Objective weather types of Deutscher Wetterdienst derived from different Reanalysis and Global Climate Model simulations for the control run (1951-2000) and the projection period (2000-2100). Furthermore, the NAO-index is also provided. On the one hand, the dataset is useful for evaluation of representative circulation statistics in Central Europe, on the other hand, for the analysis of future weather types due to climate change. Added temperature and precipitation data allow to study the weather type effectiveness for these important climate parameters.
Objective weather types of Deutscher Wetterdienst derived from different Reanalysis and Global Climate Model simulations for the control run (1951-2000) and the projection period (2000-2100). Forthermore, the NAO-index is also provided. On the one hand, the dataset is useful for evaluation of representative circulation statistics in Central Europe, on the other hand, for the analysis of future weather types due to climate change. Added temperature and precipitation data allow to study the weather type effectiveness for these important climate parameters.
During the period from 1974 to 2023 various cruises from BGR acquired seismic lines worldwide. The aim of these marine expeditions were a detailed survey of the geological structure of seabed.
Diese Publikation verdeutlicht die dramatischen Auswirkungen des fortschreitenden Klimawandels auf einzelne Komponenten des Erdsystems. Im Fokus stehen Kippelemente – sensible Bereiche, die bei Überschreitung kritischer Schwellen irreversible Veränderungen auslösen können. Von entscheidender Bedeutung sind der Grönländische und Westantarktische Eisschild, der Amazonas-Regenwald, die Ozeanische Zirkulation im Nordatlantik und Korallenriffe. Die Analyse betont, dass Selbstverstärkungsmechanismen zwischen diesen Elementen zu raschen, nicht umkehrbaren Veränderungen führen können. Politisches Handeln ist dringend geboten, da bisherige Klimaschutzmaßnahmen das Überschreiten dieser kritischen Punkte nicht ausreichend verhindern. Der Text unterstreicht die sicherheitspolitischen Implikationen und plädiert für eine internationale Zusammenarbeit, um diese Risiken auf globaler Ebene zu adressieren und zu bewältigen. Veröffentlicht in Climate Change | 08/2024.
Der Sommer 2024 war in Sachsen-Anhalt zu warm mit überdurchschnittlich vielen Tagen mit mehr als 25 °C und 30 °C und sonnenscheinreicher als im Durchschnitt. Der Niederschlag bewegte sich im Rahmen des langjährigen Mittels. Durch wiederholte Gewitter verteilte sich der Niederschlag räumlich und zeitlich aber sehr ungleichmäßig. Reichlich Sonnenschein sorgte für eine gute Auslastung der solar getriebenen Erneuerbaren Energien. Die windgetriebenen Kraftwerke waren nicht gut Ausgelastet. Diese konnten nur an wenigen Tagen die solargetrieben in der Auslastung übertreffen. Nach den sehr milden bzw. warmen Vormonaten war die positive Temperaturanomalie im Juni etwas geringer. Dennoch war der Monat mit 17,3 °C um 1,2 K wärmer als im Klimamittel von 1961 bis 1990 üblich. Im Vergleich zum 30-jährigen Zeitraum von 1991 bis 2020 betrug die Abweichung 0,4 K. In der ersten Monatshälfte war es dabei längere Zeit kühl mit Temperaturen überwiegend unterhalb der 20 °C. In der zweiten Monatshälfte wurde es zunehmend sommerlich und zum Monatsende konnten einzelne Tage über 30 °C gemessen werden, am wärmsten war es dabei am 26.06. mit 33,1 °C in Genthin. An der LÜSA-Station in Magdeburg erreichte das Thermometer sogar 36,0 °C. Im Juni 2024 fielen im Flächenmittel Sachsen-Anhalts insgesamt 59,8 mm Niederschlag. Dies entspricht gegenüber dem langjährigen Mittel von 1961 bis 1990 95,2 % und im Vergleich zum 30-jährigen Klimamittel von 1991 bis 2020 wurden 107,7 % erreicht. Dabei regnete in einem Streifen vom südlichen und östlichen Harzvorland bis nach Anhalt deutlich mehr als üblich, wie z.B. in Jeßnitz mit 113,6 mm bzw. 192,5 %, während in der Altmark und dem äußersten Süden Sachsen-Anhalts nicht einmal die Hälfte der üblichen Niederschlagsmenge ankam. So fielen im nördlichen Harzvorland in Hötersleben-Barneberg mit 26,3 mm nur 39,6 % der von 1961 bis 1990 üblichen Niederschlagsmenge, in Zeitz mit 33,3 mm nur 46,5 %. Außerdem gab es gerade am 01. Juni und in der zweiten Monatshälfte teils kräftige Gewitter, die punktuell große Niederschlagsmengen brachten. So fielen am 01. Juni in Weißenfels-Wengelsdorf 49,5 mm Niederschlag. Am 21. Juni brachten die Gewitter zum Beispiel in Zörbig mit 47,0 mm und in Jeßnitz mit 41,7 mm die höchsten täglichen Niederschlagsmengen. Mit 224,3 Sonnenstunden erreichte der Juni 2024 in Sachsen-Anhalt 109,5 % des Klimamittels von 1961 bis 1990 und 100,6 % zum 30-jährigen Mittel von 1991 bis 2020. Weniger Sonnenschein gab es zu Beginn des Monats und um die Monatsmitte, länger zeigte sich die Sonne zwischen 06. und 13. Juni bzw. ab dem 23. Juni bis zum Ende des Monats. Nach einem kühlen und wechselhaften Start in den Juli setzte sich am dem 6. des Monats häufig sommerlich warme Luft durch und es wurden wiederholt heiße Tage (Tage mit einer Tageshöchsttemperatur von 30 °C oder mehr) gemessen. So konnten im Süden Sachsen-Anhalts in Osterfeld und Zeitz bis zu acht solcher Tage registriert werden, während es in der Altmark drei heiße Tage gab. Somit erreichte der Monat eine Mitteltemperatur im Flächenmittel Sachsen-Anhalts von 19,4 °C und war damit um 1,8 K wärmer als die Referenzperiode von 1961 bis 1990, im Vergleich zum 30-jährigen Mittel von 1991 bis 2020 betrug die Abweichung 0,3 K. Mit insgesamt 81,5 mm bzw. 156,2 % Niederschlag war der Juli 2024 feuchter als die Referenzperiode 1961 bis 1990. Vergleicht man mit dem 30-Jahreszeitraum von 1991 bis 2020 wurden 114,2 % des Solls erreicht. Dabei sorgten wiederholt kräftige Gewitter für eine ungleichmäßige Verteilung der Niederschläge. Während in Dessau-Roßlau-Rodleben mit 123,5 mm 254,1 % des Mittels von 1961 bis 1990 erreicht wurden, waren es an der LÜSA-Station in Leuna nur 37,5 mm und in Dederstedt im Seegebiet Mansfelder Land mit 40,5 mm Niederschlag nur 84,4 % im Vergleich zum Referenzzeitraum von 1961 bis 1990. Oft kam ein Großteil des Monatsniederschlags an nur einem Tag herunter. So fielen zum Beispiel am 27. Juli in Loburg 51,8 mm und in Walternienburg-Ronney 49,7 mm Niederschlag. Der Juli brachte in Sachsen-Anhalt 239,7 Sonnenstunden. Damit wurden im Vergleich zur Referenzperiode von 1961 bis 1990 115,8 % und im Vergleich zum Klimamittel von 1991 bis 2020 106,5 % erreicht. Der wärmste Sommermonat war der August, der auch gleichzeitig der 7.-wärmste August seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881 war. Dabei erreichte der Monat eine Mitteltemperatur von 20,6 °C. Der Monat lag damit um 3,5 K über der Referenzperiode von 1961 bis 1990 bzw. um 2,0 K über dem 30-jährigen Mittel von 1991 bis 2020. Am größten waren die Abweichungen in südlichen und mittleren Landesteilen, hier wurden auch die meisten heißen Tage registriert, so zum Beispiel 10 Tage in Zeitz oder 9 Tage in Köthen, Osterfeld und Wittenberg. Der wärmste Tag des Sommers war dabei der 29. August, der an drei Orten die 35 Grad Marke erreichte und überschritt. Dies passierte beispielsweise mit 35,0 °C in Genthin und 35,2 °C in Demker und Möckern-Drewitz. An der LÜSA-Station in Bernburg konnten sogar 36,1 °C gemessen werden. Die Niederschlagsmenge im Flächenmittel Sachsen-Anhalts betrug im August lediglich 38,0 mm. Damit wurden im Vergleich zur Referenzperiode von 1961 bis 1990 64,4 % und im Vergleich zum Klimamittel von 1991 bis 2020 65,8 % erreicht. Der Monat startete in den ersten Tagen wechselhaft und feucht, dann blieb es aber in weiten Landesteilen bis zum Monatsende überwiegend trocken. Im Zusammenhang mit viel Sonnenschein und den hohen Temperaturen stieg die Waldbrandgefahr deutlich an. Mit nur 5,7 mm Niederschlag war Walternienburg-Ronney nicht nur der trockenste Ort Sachsen-Anhalts, sondern auch der trockenste Ort im August in ganz Deutschland. Erneut sorgten punktuelle Gewitter für lokal enorme Regenmengen. So beispielsweise in Kemberg-Radis, als am 14. August durch Gewitter alleine 84,0 mm Niederschlag fielen und im Gesamtmonat 118,4 mm. Mit 264,1 Sonnenstunden war der August der drittsonnigste seit 1951 in Sachsen-Anhalt. Dies entspricht 133,2 % im Vergleich zur Referenzperiode von 1961 bis 1990 bzw. 124,8 % im Vergleich zum 30-jährigen Mittel von 1991 bis 2020. Betrachtet man den gesamten Sommer vom 1. Juni bis zum 31. August, dann ergibt sich ein Temperaturmittel für die Fläche Sachsen-Anhalts von 19,1 °C. Dieses liegt 2,1 K über dem Wert der Referenzperiode von 1961 bis 1990 bzw. 0,9 K über dem Klimamittel von 1991 bis 2020. Dies ist vor allem dem sehr warmen August geschuldet, der durchweg ein Hochsommermonat war. Im Sommer konnten in Zeitz insgesamt 20 Tage mit 30 °C oder mehr gemessen werden, bei den Sommertagen mit 25 °C oder mehr führt Köthen mit 58 Tagen die Statistik an. Darüber hinaus gab es gerade im Süden und Osten des Landes viele warme Nächte. Vier dieser Nächte waren in Zeitz und Wittenberg so genannte Tropennächte, in denen die Temperatur nicht unter 20 °C gefallen ist. Über den Sommer hinweg sind 179,3 mm Niederschlag in Sachsen-Anhalt gefallen. Dies entspricht 103,0 % des Klimamittels von 1961 bis 1990 und gegenüber dem 30-jährigen Mittel von 1991 bis 2020 97,1 %. Der Niederschlag war aber sehr ungleichmäßig verteilt. Wiederholte kräftige Gewitter sorgten für große Unterschiede auf engem Raum. So war Kemberg-Radis mit 338,0 mm bzw. 189,1 % im Vergleich zu 1961 bis 1990 der nasseste Ort in Sachsen-Anhalt. Hingegen fielen in Genthin mit 105,2 mm Niederschlag nur 61,7 % des Sommerniederschlags. Während des Sommers schien die Sonne in Sachsen-Anhalt 728,0 Stunden. Dies entspricht im Vergleich zur Referenzperiode von 1961 bis 1990 119,4 % und zur Klimaperiode von 1991 bis 2020 110,4 %. Berechnungsgrundlage: Betrachtet wurde die produzierte Leistung im Tagesmittel im Gebiet Ostdeutschlands und Hamburgs (Gebiet des Unternehmens 50Hertz). Die produzierte Leistung wurde ins Verhältnis zur installierten Leistung gesetzt und so die Auslastung berechnet. Davon wurde ein 10-jähriges Mittel gebildet. Die Auslastung der betrachteten Jahreszeit des aktuellen Jahres wird ins Verhältnis zur Auslastung im 10-jährigen Mittel für diese Jahreszeit gesetzt. Im Sommer haben die sonnengetrieben Erneuerbaren Energien aufgrund des Sonnenstandes und der Tageslänge oft eine größere Auslastung als die windgetriebenen Erneuerbaren Energien. Dies ist vor allem bei den für diese Jahreszeit typischen schwachwindigen und sonnenscheinreichen Hochdruckwetterlagen der Fall. Während tiefdruckgeprägter Phasen mit weniger Sonne und mehr Wind, war die Windkraft der Haupterzeuger erneuerbaren Stroms. Dies war vor allem an einzelnen Tagen im Juni (05., 11., 15., 22. und 28.) gut zu erkennen, siehe Abbildung unten. Sonst sorgte das überwiegend wechselhafte Wetter im Juni dafür, dass die Auslastung der Solaranlagen häufig unterhalb des Mittelwertes von 2010 bis 2019 lag. Eine sehr sonnige Phase zeigte sich auch in der Stromerzeugung zwischen dem 25. Und 27. Juni. Eine wechselhafte, windige und kühle Phase vom 30.06. bis 06.07. sorgte für einen deutlichen Rückgang der Stromerzeugung aus Sonnenenergie zu Beginn des Monats Juli auf teils unter 60 % im Vergleich zum Mittel 2010 bis 2019. Dies konnte aber durch die Windkraft mehr als ausgeglichen werden, welche in der Spitze teils mehr als das Doppelten der üblichen Strommenge lieferte. Danach spielte der Solarstrom wieder eine wichtige Rolle, da in den Folgewochen häufig windarmes und überwiegend sonniges Hochdruckwetter dominierte. Im August sorgten in den ersten drei Tagen viele Wolken und wenig Wind für geringe Auslastung der erneuerbaren Energien. Im Anschluss folgte überwiegend ruhiges und sonniges Hochdruckwetter, womit an vielen Tagen mehr Solarstrom, als im Mittel von 2010 bis 2019 üblich, produziert werden konnte. Im Zeitraum vom 21. bis 25. kam der Windkraft eine wesentliche Rolle zu. Ursache war ein kräftiges Tiefdruckgebiet über dem Nordatlantik dem ein kräftiges Hochdruckgebiet über Südosteuropa gegenüber stand. Letzteres sorgte bei uns für viel Sonnenschein und der hohe Gradient zwischen den Druckgebieten für reichlich Wind. In diesem Zeitraum war die addierte Stromerzeugung besonders hoch. Gerade bei den windgetriebenen Erneuerbaren Energien betrug die Auslastung bis zu 350 % der üblichen Auslastung im Mittel 2010 bis 2019. In den letzten Tagen des Monats bleib es überwiegend sonnig und schwach windig, sodass gerade die Photovoltaik mehr 20 % mehr Strom produzierte als im Mittel von 2010 bis 2019. Über den ganzen Sommer gesehen blieben Windkraft mit 86,2 % und Photovoltaik mit 88,0 % unterhalb des Mittels der Jahre 2010 bis 2019.
Diese Publikation verdeutlicht die dramatischen Auswirkungen des fortschreitenden Klimawandels auf einzelne Komponenten des Erdsystems. Im Fokus stehen Kippelemente – sensible Bereiche, die bei Überschreitung kritischer Schwellen irreversible Veränderungen auslösen können. Von entscheidender Bedeutung sind der Grönländische und Westantarktische Eisschild, der Amazonas-Regenwald, die Ozeanische Zirkulation im Nordatlantik und Korallenriffe. Die Analyse betont, dass Selbstverstärkungsmechanismen zwischen diesen Elementen zu raschen, nicht umkehrbaren Veränderungen führen können. Politisches Handeln ist dringend geboten, da bisherige Klimaschutzmaßnahmen das Überschreiten dieser kritischen Punkte nicht ausreichend verhindern. Der Text unterstreicht die sicherheitspolitischen Implikationen und plädiert für eine internationale Zusammenarbeit, um diese Risiken auf globaler Ebene zu adressieren und zu bewältigen.
During the period from 1974 to 2018 various cruises from BGR acquired seismic lines worldwide. The aim of these marine expeditions was a detailed survey of the geological structure.
US-Wissenschaftler haben auch im Nordatlantik Bereich entdeckt, wo sich Plastikmüll ansammelt. Der schwimmende Müll im Atlantik ist mit dem Great Pacific Garbage Patch vergleichbar. Die Ergebnisse einer umfangreichen Langzeitstudie wurde am 24. Februar 2010 von Kara Lavender Law von der Organisation Sea Education Association (SEA) bei einem Treffen von Meeresforschern in Portland (US-Bundesstaat Oregon) vorgestellt. Für die Studien stachen Wissenschaftler und Studenten mit einem Forschungsschiff mit großen feinmaschigen Netzen im Schlepptau in See und entnahmen an 6100 Stellen in der Karibik und im Atlantik vor der Ostküste der USA Proben von den schwimmenden Plastikteilchen. Wie im Pazifik gibt es auch im Atlantik eine Region, in der sich dieser Müll aufgrund der Oberflächenströmungen vermehrt ansammelt. Mehr als 80 % der Plastikteilchen fand sich in dem Gebiet zwischen dem 22 und 38 Grad nördlicher Breite. Die größte Müll-Dichte lag bei bis zu 200.000 Plastikstücke je Quadratkilometer auf der Meeresoberfläche.
Der Basstölpel ist Seevogel des Jahres 2016. Das teilte am 30. Oktober 2015 der Verein Jordsand zum Schutz der Seevögel und der Natur in Ahrensburg bei Hamburg mit. Der größte Seevogel an der deutschen Küste brütet mit 684 Paaren nur auf Helgoland. Der Basstölpel, wissenschaftlicher Name Morus bassanus, hatte sich erst 1991 auf Helgoland angesiedelt. Der Gesamtbestand auf Inseln im Nordatlantik wird auf 950.000 bis 1,2 Millionen geschätzt. Davon brüten etwa 80 Prozent in Europa, der Rest an Kanadas Ostküste. Die größten Kolonien, in denen die Vögel oft nur im Meterabstand nisten, beherbergt Großbritannien. Sie sind erst mit 5 Jahren brutreif und können 37 Jahre alt werden. Spektakulär sind die bis zu 100 Stundenkilometer schnellen Sturzflüge aus 10 bis 40 Metern Höhe nach Beute. Das sind vor allem Sandaale, Heringe und Makrelen. Der Basstölpel leidet besonders unter der Vermüllung der Nordsee mit Plastik. Vor allem Reste von Fischernetzen sind eine Gefahr. Außerdem können die Vögel in den Meeres-Windparks in die Rotoren fliegen und bisherige Nahrungsgründe verlieren.
Sehr geehrte Leserinnen und Leser, um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen, entwickeln immer mehr Städte und Regionen Konzepte zur Anpassung an den Klimawandel. Wie unterschiedlich dabei die Herangehensweise, das Verfahren und die politische Verankerung sein kann, zeigt unser aktueller Schwerpunktartikel anhand der Beispiele Berlin und München auf. Bitte merken Sie sich den 27. und 28. Juni 2017 vor: auf dem Nationalen Dialog Gemeinsam sind wir klimaresilient möchten wir mit Ihnen darüber diskutieren, wie Beteiligung zu Klimaanpassung in Städten und Regionen gelingt. Eine interessante Lektüre wünscht das KomPass-Team im Umweltbundesamt Kommunale Konzepte zur Klimaanpassung: Was Städte und Regionen von Berlin und München lernen können Kommunale Konzepte zur Klimaanpassung Quelle: melancholiaphotography Mit Berlin und München haben im vergangenen Jahr die größte und die drittgrößte Stadt Deutschlands Konzepte zur Anpassung an den Klimawandel veröffentlicht. Beide Städte rechnen in Zukunft mit ähnlichen Trends: einer steigenden Durchschnittstemperatur, mehr Hitzetagen, einer Veränderung von Niederschlagsmustern sowie einer Zunahme von lokalen Starkregenereignissen. Doch wie die Städte mit diesen Herausforderungen umzugehen planen, unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht. Auch zeigt sich, dass sie in unterschiedlichem Maße Akteure aus den Städten bei der Erstellung der Konzepte beteiligt haben. Diese Unterschiede betrachtet der Artikel und zeigt darüber hinaus, wie die Städte ihre Aktivitäten auf der politischen Agenda verankert haben und welche Mittel für die Umsetzung der Anpassungsmaßnahmen bereitgestellt werden. Aus dem Vergleich beider Ansätze lassen sich Empfehlungen für zukünftiges Anpassungshandeln in weiteren Städten und Regionen ableiten. Weiterlesen Leitfaden für Klimawirkungs- und Vulnerabilitätsanalysen Wie verletzlich sind wir gegenüber den Folgen des Klimawandels? Um hierauf systematisch Antworten zu finden, etablieren sich neue Methoden: Klimawirkungs- und Vulnerabilitätsanalysen. Ein Leitfaden gibt nun Empfehlungen für die Durchführung und stellt die einzelnen Arbeitsschritte übersichtlich dar. Er beruht auf dem Ansatz der ersten gesamtdeutschen Studie „Vulnerabilität Deutschlands gegenüber dem Klimawandel“. Kernzielgruppen des Leitfadens sind Bundes- und Landesbehörden. UBA-Bericht: Anpassung an den Klimawandel erfolgreich fördern Ein Forschungsvorhaben des UBA hat Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel untersucht, die durch mehrere Finanzierungsprogramme gefördert wurden. Sechs Erfolgsfaktoren wurden so identifiziert: Kontinuität, Praxisbezug, Anschlussfähigkeit, Mainstreaming, Förderkonditionen und Unterstützung. Die recherchierten Maßnahmen sind alle in der Tatenbank des Umweltbundesamtes einsehbar. Weiterhin gibt der Bericht einen Einblick in die Konzeption und Umsetzung des Wettbewerbs Blauer Kompass. UBA-Bericht: Mit Satellitendaten Indikatoren für Klimaanpassung weiterentwickeln Das Umweltbundesamt hat getestet, inwieweit sich das Indikatorensystem zur Deutschen Anpassungsstrategie mit Satellitendaten weiterentwickeln lässt. Diese können vor allem zur differenzierten Landnutzungserfassung operationalisierbare Ansätze liefern, so die Ergebnisse. Zudem wurden Empfehlungen erarbeitet, wie das europäische Erdbeobachtungsprogramm Copernicus hinsichtlich eines nationalen Umweltmonitorings weiterentwickelt werden kann. Save the Date: Nationaler Dialog „Gemeinsam sind wir klimaresilient“, 27.-28. Juni 2017, Dessau Wie gelingen Beteiligungsprozesse, in denen gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, Verbänden und Wirtschaftsakteuren kommunale oder regionale Strategien und Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel entwickelt werden? KomPass lädt zur Diskussion dieser Frage insbesondere Vertreterinnen und Vertreter aus der Verwaltung und Planung sowie der organisierten Zivilgesellschaft ein, gute Beispiele von Beteiligung kennenzulernen, Erfahrungen einzubringen und gemeinsam Faktoren für erfolgreiche Beteiligung zu diskutieren. Bundeskonzept Grüne Infrastruktur in Deutschland Der Erhalt und die Verbesserung von Ökosystemen und ihren Leistungen sind für die Gesellschaft unverzichtbar. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) nennt natürliche Flächen, die etwa für Wasserrückhalt, Hochwasserschutz, Luftreinhaltung oder Klimaausgleich sorgen, „grüne Infrastruktur“. Mit einem neuen Konzept verfolgt das BfN das Ziel, mehr Bewusstsein für die Leistungen der Natur zu schaffen und eine Grundlage bereitzustellen, um diese Leistungen bei Planungen des Bundes besser zu berücksichtigen. Bayerische Klimaanpassungsstrategie veröffentlicht In seiner aktualisierten Strategie zeigt das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz anhand aktueller Klimaprojektionen die beobachteten und zukünftig erwarteten Klimaänderungen für Bayern und stellt regionale Folgen sowie Anpassungsmaßnahmen für 15 klimaempfindliche Handlungsfelder vor. Bereits im Jahr 2009 hatte Bayern eine der ersten Klimaanpassungsstrategien auf Länderebene entwickelt. Hessen: Landesregierung beschließt integrierten Klimaschutzplan Als erstes Bundesland hat Hessen einen Klimaschutzplan beschlossen, der Klimaschutz und die Anpassung an die Folgen des Klimawandels gemeinsam betrachtet. Unter den 140 Maßnahmen des integrierten Plans befinden sich eine Reihe prioritärer Maßnahmen, die bis zum Jahr 2019 angestoßen werden. Die fachliche Erarbeitung wurde durch ein Beteiligungsverfahren ergänzt und inhaltlich angereichert. Hochwasserschutz am Niederrhein: Überflutungsfläche für Region Duisburg Das Land Nordrhein-Westfalen und der Bund bauen den Hochwasserschutz am Niederrhein aus. In der Verbundmaßnahme Monheim-Mündelheim-Orsoy werden durch Deichrückverlegungen insgesamt 480 Hektar an zusätzlicher Überflutungsfläche für den Fall eines Rhein-Hochwassers geschaffen. Stromabwärts profitieren davon mehr als 600.000 Menschen in der Niederrhein-Region. Die Hauptbauarbeiten sollen bis 2021 abgeschlossen sein. Klimareport: Schleswig-Holstein wird wärmer und nasser Der Klimawandel ist in Schleswig-Holstein festzustellen und wird sich künftig weiter auf das Land auswirken, so der Klimareport Schleswig-Holstein des Deutschen Wetterdienstes und des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, der die Entwicklung des Klimas und seine Extreme über lange Zeiträume beschreibt. Demnach ist es in Deutschlands nördlichstem Bundesland seit 1881 um 1,3 Celsius wärmer geworden und die Niederschlagsmenge hat zugenommen. Der Meeresspiegel stieg in den vergangenen 100 Jahren um etwa 20 Zentimeter in der Deutschen Bucht und um etwa 14 Zentimeter an der deutschen Ostseeküste. DWD: Hitzewarnsystem jetzt speziell für Städter, ältere und erkrankte Menschen Hitzetage werden mit dem Klimawandel häufiger. Das kann zu gesundheitlichen Problemen wie Hitzschlag, Sonnenstich oder Kollaps führen, besonders bei älteren Menschen. Der Deutsche Wetterdienst hat sein Hitzewarnsystem verändert und setzt nun auf mehrgleisige Kommunikation. Tausende von Pflegeheimen, Altenheimen und Krankenhäusern werden direkt informiert. Über Warnnewsletter und Apps kann sich die Bevölkerung informieren. Auch sollen Ärzte und Apotheker stärker eingebunden werden, um Patienten und Kunden zu beraten. Praxisratgeber Klimagerechtes Bauen: Schutz gegen Extremwetterereignisse Der Praxisratgeber „Klimagerechtes Bauen“ des Deutschen Instituts für Urbanistik zeigt, wie sich Hausbesitzer gegen extreme Wetterphänomene wappnen können. Er beschreibt Präventionsmaßnahmen und zeigt anhand von Fotos, Grafiken und Karten, wie Schäden möglichst geringgehalten werden können. Der Ratgeber richtet sich sowohl an jede Privateigentümerin und jeden Mieter als auch an Kommunen, die ihre Bürgerinnen und Bürger über mögliche Gefahren und Lösungen informieren wollen. Mehr wärmeliebende Tiere und Pflanzen durch Klimawandel In Deutschland hat seit 1980 der Bestand wärmeliebender Arten zugenommen. Dies zeigt die bisher umfassendste Studie zu diesem Thema quer durch alle Ökosysteme unter Leitung des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums. Am stärksten haben sich wärmeliebende Vögel, Schmetterlinge, Bodenorganismen und Flechten ausgebreitet. Die Studie belegt, dass die Temperaturveränderung direkt das Wohl von Arten beeinflusst. Im Gegensatz dazu sieht die Studie den Landnutzungswandel seit 1980 als weniger ausschlaggebenden Grund für die Bestandsentwicklung. Online-Tool zu experimentellen dekadischen Klimavorhersagen Eine neue Webseite stellt die aktuelle dekadische Vorhersage der bodennahen Temperatur für 2017-2026 für die gesamte Erde sowie detaillierter für einen Ausschnitt des Nordatlantiks dar. Interessierte haben die Möglichkeit, die Daten interaktiv zu erkunden. Dekadische Klimavorhersagen decken die Zeitskala der nächsten ein bis zehn Jahre ab. Sie schließen die Lücke zwischen kurzfristigen Wettervorhersagen, saisonalen Klimavorhersagen und langfristigen Klimaprojektionen. Die Plattform wurde vom MiKlip-Projekt mit Förderung des Bundesforschungsministeriums erstellt. Neue Plattform für Erdbeobachtungsdaten des Copernicus-Programms Das Erdbeobachtungsprogramm der Europäischen Union „Copernicus“ dient dem dauerhaften Monitoring der Erde mit ihren zahlreichen Ökosystemen. Es soll dazu beitragen, sich besser auf natürliche oder anthropogene Katastrophen vorbereiten zu können. Mit der Copernicus Data and Exploitation Platform Deutschland (CODE-DE) gibt es nun einen nationalen Zugang zu den Satellitendaten und Informationsprodukten der Copernicus-Dienste. Interessenten können sich kostenfrei für die Nutzung registrieren. Befragung zeigt breite Unterstützung für Klimaschutz und erneuerbare Energien in Europa Eine ländervergleichende Studie zeigt, dass die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Norwegen mit großer Mehrheit von der Existenz des Klimawandels überzeugt sind und erneuerbare Energien unterstützen. In einer repräsentativen Befragung hatten sich im vergangenen Jahr jeweils rund 1000 Personen in den vier europäischen Ländern zu den Themen Klimawandel und Energiepolitik geäußert. In jedem der Länder gaben rund 60 Prozent der Befragten an, dass die Folgen des Klimawandels bereits spürbar seien. Studie: Weniger Schnee in den Alpen Auf den Schnee mussten die Alpen im letzten Winter lange warten. Nackte Pisten könnte es in der Zukunft häufiger geben, zeigt nun eine Studie der European Geosciences Union im Journal „The Cryosphere“. Der Schneefall in den Alpen könnte der Untersuchung zufolge bis zum Ende des Jahrhunderts um bis zu 70 Prozent abnehmen. Die Skisaison beginnt zukünftig möglicherweise einen halben bis einen Monat später und Schneegarantie könnte es nur noch über 2500 Meter geben. Österreich unterstützt Gemeinden bei Klimawandelanpassung Die Webseite „Ihre Gemeinde im Klimawandel“ sowie das Handbuch „Klimawandelanpassung umsetzen – Lebensqualität erhöhen“ unterstützen Gemeinden in Österreich dabei, die Folgen des Klimawandels einzuschätzen und passende lokale Handlungsmöglichkeiten zu identifizieren. Sie sind die Kernergebnisse des Projekts CC-ACT. Zu den Zielgruppen gehören neben Gemeinden auch Multiplikatoren, die bereits langjährige Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Gemeinden haben, wie etwa Leader, LA 21, Klima- und Energiemodellregionen, Klimabündnis, Regionalmanagerinnen und Regionalmanager. Ambrosia und Co.: UBA-Forschungsvorhaben zu Allergien und Klimawandel Ein UBA-Forschungsvorhaben hat untersucht, welche gesundheitliche Bedeutung allergene Pflanzen wie z.B. Ambrosia oder Olive haben, die sich durch den Klimawandel in Deutschland verstärkt ausbreiten könnten. Dazu wurden allergische Patienten aus zwei Bundesländern mit unterschiedlichem Regionalklima auf Sensibilisierungen gegen Ambrosia, Olive, Birke, Beifuß und Esche untersucht. Die Ergebnisse tragen zum Aufbau eines Monitoringsystems bei, das klimawandelbedingte Veränderungen von Pollen-Allergien frühzeitig erfassen soll. Literaturstudie: Wie der Klimawandel terrestrische Wassersysteme in Deutschland beeinflusst Das Climate Service Center hat 29 Studien aus der Berichtsperiode zum Fünften IPCC-Sachstandsbericht hinsichtlich der Folgen des Klimawandels für die terrestrischen Wassersysteme in Deutschland ausgewertet. Der Bericht betrachtet historische Aufzeichnungen und Beobachtungen, präsentiert projizierte Trends bezogen auf Wasserverfügbarkeit und Wasserqualität und diskutiert deren Aussagegrenzen sowie Folgen für ausgewählte Akteure. Buch: Unsicherheit und Komplexität in Planungsprozessen Was bedeutet der Klimawandel für die Rolle von Planern? Christian Wilhelm Lamker von der TU Dortmund präsentiert in seinem Buch planungstheoretische Perspektiven auf Regionalplanung und Klimaanpassung. Er zeichnet Rollenverständnisse nach und fügt sie in einem Prozessmodell zusammen. Dieses wird zur empirischen Überprüfung auf die Aufstellung des neuen Regionalplans Ruhr durch den Regionalverband Ruhr angewendet. Der Band bietet eine Grundlage zur Reflexion, Selbstreflexion und Verbesserung eigenen planerischen Handelns. Bericht: Brennpunkt Klima Schweiz Was sind die relevanten Ergebnisse des Fünften IPCC-Sachstandsberichtes für die Schweiz? Mehr als 70 Schweizer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beantworten dies im Bericht „Brennpunkt Klima Schweiz“. Sie zeigen darin, welche Handlungsfelder sich aus den Folgen des Klimawandels für Infrastrukturen, Städte und Siedlungen, Wälder und Felder sowie Wasserressourcen ergeben. EEA-Report: Finanzierung urbaner Klimaanpassung Die Europäische Umweltagentur präsentiert in ihrem Bericht „Financing urban adaptation to climate change” wie innovative Ansätze wie Green Bonds oder Crowdfunding die herkömmliche Finanzierung von Maßnahmen zur Klimaanpassung ergänzen. Der Bericht präsentiert Fallstudien aus elf europäischen Städten, etwa zu den Themen Hochwasserschutz, Stadtgrün oder Gründächer. Der Report soll Projektentwicklern als Handreichung zur Finanzierungsplanung dienen. Fachartikel: Klimawandel und Resilienz im globalen Süden Wissenschaftlerinnen der kanadischen University of Waterloo haben untersucht, wie im globalen Süden Klimaanpassung und Resilienz behandelt werden. Hierfür haben sie 224 Klimaanpassungsstrategien aus Afrika, Asien und Lateinamerika auf Basis von neun Prinzipien analysiert, die sie aus der Literatur über Resilienz entwickelt haben. Ihr Artikel „Understanding climate change and resilience: assessing strengths and opportunities for adaptation in the Global South” ist im Journal „Climatic Change” erschienen.
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