The project aimed to identify how the EU can achieve climate neutrality by 2050. Three transformation pathways were modelled based on different assumptions. A reference scenario reflecting current policies showed that climate neutrality cannot be reached under existing measures. Two target scenarios were then developed: one relying mainly on technological solutions such as CCS, and another focusing on behavioural changes, including dietary shifts and electric mobility. In the latter, emission reduction has priority, with remaining emissions offset largely through natural sinks.
The publication explores the climate mitigation potential of Blue Carbon ecosystems (BCEs) like mangroves, seagrasses, and tidal marshes. It investigates how to protect and enhance these natural carbon sinks through improved financing, accounting, and reporting mechanisms. At its core, challenges and opportunities for integrating BCEs into climate strategies, particularly in terms of carbon sequestration and safeguarding marine carbon stocks, are examined by this report. Aimed at policymakers, researchers, and environmental organizations, the research provides insights on developing effective Blue Carbon measures and incentives for their protection in the context of international climate policy. Veröffentlicht in Climate Change | 37/2026.
Umweltökonomische Gesamtrechnungen Ökosysteme erbringen erhebliche Leistungen für die Gesellschaft Ergebnisse zu den Ökosystemleistungen Seite teilen 1. Oktober 2025 - Die Ökosystemrechnungen als Teil der Umweltökonomischen Gesamtrechnungen haben zum Ziel, das räumliche Ausmaß, den Zustand sowie die Leistungen der Ökosysteme für den Menschen systematisch in Konten zu erfassen und im Zeitverlauf darzustellen. Damit entsteht eine Datengrundlage, auf der politische Entscheidungen getroffen werden können. Die Leistungsbilanzen der Ökosysteme zeigen eine Auswahl der vielfältigen Leistungen der Natur. Diese werden auf Basis der Flächen- und Zustandsbilanz in physischen Einheiten gemessen oder modelliert. Die dargestellten Leistungsindikatoren beziehen sich auf bundesweite jährliche Schätzwerte für alle Ökosysteme. Weitere Informationen zu Methoden enthalten die Qualitätsberichte , räumlich differenziertere Ergebnisse finden Sie im Statistischen Bericht sowie im Ökosystematlas . Feinstaubfilterung (PM2,5) Die Ökosystemleistung Feinstaubfilterung ( PM 2,5) durch Vegetation bezieht sich auf die trockene Deposition, also einer Ablagerung bei der Partikel mit einem Durchmesser ≤ 2,5 Mikrometer auf Blatt- und Pflanzenoberflächen absinken. Sie unterscheidet sich von der nassen Deposition, bei der Partikel durch Niederschlag ausgewaschen werden. Wie viel Feinstaub gefiltert wird, hängt von den chemischen und biologischen Bedingungen der Oberfläche sowie turbulenten Luftströmungen ab. Die Reduzierung der Feinstaubkonzentration durch Vegetation verringert gesundheitliche Schäden. Die Leistung wird als gefilterte Masse in Tonnen angegeben. Lädt... Kohlenstoffspeicherung (Nettosequestrierung) Vegetation und Böden in intakten Ökosystemen, insbesondere Wälder, Moore und Wiesen, nehmen Kohlenstoff aus der Atmosphäre auf und speichern diesen langfristig. Wird in diesen Ökosystemen mehr Kohlenstoff gespeichert als emittiert, spricht man von natürlichen Kohlenstoffsenken. Bei der Berechnung dieser Leistung werden Veränderungen im Kohlenstoff aus mineralischen und organischen Böden, aus unter- und oberirdischer Biomasse, Streu und Totholz, durch Waldbrände und gelösten organischen Kohlenstoff, nicht jedoch Holz- und Torfprodukte betrachtet. Die Leistung wird in tausend Tonnen angegeben. Da es sich um Nettosequestrierung handelt, je nachdem ob ein Ökosystem insgesamt eine Kohlenstoffquelle oder -senke ist, ist die Interpretation dieser Leistung ein Spezialfall in der Leistungsbilanz der Ökosysteme. Intakte Ökosysteme können selbst bei negativen Werten einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass die Emissionen (etwa aus organischen Böden) nicht höher sind, als das etwa bei degradierten Flächen der Fall wäre. Lädt... Kühlung in Städten (lokale Klimaregulierung) Vegetation in Städten, wie etwa Baumreihen, Parks oder Dachbegrünung, trägt durch Schattenwurf und Verdunstung dazu bei, die Temperatur in Städten im Sommer zu regulieren. Durch die Reduktion der Lufttemperatur und die Abmilderung von Hitzeinseln tragen urbane Ökosysteme zu höherem Wohlbefinden und geringerer gesundheitlicher Belastung durch Hitze bei. Die hier dargestellte Leistung bezieht sich auf die mittlere Temperaturreduktion durch Vegetation in Städten in den Sommermonaten Juli und August in Grad Celsius. Um die Temperaturreduktion durch Vegetation zu bestimmen, wird die Abhängigkeit der Temperatur von Vegetation bestimmt, ein Szenario ohne Vegetation modelliert und die Differenz als Kühlung berechnet. Lädt... Naturnaher Tourismus Die Bereitstellung von naturnahen Landschaften ermöglicht Erholung und Entspannung. Diese ziehen so Besucher und Touristen an, die in diesen Ökosystemen Zeit verbringen wollen. Damit unterstützt diese Ökosystemleistung nicht nur das Wohlbefinden und die Gesundheit der Gäste, sondern ist auch für die regionale Wirtschaft bedeutend. Für die Berechnung des naturnahen Tourismus werden Daten zu privaten Übernachtungen pro Gemeinde berechnet und mittels einer detaillierten Karte zur ästhetischen Qualität der Landschaft (nach Hermes et al. 2023) jener Anteil modelliert, der auf die Ökosysteme der jeweiligen Gemeinde zurückzuführen ist. Die Grafik zeigt Übernachtungen insgesamt und Übernachtungen des naturnahen Tourismus. Lädt... Holzzuwachs Die Ökosystemleistung Holzzuwachs gibt den durchschnittlichen jährlichen Volumenzuwachs lebender Bäumen an, berechnet aus dem zu Beginn des Jahres vorhandenen Bestand an lebenden Bäumen (wachsender Bestand) abzüglich der durchschnittlichen jährlichen Sterblichkeit. Hauptnutzer dieser Leistung ist die Forstwirtschaft. Die Leistung wird in Millionen m 3 mit Rinde angegeben. Lädt... Ernteerträge von Kulturpflanzen Diese Leistung gibt den Ökosystembeitrag zum Pflanzenwachstum an, approximiert durch die Menge der geernteten Kulturpflanzen für verschiedene Verwendungszwecke. Dazu gehören geerntete Kulturpflanzen die der Erzeugung von Nahrungsmitteln und Fasern, Futtermitteln und Energie dienen sowie geweidete Biomasse. Hauptnutzer dieser Bereitstellungsleistung ist der Landwirtschaftssektor. Sie wird in tausend Tonnen angegeben. Lädt...
Coastal ecosystems, including mangroves, seagrass meadows and tidal marshes, function as natural carbon sinks, thereby playing a vital role in the global carbon cycle. These Blue Carbon ecosystems have been found to be effective carbon storage mechanisms, whilst also providing a habitat for biodiversity and enhancing coastal resilience. This factsheet provides a comprehensive overview of the relevant literature on the subject and the potential protection and restoration of coastal ecosystems has to reduce greenhouse gas emissions and enhance climate adaptation. It highlights, that the integration of Blue Carbon into national inventories and international climate frameworks can strengthen ocean protection and contribute meaningfully to global climate action. Veröffentlicht in Fact Sheet.
Aktuelle sektorübergreifende Szenarienarbeiten des Umweltbundesamtes zeigen, dass mit einer ambitionierten Minderungsstrategie Treibhausgasneutralität bis 2045 theoretisch noch ohne die Technologie der Kohlenstoffabscheidung und -einlagerung möglich ist. Werden ergänzend technische Maßnahmen in die Transformation integriert, werden robust Treibhausgasneutralität und schon 2045 Netto-Negativemissionen ermöglicht. Ein moderater Hochlauf der technischen Negativemissionen in einer Größenordnung von -6 Mio. t CO2 bis 2045 scheint angemessen. Die festgelegten Ziele für den Sektor LULUCF können in 2045 noch erreicht werden. Gelingen kann dies mit einer Offensive für Wälder, Moorböden und Agroforst, die zu den wichtigsten Elementendes Instrumenten- und Maßnahmenspektrums zählen.
Coastal ecosystems, including mangroves, seagrass meadows and tidal marshes, function as natural carbon sinks, thereby playing a vital role in the global carbon cycle. These Blue Carbon ecosystems have been found to be effective carbon storage mechanisms, whilst also providing a habitat for biodiversity and enhancing coastal resilience.This factsheet provides a comprehensive overview of the relevant literature on the subject and the potential protection and restoration of coastal ecosystems has to reduce greenhouse gas emissions and enhance climate adaptation. It highlights, that the integration of Blue Carbon into national inventories and international climate frameworks can strengthen ocean protection and contribute meaningfully to global climate action.
Um das Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2045 gemäß des Bundes-Klimaschutzgesetzes in Deutschland erreichen zu können, müssen, die nach aktuellem Stand der Forschung nicht zu vermeidenden Emissionen, z.B. aus der Landwirtschaft, durch natürliche Kohlenstoffsenken aufgenommen werden. Der Forschungsbericht widmet sich potenziellen Beiträgen der natürlichen Kohlenstoffsenken und landbasierten Emissionsquellen im Sektor LULUCF - Landnutzung, Landnutzungsänderungen und Forstwirtschaft, engl. land use, land use change and forestry. Im Einzelnen werden die notwendigen Maßnahmen und entsprechenden Wirkungszeiträume wichtiger Senken- und Emissionsminderungspotenziale dargestellt. Darüber hinuas werden die Sensitivitäten dieser Potenziale aufgezeigt, wenn z.B. zukünftig mit vermehrten Störungen, wie Dürreperioden zu rechnen ist. Der Bericht ist Teil des vom Umweltbundesamt in Auftrag gegebenen Vorhabens „Transformation zu einem vollständig treibhausgasneutralen Deutschland“, kurz „CARE“. Veröffentlicht in Climate Change | 10/2024.
Das UBA-Positionspapier beurteilt den Nutzen des Abscheidens und Speicherns von CO2 (kurz CCS , für Englisch "Carbon Capture and Storage") als Klimaschutzinstrument und beschreibt Leitplanken für einen nachhaltigen Einsatz, ebenso wie das nötige Monitoring und die Risikovorsorge. Auswirkungen von CCS auf menschliche Gesundheit und die Umwelt werden ebenfalls betrachtet. CCS kann laut Papier Treibhausgasminderungen und den schnellen Ausstieg aus fossilen Techniken nicht ersetzen. CCS darf auch nicht dazu führen, fossile Energieversorgungsstrukturen zu verfestigen und den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu behindern. Das UBA schlägt daher vor, die Technik zunächst in Müllverbrennungsanlagen zu testen, in denen aus nicht recycelbarem Abfall Wärme und Strom erzeugt wird, aber auch CO2 anfällt. Quelle: umweltbundesamt.de
The UBA position paper assesses the usefullness of carbon capture and storage (CCS for short) as a climate protection instrument. It describes guidelines for sustainable use, as well as the necessary monitoring and risk prevention. The effects of CCS on human health and the environment are also considered. According to the paper, CCS cannot replace greenhouse gas reductions and the rapid phase-out of fossil fuels. CCS must also not lead to perpetuate fossil energy supply structures and hinder the expansion of renewable energies. The UBA therefore proposes that the technology should first be tested in waste incineration plants where heat and electricity are generated from non-recyclable waste, but where CO2 is also produced. Quelle: umweltbundesamt.de
Ministerin begrüßt die Auswahl zum Baum des Jahres 2023 – Moore sind besonders gute CO2-Speicher „Mit dieser klugen Entscheidung wird der Blick auf eine eher seltene Baumart gerichtet, deren Vorkommen in Rheinland-Pfalz eng an intakte Moorlandschaften gebunden ist. Die Moorbirke steht damit für erfolgreichen Natur- und Klimaschutz“, kommentierte Umweltministerin Katrin Eder die Entscheidung der „Baum des Jahres“-Stiftung. In Rheinland-Pfalz ist die Moorbirke in den Hangbrüchern im Hunsrück heimisch, mit Schwerpunkt auf rund 1.200 Hektar im Gebiet des Nationalparks Hunsrück-Hochwald. Das Land fördert gezielt den Erhalt und die Renaturierung dieser Brücher und Moore und damit auch den Schutz und Erhalt der Moorbirke. „Leider befinden sich unsere Moorstandorte durch historische Entwässerungs- und Bewirtschaftungsmaßnahmen häufig in einem degradierten Zustand. Dabei gehören die Moore zu den effizientesten CO2-Speichern. Sie sind besonders wichtig für den Klimaschutz und wir werden unsere Klimaziele nur erreichen, wenn wir unsere natürlichen CO2-Senken bewahren. Daher ist es wichtig, diese seltenen Biotope zu fördern und mit Maßnahmen wie dem Verschluss von Entwässerungsgräben das natürliche Wasserregime wiederherzustellen. Dies stärkt diese Biotope und damit auch die Existenz der Moorbirke“, unterstrich Eder die Bedeutung der Moore. In den vergangenen Jahren wurden auf diese Weise im Rahmen eines von der Stiftung Natur und Umwelt koordinierten EU-LIFE Projektes ausgewählte Moorstandorte im Nationalpark Hunsrück-Hochwald revitalisiert. Die Moorbirke ist an ihren haarig, samtigen Blättern und einer groben grauen Rinde zu erkennen. Begegnen kann man ihr beispielsweise auf einer Tour im Nationalpark Hunsrück-Hochwald über den barrierefreien Rundweg Thranenweier.