==Pkw-Bestand je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner am
01.01.==
===Aussage===
Der Indikator gibt Auskunft zum Pkw-Besatz der Bevölkerung.
Die PKW-Dichte ist in ländlichen Regionen zumeist höher als
in Ballungsräumen. Die Verkehrsbelastung durch Durchgangs-
und Einpendelverkehr bleibt unberücksichtigt.
===Indikatorberechnung===
Für die Berechnung des Indikators „Pkw-Bestand je 1.000
Einwohnerinnen und Einwohner“ wird die Zahl des
Pkw-Bestands am 01.01. durch die Zahl der Einwohnerinnen
und Einwohner am 31.12. des jeweiligen Vorjahres dividiert
und mit 1.000 multipliziert.
===Herkunftsstatistik===
Der Indikator beruht auf Daten der amtlichen
Kraftfahrzeugstatistik des Kraftfahrt-Bundesamtes zum
Personenkraftwagenbestand sowie der Statistischen Ämter des
Bundes und der Länder zur Bevölkerung.
===Merkmalsbeschreibungen===
*'''Kraftfahrzeugbestand'''
Zahl der Fahrzeuge, die zum Zeitpunkt der Zählung an einem
festgelegten Stichtag (1. Januar eines jeden Jahres) mit
einem amtlichen Kennzeichen zum Verkehr zugelassen (bis
1.1.2007 einschließlich der vorübergehend abgemeldeten
Fahrzeuge) und im Zentralen Fahrzeugregister (ZFZR) des
Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) gespeichert sind. Mit
einbezogen sind Fahrzeuge der Bundespolizei und des
Technischen Hilfswerkes (THW). Dagegen sind nicht
einbezogen die Fahrzeuge der Bundeswehr sowie Fahrzeuge mit
rotem bzw. Kurzzeitkennzeichen und mit
Ausfuhrkennzeichen. Die Daten zum Kraftfahrzeugbestand
stammen vom Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg.
*'''Personenkraftwagen'''
Kraftfahrzeuge zur Personenbeförderung mit mindestens vier
Rädern und mit höchstens acht Sitzplätzen außer dem
Fahrersitz. Wohnmobile, Krankenwagen, Bestattungswagen und
beschussgeschützte Fahrzeuge zählten bis 30. September 2005
nicht zu den Personenkraftwagen. Mit der EU-weiten
Harmonisierung werden diese Fahrzeuge mit besonderer
Zweckbestimmung ab 1. Oktober 2005 den Personenkraftwagen
zugeordnet.
*'''Bevölkerung'''
Die Bevölkerung einer Gemeinde umfasst seit Anfang der
1980er Jahre alle Personen, die auf der Grundlage der
geltenden melderechtlichen Bestimmungen in dieser Gemeinde
ihre alleinige oder die Hauptwohnung haben. Vorher wurde
die Bevölkerung am Ort der alleinigen oder der vorwiegend
benutzten Wohnung erfasst (Wohnbevölkerung).
Bei den Bevölkerungsdaten handelt es sich um Fortschreibungszahlen, die ab dem Berichtsmonat Mai 2022 auf den Ergebnissen des Zensus vom 15. Mai 2022 basieren. Die Berichtsjahre 2011 bis 2021 basieren auf den Ergebnissen des Zensus vom 09. Mai 2011.
Die jährliche Fortschreibung der Bevölkerung erfolgt mit
Hilfe der Ergebnisse der Statistik der natürlichen
Bevölkerungsbewegung (Geburten, Sterbefälle und
Eheschließungen), der Wanderungsstatistik (Zu- und
Fortzüge) sowie von Daten zu Ehelösungen, Aufhebungen von
Lebenspartnerschaften, dem Wechsel der Staatsangehörigkeit
und Bestandskorrekturen aufgrund von nachgereichten
Meldungen der Standes- und Einwohnermeldeämter.
Zur Bevölkerung zählen auch die im Bundesgebiet gemeldeten
Ausländer (einschließlich Staatenlose und Schutzsuchende).
Nicht zur Bevölkerung gehören hingegen die Mitglieder der
Stationierungsstreitkräfte sowie der ausländischen
diplomatischen und konsularischen Vertretungen mit ihren
Familienangehörigen.
Die Ergebnisse können Fälle mit unbestimmtem oder diversem
Geschlecht beinhalten, die durch ein definiertes
Umschlüsselungsverfahren auf männlich und weiblich
verteilt wurden.
Bevölkerungsdaten für die Berichtsjahre 1987 bis 2010 wurden
in den alten Bundesländern aufgrund der Ergebnisse der
Volkszählung vom 25. Mai 1987 erstellt, in den neuen
Bundesländern bildet die am 3. Oktober 1990 aufgrund eines
Auszugs des zentralen Einwohnerregisters der ehemaligen DDR
festgestellte amtliche Einwohnerzahl die Grundlage.
===Regionale Besonderheiten===
*Alle Länder
Da dieser Indikator auf einer unterjährigen
stichtagsbezogenen Erhebung basiert und zur Berechnung die
Bevölkerung am 31.12.des Vorjahres herangezogen wird,
erfolgt die visuelle Darstellung der Karten auf Grundlage
des Gebietsstandes am 31.12. des Vorjahres.
*Deutschland (bis 1999)
Einschl. Fahrzeuge mit BP-Kennzeichen, die nicht mehr
gesondert ausgewiesen sind.
*Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz,
Bayern, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt (2006)
Landessumme einschl. Fahrzeuge, die regional nicht
zugeordnet werden konnten.
*Thüringen (1996)
Ergebnisse der kreisfreien Stadt Eisenach
sind im Wartburgkreis enthalten.
*Thüringen (2019)
Infolge kreisübergreifender Gebietsänderungen am 1. Januar
2019 können für die Kreisebene für das Berichtsjahr 2019
für die Kreisfreie Stadt Suhl und die Landkreise Ilm-Kreis,
Saalfeld-Rudolstadt, Schmalkalden-Meiningen, Sonneberg und
Wartburgkreis keine Werte angezeigt werden.
===Weiterführende Informationen===
[http://www.kba.de |Kraftfahrt-Bundesamt]
[https://www.destatis.de/DE/Methoden/Qualitaet/Qualitaetsber
ichte/Bevoelkerung/bevoelkerungsfortschreibung-2017.pdf
|Bevölkerungsfortschreibung:]
[https://www.regionalstatistik.de/genesis/online/data?operat
ion=themes |Regionaldatenbank: Themenbereiche]
1.Unternehmensstatistik (jährlich): Unternehmensformen, Art der Tätigkeit; Anzahl, Art und Fassungsvermögen der Fahrzeuge (Straßenbahn einschl. Hoch- u. U-Bahnen, Obusse, Kraftomnibusse); beschäftigte Personen; Umsatz; Linienlänge, Strecken- und Gleislänge.
2.Verkehrsstatistik (vierteljährlich): Unternehmensformen; beförderte Personen, Personenkilometer, Einnahmen, Wagenkilometer nach Unternehmenform, Verkehrsarten und Verkehrsformen.
Die Umweltpolitik misst der Bedeutung sog. Reboundeffekte eine zunehmende Relevanz bei. Mit dem Begriff Reboundeffekt ist dabei gemeint, dass die Effizienzerhöhung eines Produkts zu einer Mehrnachfrage nach dem Produkt führt. Damit wird das Einsparpotenzial der Effizienzerhöhung nicht oder nur teilweise realisiert, so dass Reboundeffekte den ursprünglichen Zielsetzungen des Produkts zuwiderlaufen. Im Bereich Verkehr lassen sich mehrere Beispiele identifizieren, in denen Reboundeffekte möglicherweise auftreten können, so z.B. über die mögliche Mehrnutzung effizienterer Fahrzeuge oder über eine Erhöhung der Verkehrsleistung durch Infrastrukturausbau. Das Vorhaben soll anhand einer empirischen Analyse bestehender Verkehrsangebote das Vorhandensein und ggf. Größe möglicher Rebound-effekte abschätzen und quantifizieren. Das Vorhaben soll dabei folgendes leisten: - Bestimmung möglicher Beispielfelder für Reboundeffekte im Verkehr - Abschätzung und Quantifizierung ihrer Größe bzw. Effektstärke - Abgrenzung von Reboundeffekten von anderen Effekten (z.B. Wachstumseffekten), die ebenfalls eine Mehrnachfrage nach einem Produkt induzieren können, die jedoch nicht Effizienz-induziert ist. - Ggf. Durchführung einer eigenen empirischen Untersuchung zu Identifizierung von Reboundeffekten in einem bestimmten Beispielfeld (z.B. Nutzung von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben).
Der Fokus in Richtung eines umweltschonenderen Flugverkehrs liegt einerseits in der Reduktion der Nachfrage und andererseits in der umweltverträglicheren Abwicklung des Flugverkehrs. Zur Ermittlung der Potenziale einer verringerten Nachfrage ist die Zusammenstellung des Status Quo mittels Literatur- und Studienrecherche sowie Auswertung erforderlich: Wer fliegt wie, wie oft, wohin und aus welchen Gründen mit welchem Haushaltsnettoeinkommen? Welche Möglichkeiten bestehen, Buchungsmuster aufzubrechen und inwieweit lässt sich die Nachfrage beeinflussen (Potenziale des Nicht-Fliegens u.a. öffentliche Wahrnehmung des Fliegens (Flugscham versus Statuswirkung), unter dem Aspekt der sozialen Gerechtigkeit? Wie und mit welchen kommunikativen Mitteln können das Wissen um die Umweltwirkungen wie z. B. Nicht-CO2-Effekte oder Lärm, das Wissen um Kostenwahrheit Angebotsregulierungen, Zertifikathandel die Nachfrage beeinflussen? Wie lassen sich Alternativen kommunizieren bzw. inwiefern sind Alternativen möglich, welche Anreize sind erforderlich und wirksam? Wie können ggfs. auch Superreiche adressiert werden? Der Luftverkehr gehört global zu den emissionsintensiven Sektoren. Emissionsreduktionen sind insbesondere vor dem Hintergrund der vereinbarten Klimaziele dringend erforderlich. Diese sind auf technischer bzw. technologischer Ebene möglich sowie durch strukturelle und individuelle Veränderungen. Auch fiskalische und marktbasierte Maßnahmen spielen in diesem Zusammenhang eine Rolle, da sie u. a. zu einer Verteuerung von Flügen führen können, aber damit auch Gerechtigkeitsfragen aufwerfen. Ziel ist es, empiriebasierte Potenziale zur Senkung der Nachfrage im Flugverkehr zu ermitteln (z. B. in einem Reallabor) und davon abgeleitet mit Hilfe einer Kommunikationsstrategie Wissen und Maßnahmen zur Reduktion des Flugverkehrs unter Berücksichtigung von Gerechtigkeitsaspekten zu erarbeiten um den Handlungsdruck zu kommunizieren und damit zu erhöhen.
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