Veranlassung Baggergut das aufgrund erhöhter Nährstoffkonzentrationen für eine Umlagerung in der Ostsee nicht geeignet ist, wird häufig auf Spülfeldern im Küstenbereich abgelagert, um anschließend verwertet zu werden. Gelegentlich kann das Überschreiten von Grenzwerten des Arsens (As) im Eluat dazu führen, dass das Ausleiten des Überstandwassers seitens der zuständigen Landesbehörden nicht genehmigt wird, wodurch das Abtrocknen des Sediments, und somit der wichtigste Prozess der As-Retention, verlangsamt wird. Die Aussagekraft der Eluattests zur Abschätzung der Metall(oid)-Freisetzung aus den Spülfeldsedimenten ist sehr begrenzt, da die an Organik reichen, anaeroben Sedimente der Ostsee nach dem Aufbringen auf ein Spülfeld zeitlichen Änderungen von z.B. Temperatur- und Redoxbedingungen unterliegen. Darüber hinaus ist damit zur rechnen, dass diese Situation klimawandelbedingt durch ein häufigeres Auftreten von Trockenheitsereignissen weiter erschwert wird, da es zu einer Verstärkung vertikaler pH- und Redox-Gradienten und einer beschleunigten Mobilisierung von Cadmium, Nickel oder Zink unter oxischen Bedingungen als Folgewirkung der Sulfid-Oxidation kommt. Es besteht ein hoher Bedarf die Möglichkeiten der Verwertung von Spülfeldsedimenten zu verbessern und die Kapazitäten der Spülfelder für zukünftig anfallendes Baggergut zu erhalten. Kenntnisse über die Zusammenhänge der Metall(oid)mobilität mit zeitlich dynamischen Sedimenteigenschaften können hierzu einen wichtigen Beitrag liefern. Darüber hinaus soll in diesem Projekt untersucht werden inwieweit Unterschiede je nach Alter und Herkunft der Spülfeldsedimente bei der Transformation von PFAS-Vorläufersubstanzen hin zu Perfluorcarbonsäuren bestehen. Dies ist für Spülfeldsedimente der Ostsee bisher nicht bekannt. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass relevante Grenzwerte nicht überschritten werden, da auch andere ubiquitäre Schadstoffe gewöhnlich in unterdurchschnittlichen Mengen auftreten. Vor dem Hintergrund ihrer guten Wasserlöslichkeit sind vertiefte Kenntnisse zur Bildung der Perfluorcarbonsäuren allerdings von hoher Bedeutung. Eine Optimierung der Verwertungsmöglichkeiten des Baggerguts der Ostsee-Spülfelder liefert auch für Wasserstraßen- und Schifffahrtsämter (WSA) der Binnenbereiche eine wichtige theoretische Arbeitsgrundlage. Dies betrifft einerseits die Handhabung des Baggerguts aus WSA-Talsperren, in denen ebenfalls schadstoffarmes, nährstoffreiches und stark organikhaltiges Baggergut anfällt, und welches somit im Beräumungsfall einer Problematik ähnlich den Ostsee-Spülfeldsedimenten unterliegt. Andererseits befinden sich im norddeutschen Raum zahlreiche WSA-Spülfelder deren Betrieb innerhalb der letzten Dekade eingestellt oder stark zurückgefahren wurde. Hier könnten die Projektergebnisse als Orientierung dienen, wenn eine Reaktivierung dieser Spülfelder gewünscht wird. Ziele - Erfassung des Einflusses verschiedener Bearbeitungstechniken auf die Mobilität anorganischer und organischer Schadstoffe in aufgespültem Baggergut - Erarbeitung detaillierter Kenntnisse zur Mobilität verschiedener Arsenspezies und weiterer Metall(oid)e, zu den dabei relevanten mikrobiologischen Prozessen sowie zu Möglichkeiten der Reduzierung der Arsenfreisetzung - Untersuchung des Freisetzungsverhaltens perfluorierter Verbindungen (PFAS) im Kontext des Reifungsprozesses von Baggergut sowie in Abhängigkeit des fluvialen Sedimenttransports - Ableitung und Anwendung geeigneter Remediationstechniken zur Behandlung von anoxischem Überstandwasser.
Per- und Polyfluoralkylsubstanzen (PFAS) sind eine große Gruppe von Substanzen, die aufgrund ihrer einzigartigen Eigenschaften seit vielen Jahren weit verbreitet in Produkten eingesetzt werden. PFAS sind nicht leicht abbaubar und können jahrzehntelang in der Umwelt verbleiben. Sie wurden in der Umwelt und bei Menschen in ganz Europa gefunden. Die Exposition von PFAS durch das Trinkwasser ist aufgrund möglicher gesundheitsschädlicher Auswirkungen von besonderer Bedeutung. Im Jahre 2020 wurde die Richtlinie (EU) 2020/2184 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch verabschiedet. Unter anderem wurde der neue Parameter „Summe PFAS“ als Summe von 20 perfluorierten Carbon- und Sulfonsäuren mit einer Kettenlänge von 4 bis 13 Kohlenstoffatomen mit einem Parameterwert von 0,1 µg/l definiert. Bereits 2020 hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) für vier einzelne PFAS-Stoffe eine tolerierbare wöchentliche Aufnahme (TWI) von 4,4 ng/kg Körpergewicht abgeleitet. Dieser Wert würde zu einer Trinkwasserkonzentration führen, die deutlich unter dem oben genannten Parameterwert der Trinkwasserrichtlinie und den bisher in Deutschland gültigen Werten liegt. Ziel dieses Projektes war es, die verbleibenden 16 PFAS durch Literaturrecherchen zu toxikologischen und epidemiologischen Daten zu bewerten, indem Grundlagen für die Ableitung von Trinkwasserleitwerten identifiziert wurden. Für die vier von der EFSA bewerteten PFAS wurde ein Literaturscreening auf potenziell neue toxikologische und epidemiologische Daten durchgeführt, die der EFSA-Bewertung widersprechen könnten. Außerdem wurde eine mögliche Gruppierung und Bewertung von PFAS nach dem Konzept der relativen Potenzfaktoren untersucht sowie toxikologische und epidemiologische Daten zu vier alternativen PFAS, die nicht unter den Parameter „Summe PFAS“ entsprechend der Richtlinie (EU) 2020/2184 fallen.
<p>In der EU ist ab 2023 die Verwendung von perfluorierten Carbonsäuren mit 9-14 Kohlenstoffatomen (C9-C14 PFCA) beschränkt. Die Stoffe bauen sich in der Umwelt kaum ab und reichern sich in Organsimen an. Ein Teil der Stoffe hat auch negative Auswirkungen auf den Menschen. Der Beschränkungsvorschlag wurde ursprünglich vom Umweltbundesamt in Zusammenarbeit mit Schweden eingebracht.</p><p>Die Beschränkung regelt die Herstellung, das Inverkehrbringen und die Verwendung von C9-C14 PFCA, deren Salze sowie Substanzen, die zu diesen perfluorierten Carbonsäuren abgebaut oder umgewandelt werden können, sogenannte Vorläuferverbindungen. C9-C14 PFCA und deren verwandte Stoffe gehören zu der Stoffgruppe der per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/p?tag=PFAS#alphabar">PFAS</a>). Diese Stoffe werden aufgrund ihrer wasser-, schmutz- und fettabweisenden Eigenschaften in einer Vielzahl von Verbraucherprodukten eingesetzt.</p><p>C9-C14 PFCA und ihre Salze sind sehr stabil und werden in der Umwelt kaum abgebaut. Sie reichern sich in der Umwelt und in Lebewesen an. C9 PFCA und C10 PFCA sind zudem schädlich für die Fortpflanzung und können vermutlich Krebs erzeugen. Aufgrund ihrer persistenten, bioakkumulierenden und toxischen (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/p?tag=PBT#alphabar">PBT</a>) sowie reproduktionstoxischen Eigenschaften wurden C9 PFCA und C10 PFCA sowie deren Natrium- und Ammoniumsalze als sogenannte besonders besorgniserregende Stoffe (SVHC) bereits 2015 und 2017 in die <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/r?tag=REACH#alphabar">REACH</a>-Kandidatenliste aufgenommen. Die C11-C14 PFCA wurden bereits 2012 wegen ihrer sehr persistenten und sehr bioakkumulierenden Eigenschaften (vPvB) in die Kandidatenliste aufgenommen.</p><p>Mit der REACH-Beschränkung (<a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/r?tag=REACH-Verordnung#alphabar">REACH-Verordnung</a> Anhang XVII Eintrag 68) folgt nun eine weitere Risikominderungsmaßnahme, um die Freisetzung und Verbreitung dieser besonders besorgniserregenden Stoffe in die Umwelt zu minimieren.</p><p>Ab dem 25. Februar 2023 dürfen C9-C14 PFCA, deren Salze und Vorläuferverbindungen nicht mehr als Stoffe selbst hergestellt oder in Verkehr gebracht werden. Werden sie als Bestandteil eines anderen Stoffes, in einem <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/g?tag=Gemisch#alphabar">Gemisch</a> oder in einem <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/e?tag=Erzeugnis#alphabar">Erzeugnis</a> verwendet, gelten Grenzwerte von 25 ppb (parts per billion, entspricht zum Beispiel 25 µg/l) für die Summe C9-C14-PFCA und ihre Salze sowie 260 <a href="https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/p?tag=ppb#alphabar">ppb</a> für die Summe ihrer Vorläuferverbindungen.</p><p>Für verschiedene Verwendungen gelten längere Übergangsfristen:</p><p>Abweichungen zu oben genannten Konzentrationsgrenzwerten gelten für folgende Verwendungen:</p><p>Detaillierte Informationen zu den Ausnahmen sind hier zu finden: <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/ALL/?uri=uriserv:OJ.L_.2021.282.01.0029.01.DEU">Verordnung (EU) 2021/1297</a> oder <a href="https://www.reach-clp-biozid-helpdesk.de/DE/REACH/Verfahren/Beschraenkungsverfahren/Anhang-XVII-Beschraenkungen/Anhang-XVII-Beschraenkungen_node.html">REACH-Verordnung Anhang XVII Eintrag 68</a>.</p><p>Die Stoffgruppe der PFAS umfasst mehrere tausend einzelne Stoffe, von denen die C9-C14 PFCA ein Teil sind. Für eine schnelle und effiziente Minimierung der Belastung von Mensch und Umwelt durch diese langlebigen Stoffe ist eine Regulierung der gesamten Stoffgruppe notwendig. Das Umweltbundesamt hat daher gemeinsam mit anderen Behörden aus Deutschland, den Niederlanden, Norwegen, Schweden und Dänemark einen <a href="https://www.umweltbundesamt.de/themen/pfas-sollen-eu-weit-beschraenkt-werden?parent=101499">Vorschlag zur EU-weiten Beschränkung</a> von PFAS bei der Europäischen Chemikalienbehörde eingereicht.</p>
Das beantragte Projekt ist die thematische Fortführung des Vorgängervorhabens EOFplus und ein Teilprojekt des Gesamtvorhabens FluorTECH. Es dient dazu, der Ursache der heutigen Grundwasser- und Bodenbelastung landwirtschaftlich genutzter Flächen in Baden-Württemberg näher zu kommen. Im vorliegenden Teilprojekt des TZW werden vor Untersuchungen zum mikrobiellen Abbau von sogenannten Vorläuferverbindungen aus technischen Produkten durchgeführt sowie das Verlagerungspotential fluorierter Verbindungen aus technischen Produkten in Säulenversuchen im Labormaßstab untersucht. Es erfolgt zudem die Qualifizierung von fluorierten Verbindungen in Labor- und Umweltproben und in technischen Produkten mittels verschiedener Einzelstoffverfahren sowie über die Bestimmung von Fluorsummenparametern, um Aussagen zum Freisetzungspotentioal von PFCA und PFSA aus Sickerwasser und Bodenproben treffen zu können. Die Analysen umfassen neben Proben aus Laborversuchen auch Boden- und Pflanzenproben aus Gefäßversuchen mit technischen Produkten und von belasteten Freilandflächen. Hierbei wird geprüft werden, ob der oxidative Aufschluss mittels TOP-Assay auch direkt auf Feststoffproben anwendbar sowie ob eine genauerer Charakterisierung von Substanzmustern bei der Anwendung des TOP-Assays auf Fluortelmerverbindungen möglich ist. Ob auch nicht extrahierbare Organofluor-Anteile, die mit bisher angewendeten Verfahren nicht erfasst werden, auf den belasteten Flächen eine Rolle spielen, wird mittels 19F-Festkörper-NMR untersucht werden. Innerhalb des Teilprojekts werden außerdem ein Methodentransfer zur Harmonisierung des analytischen Instrumentariums der beteiligten Partner organisiert und entsprechenden Vergleichsuntersuchungen ausgewertet.
Das beantragte Projekt ist die thematische Fortführung des Vorgängervorhabens EOFplus und ein Teilprojekt des Gesamtvorhabens FluorTECH. Es dient dazu, der Ursache der heutigen Grundwasser- und Bodenbelastung landwirtschaftlich genutzter Flächen in Baden-Württemberg näher zu kommen. Im vorliegenden Teilprojekt des TZW werden vor Untersuchungen zum mikrobiellen Abbau von sogenannten Vorläuferverbindungen aus technischen Produkten durchgeführt sowie das Verlagerungspotential fluorierter Verbindungen aus technischen Produkten in Säulenversuchen im Labormaßstab untersucht. Es erfolgt zudem die Qualifizierung von fluorierten Verbindungen in Labor- und Umweltproben und in technischen Produkten mittels verschiedener Einzelstoffverfahren sowie über die Bestimmung von Fluorsummenparametern, um Aussagen zum Freisetzungspotentioal von PFCA und PFSA aus Sickerwasser und Bodenproben treffen zu können. Die Analysen umfassen neben Proben aus Laborversuchen auch Boden- und Pflanzenproben aus Gefäßversuchen mit technischen Produkten und von belasteten Freilandflächen. Hierbei wird geprüft werden, ob der oxidative Aufschluss mittels TOP-Assay auch direkt auf Feststoffproben anwendbar sowie ob eine genauerer Charakterisierung von Substanzmustern bei der Anwendung des TOP-Assays auf Fluortelmerverbindungen möglich ist. Ob auch nicht extrahierbare Organofluor-Anteile, die mit bisher angewendeten Verfahren nicht erfasst werden, auf den belasteten Flächen eine Rolle spielen, wird mittels 19F-Festkörper-NMR untersucht werden. Innerhalb des Teilprojekts werden außerdem ein Methodentransfer zur Harmonisierung des analytischen Instrumentariums der beteiligten Partner organisiert und entsprechenden Vergleichsuntersuchungen ausgewertet.
Das beantragte Projekt ist die thematische Fortführung des Vorgängervorhabens EOFplus und ein Teilprojekt des Gesamtvorhabens FluorTECH. Es dient dazu, der Ursache der heutigen Grundwasser- und Bodenbelastung landwirtschaftlich genutzter Flächen in Baden-Württemberg näher zu kommen. Im vorliegenden Teilprojekt des TZW werden vor Untersuchungen zum mikrobiellen Abbau von sogenannten Vorläuferverbindungen aus technischen Produkten durchgeführt sowie das Verlagerungspotential fluorierter Verbindungen aus technischen Produkten in Säulenversuchen im Labormaßstab untersucht. Es erfolgt zudem die Qualifizierung von fluorierten Verbindungen in Labor- und Umweltproben und in technischen Produkten mittels verschiedener Einzelstoffverfahren sowie über die Bestimmung von Fluorsummenparametern, um Aussagen zum Freisetzungspotentioal von PFCA und PFSA aus Sickerwasser und Bodenproben treffen zu können. Die Analysen umfassen neben Proben aus Laborversuchen auch Boden- und Pflanzenproben aus Gefäßversuchen mit technischen Produkten und von belasteten Freilandflächen. Hierbei wird geprüft werden, ob der oxidative Aufschluss mittels TOP-Assay auch direkt auf Feststoffproben anwendbar sowie ob eine genauerer Charakterisierung von Substanzmustern bei der Anwendung des TOP-Assays auf Fluortelmerverbindungen möglich ist. Ob auch nicht extrahierbare Organofluor-Anteile, die mit bisher angewendeten Verfahren nicht erfasst werden, auf den belasteten Flächen eine Rolle spielen, wird mittels 19F-Festkörper-NMR untersucht werden. Innerhalb des Teilprojekts werden außerdem ein Methodentransfer zur Harmonisierung des analytischen Instrumentariums der beteiligten Partner organisiert und entsprechenden Vergleichsuntersuchungen ausgewertet.
Das beantragte Projekt ist die thematische Fortführung des Vorgängervorhabens EOFplus und ein Teilprojekt des Gesamtvorhabens FluorTECH. Es dient dazu, der Ursache der heutigen Grundwasser- und Bodenbelastung landwirtschaftlich genutzter Flächen in Baden-Württemberg näher zu kommen. Im vorliegenden Teilprojekt des TZW werden vor Untersuchungen zum mikrobiellen Abbau von sogenannten Vorläuferverbindungen aus technischen Produkten durchgeführt sowie das Verlagerungspotential fluorierter Verbindungen aus technischen Produkten in Säulenversuchen im Labormaßstab untersucht. Es erfolgt zudem die Qualifizierung von fluorierten Verbindungen in Labor- und Umweltproben und in technischen Produkten mittels verschiedener Einzelstoffverfahren sowie über die Bestimmung von Fluorsummenparametern, um Aussagen zum Freisetzungspotentioal von PFCA und PFSA aus Sickerwasser und Bodenproben treffen zu können. Die Analysen umfassen neben Proben aus Laborversuchen auch Boden- und Pflanzenproben aus Gefäßversuchen mit technischen Produkten und von belasteten Freilandflächen. Hierbei wird geprüft werden, ob der oxidative Aufschluss mittels TOP-Assay auch direkt auf Feststoffproben anwendbar sowie ob eine genauerer Charakterisierung von Substanzmustern bei der Anwendung des TOP-Assays auf Fluortelmerverbindungen möglich ist. Ob auch nicht extrahierbare Organofluor-Anteile, die mit bisher angewendeten Verfahren nicht erfasst werden, auf den belasteten Flächen eine Rolle spielen, wird mittels 19F-Festkörper-NMR untersucht werden. Innerhalb des Teilprojekts werden außerdem ein Methodentransfer zur Harmonisierung des analytischen Instrumentariums der beteiligten Partner organisiert und entsprechenden Vergleichsuntersuchungen ausgewertet.
Along with the phase-out of legacy long-chain perfluoroalkyl carboxylic acids (PFCAs), perfluoroalkane sulfonic acids (PFSAs) and their precursors, attention has been drawn to emerging per- and polyfluoroalkyl substances (PFASs). This study is aimed at investigating the importance of selected emerging PFASs as pollutants in European coastal environments and a possible transition from legacy long-chain PFCAs and PFSAs to replacement compounds. Therefore, the spatial distribution of 29 PFASs was analysed in surface water and sediment of the North and Baltic Seas sampled in 2017. Levels of the replacement compound HFPO-DA were approximately three times higher than those of its predecessor PFOA in surface water from the North Sea, which is characterised by the influence of point sources and constant exchange with open water. Reanalysis of sample extracts from the last decade showed that HFPO-DA had already been present in 2011, when it had not yet been in focus. In the Baltic Sea with a limited water exchange and dominance of diffuse sources, the proportion of HFPO-DA was negligible, whereas long-chain PFCAs and PFSAs still contributed to ∑PFASs with about 30%. The emerging cyclic compound perfluoro-4-ethylcyclohexanesulfonate (PFECHS), which has not yet been reported in European coastal environments, was detected in 86% of the Baltic Sea samples. Influenced by sediment characteristics in addition to source-specific contributions, the spatial distribution of PFASs in surface sediments was more variable than for water samples. The linear isomer of the long-chain legacy substance PFOS was the predominant compound found over the entire study area. Of the emerging PFASs, 6:6 and 6:8 perfluoroalkyl phosphinic acids (PFPiAs) were identified close to potential industrial inputs and in sedimentation areas. The results show that particular emerging PFASs play a relevant role in the investigated coastal environments and that a shift to replacements is dependent on sources and geographical conditions. Results are expressed on a dry weight basis.
Ausgangssituation für das beantragte Vorhaben sind die Ergebnisse des Forschungsprojektes Entwicklung eines fluorspezifischen Gruppenparameters 'EOF' für Boden und weitere Feststoffmatrices. Dort wurde eine hohe Belastung von Böden aus Mittelbaden mit extrahierbarem organisch gebundenem Fluor (EOF) festgestellt, die für einzelne Standorte im mg/kg-Bereich lag. Mit einer Einzelstoffanalytik von Per- und Polyfluorcarbon- und -sulfonsäuren (PFC) sowie einem semiquantitativen Nachweis von polyfluorierten Alkylphosphaten (PAP) waren allerdings häufig nur ca. 10% bis 60% dieser Befunde erklärbar. Damit bleibt ein großer Anteil des EOF unbekannt. Im vorgeschlagenen Projekt sollen deshalb analytische Screening-Methoden zur Charakterisierung der bislang unbekannten Fraktion des EOF entwickelt werden. Damit soll ein wesentlicher Beitrag zum Verbundprojekt EOF-plus geleistet werden, dessen Ziel das Schließen der Erklärungslücke zwischen EOF und Einzelstoffanalytik ist. Dabei soll die Quelle für poly- und perfluorierten Substanzen (PFAS) und deren Rolle als Präkursoren für die Freisetzung von kurzkettigen und damit mobilen PFCA und PFSA näher charakterisiert werden. Zu diesem Zweck sollen Non-Target-Screening-Methoden mit Flüssigkeitschromatographie und hochauflösender Massenspektrometrie für PFAS entwickelt werden. Mit gezielten, elektrochemischen Oxidationsverfahren soll das Freisetzungspotenzial von poly- und perfluorierten Transformationsprodukten (PFCA, PFSA) ermittelt werden.
<p>Deutschland hat gemeinsam mit Schweden einen Vorschlag zur Beschränkung, der Herstellung, der Vermarktung, des Imports und der Verwendung von Perfluorcarbonsäuren mit neun bis vierzehn Kohlenstoffatomen (C9-C14 PFCAs) bei der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) eingereicht.</p><p>Der Vorschlag gilt auch für deren Salze und Substanzen, die zu den Perfluorcarbonsäuren abgebaut werden können (= Vorläufersubstanzen). Bis zum 20.06.2018 kann der Beschränkungsvorschlag auf der <a href="https://echa.europa.eu/de/restrictions-under-consideration/-/substance-rev/18115/term">ECHA-Internetseite</a> kommentiert werden. Damit die Kommentare bereits bei der ersten Diskussion im März berücksichtigt werden können, begrüßen die ECHA-Ausschüsse frühzeitige Kommentare bis zum 16.02.2018. Mit spezifischen Fragen („Information note on restriction report“) macht die ECHA auf relevante Informationen aufmerksam.</p>
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 41 |
| Land | 7 |
| Wissenschaft | 2 |
| Type | Count |
|---|---|
| Chemische Verbindung | 1 |
| Daten und Messstellen | 2 |
| Ereignis | 1 |
| Förderprogramm | 10 |
| Gesetzestext | 1 |
| Text | 14 |
| unbekannt | 16 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 31 |
| Offen | 13 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 28 |
| Englisch | 24 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Datei | 3 |
| Dokument | 5 |
| Keine | 26 |
| Webseite | 13 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 44 |
| Lebewesen und Lebensräume | 44 |
| Luft | 44 |
| Mensch und Umwelt | 44 |
| Wasser | 44 |
| Weitere | 44 |