Am 27. Februar 2017 demonstrierten Greenpeace-Aktivisten an einer Bohrplattform des Ölkonzerns Statoil. Sie protestierten vor der auslaufende Plattform im Fjord bei Tromsö in Kajaks und Schlauchbooten. Die Plattform soll bis zum Sommer in die äußere Barentssee fahren und dort an einer der weltweit nördlichsten Stellen nach Öl bohren. Erstmals seit mehr als 20 Jahren hat Norwegens Regierung im Sommer 2016 ein vollkommen neues Gebiet der norwegischen Barentssee für die Ölausbeutung geöffnet. Dreizehn Konzerne, darunter auch Dea Norge, Tochterfirma der Dea Deutsche Erdöl AG, sowie Chevron und Lukoil, haben sich Bohrrechte gesichert. Norwegens größte Ölfirma Statoil hat bereits angekündigt, im Sommer 2017 mit den Bohrungen zu starten. Die von Statoil hierfür gecharterte Bohrplattform Songa Enabler überwinterte in dem Fjord in der Nähe von Tromsö.
Am 9. August 2014 gab der russische Präsident Wladimir Putin per Videokonferenz der Bohrinsel West Alpha in der Karasee grünes Licht für die nördlichste Bohrung Russlands (Uniwersitetskaja-1)in arktischen Gewässern. Die Ausbeutung erfolgt gemeinsam durch das russischen Staatsunternehmen Rosneft und dem größten US-Energiekonzern ExxonMobil.
Der russische Präsident Wladimir Putin kündigte am 18. April 2014 die erste Lieferung von Öl aus dem Arktischen Ozean nach Europa an. Der Tanker Mikhail Ulyanov wird das Öl von der Plattform Prirazlomnaya in der russischen Petschorasee laut Betreiber Gazprom nach Rotterdam transportieren. An der Bohrinsel Prirazlomnaya hatten im letzten Jahr die Besatzungsmitglieder des Greenpeace-Schiffes "Arctic Sunrise" gegen die Ölförderung in arktischen Gewässern protestiert. Der Fall der "Arctic 30" erregte anschließend weltweit Aufmerksamkeit, nachdem ein Einsatzkommando das Schiff gestürmt hatte und für die gesamte, dreißigköpfige Crew eine zweimonatige Untersuchungshaft in Russland angeordnet wurde.
Greenpeace Aktivisten aus 8 Ländern besetzten eine Bohrinsel von Statoil vor der norwegischen Küste um gegen Probebohrungen des Unternehmen zu protestieren. Die Umweltschutzorganisation will Bohrung in der Umgebung des Naturschutzgebiets Bäreninsel verhindern.
Das russische Unternehmen Gazprom gab am 20. Dezember 2013 bekannt, dass es das erste Öl über die Ölplattform Prirazlomnaya in der Petschorasee fördert.
Durch ein Leck in einer Ölpipeline flossen im Golf von Thailand am 27. Juli 2013 nach Medienberichten schätzungsweise 50 000 Liter Öl ins Meer. Das Leck entstand an einer Offshore-Plattform etwa 20 Kilometer vor der Küste von Rayong. Die Bohrinsel gehört PTT Global Chemicals, einem Tochterunternehmen der staatlichen Ölfirma PTT.
Am 18. September 2013 nahm Russlands Küstenwache zwei Greenpeace-Aktivisten während einer Protestaktion fest, weil diese die arktische Ölbohrplattform Prirazlomnaya des staatlichen Energie-Konzerns Gazprom geentert hatten. Die Aktivisten sind mit Schlauchbooten vom Greenpeace-Schiff "Arctic Sunrise" aufgebrochen und hatten sich an Seilen auf die Plattform in der Petschorasee gehangelt, teilte die Umweltorganisation Greenpeace mit.
Am 10. August 2011 ist an der von Shell betriebenen Ölplattform Gannet Alpha aus einer lecken Pipeline Öl in die Nordsee ausgetreten. Ein zweites Leck wurde am 16. August 2011 von einem Hubschrauber aus entdeckt. Die Plattform liegt rund 180 Kilometer vor der schottischen Küste bei Aberdeen. Nach 10 Tagen konnte des Ölaustritt gestoppt werden. Insgesamt sind etwa 218 Tonnen Schweröl ausgelaufen. Es war der schlimmste Ölunfall seit 10 Jahren.
Greenpeace-Aktivisten besetzten am 22. April 2011 vor Istanbul die Ölbohrinsel „Leiv Eiriksson“, die auf dem Weg von Istanbul in die grönländische Baffin-Bucht war.
Kumi Naidoo, der internationale Geschäftsführer von Greenpeace, wurde am 17. Juni 2011 auf der Ölplattform Leiv Eiriksson 120 Kilometer vor der grönländischen Küste verhaftet. Greenpeace-Aktivisten hatten in den letzten Wochen immer wieder die Offenlegung des Notfallplans von der Betreiberfirma Cairn Energy gefordert. 20 Greenpeace-Aktivisten, wurden in den letzten Tagen ebenfalls festgenommen, nachdem sie Ölbohrplattform betreten hatten. Kurz vor seiner Überfahrt zur Bohrinsel Leiv Eiriksson hatte der 45-jährige Geschäftsführer von Greenpeace International gesagt: "Für mich ist dies einer der entscheidender Kämpfe für unsere Umwelt unserer Zeit. Ölbohrungen in den arktischen Gewässern sind ernsthafte Bedrohungen für unser Klima, sodass Greenpeace keine andere Wahl hatte, als es weiter zu probieren."
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