen-Hainbuchenbeständen sind im Frühjahr eine Vielzahl an Vogelarten, zum Beispiel Hohltaube, Schwarzspecht oder Buntspecht, anzutreffen. Weitere 2 km östlich liegt die zweite Teilfläche des NSG. Das landeskundlich geschulte Auge kann in den Wäldern das charakteristische Relief der Wölbäcker entdecken, Zeugen früheren Ackerbaus auf diesen Flächen. Von der kleinen Ansiedlung Ferchau aus geht es in nördliche Richtung nach Eversdorf. In der Anlage dieses Dorfes lassen sich noch Spuren eines alten Rundlings aus slawischer Zeit entdecken. Diesdorf Die sachsen-anhaltische „Straße der Romanik“ durchzieht das Gebiet auf der Strecke Diesdorf-Salzwedel, um auf die mittelalterlichen Sehenswürdigkeiten in diesen Orten aufmerksam zu machen. Kulturgeschichtliche Besonderheiten sind innerhalb des LSG insbesondere in Diesdorf vorhanden. Hier wurde im Jahre 1160 durch Graf Hermann von Warpke-Lüchow ein Augustiner-Chorfrauenstift als Hauskloster und Grablege für seine Familie gegründet. Das anfangs auch mit der Heidenmission betraute Stift war im ausgehenden Mittelalter das reichste der Altmark. Von diesem Stift Marienwerder ist im wesentlichen die große dreischiffige Backsteinbasilika erhalten, vorzüglich in der Klarheit ihres Grund- und Aufrisses, zudem der erste umfassend gewölbte Bau in der Altmark (Kreuzgratgewölbe). Veränderungen gegenüber der Architektur des frühen 13. Jahrhunderts sind die Stiftsdamenempore im nördlichen Querhaus, später erweitert in das nördliche Seitenschiff hinein, und die 1872 hergestellten Obergeschosse des Westturmes, mit dem eine umfassende Wiederherstellung des Baus ihren Abschluß fand. Der Kirche fehlt seit dieser Renovierung ihre nachmittelalterliche Ausstattung. Vorhanden sind eine spätgotische Triumphkreuzgruppe und der Schrein eines heiligen Grabes; die Grabkapelle ist im nördlichen Seitenschiff eingebaut. Die Grabplatte trägt die Ritzfigur eines Grafen von Lüchow aus der Familie der Stifter. Das Freilichtmuseum Diesdorf wurde vom Landarzt Dr. Georg Schulze (1866 bis 1955) gegründet und in den letzten Jahren beträchtlich erweitert. Es gibt einen anschaulichen und umfassenden Eindruck von der ländlichen Arbeits- und Wohnkultur der Altmark im 18./19. Jahrhundert. Der bis in das 19. Jahrhundert verbreitete Typ des niedersächsischen Hallenhauses wird am Beispiel des Flettdielenhauses aus dem Jahre 1787 demonstriert. Das dreischiffige Haus wird durch ein Tor von der Giebelseite her betreten. Rechts und links der geräumigen Diele befinden sich Boxen für das Vieh, darüber Bergeraum für Heu und Stroh. An der Stirnseite der Diele steht ein großer Herd. Die Wohnräume beschränken sich auf kleine Kammern hinter dieser Allzweckdiele. Dieser alte Typ des Bauernhauses, der im Raum Salzwedel noch in mehreren Dörfern zu finden ist, verschwand zumeist mit dem Einzug der modernen Landwirtschaft im 19. Jahrhundert. Weitere Gebäude, unter anderem eine Bockwindmühle, wurden aus verschiedenen Orten der Altmark nach hier versetzt und vervollständigen das bäuerliche Ensemble. Salzwedel Unweit der Grenzen des LSG liegt im Nordosten die Stadt Salzwedel. An der Gabelung alter Fernstraßen, die hier die Niederung der Jeetze überqueren, entstand eine Siedlung unter dem Schutz einer Burg der Markgrafen der Nordmark. Sie wurde erstmals im Jahre 1112 in einer Urkunde genannt. Die Marktsiedlung, die im Bereich des heutigen Holzmarktes vermutet wird, erweiterte sich im 12. Jahrhundert zur Altstadt mit der Pfarrkirche St. Marien. 1233 besaß Salzwedel bereits das volle Stadtrecht. Für die nordöstlich gelegene, durch großzügigere Straßenführung bereits als Erweiterung ausgewiesene Neustadt ist das Jahr 1247 als Gründungsjahr belegt. Gut befestigt, blühte die Handels- und Handwerkstadt im Spätmittelalter auf. Sie wurde bereits 1263 Mitglied der Hanse, und 1314 erwarb sie das Münzrecht. Beide große Pfarrkirchen konnten im 14. und 15. Jahrhundert beachtlich erweitert werden. Ein beträchtlicher Bestand älterer Baudenkmale blieb bis in die heutige Zeit erhalten. Die mittelalterlichen Bauten wurden in der Regel aus Backstein, Gebäude aus dem 17. und 18. Jahrhundert im Fachwerkstil mit Backsteinausmauerungen errichtet. Sehenswürdigkeiten in Salzwedel sind die Ruine der Burg, die Pfarrkirche St. Marien, die St. Lorenz-Kirche, die Mönchskirche, die Pfarrkirche St. Katharinen, die ehemalige Hospitalkirche zum Heiligen Geist, das ehemalige altstädtische Rathaus, die Stadtbefestigung sowie das Johann-Friedrich-Danneil-Museum. Sehenswert ist vor allem auch der geschlossene, spätmittelalterliche Bestand an Wohnhäusern. veröffentlicht in: Die Landschaftsschutzgebiete Sachsen-Anhalts © 2000, Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, ISSN 3-00-006057-X (1) Die Natur- und Landschaftsschutzgebiete Sachsen-Anhalts - Ergänzungsband © 2003, Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, ISBN 3-00-012241-9 Letzte Aktualisierung: 18.11.2025
Das LSG erfasst in Ergänzung des LSG „Petersberg“ einen Ausschnitt des östlichen Teils der Porphyrkuppenlandschaft im nördlichen Saalkreis. Zwischen den Städten Hohenturm und Landsberg südlich der B 100 gelegen, schließt das Landschaftsschutzgebiet drei Porphyrkuppen mit angrenzenden Teilen der Agrarlandschaft ein. Das Schutzgebiet liegt in der Landschaftseinheit Hallesches Ackerland. Die Porphykuppenlandschaft des LSG umfasst einen Ausschnitt der flachwelligen Agrarlandschaft, aus der sich die Porphyrkuppen Gützer Berg, Pfarr- und Spitzberg bis zu 30 m weithin sichtbar herausheben. Mit 136,3 m ü. NN gehört der Spitzberg als höchste der drei Kuppen zu den kleineren Porphyrkuppen des Halleschen Vulkanitgebietes, welches mit 250,4 m ü. NN am Petersberg den höchsten Punkt erreicht. Der größte Teil des LSG wird ackerbaulich genutzt, weswegen weitreichende Sichtbeziehungen bestehen. Die steilen Hänge der Porphyrkuppen und die größeren Gehölze bilden markante und weithin sichtbare Orientierungs- und Identifikationspunkte in der freien, unbebauten Feldflur. Durch ihren Strukturreichtum und die attraktiven jahreszeitlichen Aspekte der Gehölze und Magerrasen sind die Porphyrdurchragungen prägende Bestandteile einer erlebnisreichen Landschaft. Auch die nahen Städte Hohenturm und Landsberg liegen auf bzw. um Porphyrkuppen. Der Kapellenberg von Landsberg überragt mit einer Höhe von 148 m ü. NN die Porphyrkuppen der Umgebung und wird durch die weithin sichtbare Doppelkapelle gekrönt. Das Landschaftsschutzgebiet wird von der Eisenbahnstrecke Halle-Berlin durchzogen; diese hat eine trennende Wirkung, kann aber nördlich des Pfarrberges gequert werden. Der älteste Fund aus dem Gebiet des LSG stammt aus der Kiesgrube südwestlich des Pfarrberges. Es handelt sich hierbei um einen Mammutstoßzahn, der aus dem Beginn der letzten (Weichsel-) Eiszeit stammen dürfte und in ca. 8 m Tiefe vom Bagger erfasst wurde. Die aus der Lössebene emporragenden und über weite Strecken sichtbaren Porphyrkuppen des LSG wurden seit der mittleren Jungsteinzeit als Landmarken genutzt und für die Errichtung von Grabhügeln auserkoren. Die Grabhügel wurden damit durch den Unterbau zu riesigen Mausoleen für die Toten. Ein Grabhügel gab dabei dem Spitzberg seinen Namen. Seine markante Erscheinung gab schon früh Anlass zur Schatzsuche. Der Grabhügel wurde von der Baalberger Kultur errichtet. Spätere Kultu -ren suchten den Hügel wiederholt als Bestattungsplatz auf, so die nachfolgende Salzmünder Kultur. In der späten Jungsteinzeit wurde der Hügel von der Schnurkeramikkultur weiter aufgehöht. Die jüngsten Gräber stammen aus der späten Bronzezeit. Auf dem Gützer Berg (früher Reinsdorfer Berg) wurden gleich mehrere Grabhügel errichtet, die bereits in den 1830er Jahren durchwühlt wurden. Die ältesten datieren wieder aus der Jungsteinzeit. Auch die seichte Erhebung zwischen dem Gützer und Spitzberg wurde als Bestattungsplatz genutzt, diesmal von der Schnurkeramikkultur. Durch die sakrale Nutzung der Berge als Bestattungsplätze und Orte der Verehrung und Begegnung mit den Ahnen dürfte das Areal innerhalb des LSG als Tabuzone gegolten haben. So lagen die zeitgleichen Siedlungen der auf den Porphyrkuppen bestattenden Kulturen beidseits des Strengbaches im Bereich der heutigen Ortschaften Piltitz, Gütz, Roitzschgen, Landsberg, Schwätz, Reinsdorf und Gollma, wo sich beispielsweise eine über 10 ha große, mit einem Doppelgraben befestigte, Siedlung der Salzmünder Kultur befand. In diesem Gebiet finden sich auch die Siedlungen und Gräberfelder der nicht auf den Porphyrkuppen bestattenden Kulturen: Aunjetitzer Kultur und Früheisenzeit. Nur eine, zudem mit einem Graben befestigte Anlage, befand sich unmittelbar am Nordrand des LSG, allerdings ist deren Datierung unbekannt. In diesem Zusammenhang sei der Kapellenberg von Landsberg genannt. Er wurde von den Slawen mit einem Wall und streckenweise wohl auch mit einem Graben umschlossen, wobei der Wall im Norden (hier doppelt), Osten und Süden, wo er schon 1821 abgetragen wurde, gesichert ist, während er im Westen von der mittelalterlichen Stadt überprägt ist, dort aber vermutlich dem Strengbach folgte. Ein den Felsen eng einschließender Wall mit Blendmauer und vorgesetztem Grabenwird mit einem sorbischen Herrensitz in Verbindung gebracht, wobei die Benennung der Flur zwischen den Wällen im Nordosten als Kroitzschgraben auf (grod = Burg) verweist. Die befestigte Siedlung erscheint 961 in den Urkunden unter der Bezeichnung civitas (Holm = Berg). Sie bildete den Hauptort des Siusili-Gaues. Im 12. Jh. wurde von den Wettinern auf dem Felsen eine Burg erbaut. Zwischen Strengbach und Burg entstand die deutsche Stadt Landsberg, während offenbar der Name Holm auf das benachbarte Gollma überging. Unmittelbar südlich Landsberg befand sich auf dem Weg nach Gollma am Strengbach eine befestigte Siedlung der Slawen. Das Labyrinth (Troja-Burg) auf dem Gützer Berg wurde erst 1939 von den Schülern der Volksschule Gütz unter der Anleitung des Lehrers Brühl angelegt. Vorbild war der Schwedenring von Steigra bei Merseburg. Dafür wurden konzentrische, an den Enden in wechselnder Folge miteinander verbundene Halbkreise derart mit dem Grabscheit aus dem Rasen ausgestochen, dass der verbleibende, von den Gräben konturierte Rasensteg als schlangenförmiger Pfad durch das Labyrinth führt. Dieser Pfad beginnt in der Mitte der Basis und endet im Mittelpunkt der Halbkreise, wo eine kleine Säule stand, auf der die Himmelsrichtungen markiert waren. An der Seite war die Länge des Pfades mit 400 m eingetragen. Das Labyrinth wurde um 1980 durch Soldaten der Roten Armee zerstört und nach 1990 von ABM-Kräften wiederhergestellt. Das heutige Erscheinungsbild der Landschaft wird durch Jahrhunderte lange Nutzung bestimmt. Die Kuppen und Hänge wurden ehemals durch Schafhutung als Offenlandstandorte entwickelt. Die dort vorhandenen Halbtrockenrasen und Heiden sind Resultat dieser Nutzung. Gehölze wuchsen erst später. Die Aufforstung mit Nadelholz ist jüngeren Datums. Die Gewinnung von Porphyr in kleinen Steinbrüchen trug zu einer Belebung des Landschaftsbildes und zur Entstehung von Kleingewässern in der sonst gewässerarmen Landschaft bei. Im Oberkarbon bis ins Rotliegende herrschte eine rege vulkanische Aktivität im Norden der heutigen Stadt Halle und des Saalkreises. Der Vulkanismus wurde begleitet vom Aufdringen von bis zu mehreren Kubikkilometer großen magmatischen Körpern in eine der damaligen Erdoberfläche nahen Position. Einer dieser Intrusivkörper bildet den so genannten Landsberger Porphyr, ein grobporphyrischer Rhyolith mit einer überwiegend mikrogranitischen Grundmasse und charakteristischen, etwa 1 cm großen Feldspat-Großkristallen. Dieses, der Verwitterung gegenüber widerstandsfähige, magmatische Gestein kam im Verlaufe der Erdgeschichte bedingt durch Hebungsbewegungen der Erdkruste bis an die heutige Oberfläche und bildet markante Geländeerhebungen westlich von Landsberg - den Spitzberg, den Pfarrberg und den Gützer Berg. Zwischen diesen Porphyraufragungen liegen geringmächtige Sedimente des Quartärs und Tertiärs auf den magmatischen Gesteinen. Es handelt sich hierum glimmerführende Sande und Schluffe des Oberoligozäns (Tertiär) und um eiszeitliche Kiese, Sande, Geschiebemergel und -lehme, die teilweise von Löss überlagert werden. Zeugen der Landschaftsgenese während des Pleistozäns sind Gletscherschliffe und Gletscherschrammen auf dem anstehenden Unteren Halleschen Porphyr am Pfarrberg, welche als FND geschützt sind sowie ein Findling, das Naturdenkmal „Teufelsstein“ im Ortsteil Gütz. Die Porphyrkuppenlandschaft östlich von Halle gehört bodengeographisch zur Zörbig-Landsberger Löss-Ebene. Gützer, Spitz- und Pfarrberg sind Porphyrkuppen, die jüngere Ablagerungen durchragen. Damit verbinden sich nicht nur ein Wechsel der anstehenden Locker- und Festgesteine, sondern auch relativ kleinräumige Änderungen der Zusammensetzung der bodenkundlich wichtigen periglaziären Deckschichten. Die idealisierte Abfolge dieser Deckschichten besteht von der Ebene bis in die Kuppenlage aus Löss - Sandlöss - Lösssand bis Flugsand - skeletthaltigem Sandlöss. Mit dieser Abfolge ist eine Verringerung der Mächtigkeit der periglaziären Deckschichten verbunden. Deshalb ist die Anordnung der hier vorkommenden Bodenformen auf allen drei Porphyrkuppen ähnlich. Auf den Porphyrkuppen kommen geringmächtige, karbonatfreie, flach porphyrunterlagerte, skeletthaltige Ranker bis Syroseme vor. Die Restlöcher und Halden der Steinbrüche bilden eine eigene Bodengruppe, die Gleye, Regosole und Syroseme (Rohböden) umfasst. Weiterhin treten Kolluvialböden und grauschwarze, tondurchschlämmte, flach sand- bzw. lehmunterlagerte Parabraunerde-Tschernoseme aus Sandlöss über Schmelzwassersand bzw. Geschiebelehm sowie Braunerde-Tschernoseme und Tschernoseme aus Sandlöss oder Löss auf. Die Abfolge Ranker - Kolluvialboden und die Bodenentwicklungsfolge fossile Fahlerde - Tschernosem (Parabraunerde-Tschernosem) weisen eher auf einen freien Hügel hin. Dieses Landschaftsbild entspricht den Steppenbedingungen, unter denen sich die Tschernoseme gebildet haben. Seit der Jungsteinzeit werden die Böden der umliegenden Ebenen durch den Menschen (Bandkeramiker) als Ackerland genutzt. Das belegen die teils großflächigen Kolluvialböden des Landschaftsraumes. Dennoch sind die Porphyraufragungen nach den vorhandenen Böden geeignete Waldstandorte, die das Landschaftsbild der Löss-Ebene bereichern. Das Gebiet weist keine natürlichen Oberflächengewässer auf. Künstliche Kleingewässer sind innerhalb historischer Steinbrüche anzutreffen. Das LSG liegt im östlichen Randbereich des mitteldeutschen Trockengebietes. Sein Klima zeichnet sich durch eine relativ hohe Jahresmitteltemperatur (ca. 8,5 °C) und eine hohe Temperaturdifferenz zwischen Januar und Juli (17,5 °C) aus. Deutlich wird der kontinentale Klimacharakter auch durch die geringen Niederschläge von ca. 500 mm/Jahr, die vorwiegend im Sommerhalbjahr fallen. Das Gebiet würde großflächig von Labkraut-Traubeneichen-Hainbuchenwad der ebenen Lössstandorte als Potentiell Natürliche Vegetation gekennzeichnet. An den Hangfüßen gingen diese Wälder in Knäulgras-Linden-Hainbuchenwald über, der auf den flachgründigen Kuppen von einem Berghaarstrang-Eichentrockenwald abgelöst würde. Die Gehölze, die insbesondere Ende der 1940er Jahre aufgeforstet wurden, setzen sich aus Kiefern, Robinien, Eschen, Eichen und Ahorn zusammen und weisen z. T. eine gut ausgebildete Strauchschicht auf. Die Vegetation der Offenstandorte wird durch Felsfluren, Trocken- und Halbtrockenrasen sowie Gebüsche trockenwarmer Standorte bestimmt. Diese sind jedoch durch fehlende Schafhutung, Vermüllung, Tritt und Befahren mit Motorrädern gefährdet; Ruderalisierungen setzen ein. Innerhalb der intensiv genutzten Agrarlandschaft stellen die Porphyrkuppen wichtige Lebensräume dar, die durch einen besonderen Artenreichtum gekennzeichnet sind. Die Biotopausstattung spiegelt die spezifischen Standortverhältnisse wider. Die flachgründigen Porphyrbereiche sind Standorte von Edel-Schafgarbe und Feinblättriger Schafgarbe, Echter Nelken-Haferschmiele, Felsen-Goldstern, Kochs Milchstern, Bauernsenf, Frühlings-Ehrenpreis, Buntem Vergissmeinnicht und Kleinem Knabenkraut. Auch die Pflanzenwelt der Steinbruchgewässer mit Röhrichten und initialer Schwimmblattvegetation ist aufgrund der Nährstoffarmut bemerkenswert. In den Steinbruchgewässern wurden neben der Krebsschere (hier autochthon?) auch Quirl-Tausendblatt und Schild-Wasserhahnenfuß gefunden; auf feuchten Flächen kommt das Große Flohkraut vor. So bildet das Gebiet ein Refugium für gefährdete und vom Aussterben bedrohte Pflanzen- und Tierarten.Biotopkomplexe sind Lebensraum oder Teillebensraum besonders geschützter oder gefährdeter Vogelarten, u. a. von Neuntöter, Pirol, Baumpieper und Gelbspötter sowie seltener von Sperbergrasmücke und Weidenmeise. Verschiedene gefährdete oder geschützte Heuschrecken- , Groß- und Sandlaufkäferarten sowie Schmetterlinge und Libellen besitzen hier ihr Habitat. Die Steinbruchgewässer am Gützer Berg sind Fortpflanzungsgewässer von Erd- und Wechselkröte sowie Teichfrosch. Besondere Bedeutung wird den naturschutzfachlich wertvollen Biotopen und Biotopkomplexen innerhalb des LSG beigemessen, hierzu zählen die Aufforstungen aus einheimischen Laubbaumarten mit einem gewissen Totholzanteil auf den drei Porphyrkuppen, die Hecken, Gebüsche, Trocken- und Halbtrockenrasen, Wiesen und besonders das kleinflächige Mosaik der Zwergstrauchheiden, Magerrasen und Felsheiden auf den Porphyrfelsen und innerhalb der Steinbrüche. Die Biotopkomplexe bilden die Voraussetzung für die Erhaltung der Vorkommen stark gefährdeter bzw. vom Aussterben bedrohter Pflanzen- und Tierarten. Die Porphyrkuppenlandschaft soll als ökologisch wertvoller, gut strukturierter und durch historische Nutzungsformen geprägter Naturraum erhalten und entwickelt werden. Die Wald- und Gehölzränder sind zu bewahren und von Bebauung freizuhalten, da durch sie ein abgestufter Übergang zur offenen Feldflur mit vielfältigen Lebensraumstrukturen gebildet wird. Randflächen des LSG sind im derzeitigen Zustand als Pufferzonen zu wertvollen Biotopen und Flächennaturdenkmalen zu sichern. Der Schutz der markanten, landschaftsbildprägenden Strukturen, die Freihaltung des Gebiets von Bebauung und der Erhalt der Sichtbeziehungen auf die Landsberger Porphyrkuppe dienen, ebenso wie die landschaftliche Einbindung bestehender baulicher Anlagen, dem Erhalt des Landschaftsbildes. Eine sanfte touristische Erschließung einzelner Abschnitte des LSG für eine naturverträgliche Erholung soll die Belange von Natur und Landschaft berücksichtigen und wahren. Die Porphyrhügellandschaft mit ihren inselhaft innerhalb der Ackerfluren liegenden Kuppen ist über Fahr- und Feldwege erschlossen. Auch ein lokaler Radweg ist vorhanden. Die nahe Stadt Landsberg ist eine wichtige Station auf der Straße der Romanik. Doppelkapelle St. Crucis Landsberg Um 1170 errichtet, wurde die Kapelle in die Anlage einer zwischen 1156 und etwa 1175 erbauten, aber heute nicht mehr vorhandenen Burg integriert und später umgebaut. Sie gilt als frühestes Zeugnis der Verwendung von Backstein als Baumaterial in der Region. Die Kapelle bietet sich heute als zweigeschossiger, dreischiffiger spätromanischer Bau mit Kreuzgratgewölben und Stützenwechsel und sehenswerter Innenausstattung dar. veröffentlicht in: Die Natur- und Landschaftsschutzgebiete Sachsen-Anhalts - Ergänzungsband © 2003, Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, ISBN 3-00-012241-9 Letzte Aktualisierung: 18.11.2025
In Neuaufforstungen mit Koniferen (in der Bundesrepublik in naher Zukunft auf ca. 1,2 Mio. ha Grenzertragsboeden und Oedlaendereien) besteht die Gefahr einer Primaerinfektion durch den holzzerstoerenden Wurzelschwamm Fomes annosus. Seine Sporen besiedeln frischgeschnittene Stubben, dringen in deren Wurzeln vor und von dort in die Wurzel lebender Baeume in denen sie Wurzel- und Stammfaeule erzeugen. In England wird fuer die Kiefer zur Verhinderung der Infektion eine protektive Stubbenbehandlung mit pilzlichen Antagonisten von Fomes annosus empfohlen, die jedoch in eigenen Laborversuchen bei der Fichte (auch bei der Kiefer) keine zuverlaessigen Erfolge brachte. Es soll versucht werden, durch besseres Verstaendnis von Stoffwechselablaeufen und Infektionsbiologie ein biologisch sicheres (chemisches oder physikalisches) Verfahren zu finden, dass es es erlaubt, Fichte bzw. Douglasie gleichbleibend zu schuetzen. Hierbei ist die hohe physiologische Variabilitaet von Fomes annosus zu beruecksichtigen.
The aim of my study is to calibrate PAR from small lakes against tree biomass, which can be used to achieve quantitative estimates of biomass in the past. Furthermore, the relation between pollen percentages and plant abundance will also be investigated. As study area, the state Brandenburg was chosen, because it has a large number of lakes and is covered by different plant communities, like conifer forest, mixed forest, deciduous forest and open land. These are situated on a range of soil types in a terrain with little altitudinal differences. Lakes in different types of landscape were selected. They were of almost uniform size, mostly ranging from 100-300 m in diameter and without inflow and outflow. Deeper lakes in proportion to the lake size were preferred, to avoid lakes with a high pollen redeposition. In order to have an effective fieldwork and to get the broadest possible data spectrum for modeling, the relevant pollen source area of pollen (Sugita, 1994) was estimated, based on the map CORINE. The calculation shows that the pollen source area is approximately 5-6 km. However, we also sampled lakes which are situated closer together, especially when the landscape structure was very heterogenic at the small scale. From the surface samples of 50 lakes, the pollen percentages of different taxa will be compared with the information from the forest inventory data for different distances around the lakes to evaluate theoretical considerations of pollen source area. These data are available at the data base Datenspeicher Wald, which contains information about cover, age and biomass for the different tree species. This information was collected during the time of the German Democratic Republic (DDR) and is in the most continued. Concurrently, 15 of the short cores are selected for dating by 210Pb. PAR will be calculated based on the sedimentation rates obtained for these cores, so that PAR can be compared to tree biomass for different time slices over the past 50 years.
Nadelhölzer sind gegenüber Laubhölzern vielfach schwerer zu bestimmen, da ihr Zellgefüge insgesamt sehr einheitlich aufgebaut ist, und somit relativ wenig differenzierende mikroanatomische Merkmale zur Verfügung stehen. Nach wie vor basiert die Standardliteratur im Wesentlichen auf den frühen Arbeiten von PHILLIPS aus den Jahren 1941 und 1948. Selbst die zur Zeit von einem Komitee der International Association of Wood Anatomists (IAWA) erstellte Annotated List of Features for Softwood Identifikacion basiert ebenfalls weitgehend auf dem bisherigen Kenntnisstand von PHILLIPS. Grund hierfür ist, dass eine systematische Untersuchung der Hölzer der Klasse der Pinatae (Echte Koniferen) bislang fehlt. Entsprechend sind die Möglichkeiten der Differenzierung der Nadelhölzer bei weitem nicht ausgeschöpft. Erstens sind verschiedene Familien entweder überhaupt nicht systematisch untersucht worden oder aber nur unzureichend in ihren holzanatomischen Merkmalen bekannt. Zweitens ist eine Reihe der PHILLIPS'schen Merkmale nur beschränkt anwendbar, da ihre Variabilität teilweise unberücksichtigt ist. Drittens lassen sich neben den bekannten 28 mikroanatomischen Merkmalen zahlreiche weitere Merkmale definieren. Für ihre entweder allgemeingültige oder lediglich beschränkte Anwendbarkeit ist jedoch Voraussetzung, dass ihre Signifikanz als tatsächlich differenzierend systematisch an allen Nadelhölzern untersucht wird. Ziel des Forschungsvorhabens ist es daher, die gesamte Klasse der Pinatae, die nach KUBITZKY (1990) 9 Familien mit 68 Gattungen und ca. 580 Arten umfasst, systematisch holzanatomisch zu untersuchen sowie computergestützte Bestimmungsschlüssel zu erarbeiten.
Gemessen an der Holzproduktion hat die Produktivität vieler Waldstandorte in Europa in den vergangenen Jahrzehnten zugenommen. Zahlreiche Befunde belegen für verschiedene Baumarten, Standorte und Regionen ein gesteigertes Volumenwachstum der Waldbestände im Vergleich zu früher. Für die Nadelhölzer ist bekannt, dass breitere Jahrringe im Mittel eine geringere mittlere Holzdichte aufweisen. So stellt sich die Frage, ob die erhöhte Volumenproduktion gleichbedeutend ist mit einer Erhöhung der Biomasseproduktion, oder ob sich die produzierte Biomasse lediglich auf ein größeres Holzvolumen verteilt. In dem Forschungsvorhaben wollen wir aufklären, ob sich die Dichte der Jahrringe unter Berücksichtigung des gesteigerten Wachstums langfristig verändert hat. Dazu untersuchen wir anhand von Stammscheiben verschieden alter Bäume der Baumarten Fichte (Picea abies) und Buche (Fagus sylvatica) die Zusammenhänge zwischen der Jahrringdichte, der Jahrringbreite, dem Baumalter, dem Kambialalter und dem Kalenderjahr. Das Untersuchungsmaterial stammt sowohl von großräumigen Wachstumserhebungen als auch von experimentellen Düngungs-Versuchsflächen. Die Holzdichte der Jahrringe wird mit dem Verfahren der Hoch-Frequenz-Densitometrie (HF-Densitometrie) ermittelt. Die Frage nach trendhaften Veränderungen der Holzdichte und Biomasseproduktion ist relevant für die Abschätzung der Kohlenstoffbindung der Wälder und auch für die Beurteilung der Qualitätseigenschaften des produzierten Holzes.
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