Mit der weltweit zunehmenden Zahl von Aquakulturanlagen steigt die Bedeutung von Verfahren zur Nitratelimination. Je höher die Anforderungen an die Wasserqualität und die einzuhaltenden Grenzwerte des Ablaufs in den Vorfluter sind, umso eher ist eine Nitratelimination mit einer Denitrifikationsanlage erforderlich.
Nur mit einem Denitrifikationsprozess ist eine Fischproduktion mit unter 40 L Frischwasser je kg Fisch-Zuwachs möglich im Gegensatz zu 500 L/kg Fisch-Zuwachs bei einer konventionellen Kreislaufanlage. Jede Wassereinsparung senkt auch den Energiebedarf für das Aufheizen des Frischwassers auf Betriebstemperatur. Zudem bleibt durch die Denitrifikation der pH-Wert weitgehend konstant und ein Chemikalieneinsatz lässt sich vermeiden.
Ein Ziel des Projektes ist es, einen Beitrag zu leisten zur Verbesserung der Gesundheit und des Wohlbefindens der Fische. Die Nitratelimination ist dabei von entscheidender Bedeutung, denn eine unzureichende Wasserqualität beeinträchtigt das Wachstum der Fische und begünstigt Stressreaktionen und Erkrankungen.
Der Einsatz wasserunlöslicher, biologisch abbaubarer Festsubstrate, die als Aufwuchsflächen für das mikrobielle Wachstum und als C-Quelle für die Denitrifikation dienen, bieten hier erhebliche Vorteile, denn eine Zudosierung löslicher Kohlenstoffquellen ist hier nicht erforderlich. Damit lässt sich dieses Verfahren deutlich einfacher und sicherer handhaben, als mit konventionellen Verfahren.
Es ist folgende Gliederung einzuhalten: 1. Vorhabenziel. 2. Arbeitsplanung. 3. Geplante Ergebnisverwertung. Zur Eingabe von Text klicken Sie bitte auf das nebenstehende Symbol. Allgemeines Ziel des Vorhabens ist es, ein Verfahren zur gekoppelten Entfernung von Nitrat und Pestiziden in Einfachbauweise zu entwickeln. Der Roto-Bio-Reaktor ist ein kontinuierlich arbeitender Reaktor, der nach dem Am-Ro-Tec-Verfahren erfolgreich Nitrat eliminiert. Im Rahmen des Verbundvorhabens wird der Reaktor mit dem in den Vorstufen entwickelten Polymeren getestet und weiterentwickelt. Dabei wird es im besonderen darauf ankommen, die aktiven Polymere solange im Reaktor zu halten bis sie verbraucht sind und andererseits die gesättigten Polymere auszuschleusen. Die Filter dienen der Nachreinigung des Wassers. Als Ergebnis wird eine Technologie erwartet, die unkompliziert und ohne besonderes Fachpersonal in ländlichen Gebieten, aus den vorhandenen Wasservorkommen Nitrat und Pestizide entfernt und damit für die Bewohner nutzbar macht.