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Found 1146 results.

Data reporting "Validation of Lagrangian particle movement in CFD simulations for the evaluation of passive downstream fish passage"

To validate a numerical method to simulate passive downstream fish passage of fish, the numeri-cal method was compared with laboratory data. The particle movement in a laboratory flume was compared with the particle movement in the numerical model of this flume. The videos of the experiments in the laboratory model and the tracked particle positions of the numerical ex-periments and the laboratory experiments are provided.

Data used for the preprint version of the paper "Implicit time discretisation as a potential avenue to achieve full coupling between shallow water flow and bedload transport" [Utz, 2024]

This dataset contains all data, which have been used to write the linked paper. In addition, it contains all Python scripts used for the evaluation of the data. It should be noted that the Python module pynocular is used within the scripts. This module is not yet published, but it is planned for release via https://github.com/baw-de.

Das Forschungsprogramm

Das Forschungsprogramm Die Grenzwerte der 26. Bundesimmissionsschutzverordnung (26. BImSchV ) schützen vor allen nachgewiesenen gesundheitlichen Risiken statischer und niederfrequenter elektrischer und magnetischer Felder, die von Stromleitungen ausgehen. Es gibt jedoch wissenschaftliche Hinweise auf mögliche gesundheitliche Wirkungen unterhalb der bestehenden Grenzwerte und weitere offene Fragen, die in dem begleitenden Forschungsprogramm "Strahlenschutz beim Stromnetzausbau" geklärt werden müssen. So kann der in mehreren Studien beobachtete statistische Zusammenhang von Expositionen gegenüber niederfrequenten Magnetfeldern und Leukämien im Kindesalter derzeit nicht zufriedenstellend erklärt werden. Auch Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Expositionen gegenüber niederfrequenten Magnetfeldern und dem Auftreten von degenerativen Erkrankungen des Nervensystems ( z.B. Amyotrophe Lateralsklerose/ALS, Alzheimer-Demenz) können derzeit nicht abschließend beurteilt werden. Bei den HGÜ -Freileitungen sind es vor allem Fragen zu einer erhöhten Wahrnehmung beziehungsweise Wahrnehmbarkeit elektrischer Felder und zu einer möglicherweise verstärkten Korona-Ionen-Wirkung, die mit dem derzeitigen wissenschaftlichen Kenntnisstand nicht zufriedenstellend beantwortet werden können. Forschung soll Unsicherheiten in der Risikobewertung verringern Um bestehende wissenschaftliche Unsicherheiten in der Risikobewertung zu verringern und offene Fragen beantworten zu können, führt das Bundesamt für Strahlenschutz ( BfS ) ein begleitendes Forschungsprogramm zum "Strahlenschutz beim Stromnetzausbau" durch. In insgesamt zehn Themenfeldern sollen 39 einzelne Forschungsvorhaben durchgeführt werden. Im Folgenden sind die Vorhaben aufgelistet, getrennt nach laufenden, abgeschlossenen und geplanten Vorhaben: Forschungsvorhaben im Forschungsprogramm "Strahlenschutz beim Stromnetzausbau" Laufende Vorhaben - 1.2.b Metaanalyse von Studien zum Zusammenhang zwischen der Exposition gegenüber extrem niederfrequenten Magnetfeldern und amyotropher Lateralsklerose: Hauptstudie 1.7. Wirkmechanismen niederfrequenter Magnetfelder bei der Entstehung von Alzheimer-Demenz in Zellkultur (in vitro) 1.8. Einfluss von niederfrequenten Magnetfeldern der Stromversorgung auf den Schlaf und die Konzentration von ß-Amyloid bei Menschen 2.2. Wirkungs- und Wahrnehmungsschwellen statischer elektrischer Felder 2.5. Wahrnehmungsschwellen statischer und niederfrequenter elektrischer Felder bei Menschen, die sich als elektrohypersensibel bezeichnen sowie deren klinische Eigenschaften 3.4. Untersuchungen zum Auftreten von Leukämie bei geeigneten Tiermodellen 6.4. Untersuchungen zur Depositionseffizienz geladener Partikel in den Atemwegen 7.1. Entwicklung und Verfeinerung dosimetrischer Modelle für die Expositionsanalyse und -bewertung 7.2. Erfassung der Magnetfeldexposition der allgemeinen Bevölkerung 7.4.a Erprobung, Weiterentwicklung und Validierung von neuartiger Messtechnik für statische und niederfrequente elektrische und magnetische Felder 8.2.b Zweite Umfrage zur Ermittlung der Besorgnis in der Bevölkerung (2022) 9.1. Bewertende Literaturstudie zum Einfluss elektrischer, magnetischer und elektromagnetischer Felder auf oxidative Prozesse bei Menschen sowie in Tier- und Laborstudien Abgeschlossene Vorhaben - 1.2.a Untersuchung der Machbarkeit und Vorbereitung einer gepoolten Analyse zum Zusammenhang von Amyotropher Lateralsklerose ( ALS ) und Magnetfeldexposition ( MF ) 1.3. Internationaler Workshop zum Zusammenhang zwischen neurodegenerativen Erkrankungen und Magnetfeldexposition - Stand des Wissens und Forschungsperspektiven 2.1. Internationaler Workshop zu Wirk- und Wahrnehmungsschwellen statischer und niederfrequenter magnetischer und elektrischer Felder und Kontaktströme bei Menschen. 3.3.a Interdisziplinäre Studie zur Untersuchung eines Zusammenhangs zwischen Umwelt-, genetischen Faktoren und Leukämie in B-Zell- ALL -Patienten – Machbarkeitsstudie 3.5. Untersuchungen zum Immunstatus von Magnetfeld-exponierten Tiermodellen 3.7. Internationaler Workshop zum aktuellen Stand der Ursachenforschung von Leukämien im Kindesalter 6.1. Bewertende Literaturstudie zum Auftreten und zur Ausbreitung von Korona-Ionen 8.1. Erstes und zweites Fachgespräch zu verschiedenen Aspekten der Kommunikation im Stromnetzausbau 8.2.a Erste Umfrage zur Ermittlung der Besorgnis in der Bevölkerung (2018) 8.3.a Überprüfung von Darstellungsformaten für Messergebnisse niederfrequenter Felder und deren Bedeutung für die Risikokommunikation 8.5. Untersuchung der Möglichkeiten einer Fortbildung von lokalen Behörden (Gesundheitsämter, Amtsärzte und Immissionsschutzämter) als Multiplikatoren für die Risikokommunikation beim Stromnetzausbau 8.6. Evaluation von Risikokommunikationsmaßnahmen 10.1. Internationaler Workshop zum Einfluss elektrischer, magnetischer und elektromagnetischer Felder auf die belebte Umwelt Geplante Vorhaben - 1.4. Wirkungen niederfrequenter Magnetfelder auf die Entstehung und den Verlauf von ALS im Tiermodell (in vivo) 1.5. Wirkungen niederfrequenter Magnetfelder auf die Entstehung und den Verlauf von Alzheimer-Demenz im Tiermodell (in vivo) 1.6. Wirkmechanismen niederfrequenter Magnetfelder bei der Entstehung von ALS in Zellkultur (in vitro) 2.3. Wirkungs- und Wahrnehmungsschwellen von Kontaktströmen und Funkenentladungen bei Hochspannungsgleichstrom und Hochspannungswechselstrom 2.4. Wirkungen auf das zentrale und das periphere Nervensystem aufgrund von im Körper induzierten niederfrequenten elektrischen Feldern 3.1. Pooling-Studie zur Untersuchung von Zusammenhängen zwischen Leukämie im Kindesalter und der kombinierten Exposition gegenüber Magnetfeldern und schwacher ionisierender Strahlung 3.3.b Interdisziplinäre Studie zur Untersuchung eines Zusammenhangs zwischen Umwelt-, genetischen Faktoren und Leukämie in B-Zell- ALL -Patienten – Hauptstudi e 3.8. Beteiligung an einer nationalen Geburts- oder Mutter-Kind-Kohorte 3.9. Fall-Kontroll-Studie zu Leukämie bei Kindern und niederfrequenten Magnetfeldern aus Bahnstromanlagen 5. Epidemiologische Studie zum Zusammenhang einer Exposition gegenüber niederfrequenten Magnetfeldern und Fehlgeburtsrisiko 6.2. Erfassung und Verbreitung von Korona-Ionen in der Umgebung von Freileitungen 6.3. Numerische Berechnung der Absorption von ionisierten Partikeln in der Lunge 7.3. Untersuchungen zum Auftreten von Funkenentladungen und Kontaktströmen 8.3.b Untersuchung zur Wirkung von Vor-Ort-Expositionsmessungen auf die Risikowahrnehmung sowie die Glaubwürdigkeit von und das Vertrauen in Landesbehörden und Netzbetreiber 8.4. Untersuchung zur Rolle von Behörden bei Veranstaltungen 8.7. Untersuchung zur Meinungsbildung Entfällt - 1.1. Metaanalyse zum Zusammenhang zwischen neurodegenerativen Erkrankungen und Magnetfeldexposition 3.2. Gepoolte Analyse zu Leukämien im Kindesalter und Magnetfeldexposition 3.6. Teilnahme beziehungsweise Beteiligung an internationalen Konsortien, die sich mit den Ursachen von Leukämien im Kindesalter beschäftigen 4. Untersuchung zur Ko-Kanzerogenität von Magnetfeldexposition Stand: 20.09.2024

Szenarienentwicklung – Grundlage für die Dosisabschätzung

Szenarien­entwicklung – Grundlage für die Dosisabschätzung Wir haben uns bemüht, die Zusammenhänge so verständlich wie möglich darzustellen. Sollten Ihnen einige Fachausdrücke nicht geläufig sein, so können Sie diese in unserem Glossar nachlesen. Warum sind Szenarien für die Analyse der Langzeitsicherheit eines Endlagers wichtig? Die Szenarienentwicklung ist ein wichtiger und international anerkannter metho- discher Baustein bei der Analyse der Langzeitsicherheit eines Endlagers. Das Ziel der Szenarienentwicklung ist es, eine systematische Bewertung der Sicherheit des Endlagers unter allen realistisch vorhersehbaren Entwicklungen zu ermögli- chen. Diese Entwicklungen werden bei den Berechnungen zur Abschätzung der Dosis zugrunde gelegt. Die Szenarienentwicklung bildet somit eine wesentliche Grundlage für die Bewertung der Sicherheit eines Endlagers nach seinem Verschluss. Darüber hinaus unterstützt die Szenarienentwicklung das allge- meine Verständnis für das Endlager als System und fördert die interdisziplinäre Kommunikation. Was soll mit der Entwicklung von Szenarien erreicht werden? Impressum Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) Wegelystraße 8 10623 Berlin Telefon: 030 184321 – 0 Internet: www.base.bund.de Stand: April 2022 Die Maßgabe, welche Sicherheit ein Endlager über den Zeitraum von einer Million Jahren gewährleisten muss, wird in einem Regelwerk, der Endlagersicherheitsan- forderungsverordnung (EndlSiAnfV) vorgegeben. Ob ein Endlager diese Sicher- heitsanforderungen nach EndlSiAnfV über den gesamten Zeitraum gewährleisten kann, wird in den sogenannten vorläufigen Sicherheitsuntersuchungen bewertet. Um so einen langen Zeitraum wie eine Million Jahre analysieren zu können, bedarf es einer Betrachtung darüber, wie sich das Endlager als gesamtes System in Zukunft entwickeln wird; denn auch ein Endlager, obgleich es sich in tiefen geo- logischen Schichten befindet, wird durch zukünftige Prozesse (z. B. thermischer, chemischer oder mechanischer Natur) beeinflusst werden. Die tatsächliche Entwicklung des Endlagers mit allen Komponenten ist bei so einem langen Zeitraum von einer Millionen Jahre nicht exakt vorhersagbar. Dies hat dazu geführt, dass die Methodik der Szenarienentwicklung entwickelt wurde. Das Ziel dabei ist es, die zukünftige Entwicklung des Endlagers über eine Million Jahre dennoch systematisch bewertbar zu machen, ohne dass die Festlegung auf nur genau eine vorhergesagte Entwicklung erfolgen muss. Es geht also darum, eine Analyse und Auswertung aller sinnvoll möglichen Entwicklungen parallel zu betrachten und dabei – so weit möglich – die Ungewissheit über zukünftige Abläufe zu minimieren. Wie wird bei der Szenarienentwicklung vorgegangen? Um dieses Ziel zu erreichen, werden in der Szenarienentwicklung die zukünftigen Entwicklungsmöglichkeiten aller Prozesse und Komponenten des Endlagers sowie deren gegenseitige Wechselwirkungen systematisch analysiert. Dieses Vorgehen entspricht internationalen Richtlinien (u. a. siehe IAEA-SSG23). Um sicherzustellen, dass alle relevanten Prozesse und Komponenten berücksichtigt werden, ist es inter- national üblich, einen sogenannten FEP-Katalog in die Szenarienentwicklung mit ein- zubeziehen. Die Abkürzung FEP aus dem Englischen steht dabei für features, events and processes. Ein FEP-Katalog entspricht einer systematischen Zusammenstellung aller für die Endlagerung von hochradioaktiven Abfällen relevanten Komponenten, Ereignisse und Prozesse. Zu diesen gehören zum Beispiel Vergletscherungen, klimatische Veränderungen oder Behälterkorrosion. So wird versucht alle möglichen Entwicklungen des Endlagersystems zu beschreiben und somit die Ungewissheiten bezüglich der tatsächlich eintretenden Entwicklung durch die Gesamtheit der be- schriebenen Entwicklungspfade abzudecken. Dieser Schritt bildet in den vorläufigen Sicherheitsuntersuchungen die Grundlage für alle sich daran anschließenden Untersuchungen der Langzeitsicherheitsanalyse und somit die Grundlage für die Abschätzung der effektiven Dosis für den Menschen. Was bedeutet die Szenarienentwicklung für die Dosisabschätzung? Die EndlSiAnfV unterscheidet zwischen „zu erwartenden Entwicklungen“ und „ab- weichenden Entwicklungen“ für das gesamte Endlager als System. Die Abschätzung der effektiven Dosis muss die nach § 3 Absatz 2 der EndlSiAnfV ermittelten „zu erwartenden Entwicklungen“ und „abweichenden Entwicklungen“ berücksichtigen. Für diese Entwicklungen muss gezeigt werden, dass die in § 7 Absatz 2 EndlSiAnfV jeweils festgelegten Dosiswerte für die Jahresdosis über den ganzen Bewertungs- zeitraum eingehalten werden. Für die numerische Berechnung der effektiven Dosis werden die Entwicklungen des Endlagers in Modelle überführt und mit Zahlenwerten hinterlegt. Dabei müssen alle modelltechnisch getroffenen Festlegungen in Einklang mit den aus der Szenarien- entwicklung gewonnenen Szenarien sein. Die in Modellen abgebildeten und mit konkreten Zahlen hinterlegten Entwicklungen werden als einzelne Rechenfälle im Rahmen Dosisabschätzung bezeichnet. Weblinks zur „Berechnungsgrundlage Dosisabschätzung“ und Regelwerken Aktuelle Entwurfsfassung der „Berechnungsgrundlage Dosisabschätzung“ vom 31.7.2020 Impressum Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) Wegelystraße 8 10623 Berlin Telefon: 030 184321 – 0 Internet: www.base.bund.de Stand: April 2022 Verordnung über Sicherheitsanforderungen an die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle (Endlagersicherheitsanforderungsverordnung – EndlSiAnfV) Specific Safety Guide SSG-23 der IAEA, “The Safety Case and Safety Assessment for the Disposal of Radioactive Waste” Glossar zu Fachbegriffen rund um die Thematik der Endlagersuche

Wissenschaftliche Kenntnisse zum Treibstoffschnellablass: Datenauswertung und numerische Berechnungen

In Notsituationen kann es vorkommen, dass Flugzeuge zur Gewichtsreduktion vor der Landung Treibstoff ablassen müssen. Im Rahmen der vorliegenden Studie (Band I) wurden Daten zu Treibstoffschnellablässen zusammengestellt und ausgewertet. Wie sich der abgelassene Treibstoff in der ⁠ Atmosphäre ⁠ verteilt und welche Anteile den Boden erreichen, wurde für besonders ungünstige Szenarien modelliert. Aufbauend darauf erfolgte eine Bewertung der Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt (Boden, Wasser, Luft). Daraus werden in der Studie Empfehlungen für den zukünftigen Umgang mit Treibstoffschnellablässen abgeleitet. Juristische Aspekte werden in einem separaten Band II (siehe unten) behandelt. Veröffentlicht in Texte | 228/2020.

Wissenschaftliche Erkenntnisse zum Treibstoffschnellablass: Rechtliche Bewertung von Treibstoffschnellablässen im Flugverkehr

In Notsituationen kann es vorkommen, dass Flugzeuge zur Gewichtsreduktion vor der Landung Treibstoff ablassen müssen. Das vorliegende Gutachten (Band II) gibt zunächst einen Überblick über die aktuelle Rechtslage im Hinblick auf den Treibstoffschnellablass. Die gefahrenabwehrrechtlichen, produktzulassungsrechtlichen, planungsrechtlichen und umweltrechtlichen Rechtsgrundlagen im Zusammenhang mit Treibstoffschnellablässen werden dargestellt. Letztlich werden juristische Handlungsoptionen zur Vermeidung und Verringerung möglicher negativer Umweltwirkungen des Treibstoffschnellablasses betrachtet. Weitere Aspekte zur Datenauswertung und numerischen Berechnung werden in Band I (siehe unten) behandelt. Veröffentlicht in Texte | 229/2020.

Wissenschaftliche Erkenntnisse zum Treibstoffschnellablass: Datenauswertung und numerische Berechnungen

Ein Treibstoffschnellablass (TSA) ist eine Notfallmaßnahme im Flugverkehr zur Gewährleistung der sicheren Landung. In der vorliegenden Studie wurden zunächst der aktuelle Sach- und Kenntnisstand bei TSA sowie Zahlen und Fakten zusammengestellt. Basierend auf den Daten sowie durchgeführten Modellberechnungen wurden daraufhin die Auswirkungen von TSA auf die Umweltkompartimente bodennahe Luft, (Grund-) Wasser und Boden sowie auf die menschliche Gesundheit untersucht. Beim TSA wird das Kerosin über Hochleistungsdüsen in großer Höhe zu einem feinen Tröpfchen-Nebel verteilt. Während des Absinkens der Tröpfchen in der Atmosphäre bis zum Erdboden finden komplexe Verdunstungs- und Verlagerungsprozesse statt. Durch die Verdunstung ändert sich die chemische Zusammensetzung der Tröpfchen. Das verbliebene Gemisch wird im Folgenden als Präzipitat bezeichnet. Die Prozesse, welche nach dem TSA ablaufen, wurden in Modellberechnungen für 4 definierte Szenarien unter möglichst ungünstigen Annahmen nachberechnet. Gemäß den Modellberechnungen treffen bei einer Lufttemperatur am Erdboden von 20 ˚C ca. 4 % des Präzipitats mit einer maximalen Konzentration von 0,006 g/m2 auf der Erdoberfläche auf. Analog können bei einer Lufttemperatur von -10 ˚C am Erdboden 59 % des Präzipitats mit einer maximalen Konzentration von ca. 0,16 g/m2 den Erdboden erreichen. Die Risiken von TSA für die Umweltkompartimente Boden und Grundwasser können als geringfügig, bzw. vernachlässigbar gewertet werden. Für die Umweltkompartimente bodennahe Luft und Wasser sowie in Bezug auf die menschliche Gesundheit sind die möglichen Risiken eines TSA mit dem derzeitigen Wissenstand noch nicht in allen Details abschließend bewertbar. Maßgeblich hierfür ist, dass die Präzipitat-Inhaltsstoffe kaum in Regelwerken Einzug gefunden haben (mittelflüchtige Kohlenwasserstoffe). Um diese Risiken zu mindern wurden Handlungsempfehlungen zum TSA vorgeschlagen und weitere Untersuchungen empfohlen. Quelle: Forschungsbericht

Wissenschaftliche Erkenntnisse zum Treibstoffschnellablass: rechtliche Bewertung von Treibstoffschnellablässen im Flugverkehr

Der Treibstoffschnellablass entspricht einer Notfallmaßnahme im Flugverkehr zur Gewährleistung der sicheren Landung. Die Untersuchung der Auswirkung von Treibstoffschnellablässen auf die Umweltmedien sowie auf die menschliche Gesundheit wurde im Band I zu diesem Forschungsvorhaben herausgearbeitet und zusammengefasst [siehe Wissenschaftliche Erkenntnisse zum TSA, Treibstoffschnellablass, Band I: Datenauswertung und numerische Berechnungen, Hiester et al. April2020]. Im Rahmen der Projektbearbeitung hat sich die Notwendigkeit einer ergänzenden fachjuristischen Bearbeitung der bestehenden internationalen, supranationalen und nationalen rechtlichen Situation abgezeichnet. Diese ist Gegenstand des vorliegenden Rechtsgutachtens. Nach den Standards der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation und den in Deutschland geltenden Vorschriften der Europäischen Union hat der Luftfahrzeugkommandant aufgrund seiner nautischen Entscheidungsgewalt die alleinige Befugnis, über die Notwendigkeit einer Sicherheitslandung und damit über einen hierfür eventuell erforderlichen Treibstoffschnellablass (TSA) zu entscheiden. In einem solchen Fall ist es die Aufgabe der Flugsicherung, dem Luftfahrzeugkommandanten einen Luftraum zuzuweisen, in dem der TSA erfolgen kann. Um mögliche Umweltwirkungen des TSA nach Möglichkeit zu vermeiden oder zumindest zu verringern, wird vorgeschlagen, die Betriebsanweisung Flugverkehrsdienste - BA-FVD 665.2 um folgende Formulierung (unten kursiv) zu ergänzen: "665.2 Der Treibstoffschnellablass soll möglichst abseits großer Städte und in Lufträumen mit geringer Flugverkehrsdichte erfolgen. Die Flugsicherung hat zu diesem Zweck nach Möglichkeit alternierende Lufträume zuzuweisen." Quelle: Forschungsbericht

Küstenschutz: Höhere Investitionen sichern Inseln und Festland

Norden – Der Küstenschutz bleibt eine der wichtigsten Kernaufgaben der Niedersächsischen Umweltpolitik: Für 106 Projekte wurden im vergangenen Jahr 64,7 Millionen Euro an Landes- und Bundesmitteln bereitgestellt, wovon 45,2 Millionen in Vorhaben der Deichverbände flossen, 19,5 Millionen standen für landeseigene Maßnahmen – überwiegend auf den Inseln – zur Verfügung. Gefördert wurden vor allem Deicherhöhungen und -verstärkungen aber auch die Grundinstandsetzung und der Neubau von Sielbauwerken und Deckwerken. „Wir stehen zu unserer Verantwortung für die Daueraufgabe Küstenschutz und werden 2018 mindestens wieder 61,6 Millionen Euro für vordringliche Maßnahmen bereitstellen. Nach jetzigem Stand profitieren davon 122 Vorhaben. Auch die Sturmfluten in 2017 haben gezeigt, dass diese Investitionen notwendig sind, um das hohe Schutzniveau zu erhalten“, betonte der Niedersächsische Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz, Olaf Lies am Freitag in Norden. Während der Vorstellung des Jahresberichtes des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) erläuterte dessen Direktorin, Anne Rickmeyer, die Schwerpunkte des laufenden Jahres: „Zu den größeren Vorhaben zählen der Neubau der Hadelner Kanalschleuse, der dieses Jahr beauftragt werden soll und sich über mehrere Jahre erstrecken wird, die Deichverstärkungen auf Wangerooge sowie der Abschluss der Strandaufspülungen auf Langeoog“. Auf den Inseln Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge wurden 2017 insgesamt ca. 800.000 Kubikmeter Sand als Küstenschutzmaßnahmen aufgespült. Davon entfielen allein auf Langeoog ca. 600.000 Kubikmeter. Die Bewertung der Strandverhältnisse durch den NLWKN nach dem Winterhalbjahr 2016/2017 hatte ergeben, dass die Sturmflutsicherheit im Winterhalbjahr 2017/18 ohne Strandaufspülungen durch Dünenabbrüche gefährdet sein könnte. Die genannten Strandabschnitte werden seit einigen Jahren nicht ausreichend mit Sand versorgt. Durch Sandaufspülungen, die natürliche Prozesse und Materialien nutzen, werden die Defizite wirkungsvoll und naturnah ausgeglichen, um die Funktionsfähigkeit der Schutzdünen zu gewährleisten. Dieses Konzept wird international als „Building with Nature“ bezeichnet“, erklärte Professor Frank Thorenz als Leiter der zuständigen Betriebsstelle Norden-Norderney. Der NLWKN arbeitet über einen intensiven fachlichen Austausch und gemeinsame Projekte im Rahmen des Interreg Vb Förderprogramms der Europäischen Union in diesen Fragestellungen eng mit den Küstenschutzbehörden der Nordseeanrainerstaaten wie den Niederlanden, Schleswig-Holstein und Dänemark zusammen. Um auch in Zeiten des Klimawandels ausreichend hohe Deiche zu haben, ist eine vorausschauende Berechnung der so genannten Bestickhöhen – auch unter veränderten Bedingungen – unerlässlich. Den größten Anteil an Wasserständen und Wellen bei einer Sturmflut hat der Sturm selbst. Um eine Vorhersagbarkeit zu ermöglichen, wurden in einem gemeinsamen Forschungsvorhaben von NLWKN und dem Deutschen Wetterdienst die stärksten Stürme der letzten fünfzig Jahre rekonstruiert. Die Ergebnisse können zur Modellierung zukünftiger Stürme genutzt werden. Auch das mögliche Zusammenfallen eines Sturmereignisses mit einer Springtide und die Auswirkungen eines intensivierten Sturmtiefs fließen in die Berechnungen ein. Darüber hinaus spielen Wellenauflauf, -höhe, - periode und -richtung für die Bemessung eine entscheidende Rolle. Um sie zu ermitteln, sind ebenfalls numerische Berechnungen des gesamten niedersächsischen Küstengebiets erforderlich. Die so ermittelte Wellenauflaufhöhe ergibt zusammen mit dem Bemessungswasserstand die sogenannte „Bestickhöhe“ zukünftiger Deiche - die Grundlage eines zukunftssicheren Küstenschutzes. Der Jahresbericht wird auf der Homepage des NLKWN veröffentlicht:

Mittlere jährliche potentielle Verdunstungshöhe als Gras-Referenzverdunstung (HAD)

Die nach Gleichung (1) berechneten potentiellen Verdunstungshöhen lassen sich mit dem numerischen Verfahren von MÜLLER-WESTERMEIER (1995) kartieren, das schon im Begleittext zu den Karten der Niederschlagshöhe ausführlich beschrieben ist. Unter Nutzung einer Höhendatei im 1 km2-Raster wurden zunächst die benötigten Eingangsgrößen, in diesem Falle die Monatswerte der relativen Sonnenscheindauer und der Lufttemperatur, auf das Raster interpoliert. Dabei gehen bei beiden Größen alle verfügbaren Stationen mit 30jährigen Meß- reihen ein. Aus Genauigkeitsgründen wird die relative Sonnenscheindauer bei Sonnenhöhen 15° für die Kartierung verwendet, um möglicherweise vorhandene Horizontabschirmungen an den Stationen zu eliminieren.

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