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Drei Athleten gehen für Sachsen-Anhalt an den Start

Am 4. Februar 2022 werden die XXIV. Olympischen Winterspiele in der chinesischen Hauptstadt Peking eröffnet. Sachsen‑Anhalt ist mit drei Wintersportlern vertreten: Toni Eggert (Doppelsitzer – Rennrodeln / BRC Ilsenburg) Thorsten Margis (Anschieber – Bob / SV Halle) Alexander Schüller (Anschieber – Bob / SV Halle) Sportministerin Dr. Tamara Zieschang: „In den kommenden zwei Wochen messen sich unsere Rodel- und Bobsportler mit Teilnehmern aus der ganzen Welt. Wir können stolz sein, dass Spitzensportler aus Sachsen-Anhalt bei den Olympischen Winterspielen zu den Medaillenhoffnungen gehören. Für die Wettkämpfe drücke ich fest die Daumen.“ Für Rennrodler Toni Eggert sind es die dritten Olympischen Winterspiele im Doppelsitzer. Mit Teamkollege Sascha Benecken hat er bereits bei den Spielen in Pyeongchang 2018 eine Bronzemedaille gewonnen. Doppelolympiasieger Thorsten Margis nimmt ebenfalls zum dritten Mal an den Olympischen Winterspielen teil. Er geht sowohl als Anschieber im Zweierbob als auch im Viererbob zusammen mit Teamkollege Alexander Schüller an den Start. Alexander Schüller ist zum ersten Mal bei den Olympischen Spielen dabei. Von einem der Trainingsstandorte für den Bobsport in Sachsen‑Anhalt hat sich Innen- und Sportministerin Dr. Tamara Zieschang heute selbst ein Bild gemacht. Bei einer Trainingseinheit auf der neuen Bobanschubstrecke in Magdeburg konnte sie sich nicht nur von den optimalen Trainingsbedingungen überzeugen, sondern auch von der Verbindung der sportlichen Karriere und der beruflichen Perspektive. Christian Ebert und Felix Dahms vom Mitteldeutschen Sportclub Magdeburg sind abseits der Bobbahn Polizeimeister und Polizeikommissar-Anwärter der Landespolizei Sachsen-Anhalt. Innen- und Sportministerin Dr. Tamara Zieschang: „Mit der Bobanschubbahn gibt es einen weiteren optimalen Trainingsstandort im Bereich des Olympiastützpunktes Sachsen-Anhalt. Hier trainieren nicht nur die Olympiasportlerinnen und -sportler von heute, auch die Nachwuchskader können hier ihr Talent zeigen und bestmögliche Trainingsbedingungen vorfinden. Ich freue mich besonders, dass ich heute zwei Spitzensportlern der Polizei Sachsen‑Anhalt beim Training über die Schulter schauen durfte.“ Hintergrund: Im September 2021 wurde die neue Bobanschubbahn auf dem Gelände des Leichtathletikzentrums in Magdeburg eingeweiht. Auf der Anlage können die Bobsportlerinnen und Bobsportler des Mitteldeutschen Sportclubs Magdeburg und des Rodel- und Bobsportverbandes Sachsen-Anhalt ganzjährig den Anschub trainieren. Der Neubau der Bobanschubbahn wurde mit Landesmitteln in Höhe von 300.475 Euro gefördert und ist Bestandteil des „Masterplans Infrastruktur Hochleistungssport“ des Ministeriums für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt. Die Olympischen Winterspiele werden vom 4. bis 20. Februar 2022 in Peking ausgetragen. Die Sportlerinnen und Sportler treten in 15 Disziplinen gegeneinander an. Neben den drei Sportlern aus sachsen-anhaltischen Vereinen gehen eine weitere Athletin und ein Athlet mit Bezug zu Sachsen-Anhalt an den Start. Die Bobpilotin Kim Kalicki trainiert beim SV Halle, geht aber für TuS Eintracht Wiesbaden ins Rennen. Der Skeletonfahrer Christopher Grotheer ist in Wernigerode im Harz geboren. Seine sportliche Laufbahn verschlug ihn nach Thüringen. Impressum: Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt Verantwortlich: Franziska Höhnl Pressesprecherin Halberstädter Straße 2 / am "Platz des 17. Juni" 39112 Magdeburg Telefon: 0391 567-5504/-5514/-5516/-5517/-5542 Fax: 0391 567-5520 E-Mail: Pressestelle@mi.sachsen-anhalt.de

Voneinander lernen: Erfolgsfaktoren für mehr urbanen Umweltschutz

Voneinander lernen: Erfolgsfaktoren für mehr urbanen Umweltschutz Luftverschmutzung, Klimawandel, Landversiegelung, Abfall- und Wassermanagement sind aus Umweltsicht die größten urbanen Herausforderungen. Um diesen zu begegnen brauchen Städte ausreichend Geld, Personal, technische Innovationen, politisches Engagement, nationale Vorgaben und Anreize. Das ist das Ergebnis einer Studie im Auftrag des UBA, die sechs Metropolen in verschiedenen Ländern untersuchte. Ziel der Studie „Urbaner Umweltschutz International“ war es herauszufinden, welche Problemlagen und Herausforderungen in Metropolen verschiedener Länder im Kontext Umweltschutz bestehen und welche Strategien sie verfolgen. Anhand der ausgewählten Großstädte und Metropolregionen Belo Horizonte in Brasilien, Moskau in Russland, Kochi in Indien, Peking in China, Kapstadt in Südafrika und Jakarta in Indonesien wurden innovative internationale Ansätze und der Einfluss der nationalen politischen Prioritäten auf die städtische Politikgestaltung erörtert. Es wurden zudem Erfolgsfaktoren und besonders erfolgreiche Ansätze sowie deren Gründe bestimmt. Erfolgsfaktoren für städtischen Umweltschutz und nachhaltige Stadtentwicklung Die größten Herausforderungen für den urbanen Umweltschutz sind den betrachteten Fallstudien zufolge: die Luftverschmutzung, der ⁠ Klimawandel ⁠ und seine Auswirkungen, die Landversiegelung/Landdegradation, Abfallmanagement und Wassermanagement. Diese Herausforderungen zeigen sich in allen Fallbeispielen weltweit. Die Ergebnisse zeigen außerdem, dass vor allem massive finanzielle und personelle Ressourcen, Investitionen in technische Fähigkeiten sowie die politische Bereitschaft der jeweiligen Behörden die Handlungsfähigkeit der Länder und Städte für den urbanen Umweltschutz verbessern. Andere Erfolgsfaktoren und vor allem andere Möglichkeiten, nachhaltige Stadtentwicklung und den Aufbau von Kapazitäten (z. B. bessere Personal- und Finanzausstattung in den zuständigen Behörden) zu fördern, sind: Durchsetzung der lokalen Ziele durch nationale Regulierung, monetäre Anreize durch die nationale Ebene und Erleichterung lokaler Ambitionen durch nationale Richtlinien. Diese Faktoren helfen nicht nur bei der Bewältigung traditioneller Herausforderungen zum Schutz der städtischen Umwelt, sondern auch bei neuen und aufkommenden Problemen.

Der Blaue Engel für Raumklimageräte – ein nationales Zeichen mit internationaler Wirkung

Im Projekt wurden Kriterien für den Blauen Engel für Klimageräte zur umweltfreundlichen Raumklimatisierung entwickelt. Der Fokus lag bei der Treibhausminderung durch halogenfreie Kältemittel, Energieeffizienz sowie Geräuschoptimierung. Die Ökobilanz zeigt Einsparpotentiale von Treibhausgasemissionen in Höhe von 30 % bis zu 50 % in tropischen Klimazonen, wenn natürliche Kältemittel wie Propan verwendet werden. Die Arbeiten wurden eng mit den absatzstärksten Märkten in China und Thailand verknüpft um gemeinsame Kernkriterien zu erarbeiten. Dazu fanden 2017 Workshops in Peking und Bangkok statt. Diese Gespräche waren Grundlage dafür, dass ein Zeichennehmer für den neuen Blauen Engel für Raumklimageräte akquiriert werden konnte. Veröffentlicht in Texte | 153/2020.

Der Blaue Engel für Raumklimageräte - ein nationales Zeichen mit internationaler Wirkung

Das Ziel des Projekts "Der Blaue Engel - ein nationales Zeichen mit internationaler Wirkung" bestand darin, das Umweltzeichen Blauer Engel in Bezug auf seine Verwendung sowie seines konstruktiven Beitrags zur Markttransformation in Richtung klimafreundliche Klimageräte sowohl in Deutschland als auch im asiatischen Raum weiterzuentwickeln. Im Fokus standen dabei Raumklimageräte (Single-Split-Klimageräte). Konkret wurde zunächst ein ausführlicher wissenschaftlich-technischer Hintergrundbericht erstellt, aus dem dann eine Vergabegrundlage für den Blauen Engel für die genannte Produktgruppe "Raumklimageräte" abgeleitet wurde. Der besondere Fokus lag dabei auf den Zielgrößen Klimaschutz bzw. der Erschließung von Treibhausgaseinsparpotenzialen, der Anwendung klimafreundlicher (natürlicher) Kältemittel, Energieeffizienz sowie Geräuschoptimierung. Dies geschah vor dem Hintergrund, die Entwicklung der Vergabegrundlage für Raumklimageräte in Deutschland eng mit den ökonomischen, ökologischen und technologischen Besonderheiten von Raumklimageräten in den Märkten Asiens, insbesondere den ausgewählten Fokusländern China und Thailand, zu verzahnen. In einer zweiten Projektphase wurde dann mit ausgewählten asiatischen Umweltzeichenprogrammen kooperiert mit dem Ziel, einen konstruktiven Impuls in Richtung Harmonisierung der Kriterien in Form von gemeinsame Kernkriterien (sog. "Common Core Criteria") mit zu leisten. Dazu fanden im Juni/Juli 2017 Workshops in Peking (China) und Bangkok (Thailand) statt. Die dort stattfindenden Gespräche mit Unternehmen legten auch die Grundlage dafür, dass mit Midea schließlich ein Zeichennehmer für den neuen Blauen Engel für Raumklimageräte akquiriert werden konnte. Quelle: Forschungsbericht

Freiwillige CO2-Kompensation

Freiwillige CO2-Kompensation Wenn sich Treibhausgas-Emissionen nicht vermeiden oder reduzieren lassen, können sie zumindest durch Klimaschutzprojekte kompensiert werden. Worauf kommt es dabei an? Jeder Mensch hinterlässt einen CO 2 -Fußabdruck, in Deutschland sind das im Durchschnitt gut elf Tonnen CO 2 pro Jahr. Durch klimabewusstes Handeln, beispielsweise weniger zu fliegen oder weniger tierische Produkte zu essen, lassen sich Emissionen vermeiden oder zumindest reduzieren. Für die verbleibenden Emissionen kommt als letzter Schritt deren Ausgleich in Betracht, auch Kompensation genannt. Wie funktioniert die freiwillige Kompensation von Emissionen? Für das ⁠ Klima ⁠ ist es nicht entscheidend, an welcher Stelle Treibhausgase ausgestoßen oder vermieden werden. Daher lassen sich Emissionen, die an einer Stelle verursacht wurden, auch durch eine Einsparung an einer anderen, weit entfernten Stelle ausgleichen. Emissionen vermeiden und verringern ist immer besser; denn was man nicht emittiert, muss man gar nicht erst aufwendig ausgleichen. Bei der freiwilligen Kompensation wird zunächst die Höhe der verbleibenden klimawirksamen Emissionen einer bestimmten Aktivität berechnet, zum Beispiel einer Flugreise, Bahn- oder Autofahrt, des Gas-, Strom- oder Heizenergieverbrauchs oder der Herstellung eines bestimmten Produkts. Die Kompensation erfolgt über Emissionsminderungsgutschriften (meist als Zertifikate bezeichnet), mit denen dieselbe Emissionsmenge in Klimaschutzprojekten ausgeglichen wird. Wichtig ist, dass es ohne den Mechanismus der Kompensation das Klimaschutzprojekt nicht geben würde, es sich also bei dem Projekt um eine zusätzliche Klimaschutzmaßnahme handelt. Wie klimaschädlich ist das Fliegen? Im Vergleich aller Verkehrsträger kommt aus Klimasicht das Flugzeug am schlechtesten weg. Ein Hin- und Rückflug Berlin-Mallorca beispielsweise emittiert bereits ein Drittel der Treibhausgasemissionen eines durchschnittlichen Autos pro Jahr, ein Hin- und Rückflug nach Peking kommt schon auf mehr als das Doppelte der Emissionen eines Durchschnittsautos (siehe hierzu auch die Tabelle am Ende des Textes). Beim Fliegen kommt außerdem noch hinzu, dass nicht nur CO 2 ausgestoßen wird. Bei der Verbrennung von Kerosin entstehen zahlreiche weitere Schadstoffe wie Stickoxide, ⁠ Aerosole ⁠ und Wasserdampf, die ebenfalls zur Veränderung der Erdatmosphäre beitragen. Diese verschiedenen Effekte summieren sich derart, dass die Treibhauswirkung des Fliegens im Durchschnitt etwa zwei- bis fünfmal höher ist als die alleinige Wirkung des ausgestoßenen CO 2 . Bei Flugreisen ist daher ein weiterer Faktor für die Emissionsberechnung besonders bedeutsam, der versucht, diese Nicht-CO 2 -Effekte zu erfassen, um somit die tatsächliche ⁠ Klimawirkung ⁠ abzubilden. Weitere Infos hierzu gibt es im UBA-Umwelttipp zu Flugreisen . Macht es das Billigfliegen nochmal schlimmer? Die Nutzung eines Billigfluges ist nicht umweltschädlicher als die Nutzung eines höherpreisigen Fluges. Problematisch sind aber Flugreisen, die aufgrund der billigen Preise überhaupt erst stattfinden. Diese Flugreisen sind zu einem Großteil vermeidbar oder könnten auf andere Verkehrsträger verlagert werden. Der somit durch Billigflieger induzierte zusätzliche Luftverkehr ist für den ⁠ Klimaschutz ⁠ hochproblematisch. Wie groß ist der Umweltschaden durch Fliegen in der Gesamtbilanz? Wie viel Prozent macht der Flugverkehr aus? Im Jahr 2017 hatten die CO 2 -Emissionen des von Deutschland abgehenden Luftverkehrs einen Anteil von 3,3 Prozent an den Treibhausgasemissionen Deutschlands. Betrachtet man die gesamte Klimawirkung (CO 2 und Nicht-CO 2 -Effekte) ist der Anteil allerdings mindestens doppelt so hoch. Welche Vergleiche hinsichtlich der Klimawirksamkeit gibt es – Flug vs. Bahn vs. Auto? Einen Vergleich der verschiedenen Verkehrsträger finden Sie hier . Welche Klimaschutzprojekte gibt es? Zu den häufigsten Projekttypen zählen Energieprojekte, die zum Beispiel in erneuerbare Energien oder Energieeffizienz investieren, Projekte aus den Bereichen Abfall und Deponiegas, Industrie und Transport, die bei der Verbesserung von Abfall- und Abwassermanagement ansetzen und den Austritt klimaschädigender Gase reduzieren, Projekte zur Reduzierung oder Einbindung von CO 2 , zum Beispiel in der Landwirtschaft, Wäldern und Forstwirtschaft oder für den Erhalt von Mooren. Beispielprojekte finden sich im UBA-Ratgeber „ Freiwillige CO 2 -Kompensation durch Klimaschutzprojekte “ (ab Seite 12). Welche Anbieter gibt es? Anbieter für Kompensationen gibt es viele, einige bieten Zertifikate für eigene Klimaschutzprojekte an. Andere kaufen und verkaufen Zertifikate von bereits existierenden Projekten. Anbieter verwenden i.d.R. Zertifikate eines Qualitätsstandards, die belegen, dass die Projekte nachprüfbar bestimmte Qualitätskriterien einhalten. Auch Flug- und Busgesellschaften, Reiseportale oder Druckereien bieten z.T. CO 2 -Kompensation direkt beim Kauf an (sog. Drittanbieter). Mit dem CO 2 -Rechner des Umweltbundesamts können Sie die Emissionen zusätzlich selbst berechnen. Was sind Qualitätsstandards? Qualitätsstandards gewährleisten die Einhaltung bestimmter Kriterien. Sie stellen vor allem sicher, dass Treibhausgasemissionen tatsächlich in der angestrebten Höhe zusätzlich ausgeglichen werden. Die Standards klären zum Beispiel folgende Fragen: Werden dank einer neuen Windkraftanlage tatsächlich am Ende insgesamt weniger Emissionen ausgestoßen als ohne sie?  Und hätte sich die indonesische Stadtverwaltung nicht ohnehin um die klimaschädlichen Abfälle gekümmert? Gibt es nach der Aufforstung eines Waldes negative Nebeneffekte – wie zum Beispiel die Verdrängung einheimischer Tier- und Pflanzenarten durch Monokulturen –, die den Nutzen des Projekts untergraben? In den letzten Jahren haben sich immer mehr Standards auf dem Markt für freiwillige Kompensation etabliert. Internationale Standards wie zum Beispiel der Clean Development Mechanism (CDM), Verified Carbon Standard (VCS) oder der Gold Standard decken den Großteil des Marktes ab. Daneben entstehen weitere nationale Initiativen und Standards. Weitere Informationen und die wichtigsten Qualitätsstandards in Deutschland finden sich ebenfalls im UBA-Ratgeber „ Freiwillige CO 2 -Kompensation durch Klimaschutzprojekte “.

Info: Urban-Rural Assembly – Transformation zu nachhaltigen Stadt-Land-Ökonomien

Internationales BMBF Projekt gestartet Mit der Pressemeldung vom 9. April 2019 gibt Heike Hensel, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, des Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e. V. ein auch für Stadt-Land-Plus interessantes neues Forschungsvorhaben bekannt: Quelle IDW-Meldung Die rasante Urbanisierung in vielen Ländern hat nicht nur Folgen für die Städte. Auch die vormals ländlichen Regionen im Umland wachsender Mega-Cities erleben einen Wandel. Das Verbundvorhaben „Urban-Rural Assembly“, an dem das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) mitwirkt, untersucht diesen Wandel von Stadt-Umland-Regionen. Als Beispiel dient die Region Huangyan-Taizhou in China. Strategien und Instrumente für eine gemeinsame nachhaltige Entwicklung, die das Projekt-Team mit Partnern vor Ort entwickelt, sollen aber auch andere Stadt-Umland-Regionen nutzen können. Ging es bisher in der Forschung um den weltweiten Trend zur Urbanisierung, so standen meist die Städte selbst im Mittelpunkt wissenschaftlicher Untersuchungen. Doch dies ist eine verkürzte Sichtweise, sind sich die Partner im chinesisch-deutschen Verbundprojekt „Urban-Rural Assembly“ (URA) einig. Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) untersuchen sie nun, welche Auswirkungen das rasante Wachstum von Städten auch für die umliegenden ländlichen Regionen hat. „Für eine nachhaltige Raumentwicklung ist es entscheidend, Städte, ihr Umland und die vielfältigen Beziehungen, die es zwischen beiden gibt, gemeinsam zu betrachten“, erläutert Wolfgang Wende, der im IÖR für das Projekt zuständig ist. Beispiel-Region Huangyan-Taizhou Wie vielfältig Städte und ihr Umland miteinander verknüpft sind, untersuchen die Wissenschaftler verschiedener deutscher und chinesischer Projektpartner an einem Fallbeispiel an Chinas Ostküste. Die Region Huangyan-Taizhou entwickelt sich sehr dynamisch. Vielfältige und scheinbar widersprüchliche Transformationsprozesse geschehen gleichzeitig und in unmittelbarer Nähe zueinander. Ziel der Wissenschaftler ist es zum einen, die vielschichtigen Verknüpfungen zwischen Stadt und Land aufzudecken. In den Blick nehmen sie soziale, kulturelle, ökologische und wirtschaftliche Aspekte sowie Schnittstellen zwischen diesen (Nexus-Ansatz). Zugleich möchte das Projektteam mit Akteuren vor Ort Instrumente und Strategien entwickeln, wie sich Stadt und Umland künftig nachhaltiger weiterentwickeln können. Damit zielen sie darauf ab, die von den Vereinten Nationen in der Agenda 2030 formulierten Nachhaltigkeitsziele (SDG) und die Ziele der New Urban Agenda in einen Stadt-Umland-Kontext zu integrieren. Instrumente und Strategien, die im Projekt entwickelt werden, sollen in drei verschiedenen Reallaboren in der Region Huangyan-Taizhou umgesetzt und getestet werden. Später sollen sie auch andere Stadt-Umland-Regionen in China und in anderen Ländern nutzen können. Leistungen der Natur für Stadt-Umland-Regionen Für die Lebensqualität in Städte und Regionen ist auch der Zustand der Natur entscheidend. Welche Folgen die Urbanisierung für Ökosysteme und ihre Leistungen, wie Reinigung von Luft und Wasser oder Erholungsraum für die Menschen, in der Region Huangyan-Taizhou hat, untersucht das IÖR in einem Teilprojekt des Forschungsvorhabens. Entlang einer Linie (Transekt) vom Stadtkern über den suburbanen Raum bis in das ländliche Umland wollen die Wissenschaftler mithilfe von Geodaten zunächst erheben, wie sich die Naturräume in der Region entwickelt haben. Dabei wollen sie die aktuelle Situation darstellen, aber auch eine Rückschau auf die Entwicklungen der vergangenen Jahre vornehmen. Das Kartenmaterial, das dabei entsteht, dient in der Hauptphase des Projektes ab Oktober 2020 dazu, die Folgen der Urbanisierung für die Ökosystemleistungen zu bewerten und neue Instrumente zu entwickeln, die helfen, die Ökosysteme zu schützen und zu stärken. Hintergrund Das Projekt „Urban-Rural Assembly – Transformation zu nachhaltigen Stadt-Land-Ökonomien“ wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) nach Förderrichtlinie „Nachhaltige Entwicklung urbaner Regionen“. Nach einer Initiierungsphase von April 2019 bis September 2020 folgt ab Oktober 2020 bis März 2026 die Hauptphase. In diesem Zeitraum werden erste entwickelte Maßnahmen und Instrumente umgesetzt und getestet. Projektpartner auf deutscher Seite: Technische Universität Berlin (Projektleitung); Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung; Bauhaus-Universität Weimar; ICLEI – Local Governments for Sustainability e. V., Bonn. Projektpartner auf chinesischer Seite: Tongji-Universität, Shanghai; Zhejiang Universität, Hangzhou; China Agricultural University, Peking; Zhejiang University of Technology, Hangzhou. Förderkennzeichen: 01LE1804B Kontakt: Prof. Dr. Wolfgang Wende, E-Mail: W.Wende[at]ioer.de, Tel.: (0351) 46 79-218 http://www.ioer.de/projekte/ura/ - Informationen zum Projekt auf der Internetseite des IÖR

21. Kinder- und Jugend-Kultur-Preis Sachsen-Anhalt verliehen

Heute hat Staatssekretär Dr. Michael Schneider im Moritzhof Magdeburg den diesjährigen Kinder- und Jugend-Kultur-Preis des Landes Sachsen-Anhalt verliehen. Etwa 180 Gäste feierten die Preisträger und Preisträgerinnen des Wettbewerbs, der in diesem Jahr unter dem Motto ?Wagnisse? stand. ?Die Teilnehmer des Wettbewerbs haben etwas gewagt. Sie haben sich intensiv mit einem spannenden Thema auseinandergesetzt, ihr kreatives Potential abgerufen und ihre Fähigkeit zur Selbstorganisation gestärkt?, so Schneider. ?Die Vielzahl der eingereichten Beiträge belegt eindrucksvoll die Breite und Vielfalt der Kinder- und Jugendkulturarbeit im ganzen Land.? Zum ersten Mal wurden in diesem Jahr dabei zwei Alterskategorien unterschieden: Kinder bis 13 Jahre konnten um den Kinder-Preis wetteifern, Jugendliche im Alter von 14 bis 21 Jahren wurden mit dem Jugend-Preis ausgezeichnet. 65 Beiträge von mehr als 550 Teilnehmenden aus ganz Sachsen-Anhalt gingen in diesem Jahr ein. Die Projekte zum diesjährigen Themenschwerpunkt wurden in den unterschiedlichsten Sparten verwirklicht, von Theater, Tanz, Musik, Literatur bis hin zu Film. Den ersten Preis in der Altersstufe Kinder gewann das Jugendradio ?Grünschnabel? des Hallenser Senders Corax für seine einstündige Sendung zum Thema ?Wagnisse?. Ebenso erhielten die jungen Radiomacher den Sonderpreis der Jugendjury. In der Jugendredaktion gestalteten ausschließlich Kinder das Programm. Der zweite Platz ging an die jüngsten Tänzer der Gruppe Break Grenzen Crew. Die 2012 als Inklusionsprojekt für geflüchtete Kinder gestartete Gruppe wurde für ihre hohe tänzerische Qualität und Ausdauer gewürdigt. Julia Frey gewann den 3. Platz für ihre Radierung ?Dalian/ Peking Opera House?. Bei den Jugendlichen gab es eine große Überraschung: Zwei erste Plätze zeichnete die Fachjury in diesem Jahr aus: Der 18-jährige Finn Wiersig erhielt einen für seine erste Komposition für großes Orchester unter dem Titel ?Nur??, und die Theatergruppe ?Mimosen? gewann einen weiteren ersten Preis für ihr dreistündiges Projekt ?Baustelle ICH?. Letztere erhielten auch den Sonderpreis der Jugendjury. Ein zweiter Preis wurde nicht vergeben. Den dritten Platz dagegen belegte Lara Grube. Die 16-Jährige schrieb eine moderne Adaption des ?Faust?. Die Förderpreise gingen in diesem Jahr an Cäsar Blech und die AG ?Schule ohne Rassismus ? Schule mit Courage? des Dr.-Carl-Hermann-Gymnasium Schönebeck. Darüber hinaus wurden ausgezeichnet: Amy Ruch, Charlotte Langlois, Sally Isabel Strauchmann, Schülerinnen und Schüler der Freien Grundschule Wernigerode sowie der Grundschule ?Burg Ummendorf?, FilmMaker des Friedenskreis Halle e.V. sowie Theaterprojektgruppe des Offenen Kanals Salzwedel.   Hintergrund Der Kinder- und Jugend-Kultur-Preis Sachsen-Anhalt ist mit insgesamt 7.300 Euro dotiert und wird 2018 erstmals in den beiden Altersstufen Kinder-Kultur-Preis für Teilnehmende bis einschließlich 13 Jahre sowie Jugend-Kultur-Preis für Teilnehmende von 14 Jahre bis 21 Jahre vergeben. Seit 1997 wird der Wettbewerb zum Jugend-Kultur-Preis des Landes Sachsen-Anhalt jährlich durchgeführt. Mit der Vorbereitung und Durchführung des Wettbewerbes wird seit 1997 die Landesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e.V. betraut, die auch die Preisverleihung koordiniert. Weitere Informationen sowie die Teilnahmebedingungen können der offiziellen Webpräsenz www.jugend-kultur-preis.de entnommen werden. Impressum: Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt Pressestelle Hegelstraße 42 39104 Magdeburg Tel: (0391) 567-6666 Fax: (0391) 567-6667 Mail: staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de

Peking: Extrem hohe Belastung durch PM2,5-Feinstaub

Die Luftverschmutzung in China erreichte Ende November 2015 wieder bedrohliche Spitzenwerte. Am 30. November 2015 kletterten in der Hauptstadt Peking die Werte für den besonders gesundheitsgefährdenden PM2,5-Feinstaub nach Angaben der US-Botschaft auf mehr als 660 Mikrogramm pro Kubikmeter. Es waren die bisher höchsten Wert in diesem Jahr. Die Behörden riefen die Warnstufe "Orange" aus und forderten die Bevölkerung auf, zu Hause zu bleiben. Einige Fabriken wurden vorübergehend geschlossen.

USA und China einigen sich auf Klimaziele

Am 12. November 2014 einigten sich die USA und China auf gemeinsame Klimaschutzziele. US-Präsident Barack Obama und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping verkündeten die Einigung nach bilateralen Gesprächen in Peking. Sie versprachen eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen. Die USA wollen ihre Emissionen bis 2025 im Vergleich zu 2005 um 26 bis 28 Prozent reduzieren. China stellte eine CO2-Begrenzung zum Jahr 2030 oder auch früher in Aussicht. Es war das erste Mal, dass China dafür ein ungefähres Datum nennt. China will darüber hinaus bis 2030 den Anteil nicht-fossiler Brennstoffe am Energiemix auf 20 Prozent erhöhen. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks bewertete die vorgelegten Klima-Verpflichtungen gutes Zeichen für die Klimakonferenzen in Lima und Paris und eine gute Grundlage für ein Abkommen, in dem sich alle wichtigen Staaten zu wirksamem Klimaschutz verpflichten.

Feinstaubbelastung in Peking Januar 2013

Die Belastung der Luft mit Feinstaub PM2.5 (lungengängiger Feinstaub) erreichte am 12. Januar 2013 nach den Messungen der amerikanischen Botschaft in Peking eine Rekordhöhe von 886 Mikrogramm. Nach Richtlinien der chinesischen Regierung gilt ein Wert über 200 als schwere Verschmutzung und gefährlich für Kranke. Alles, was über 300 liegt, gilt als gefährlich für die gesamte Bevölkerung. Erst unter 50 gilt die Luft als gut. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hält einen Durchschnittswert von weniger als 25 Mikrogramm über 24 Stunden für unbedenklich.

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