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Fahrrad und Radeln

Fahrrad fahren ist gesund und gut für die Umwelt So macht klimafreundliches Radfahren noch mehr Spaß Nutzen Sie das Fahrrad so oft wie möglich: Dies schont Ihren Geldbeutel, hält Sie gesund und hilft der Umwelt. Halten Sie Ihr Fahrrad in Schuss: Nur so bereitet es auch Fahrfreude und ist verkehrssicher. Achten Sie beim Kauf auf Markenqualität. Dies sichert die Langlebigkeit des Rades und seiner Komponenten und dient Ihrer Sicherheit. Gewusst wie Das Fahrrad ist das umweltfreundlichste Verkehrsmittel: emissionsfrei, leise, effizient, klimaschonend – darüber hinaus vielseitig, schnell, kostengünstig und gesundheitsfördernd. 5 Minuten Autofahren entspricht 353 Minuten Ofen vorheizen. Quelle: Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum (KNK) Energiesparend kochen ist gut - bei kurzen Wegen aufs Auto verzichten noch viel besser. Quelle: Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum (KNK) Radfahren ist ein "BigPoint in Sachen Klimaschutz. Quelle: Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum (KNK) 5 Minuten Autofahren entspricht 353 Minuten Ofen vorheizen. Energiesparend kochen ist gut - bei kurzen Wegen aufs Auto verzichten noch viel besser. Radfahren ist ein "BigPoint in Sachen Klimaschutz. Das richtige Rad: Für jeden Einsatzbereich gibt es spezielle Räder. Vom City-Rad über Tourenrad, Rennrad, Liegerad bis hin zum Lastenrad. Auch gibt es Pedelecs und E-Bikes, also Räder mit elektrischem Motor im Angebot. Welches Rad zu wem passt, kann man pauschal nicht sagen. Für alle Alltagsradler*innen können aber folgende Hinweise Orientierung bieten: Bequem und alltagstauglich: Das Gesamtgewicht sollte 18 Kilogramm nicht überschreiten, die Reifenbreite mindestens 37 Millimeter betragen. Das Rad sollte über Schutzbleche sowie einen Gepäckträger mit einer Traglast von mindestens 25 Kilogramm verfügen. Wartungsarm: Nabenschaltungen sind wartungsärmer als Kettenschaltungen und haben inzwischen auch große Übersetzungsvarianzen. Die Kette kann in einem geschlossenen Kettenschutz liegen. Federgabeln und Scheibenbremsen sind wartungsintensiver. Verkehrssicher: Das Rad sollte mit einem Nabendynamo ausgerüstet sein, der auch bei Regen verlässlich und ausreichend Licht gibt; Vorder- und Rücklicht mit Standlichtfunktion. Achten Sie auf ein hochwertiges Bremssystem. Sofern das Fahrrad mit Felgenbremsen ausgerüstet ist, achten Sie auf Felgen mit Verschleißindikator und tauschen Sie die Felge bei angezeigtem Verschleiß aus. Unabhängig vom Bremsentyp ist die regelmäßige Kontrolle und der rechtzeitige Austausch der Bremsbeläge zu empfehlen. Gesichert: Sichern Sie Ihr Rad möglichst immer über den Rahmen an einem festen Gegenstand. Massive Bügelschlösser sind besonders schwer zu knacken. Flexiblere Schlösser wie Panzerkabel und Kettenschlösser eignen sich hingegen besser, um Räder festzuketten oder zusammenzuschließen. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, kombiniert verschiedene Schlösser miteinander. Für wertvolle Räder lohnt sich eine Fahrradversicherung, die oft günstig über die Hausratversicherung abgeschlossen werden kann. Gesundheit: Es gibt kaum einen gesünderen Ausdauersport als Fahrrad fahren. Mit regelmäßigem Radtraining nimmt das Herzvolumen zu, die Blutgefäße werden elastischer, und das Gehirn wird besser durchblutet – ideal, um Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen. Darüber hinaus sinkt der Ruhepuls, und die Atmung wird effektiver. Auch als Fettkiller ist Radfahren optimal, Übergewichtige trainieren auf dem Rad, ohne die Gelenke zu belasten: Wer zügig fährt (20 km/h), verbrennt circa 500 Kalorien in der Stunde. Laut ⁠ WHO ⁠ reichen bereits 30 Minuten tägliche Bewegung, um Gesundheit und Wohlbefinden erheblich zu steigern. Radfahren ist ideal dafür geeignet. Auch zeigen viele Beispiele aus Großunternehmen mit innerbetrieblichem Mobilitätsmanagement, dass mit steigender Anzahl Rad fahrender Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die krankheitsbedingten Fehlzeiten abnehmen. Was Sie noch tun können: Warten Sie Ihr Fahrrad regelmäßig oder schließen Sie mit einem Fahrradhändler einen Wartungsvertrag ab. Kaufen Sie mit dem Fahrrad ein: Fahrradtaschen oder Lenkradkorb ermöglichen die sichere Beförderung kleinerer und mittlerer Lasten. Mit einem Fahrradanhänger oder einem Lastenrad (mit oder ohne elektrischer Motorunterstützung) können Sie auch schwerere Lasten (z.B. Getränkekisten) oder Kinder einfach transportieren. Beachten Sie die Hinweise zum Radfahren in der Schwangerschaft von Fahrrad und Familie e.V. und vom VCD . Nutzen Sie das Fahrrad in Kombination mit öffentlichen Verkehrsmitteln (z.B. Arbeits- oder Schulweg) – so können Sie auch längere Strecken umwelt- und klimaschonender zurücklegen. Damit Ihre Kinder lernen, selbstständig, aktiv und sicher per Fahrrad zur Schule zu gelangen, können Sie einen Fahrradbus ins Leben rufen. Machen Sie Urlaub mit dem Fahrrad. Beachten Sie unsere Tipps zu E-Bike und Pedelecs . Wegevergleich: von Tür zu Tür im Stadtverkehr Quelle: Umweltbundesamt Diagramm als PDF Diagramm als Excel mit Daten Hintergrund Fahrradnutzung: Immer mehr Menschen fahren mit dem Fahrrad. Das belegen bundesweite Mobilitätsuntersuchungen wie Mobilität in Deutschland (MID) . Insgesamt werden in Deutschland jedoch noch immer "nur" elf Prozent aller Wege mit dem Rad zurückgelegt. Dabei boomt in einigen Städten der Radverkehr während er in anderen Städten und Gemeinden stagniert oder sogar abnimmt. Vor allem im ländlichen Raum ist der Radfahrtrend noch nicht angekommen. Andere Länder sind Deutschland weit voraus: die Niederlande erreichen einen Radverkehrsanteil von 28 Prozent und Dänemark 16 Prozent . Insgesamt verliert die Autonutzung in den europäischen Großstädten wie Kopenhagen, Paris oder Berlin an Bedeutung. Die Menschen setzen zunehmend auf eine umweltfreundliche, sportliche, gesunde und unabhängige Fortbewegung. Knapp 80 Prozent der Haushalte in Deutschland besitzen mindestens ein Fahrrad ( MID 2017 ). Nach Untersuchungen in deutschen Großstädten sind 40 bis 50 Prozent der Autofahrten kürzer als fünf Kilometer. Sie liegen damit in einem Entfernungsbereich, in dem das Fahrrad sogar das schnellste Verkehrsmittel ist (siehe Grafik). Und: Radfahren macht keinen Lärm, erzeugt keine schädlichen Abgase oder Feinstaub und vermindert die Unfallgefahr für andere. Verkehrspolitik: Das Fahrrad wird vor allem in der Freizeit und im Urlaub genutzt, der Radtourismus stellt inzwischen einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar (z.B. Radnetz Deutschland). Auch die Bundesregierung fördert den Radverkehr im Sinne einer nachhaltigen, integrierten Verkehrsplanung. Ein wesentliches Instrument dieser Förderung ist der Nationale Radverkehrsplan. Der aktuelle Nationale Radverkehrsplan 3.0 – Fahrradland Deutschland 2030 folgt 11 Leitzielen und strebt unter anderem eine Verdopplung der gefahrenen Kilometer per Rad bis 2030 (Vgl. 2017) an. Das BMDV unterstützt den Radverkehr zudem mit einer Reihe von Förderprogrammen . Auch im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (⁠NKI⁠) des ⁠BMWK⁠ wird Radverkehr unter dem Förderaufruf " Klimaschutz durch Radverkehr " auf Bundesebene gefördert. Öffentliche Fahrradverleihsysteme: Werden die Stärken der öffentlichen Verkehrsmittel mit den Vorteilen des Fahrrades verbunden, steigert das die individuelle Mobilität und nachhaltige Verkehrsmittelwahl (Nutzung im Verbund). Fahrradverleihsysteme haben meist mehrere Radverleihstationen, die häufig in der Nähe von Bahn- und Bushaltestellen verteilt sind. Damit können Einwohnerinnen und Einwohner sowie Besucherinnen und Besucher Fahrradfahrten auch spontan unternehmen. So lassen sich Angebotslücken des Öffentlichen Nahverkehrs umgehen. Für den Weg von der Bahnstation zum Büro oder von der Kneipe nach Hause stehen den Nutzern nach einmaliger Anmeldung rund um die Uhr hunderte Fahrräder zum flexiblen Einsatz zu Verfügung. Zudem gibt es stationslose Radverleihe, bei denen man das Leihrad mittels GPS-App und Smartphone lokalisiert. In einigen Kommunen gibt es erfolgreiche Pilotprojekte , bei denen Lastenräder zum Verleih zur Verfügung gestellt werden. So können Bürgerinnen und Bürger den Transport von größeren oder schwereren Gegenständen auf kürzeren Strecken auch ohne Pkw bewältigen. Gesetzeslage: Das Radfahren tangiert viele rechtliche Aspekte: Welche Lichtanlagen sind am Fahrrad vorgeschrieben? Welche Wege muss und welche darf man als Radfahrender benutzen? Was muss man bei der Leitung von Radelgruppen beachten? Die rechtlichen Grundlagen finden sich unter anderem in der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO), der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO), dem Personenbeförderungsgesetz (PBefG) und der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV). Das Internetangebot vom ADFC Verkehrsrecht für Radfahrende bietet hierzu eine Übersicht zu das Radfahren betreffenden Paragraphen. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Themenseite Radverkehr (UBA-Themenseite).

Indikator: Umweltfreundlicher Personenverkehr

Indikator: Umweltfreundlicher Personenverkehr Die wichtigsten Fakten Der Anteil des umweltfreundlichen Personenverkehrs blieb seit 2003 annähernd konstant und erhöhte sich bis 2019 nur leicht auf 20,6 %. 2020 und 2021 sank er pandemiebedingt auf rund 18 %. Um die Umweltbelastung des Personenverkehrs niedrig zu halten, sollte der Anteil des Umweltverbunds an der gesamten ⁠ Personenverkehrsleistung ⁠ möglichst hoch ausfallen. Mit dem „Nationalen Radverkehrsplan“ will der Bund den Radverkehr stärken; eine Strategie des Bundes für den Fußverkehr befindet sich in der Entwicklung. Welche Bedeutung hat der Indikator? Der Personenverkehr ist seit Langem durch das Auto geprägt, dem sogenannten „Motorisierten Individualverkehr“ (MIV). Der Anteil des MIV lag im Jahr 2019 bei 73,6 %, seine ⁠ Verkehrsleistung ⁠ nahm über die letzten Jahre (bis 2016) stark zu. Der Luftverkehr hatte 2019 einen Anteil von knapp 6 %. Im Jahr 2020 und 2021 stieg der Anteil des MIV pandemiebedingt sogar auf rund 80 %, vor allem die Verkehrsleistungen im öffentlichen Verkehr und im Luftverkehr gingen deutlich zurück. Es ist zu berücksichtigen, dass ab 2003 bzw. 2017 eine Neuberechnung der Fahrleistungs- und Verbrauchsrechnung und des Personenverkehrsmodells vorgenommen wurde, was die Vergleichbarkeit mit den Vorjahren etwas einschränkt. Der Autoverkehr belastet die Umwelt in vielerlei Hinsicht: durch den Ausstoß von Treibhausgasen und Luftschadstoffen und durch Lärm. Zudem nimmt der fließende und ruhende Pkw-Verkehr Flächen in Anspruch. Insgesamt schneiden bis auf das Flugzeug alle öffentlichen Verkehrsmittel in der Klimabilanz deutlich besser ab, als ein durchschnittlich ausgelasteter Pkw. Bus, Bahn, Fuß- und Fahrradverkehr werden zusammen auch als „Umweltverbund“ bezeichnet. Der ⁠ Indikator ⁠ gibt den Anteil des Umweltverbundes an den zurückgelegten Personenkilometern wieder. Der Anteil des Umweltverbundes an der Verkehrsleistung sollte möglichst hoch sein. Wie ist die Entwicklung zu bewerten? Wir werden immer mobiler: Zwischen den Jahren 1976 und 2019 hat sich der Personenverkehr in Deutschland auf rund 1.246 Milliarden ⁠ Personenkilometer ⁠ fast verdoppelt. Der Anteil des Umweltverbundes lag 1976 noch bei rund 24 %, im Jahr 2019 bei 20,6 % und sank pandemiebedingt in den Jahren 2020 und 2021 auf rund 18 %. Zur Förderung des Radverkehrs wurde der „Nationale Radverkehrsplan“ (NRVP) entwickelt, der neue NRVP 3.0 wurde im Jahr 2021 vorgestellt. Über den NRVP werden u.a. auch Modellprojekte an der Schnittstelle Rad- und Fußverkehr gefördert. Vor allem für die Stärkung der Sicherheit und der Attraktivität des Fußverkehrs erarbeitet das Verkehrsministerium aktuell eine Strategie für den Bund. Letztendlich ist die ⁠ Verkehrsleistung ⁠ des MIV in absoluten Zahlen entscheidend sowie die Anteile der fossilen Kraftstoffe am Kraftstoffverbrauch. Denn damit wird die Entwicklung des Energieverbrauchs und die Entwicklung der Verkehrsemissionen maßgeblich beeinflusst (vgl. Treibhausgas-Emissionen ). Der Fortschritt ist bisher noch nicht ausreichend. Wie wird der Indikator berechnet? Die amtliche Statistik des Statistischen Bundesamtes erfasst weder den motorisierten Individualverkehr, noch den Fuß- und Radverkehr. Diese Zahlen nähert das „Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung“ (DIW) durch ein Personenverkehrsmodell an. In dieses Modell fließen unter anderem die Befragungsergebnisse von „Mobilität in Deutschland“ (⁠ BMVI ⁠ 2018) sowie der Mikrozensus 2011 ein. Eine ausführlichere Beschreibung der Vorgehensweise ist in der jährlich erscheinenden Publikation „Verkehr in Zahlen“ zu finden (BMDV 2023). Ausführliche Informationen zum Thema finden Sie im Daten-Artikel Fahrleistungen, Verkehrsleistung und Modal Split in Deutschland .

Verkehrsminister Webel: Radverkehr integraler Bestandteil der Verkehrspolitik des Landes Sachsen-Anhalt

Die Förderung des Radverkehrs sei integraler Bestandteil der Verkehrspolitik des Landes, sagte Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel heute in Magdeburg bei der Eröffnung des Aktionstages ?Radverkehr in Sachsen-Anhalt?, der nach 2013 bereits zum zweiten Mal stattfindet. ?Dazu müssen sich natürlich alle Akteure des Radverkehrs auch weiterhin engagiert einsetzen?, betonte Webel. Nur gemeinsam könne das Ziel erreicht werden, ein ganzheitliches Radverkehrssystem zu entwickeln und somit eine nachhaltige, sichere, gesundheitsfördernde und umweltfreundliche Mobilität im Land zu erreichen.   Gemeinsam mit dem Beauftragten des Vorstandes der AOK Sachsen-Anhalt, Kay Nitschke und Wolfgang Schramm vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub e.V. (ADFC), gab Webel heute auch den Startschuss für die diesjährige Aktion ?Mit dem Rad zur Arbeit?. Thomas Webel ist in Sachsen-Anhalt Schirmherr der bundesweiten Gemeinschaftsaktion von AOK und ADFC, die vom 1. Juni an bis zum 31. August 2014 läuft.   ?Die heutige Zeit ist schnell geworden, wir hetzen von einem zum nächsten Termin. Sich zu entschleunigen und dabei etwas für die eigene Gesundheit zu tun, das klappt gut beim Radfahren. Darum finde ich die AOK-Aktion ?Mit dem Rad zur Arbeit? eine tolle Idee?, so Kay Nitschke.   ?Die Umweltbilanz zeigt, dass das Fahrrad das energieeffizienteste und ressourcenschonendste Verkehrsmittel ist?, erklärte Webel. Diese Form der stadtverträglichen Mobilität trage auch zur Stärkung funktionsfähiger urbaner Stadtzentren und -quartiere bei.   Der Minister sieht Sachsen-Anhalt bereits auf einem guten Weg beim koordinierten Ausbau seines Radwegenetzes. ?Mit dem bereits vor vier Jahren beschlossenen Radverkehrsplan realisiert die Landesregierung einen wichtigen Baustein ihres Verkehrskonzeptes, das alle Verkehrsarten einschließt?, erklärte Webel.   Durch die vielfältigen positiven Effekte trage der Radverkehr zur Beantwortung verschiedener verkehrspolitischer aber auch gesellschaftlicher Fragestellungen bei.   Das bestätige auch eine erst kürzlich durchgeführte Evaluierung des Landesradverkehrsplans, sagte der Minister. ?Positiv wurden hier der kontinuierliche Ausbau des Radwegenetzes und die Verknüpfung des Radverkehrs mit dem öffentlichen Personennahverkehr hervorgehoben?, erläuterte Webel. Dies seien zwei wesentliche Aspekte bei der Entwicklung eines geschlossenen Systems, dass den alltags- und freizeitrelevanten sowie touristischen Radverkehr gleichermaßen berücksichtigt.   Einer ganz aktuellen statistischen Erfassung vom Anfang dieses Jahres zufolge können Fahrradfahrer in Sachsen-Anhalt knapp 1.600 Kilometer Radwege entlang der Bundes-, Landes- und Kreisstraßen im Lande nutzen. Allein für den Bau von Radwegen an Bundes- und Landesstraßen sind in den zurückliegenden zehn Jahren mehr als 60 Millionen Euro ausgegeben worden. Das Radwegenetz entlang von Bundesstraßen (derzeit rd. 620 km) wird pro Jahr um rund zehn Kilometer erweitert. An Landesstraßen (derzeit rd. 615 km) kommen knapp fünf Kilometer hinzu. Ein aktuelles Neubauprojekt sei der Havelradweg, der bis zur BUGA 2015 fertiggestellt werden soll, hob Webel hervor.   Zu Ihrer Information:   Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt hat mit Beschluss vom 15. Juni 2010 erstmals einen ressortübergreifenden Radverkehrsplan des Landes Sachsen-Anhalt (Landesradverkehrsplan ? LRVP) als Fachplan der Landesentwicklung vorgelegt.   Der LRVP bildet die Grundlage der Entwicklung eines ganzheitlichen Radverkehrssystems im Land Sachsen-Anhalt, welches den tourismusrelevanten Radverkehr, aber auch den alltags- und freizeitrelevanten  Radverkehr umfasst. Mit seiner Aufgabenstellung als konzeptionelle Vorgabe und dem ganzheitlichen Anspruch berührt der LRVP alle Ressorts der Landesregierung gleichermaßen ? Tourismus, Verkehr, Energie, Wirtschaft, Familie, Gesundheit und Finanzen. Koordinierendes Ressort für die Erstellung und die bisherige Umsetzung des LRVP ist das Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr Sachsen-Anhalt (MLV).   Dieser LRVP umfasst zwei Planungshorizonte. Einen kurzfristigen Zeitraum bis 2012, der mit dem Zeithorizont des Nationalen Radverkehrsplans (NRVP 2002-2012) korrespondiert und einen mittelfristigen Zeitraum bis 2017. Der LRVP gliedert sich in 7 Handlungsfelder mit insg. 83 Maßnahmen und Prüfaufträgen.   Das MLV wurde beauftragt, den ersten Planungshorizont mit einer Evaluierung der umgesetzten Maßnahmen abzuschließen, um die in den Handlungsfeldern eingeleiteten Maßnahmen zielorientiert bis zum Ende des mittelfristigen Planungshorizontes 2017 nachsteuern zu können.   Im Zuge der Evaluierung sind verschiedene öffentlichkeitswirksame Termine durchgeführt worden. Darüber hinaus wurden die Landkreise und kreisfreien Städte mittels eines umfassenden Fragebogens zur Umsetzung des LRVP in ihrem Wirkungskreis sowie zu ihren Vorstellungen und Anregungen für eine Fortschreibung des LRVP befragt. Weiterhin fanden über den gesamten Zeitraum der Evaluierung Gespräche innerhalb der im November 2006 gegründeten interministeriellen Arbeitsgruppe Radverkehr (IMAG), für die das MLV ebenfalls die Federführung innehat, zu den verschiedenen Themenkomplexen statt.   Ergebnisse der Evaluation   Analyse des Umsetzungsstandes der Maßnahmen des LRVP   Von den 83 Maßnahmen und Prüfaufträgen des LRVP konnten in den ersten drei Jahren bereits 22 Maßnahmen/ Prüfaufträge vollständig oder zu einem großen Teil umgesetzt werden. Weitere 34 Maßnahmen/ Prüfaufträge befinden sich in der aktiven Umsetzung.   Empfehlungen für die weitere Umsetzung des LRVP   Der Evaluationsbericht enthält im Ergebnis 18 ressortübergreifende Empfehlungen für die weitere Umsetzung des LRVP bis zum Jahr 2017. Die Empfehlungen betreffen alle Handlungsfelder des LRVP, im Wesentlichen aber die Bereiche Koordination und Öffentlichkeitsarbeit sowie Verkehrssicherheitsarbeit.   Der vollständige Evaluationsbericht ist im Internet einsehbar. https://www.mlv.sachsen-anhalt.de/fileadmin/Bibliothek/Politik_und_Verwaltung/MLV/MLV/Uploads/LRVP/ESA_Abschlussbericht_2014-02-03.pdf   ?Mit dem Rad zur Arbeit? ist eine bundesweite Gemeinschaftsaktion der AOK - Die Gesundheitskasse und des ADFC, die seit zehn Jahren stattfindet und neben dem Bundesverkehrsministerium auch von den Länderministerien unterstützt wird. Im vergangenen Jahr beteiligten sich daran rund 575 Unternehmen mit 1.300 Mitarbeiter/innen.   ?Mit dem Rad zur Arbeit? wendet sich direkt an die Unternehmen und ihre Mitarbeiter/innen, Rad-Teams zu bilden und sich gegenseitig anzuspornen, im Rahmen des o. g. Aktionszeitraums mindestens 20 Tage mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. Dabei geht es um die Integration der für die Gesundheit so wichtigen Bewegung in den Alltag, ohne großen Aufwand und ohne ausgefeiltes Profi-Sportprogramm. Der Link zur diesjährigen Sommeraktion: https://www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de/sachsen-anhalt/index.php Impressum: Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr Pressestelle Turmschanzenstraße 30 39114 Magdeburg Tel: (0391) 567-7504 Fax: (0391) 567-7509 Mail: presse@mlv.sachsen-anhalt.de

Verkehrsminister Daehre: Fahrradfahren entlastet die Umwelt und fördert die Gesundheit

Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr - Pressemitteilung Nr.: 053/10 Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr - Pressemitteilung Nr.: 053/10 Magdeburg, den 2. Juni 2010 Verkehrsminister Daehre: Fahrradfahren entlastet die Umwelt und fördert die Gesundheit Verkehrsminister Dr. Karl-Heinz Daehre gibt heute um 11 Uhr offiziell den Startschuss für die Aktion ¿Mit dem Rad zur Arbeit¿. Daehre ist in Sachsen-Anhalt Schirmherr der bundesweiten Gemeinschaftsaktion von AOK und dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC), die bis zum 31. August 2010 läuft. Im vergangenen Jahr haben sich an der Aktion 172-tausend Männer und Frauen im gesamten Bundesgebiet beteiligt. Sie fuhren innerhalb von drei Monaten an mindestens 20 Tagen mit dem Fahrrad zur Arbeit. Wer mit dem Rad zur Arbeit fahre, leiste nicht nur einen aktiven Beitrag zum Erhalt der Umwelt, sondern tue auch etwas für die eigene Gesundheit, sagte Daehre. ¿Wir hören täglich von globaler Klimaveränderung und davon, dass der Anteil der Bevölkerung mit Übergewicht immer weiter zunimmt. Radfahren ist schonend für die Umwelt, es entlastet den Verkehr und hält außerdem noch fit¿. ¿Die Aktion ist außerdem ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur Erstellung des Landesradverkehrsplans¿, erläuterte der Minister. Als ein Höhepunkt in der begleitenden Kampagne ¿Pro Rad¿ trage sie wesentlich dazu bei, den Landesradverkehrsplan der Öffentlichkeit näher zu bringen. Zu Ihrer Information: Der Landesradverkehrsplan (LRVP) wird im Rahmen der Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans 2002 ¿ 2012 erstellt. Mit ihm sollen die Rahmenbedingungen für den Radverkehr in Sachsen-Anhalt ressortübergreifend und in enger Kooperation mit den Kommunen weiter entwickelt werden. Der LRVP soll noch in diesem Monat durch das Kabinett beschlossen und anschließend öffentlich bekannt gemacht werden. Impressum: Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr Pressestelle Turmschanzenstraße 30 39114 Magdeburg Tel: (0391) 567-7504 Fax: (0391) 567-7509 Mail: presse@mlv.sachsen-anhalt.de Impressum: Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr Pressestelle Turmschanzenstraße 30 39114 Magdeburg Tel: (0391) 567-7504 Fax: (0391) 567-7509 Mail: presse@mlv.sachsen-anhalt.de

Verkehrsminister Daehre: Erster ressortübergreifender Plan für Entwicklung des Radverkehrs

Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 386/09 Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 386/09 Magdeburg, den 21. Juli 2009 Verkehrsminister Daehre: Erster ressortübergreifender Plan für Entwicklung des Radverkehrs Der Ausbau und die koordinierte Entwicklung des Radverkehrs in Sachsen-Anhalt sollen künftig auf der Grundlage eines ressortübergreifenden Plans der Ministerien Landesentwicklung und Verkehr, Wirtschaft und Arbeit sowie Landwirtschaft und Umwelt erfolgen. ¿Mit dem Landesradverkehrsplan wird ein weiterer Baustein unseres Verkehrskonzeptes, das alle Verkehrsarten einschließt, realisiert¿, sagte Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Dr. Karl-Heinz Daehre heute nach der Kabinettssitzung in Magdeburg. Der Plan erfasse den alltags- und freizeitrelevanten sowie touristischen Radverkehr gleichermaßen. Ziel sei es u. a., die bestehende Infrastruktur zu einem geschlossenen System auszubauen. Nach Auskunft von Daehre wurde der vorliegende Entwurf des so genannten Landesradverkehrsplans im Rahmen der Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans 2002 ¿ 2012 erstellt. Mit ihm sollen die Rahmenbedingungen für den Radverkehr in Sachsen-Anhalt ressortübergreifend und in enger Kooperation mit den Kommunen weiter entwickelt werden. Ein konzeptioneller Baustein des Plans sei der Bedarfsplan für Bundesstraßen begleitende Radwege gewesen, erklärte der Minister. ¿Damit wurde für die durch Sachsen-Anhalt verlaufenden Bundesstraßen ein ähnliches Instrument erstellt, wie es für die Landesstraßen bereits existiert¿, fügte er hinzu. In die Umsetzung des Radverkehrsplans für Sachsen-Anhalt müsste das Land nach Auskunft von Daehre in den kommenden acht Jahren rund 43 Millionen Euro investieren. Mit dem Geld würden jedoch nicht nur neue Radwege gebaut, erklärte der Minister. U.a. sei vorgesehen, eine radverkehrsbezogene Informationsdatenbank einzurichten, die rund 4.700 Kilometer Radwege ordnungsgemäß auszuschildern und das Wegemanagement zu organisieren. Darüber hinaus sei geplant, Radwege stärker getrennt vom Autoverkehr zu bauen. ¿Die Sicherheit der Radfahrer ist ein ganz wesentlicher Aspekt, der künftig noch mehr Berücksichtigung finden soll¿, betonte der Minister. Nach dem Kabinettsbeschluss wird das Papier zunächst den Kommunen, Landkreisen sowie verschiedenen Verbänden und Verkehrsunternehmen zur Anhörung zugeleitet. Die Einbringung in den Landtag ist noch in diesem Jahr vorgesehen. Impressum: Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt Pressestelle Hegelstraße 42 39104 Magdeburg Tel: (0391) 567-6666 Fax: (0391) 567-6667 Mail: staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de Impressum: Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt Pressestelle Hegelstraße 42 39104 Magdeburg Tel: (0391) 567-6666 Fax: (0391) 567-6667 Mail: staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de

Verkehrsminister Daehre: Fahrradfahren entlastet die Umwelt und fördert die Gesundheit

Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr - Pressemitteilung Nr.: 055/07 Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr - Pressemitteilung Nr.: 055/07 Magdeburg, den 24. Mai 2007 Verkehrsminister Daehre: Fahrradfahren entlastet die Umwelt und fördert die Gesundheit Wer mit dem Rad zur Arbeit fährt, leistet nicht nur einen aktiven Beitrag zum Erhalt der Umwelt, sondern tut auch etwas für die eigene Gesundheit. ¿Wir hören täglich von globaler Klimaveränderung und davon, dass wir zu dick werden. Radfahren ist schonend für die Umwelt, es entlastet den Verkehr und hält außerdem noch fit¿, sagte Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Dr. Karl-Heinz Daehre anlässlich der Eröffnung der diesjährigen Aktion ¿Mit dem Rad zur Arbeit¿. Daehre ist in Sachsen-Anhalt Schirmherr der bundesweiten Gemeinschaftsaktion von AOK und dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) , die vom 1. Juni bis zum 31. August 2007 läuft . ¿Die Aktion ist auch ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur Erstellung unseres Landesradverkehrsplans¿, erläuterte der Minister. Als ein Höhepunkt in der begleitenden Kampagne ¿Pro Rad¿ trage sie wesentlich dazu bei, den Landesradverkehrsplan der Öffentlichkeit näher zu bringen. Zu Ihrer Information: Der Landesradverkehrsplan wird im Rahmen der Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans 2002 ¿ 2012 erstellt. Mit ihm sollen die Rahmenbedingungen für den Radverkehr in Sachsen-Anhalt ressortübergreifend und in enger Kooperation mit den Kommunen weiter entwickelt werden. Erster konzeptioneller Baustein des Plans ist der Bedarfsplan für Bundesstraßen begleitende Radwege. Mit ihm soll für die durch Sachsen-Anhalt verlaufenden Bundesstraßen ein ähnliches Instrument erstellt werden, wie es für die Landesstraßen bereits existiert. Impressum: Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr Pressestelle Turmschanzenstraße 30 39114 Magdeburg Tel: (0391) 567-7504 Fax: (0391) 567-7509 Mail: presse@mbv.lsa-net.de Impressum: Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr Pressestelle Turmschanzenstraße 30 39114 Magdeburg Tel: (0391) 567-7504 Fax: (0391) 567-7509 Mail: presse@mlv.sachsen-anhalt.de

Technische und planerische Bewältigung topografischer Probleme im Radverkehr

Das Projekt "Technische und planerische Bewältigung topografischer Probleme im Radverkehr" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Wuppertal, Fakultät für Architektur und Bauingenieurwesen, Lehr- und Forschungsgebiet durchgeführt. Die Vision für das Fahrradland Deutschland 2030 ist klar definiert: 'Im Jahr 2030 ist Radfahren selbstverständlich und vielfältig. (...) Das Rad ist auf immer mehr Wegen - im Alltag und in der Freizeit - das Verkehrsmittel der Wahl.' (Nationaler Radverkehrsplan 3.0, 2021) Diese Vision sollte für alle Menschen in Deutschland gelten, nicht nur für diejenigen, die in flachen Regionen leben. Leider sind die Daten auch eindeutig: 'Die Topografie des Wohnorts hat einen hohen Einfluss auf die Fahrradnutzung, der sich einfach erklären lässt: Je stärker die Höhenunterschiede im Wohnumfeld sind, desto seltener wird das Fahrrad genutzt.' (MiD: Analysen zum Radverkehr und Fußverkehr) Um die im NRVP 3.0 festgelegten Ziele zu erreichen, ist es unerlässlich, innovative Lösungen zu finden, sowohl in Bezug auf die Fahrradtechnik als auch auf die Radverkehrsplanung, die die Fahrradnutzung auch in steigungsreichen Regionen zu einer attraktiven Option gestalten. Das Projekt, TiptoP, adressiert genau diesen Bedarf: Es werden Erkenntnisse für die weitere Entwicklung von Elektroantrieben gesammelt und eingesetzt, die Radfahrende in hügeligen und flachen Regionen optimal unterstützen. Darüber hinaus werden Verhaltensmodelle für die mikroskopische Verkehrssimulation spezifiziert, implementiert und evaluiert, die nativ das Neigungsverhalten berücksichtigen. Alle Daten, Ergebnisse, Modelle und Simulationssoftware werden nach Abschluss des Projekts öffentlich zugänglich sein. Die bc GmbH & Co. KG wird als führendes, deutsches Unternehmen im Bereich von Kompletträdern, Fahrradkomponenten und -zubehör die technische Umsetzung des Projekts unterstützen. Das Lehr- und Forschungsgebiet Radverkehrsplanung der Bergischen Universität Wuppertal hat das langfristige Ziel, speziell für den Radverkehr konzipierte Planungswerkzeuge zu entwickeln. Die Ergebnisse werden die Basis für ein neues, offen zugängliches Planungstool schaffen, das am Lehr- und Forschungsgebiet kontinuierlich weiterentwickelt wird.

NRVP 2020: Effizienter Winterdienst auf Radverkehrsanlagen in deutschen Städten am Beispiel der Stadt Hamburg

Das Projekt "NRVP 2020: Effizienter Winterdienst auf Radverkehrsanlagen in deutschen Städten am Beispiel der Stadt Hamburg" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Stadtreinigung Hamburg, Anstalt öffentlichen Rechts, Abteilung Kommunikation und Innovation durchgeführt. Das Ziel des Forschungsvorhabens E-WIN ist die Verbesserung der Sicherheit von Radfahrenden bei Schnee und Glätte sowie die Erhöhung der Attraktivität des Radfahrens in den Wintermonaten. Unterziele davon sind die Einordnung der Einflussfaktoren für die Nichtnutzung des Fahrrades im Winter und die Ermittlung eines geeigneten Streu- bzw. Taumittels für den Winterdienst auf Radwegen. Die Wirksamkeit des heute eingesetzten Kieses als abstumpfendes Streumittel zur Minderung der Sturzgefahr von Radfahrenden stößt an Grenzen und führt häufig nicht zu optimalen Ergebnissen. In Hamburg ist der Einsatz von Tausalz oder tausalzhaltigen Streumitteln gemäß Hamburgischem Wegegesetz auf Geh- und Radwegen aus ökologischen Gründen untersagt und nur auf Fahrbahnen zulässig. Es soll daher im Rahmen des geplanten Forschungsvorhabens erstmals die Nutzung alternativer Taumittel sowie abstumpfender Mittel für den radverkehrsspezifischen Winterdienst in Hamburg getestet werden, die sowohl ökologischen als auch funktionalen Anforderungen genügen. Zuerst werden im Labor geeignete Streustoffe und Mischverhältnisse bzw. Zusammensetzungen identifiziert und ihre Wirksamkeit und Umweltverträglichkeit untersucht. Daraus ergibt sich eine Auswahl von circa vier bis sechs Streustoffen/-gemischen. Diese sollen dann im Winter 2020/2021 zuerst auf einem Betriebsgelände und im Hafengebiet getestet und Radfahrende direkt nach Befahren der Teststrecke befragt werden. Nur die Streustoffe, die diesen ersten Praxistest bestanden haben, werden im Winter 2021/2022 auf ausgewählten Radwegen im öffentlichen Raum getestet. Um die Untersuchungsergebnisse nach Projektende unmittelbar anwenden zu können und um die Übertragbarkeit auf andere Kommunen sicherzustellen, ist die grundsätzliche Genehmigungsfähigkeit der alternativen Streustoffe von hoher Bedeutung. Die zuständigen Hamburger Behörden werden daher intensiv in das Forschungsvorhaben eingebunden. Zum Abschluss des Projektes stehen Erkenntnisse über die Einflussfaktoren auf die Fahrradnutzung im Winter. Beispielsweise, ob die Qualität der Oberflächenbehandlung vor der Behandlung zu einem bestimmten Zeitpunkt steht oder anders ausgedrückt, welche Ansprüche die Radfahrenden an einen Winterdienst haben, damit sie im Winter weiter Rad fahren. Dies wird zum einen über eine Nutzerbefragung realisiert, zum anderen über eine Befragung der Radverkehrsbeauftragten deutscher Städte. Des Weiteren wird die Nutzbarkeit unterschiedlicher Tau- und Abstumpfmittel geprüft. Diese werden in einem mehrstufigen Prozess, unter anderem auch durch die Radfahrenden, bewertet und das vielversprechendste Mittel bis in den Genehmigungsprozess geführt. Im Abschluss steht die Möglichkeit der Nutzung im Straßenraum durch die Stadtreinigung Hamburg. (Text gekürzt) Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans 2020.

NRVP 2020: Effizienter Winterdienst auf Radverkehrsanlagen in deutschen Städten

Das Projekt "NRVP 2020: Effizienter Winterdienst auf Radverkehrsanlagen in deutschen Städten" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Technische Universität Dresden, Institut für Verkehrsplanung und Straßenverkehr, Lehrstuhl für Verkehrsökologie durchgeführt. Das Ziel des Forschungsvorhabens E-WIN ist die Verbesserung der Sicherheit von Radfahrenden bei Schnee und Glätte sowie die Erhöhung der Attraktivität des Radfahrens in den Wintermonaten. Unterziele davon sind die Einordnung der Einflussfaktoren für die Nichtnutzung des Fahrrades im Winter und die Ermittlung eines geeigneten Streu- bzw. Taumittels für den Winterdienst auf Radwegen. Die Wirksamkeit des heute eingesetzten Kieses als abstumpfendes Streumittel zur Minderung der Sturzgefahr von Radfahrenden stößt an Grenzen und führt häufig nicht zu optimalen Ergebnissen. In Hamburg ist der Einsatz von Tausalz oder tausalzhaltigen Streumitteln gemäß Hamburgischem Wegegesetz auf Geh- und Radwegen aus ökologischen Gründen untersagt und nur auf Fahrbahnen zulässig. Es soll daher im Rahmen des geplanten Forschungsvorhabens erstmals die Nutzung alternativer Taumittel sowie abstumpfender Mittel für den radverkehrsspezifischen Winterdienst in Hamburg getestet werden, die sowohl ökologischen als auch funktionalen Anforderungen genügen. Zuerst werden im Labor geeignete Streustoffe und Mischverhältnisse bzw. Zusammensetzungen identifiziert und ihre Wirksamkeit und Umweltverträglichkeit untersucht. Daraus ergibt sich eine Auswahl von circa vier bis sechs Streustoffen/ - gemischen. Diese sollen dann im Winter 2020/2021 zuerst auf einem Betriebsgelände und im Hafengebiet getestet und Radfahrende direkt nach Befahren der Teststrecke befragt werden. Nur die Streustoffe, die diesen ersten Praxistest bestanden haben, werden im Winter 2021/2022 auf ausgewählten Radwegen im öffentlichen Raum getestet. Um die Untersuchungsergebnisse nach Projektende unmittelbar anwenden zu können und um die Übertragbarkeit auf andere Kommunen sicherzustellen, ist die grundsätzliche Genehmigungsfähigkeit der alternativen Streustoffe von hoher Bedeutung. Die zuständigen Hamburger Behörden werden daher intensiv in das Forschungsvorhaben eingebunden. Wirtschaftliche Pläne für eine Verwertung der Ergebnisse existieren nicht. Die wissenschaftliche Verwertung beinhaltet die Verwendung der Erkenntnisse in Forschung und Lehre und den Wissenstransfer durch Leitfaden, die Veröffentlichung von einem nationalen und einem internationalen Forschungsartikel, sowie Vorträge auf mindestens zwei Fachveranstaltungen. Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans 2020.

Organisation und Durchführung der Fahrradkommunalkonferenz 2021

Das Projekt "Organisation und Durchführung der Fahrradkommunalkonferenz 2021" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH durchgeführt. 1. Gesamtziel: Ziel Vorhabens ist es, die Fahrradkommunalkonferenz 2021 (kurz: FaKoKo) vorzubereiten und im September 2021 durchzuführen. Das Ziel der Fahrradkommunalkonferenz 2021 ist es, Akteure der Radverkehrsförderung aus Kommunen und Landkreisen enger miteinander zu vernetzen und positive wie kritische Erfahrung der praktischen Umsetzung weiterzugeben. Außerdem fungiert die Konferenz als Plattform zur Verbreitung neuer Forschungsergebnisse aus NRVP-geförderten Projekten. 2. Konzept: Die Fahrradkommunalkonferenz ist die jährliche zentrale Plattform auf der sich Kommunen aus ganz Deutschland zu Fragen des Radverkehrs auszutauschen. Die kommunalen Spitzenverbände Deutscher Städtetag, Städte- und Gemeindebund und der Landkreistag sowie die gastgebende Kommune stehen dafür hinter der FaKoKo, die vom Team der Fahrradakademie am Deutschen Institut für Urbanistik organisiert wird. Die Fahrradkommunalkonferenz findet an zwei aufeinanderfolgenden Tagen statt. Sie besteht aus einem Empfang an Tag 1 und einer Fachkonferenz an Tag 2. 3. Profil der Fahrradkommunalkonferenz 2021: Im Zeichen neuer Ziele: Die Fahrradkommunalkonferenz 2021 hat die Chance das Momentum Radverkehr auf der kommunalen Agenda lebendig zu halten - und kann dazu beitragen, Radverkehr vor Ort zur Priorität zu machen. Der Nationale Radverkehrsplan NRVP 3.0 wird derzeit formuliert, und im Herbst 2021 kann er mit der Fahrradkommunalkonferenz nach Bund und Ländern auch von den Kommunen mit Leben gefüllt werden. Erste Umsetzungserfahrung mit Mitteln des 'Sonderprogramms Stadt und Land' werden im Herbst 2021 vorliegen und auf der FaKoKo Verbreitung finden. An die FaKoKo wird erstmals ein Bürgermeisterzirkel für Bürgermeister und Landräte angedockt, um auch politische Entscheidungsträger zu sensibilisieren, zu vernetzen und Weitsicht zu generieren.

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