Faunistische Erhebungen: Zusammensetzung der wichtigsten Tiergemeinschaften. Begonnen: Kleinsaeugerfauna einschliesslich Parasiten, Bipterenfauna im Boden, Fauna aufgelassener Weidenbestaende. Einfluss der Eindeichung auf die Entwicklung der Fauna ausserhalb und innerhalb des Deiches (aquatisch und terrestrischer Bereich). Begonnen: Fauna der frueher tideabhaengigen Graeben innerhalb des Deiches, insbesondere Oligochaeten, Chinnomiden. Nahrungsketten, Produktivitaet einzelner Bereiche, Regulationsfaehigkeit. Zusammenarbeit mit Botaniken geplant.
Die Gattung Aeolosoma wird hier zu den Oligochäten gestellt, obwohl sie z.B. bei ITIS zu den Polychäten gezählt wird; in WoRMS fehlt Aeolosoma
Das Ziel von Untersuchungen zum Biomonitoring besteht darin, über Stoffkonzentrationen in Organismen Hinweise auf die unterschiedliche bioverfügbare Belastung der Umwelt zu bekommen. Voraussetzung ist aber ein Verständnis der Akkumulationsstrategie und eine Kalibrierung entsprechender Organismen sowie ein adäquates experimentelles Design der Probenahme. In der vorliegenden Arbeit werden erste Ergebnisse üner Schwermetalle (Pb, Cd, Cu, Zn und Hg) in 8 ausgewählten Tierarten der Bodenfauna präsentiert. Berücksichtigt wurden Herzmuscheln (Cerastoderma edule), Miesmuscheln (Mytilus edulis), Tellmuschel (Macoma baltica) sowie die Polychaeten Nephtys hombergii / N. cirrosa, Arenicola marina, Nereis devisicolor und Scolelepis squamata. Das Material wurde teils in Dauerstationen des NLÖ-Forschungsstelle Küste im Watt bei Norderney gewonnen, teils an zusätzlichen Stationen am seeseitigen Strand der Insel. Die Eignung der Organismen wurde in orientierenden Experimenten zur Toxicokinetik der betrachteten Elemente getestet. Wegen beobachteter Tendenzen zur Nettoakkumulierung sind sowohl Herzmuscheln (C. edule) als auch Miesmuscheln, (M. edulis) zumindest mit Einschränkung, für ein Biomonitoring geeignet. Lediglich Zn muss für die Miesmuscheln als reguliert angesehen werden. Bei den Polychaeten deuten die Ergebnisse darauf hin, dass N hombergii / N. cirrosa und, mit Einschränkungen, A. marina hinsichtlich aller betrachteten Elemente für ein Biomonitoring geeignet sind. Aus dem Vergleich mit Literaturdaten ergeben sich keine Hinweise auf eine erhöhte Metallverfügbarkeit für unterschiedliche Untersuchungskollektive an den beiden Standorten Norderneys. Within the concept of biomonitoring, chemical concentration levels in organisms are regarded as indicators of the bioavailable fraction of substances in the environment. Knowledge of corresponding accumulation strategies, calibration of biomonitors and an adequate experimental design are important preconditions for this concept. In this paper we report preliminary results of heavy metals (Pb, Cd, Cu, Zn and Hg) in 8 selected macrobenthic species, including the Common Cockle (Cerastoderma edule), the Common Mussel (Mytilus edulis) and the Baltic Tellin (Macoma baltica) as well as the polychaetes Nephtys hombergii / N. cirrosa, Arenicola marina, Nereis devisicolor and Scolelepis squamata. Samples were partly taken from long-term stations of NLÖ-Forschungsstelle Küste in the Wadden Sea at Norderney, partly from additional stations at the exposed sandy beach of the island. First experiments on the metal toxicokinetics provide some indication on the suitability of the organisms tested for biomonitoring. The Common Cockle, C. edule, as well as the Common Mussel, M. edulis, may be used as biomonitiors, according to observed net accumulation for most elements tested. Only Zn seems to be regulated in mussels. Results for polychaetes indicate that collectives of N. hombergii / N. cirrosa and A. marina may be used as biomonitors for all elements tested, at least at first aproximation In comparision to literature data, metal availabilities in different collections from both localities of the island of Norderney seem to be not elevated.
In der vorliegenden Arbeit werden erste Ergebnisse über Schwermetalle (Pb, Cd, Cu und Zn) in 8 ausgewählten Tierarten der Bodenfauna (Cerastoderma edule, Mytilus edulis, Macoma balthica, Nephtys hombergii, Nephtys cirrosa, Arenicola marina, Nereis diversicolor und Scolelepis squamata) präsentiert. Das Ziel dieser Untersuchung zum Biomonitoring besteht darin, über Stoffkonzentrationen in Organismen Hinweise auf die unterschiedliche bioverfügbare Belastung der Umwelt zu bekommen. Das Material wurde teils im Watt bei Norderney, teils am seeseitigen Strand der Insel gewonnen. In this paper we report preliminary results of heavy metals (Pb, Cd, Cu and Zn) in 8 selected macrobenthic species (Cerastoderma edule, Mytilus edulis, Macoma balthica, Nephtys hombergii, Nephtys cirrosa, Arenicola marina, Nereis diversicolor und Scolelepis squamata). Within the concept of biomonitoring, chemical concentration levels in organisms are regarded as indicators of the bioavailable fraction of substances in the environment. Samples were partly taken in the wadden-sea of Norderney, partly at the exposed sandy beach of the island.
Arsen ist hauptsaechlich fuer die toxische Wirkung einiger Verbindungen bekannt Doch die Bioverfuegbarkeit und Toxizitaet von Arsen haengt von seiner chemischen Form ab. wobei die meisten anorganischen Verbindungen aeusserst toxisch, ihre organischen Umwandlungsprodukte weniger oder gar nicht toxisch sind. Letztere finden sich vor allem in marinen Organismen, wo sie als Endprodukte eines Detoxifizierungsprozesses angesehen werden. Dabei spielen Arsenozucker eine wichtige Rolle. Arsenozucker konnten aber bislang nur in marinen Algen und deren Konsumenten nachgewiesen werden. Eine Untersuchung der Antragstellerin bewies erstmalig das Vorhandensein von Arsenozuckern und zwei bislang unbekannten Arsenverbindungen im terrestrischen Bereich, naemlich in Steirischen Regenwuermern aus agrarisch genutzten, stark mit anorg. As belasteten Boeden. Die Umwandlung von toxischem Arsenat zu Arsenozuckern ist toxikologisch hoechst bedeutsam, erfordert aber noch weitere Untersuchungen, besonders in Hinblick auf den Ursprung solcher Verbindungen. Mit dem eingereichten Projekt 'As Metabolismus in terrestrischen Oligochaeten und marinen Polychaeten', koennten diese Transformationen genauer untersucht werden. Da marine Organismen meist weit hoehere As-Werte als terrestrische aufweisen, sollten die Untersuchungen an marinen Wuermern desselben Stammes die Erforschung des As-Metabolismus erheblich erleichtern. Die Ergebnisse mariner Polychaeten sollen dann mit terrestrischen Oligochaeten verglichen werden. Die geplanten Analysen von frei lebenden Oligochaeten und Polychaeten erstrecken sich von der natuerlichen Variabilitaet des As, seiner Verteilung im Organismus bis hin zur Spezifizierung der Arsenverbindungen mit besonderer Beruecksichtigung der Arsenozucker. Darueber hinaus soll die Aufnahme und Umwandlung von As unter definierten Bedingungen untersucht und eine Massenbilanz erstellt werden. Schliesslich soll die Rolle von Mikroorganismen im As-Metabolismus durchleuchtet werden.
Bei einer Vielzahl kunststoffgefuellter Tropfkoerper hat sich gezeigt, dass sie nur unzureichend nitrifizieren. Als Ursache kommen sowohl verfahrenstechnische als auch biologische Gruende in Frage. Bei mehreren Tropfkoerperanlagen wurde die Leistungsabnahme vor allem mit einem massiven Auftreten von Makroinvertebraten (Oligochaeten, Insektenlarven) in Verbindung gebracht. Es fehlen aber bisher wirkungsvolle Methoden zur Vermeidung und zur Bekaempfung dieser Arten. Ziele und Arbeitsprogramm: Als erster Schritt hin zu einer Problemloesung soll im Rahmen des beantragten Projektes eine Bestandsaufnahme durchgefuehrt werden. Geplant ist eine Umfrage unter den Tropfkoerperbetreibern in Deutschland, die Begehung ausgewaehlter Tropfkoerperanlagen sowie eine Literaturrecherche. Dadurch soll das Ausmass der Massenvermehrung von Wuermern, Tropfkoerperfliegen und Schnecken (Makroinvertebraten) dokumentiert und Zusammenhaenge zwischen dem Auftreten dieser Organismen und der Betriebstechnik der Klaeranlagen erarbeitet werden. Bisherige Erfahrungen deuten darauf hin, dass hinsichtlich der Makroinvertebratenproblematik kunststoffgefuellte Tropfkoerper staerker betroffen sind als Lavatropfkoerper. Durch die Erkundung soll geprueft werden, ob diese Annahme zutreffend ist. Die Ergebnisse der Untersuchungen sollen schliesslich auch als Grundlage fuer das Forschungsprojekt 'Nitrifikation von kommunalen Abwaessern in Tropfkoerpern mit Kunststoff-Fuellmaterial' dienen, dessen Ziel ua die Identifizierung von Mechanismen zur Kontrolle der Makroinvertebraten-Populationen ist.
1. Vorhabensziel: Im Rahmen der Weiterentwicklung bzw. Anwendung des Informationssystems Edaphobase werden in diesem Teilprojekt die folgenden Ziele bearbeitet: Verbesserung bzw. Neuerstellung von methodischen Standards zur Erhebung, Speicherung und Verarbeitung von Daten zur Bodenfauna, die Einbindung der funktionellen Diversität der Oligochaeta in Edaphobase sowie die Pflege der (vorhandenen bzw. neu einzupflegenden) biologischen, ökologischen und biogeographischen Daten zu den Oligochaeta (Lumbricidae, Enchytraeidae). Darüber hinaus wird durch eine informelle Vernetzung von deutschen wie internationalen Biodiversitätsinitiativen sichergestellt werden, dass die Weiterentwicklung von Edaphobase möglichst effizient verläuft. 2. Arbeitsplanung: Bei der ECT GmbH werden die folgenden Arbeitsschritte durchgeführt werden: a) Abdeckung der taxonomischen Kompetenz für die Oligochaetengruppen Lumbricidae und Enchytraeidae in enger Kooperation mit den Bearbeitern der Fallstudien; b) Erarbeitung von (internationalen) Standards zur Erhebung, Speicherung und Verarbeitung von Daten zur Bodenfauna und deren Umsetzung in den entsprechenden DIN- und ISO-Gremien; c) Einbindung der funktionellen Biodiversität in Edaphobase mittels den Eigenschaften (traits) ökologisch relevanter Arten sowie Abschätzung ihrer ökosystemaren Leistungen; d) Sicherstellung der Vernetzung mit Institutionen wie UBA, NeFO oder GSBI. Zudem wird die ECT das SMNG bei der Außendarstellung unterstützen.
Ausgangslage: Die Beurteilung von chemischen Stoffen hinsichtlich ihres Potentials zur Anreicherung in Organismen (Bioakkumulation) ist ein entscheidender Gesichtspunkt in den Zulassungsverfahren im Rahmen des Vollzugs der Stoffgesetze und der PBT-Einstufung (persistent, bioakkumulierend, toxisch). Derzeit be-ziehen sich die Kriterien, anhand derer das Bioakkumulationspotential einer Substanz bewertet wird, ausschließlich auf die Anreicherung in wasserlebenden Organismen, speziell Fischen. Seit der Veröffent-lichung der Testrichtlinie zur Bioakkumulation in landlebenden Regenwürmern (OECD TG 317) liegt grundsätzlich eine international akzeptierte Testmethode vor, um die Anreicherung von Schadstoffen auch in Bodenorganismen bewerten zu können. Allerdings ist ein direkter Abgleich der Ergebnisse einer Studie nach OECD 317 mit den Kriterien für ein nachgewiesenes Bioakkumulationspotential in Fischen prinzipiell nicht möglich. Das Vorhaben soll daher die Nutzbarkeit der Ergebnisse aus der OECD Richtlinie 317 für die Stoffbewertung verbessern. Zielstellung: Auf Grundlage der Auswertung von Ergebnissen aus Studien nach OECD Richtlinie TG 317 ('Bioaccumulation in Terrestrial Oligochaetes') wird ein geeigneter Schwellenwert (B-Kriterium) abgeleitet, oberhalb dessen für den jeweiligen getesteten Stoff ein hohes bzw. sehr hohes Bioakkumulationspotential angenommen werden kann. Vorgehen:Die Methode nach OECD TG 317 wird exemplarisch auf eine Auswahl von chemischen Substanzen angewendet, für die es günstigenfalls Hinweise, z.B. entsprechende Monitoringdaten, auf ein hohes Bioakku-mulationspotential für Bodenorganismen gibt. Je nach verfügbarer Analytik (stoffspezisch oder radioaktive Markierung) sollen 2-5 Substanzen getestet werden. Aus den gewonnenen Daten soll, ggf. unter Einbeziehung von Literaturdaten, ein Vorschlag für ein neues B-Kriterium für den Bereich Terrestrik erarbeitet werden.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 46 |
| Europa | 1 |
| Land | 3 |
| Weitere | 1 |
| Wissenschaft | 12 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 39 |
| Taxon | 1 |
| Text | 5 |
| unbekannt | 2 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 6 |
| Offen | 39 |
| Unbekannt | 2 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 45 |
| Englisch | 5 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 2 |
| Dokument | 4 |
| Keine | 35 |
| Webseite | 8 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 37 |
| Lebewesen und Lebensräume | 47 |
| Luft | 18 |
| Mensch und Umwelt | 46 |
| Wasser | 25 |
| Weitere | 46 |