Traditionell wird seit vielen Jahren das Chemische Untersuchungsamt der Universitaet von der Hamburgischen Wasserschutzpolizei und der Staatsanwaltschaft-Fachabteilung Umweltstraftaten mit der chemischen Untersuchung, Zuordnung und Begutachtung von Gewaesserverunreinigungen durch Mineraloele sowie umweltrelevante Chemikalien jeglicher Art beauftragt. In letzter Zeit wurden bessere, verfeinerte - teilweise auch neue - Verfahren fuer eine strafgerichtsbestaendige chemisch-analytische Beweisfuehrung bei Gewaesserverunreinigungen durch Oele erarbeitet. In einem internationalen Ringversuch erreichte das Untersuchungsamt dabei ausgezeichnete Ergebnisse.
Ziel der Untersuchungen ist es, den anthropogenen Eintrag von Schwermetallen in die Sedimente der an die suedoestliche Nordsee und der angrenzenden Wattgebiete in groben Zuegen quantitativ zu erfassen. Dazu wurde in ausgewaehlten Wattgebieten die raeumliche Verteilung von Schwermetallen anhand von ueber 100 Sedimentkernen ermittelt. Zusammen mit in der Inneren Deutschen Bucht durchgefuehrten Untersuchungen ergibt sich, dass ein wesentlicher Anteil der Schadstoffe im kuestennahen Bereich der Nordsee abgelagert wird.
Wattgebiete der deutschen Nordseekueste sollen mit Hilfe von digitalen Korrelationsverfahren auf ein gemeinsames Referenzbild entzerrt werden (unitemporale Korrelation). Zeitliche Aenderungen der Vegetation und der Topographie sollen durch multitemporale Korrelation entdeckt werden. Als Ausgangsdaten dienen digitalisierte Reihenmesskamerabilder, RADAR-Aufnahmen, sowie Magnetbaender des Erderkundungssatelliten LANDSAT und des M2S-Multispektralabtasters.
Wattgebiete im Bereich der deutschen Nordseekueste, insbesondere im Raum Wilhelmshaven sollen mit Methoden der digitalen Bildverarbeitung moeglichst detailiert klassifiziert werden (Sand/ - Schlick/ - Mischwatt, verschiedene Vegetation etc.) als Ausgangsdaten dienen Magnetbaender des Erderkundungssatelliten LANDSAT (4 Kanaele), des M2S-Multispektralabtasters (11 Kanaele) sowie digitalisierte Reihenmesskammeraufnahmen.
Untersuchung der mittleren Tidewasserstaende und des Tidenverlaufs sowie zu Sturmflutablauf, -klima, -haeufigkeiten und -vorhersage im niedersaechsischen Kuestengebiet.
Besiedlungsmechanismen und weitere Dynamik der Flora und Fauna auf sekundaeren Sand- und Kiesstandorten mit limnischen, semiaquatischen und terrestrischen Bereichen. Bewertung der sekundaeren Standorte im Untersuchungsraum (Emsland) aus geooekologischer und biozoenotischer Sicht. Erstellung von Managementrichtlinien aufgrund der erarbeiteten wissenschaftlichen Grundlagen zur Renaturierung von Sekundaerstandorten als Vorgabe fuer zukuenftige Renaturierungsmassnahmen im westlichen Niedersachsen. Das Projekt wurde mittlerweile ausgedehnt auf Spuelflaechen etc im Kuestenbereich (Leybucht, Weser) sowie auf den Vergleich mit natuerlichen Standorten (Baltrum, Ufer der Weser, Ems, Hunte).
Der Verein Jordsand zum Schutz der Seevögel und der Natur e.V. hat den Sandregenpfeifer zum „Seevogel des Jahres 2018“ gewählt. Der Rückgang dieses bunten Watvogels ist dramatisch. Auf der Insel Sylt war er einst besonders zahlreich vertreten. In den 1950er und 1960er Jahren brüteten an dem vom Verein Jordsand betreuten Rantumbecken noch 60 bis 70 Paare. Auf der gesamten Insel zogen Anfang der 1970er Jahre über 600 Paare ihre Jungen auf, inzwischen ist die Zahl auf höchstens 25 gesunken. Der Sandregenpfeifer zählt im Wattenmeer zu den Brutvogelarten mit den stärksten Verlusten. An der Ostsee in dem Jordsand-Schutzgebiet Schleimünde konnte der Vogelwart 1979 noch 40 Nester zählen, heute findet er dort gerade noch zwei bis fünf. Aktuellen Angaben zufolge gibt es deutschlandweit etwa 1000 Brutpaare des Sandregenpfeifers, nach der Roten Liste der Brutvögel ist er hierzulande vom Aussterben bedroht. Sandregenpfeifer bevorzugen als Brutplatz frische und weitgehend vegetationslose Sandanspülungen, die es heute kaum noch gibt. Mit dem Bestreben, Inseln und Halligen sowie das Festland gegen Sturmfluten zu sichern, wird eine natürliche Küstendynamik mehr und mehr verhindert. Uferbereiche werden festgesetzt und wachsen, begünstigt durch ein menschengemachtes Überangebot an Nährstoffen, zu. Außerdem drängt ein seit Jahrzehnten zunehmender Tourismus auf die Strände, einen ebenfalls sehr wichtigen Brutplatz des Sandregenpfeifers.
Hauptziel des Vorhabens war es, die Eigenschaften von atmosphaerischen Fronten im norddeutschen Kuestenbereich im allgemeinen sowie die Modifikation dieser Fronten beim Uebergang von See auf Land aufgrund des Wechsels in der Rauhigkeit, Temperatur und Feuchtigkeit des Untergrundes im besonderen zu untersuchen.
Das Auftreten von Fischkrankheiten in freilebenden Populationen wird derzeit von Wissenschaftlergruppen aller Nordseeanrainerstaaten untersucht. Hintergrund ist vielerorts der Versuch, Fischkrankheiten als Indikatoren fuer unguenstige Umweltbedingungen zu nutzen, wobei Schadstoffbelastungen besondere Beruecksichtigung erfahren. Im Rahmen dieses Vorhabens soll ueber einen Zweijahreszeitraum eine Bestandsaufnahme der Formenvielfalt der Fischkrankheiten im Wattenmeer durchgefuehrt und ihr Auftreten unter regional- und saisonal-vergleichenden Aspekten quantifiziert werden. Die Ursachen fuer Fluktuationen der Befallsraten werden, dem aktuellen Wissensstand entsprechend und unter Auswertung der Ergebnisse experimenteller Arbeiten, dargestellt und diskutiert. Besondere Beachtung wird einer Relativierung der Bedeutung natuerlicher Ursachen (Temperatur- und Salzgehaltsbedingungen, Ernaehrung- und Reifezustand, Populationsdichte, Altersstruktur, Wanderverhalten, Parasitierung) gegenueber anthropogenen Ursachen (Fischerei, Verschmutzung) gewidmet. An der virusbedingten Lymphocystis-Krankheit der Flunder wird im Experiment modellhaft der Einfluss verschiedener Stressfaktoren auf Krankheitsausbruch und -verlauf dargestellt.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 56 |
| Europa | 4 |
| Kommune | 5 |
| Land | 5 |
| Wissenschaft | 31 |
| Type | Count |
|---|---|
| Ereignis | 1 |
| Förderprogramm | 55 |
| License | Count |
|---|---|
| Offen | 56 |
| Language | Count |
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| Deutsch | 56 |
| Englisch | 1 |
| Resource type | Count |
|---|---|
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| Keine | 55 |
| Webseite | 1 |
| Topic | Count |
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| Boden | 34 |
| Lebewesen und Lebensräume | 50 |
| Luft | 30 |
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