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WRRL Seetypen

Zu den Grundlagen der biologischen Bewertung gemäß WRRL gehören das Aufstellen einer Gewässertypologie und die Ausweisung von Gewässertypen. Diese sind elementare Grundlagen für die typspezifische biologische Bewertung, die Ausweisung der Wasserkörper und das Aufstellen eines Monitoring-Netzwerkes. Aber auch die Erstellung der Bewirtschaftungspläne und damit die Maßnahmenplanung erfolgt typspezifisch. In der Ökoregion "Norddeutsches Tiefland" werden insgesamt sieben Seetypen unterschieden, darunter sechs natürliche Typen und ein Sondertyp für künstliche Seen.

I. Reliefkarte des Landes Brandenburg 1 : 500 000

Die Reliefkarte des Landes Brandenburg ist eine auf der Grundlage des Digitalen Geländemodells (DGM) hergestellte plastische Höhenansicht. Brandenburg gehört als Flächenland zum Norddeutschen Tiefland und weist wie dieses nur relativ geringe Höhenunterschiede auf. Die Höhen z.b. der Märkischen Schweiz oder die große Ebene des Oderbruchs treten hier, wie in keiner anderen Karte, deutlich als schattenplastisches Reliefbild hervor. Die Karte steht zur Verfügung in den Varianten: Reliefkarte I ohne Darstellung des Eisenbahnnetzes und Reliefkarte II mit Darstellung des Eisenbahnnetzes.

II. Reliefkarte des Landes Brandenburg 1 : 500 000

Die Reliefkarte des Landes Brandenburg ist eine auf der Grundlage des Digitalen Geländemodells (DGM) hergestellte plastische Höhenansicht. Brandenburg gehört als Flächenland zum Norddeutschen Tiefland und weist wie dieses nur relativ geringe Höhenunterschiede auf. Die Höhen z.b. der Märkischen Schweiz oder die große Ebene des Oderbruchs treten hier, wie in keiner anderen Karte, deutlich als schattenplastisches Reliefbild hervor. Die Karte steht zur Verfügung in den Varianten: Reliefkarte I ohne Darstellung des Eisenbahnnetzes und Reliefkarte II mit Darstellung des Eisenbahnnetzes.

Reliefkarten des Landes Brandenburg 1 : 500 000

Die Reliefkarte des Landes Brandenburg ist eine auf der Grundlage des Digitalen Geländemodells (DGM) hergestellte plastische Höhenansicht. Brandenburg gehört als Flächenland zum Norddeutschen Tiefland und weist wie dieses nur relativ geringe Höhenunterschiede auf. Die Höhen z.b. der Märkischen Schweiz oder die große Ebene des Oderbruchs treten hier, wie in keiner anderen Karte, deutlich als schattenplastisches Reliefbild hervor. Die Karte steht zur Verfügung in den Varianten: Reliefkarte I ohne Darstellung des Eisenbahnnetzes und Reliefkarte II mit Darstellung des Eisenbahnnetzes.

Höhenschichtenkarte des Landes Brandenburg 1 : 500 000

Die Höhenschichtenkarte des Landes Brandenburg 1 : 500 000 stellt die Höhenlagen in unterschiedlich gefärbten Flächenfarben (Höhenschichten) dar. Zur besseren Orientierung sind zusätzlich die wichtigsten Eisenbahnlinien und Orte in der Karte enthalten. Brandenburg gehört als Flächenland zum Norddeutschen Tiefland und weist wie dieses nur relativ geringe Höhenunterschiede auf.

Überschreitung der Belastungsgrenzen für Versauerung

Überschreitung der Belastungsgrenzen für Versauerung Die versauernden Schwefel- und Stickstoffeinträge aus der Luft in Land-Ökosysteme haben in den letzten Jahren stark abgenommen. Zur Bewertung dieser Belastung stellt man ökosystemspezifische Belastungsgrenzen (Critical Loads) den aktuellen Stoffeinträgen aus der Luft gegenüber. Ammoniumstickstoffeinträge aus der Landwirtschaft sind mittlerweile die Hauptursache für Versauerung. Situation in Deutschland 2019 Der Anteil der Flächen, auf denen die kritischen Eintragsraten für ⁠ Versauerung ⁠ deutlich bis sehr deutlich überschritten wurden, nahm zwischen 2005 und 2019 von 58 auf 26 % ab. Die Abnahme der Belastungen spiegelt den Rückgang der Emissionen in Folge von Luftreinhaltemaßnahmen wider (siehe Abb. „Flächenanteile mit Überschreitung der Belastungsgrenzen für Versauerung“). Besonders Einträge versauernder Schwefelverbindungen haben deutlich abgenommen. Für versauernde Stickstoffeinträge ist eine so deutliche Abnahme hingegen nicht zu verzeichnen. Sie sind hauptverantwortlich für die andauernden Überschreitungen der ökologischen Belastungsgrenzen (⁠ Critical Loads ⁠) für Versauerung in Deutschland (siehe Karte „Überschreitung des Critical Load für Versauerung durch Schwefel- und Stickstoffeinträge im Jahr 2019“). Bis Mitte der 1990er Jahre waren die Einträge versauernder Stoffe und die Überschreitungen der ökologischen Belastungsgrenzen in verursachernahen Waldgebieten Thüringens und Sachsens am höchsten. Inzwischen werden die Extremwerte im norddeutschen Tiefland auf empfindlichen Böden als Folge hoher Einträge von Ammoniumstickstoff aus landwirtschaftlichen Quellen, vor allem aus der Intensivtierhaltung, erreicht. In diesen Regionen werden auch die ökologischen Belastungsgrenzen für ⁠ Eutrophierung ⁠ am stärksten überschritten. Im Rahmen eines ⁠ UBA ⁠-Vorhabens zur Modellierung der Stickstoffablagerung (PINETI-4, Abschlussbericht in prep.) konnte die Entwicklung der Belastung methodisch konsistent für eine lange Zeitreihe (2000-2019) rückgerechnet werden. Flächenanteile mit Überschreitung der Belastungsgrenzen für Versauerung Quelle: Kranenburg et al. (2024) Diagramm als PDF Diagramm als Excel mit Daten Karte: Überschreitung des Critical Load für Versauerung durch Schwefel- und Stickstoffeinträge ... Quelle: Kranenburg et al. (2024) Was sind ökologische Belastungsgrenzen für Versauerung? ⁠ Ökologische Belastungsgrenzen ⁠ (⁠ Critical Loads ⁠) für ⁠ Versauerung ⁠ sind kritische Belastungsraten für luftgetragene Stickstoff- und Schwefeleinträge. Nach heutigem Stand des Wissens ist bei deren Einhaltung nicht mit schädlichen Wirkungen auf Struktur und Funktion eines Ökosystems zu rechnen. Betrachtet werden meist empfindliche Ökosysteme wie Wälder, Heiden, Moore und angrenzende Systeme (zum Beispiel Oberflächengewässer und Grundwasser). Ökologische Belastungsgrenzen sind somit ein Maß für die Empfindlichkeit eines Ökosystems und erlauben eine räumlich differenzierte Gegenüberstellung der Belastbarkeit eines Ökosystems mit aktuellen Luftschadstoffeinträgen. Das dadurch angezeigte Risiko bedeutet nicht, dass in dem betrachteten Jahr tatsächlich schädliche chemische Kennwerte erreicht oder biologische Wirkungen sichtbar sind. Es kann Jahrzehnte dauern, bis Ökosysteme auf Überschreitungen der ökologischen Belastungsgrenzen reagieren. Dies ist abhängig von Stoffeintragsraten, meteorologischen und anderen Randbedingungen sowie (bio)chemischen Ökosystemeigenschaften. Folgen der Versauerung Die Einträge versauernd wirkender Schwefel- und Stickstoffverbindungen aus der Luft führen bei Überschreitung der Pufferkapazität des Bodens zu einer Auswaschung basischer Kationen (Calcium, Magnesium, Kalium und Natrium) und zu Nährstoffungleichgewichten. Hierdurch verändern sie neben anderen chemischen Parametern auch die Nährstoffverfügbarkeit im Boden. Zusätzlich werden Bodenorganismen und die Bodenstruktur negativ beeinflusst. Ein lange anhaltender Säurestress führt über unausgewogene Ernährung zur Minderung der Vitalität von Pflanzen. Dies kann unter anderem zu einer Verschiebung der Artenzusammensetzung oder zu eingeschränkten Abwehrkräften gegenüber sekundären Stressfaktoren (zum Beispiel ⁠ Dürre ⁠, Frost, Herbivorie) führen. Viele Ökosystemfunktionen können dann nur noch eingeschränkt erfüllt werden. Die atmosphärischen Einträge führen weiterhin zu einer weiträumigen Angleichung der Bodenverhältnisse auf einem ungünstigen, versauerten Niveau. Die ⁠ Versauerung ⁠ der Böden kann wiederum die Artenzusammensetzung von Pflanzengesellschaften verändern: Auf neutrale Bodenverhältnisse angewiesene Pflanzenarten und Pflanzengesellschaften werden von im sauren Milieu konkurrenzstärkeren Arten und Gesellschaften verdrängt. Da viele Tierarten auf bestimmte Pflanzenarten spezialisiert sind, wird durch die Versauerung auch die ⁠ Fauna ⁠ beeinflusst: indirekt (über Verschiebung der Pflanzenartenzusammensetzung) und direkt (durch das geänderte Milieu; beispielsweise können Regenwürmer in versauerten Böden mit pH unter 4 nicht mehr existieren). Strategien zur Emissionsminderung Der möglichst umfassende und langfristige Schutz der Ökosysteme vor ⁠ Versauerung ⁠ ist weiterhin ein wichtiges politisches Ziel. International wurden deshalb in der sogenannten neuen ⁠ NEC-Richtlinie ⁠ ( Richtlinie (EU) 2016/2284 vom 14.12.2016) für alle Mitgliedstaaten weitere Minderungsverpflichtungen der ⁠ Emission ⁠ von Schwefel- und Stickstoff (SO 2 , NH x , NO x ) vereinbart, die bis 2030 erreicht werden müssen. Für Deutschland ergeben sich folgende nationale Reduktionsziele für das Jahr 2030 und darüber hinaus im Vergleich zum Basisjahr 2005: •    Ammoniak (NH 3 ): minus 29 % •    Stickstoffoxide (NO x ): minus 65 % •    Schwefeldioxid (SO 2 ): minus 58 % (siehe auch „Emissionen von Luftschadstoffen“ ). Konkrete nationale Maßnahmen, zur Erreichung der oben genannten Ziele werden derzeit in einem Nationalen Luftreinhalteprogramm zusammengestellt. Maßnahmen zur Minderung der negativen Auswirkungen von reaktivem Stickstoff, zu denen auch die Versauerung von Ökosystemen zählt, sind in der Veröffentlichung des Umweltbundesamtes "Stickstoff - Element mit Wirkung" enthalten. Auch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (⁠ BMU ⁠) verfolgt den Ansatz einer nationalen Stickstoffminderungsstrategie . Weitere Informationen bietet auch das Sondergutachten des SRU "Stickstoff: Lösungen für ein drängendes Umweltproblem" . Hintergrundwissen zur Modellierung von atmosphärischen Stoffeinträgen bietet der Bericht zum Forschungsvorhaben „PINETI-4: Modelling and assessment of acidifying and eutrophying atmospheric deposition to terrestrial ecosystems“.

Seen

Seen Seen bieten mit ihren Uferzonen, ihrem freien Wasserkörper und dem Seeboden viele Lebensräume für verschiedenste Tier- und Pflanzenarten. Diese (zum Teil) empfindlichen Ökosysteme sind durch Nährstoffeinträge und durch eine zunehmende Nutzung bedroht. Wissenswertes In Deutschland gibt es mehr als 290.000 stehende Gewässer, von denen nur 1120 größer als 50 ha (0.5 km 2 oder ca. 50 Fußballfelder) sind. Die Gesamtfläche aller deutschen Seen und kleineren stehenden Gewässern beträgt zusammen ca. 4300 km 2 und ist damit etwas größer als die Insel Mallorca. Die meisten natürlichen Seen Deutschlands befinden sich in der norddeutschen Tiefebene, im Alpenvorland und in den Alpen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche künstliche Seen (Talsperren, Baggerseen und Flachlandspeicher) die für die Wasserversorgung und Naherholung von großer Bedeutung sind. Seen bieten mit ihren Uferzonen, ihrem freien ⁠ Wasserkörper ⁠ und dem Seeboden viele Lebensräume für verschiedenste Tier- und Pflanzenarten. Diese empfindlichen Ökosysteme sind durch Nährstoffeinträge, den ⁠ Klimawandel ⁠ und durch eine zunehmende Nutzung bedroht. Die Seiten des Umweltbundesamtes informieren über den Zustand der Seen, ihre Nutzungen und Belastungen , ihre Überwachung und Bewertung und Möglichkeiten ihren Zustand zu verbessern. Verteilung der natürlichen Seen auf die Bundesländer Quelle: Umweltbundesamt Kenndaten ausgewählter Seen in Deutschland Quelle: Umweltbundesamt Typen der Alpen und des Alpenvorlandes Quelle: Umweltbundesamt Tabelle als Excel-Datei Typen des Mittelgebirges Quelle: Umweltbundesamt Tabelle als Excel-Datei Typen des Norddeutschen Tieflandes Quelle: Umweltbundesamt Tabelle als Excel-Datei Verteilung der Seentypen in Deutschland Die rund 780 stehenden Gewässer wurden von den zuständigen Bundesländern einem Seetyp zugeordnet. Quelle: Umweltbundesamt nach Angaben der Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) Die rund 780 stehenden Gewässer wurden von den zuständigen Bundesländern einem Seetyp zugeordnet.

Die Eiszeit in Nordost-Westfalen und angrenzenden Gebieten Niedersachsens – Elster- und saalezeitliche Ablagerungen und ihre kristallinen Leitgeschiebegesellschaften

Anlass für die vorliegende Dokumentation gaben Untersuchungen zum eiszeitlichen Geschehen in der Westfälischen Bucht mit dem Nachweis von drei saalezeitlichen Eisvorstößen mit nahezu gleichen Verhältnissen wie in den Niederlanden. Die Ergebnisse veranlassten die Autoren, ihre Untersuchungen weiter nach Nordosten über das Weserbergland bis in das norddeutsche Tiefland auszudehnen, um eine Parallelisierung mit den Moränenablagerungen im niedersächsischen Raum herzustellen. Als Ergebnis sind deutliche Gemeinsamkeiten im Untersuchungsgebiet und den angrenzenden Gebieten zu erkennen, die über die allgemeine Tatsache eines saalezeitlichen Hauptvorstoßes nach Nord- und Nordwestdeutschland hinausgehen und eine Parallelisierung einzelner Eisvorstöße von Niedersachsen über Westfalen bis in das Rheinland zulassen. [2003. 95 S., 15 Abb., 10 Tab., Anh. mit 2 Tab. u. 1 Fototaf.; ISBN 978-3-86029-967-8]

Bundesamt für Naturschutz: Oekologische Grundeinheiten und Vorkommensgebiete (WMS)

WMS Kartendienst der Ökologische Grundeinheiten und Vorkommensgebiete in Deutschland. Die Abgrenzungen der ökologischen Grundeinheiten basieren auf den Angaben der Anlage 1 zur Verordnung über Herkunftsgebiete für forstliches Vermehrungsgut (Forstsaat-Herkunftsgebietsverordnung) vom 07. Oktober 1994 und wurden durch die Mitglieder der Arbeitsgruppe Gebietseigene Gehölze geprüft.

Gute Hochwasserprognosen helfen und schützen vor Katastrophen

Hildesheim . Das Winterhochwasser 2023/24 hat es wieder deutlich gezeigt: Durch frühzeitige Warnungen und Hochwasservorhersagen können Schutzmaßnahmen effektiv und rechtzeitig eingeleitet werden, um Hochwasserschäden zu verringern. „Trotz des landesweit größten Hochwassers der letzten Jahre konnten durch gute Prognosen, vorausschauendes Wassermanagement und mehr als 120.000 helfende Hände größere Deichbrüche vermieden werden“, so Niedersachsens Umwelt- und Klimaschutzminister Christian Meyer, der am Mittwoch (31.01.24) die Hochwasservorhersagezentrale in Hildesheim besucht hat. Das Winterhochwasser 2023/24 hat es wieder deutlich gezeigt: Durch frühzeitige Warnungen und Hochwasservorhersagen können Schutzmaßnahmen effektiv und rechtzeitig eingeleitet werden, um Hochwasserschäden zu verringern. „Trotz des landesweit größten Hochwassers der letzten Jahre konnten durch gute Prognosen, vorausschauendes Wassermanagement und mehr als 120.000 helfende Hände größere Deichbrüche vermieden werden“, so Niedersachsens Umwelt- und Klimaschutzminister Christian Meyer, der am Mittwoch (31.01.24) die Hochwasservorhersagezentrale in Hildesheim besucht hat. „Gute Prognosen helfen und schützen Menschenleben und deren Hab und Gut. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hochwassermeldedienste und der Pegeltechnik des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) haben vor, über und nach den Weihnachtstagen rund um die Uhr gearbeitet und Großartiges geleistet. Für deren Einsatz und den aller anderen Helferinnen und Helfer über die Feiertage und rund um den Jahreswechsel danke ich sehr. Durch die guten Prognosen waren die Feuerwehren und Sandsäcke rechtzeitig an den gefährdeten Stellen, die Hochwasserbecken und Talsperren konnten erheblich zur Entlastung der Unterlieger beitragen.“ Der vor Weihnachten einsetzende Dauerregen führte zu einer landesweiten gravierenden Hochwasserlage bis ins neue Jahr hinein. Minister Meyer informierte sich ausführlich über die weitreichenden grundlegenden Möglichkeiten zur Hochwasservorhersage. NLWKN-Direktorin Anne Rickmeyer betonte: „Es war für den NLWKN ein außergewöhnlicher Einsatz in einer außergewöhnlichen Hochwasserlage, aber nichtsdestotrotz ist das unsere Aufgabe. Ich freue mich, dass wir diese so gut bewältigen konnten. Der Besuch des Ministers ist ein positives Signal an unsere Leute.“ Die HWVZ Niedersachsen war hinsichtlich des Hochwasserereignisses vom 18.12.2023 bis zum 12.01.2024 jeden Tag mit voller Besetzung (fünf Personenstellen und weitere Unterstützung durch den NLWKN) im Dienst und hat die Lage täglich neu bewertet. Bereits am Mittwoch, dem 20.12.2023, hat die Hochwasservorhersagezentrale (HWVZ) des NLWKN für mehrere Einzugsgebiete Vorabinformationen beziehungsweise Warnungen herausgegeben und auf die drohende Hochwasserlage hingewiesen. Es gab also eine lange Vorwarnzeit, sodass sich die Einsatzkräfte vor Ort schon vor den Weihnachtstagen gut aufstellen und organisieren konnten. In enger Absprache mit der Talsperrenaufsichtsbehörde, den Stauanlagenbetreibern und der Hochwasservorhersagezentrale konnte an den Talsperren und Hochwasserrückhaltebecken, unter Berücksichtigung der Vorhersagen ein optimiertes Abgabemanagement gefahren werden. Damit konnten die Schäden des Hochwassers deutlich reduziert werden. 2023 war nicht nur das heißeste Jahr seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen, der Dezember 2023 ist laut Deutschem Wetterdienst auch der niederschlagsreichste Dezember seit Messbeginn in Niedersachsen. In der Fläche fielen im letzten Monat des Jahres rund 155 l/m² - und damit mehr als die doppelte Menge wie im Mittel üblich. Im Harz an der Station Braunlage erreichten die Mengen sogar über 385 l/m². Damit haben sich zum Beispiel für den Bereich des Oberharzes auch neue Rekorde bei der 7-Tages-Niederschlagssumme während der Niederschlagssituation um Weihnachten herum ergeben (> 250 l/m² in 7 Tagen als Summe). Auch wenn an einigen Pegel die höchsten bisher gemessenen Wasserstände übertroffen wurden, das Außergewöhnliche an diesem Hochwasserereignis war die flächendeckende Betroffenheit und die lange Dauer mit großen Abflussvolumen. „Solche Hochwasserlagen werden wir in Zeiten des Klimawandels häufiger und intensiver erleben. Das belegen die Erkenntnisse aus unseren Projekten zu den Folgen des Klimawandels“, betonte Markus Anhalt, Leiter des Geschäftsbereichs Wasserwirtschaft und Strahlenschutz in der NLWKN-Betriebsstelle in Hildesheim, dem Sitz der Hochwasservorhersagezentrale. Umwelt- und Klimaschutzminister Meyer ergänzte: „Die Sommer werden trockener und die Winter nasser. Das hat erhebliche negative Folgen. Die Folgen der Klimakrise machen es umso bedeutender und wichtiger, die Hochwasservorsorge und damit auch die Hochwasservorhersage als einen zentralen Baustein im Hochwasserschutz zu denken und weiter konsequent zu stärken.“ Wesentliche Grundlage für die Hochwasservorhersage ist das Pegelmessnetz des NLWKN in Niedersachsen. Damit kann der Landesbetrieb aktuelle Situationen in den Gewässern erfassen und bewerten. Gemeinsam mit den Hochwassermeldediensten in den Betriebsstellen warnt die Hochwasservorhersagezentrale Kommunen, Einsatzkräfte und Anwohner vor drohender Hochwassergefahr. Aktuelle Pegelstände sind jederzeit unter www.pegelonline.nlwkn.niedersachsen.de abrufbar. In der Hochwasservorhersagezentrale haben die Fachleute extreme Hochwasserereignisse sowie die Situation in den Gewässern und an den Pegelmessstellen Niedersachsens permanent im Blick. Auf dem Portal veröffentlicht die Hochwasservorhersagezentrale im Hochwasserfall ständig aktualisierte Vorhersagen und regionsspezifische Hochwasserlageberichte, die auch von den Warn-Apps NINA und KATWARN übernommen werden. „Während des Hochwassers haben wir mehr als 150 Warnberichte und an über 50 Hochwassermeldepegeln gleichzeitig Hochwasservorhersagen veröffentlicht“, so die Leiterin der Hochwasservorhersagezentrale Marlena Heunecke. Was alles notwendig ist, um eine verlässliche Vorhersage zu erhalten, ließ sich Umweltminister Meyer bei seinem Besuch in der Hochwasservorhersagezentrale in Hildesheim demonstrieren. Komplexe Modelltechnik und ein umfangreiches Datenmanagement sind die Voraussetzungen, um Vorhersagen für die sehr unterschiedlichen Einzugsgebiete in Niedersachsen zu erhalten. „Vom Norddeutschen Tiefland bis in die Mittelgebirgsregionen: Keine Landschaft ist wie die andere. Dies müssen wir in unseren Modellen berücksichtigen“, so Marlena Heunecke. „Während des Hochwassers waren alle Landesteile betroffen, so dass alle Modellgebiete der Hochwasservorhersagezentrale zum Einsatz kamen. Erstmals haben wir auch Vorhersagen an der Ober- und Mittelweser berechnet und diese zielgerichtet in Warnmeldungen berücksichtigt.“ Umwelt- und Klimaschutzminister Meyer bedankte sich bei den Mitarbeitern des NLWKN für die umfassende Bereitstellung von Warnungen, Vorhersagen und Informationen während des Hochwassers. „Das hat maßgeblich dazu beigetragen, Schutzmaßnahmen vor Ort rechtzeitig einleiten und Schäden minimieren zu können.“ Der langanhaltende Regen führte zum Hochwasser, aber die Situation in den niedersächsischen Gewässern kann auch anders aussehen: In den Vorjahren gab es langanhaltende Trockenperioden, die für sehr niedrige Wasserstände in den Gewässern sorgten. „Wir haben es also mit gegensätzlichen Extremen in der Wasserwirtschaft zu tun: auf der einen Seite zu viel - und auf der anderen Seite zu wenig Wasser“, erläutert Markus Anhalt. Minister Meyer betont daher: „Ein effektives und übergreifendes Wassermanagement hilft, mit diesen Extremen umzugehen – vom Umgang mit Wassermangel, dem Grundwassermanagement, der Fließgewässerentwicklung, Verbesserung der Wasserqualität bis hin zum Hochwasser und einem bestmöglichen Schutz.“ Fotos vom Termin in Hildesheim zur freien Verwendung stehen Ihnen im Laufe des Tages über unseren Cloud-Dienst zur Verfügung: https://nlwkn.hannit-share.de/index.php/s/itxSjS9y6g9WxNb/authenticate/showShare Passwort: Hochwasser_23-24

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