Der Maiszuensler, der wichtigste Maisschaedling in Europa, wird in der Schweiz seit 1978 mit einer Schlupfwespe (Trichogramma) biologisch bekaempft. Das Verfahren wurde an der FAP entwickelt und mit privatwirtschaftlicher Unterstuetzung in die landwirtschaftliche Praxis eingefuehrt. Das Verfahren hat sich heute so gut eingebuergert, dass praktisch keine Insektizide mehr gegen den Maiszuensler in der Schweiz eingesetzt werden. Dank der biologischen Maiszuenslerbekaempfung wird heute der jaehrliche Einsatz von rund 120 Tonnen Insektiziden vermieden. Das Ziel der laufenden Arbeiten mit Trichogramma ist, den Einsatz zu optimieren und Grundlagen fuer weitere Entwicklungen auf dem Gebiet der biologischen Schaedlingsbekaempfung zu erarbeiten.
Nach Frolov et al. (2007) werden beim Maiszünsler zwei Arten unterschieden: die Larven der einen leben an Mais, die der anderen an Beifuß, Hopfen und anderen einheimischen Pflanzenarten. Die Hypothese bedarf noch weiterer Untersuchungen, insbesondere zur morphologischen Unterscheidung und Benennung dieser beiden Arten, die beide als ungefährdet gelten würden.