Die Wahl des Studienfachs ist eine der weitreichendsten Entscheidungen im Leben und sollte daher gut bedacht sein. Ein Studium an einer Universität mit einer wissenschaftlichen Ausrichtung oder ein stärker auf die Praxis bezogenes Studienfach an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften? Vollzeit oder berufsbegleitend? In einer Großstadt mit den dazugehörenden Angeboten oder lieber an einem überschaubaren Ort in familiärer Atmosphäre? Wer in Sachsen-Anhalt studieren möchte, hat die Auswahl. Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ist die größte und älteste Universität des Landes. Mit ihrer mehr als 500-jährigen Tradition in Forschung und Lehre bietet sie Studierenden ein breites Fächerspektrum in den Geistes-, Sozial-, Natur- sowie medizinischen Wissenschaften. Aushängeschild ist der eng an die Universität angebundene Weinberg-Campus, der zweitgrößte Technologiepark in Ostdeutschland. Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg hat in den Ingenieur- und Naturwissenschaften sowie in der Medizin ein starkes Profil. Die Universität ist ein Vorreiter bei der technologischen Entwicklung und versteht sich als Impulsgeber für die wirtschaftliche Entwicklung der Region. Mit der Entscheidung des US-Chipherstellers Intel, in Magdeburg seinen Europastandort anzusiedeln, baut auch die Universität ihre Studienangebote in der Halbleiter- und Nanotechnologie aus. Die Hochschule Anhalt mit Standorten in Dessau, Bernburg und Köthen überzeugt mit einem Studienangebot von Landwirtschaft über Biowissenschaften bis hin zu Designfächern am international renommierten Bauhaus-Standort in Dessau. Die Hochschule Magdeburg-Stendal bietet beispielsweise profilstarke Nischenstudiengänge wie Gebärdensprachdolmetschen, Kindheitswissenschaften oder Wasserwirtschaft und Mensch-Technik-Interaktion. An der Hochschule Merseburg gibt es Studiengänge zu den Bereichen Technik, Wirtschaft, Soziales, Medien sowie Kultur. Das macht die Hochschule zu einem Zentrum für angewandte Wissenschaften in der Metropolregion Halle-Leipzig. An der Hochschule Harz mit ihren Standorten in Wernigerode und Halberstadt können Studierende Fächer wie Data Science, Medien- und Spielekonzeption, Europäisches Verwaltungsmanagement oder Wirtschaftspsychologie absolvieren. Eine der renommiertesten sowie größten künstlerischen Hochschulen in Deutschland ist die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle (Saale) mit Studiengängen wie Malerei, Grafik, oder Industriedesign. In Aschersleben bildet das Land Sachsen-Anhalt an der Fachhochschule Polizei den Nachwuchs im Polizeidienst aus. Zudem gibt es in Sachsen-Anhalt noch zwei kirchliche Hochschulen – die Theologische Hochschule Friedensau sowie die Evangelische Hochschule für Kirchenmusik mit Sitz in Halle (Saale). Die Landarztquote in Sachsen-Anhalt bietet einen guten Weg zum Medizinstudium. Menschen mit Erfahrungen im Gesundheitsbereich können so auch ohne Top-Abiturnote oder lange Wartezeiten Arzt oder Ärztin werden, wenn sie im Anschluss an das Studium mindestens zehn Jahre in einer Region mit Medizinermangel praktizieren. Zusätzlich unterstützt das Land Sachsen-Anhalt Medizinstudierende, die sich verpflichten, nach Studienabschluss bis zu drei Jahre in einer solch unterversorgten Region ärztlich tätig zu sein. Das Deutschlandstipendium fördert begabte und engagierte Studierende. Neben guten Noten zählen bei der Vergabe insbesondere gesellschaftliches Engagement und persönliche Leistungen – wie beispielsweise erfolgreich überwundene Hürden in der Bildungsbiografie. Das Weiterlernen wird gefördert durch das Programm „Aufstiegsstipendium“, indem es beruflich besonders begabten Erwachsenen ein akademisches Hochschulstudium ermöglicht. Das Stipendium dient dazu, die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung zu erhöhen und Fachkräften die Möglichkeit zur weiteren beruflichen Entwicklung zu bieten.
HIER KOMMT BIOTECHNOLOGIE ZUR WIRKUNG. SACHSEN-ANHALT BIOTECHNOLOGIE UND PHAR M AZIE Sachsen-Anhalt zählt national wie global zu den Top-Adressen für die Pharma- und Biotechnologiebranche. Hier finden Unternehmen beste Standortbedingungen für Investitionen und Wachstum. Diese können aus dem Herzen Deutschland zeitkritische Fracht an ihren Zielort bringen. Unternehmen schätzen dabei vor allem das Potenzial der interdisziplinären und branchenübergreifenden Zusammenarbeit. 2 Universitäten, 3 Fachhochschulen und die Forschungsinstitute der Max- Planck-, Fraunhofer-, Leibniz-Gesellschaften konzentrieren sich auf die Bereiche Enzym- und Proteinbiotechnologie sowie Neurowissenschaften. Sie sind für Unternehmen der pharmazeutischen, pflanzenbasierten und industriellen Biotechno- logie ideale Partner für F&E-Vorhaben, Ausgangspunkt innovativer Gründungsideen und Talentschmiede für zukünftige Fachkräfte. BIOTECHNOLOGIE-REGION SACHSEN-ANHALT BIOTECHNOLOGIE- ZENTREN HAUPTSTADTREGION MAGDEBURG SCHWERPUNK TE: Neurowissenschaft, Neurobiologie, Entzün- dungs- und Autoimmunerkrankungen, Arzneimittelherstellung USP: umfassend ausgerüstete, wissenschaftliche Serviceeinrich- tungen im Zentrum für Neurowissenschaftliche Innovation und Technologie ZENIT VORZEIGEUNTERNEHMEN: Salutas Pharma (Novartis) M ITTELDEUTSCHES CHEM IEDREIECK SCHWERPUNK TE: Chemie- und Kunststoffindustrie im Zentrum Europas, Biopolymerase, Fraunhofer IZI und Fraunhofer IMWS, industrielle Biotechnologie und Feinchemieproduktion, integrierter Stoffverbund und stoffspezifisches Know-How an den Chemie- standorten, BioEconomy Cluster USP: Das Chemieparkkonzept ermöglicht den ansässigen Unterneh- men die Konzentration auf das Kerngeschäft VORZEIGEUNTERNEHMEN: Organica Feinchemie, Bayer Bitterfeld, Aurora, Chemische Fabrik Berg GREEN GATE GATERSLEBEN SCHWERPUNK TE: Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung BERLIN USP: Kompetenzzentrum für Pflanzenbiotechnologie VORZEIGEUNTERNEHMEN: IPK Leibniz-Institut, Julius Kühn-Institut, BASF Agricultural Solutions Seed, Orgentis Chemicals WEINBERG CAMPUS TECHNOLOGIEPARK HALLE SCHWERPUNK TE: Biotechnologie, Biomedizin, Materialwissen schaften, Umwelt- und Verfahrenstechnik, Nanotechnologie, sowie der Informations- und Automatisierungstechnik Technologie USP: Größter Innovationsstandort für Life Sciences, Biomedizin und Materialwissenschaften Mitteldeutschlands VORZEIGEUNTERNEHMEN: Wacker Biotech, Navigo Proteins, Vivoryon Therapeutics, BioNTech Delivery Technologies, Icon Genetics, Nomad Bioscience BIOPHARMAPARK DESSAU SCHWERPUNK TE: Impfstofftechnologie, Forschung, Entwicklung und Herstellung von biologischen Produkten und Arzneimitteln, Qualitätskontrolle und Compliance USP: ganzheitlicher Standort für Pharmazie und Biotechnologie VORZEIGEUNTERNEHMEN: IDT Biologika, Merz Pharma, Oncotec, CEVA www.investieren-in-sachsen-anhalt.de/life-science MAGDEBURG GATERSLEBEN DESSAU- ROSSL AU HALLE (SA ALE) LUTHERSTADT WIT TENBERG BIT TERFELD- WOLFEN FLUGHAFEN LEIPZIG/HALLE LEUNA ZEITZ BIOTECHNOLOGIE SACHSEN-ANHALT Mehr Informationen: www.investieren-in-sachsen-anhalt.de/life-science KOMPETENZ IM BEREICH BIOTECHNOLOGIE UND PHARM AZIE STANDORTE FÜR BIOTECHNISCHE UND PHARMAZEUTISCHE ANLAGEN VERFÜGBARE UND QUALIFIZIERTE ARBEITSKRÄFTE — Ihr IMG Standortservice: Auswahl geeigneter Bestandsimmobilien, Frei- flächen oder Optionen in Industrie-, Biopharma- oder Chemieparks — CEIV-Pharma-zertifizierter Flughafen Leipzig/Halle: Umschlag von tempe ratur- und zeitkritischen Pharma sendungen 55.000 Studierende — rund — 90 % aller Beschäftigten mit Berufs- oder Hochschulabschluss I MG – SCHNELLE UND EINFACHE REALISIERUNG ANREIZE — aktive und kostenfreie Begleitung Ihrer Ansied- lungs- und Erweiterungs- vorhaben — erfolgreiche Projektum setzung – gemeinsam! „Wissenschaftler auf weltweit konkurrenzfähigem Spitzenniveau unterstützen uns erheblich bei der Entwicklung innovativer, hoch spezifischer Proteine für Diagnostik-, Pharma- und Life-Science-Unternehmen.” Dr. Henning Afflerbach | CEO der Navigo Proteins GmbH IMG – IHR ANSPRECHPARTNERIMG – IHR PARTNER Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH Am Alten Theater 6 | 39104 Magdeburg Tel. +49 391 56899-10 welcome@img-sachsen-anhalt.deFür alle Fragen der Projektrealisierung Für Immobilien- und Standortsuche Für International Business Service Für Unterstützung in Förder- und Finanzierungsfragen www.investieren-in-sachsen-anhalt.de/life-science BIOTECHNOLOGIE-NETZWERK Life Science Sachsen-Anhalt — Cluster initiiert durch den Technologiepark Weinberg Campus Vernetzung zwischen — ausgezeichnete Hochschulen, Forschungsinstituten sowie Biotechnologie- und Pharma unternehmen Für Unterstützung in Personalsuche und -rekrutierung Für Behörden- und Genehmigungs- management Stand: Dezember 2022 — Investitionszuschuss zu den förderfährigen Kosten — Forschungs- und Entwicklungs zuschüsse — Personalschulungsanreize
Nanotechnik Unter Nanotechnik wird die Erforschung, Entwicklung, Herstellung und Verarbeitung von Strukturen und Materialien im Nanometermaßstab verstanden. Nanotechnik – Chancen fördern und Risiken mindern Nanotechnik ist die gezielte Herstellung und Anwendung von Prozessen und Materialien, die aus abgrenzbaren strukturellen Bestandteilen in der Größe von ungefähr 100 Nanometer (1 nm = 10-9 m) oder weniger in mindestens einer Dimension bestehen. Also sind Nanomaterialien mehr als 1.000-mal kleiner als der Durchmesser eines Menschenhaares. In diesem Größenbereich ändern sich die physikalischen und chemischen Eigenschaften von Materialien. Dies kann in vielfältiger Weise zur Entwicklung neuartiger Produkte und Anwendungen genutzt werden. Die Nanotechnik findet Anwendung in vielen Bereichen, etwa die Automobilindustrie, den Maschinenbau, die Chemische und die Lebensmittelindustrie sowie die Bio- und die Umwelttechnik. Über die Nutzung der spezifischen Eigenschaften von Nanomaterialien können in den verschiedensten Produkten und Anwendungen höhere Effizienz oder neue Funktionalitäten erreicht werden. Somit lassen sich auch für die Umwelt vielseitige Chancen durch die Nanotechnik, z. B. im Bereich der Energie- und Ressourceneffizienz, der Sanierung von Altlasten oder der Wasseraufbereitung erwarten. Aufgrund der dynamischen Entwicklung von Nanomaterialien und deren Anwendungen steigen ihre Produktionsmengen. Dies kann auch eine erhöhte Belastung für Mensch und Umwelt bedeuten, wenn Nanomaterialien aus Produkten und Anwendungen freigesetzt werden. Auch zum heutigen Zeitpunkt sind nicht alle Fragen zum potenziellen Umweltnutzen und zu den potenziell von Nanomaterialien ausgehenden Umweltrisiken beantwortet. Die Nanoskaligkeit eines Stoffes ist nicht zwangsläufig gleichbedeutend mit einer Gefährdung oder einem Risiko. Dennoch weisen Nanomaterialien spezifische Eigenschaften auf, die sie von anderen Chemikalien unterscheiden. Die in den letzten Jahren gewonnenen Erkenntnisse zu Eigenschaften, Verhalten und Wirkung von Nanomaterialien erlauben es, Aussagen zu treffen, welche Aspekte bei der Prüfung und Bewertung der Umweltrisiken von Nanomaterialien berücksichtigt und in den gesetzlichen Anforderungen wiedergespiegelt werden müssen. Das UBA trägt aktiv dazu bei, über umwelt- und gesundheitsrelevante Aspekte der Nanotechnik zu informieren, Wissensdefizite auszufüllen und den weiteren Handlungsbedarf zu ermitteln. Das UBA unterstützt einerseits die Einführung von Nanotechniken mit einem Umweltentlastungpotential und fördert dafür geeignete Innovationen. Andererseits macht es auf mögliche Risiken für die Umwelt und die menschliche Gesundheit aufmerksam und entwickelt Handlungsempfehlungen, um Risiken zu mindern oder zu vermeiden.
Um dem ISC3 einen schnellen Einstieg in die fachliche Arbeit zu ermöglichen, haben die Auftraggeber (UBA/BMUB) die Erstellung dreier Studien beauftragt. Ziel dieser Studie war die Identifizierung prioritärer Themen, d.h. technischer Lösungen, Konzepte, Geschäftsmodelle etc. im Bereich der nachhaltigen Chemie. Eine Literaturrecherche wurde durchgeführt, die spezifische Herausforderungen und jüngste Innovationen in verschiedenen Anwendungsfeldern und Sektoren beleuchten: 1) Petro- und Basischemie, 2) Polymere, 3) Agrochemikalien (Pflanzenschutz), 4) Düngemittel, 5) Farbstoffe, Lacke, Pigmente und Klebstoffe, 6) Wasch-, Reinigungs- und Körperpflegemittel, 7) Chemiefasern, 8)Bauchemie, 9) Pharmazeutika und 10) Nanomaterialien. Weitere Kapitel beschreiben Förderprogramme und Auszeichnun-gen im Bereich der nachhaltigen Chemie in Europa und den USA, sowie Steuerinstrumente, Förder- und regulatorische Rahmenbedingungen am Beispiel Brasilien als Schwellenland. Zum Schluss wurden zwei Kapitel der Thematik der Nachhaltigkeitsbewertung gewidmet, in diesen werden Aspekte der Nachhaltigkeit anhand von zwei Beispielen diskutiert: a) Baumaterialien zur Wärmedämmung als Anwendungs-bereich und b) verschiedene Syntheserouten auf Basis fossiler und nachwachsender Rohstoffe zu Acrylsäure. Quelle: Foschungsbericht
Erste OECD-Prüfrichtlinie zur Untersuchung von Nanomaterialien Mit der Prüfrichtlinie OECD 318 ist die überhaupt erste standardisierte Prüfmethode speziell für Nanomaterialien durch die OECD verabschiedet worden. Sie ist ein wichtiger Baustein für die Anpassung der nanospezifischen Anforderungen bei der Umweltrisikobewertung im Rahmen der Regulierungen zur Chemikaliensicherheit. Durch die Prüfrichtlinie steht nun eine standardisierte Methode zur Bestimmung der Dispersionsstabilität von Nanomaterialien in wässrigen Medien in Abhängigkeit von Umweltbedingungen zur Verfügung. Die Notwendigkeit für eine solche Prüfrichtlinie für die Umweltrisikobewertung von Nanomaterialien basiert auf Empfehlungen von OECD -Experten. Denn die Dispersionsstabilität beeinflusst Mobilität und Verfügbarkeit von Nanomaterialien in der Umwelt. Zur Beschreibung dieser Eigenschaft gab es bislang keine OECD-Prüfrichtlinie. Die Daten, die jetzt anhand dieser Prüfrichtlinie erhoben werden können, dienen somit als wesentliche Basis für weiterführende Prüfstrategien zum Umweltverhalten und -exposition von Nanomaterialien. Neben der Löslichkeitsrate ist die Dispersionsstabilität in wässrigen Medien ein grundlegender Parameter, der im Rahmen einer sachgerechten Regulierung von Nanomaterialien berücksichtigt werden sollte. So fordert Deutschland bei den Diskussionen zur nanospezifischen Anpassung der Europäischen Chemikalienverordnung REACH , dies als Informationsanforderung aufzunehmen. Die OECD Prüfrichtlinien zur Prüfung von Chemikalien umfassen eine Reihe standardisierter, international harmonisierter und akzeptierter Prüfmethoden und Leitfäden, anhand derer Chemikalien charakterisiert und potentiell schädigendes Verhalten und Wirkung auf Mensch und Umwelt untersucht werden können. Diese Prüfrichtlinien wurden vorrangig für wasserlösliche, organische Chemikalien entwickelt. Das Verhalten von Nanomaterialien in der Umwelt und im Menschen unterscheidet sich aber deutlich von dem dieser Chemikalien, so das zwar anerkannt wird, dass die bestehenden OECD Prüfrichtlinien im Allgemeinen auch für Nanomaterialien anwendbar sind, dennoch aber Anpassungs- und Ergänzungsbedarf besteht. Die jetzt verabschiedete Prüfrichtlinie wurde im Auftrag des Umweltbundesamtes und unter Förderung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit vom Department für Umweltgeowissenschaften der Universität Wien entwickelt. Die Entwicklung der Prüfrichtlinie an der Universität Wien wurde in einem umfassenden Forschungsbericht zusammengefasst. Der Forschungsbericht in englischer Sprache wird nach Fertigstellung auf den UBA -Seiten zur Nanotechnik verfügbar sein.
For an adequate and valid interpretation of data regarding the environmental fate and behavior of nanomaterials it is essential to describe parameters like dissolution (rate), dispersibility and dispersion stability. Aim of the project was the development of a standardized test method to determine dispersibility and dispersion stability of nanomaterials in simulated environmental media as new OECD Test Guideline. For this objective, both conceptual and experimental work was conducted and an international round robin was initiated and executed to validate the proposed test setup regarding reliability and reproducibility. Two comprehensive expert commenting rounds of the OECD Test Guideline program supported the refinement of the draft within this project. The test method developed in this project was submitted to the OECD Test Guideline program by UBA and published by OECD in October 2017 as new “Test Guideline on dispersion stability of nanomaterials in simulated environmental media (OECD No. 318)”. The presented final report summarizes the experimental work performed to develop the OECD Test Guideline.
Nanotechnik in der Abwasserbehandlung: Chancen, aber auch Risiken Mit Hilfe nanotechnischer Verfahren könnte Abwasser in Zukunft besser, energieeffizienter und kostengünstiger gereinigt werden. Doch sowohl die Potenziale als auch die Risiken für Umwelt und Gesundheit sind noch nicht ausreichend erforscht. Das UBA hat die verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten mit ihren bisher bekannten positiven und negativen Eigenschaften zusammengetragen. Die meisten Verfahren befinden sich im Bereich der Forschung und Entwicklung, wenige sind in der Anwendung. Erprobt werden beispielsweise nanoporöse Membranen, die unerwünschte Stoffe besonders gut herausfiltern. Das UBA rät, technische Weiterentwicklungen immer mit einer Bewertung der Risiken und der Ökobilanz zu verbinden und sicherzustellen, dass Nanomaterialien nicht in das aufbereitete Abwasser und in die Gewässer gelangen. Dort könnten sie etwa die Leber und Kiemen von Fischen schädigen. Auch negative Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit sind nicht auszuschließen.
Gemeinsame Pressemitteilung von BAuA, BfR, UBA, BAM und PTB Bundesbehörden bilanzieren Forschungsprojekte zur Sicherheit von Nanomaterialien Die Nanotechnologie gilt als die Fortschrittstechnologie des 21. Jahrhunderts. Sie ist hoch innovativ und dynamisch und eröffnet neue Chancen, Ressourcen zu schonen und Energie zu sparen. Aber wie bei jeder neuen Technologie werfen ihre potenziellen Auswirkungen auf die Umwelt und die Gesundheit von Verbrauchern und Beschäftigten viele Fragen auf. Um die mit Nanomaterialien verbundenen offenen Fragen beantworten und ihre Chancen und Risiken gegeneinander abwägen zu können, haben die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und das Umweltbundesamt (UBA) bereits im Jahr 2007 eine Forschungsstrategie erarbeitet, in deren Fortschreibung und Entwicklung auch die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) und die BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung eingebunden wurden. Jetzt liegt die erste Bilanz vor, für die der Stand von über 80 Forschungsprojekten zu Chancen und Risikoaspekten der Nanotechnologie unter die Lupe genommen wurde. Erfolge lassen sich unter anderem bei der Entwicklung von Mess- und Testverfahren, der Ermittlung von Belastungen für Mensch und Umwelt sowie bei der Bewertung von Risiken verbuchen. Mit der gemeinsamen Forschungsstrategie bündeln die beteiligten Bundesbehörden ihre Ressourcen für den notwendigen Brückenschlag zwischen der Innovationskraft neuer Technologien und der Sicherheit von Mensch und Umwelt. Durch eine strukturierte Zusammenarbeit sollen Risiken neuer Technologien bereits in einem frühen Entwicklungsstadium erkannt und bewertet werden - als Grundlage für die Politikberatung und die Entwicklung praxisgerechter Lösungen. Im Blickpunkt der öffentlichen Diskussion stehen mögliche Risiken von Nanomaterialien. Die 2007 von den Bundesoberbehörden formulierte Forschungsstrategie benennt offene Forschungsfragen und setzt Prioritäten. Hervorgehoben wurden vor allem Fragen einer Charakterisierung von Nanomaterialien hinsichtlich Gestalt und Zusammensetzung, des Erkennens schädlicher Eigenschaften und zu Methoden zur Ermittlung von Belastungen von Mensch und Umwelt mit aus Nanomaterialien freigesetzten Partikeln. Darüber hinaus beschreibt die Forschungsstrategie Voraussetzungen, unter denen Risiken, die mit Nanomaterialien verbunden sein könnten, bewertet werden können und formuliert Leitlinien für ein erfolgreiches Risikomanagement und die zugehörige Risikokommunikation. In der nun vorgelegten Bilanz werden der Stand und die wichtigsten Ergebnisse von 85 Forschungsprojekten zusammengestellt, die durch die gemeinsame Forschungsstrategie angestoßen oder begleitet wurden. Die Ergebnisse belegen eine große Vielschichtigkeit der Fragestellungen, ermöglichen aber auch eine erste Eingrenzung von Risikoschwerpunkten. Die zukünftige Forschung soll dazu beitragen, aufwändige Untersuchungen vieler einzelner Nanomaterialien zu vermeiden und trotzdem belastbare Aussagen zum Schutz von Beschäftigten, Verbrauchern und Umwelt abzuleiten. Die 125 Seiten starke erste Bilanz zur gemeinsamen Forschungsstrategie der Ressortforschungseinrichtungen des Bundes „Nanotechnologie - Gesundheits- und Umweltrisiken von Nanomaterialien“ kann von den Internetseiten der Bundesbehörden heruntergeladen oder über die Seiten des BMU (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit) bezogen werden. Am 30. April 2013 soll die Bilanzierung der interessierten Öffentlichkeit im BMU, Berlin, vorgestellt werden. Aufgrund der begrenzten Platzzahl ist eine Anmeldung erforderlich.
Gemeinsame Pressemitteilung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) und des Umweltbundesamtes (UBA) Neues Konzept soll Sicherheit in der Lieferkette und im Lebenszyklus von Nanomaterialien gewährleisten Mögliche Gefährdungen von Mensch und Umwelt durch Nanomaterialien sollten zukünftig besser erfasst und bewertet werden. Dazu haben die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und das Umweltbundesamtes (UBA) auf Anregung des Bundesumweltministeriums ein Konzept zur Anpassung der europäischen Chemikalienverordnung REACH entwickelt. BAuA, BfR und UBA sind als Bundesbehörden für die REACH-Verordnung zuständig. Die europäische REACH-Verordnung erfasst bereits heute Nanomaterialien als chemische Stoffe. Die bei der Registrierung durch den Hersteller oder Importeur zu liefernden Informationen werden aber einigen Besonderheiten von Nanomaterialien, Fasern und Stäuben nicht hinreichend gerecht. Wenn biologisch beständige Partikel oder Fasern freigesetzt werden, reichen die bislang unter REACH geforderten Informationen zur Charakterisierung der Stoffe nicht aus. Am Arbeitsplatz kann das Einatmen von biobeständigen Stäuben und Fasern langfristig zu chronischen Erkrankungen der Atemwege führen. Nanomaterialien besitzen eine größere Oberfläche und veränderte chemische und physikalische Eigenschaften. Die Behörden legen mit ihrem Konzept dar, wie sich Anforderungen für Nanomaterialien sowie ultrafeine Stäube und Fasern mit ihren besonderen Eigenschaften in REACH integrieren lassen. Darüber hinaus soll REACH aber auch auf die rasanten Entwicklungen in der Nanotechnologie vorbereitet werden und im Sinne des Vorsorgeprinzips offen für zukünftige neue Erkenntnisse zu schädlichen Wirkungen von Nanomaterialien auf Mensch und Umwelt sein. Der Vorschlag der Bundesbehörden will auch die Übermittlung von Informationen im Sicherheitsdatenblatt verbessern, damit sich Nanomaterialien menschen- und umweltgerecht handhaben lassen. Im REACH-Verfahren muss über die Anforderungen zur Stoffregistrierung hinaus eine risikobezogene Behandlung der besonderen Eigenschaften von Nanomaterialien auch bei der Dossier- und Stoffbewertung und in eventuellen Zulassungs- und Beschränkungsverfahren gewährleistet sein. Wenn es von einem chemischen Stoff nanoskalige Formen gibt, sollen diese grundsätzlich gemeinsam mit dem chemisch identischen Basismaterial registriert werden. Die aufgrund von Partikeleigenschaften notwendigen zusätzlichen Informationen und die hiermit verbundenen Risiken für Mensch und Umwelt sind eigenständig zu bewerten und zu dokumentieren. Wegen der extrem geringen Schüttdichte und erhöhten Wirksamkeit vieler Nanomaterialien, die sich auch bei geringen Mengen weit verbreiten können, empfehlen die Behörden, die Tonnagegrenzen für die Prüf- und Informationspflichten von Herstellern und Importeuren abzusenken. Das Konzept der Bundesbehörden erfordert Änderungen der REACH-Verordnung. Dies betrifft besonders die Anhänge zu den Datenanforderungen für Stoffe. Es erscheint vorteilhaft, die besonderen Prüf- und Informationsanforderungen zur Toxikologie und Ökotoxikologie von Nanomaterialien sowie Fasern und Stäuben in einem spezifischen Anhang zur Verordnung zu regeln. Darüber hinaus ist eine umfassende Charakterisierung der Materialien notwendig. Die Europäische Kommission hat im Oktober ihre „Zweite Überprüfung der Rechtsvorschriften zu Nanomaterialien“ vorgelegt. Darin wird REACH als geeignet für die Regelung von Nanomaterialien angesehen. Auch die Kommission sieht Änderungen in den Anhängen und weitere Erläuterungen in Leitfäden für Hersteller und Importeure von Nanomaterialien vor. Der ebenfalls angekündigte Kommissionsbericht zur Überprüfung der REACH-Verordnung wird den passenden Rahmen bieten, um über die notwendigen Anpassungen zu beraten. Mit dem Konzept der deutschen Bundesbehörden liegt nun ein konkreter Vorschlag vor. Das Konzeptpapier steht in deutscher oder englischer Sprache zur Verfügung und kann von den Internetseiten der Behörden (BAuA, BfR und UBA ) heruntergeladen werden.
Zur Effizienzsteigerung der Stromerzeugung aus regenerativen Energiequellen können Nanomaterialien einen wichtigen Beitrag leisten. Dieses Datenblatt will hierzu einen Überblick geben. Dabei ist zu berücksichtigen, dass auf diesem Gebiet sehr viel geforscht wird, Anwendungen aber erst vereinzelt auf den Markt kommen. Die aussichtsreichsten nanotechnischen Anwendungen entstehen hierbei im Solar-, Wind- und Brennstoffzellenbereich als auch bei der Entwicklung thermoelektrischer Elemente. Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/
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