Zur Ableitung von Schutzmassnahmen sind genaue Kenntnisse zur Dismigration und Raumnutzung der Dohlen notwendig. Entscheidend ist die mittlere und maximale Ansiedlungsentfernung vom Geburtsort.
Landwirtschafts- und Umweltministerin wildert Kiebitzküken bei Harthausen (Rhein-Pfalz-Kreis) aus „Das Kiebitzprojekt ist eines der erfolgreichsten Artenschutzprojekte in Rheinland-Pfalz. Das Aussterben der Art konnte verhindert, der dramatische Rückgang gestoppt und sogar eine leichte Zunahme der Gesamtpopulation erreicht werden. Und das alles im kooperativen Ansatz von Naturschutz, der lokalen Wirtschaft – beispielsweise der Firma Südzucker – Ortsgemeinden und nicht zuletzt landwirtschaftlichen Betrieben“, sagte die rheinland-pfälzische Landwirtschafts- und Umweltministerin Christine Schneider anlässlich der Auswilderung von Kiebitzküken – sogenannten Pullis. Das Projekt der Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie Rheinland-Pfalz (GNOR), gefördert über die Aktion Grün des Umweltministeriums, läuft seit 2019. Das Ergebnis: Seit 2023 nimmt der Bestand stabil zu. 2020 lag die Zahl der Brutpaare noch bei unter 100 Brutpaaren, aktuell bei knapp 200. „Dass wir die jungen Kiebitze heute fliegen lassen können, haben wir auch einem weiteren Baustein des Projekts zu verdanken“, ergänzte Schneider. „Seit 2024 gibt es eine eigene Brutstation, die durch die GNOR und den Zoo Landau gemeinsam aufgebaut wurde, mit allem was kleine Kiebitzküken brauchen und mit Menschen, die sich mit echter Hingabe um die Pullis gekümmert haben“, führte die Ministerin aus. 47 Tiere wurden 2024 ausgewildert, 2025 waren es 53 und etwa jedes vierte konnte ein Jahr später im Brutgebiet nachgewiesen werden. Der Schutz der Tiere ist aufwendig, da Kiebitze Bodenbrüter sind, sind sie mannigfaltigen Gefahren ausgesetzt. Je nach Sachlage werden in Absprache mit der Landwirtschaft Nestschutzkörbe auf die Gelege angebracht oder bei Extremsituationen auch die Gelege entnommen und in die Kunstbrutstation im Zoo Landau gebracht. Besonders die Erst-Gelege (Kiebitze versuchen meist zweimal im Jahr zu brüten) waren in den vergangenen Jahren durch Füchse und Waschbären und anderes Raubwild bedroht. Im Rahmen des Projektes wurden einzelne Gebiete deswegen prädationssicher eingezäunt und zum Teil auch beweidet. Beide Maßnahmen erwiesen sich als positiv für die Kiebitz-Brutpaare. „Dieser kooperative Ansatz des Kiebitzprojektes ist der Erfolgsgarant, der zumindest ein stückweit die Artenkrise in unserem Land bekämpft“, schloss Christine Schneider.
Hannover. Vögel waren seine persönliche und berufliche Leidenschaft: Dr. Markus Nipkow, seit 2012 Leiter der Staatlichen Vogelschutzwarte im Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), geht in den Ruhestand. Vögel waren seine persönliche und berufliche Leidenschaft: Dr. Markus Nipkow, seit 2012 Leiter der Staatlichen Vogelschutzwarte im Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), geht in den Ruhestand. „Der Naturschutz und die Bewahrung der Artenvielfalt dürfen niemals als überflüssiger Luxus betrachtet werden, den wir uns nicht mehr leisten können – wir setzen sonst eine lebenswerte Zukunft für unsere Kinder aufs Spiel“, so beschreibt der Ornithologe seine eigene Motivation und seinen Einsatz für die Vogelwelt. Sein Interesse an Vögeln entwickelte der gebürtige Bielefelder bereits, als er 1975 Mitglied wurde beim damaligen Deutschen Bund für Vogelschutz, heute NABU. In Tübingen und Freiburg studierte der 65-jährige Biologie und promovierte auch in Freiburg am Institut für Landespflege. In Niedersachsen startete der Vogelkundler seine berufliche Laufbahn 1994 als Seminarleiter bei der Naturschutzakademie in Schneverdingen. Im Anschluss war er von 2001 bis 2012 als Referent für Ornithologie und Vogelschutz im NABU Bundesverband tätig, erst in Bonn, dann in Berlin. Zurück in Niedersachsen übernahm der Vater einer Tochter und eines Sohnes im Mai 2012 die Leitung der Staatlichen Vogelschutzwarte im NLWKN. Die 1947 gegründete „Staatliche Vogelschutzwarte“ pflegt ein umfangreiches Netzwerk zum wissenschaftlich, behördlich und ehrenamtlich organisierten Vogelschutz. Diese entwickelte er in seiner Zeit kontinuierlich weiter - sowohl inhaltlich als auch personell. Aktuell kümmern sich 30 Mitarbeitende hauptamtlich um die Vogelwelt in Niedersachsen, davon die Hälfte in einem LIFE-Projekt zum Wiesenvogelschutz, einem der Aufgabenschwerpunkte. „Denn Niedersachsen trägt für Vogelarten der Feuchtwiesen, der Moore und der Agrarlandschaft eine besonders große Verantwortung“, betont Nipkow. Berthold Paterak, Leiter des Naturschutzes im NLWKN, dankte dem Chef-Vogelschützer im NLWKN für seinen langjährigen Einsatz: „Markus Nipkow hat sein umfangreiches Fachwissen auf zahlreichen Veranstaltungen weitergegeben. Als Teil der niedersächsischen Fachbehörde für Naturschutz standen er und sein Team sowohl dem Umweltministerium als auch den Unteren Naturschutzbehörden immer mit Sachverstand zur Seite. Oftmals ging es dabei um den Umgang mit Konflikten zwischen Betroffenen und den Erfordernissen des Artenschutzes, zum Beispiel bei den Kormoranen, Gänsen und Saatkrähen. Markus Nipkow gelang es stets, Kompromisse zu finden, die von allen Seiten Akzeptanz finden konnten. Dafür danke ich ihm. Ich wünsche ihm alles Gute im wohlverdienten Ruhestand“. Nipkow selbst blickt gespannt auf seinen neuen Lebensabschnitt, wünscht sich, ihn vielfältig nutzen zu können, draußen in der Natur und mit seiner Familie: „Die Freude an der Vogelbeobachtung wird immer dazugehören!“. Die Staatliche Vogelschutzwarte im NLWKN in Kürze Die Staatliche Vogelschutzwarte im NLWKN in Kürze In der Staatlichen Vogelschutzwarte laufen alle Fäden des landesweiten Vogelartenschutzes zusammen: Basierend auf dem Monitoring sämtlicher Brut- und Gastvogelarten zwischen Harz und Nordseeküste, das in enger Zusammenarbeit mit Haupt- wie auch mit Ehrenamtlichen umgesetzt wird, entwickeln die Mitarbeitenden in der Staatlichen Vogelschutzwarte Schutzkonzepte und begleiten zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung von Lebensräumen fachlich. Im Mittelpunkt der Aufgaben stehen die 71 EU-Vogelschutzgebiete in Niedersachsen, deren Kulisse als Hotspots der Artenvielfalt Niedersachsens gelten. Darüber hinaus werden die Rote Liste der gefährdeten Brutvögel Niedersachsens und Bremens erarbeitet und regelmäßig aktualisiert sowie Leitfäden für das Land erarbeitet und fachlich begleitet. Umfangreiches Fachwissen wird laufend auf zahlreichen Veranstaltungen weitergegeben.
Synthese sur les especes d'oiseaux nicheuses, migratrices et hivernantes liees au milieu lacustre (surtout Gaviidae, Podicipitidae, Phalacrocoracidae, Anatidae, Stercorariidae, Laridae, Sternidae). Comprenant: Historique sur l'evolution du peuplement en liaison avec celle de l'environnement. Etude des guides ecologiques en rapport avec les modes d'alimentation; des fluctuations des effectifs et de leur repartition; des rapports avec les regions voisines et d'autres lacs; de l'importance europeenne du Leman, etc. Le lac est considere dans son ensemble (Suisse et France). L'ouvrage est prevu pour un public averti et doit comporter des agrements litteraires (relations d'observations personnelles, etc.) et visuels (photos, dessins) en plus des cartes, graphiques et tableaux. Une bibliographie est prevue. (FRA)
Erfassung des Eiderentenbestandes im Niedersächsischen Wattenmeer im Frühjahr 2007. Im Niedersächsischen Wattenmeer werden seit 1986 zweimal pro Jahr die Eiderentenbestände während einer Tide vom Flugzeug aus erfasst. Es handelt sich dabei um die Mauser- (Juli/August) und Überwinterungsbestände (Januar/Februar). Die Zählungen finden in Abstimmung mit Schleswig-Holstein statt. Die Daten sind Bestandteil des Trilateral Monitoring and Assessment Program (TMAP). Monitoring of migratory birds (Eiders) in the Wadden Sea of Lower Saxony in spring 2007. The population of migratory birds (Eiders) in Lower Saxony's Wadden Sea is biyearly determined by aerial flight since 1986. Counts are carried out in July/August during the moult and in January/February and are coordinated with Schleswig-Holstein. The data are part of the trilateral monitoring and assessment program (TMAP).
Presseanfrage um Fördergelder für das Beweidungsprojekt mit Exmoorponys der Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie Rheinland-Pfalz e. V. (GNOR) in Oberdiebach (Halboffene Weidelandschaft Oberdiebach).
Die kürzeste Route zwischen Brutgebiet und Überwinterungsquartier liegt auf einem Großkreis und sollte von den Vögeln bevorzugt werden. Danach müssten europäische Singvögel in ihre südlich gelegenen Winterquartiere direkt nach Süden ziehen. Jede Abweichung von dieser Route bedeutet, dass die Vögel einen Umweg machen. Offensichtlich ziehen die meisten europäischen Singvögel nicht nach Süden, sondern in südwestliche und südöstliche Richtung und meiden auf diese Weise die Überquerung der Alpen. Das Zugverhalten in Bezug zur Barriere der Alpen ist gut untersucht, nicht dagegen zu weiter südlich gelegenen Barrieren. Völlig unerforscht ist der Atlas in seiner Wirkung auf den Vogelzug. Für ihn liegen sich widersprechende Hypothesen vor, nach denen er auf dem Herbstzug entweder überquert oder umflogen wird. Auf dem Frühjahrszug lassen die mittleren Zugrichtungen in Gibraltar die Überquerung des Atlas erwarten, doch ist wegen der Größe der ökologischen Barriere ebenso eine Umgehung denkbar. Mit Hilfe von Radarstationen, die entlang einer W-E gerichteten Achse im Norden des Atlas errichtet werden, sollen die Zugrichtungen der nächtlich ziehenden paläarktischen Singvögel untersucht werden.
Es soll weiter geklaert werden: a) Wie hoch die Verluste durch Oelpest in der Deutschen Bucht bei Seevoegeln sind (welche Arten); besonders dann, wenn keine Oelkatastrophe ansteht. b) Welche Seevogelarten und in welcher Weise diese als Indikatoren fuer 'schleichende' Oelpest angesehen werden koennen. c) Welche Spaetschaeden bei Seevoegeln nach Kontakt mit Oel zu beobachten sind.
An moribunden bzw. tot gefundenen Voegeln werden Reihenuntersuchungen auf Tumore und andere Erkrankungsformen durchgefuehrt. Zusammenhaenge zwischen der Biologie und der moeglichen Einwirkung von Umweltgiften soll geprueft werden.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 223 |
| Europa | 1 |
| Kommune | 4 |
| Land | 89 |
| Schutzgebiete | 58 |
| Weitere | 38 |
| Wissenschaft | 38 |
| Zivilgesellschaft | 8 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 163 |
| Mitmachportal | 1 |
| Taxon | 1 |
| Text | 56 |
| unbekannt | 62 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 61 |
| Offen | 222 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 272 |
| Englisch | 13 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 56 |
| Bild | 1 |
| Datei | 57 |
| Dokument | 31 |
| Keine | 165 |
| Multimedia | 1 |
| Unbekannt | 1 |
| Webseite | 41 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 111 |
| Lebewesen und Lebensräume | 283 |
| Luft | 102 |
| Mensch und Umwelt | 283 |
| Wasser | 127 |
| Weitere | 263 |