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Bundespreis „Blauer Kompass“: Sechs prämierte Projekte im Porträt

<p> <p>Der von Hitze und Dürre geprägte Sommer 2026 hat gezeigt, wie wichtig wirksame Maßnahmen zur Anpassung an die Klimakrise sind. Wie engagiert und kreativ sich bereits zahlreiche Akteure in Deutschland mit der Klimaanpassung befassen, macht der Bundespreis „Blauer Kompass“ sichtbar. Im September 2026 wurden sechs herausragende Projekte unter 25 Nominierten ausgezeichnet.</p> </p><p>Der von Hitze und Dürre geprägte Sommer 2026 hat gezeigt, wie wichtig wirksame Maßnahmen zur Anpassung an die Klimakrise sind. Wie engagiert und kreativ sich bereits zahlreiche Akteure in Deutschland mit der Klimaanpassung befassen, macht der Bundespreis „Blauer Kompass“ sichtbar. Im September 2026 wurden sechs herausragende Projekte unter 25 Nominierten ausgezeichnet.</p><p> Teilnahmerekord zum zehnjährigen Jubiläum des Bundespreises <p>Seit zehn Jahren zeichnen das Bundesumweltministerium (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/bmukn">BMUKN</a>) und das Umweltbundesamt (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/uba">UBA</a>) vorbildhafte Projekte zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels mit dem Bundespreis „Blauer Kompass“ aus. Zum Jubiläum verzeichnete der Wettbewerb mit 488 Bewerbungen einen Teilnahmerekord. Die Preisverleihung am 17. September 2026 im Bundesumweltministerium bildete den Höhepunkt der bundesweiten <a href="https://zentrum-klimaanpassung.de/wdka26">Woche der Klimaanpassung</a>, mit der das Bundesumweltministerium und das Zentrum KlimaAnpassung (ZKA) unter dem Motto „Gemeinsam für Klimaanpassung“ mit Veranstaltungen in ganz Deutschland die Vielfalt und das große Engagement für die Vorsorge und den Umgang mit <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimafolgen">Klimafolgen</a> präsentierten.&nbsp;</p> <p>Der Bundespreis ebenso wie die Aktionswoche verfolgen das Ziel, gute Beispiele und Vorreiter*innen in der Klimaanpassung sichtbarer zu machen, sodass sich andere Akteure, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen, davon zur Nachahmung inspirieren lassen können. Die Bundespreise „Blauer Kompass“ 2026 wurden vergeben für ein Starkregenfrühalarmsystem, eine klimaresiliente landwirtschaftliche Anbaumethode, ein Qualifizierungsmodul für Hebammen zum Umgang mit Hitzebelastung, eine mutmachende interaktive Ausstellung für Kinder und Jugendliche sowie zwei Schulprojekte mit einer Baumpflanzaktion und einer Anlage zur Lebensmittelproduktion.&nbsp;</p> <p>Die mit einem Preisgeld von jeweils 25.000 Euro prämierten Gewinnerprojekte zeigen, wie verschiedene gesellschaftliche Akteure wie Kommunen, Unternehmen, Schulen, Bildungseinrichtungen und Vereine in Deutschland auf innovative und vorausschauende Weise mit den Folgen des Klimawandels umgehen und einen wichtigen Beitrag für mehr Klimaresilienz leisten. Damit haben sie die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/bundespreis-blauer-kompass-jury">Fachjury</a> überzeugt, die fünf Preisträger auswählte. Ein zusätzlicher „Community-Preis“ wurde in einem öffentlichen Online-Voting bestimmt. Der Wettbewerb wurde von co2online organisiert, die eingereichten Bewerbungen wurden vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) fachlich bewertet. Das BMUKN und das UBA hatten anschließend <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/klimafolgen-anpassung/kompetenzzentrum-kompass/wettbewerb-blauer-kompass#die-nominierten-fr-den-bundespreis-blauer-kompass-2026">25 Projekte für den Bundespreis nominiert</a>, die im Online-Voting und der Jurysitzung antraten.</p> Die Preisträger des „Blauen Kompass“ 2026&nbsp; Starkregenfrühalarmsystem – Risiken früh erkennen, Menschen wirksam schützen <p><strong>Landkreis Fulda, Hessen | Kategorie: Kommunen</strong></p> <p>Der Landkreis Fulda hat ein Frühalarmsystem entwickelt und eingeführt, das im gesamten Kreis vor <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/starkregen">Starkregen</a> warnt. Über 180 mit dem Internet verbundene Sensoren an Gewässern, Kanälen und öffentlichen Gebäuden erfassen Pegelstände und Niederschlagsmengen in Echtzeit. Mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz werden die Daten ausgewertet und mit Radardaten des Deutschen Wetterdienstes abgeglichen. Alle 23 Städte und Gemeinden des Landkreises sind an das System angebunden, das auch Bürger*innen per App, SMS oder Telefonanruf mit Vorwarnzeiten von bis zu 60 Minuten alarmiert. Bei einem Starkregenereignis im Mai 2024 konnte das Frühalarmsystem die örtlichen Feuerwehren erstmals „vor die Lage“ bringen – sie konnten ihre Einsätze also frühzeitig koordinieren. Weitere Landkreise in Hessen entwickeln inzwischen ähnliche Systeme.</p> <p><a href="https://www.umweltbundesamt.de/video/starkregenfruehalarmsystem-risiken-frueh-erkennen">Video: Starkregenfrühalarmsystem&nbsp;</a></p> Schwamm-Acker Gramzow: Systemische Bodenregeneration als Antwort auf Extremwetter&nbsp; <p><strong>Landwirtschaftsbetrieb Stefan Bernickel, Gramzow, Brandenburg | Kategorie: Private und kommunale Unternehmen</strong></p> <p>In der niederschlagsarmen Uckermark hat der Landwirt Stefan Bernickel seinen Familienbetrieb vollständig auf ein regeneratives Bewirtschaftungssystem umgestellt. Er verzichtet beim Ackerbau auf Pflug und Grubber, setzt das bodenschonende Strip-Till-Verfahren zum Säen ein und nutzt eine klimafitte Fruchtfolge mit Kichererbsen und Körnermais. All diese Maßnahmen befähigen den Boden, Wasser zu speichern, anstatt es abfließen zu lassen. Seit der Betrieb die Bewirtschaftung umgestellt hat, stieg die Regenwurm-Population im Boden von ein bis zwei auf 10 bis 20 Würmer pro Spatenaushub – ein messbarer Beleg für die verbesserte Infiltrationsleistung. Das Land Brandenburg hat den Betrieb im Sommer 2026 als offiziellen Konsultationsbetrieb für bodenschonende Bodenbearbeitung anerkannt. Er dient nun offiziell dem Wissenstransfer zwischen Landwirtschaftsbetrieben und bietet dazu regelmäßig fachlichen Austausch zur klimaresilienten Bewirtschaftung an.</p> <p><a href="https://www.umweltbundesamt.de/video/schwamm-acker-gramzow-systemische-bodenregeneration">Video: Schwamm-Acker Gramzow&nbsp;</a></p> Planetary Health und klimasensible Hebammenarbeit – Klimavorsorge und -anpassung im Gesundheitswesen&nbsp; <p><strong>Katholische Stiftungshochschule für angewandte Wissenschaften München, Bayern | Kategorie: Forschungs- und Bildungseinrichtungen</strong></p> <p>Die Katholische Stiftungshochschule München hat gemeinsam mit den Dualen Hochschulen Baden-Württemberg in Stuttgart und Heidenheim ein Hochschulmodul entwickelt und etabliert, das Hebammen gezielt auf die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels vorbereitet. Die Studierenden lernen, klimasensible Beratung anzubieten – etwa zu hitzegerechter Alltagsgestaltung in der Schwangerschaft oder zu Risiken für Neugeborene bei Extremwetterlagen. Damit werden besonders vulnerable Personengruppen adressiert. Außerdem wurde das Lehrbuch „Klimasensible Hebammenpraxis“ veröffentlicht. Das Modul soll mittelfristig in alle hebammenwissenschaftlichen Bachelorstudiengänge in Deutschland integriert werden.</p> <p><a href="https://www.umweltbundesamt.de/video/planetary-health-klimasensible-hebammenarbeit">Video: Planetary Health und klimasensible Hebammenarbeit&nbsp;</a></p> Die MutReiferei – Mut als Zukunftskompetenz für das Leben mit dem <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimawandel">Klimawandel</a>&nbsp; <p><strong>Förderverein NaturGut Ophoven e.V., Leverkusen, Nordrhein-Westfalen | Kategorie: Verbände, Vereine und Stiftungen</strong></p> <p>Die Hochwasserkatastrophe im Juli 2021 zerstörte weite Teile des Umweltbildungszentrums NaturGut Ophoven ebenso wie das Kinder- und Jugendmuseum EnergieStadt in Leverkusen. Aus diesem Schaden entstand ein Neuanfang: Auf dem Gelände einer ehemaligen Bananenreiferei betreibt der Förderverein NaturGut Ophoven seit August 2025 „Die MutReiferei“. Diese modulare Mitmach-Ausstellung adressiert die Klimaangst von Kindern und Jugendlichen. In acht Schiffscontainern auf rund 120 Quadratmetern trainieren sie Mut als Zukunftskompetenz – mit vier Zugängen unter den Titeln „KopfMut“, „OhrMut“, „HerzMut“ und „HandMut“. Bis März 2026 haben bereits 5.080 Personen, darunter 3.569 Kinder, die Ausstellung besucht. Das Konzept der Ausstellung wurde veröffentlicht.</p> <p><a href="https://www.umweltbundesamt.de/video/die-mutreiferei-mut-als-zukunftskompetenz-fuer-das">Video: Die MutReiferei&nbsp;</a></p> Campus Cultiva – Schule baut Lernort für klimaangepasste Lebensmittelproduktion mit Kombination aus Fischzucht und Pflanzenanbau&nbsp; <p><strong>Sankt Mauritius-Sekundarschule, Halle (Saale), Sachsen-Anhalt | Kategorie: Schulen</strong></p> <p>Die Sankt Mauritius-Sekundarschule in Halle (Saale) hat auf ihrem Schulgelände ein 22 Quadratmeter großes Gewächshaus mit integrierter Aquaponik-Anlage gebaut – ein geschlossenes System, in dem sich Fischzucht und Pflanzenanbau gegenseitig unterstützen. Dank Wasserkreislauf, Regenwassernutzung und Solarenergie arbeitet das System ressourcenschonend sowie weitgehend energieautark und unabhängig von synthetischen Düngern und Pestiziden. Das Projekt trägt zur Klimaanpassung bei, indem es eine ganzjährige, witterungsunabhängige Lebensmittelproduktion ermöglicht, die gegenüber Extremwetterereignissen wie Dürren oder Starkregen resilient ist. Schüler*innen der Klassen 5 bis 10 haben die Baugrube selbst ausgehoben, die Schalung errichtet und das Betonfundament gegossen. Das Gewächshaus dient als fächerübergreifender Lernort für nachhaltige Lebensmittelproduktion.</p> <p><a href="https://www.umweltbundesamt.de/video/campus-cultiva-schule-baut-lernort-fuer">Video: Campus Cultiva&nbsp;</a></p> OPG-Klimawald und Streuobstwiese&nbsp; <p><strong>Olof-Palme-Gesamtschule, Hiddenhausen, Nordrhein-Westfalen | Community-Preis (Online-Voting)</strong></p> <p>Mit einem selbst organisierten Sponsorenlauf sammelte die Olof-Palme-Gesamtschule (OPG) in Hiddenhausen rund 33.000 Euro – und legte damit eine Streuobstwiese und einen Klimawald mit über 5.000 Bäumen und Sträuchern am Rand des Schweichelner Waldes an. Die Grünflächen dienen nicht nur als CO2-Speicher, sondern halten bei Starkregen das Wasser am Hang zurück sollen so das angrenzende Wohngebiet besser vor Überflutung schützen. Gleichzeitig entstand ein lebendiger Lernort abseits des Schulgeländes: In mehreren Fächern – von Biologie über Hauswirtschaft bis hin zu Kunst – fließen die Ökosysteme Streuobstwiese und Wald direkt in den Unterricht ein. Eine Partnerschule in Schweden hat bereits Interesse bekundet, das Modell zu übernehmen.&nbsp;</p> <p>Mit 4.729 von insgesamt 24.795 gültigen Stimmen hat die Olof-Palme-Gesamtschule aus Hiddenhausen (Nordrhein-Westfalen) das Online-Voting um den Community-Preis gewonnen.</p> <p><a href="https://www.umweltbundesamt.de/video/opg-klimawald-streuobstwiese">Video: OPG-Klimawald und Streuobstwiese&nbsp;</a></p> Über den Wettbewerb „Blauer Kompass“&nbsp; <p>Der Bundespreis „Blauer Kompass“ wird alle zwei Jahre gemeinsam vom Bundesumweltministerium und dem Umweltbundesamt ausgelobt. Er zeichnet innovative, wirksame und nachhaltige Lösungen für die Vorsorge und die Anpassung an Klimafolgen in Deutschland aus. Erstmals konnten sich 2026 Schulen in einer eigenen Kategorie bewerben. Die eingegangenen Bewerbungen in dem von co2online organisierten Wettbewerb bewerteten Klimaanpassungsexperten*expertinnen aus dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung entlang der sechs&nbsp;<a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/klimafolgen-anpassung/werkzeuge-der-anpassung/tatenbank/kriterien-guter-praxis-der-anpassung#kriterien-guter-praxis-der-anpassung">Kriterien guter Praxis der Anpassung</a> des Umweltbundesamtes:</p> <ul> <li><strong>Wirksamkeit: </strong>Zeigt das Projekt Erfolg bzw. ist es erfolgversprechend hinsichtlich der Vorsorge und des Umgangs mit den Folgen des Klimawandels?</li> <li><strong>Robustheit: </strong>Kann das Projekt mit Unsicherheiten hinsichtlich der zukünftigen <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/klimaaenderung">Klimaänderung</a> umgehen? Wirkt sich das Projekt auch unter verschiedenen Klimaszenarien positiv aus?</li> <li><strong><a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/nachhaltigkeit">Nachhaltigkeit</a>:</strong> Trägt das Projekt zu einer dauerhaften umwelt-, sozial- und zukunftsgerechten Entwicklung der Gesellschaft bei?</li> <li><strong>Finanzielle Tragbarkeit:&nbsp;</strong>Weist das Projekt ein positives Kosten-Nutzen-Verhältnis auf?</li> <li><strong>Flexibilität: </strong>Kann das Projekt an veränderte Rahmenbedingungen angepasst, weiterentwickelt oder gegebenenfalls sogar rückgängig gemacht werden? Ist eine Modifizierung mit verhältnismäßig geringen Kosten möglich?</li> <li><strong><a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/positive-nebeneffekte">Positive Nebeneffekte</a>:&nbsp;</strong>Generiert das Projekt weitere positive Effekte neben seinem primären Zweck der Klimaanpassung und -vorsorge bezüglich Umwelt und Gesellschaft?</li> </ul> <p>Auf Basis dieser Bewertung hatten das BMUKN und das UBA insgesamt 25 Projekte für den Bundespreis nominiert – jeweils fünf Projekte in den fünf Kategorien a) Kommunen, b) private und kommunale Unternehmen, c) Forschungs- und Bildungseinrichtungen, d) Verbände, Vereine und Stiftungen sowie e) Schulen. Die Auswahl der Preisträger in den fünf Kategorien traf eine <a href="https://www.umweltbundesamt.de/bundespreis-blauer-kompass-jury">Jury</a> mit acht Expertinnen und Experten aus Politik, kommunalen Spitzenverbänden, Wirtschaft, Forschung, Kommunikation und Jugendbeteiligung. Zusätzlich wurde unter den 25 Nominierten ein Community-Preis vergeben, den die interessierte Öffentlichkeit in einem Online-Voting bestimmt hat.</p> <p>Mehr erfahren:</p> <ul> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/klimafolgen-anpassung/kompetenzzentrum-kompass/wettbewerb-blauer-kompass">Alle Informationen zum Bundespreis „Blauer Kompass</a>“</li> <li><a href="https://www.youtube.com/watch?v=bANmYTjn81I">Aufzeichnung der Preisverleihung</a></li> <li><a href="https://www.umweltbundesamt.de/video/bundespreis-blauer-kompass-2026-highlights-der">Highlights der Preisverleihung</a></li> <li><a href="https://www.youtube.com/watch?v=bANmYTjn81I&amp;list=PLGGn1YdKTkHE">Playlist der Preisträgervideos&nbsp;</a></li> </ul> <p><strong>Autoren*Autorinnen</strong>: Richard Harnisch (Institut für ökologische Wirtschaftsforschung), Christine Persitzky (co2online)</p> <p>&nbsp;</p> <p><em>Dieser Artikel wurde als Schwerpunktartikel im Newsletter&nbsp;⁠Klimafolgen⁠ und Anpassung Nr. 104 veröffentlicht.&nbsp;</em><a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/newsletter"><em><strong>Hier</strong></em></a><em>&nbsp;können Sie den Newsletter abonnieren.</em></p> </p><p> </p><p>Informationen für...</p>

Erweiterung des Kinder- und Jugendmuseums um das Ausstellungsthema Klimawandel/Klimaschutz

Zielsetzung: Als das Thema Klimawandel in den Medien ab 2005 immer präsenter wurde und mit dem Film von Al Gore 2007 'Eine unbequeme Wahrheit' in aller Munde war, begannen auch die Planungen des NaturGuts Ophoven, die bestehende Ausstellung umzubauen und ein neues Segment zum Thema Klimawandel einzufügen. Als primäre Zielgruppe sollten erneut Kinder von 7-12 Jahren angesprochen werden. Es war dem Förderverein hierbei wichtig, dass die Präsentation auch in 10 Jahren noch aktuell ist und nicht an Attraktivität verliert. Das Ausstellungsprojekt versteht sich als ein Beitrag des Fördervereins NaturGut Ophoven zu den Bemühungen des Landes NRW im Rahmen der UN-Dekade der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Das aktuelle Forschungsprojekt 'Wie wollen Kinder und Jugendliche das Klima schützen?' aus dem Jahr 2009 im Auftrag des WWF Deutschland hat gezeigt, dass Klimaschutz in der Alltagswirklichkeit von Kindern und Jugendlichen nur eine untergeordnete Rolle spielt. An diesem Punkt wollte die Ausstellung 'EnergieStadt unterwegs - Die Suche nach dem KlimaGlück' für diese Altersgruppe anknüpfen. Das neue Ausstellungsmodul wurde umgesetzt und eingerichtet und ist seit der Eröffnung am 15. März 2013 fester Bestandteil der Dauerausstellung. Bisher haben mehr als 2100 Schüler die neue Ausstellung besucht (Stand 31.7.2013). Im Ausstellungskonzept war es dem Förderverein NaturGut Ophoven besonders wichtig hervorzuheben, welche ganz konkreten Auswirkungen der Klimawandel in vielen Ländern unserer Erde bereits heute für die Menschen hat. Daher begegnen die Ausstellungsbesucher auf interaktive und spielerische Weise verschiedenen Kulturen, Schicksalen und Menschen unserer Erde. Auf diese Weise erreichen wir Sensibilität und Empathie für die (potenziellen) Opfer des globalen Klimawandels, denn dies halten wir für die treibende Kraft der Handlungs-Motivation. Die Besucher erwerben so Gestaltungskompetenz, sie motivieren sich und andere, gegen ein Fortschreiten des Klimawandels aktiv zu werden und entwickeln Vorschläge, wie Treibhausgase reduziert werden können. Sie lernen die Folgen des Klimawandels für den eigenen Wohnort kennen. Weiterhin erscheint uns die Ausstellungserweiterung als eine notwendige Aktualisierung, die eine Dauerausstellung nach mehr als 10 Jahren Dauerbetrieb leisten sollte.

Natur-Werk-Stadt - Einrichtung einer Umweltausstellung für Kinder, Eltern und Großeltern

Zielsetzung und Anlass des Vorhabens: Auf dem alten denkmalgeschützten Gut Ophoven betreibt der Förderverein zusammen mit der Stadt Leverkusen seit 1988 das NaturGut Ophoven. Seit Beginn der neunziger Jahre plante das NaturGut Ophoven das Zentrum mit einer handlungs- und erlebnisorientierten Ausstellung als ganzjährig nutzbares Angebot zu erweitern. Ziel dieser Ausstellung ist es, Kinder und Eltern zu informieren, ihnen neue Perspektiven zu eröffnen und sie nachhaltig und effizient zu einer Veränderung ihres Verhaltens anzuregen. Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden: Aufbauend auf den inhaltlichen und methodischen Vorarbeiten, die im Rahmen der Pilotausstellung vom NaturGut Ophoven geleistet wurden, arbeitet der Förderverein NaturGut Ophoven seit dem 1.7.1997 an dem inhaltlichen Konzept für das große Ausstellungsprojekt. Im Rahmen der Pilotausstellung wurde bereits eine umfangreiche Evaluation zum Thema 'Ökologische Wohnumfeldgestaltung' vorgenommen. Ergänzend wurde 1998 mit Schülern der Grund- und weiterführenden Schulen eine Evaluation zum Thema Energiesparen durchgeführt, um Klarheit darüber zu bekommen, welche Vorstellungen, Ideen und Vorerfahrungen unsere Zielgruppe zum Thema hat. Aufbauend auf die Evaluation und die Erkenntnisse moderner Ausstellungsdidaktik wurden der 'rote Faden' sowie die spezifischen Ausstellungsinhalte entwickelt. Jede Ausstellungsinstallation wurde dann auf ihre Sinnhaftigkeit hin mit der Zielgruppe diskutiert und entsprechend überarbeitet. Gleichfalls wurde das Gestaltungskonzept in enger Zusammenarbeit mit der Zielgruppe entwickelt. Im Anschluss daran wurde das Konzept in die Skizzenentwürfe, bzw. die architektonischen Baupläne eines Ausstellungsarchitekten übersetzt. Baubeginn der Umsetzung der Ausstellungseinheit zum Thema 'Energiesparen' war der 30.10. 1998. Am 18. Juni 2000 wurde dieser Themenabschnitt im Untergeschoss des nun baubiologisch sanierten Ausstellungsgebäudes als weltweites Projekt der EXPO 2000 eröffnet. Der zweite Teil zum Thema Mensch-Natur-Technik in der Stadt wurde am 27. Oktober 2002 eröffnet. Nun steht ganzjährig geöffnet den Besuchern eine Ausstellungsfläche von mehr als 1000 qm zur Verfügung. Fazit: Schulklassen, Kindergärten, Geburtstagsgruppen, Familien und Einzelbesucher nutzen seit der Eröffnung die Erlebnisausstellung. Die Idee bzw. das Konzept, Inhalte der Umweltbildung mit Hilfe moderner Ausstellungsgestaltung zu vermitteln wird erfolgreich von der angesprochenen Zielgruppe als neues Freizeitsegment in der Region angenommen. Im Rahmen der schulischen Bildung werden die Themenschwerpunkte der Ausstellung als inhaltliche Ausführung der Unterrichtsrichtlinien angenommen und als produktive Bereicherung verstanden. Aber auch an den Nachmittagen und an den Wochenenden stellt die EnergieStadt eine Institution dar, in der man gerne seine Freizeit verbringt, dort mit Freunden oder der Familie feiert. ...

Photovoltaik-Anlage NaturGut Ophoven

Zielsetzung und Anlass des Vorhabens: Ein wichtiges Segment der alternativen Energieerzeugung ist die Nutzung der Sonne. Um die Impulswirkung zur stärkeren Nutzung der Fotovoltaik zu erhöhen, wurde auf dem Hof des Umweltbildungszentrums NaturGut Ophoven in Leverkusen-Opladen eine große Motivations-Demonstrationsanlage für die Fotovoltaik-Nutzung aufgebaut. Eine der Schwierigkeiten bei der stärkeren Verbreitung der Fotovoltaikanlagen ist die optisch meist unattraktive Form des Solarpaneels und der in der Regel noch hohe Anschaffungspreis. Nur durch ein Gefühl der 'hohen Wertigkeit' oder der Anhebung der Fotovoltaik-Nutzung in den 'Lifestyle-Bereich' können größere Nutzergruppen neu gewonnen werden. Fazit: Der umfangreiche Ansatz, durch Kunstwerke und mit der Integration vieler Gruppen bei ihrer Erstellung für Solarenergie zu werben ist, wie die Medienechos und die positiven Rückmeldungen der Besucher des NaturGuts Ophoven beweisen, sehr erfolgversprechend. Wir sind der Ansicht das weiterhin von diesem Pilotprojekt positive Impulse für die Bildungsarbeit zur Nutzung regenerativer Energien ausstrahlen.

Eignung von Baggerseen als Erholungsgewaesser unter gleichzeitiger Einbeziehung als Rueckhaltespeicher im Vorflutsystem

Vorhandene und entstehende Baggerseen (ca. 25 ha) bei Ophoven in der Stadt Wassenberg, Kreis Heinsberg, werden nach einer Flurbereinigungsmassnahme als Rueckhaltespeicher in das Vorfluternetz einbezogen. Diese Gewaesser sind durch Mischwasser-Kanalabschlaege verschmutzt. Die Stadtentwicklungsplanung weist diesen Baggerseen regionale Erholungsfunktionen zu, auch als natuerliche Badeseen. Der entstandene Zielkonflikt ist zu beheben. Hygienische und bakteriologische Untersuchungen werden Grundlagen weiterer Entscheidungen und Massnahmen.

Entwicklungsplanung Erholungsort Ophoven

Entwicklung von 20 ha Baggerseeflaechen zu Erholungsschwerpunkten unter Beruecksichtigung von Zeitstufen im Abbau, mit Einbeziehung einer bisher passiven Dorfstruktur unter wirtschaftlichen, soziologischen, landesplanerischen Aspekten; Finanzierungsfragen.

GW-Messstelle Ophoven, GwMst. 3 (Emittentenmst./Anlagenüberw.)

Grundwassermessstellen dienen der Überwachung des Grundwassers. Dieser Datensatz enthält die Messdaten der Messstelle Ophoven, GwMst. 3 mit der ID 010306250 in Nordrhein-Westfalen. Horizont: Jüngere Hauptterrassen mit Lößauflagerung Wasserart: reines Grundwasser

GW-Messstelle Ophoven, GwMst. 2 (Emittentenmst./Anlagenüberw.)

Grundwassermessstellen dienen der Überwachung des Grundwassers. Dieser Datensatz enthält die Messdaten der Messstelle Ophoven, GwMst. 2 mit der ID 010306249 in Nordrhein-Westfalen. Horizont: Jüngere Hauptterrassen mit Lößauflagerung Wasserart: reines Grundwasser

GW-Messstelle Ophoven, GwMst. 1 (Betreibermessstellen)

Grundwassermessstellen dienen der Überwachung des Grundwassers. Dieser Datensatz enthält die Messdaten der Messstelle Ophoven, GwMst. 1 mit der ID 010306237 in Nordrhein-Westfalen. Horizont: Jüngere Hauptterrassen mit Lößauflagerung Wasserart: reines Grundwasser

Schachtbrunnen OPHOVEN

Grundwassermessstellen dienen der Überwachung des Grundwassers. Dieser Datensatz enthält die Messdaten der Messstelle OPHOVEN mit der ID 010201890 in Nordrhein-Westfalen. Horizont: Niederterrassen mit Lößauflagerung

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