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Fachgespräch Wirkmechanismen elektrischer, magnetischer und elektromagnetischer Felder auf biologische Systeme – Von der Molekulardynamik-Simulation bis zum Experiment

Fachgespräch Wirkmechanismen elektrischer, magnetischer und elektromagnetischer Felder auf biologische Systeme – Von der Molekulardynamik-Simulation bis zum Experiment Vom 23. bis 25. Mai 2022 fand in München ein vom BfS organisiertes internationales Fachgespräch zu Wirkmechanismen elektrischer und magnetischer Felder ( z.B. der Stromversorgung) und elektromagnetischer Felder ( z.B. des Mobilfunks) auf Zellen, Organe und andere biologische Systeme, statt. Internationale Expert*innen aus den Fachgebieten Dosimetrie , Biologie und theoretische Biophysik präsentierten den aktuellen Stand der Forschung im Bereich der Wechselwirkungen von elektrischen, magnetischen und elektromagnetischen Feldern mit Biosystemen. Ausgehend von großen Gewebestrukturen wie der Haut über einzelne Zellen bis hin zu Proteinen und Quanteneffekten wurden Wirkmechanismen dargestellt und interdisziplinär diskutiert. Die beobachteten Effektstärken, insbesondere von Magnetfeldern, sind sehr klein im Vergleich zu thermischen Effekten, die uns täglich umgeben. Es ist weitere Forschung notwendig, um die Wirkung von elektromagnetischen Feldern auf komplexe biologische Prozesse besser zu verstehen. Worum geht es? In den meisten Ländern der Welt ist die Bevölkerung mittlerweile nahezu ununterbrochen exponiert gegenüber vom Menschen verursachten elektromagnetischen Feldern. Nach wie vor wird erforscht, ob schwache Magnetfelder (unterhalb der Grenzwerte) biologische Effekte auslösen können, die möglicherweise von gesundheitlicher Relevanz sind. Ein erster Schritt zu einem Verständnis gesundheitlicher Wirkungen ist die Identifikation der physikalischen Wechselwirkungen von elektrischen, magnetischen und elektromagnetischen Feldern ( EMF ) mit Teilen des menschlichen oder tierischen Körpers. Diese können sehr unterschiedliche Größen haben: von Gewebestrukturen wie etwa der Haut über einzelne Zellen bis zu Proteinen und schließlich den Eigendrehimpulsen ( sog. Spins) von ungepaarten Elektronen in Molekülen (Radikale). Im Rahmen des Fachgesprächs diskutierten international anerkannte Expert*innen aus Dosimetrie , Biologie und theoretischer Biophysik den aktuellen Stand der Forschung und offene Fragestellungen. Wie ist die Ausgangssituation? Seit Jahrzehnten werden Studien initiiert, die einen Zusammenhang von schwachen magnetischen Feldern (unterhalb bestehender internationaler Grenzwertempfehlungen) und möglichen gesundheitsrelevanten Wirkungen untersuchen. Vereinzelt gibt es in epidemiologischen oder experimentellen Studien Hinweise darauf. Mechanismen zur Erklärung solcher Wirkungen sind bisher nicht nachgewiesen. Seit Jahren werden verschiedene biophysikalische Effekte erforscht. Einige davon stehen momentan im Fokus, weil es neue Erkenntnisse gibt. Dazu zählen unter anderem der Radikalpaar-Mechanismus (bei diesem ändern äußere Magnetfelder chemische Reaktionen, bei denen Moleküle mit ungepaarten Elektronen beteiligt sind), die Protein-Fehlfaltung (die Entwicklung von großen Molekülen in einen stabilen Zustand, der nicht dem natürlichen Zustand entspricht) oder die Reaktion neuronaler Netzwerke (in Netzwerken zusammenhängende Nervenzellen) auf äußere Felder. Welche Ziele verfolgte das Fachgespräch? Das Fachgespräch diente als Austausch zwischen Expert*innen aus Fachgebieten, die das volle Spektrum vom Molekül bis zum Menschen abdecken. Neben dem aktuellen Stand der Forschung waren die Identifikation offener Fragen und die interdisziplinäre Diskussion zentrale Anliegen des Fachgesprächs. Folgende Punkte fanden dabei besondere Beachtung: Was sind die derzeit am meisten diskutierten und nicht geklärten biophysikalischen Wirkmechanismen, die gesundheitsrelevant sein könnten? Welche theoretischen und experimentellen Methoden werden derzeit für deren Erforschung verwendet? Welche Rolle spielt das Rechnen mit Supercomputern in der Erforschung der Wirkmechanismen? An dem hybrid abgehaltenen Fachgespräch nahmen über 50 Expert*innen (davon 22 in Präsenz) aus sieben Ländern (Deutschland, Österreich, Frankreich, Großbritannien, Finnland, Italien und Japan) teil. Welche Ergebnisse lieferte das Fachgespräch? Aufgrund der sich auf verschiedenen Größenbereichen (Organe, einzelne Zellen, Proteine) abspielenden Effekte werden die Ergebnisse in drei Themenkomplexen zusammenfasst: Effekte auf atomarer oder subatomarer Ebene (Quanteneffekte), Wirkungen auf Proteinfaltung und Wirkungen auf Körpergewebe. Effekte auf atomarer oder subatomarer Ebene (Quanteneffekte) Den Radikalpaar-Mechanismus versteht die Forschung inzwischen relativ gut, verglichen mit anderen möglichen nicht-thermischen Wechselwirkungseffekten von Magnetfeldern und biologischen Systemen. Das liegt vor allem an Studien zum Orientierungssinn verschiedener Tierarten. Die in Radikalpaaren auftretenden Wechselbeziehungen (Fluktuationen) zwischen Spin-Systemen bewegen sich hin und her zwischen zwei charakteristischen Zuständen: dem Singlett-Zustand und dem Triplett-Zustand. Ein externes Magnetfeld , wie z.B. das Erdmagnetfeld, kann die auftretenden Fluktuationsraten und damit chemische Reaktionen beeinflussen, deren Endprodukte vom Spin-Zustand der beteiligten Radikale abhängen. In der Untersuchung des Radikalpaar-Mechanismus bieten kombinierte Quantenmechanik- und Molekulardynamik-Simulationen einen - im Experiment unzugänglichen - Einblick in die Abläufe der beteiligten Reaktionen, weshalb man vom "rechnergestützten Mikroskop" spricht. Bisher simulierte Systeme zeigen sehr kurze Radikal-Lebensdauern, welche die bei Zugvögeln beobachtete Empfindlichkeit gegenüber Magnetfeldern nicht vollständig erklären können. Die bei Tieren bekannten Radikalpaar-Reaktionen benötigen Licht und entsprechende Lichtrezeptoren, die der Mensch nicht besitzt. Bisher sind im Menschen somit keine chemischen Prozesse bekannt, bei denen der Radikalpaar-Mechanismus eine Rolle spielen könnte. Es wird allerdings weiter dazu geforscht. Wirkung auf Proteinfaltung Generell ist die Wirkung von schwachen EMF auf große Moleküle wie Eiweiße äußerst gering im Vergleich zur üblichen Molekülbewegung bei Raumtemperatur (Brownsche Molekularbewegung). Das Einbinden von Magnetfeldern in Simulationsstudien bedarf weiterer Forschung. Eine offene Frage ist, wie Magnetfelder molekulare Transportprozesse beeinflussen und ob Teile von Molekülen andere Moleküle binden können. Eine große Schwierigkeit stellt nach wie vor dar, dass Simulationen auf Atomebene nur kleinste Sekundenbruchteile berechnen können, aber biologische Prozesse Sekunden dauern. Wirkung auf Körpergewebe Um ermitteln zu können, wie groß EMF sind, die in biologischem Gewebe erzeugt werden, wird insbesondere bei niedrigen EMF -Frequenzen (unterhalb von 1 MHz ) auf computergestützte Verfahren zurückgegriffen. Dafür ist eine Verbesserung der Datenlage hinsichtlich der dielektrischen Eigenschaften von Geweben erforderlich. Mittels bildgebender Verfahren, wie z.B. der Magnetresonanztomographie, ist es möglich, sehr detaillierte Körpermodelle zu erstellen, mit denen z.B. Schwellenströme zur Erzeugung von Phosphenen (flackernde Lichterscheinungen am Blickfeldrand bei hohen Feldstärken) sehr realistisch simuliert werden können. Eine offene Frage besteht hinsichtlich der mikroskopischen Größenskala, bis zu der man noch von Leitfähigkeit und Permeabilität als makroskopischen Größen sprechen kann: Ist es das Mitochondrium (Kraftwerk der Zelle) oder doch die ganze Zelle? Stand: 19.02.2025

Wirkungen auf Zellen der Körperoberfläche bei Expositionen mit Zentimeter- und Millimeterwellen (5G Frequenzen)

Wirkungen auf Zellen der Körperoberfläche bei Expositionen mit Zentimeter- und Millimeterwellen (5G Frequenzen) Perspektivisch werden für 5G auch elektromagnetische Felder mit deutlich höheren Frequenzen über 20 GHz eingesetzt. Die biologischen Wirkungen der elektromagnetischen Felder in diesen Frequenzbereichen sind vergleichsweise weniger gut untersucht, weshalb hier noch Forschungsbedarf besteht. Mögliche Auswirkungen einer Exposition mit Zentimeter- und Millimeterwellen soll anhand einer experimentellen Studie an Zellen untersucht werden. Worum geht es? Zur Übertragung von Sprache und Daten nutzt die 5. Mobilfunkgeneration (5G) aktuell Frequenzen, die bereits bei bisherigen Mobilfunkgenerationen zum Einsatz kamen, die diesen benachbart sind oder die für vergleichbare Nutzungen vergeben sind. Die biologischen Auswirkungen dieser Frequenzbereiche auf den Menschen wurden unter anderem im Deutschen Mobilfunkforschungsprogramm sehr umfangreich untersucht. Perspektivisch werden für 5G auch elektromagnetische Felder mit deutlich höheren Frequenzen über 20 GHz eingesetzt. In diesem Frequenzbereich spricht man auch von Zentimeter- bzw. Millimeterwellen . Die biologischen Wirkungen der elektromagnetischen Felder in diesen Frequenzbereichen sind vergleichsweise weniger gut untersucht, weshalb hier noch Forschungsbedarf besteht. Wie ist die Ausgangssituation? Prinzipiell gilt: Je höher die Frequenz der elektromagnetischen Felder, desto geringer ist deren Eindringtiefe. Elektromagnetische Felder im Zentimeter- bzw. Millimeterwellenbereich weisen demzufolge nur eine sehr geringe Eindringtiefe in biologisches Gewebe auf. Wird der Mensch diesen Feldern ausgesetzt, wird die Energie der Felder also sehr nahe an der Körperoberfläche absorbiert. Aus diesem Grund betreffen mögliche biologische Auswirkungen einer Exposition mit diesen Feldern die Körperoberfläche, d.h. die Haut oder die Augen. Dagegen sind direkte Effekte auf Basis direkter Energieabsorption auf innere Organe nicht zu erwarten. Welche Ziele hat das Forschungsvorhaben des BfS ? Mögliche Auswirkungen einer Exposition mit Zentimeter- und Millimeterwellen soll anhand einer experimentellen Studie an Zellen untersucht werden. Aufgrund der geringen Eindringtiefe werden Effekte auf humane Hautzellen untersucht. Dabei werden die Zellen elektromagnetischen Feldern mit Frequenzen von 27 und 41 GHz ausgesetzt. Beide Frequenzbereiche sind perspektivisch für 5G vorgesehen. Welche Ergebnisse lieferte das Forschungsvorhaben? Es konnten keine Effekte der Exposition bei sowohl 27 GHz als auch 41 GHz beobachtet werden, die über reine Zufallsbefunde hinausgehen. Das Vorhaben lieferte somit keine Hinweise für negative Effekte einer Exposition mit 5G-Frequenzen auf menschliche Hautzellen, auch nicht bei sehr hohen Leistungsflussdichten. Das Vorhaben trug dazu bei, das Wissen zu den Wirkungen von Millimeterwellen auf Hautzellen weiter auszubauen und Unsicherheiten zu verringern. Stand: 20.09.2024

Langfristige Wirkungen

Langfristige Wirkungen UV - Strahlung kann Langzeitschäden, also später im Leben auftretende Schäden, an Augen und Haut hervorrufen. Langzeitschäden der Augen Bei den Augen ist in erster Linie die Augenlinse betroffen, die einen großen Anteil der in das Auge eindringenden UV - Strahlung aufnimmt. Übermäßige UV -Bestrahlung ist einer der auslösenden Faktoren für den "Grauen Star" ( Katarakt ). Ein bis zwei Prozent der UV-A-Strahlung kann bis zur Netzhaut vordringen. Studien geben Hinweise, dass in jungen Jahren (von Geburt bis etwa zum 30. Lebensjahr) sogar bis zu 10 Prozent der UV-A-Strahlung die Netzhaut erreichen könnten. Es konnte wissenschaftlich bisher nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass der geringe Anteil an UV-Strahlung, der die Retina erreicht, zu degenerativen Netzhauterkrankungen wie der altersabhängigen Makuladegeneration (Makula = Gelber Fleck = Ort des schärfsten Sehens) beiträgt. Langzeitschäden der Haut Bei der Haut kann übermäßige UV -Bestrahlung vorzeitige Hautalterung und im schlimmsten Fall Hautkrebs zur Folge haben. Zur Vorbeugung sollte man eine übermäßige UV-Belastung vermeiden. Zusätzlich hilft eine regelmäßige Hautkrebs-Früherkennung beim Hautarzt oder der Hautärztin, bereits bestehende Erkrankungen in einem frühen Stadium zu entdecken, wenn die Heilungschancen noch besser sind. Vorzeitige Hautalterung UV -A- Strahlung dringt tief in die Haut ein und verursacht dort unter anderem die Bildung sogenannter "freier Radikale", die wiederum eine Schädigung des Kollagens im Bindegewebe bewirken können. Gleichzeitig wird die Neubildung von Kollagen verhindert. In der Folge nimmt die Straffheit der Haut ab und elastische Fasern quellen auf, was zu einem Verlust der Dehnbarkeit der Haut führt. Es kommt zu dauerhaften Bindegewebsschädigungen und Faltenbildung. Ein Risikofaktor für vorzeitige Hautalterung sind unter anderem Sonnenbäder und Solariennutzung. Hautkrebs UV-Strahlung ist durch die Internationale Agentur für Krebsforschung (International Agency for Research on Cancer, IARC) in die höchste Risikogruppe 1 "krebserregend für den Menschen" eingestuft. UV-Strahlung ist Hauptursache für Hautkrebs. Hautkrebserkrankungen haben in der hellhäutigen Bevölkerung weltweit stärkere Zuwachsraten als alle anderen Krebserkrankungen. In Deutschland erkrankt jeder siebte Mann und jede neunte Frau bis zum Alter von 75 Jahren an Hautkrebs – Tendenz steigend: Allein in Deutschland verdoppelt sich die Neuerkrankungsrate (Inzidenz) alle 10 bis 15 Jahre. In Deutschland sterben derzeit jährlich über 4000 Menschen an Hautkrebserkrankungen, die auf UV-Strahlung zurückzuführen sind. Risikofaktoren für Hautkrebs sind unter anderem der Hauttyp, große angeborene oder klinisch atypische Muttermale, die Anzahl der Muttermale, Hautkrebserkrankungen in der Familie sowie die individuelle Lebens-UV-Belastung (Lebenszeitdosis) und Sonnenbrände. Man unterscheidet zwischen dem "hellen" und dem "schwarzen" Hautkrebs. Heller Hautkrebs Helle Hautkrebsarten sind unter anderem das Basalzellkarzinom sowie das Plattenepithelkarzinom und dessen Vorstufen, die aktinischen Keratosen. Betroffen sind vor allem ältere Menschen. Basalzellkarzinom Beim Basalzellkarzinom handelt es sich um einen langsam wachsenden Tumor, der nur sehr selten Metastasen (Tochtergeschwülste) bildet. Er tritt vorwiegend an Hautpartien wie Gesicht, Ohren und Kopfhaut auf, die der direkten UV - Strahlung ausgesetzt sind. Die Sterblichkeit ist sehr niedrig. Da der Tumor aber lokal Gewebe zerstört, stellt die Therapie häufig ein großes kosmetisches Problem dar. Plattenepithelkarzinom Das Plattenepithelkarzinom ist ein in das umliegende Gewebe hineinwuchernder ("invasiver"), lokal zerstörender Tumor, der ab einer bestimmten Größe auch Metastasen bilden und zum Tode führen kann. Er tritt ebenfalls an Hautpartien wie Gesicht, Handrücken und Unterarmen auf, die der UV-Strahlung ausgesetzt sind. Schwarzer Hautkrebs (malignes Melanom) Der schwarze Hautkrebs (malignes Melanom) betrifft alle Altersstufen und ist für die meisten Todesfälle unter allen Hautkrebsarten verantwortlich. Das Melanom ist ein unterschiedlich wachsender, in der Regel braun gefärbter Tumor, der häufig und in einem ziemlich frühen Stadium Metastasen bildet und an beliebigen Hautpartien auftreten kann. Bei Früherkennung ist der Tumor überwiegend heilbar, bei verzögerter Therapie oft tödlich. Für den "schwarzen Hautkrebs" (malignes Melanom) nimmt die Inzidenz stärker zu als für alle anderen Krebsarten – und immer mehr jüngere Menschen, vor allem Frauen, erkranken daran. Stand: 20.06.2024

Smartphones und Tablets

Von Kauf bis Entsorgung: Smartphones und Tablets nachhaltig nutzen Wie Sie mit Handy und Tablet umweltbewusst umgehen Nutzen Sie Ihr Smartphone oder Tablet möglichst lange. Kaufen Sie ein Smartphone oder Tablet, dessen Akku Sie selbst austauschen können. Kaufen Sie Geräte mit geringer elektromagnetischer Strahlung (SAR-Wert kleiner 0,6 W/kg). Verlängern Sie die Lebensdauer von Akkus durch "richtige" Behandlung. Entsorgen Sie Ihre Altgeräte sachgerecht bei der kommunalen Sammelstelle oder über einen zur Rücknahme verpflichteten Händler. Gewusst wie Selbst bei intensiver Nutzung haben Smartphones und Tablets nur einen geringen Stromverbrauch. Die Haupt-Umweltauswirkungen der Geräte entstehen durch die Produktion und den Energieverbrauch für die Infrastruktur, die zur Datenübertragung benötigt wird. Zudem enthalten sie eine Vielzahl von Rohstoffen, deren Abbau die Umwelt belastet. Oft können sie nur zu unzureichenden Anteilen recycelt werden. Lange Lebensdauer: Die Umweltbelastungen durch Smartphones und Tablets können Sie vor allem dadurch reduzieren, dass Sie die Geräte möglichst lange nutzen. Auch wenn es hier keine einfachen Regeln für Verbraucher und Verbraucherinnen gibt, können Sie schon beim Kauf darauf achten. Insbesondere sollten Sie den Akku selbständig und ohne Spezialwerkzeug auswechseln können. Lässt sich der Akku nicht entnehmen, sollten Sie fragen, was es kostet, wenn ein fest verbauter Akku durch einen Service getauscht wird. Die Internetseite iFixit bewertet laufend, wie gut aktuelle Smartphones und Tablets reparierbar sind und wie leicht man den Akku austauschen kann. Auch die Stiftung Warentest untersucht regelmäßig, wie gut aktuelle Smartphones und Tablets reparierbar sind. Die Reparatur kann sehr aufwendig und teuer werden, wenn der Akku keine oder keine ausreichende Leistung mehr liefert. Wenn Sie eine zusätzliche Speicherkarte einsetzen können, haben Sie immer genug Platz für Musik, Fotos und App-Daten. Auch eine integrierte Ladestandsanzeige ist sinnvoll, die den aktuellen Stand der Batterieladung während der Nutzung und während des Ladevorgangs optisch sichtbar macht. Akkuschonend: Eine Einstellung im Betriebssystem des Smartphones oder Tablets, die den Ladevorgang automatisch stoppt, bevor der Akku ganz voll ist. Smartphones möglichst lange nutzen Quelle: Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum Elektrogeräte länger nutzen Quelle: Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum Produkte lange nutzen ist ein #BigPoint in Sachen Klimaschutz Quelle: Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum Smartphones möglichst lange nutzen Elektrogeräte länger nutzen Produkte lange nutzen ist ein #BigPoint in Sachen Klimaschutz Updates : Sie sollten das Betriebssystem Ihres Tablets oder Smartphones regelmäßig aktualisieren, um Sicherheitslücken zu schließen (Sicherheits-Updates). Erkundigen Sie sich vor dem Gerätekauf, wie lange der Hersteller diese Updates garantiert und orientieren Sie sich an den Anforderungen des Blauen Engels für Mobiltelefone , der Updates für mindestens vier Jahre verlangt - und je länger, desto besser! Aber auch ein Smartphone oder Tablet, das der Hersteller nicht mehr mit Sicherheits- oder gar Funktionsupdates versorgt, ist nicht unbedingt reif fürs Recycling, sondern kann oft mit freien Android-Versionen noch lange seinen Dienst tun. Geringe elektromagnetische Strahlung: Ein wichtiger ⁠ Indikator ⁠ für die gesundheitlichen Wirkungen der Funkwellen bei Handys ist die spezifische Absorptionsrate, der SAR-Wert. Er wird ausgedrückt in Watt pro Kilogramm biologisches Gewebe und wird grundsätzlich bei maximaler Leistung des Handys nach einem standardisierten Verfahren gemessen. Moderne Handys und Smartphones haben gegenüber älteren Modellen einen Vorteil. Sie senden oft im UMTS- oder LTE-Standard, der beim Verbindungsaufbau strahlungsärmer ist als der ältere GSM-Standard. Das Umweltzeichen Blauer Engel fordert für Mobiltelefone einen SAR-Wert kleiner 0,6 W/kg, um vorbeugend die Strahlenexpositionen gering zu halten. Akkus pfleglich behandeln: Sie können die Lebensdauer der Lithium-Ionen-Akkus ihres Smartphones oder Tablets verlängern, indem Sie Akkus fachgerecht lagern und zum richtigen Zeitpunkt wieder aufladen. Übermäßige Erwärmung des Akkus lässt ihn schneller altern (z.B. Aufbewahrung im Auto bei Hitze oder bei Sonneneinstrahlung auf der Fensterbank). Wir empfehlen deshalb auch, den Akku möglichst im ausgeschalteten Zustand zu laden. Eine Aufbewahrung bei extremer Kälte sollte ebenfalls vermieden werden. Der Memory-Effekt tritt bei Lithium-Ionen-Akkus nicht auf. Ganz im Gegenteil: Wenn Sie nicht warten, bis Ihr Akku vollständig leer ist (0 %), sondern ihn immer bereits vorher wieder aufladen, verlängert das die Lebensdauer Ihres Lithium-Ionen-Akkus. Ideal ist es zudem, den Ladevorgang immer schon dann zu unterbrechen, wenn der Akku etwa 70 % seiner Kapazität erreicht hat. Manche Geräte bieten im Betriebssystem eine Einstellung an, bei der das Laden automatisch bei beispielsweise 70 % beendet wird. Wenn Sie ein Smartphone oder Tablet nicht mehr benutzen, es aber noch nicht verkaufen oder verschenken möchten, dann laden Sie den Akku etwa halb auf und schalten Sie das Gerät aus, bevor Sie es in die Schublade legen. Die Akku-Ladung nimmt mit der Zeit von alleine ab, auch wenn das Gerät ausgeschaltet ist. Laden Sie deshalb den Akku spätestens nach sechs Monaten wieder nach, denn eine vollständige Entleerung schadet dem Akku. Das Gleiche gilt für Reserve-Akku und Powerbank. Hinweise zum sicheren und ressourcenschonenden Umgang mit Lithium-Ionen-Akkus finden Sie außerdem auf unserer Ratgeberseite zu Lithium-Ionen-Batterien . Regelungen der EU zum Ecodesign von Smartphones, Tablets & Co: Die EU wird eine Verordnung zur Festlegung von Ökodesign-Anforderungen erlassen. Sie wird voraussichtlich Ende 2023 in Kraft treten. Nach einer Übergangsfrist von weiteren voraussichtlich 21 Monaten werden dann konkrete Anforderungen an die Gestaltung von smarten und nicht-smarten Mobiltelefonen, Tablets und schnurlosen Telefonen gelten, die in der EU auf den Markt gebracht werden. Vorgesehen ist unter anderem, dass die Hersteller die Geräte länger als bisher mit Software-Updates versorgen müssen, dass die Akkus bestimmte Haltbarkeits-Anforderungen erfüllen und dass die Hersteller für gewisse Fristen die wichtigsten Ersatzteile bereit halten und innerhalb weniger Tage liefern müssen, zudem gibt es Mindest-Anforderungen an die Reparierbarkeit. Ein Energie-Effizienz-Label soll Verbraucher*innen informieren, wie robust und reparierbar das Smartphone oder Tablet und wie haltbar der Akku ist. Hier finden Sie den Text zur Ecodesign-Verordnung und hier den Text zur Vorordnung zum Energylabelling . Richtig entsorgen: Weitere Informationen zur richtigen Entsorgung Ihres Smartphones oder Tablets sowie anderer Elektroaltgeräte finden Sie in unserem ⁠UBA⁠-Umwelttipp "Alte Elektrogeräte richtig entsorgen" . Was Sie noch tun können: Viele Mobilfunkanbieter geben ihren Kundinnen und Kunden mit jedem neuen Vertrag ein neues Smartphone. Das muss nicht sein. Viele Anbieter gewähren einen niedrigeren Monatspreis, wenn Sie Ihr eigenes Gerät weiternutzen. Gebrauchte Smartphones und Tablets nutzen: Wenn es nicht das neuste Gerät sein muss, können Sie mit einem gebrauchten Gerät viel Geld sparen. Trennen Sie das Ladegerät nach Beendigung des Ladevorgangs vom Netz. So sparen Sie Strom. Kaufen Sie einen Ersatzakku erst, wenn Sie ihn tatsächlich benötigten. Denn ein Lithium-Akku verliert an speicherbarer Kapazität, auch wenn er nicht genutzt wird. Dieser Verlust wird als kalendarische Alterung bezeichnet. Auf der Internetseite iFixit finden Sie Reparatur-Anleitungen für viele Smartphones und Tablets. Hilfe beim Basteln finden Sie bei vielen Repair-Cafés. Prüfen Sie, ob Sie Ihr ausgemustertes Gerät verkaufen oder verschenken möchten. Das spart Rohstoffe und klimaschädliche Emissionen für die Herstellung eines neuen Gerätes. Dafür ist es wichtig, dass Sie als Nutzerinnen und Nutzer alle persönlichen Daten selbst und ohne zusätzliche, kostenpflichtige Software sicher entfernen können. Das hängt vom jeweiligen Modell und dem Betriebssystem ab. Wenn ein defektes Smartphone wirklich nicht mehr zu retten ist: Viele gemeinnützige Organisationen sammeln Handys und Smartphones in Zusammenarbeit mit Recyclingfirmen und Mobilfunkanbietern. Für jedes Gerät geht ein kleiner Betrag an einen guten Zweck. Die Geräte werden entweder verwertet oder getestet und weiterverkauft. Wenn Sie die Wahl haben, dann gehen Sie mit Smartphone und Tablet über WLAN ins Internet statt über Mobilfunk. Die Datenübertragung über Mobilfunk verbraucht mehr Energie als über einen stationären Anschluss. Weitere Informationen finden Sie bei unseren Tipps zum Surfen . Hintergrund Im gesamten Lebenszyklus eines Smartphones oder Tablets verursacht die Produktion die größten Umweltauswirkungen. Sie enthalten neben verschiedenen Schadstoffen auch zahlreiche wertvolle Edel- und Sondermetalle. Viele von ihnen haben eine strategische Bedeutung für wichtige Nachhaltigkeitstechniken (beispielsweise die Erzeugung erneuerbarer Energie durch Windkraftanlagen). Deshalb ist es wichtig, Smartphones und Tablets möglichst lange zu nutzen. Wenn defekte Geräte getrennt gesammelt werden, kann wenigstens ein Teil der Metalle zurückgewonnen werden. Leider werden auch bei gutem Recycling nicht alle Metalle vollständig zurückgewonnen. Auch deshalb ist es sinnvoll, die Geräte möglichst lange zu nutzen. Um eine umweltschonende Entsorgung zu gewährleisten, müssen die einzelnen Bauteile leicht zu trennen sein. Dies erhöht die Chance, viele Teile zu verwerten. Es ist daher wichtig, dass z. B. die Akkus leicht entnehmbar sind. Das verlängert auch die Lebensdauer der Geräte, denn die Akkus gehören oft zu den ersten Bauteilen, die versagen.

Expositionsanalyse, Expositionsbewertung und aktuelle Daten zur Exposition der allgemeinen Bevölkerung

Expositionsanalyse, Expositionsbewertung und aktuelle Daten zur Exposition der allgemeinen Bevölkerung Für die Bewertung möglicher gesundheitlicher Risiken durch niederfrequente elektrische und magnetische Felder ist es von entscheidender Bedeutung, die Exposition von Betroffenen sehr genau zu kennen. Folgende Fragen sind dabei unter anderem zu klären: Wie sehr ist die Bevölkerung niederfrequenten Feldern von Stromleitungen und anderen Quellen, wie z.B. elektrischen Haushaltsgeräten, ausgesetzt? Wie verteilen sich die Feldstärken im Körper auf die verschiedenen Gewebe und Organe, von denen man weiß, dass sie bei entsprechend hohen Feldstärken unterschiedlich reagieren? Worum geht es? Für die Bewertung möglicher gesundheitlicher Risiken durch niederfrequente elektrische und magnetische Felder ist es von entscheidender Bedeutung, die Exposition von Betroffenen sehr genau zu kennen. Wie sehr sind sie niederfrequenten Feldern von Stromleitungen und anderen Quellen, wie z.B. elektrischen Haushaltsgeräten, ausgesetzt? Wie verteilen sich die Feldstärken im Körper auf die verschiedenen Gewebe und Organe, von denen man weiß, dass sie bei entsprechend hohen Feldstärken unterschiedlich reagieren? Im Zentrum dieses Themenfelds stehen daher einerseits Fragen rund um Messverfahren für elektrische und magnetische Felder sowie um die alltägliche Exposition . Andererseits geht es um Verfahren, mit denen die Feldstärken im Inneren des Körpers, wo keine direkten Messungen möglich sind, besser als bisher bestimmt werden können. Wie ist die Ausgangssituation? Wird der Mensch niederfrequenten elektrischen oder magnetischen Feldern ausgesetzt, werden im Körper elektrische Felder und Ströme erzeugt. Wie die elektrischen Felder entstehen und sich im Körper verteilen, ist abhängig von den elektrischen und dielektrischen Eigenschaften des jeweiligen Körpergewebes. Diese Eigenschaften sind für die verschiedenen Gewebearten noch nicht ausreichend erforscht. Auch zum Auftreten von Funkenentladungen und Kontaktströmen, die vermehrt unter Hochspannungsleitungen auftreten, existieren nur wenige Studien. Des Weiteren ist die Erfassung der Stärke der elektrischen Felder um Hochspannungsfreileitungen (Gleichstrom und Wechselstrom) mit den derzeit gängigen Messmethoden und -geräten nur eingeschränkt oder nicht genau genug möglich. Welche Ziele haben die Forschungsvorhaben des BfS ? Die Forschungsvorhaben verfolgen eine Verbesserung der Datenlage hinsichtlich der Erzeugung elektrischer Felder und Ströme im Körper. Hierfür sollen vorhandene dosimetrische Modelle verbessert werden; des tatsächlichen Auftretens von Kontaktströmen und Funkenentladungen in der Nähe von Stromleitungen; der genaueren Messung der elektrischen Feldstärken, die von Hochspannungsleitungen ausgehen. Hierfür sollen neue Messmethoden und –geräte erprobt werden; der durchschnittlichen Exposition der deutschen Bevölkerung mit Magnetfeldern. Unter anderem sollen die Beiträge verschiedener Quellen zur Exposition ermittelt werden. Stand: 08.06.2023

Was sind elektromagnetische Felder?

Was sind elektromagnetische Felder? Elektrische und magnetische Felder beschreiben die räumliche Verteilung einer Kraftwirkung, die auf elektrische Ladungen und Ströme ausgeübt werden kann. Elektromagnetische Felder können künstlich erzeugt werden, kommen aber auch natürlich in der Umwelt vor. Sie gehören zur "nichtionisierenden Strahlung ". Bei statischen und niederfrequenten Feldern betrachtet man die elektrische und die magnetische Komponente getrennt voneinander. Bei hochfrequenten Feldern sind die beiden Komponenten eng miteinander gekoppelt, so dass man hier von elektromagnetischen Feldern spricht. Niederfrequente elektrische und magnetische Felder können elektrische Felder und Ströme im Körper erzeugen. Durch hochfrequente elektromagnetische Felder kann biologisches Gewebe erwärmt werden. Aufgabe des Strahlenschutzes ist es, dafür zu sorgen, dass die Stärke der Felder so gering ist, dass keine Gesundheitsschäden auftreten. Elektromagnetische Felder sind ein Teil des elektromagnetischen Spektrums. Dieses erstreckt sich über den gesamten Bereich von den statischen elektrischen und magnetischen Feldern über die optische Strahlung bis zur sehr energiereichen Gammastrahlung (siehe Abbildung). Den Teil des Spektrums zwischen den statischen elektrischen und magnetischen Feldern und der Infrarot- Strahlung bezeichnet man üblicherweise mit dem Oberbegriff "elektromagnetische Felder". Elektromagnetisches Spektrum Wann spricht man von Feldern, wann von Wellen oder Strahlung ? Statt des Begriffes "elektromagnetische Felder" werden auch die Begriffe "elektromagnetische Wellen" oder "elektromagnetische Strahlung " verwendet. Die verschiedenen Begriffe beschreiben unterschiedliche physikalische Eigenschaften: " Feld " beschreibt die räumliche Verteilung einer Kraftwirkung, die auf elektrische Ladungen und Ströme ausgeübt werden kann "Welle" beschreibt die Ausbreitung eines zeitlich veränderlichen Feldes im Raum. " Strahlung " beschreibt den Energietransport. Wie werden die elektromagnetischen Felder eingeteilt? Die elektromagnetischen Felder werden wie das gesamte elektromagnetische Spektrum anhand der physikalischen Eigenschaften in unterschiedliche Bereiche eingeteilt. Dies geschieht entweder anhand der Frequenz oder anhand der Wellenlänge . Die Frequenz hat die Maßeinheit Hertz ( Hz ; 1 Hz = 1 Schwingung pro Sekunde). Die Wellenlänge wird in Meter ( m ) angegeben. Frequenz und Wellenlänge sind über die Ausbreitungsgeschwindigkeit fest miteinander verbunden. Bei hohen Frequenzen sind die Wellenlängen klein, während niedrige Frequenzen mit großen Wellenlängen einhergehen. Elektromagnetische Felder Feld Frequenz Wellenlänge Statische elektrische und magnetische Felder 0 Hertz -- Niederfrequente elektrische und magnetische Felder oberhalb von 0 Hertz bis zu 100 Kilohertz ( kHz ) mehr als 300.000 Kilometer bis 3 Kilometer Hochfrequente elektromagnetische Felder 100 Kilohertz bis 300 Gigahertz ( GHz ) 3 Kilometer bis 1 Millimeter Oberhalb von 300 Gigahertz verwendet man üblicherweise den Begriff " Strahlung ". Der Begriff " Feld " ist für diesen Bereich des Spektrums nicht mehr gebräuchlich. Warum unterscheidet man zwischen statischen und niederfrequenten elektrischen und magnetischen Feldern und hochfrequenten elektromagnetischen Feldern? Bei den statischen und niederfrequenten Feldern betrachtet man die elektrische und die magnetische Komponente getrennt voneinander. Bei den hochfrequenten Feldern sind die beiden Komponenten eng miteinander gekoppelt, so dass man hier von elektromagnetischen Feldern spricht. Da die unterschiedlichen Bereiche der elektromagnetischen Felder unterschiedliche physikalische Eigenschaften haben, ist auch ihre Wirkung auf biologische Organismen verschieden. Wo findet man statische, niederfrequente und hochfrequente Felder? Ein statisches Magnetfeld natürlichen Ursprungs ist das Erdmagnetfeld. In der Atmosphäre zwischen Erde und Ionosphäre besteht ein permanentes elektrisches Feld : das Schönwetterfeld. Künstliche niederfrequente elektrische Felder bestehen an allen elektrischen Leitungen und Elektrogeräten, an denen eine Spannung anliegt. Niederfrequente magnetische Felder treten an allen elektrischen Geräten und Leitungen auf, in denen Wechselstrom fließt. Hochfrequente elektromagnetische Felder werden zum Beispiel beim Mobilfunk, für WLAN oder bei schnurlosen Telefonen verwendet. Wie wirken elektromagnetische Felder? Aufgrund ihrer unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften üben die verschiedenen Bereiche des elektromagnetischen Spektrums unterschiedliche Wirkungen auf biologische Organismen aus. Besonders bedeutsam ist dabei die Energie der einzelnen Photonen . Sie nimmt mit zunehmender Frequenz kontinuierlich zu. Elektromagnetische Felder gehören zur "nichtionisierenden Strahlung ". Die Photonen der nichtionisierenden Strahlung besitzen im Gegensatz zur ionisierenden Strahlung nicht genügend Energie, um Atome und Moleküle zu ionisieren, das heißt aus der Hülle Elektronen "herauszuschlagen" und damit positiv geladene Teilchen (Ionen) zu erzeugen. Dies bedeutet unter anderem, dass im Gegensatz zum Beispiel zur Röntgenstrahlung ihre Energie zu gering ist, um das Erbmaterial direkt zu schädigen und damit unmittelbar an der Entstehung von Krebs beteiligt zu sein. Elektromagnetische Felder können aber auf anderem Wege gesundheitliche Schäden auslösen: Niederfrequente elektrische und magnetische Felder können elektrische Felder und Ströme im Körper erzeugen. Durch hochfrequente elektromagnetische Felder kann biologisches Gewebe erwärmt werden. Aufgabe des Strahlenschutzes ist es, dafür zu sorgen, dass die Stärke der Felder so gering ist, dass keine Gesundheitsschäden auftreten. Stand: 06.09.2022

Smarte und strahlungsarme Geschenke

Smarte und strahlungsarme Geschenke BfS rät, beim Kauf von Handys auf SAR -Werte zu achten Ausgabejahr 2021 Datum 10.12.2021 Beliebte Geschenke Quelle: Anna/Stock.adobe.com Sie stehen auf der Wunschliste für Weihnachten bei vielen ganz oben: neue Smartphones. Das Bundesamt für Strahlenschutz ( BfS ) rät, bei der Kaufentscheidung nicht nur auf den technischen Leistungsumfang zu achten, sondern auch auf Angaben zum Strahlenschutz . Ein niedriger SAR -Wert gibt hier Orientierung. Das BfS hat dafür seine Übersicht von SAR -Werten gängiger Smartphone -Modelle im Internet aktualisiert. Das BfS führt diese SAR-Werte-Liste seit 2002. Sie umfasst aktuell rund 3.800 Einträge. "Insbesondere Eltern, die für ihre Kinder ein geeignetes Gerät kaufen möchten, können sich hier vorab informieren, ob Hersteller bei ihren Produkten auch Aspekte des Strahlenschutzes berücksichtigen" , sagt Inge Paulini, Präsidentin des Bundesamts für Strahlenschutz ( BfS ). BfS-Präsidentin Inge Paulini Nach dem derzeitigen wissenschaftlichen Kenntnisstand schützen die festgelegten Grenzwerte vor gesundheitlichen Auswirkungen. Das gilt auch für Kinder und Jugendliche. Mit einfachen Maßnahmen, über die das BfS auf seinen Internetseiten informiert, lässt sich die persönliche Strahlenbelastung bei der Mobilfunknutzung zusätzlich minimieren. Hier setzt auch die SAR -Werte-Liste an: "Eine Abfrage über die Suchfunktion lässt einen schnell wissen, ob ein Modell strahlungsarm ist oder nicht" , sagt Paulini. Grüne Symbole als Entscheidungshilfe Mobile Endgeräte nutzen für die Übertragung von Informationen hochfrequente elektromagnetische Felder. Beim Telefonieren wird ein Teil der Energie dieser Felder vom Körpergewebe aufgenommen und dabei lokal in Wärme umgewandelt. Etwa im Kopf, wenn ein Mobiltelefon zum Telefonieren ans Ohr gehalten wird. Um gesundheitlich relevante Wirkungen der elektromagnetischen Felder auszuschließen, soll die beim Betrieb auftretende Energieaufnahme im Körper festgelegte Höchstwerte nicht übersteigen. Als Maß dient die sogenannte Spezifische Absorptionsrate ( SAR ). Sie wird in Watt pro Kilogramm angegeben. Nach internationalen Richtlinien soll die spezifische Absorptionsrate auf maximal 2 Watt pro Kilogramm begrenzt werden. Alle im Handel befindlichen Modelle unterschreiten diesen SAR -Wert laut Herstellerangaben. Strenge Vorgaben für Umweltzeichen "Blauer Engel" Noch strengere Anforderungen muss ein Smartphone einhalten, wenn es das staatliche Umweltzeichen " Blauen Engel " trägt. Dann darf die spezifische Absorptionsrate des Geräts beim Telefonieren am Kopf nicht größer als 0,5 Watt pro Kilogramm sein. In der SAR -Werte-Liste des BfS sind solche Mobiltelefone mit einem grünen Symbol gekennzeichnet. Stand: 10.12.2021

Das Handy in der Hosentasche

Das Handy in der Hosentasche Textfassung des Videos " Das Handy in der Hosentasche " "Ja, ich kriege oft, also mein Bruder sagt mir oft, dass ich mein Handy nicht in der Hosentasche haben soll weil man dann irgendwie keine Kinder mehr bekommen hat – bekommen kann." "Es gibt keine Bedenken das Handy in der Hosentasche zu tragen. Dazu muss man wissen, dass das Handy nur dann strahlt, also abstrahlt, wenn man es aktiv nutzt, also wenn man telefoniert oder wenn man eben Daten an die Basisstation schickt, wenn man zum Beispiel viele Apps offen hat, die eben Kontakt mit der Basisstation aufnehmen." "Handys nutzen zur Datenübertragung hochfrequente elektromagnetische Felder. Dadurch kann es zu einer leichten Erwärmung des Körpergewebes kommen." "Es ist aber richtig, dass die Spermienentwicklung temperaturabhängig ist. Deswegen findet sie auch außerhalb des Körpers statt. Es ist aber so, dass bei Einhaltung der Grenzwerte, die bei der Handynutzung gewährleistet ist, der Temperaturanstieg minimal ist und es zu keiner Schädigung der Spermienentwicklung daher kommen kann." "Einige Studien legen eine schädliche Wirkung hochfrequenter elektromagnetischer Felder, wie sie beim Telefonieren mit dem Handy auftreten, auf die männliche Fruchtbarkeit nahe. Eine Bewertung dieser Studien zeigt aber, dass andere mögliche Einflüsse, wie zum Beispiel rauchen oder eine Mumpserkrankung in der Kindheit, die für die Schädigung der Spermien verantwortlich sein könnten, nicht berücksichtigt wurden." Stand: 27.11.2020

NTP-Mobilfunkstudie: Thermischer Stress Ursache für Tumoren?

NTP-Mobilfunkstudie: Thermischer Stress Ursache für Tumoren? BfS -Analysen der NTP -Daten zeigen starke Schwankungen der Körpertemperatur bei männlichen Ratten Thermischer Stress könnte sich nachteilig auf die Gesundheit von Labornagetieren auswirken. Neue Analysen des Bundesamts für Strahlenschutz ( BfS ) stützen die Einschätzung, dass die US -amerikanische NTP -Studie keinen Beleg für eine krebserzeugende Wirkung des Mobilfunks liefert, sofern die Grenzwerte eingehalten werden. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Behörde sehen Anhaltspunkte dafür, dass andauernde starke Körpertemperaturschwankungen für die erhöhten Tumorraten am Herzen männlicher Ratten verantwortlich sein könnten. Detaillierte BfS-Analyse Dies ergibt sich aus einer detaillierten Analyse von veröffentlichten Temperaturdaten einer Pilotstudie , die vor dem eigentlichen NTP -Hauptexperiment durchgeführt wurde. Die Analyse wurde als "Letter to the Editor" in der Fachzeitschrift "Bioelectromagnetics" veröffentlicht und durchlief dabei ein ausführliches Peer-Review-Verfahren. NTP-Studie In ihrem Ende 2018 veröffentlichten Abschlussbericht kommen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des National Toxicology Program (NTP) zu dem Schluss, dass es bei männlichen Ratten unter hohen Ganzkörperexpositionen klare Belege für einen Zusammenhang zwischen intensiver Mobilfunkstrahlung und der Entstehung von Tumoren am Herzen gebe. Bei weiblichen Ratten sowie bei Mäusen beider Geschlechter zeigten sich hingegen keine starken Veränderungen in den Tumorraten. Schwankungen der Körpertemperatur führen zu Beanspruchung der Thermoregulation Schon früh hatten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des BfS vermutet, dass thermischer Stress der Grund für die auffälligen Ergebnisse der NTP -Studie gewesen sein könnte. Thermischer Stress Wenn die Energie hochfrequenter elektromagnetischer Felder vom Körpergewebe aufgenommen wird, erfolgt unmittelbar eine Umwandlung in Wärmeenergie . Dabei ist die Menge der in einem bestimmten Zeitraum vom Körper aufgenommenen Energie ausschlaggebend dafür, ob der Organismus in der Lage ist, die zusätzlich erzeugte Wärme zu kompensieren, oder ob die Körpertemperatur ansteigt, weil die Temperaturregulationsmechanismen überlastet sind. Dann spricht man von thermischem Stress. Eigene Analysen anhand der öffentlich verfügbaren Daten der NTP -Studie bekräftigen nun diese These: Aus Sicht des BfS liefert die Studie Hinweise darauf, dass sich eine chronisch überbeanspruchte Thermoregulation nachteilig auf die Gesundheit von Labornagern auswirken könnte. Schwankungen der Körpertemperatur vom Körpergewicht der Tiere abhängig Demnach hat der spezielle zeitliche Ablauf der Exposition in der NTP -Studie zu Schwankungen der Körpertemperatur der Tiere geführt. So zeigten sich bei den exponierten Tieren zweimal täglich abwechselnde Phasen von überdurchschnittlichen und unterdurchschnittlichen Körpertemperaturen. Die Temperaturschwankungen sind dabei stark vom Körpergewicht der Tiere abhängig und bei erwachsenen männlichen Ratten besonders ausgeprägt. Leichtere weibliche Ratten oder Mäuse waren hingegen deutlich geringeren Körpertemperaturschwankungen ausgesetzt. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des BfS folgern daraus, dass diese Schwankungen zu einer dauerhaften Beanspruchung der Wärmeregulation geführt haben müssen. Das Herz als ein bei der Thermoregulation beteiligtes Organ scheint dabei besonders beansprucht worden zu sein. Dies liefert eine mögliche Erklärung dafür, weshalb insbesondere das Herz der schweren männlichen Ratten durch hohe Tumorraten auffällig wurde. Bei Einhaltung der Grenzwerte sind die in der NTP -Studie beobachteten Effekte nicht zu erwarten In der NTP -Hauptstudie fanden keine Kontrollmessungen der Körpertemperatur statt. Da die Tiere in der Hauptstudie aber höhere Körpergewichte erreichten als die Tiere der Pilotstudie , ist davon auszugehen, dass die Temperaturschwankungen die publizierten Werte noch weiter überstiegen. Hohe Ganzkörperexpositionen und thermische Effekte lassen sich nicht auf heutige Mobilfunknutzung übertragen Die BfS -Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler weisen darauf hin, dass sich die hohen Ganzkörperexpositionen und die damit verbundenen thermischen Effekte nicht auf die heutige Mobilfunknutzung übertragen lassen. Da Menschen durch Mobilfunk am gesamten Körper deutlich niedriger exponiert sind als dies bei den Versuchstieren der Fall war, können dadurch keine relevanten Körpertemperaturschwankungen ausgelöst werden. Die gültigen Grenzwerte für ortsfeste Mobilfunksendeanlagen haben einen großen Abstand zu den Werten, bei denen es zu messbaren Temperaturerhöhungen im Menschen kommt. Stand: 24.09.2020

Kein Zusammenhang zwischen Corona und 5G

Kein Zusammenhang zwischen Corona und 5G Es gibt keinen wissenschaftlichen Hinweis, dass Mobilfunkstrahlung eine Wirkung auf die Ausbreitung von Viren haben könnte. Das Bundesamt für Strahlenschutz ( BfS ) weist Berichte über einen Zusammenhang zwischen der Verbreitung des Corona-Virus und der neuen Mobilfunkgeneration 5G zurück. Es gibt keinen wissenschaftlichen Hinweis darauf, dass Mobilfunkstrahlung eine Wirkung auf die Ausbreitung von Viren haben könnte. Dies gilt auch für 5G . In den vergangenen Wochen waren mehrere Gerüchte im Umlauf, die sich auf das Corona-Virus und 5G bezogen. Dazu gehört unter anderem, Mobilfunkstrahlung fördere ganz allgemein die Verbreitung des Virus. An anderer Stelle wiederum tauchte die Information auf, 5G unterdrücke das Immunsystem. Bereits Ende Januar machten Spekulationen die Runde, 5G verursache Zellabbau, der die Auswirkungen eines Virus nachahme, und führe zu grippeähnlichen Symptomen. Keine Anhaltspunkte für Zusammenhang Mobilfunksendeanlage Aus wissenschaftlicher Sicht entbehren alle Spekulationen jeglicher Grundlage. Weder in der Biologie noch in der Physik gibt es entsprechende Anhaltspunkte: 5G verursacht weder Zellabbau noch grippeähnliche Symptome. Auch eine negative Wirkung von hochfrequenten elektromagnetischen Feldern – und damit auch Mobilfunkstrahlung – auf das Immunsystem ist bislang nicht wissenschaftlich nachgewiesen. Der bislang für den Mobilfunk genutzte Frequenzbereich ist inzwischen sehr gut erforscht. Das BfS hat mögliche gesundheitliche Risiken und grundsätzliche biologische Wirkungen und Mechanismen der beim Mobilfunk verwendeten hochfrequenten elektromagnetischen Felder im Deutschen Mobilfunkforschungsprogramm ( DMF ) und in darauffolgenden Studien untersucht. Die Ergebnisse des DMF sowie weiterer aktueller nationaler und internationaler Studien haben gesundheitsschädigende Wirkungen hochfrequenter elektromagnetischer Felder unterhalb der Grenzwerte nicht bestätigt. Erkenntnisse zu Mobilfunk auf 5G übertragbar Da 5G zunächst in Frequenzbändern eingesetzt wird, in denen bereits heute Mobilfunk betrieben wird, die für vergleichbare Nutzungen vergeben sind oder die solchen Frequenzbändern benachbart sind, sind die Erkenntnisse auf 5G übertragbar. Die einzige nachgewiesene Wirkung von hochfrequenten elektromagnetischen Feldern ist eine Erwärmung des Körpergewebes. Eine Erhöhung der Körperkerntemperatur um weniger als ein Grad gilt jedoch als gesundheitlich unproblematisch. Die geltenden Grenzwerte sorgen dafür, dass diese Erwärmung gering und damit unschädlich bleibt. Stand: 21.04.2020

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