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Küstenschutz in naturschutzfachlich besonders sensiblen Bereichen

Von Martin Schulze-Dieckhoff, Frank Thorenz, Theo van Hoorn Mit einer Länge von 17 Kilometern ist Juist die längste und auch die schmalste der Ostfriesischen Inseln. An der Seeseite gewährleistet zur offenen Nordsee hin eine durchgehende Schutzdünenkette den Sturmflutschutz und die Bestandssicherung. Bis auf eine in der Inselmitte gelegene versandete Schutzmauer sind ausschließlich Dünen als naturnahe Küstenschutzelemente vorhanden. Große Teile der Insel sind Teil des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer sowie des Schutzgebietssystems Natura 2000 und weisen eine besonders hohe naturschutzfachliche Wertigkeit auf. Mit einer Länge von 17 Kilometern ist Juist die längste und auch die schmalste der Ostfriesischen Inseln. An der Seeseite gewährleistet zur offenen Nordsee hin eine durchgehende Schutzdünenkette den Sturmflutschutz und die Bestandssicherung. Bis auf eine in der Inselmitte gelegene versandete Schutzmauer sind ausschließlich Dünen als naturnahe Küstenschutzelemente vorhanden. Große Teile der Insel sind Teil des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer sowie des Schutzgebietssystems Natura 2000 und weisen eine besonders hohe naturschutzfachliche Wertigkeit auf. Der Westteil der Insel stellt den Küstenschutz vor große Herausforderungen. Dieser Bereich unterliegt einer längerfristigen Erosion der Strände und Dünen, die durch die großräumigen morphologischen Veränderungen zwischen Borkum und Juist verursacht wird. Auf Grund der schmalen Strände treten bei Sturmfluten zum Teil erhebliche Dünenabbrüche an den Schutzdünen auf. Das Tiefdruckgebiet Sabrina brachte zwischen dem 10. und dem 13. Februar 2020 eine Kette aufeinander folgender Sturmfluten mit sich. Es traten im Westen von Juist Dünenabbrüche von bis zu 20 Metern an der bereits schmalen Randdüne westlich des Billpolders auf. Die Düne erodierte fast vollständig. Um die Sturmflutsicherheit der Schutzdüne rechtzeitig zum Winterhalbjahr 2020/21 wiederherzustellen, begann der NLWKN frühzeitig - unter Einbeziehung der Strand- und Dünenentwicklung sowie der Gefährdungslage der Dünen - mit den Planungen. Für die naturschutzfachliche Bewertung des Maßnahmenbereichs wurden parallel pflanzen- und vogelkundliche Daten ausgewertet und durch aktuelle Kartierungen ergänzt. Um die küsten- und naturschutzfachlich optimalste Lösung zu finden, erfolgten zahlreiche Abstimmungen mit der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer zu diversen Planungsvarianten. Als langfristig nachhaltigste Lösung sowohl für den Küsten- als auch für den Naturschutz wurde eine selektive Verstärkung der Schutzdünen im rückwärtigen Bereich der Dünen entwickelt. Durch Schließung vorhandener Lücken kann der Billpolder auf diese Weise längerfristig, auch bei fortschreitender Erosionstendenz im Westen der Insel, vor Überflutungen geschützt werden. Die Dünen mit einer Mindestbreite von 20 Metern auf einem Höhenniveau von Normalhöhennull (NHN) + 6,5 Meter wurden landschaftsgerecht mit höher aufragenden Kuppen und unterschiedlichen Böschungsneigungen modelliert. Zum Schutz der neugeschaffenen Düne gegen Abtragung durch Windeinwirkung erfolgte eine Bepflanzung mit auf der Insel gewonnenem standorttypischem Strandhafer. Im Weiteren wird die neue Düne der natürlichen Entwicklung überlassen. Durch diese sehr detaillierte, an die örtlichen Verhältnisse angepasste Gestaltung gelang es in enger Abstimmung zwischen Küsteningenieuren und Landschaftsplanern naturschutzfachlich sensible Bereiche wie besonders geschützte Biotope und FFH-Lebensräume soweit wie möglich zu schonen und die Beeinträchtigung zu minimieren. Zudem wurden aus dem Bereich der Bautrasse Krähenbeerenheiden umgepflanzt, um so diese wertvollen Vegetationsbestände zu erhalten. Die Durchführung der Arbeiten in diesem sensiblen Naturraum erforderte eine besonders intensive Umweltbaubegleitung, die in enger Abstimmung mit der Bauüberwachung durch den NLWKN umgesetzt wurde. Auch mit der Entnahme des benötigten Sandes konnte eine Win-Win Situation für Küsten- und Naturschutz erreicht werden: In einem unmittelbar westlich angrenzenden Dünenareal bot sich die Chance, durch die Sandentnahme auch einen von Menschen angelegten Sanddamm zu entfernen. Es entstand ein Dünental mit Offenboden und Entwicklungsmöglichkeiten für Pioniervegetation der nassen Küstendünentäler, die als Biotoptyp „Feuchtes Dünentäler“ derzeit zu den FFH-Lebensraumtypen mit höchster Priorität und vorrangigem Handlungsbedarf zählen. Diese Dünentäler bilden den Lebensraum für vom Aussterben bedrohte und zahlreiche stark gefährdete Pflanzenarten.

NATURA 2000 Landesweit größtes Naturschutzprojekt im öffentlichen Beteiligungsverfahren ? Burgenlandkreis mit 33 zu sichernden Gebieten Beteiligung auch online möglich

Seit dem 4. Oktober 2017 läuft landesweit die öffentliche Auslegung der Unterlagen zum größten naturschutzrechtlichen Verfahren, welches in Sachsen-Anhalt bislang durchgeführt wurde. In insgesamt 114 Einheits- und Verbandsgemeinden können seitdem alle betroffenen Bürgerinnen und Bürger, Bewirtschafter, Verbände usw. die Unterlagen zur Festsetzung der NATURA 2000-Gebiete einsehen und bis zum 4. Dezember ihre Vorschläge, Anregungen und Einwände einreichen. Im Burgenlandkreis sind sieben Kommunen mit 33 zu sichernden NATURA 2000-Gebieten zu beteiligen. Das europäische NATURA 2000-Schutzgebietsnetz besteht aus über 25.000 Schutzgebieten, 298 davon befinden sich in Sachsen-Anhalt. Durch einen Beschluss der Landesregierung vom 29.07.2014 wurde das Landesverwaltungsamt beauftragt, bis Ende 2018 ein öffentliches Ausweisungsverfahren für die bisher noch nicht rechtlich gesicherten NATURA 2000-Gebiete durchzuführen. Noch vor dem öffentlichen Beteiligungsverfahren erfolgte eine breit angelegte Einbeziehung von Bewirtschaftern, Verbänden der Nutzergruppen, anerkannten Naturschutzvereinen sowie Landkreisen und Kommunen. Bereits in dieser Phase konnten viele Hinweise in die Erarbeitung des Verordnungsentwurfes einfließen. ?Diese dem öffentlichen Verfahren vorgelagerte Beteiligung war dabei von entscheidender Bedeutung, denn nur durch gute Informationen und Transparenz kann dieser Prozess gelingen. Uns ist es wichtig, mit den Betroffenen in den Dialog zu gehen, denn nur durch eine gemeinsame Umsetzung mit den Nutzergruppen können wir die Ziele von NATURA 2000 erreichen?, erklärte der Präsident des Landesverwaltungsamtes, Thomas Pleye, bei der Präsentation des Verfahrens am 4. Oktober vor den anwesenden Medienvertretern. ?Das war sehr aufwendig, aber aus unserer Sicht auch fruchtbringend und zielführend. Ich möchte darauf hinweisen, dass dieses vorgelagerte Beteiligungsverfahren und die frühzeitige Einbeziehung der Öffentlichkeit rechtlich nicht vorgeschrieben sind. Wir sind aber der Auffassung, dass dies der richtige Weg ist, um eine Akzeptanz zu erreichen?, so der Präsident weiter.Zusätzlich zu den über 200 Terminen und Erörterungsrunden vor Ort hatte das Landesverwaltungsamt frühzeitig eine Webseite und einen Facebook-Account mit Informationen zum NATURA 2000-Verfahren erstellt. Die NATURA 2000-Webseite dient der Bereitstellung von relevanten Informationen zum Verfahren und informiert transparent über die einzelnen Phasen, um eine breite Beteiligung zu gewährleisten. Adresse: https://www.natura2000-lsa.deIn Vorbereitung des am 4. Oktober begonnenen öffentlichen Beteiligungsverfahrens wurden mehr als 2.500 Karten gedruckt. Die betroffenen Gemeinden erhielten je nach der NATURA 2000-Kulisse in ihrem Zuständigkeitsbereich einen bis mehrere Aktenordner und zugehöriges Kartenmaterial zur Auslegung. Natürlich stehen alle Informationen seit dem 4. Oktober auch online zur Verfügung. Zudem ist es auch möglich, Stellungnahmen online einzureichen. Das Landesverwaltungsamt rät den Einwendern zur Nutzung der bereitgestellten Online-Plattform. Adresse: https://www.online-beteiligung.de/natura-lsa/Nach dem 4. Dezember beginnt die Auswertung der Stellungnahmen und die Überarbeitung des Entwurfs der entsprechenden Landesverordnung. ?Wir wünschen uns eine rege Beteiligung am öffentlichen Verfahren, um so auf die Belange aller Interessengruppen eingehen zu können und damit eine möglichst große Akzeptanz für dieses wichtige europäische Projekt zu erzielen. Die große Herausforderung besteht darin, die verschiedenen Interessen, die im Beteiligungsverfahren geäußert wurden, in eine ausgewogene Entscheidung und damit in die entsprechende Verordnung fließen zu lassen?, so Thomas Pleye.Burgenlandkreis Anzahl der Gebiete: 33Anzahl der betroffenen Gemeinden: 7Beispiel: FFH-Gebiet ?Trockenrasenflächen bei Karsdorf und Glockenseck?Im Burgenlandkreis finden sich viele tolle Orchideenstandorte, unter anderem im FFH-Gebiet ?Trockenrasenflächen bei Karsdorf und Glockenseck?. Zwischen den Orten Laucha (Unstrut), Gleina und Karsdorf, im Westen des Burgenlandkreises, liegt das Schutzgebiet. Es umfasst die nach Westen geneigten Muschelkalkhänge, die ausgehend von der Querfurter Platte in das Unstruttal abfallen, und soll insbesondere dem Schutz verschiedener artenreicher Offenlandlebensräume dienen. Neben Flachland-Mähwiesen prägen das Gebiet besonders Kalk-Pionierrasen und Kalk-Trockenrasen. Letztere sind aufgrund der dort wachsenden zahlreichen Orchideen ein ?prioritärer Lebensraum? ? dies bedeutet, sie sind besonders schützenswert im Rahmen des europäischen Netzwerkes ?Natura 2000?. Eine weitere Besonderheit in dem ca. 193 ha großen Gebiet sind die in Sachsen-Anhalt selten vorkommenden ?Subpannonischen Steppenrasen?, die ebenfalls ?prioritär? sind. Felslebensräume (Silikatfelsen mit Pioniervegetation) und kleinere Waldflächen (Labkraut-Eichen-Hainbuchenwald) ergänzen das vielfältige Mosaik. Die ?Trockenrasenflächen bei Karsdorf und Glockenseck? sind Bestandteil des Naturparks ?Saale-Unstrut-Triasland? und der nördliche Teil des FFH-Gebietes ist bereits als Naturschutzgebiet ?Trockenrasenflächen bei Karsdorf? ausgewiesen. HintergrundWarum Naturschutz, warum NATURA 2000?Vor mehr als 20 Jahren wurde das europaweite Schutzgebietsnetz ?NATURA 2000? ins Leben gerufen. Seitdem entstand ein Netzwerk aus Gebieten, um besonders wertvolle, seltene oder gefährdete Tiere und Pflanzen in ihren natürlichen Lebensräumen zu schützen. Über 25.000 Schutzgebiete ziehen sich durch ganz Europa. Im Bundesland Sachsen-Anhalt bestehen 266 Fauna-Flora-Habitat-Gebiete (FFH-Gebiete) und 32 Vogelschutzgebiete (SPA).NATURA 2000 schützt Arten und LebensräumeAlle Mitgliedsstaaten der europäischen Union haben sich zusammengetan und ein Netz an Schutzgebieten geschaffen, das sich durch ganz Europa zieht und die Schönheit und Vielfalt unserer Natur sichern hilft. Das Projekt trägt den Namen ?NATURA 2000? und ist bisher weltweit einmalig. Dabei haben sich die Länder darauf verständigt, eine bestimmte Anzahl von Gebieten, die besondere Biotope umfassen oder besonders schützenswerten Arten eine Heimat bieten, als NATURA 2000-Gebiete zu melden und zu sichern. In diesen Gebieten besteht das so genannte ?Verschlechterungsverbot?. Das heißt, in diesen Gebieten ist ein günstiger Erhaltungszustand von schützenswerten Lebensräumen sowie Tier- und Pflanzenarten zu bewahren. Die Unterschutzstellung bedeutet nicht die Aufgabe der Nutzung der Gebiete, sondern zielt auf den Erhalt naturnah bewirtschafteter und dadurch artenreicher und vielfältiger Kulturlandschaften ab. Grundlage für die Entscheidung, welche Gebiete als NATURA 2000-Gebiete ausgewiesen werden, sind die EU-Vogelschutzrichtlinie und die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (kurz: FFH-Richtlinie) der EU. Beide Richtlinien bezeichnen schützenswerte Lebensraumtypen sowie Tiere und Pflanzen. Auch Deutschland und somit Sachsen-Anhalt ist in dieses Netzwerk eingebunden. Impressum LandesverwaltungsamtPressestelleErnst-Kamieth-Straße 206112 Halle (Saale)Tel: +49 345 514 1244Fax: +49 345 514 1477Mail: pressestelle@lvwa.sachsen-anhalt.de

NATURA 2000 Landesweit größtes Naturschutzprojekt im öffentlichen Beteiligungsverfahren ? Burgenlandkreis mit 33 zu sichernden Gebieten Beteiligung auch online möglich

Heute, am 4. Oktober 2017 beginnt landesweit die öffentliche Auslegung der Unterlagen zum größten naturschutzrechtlichen Verfahren, welches in Sachsen-Anhalt bislang durchgeführt wurde. In insgesamt 114 Einheits- und Verbandsgemeinden können ab sofort alle betroffenen Bürgerinnen und Bürger, Bewirtschafter, Verbände usw. die Unterlagen zur Festsetzung der NATURA 2000-Gebiete einsehen und bis zum 4. Dezember ihre Vorschläge, Anregungen und Einwände einreichen. Im Burgenlandkreis sind sieben Kommunen mit 33 zu sichernden NATURA 2000-Gebieten zu beteiligen. Das europäische NATURA 2000-Schutzgebietsnetz besteht aus über 25.000 Schutzgebieten, 298 davon befinden sich in Sachsen-Anhalt. Durch einen Beschluss der Landesregierung vom 29.07.2014 wurde das Landesverwaltungsamt beauftragt, bis Ende 2018 ein öffentliches Ausweisungsverfahren für die bisher noch nicht rechtlich gesicherten NATURA 2000-Gebiete durchzuführen. Noch vor dem öffentlichen Beteiligungsverfahren erfolgte eine breit angelegte Einbeziehung von Bewirtschaftern, Verbänden der Nutzergruppen, anerkannten Naturschutzvereinen sowie Landkreisen und Kommunen. Bereits in dieser Phase konnten viele Hinweise in die Erarbeitung des Verordnungsentwurfes einfließen. ?Diese dem öffentlichen Verfahren vorgelagerte Beteiligung war dabei von entscheidender Bedeutung, denn nur durch gute Informationen und Transparenz kann dieser Prozess gelingen. Uns ist es wichtig, mit den Betroffenen in den Dialog zu gehen, denn nur durch eine gemeinsame Umsetzung mit den Nutzergruppen können wir die Ziele von NATURA 2000 erreichen?, erklärte der Präsident des Landesverwaltungsamtes, Thomas Pleye, heute bei der Präsentation des Verfahrens. ?Das war sehr aufwendig, aber aus unserer Sicht auch fruchtbringend und zielführend. Ich möchte darauf hinweisen, dass dieses vorgelagerte Beteiligungsverfahren und die frühzeitige Einbeziehung der Öffentlichkeit rechtlich nicht vorgeschrieben sind. Wir sind aber der Auffassung, dass dies der richtige Weg ist, um eine Akzeptanz zu erreichen?, so der Präsident weiter.Zusätzlich zu den rund 180 Terminen und Erörterungsrunden vor Ort hatte das Landesverwaltungsamt frühzeitig eine Webseite und einen Facebook-Account mit Informationen zum NATURA 2000-Verfahren erstellt. Die NATURA 2000-Webseite dient der Bereitstellung von relevanten Informationen zum Verfahren und informiert transparent über die einzelnen Phasen, um eine breite Beteiligung zu gewährleisten. Adresse: https://www.natura2000-lsa.deIn Vorbereitung des am 4. Oktober beginnenden öffentlichen Beteiligungsverfahrens wurden mehr als 2.500 Karten gedruckt. Die betroffenen Gemeinden erhielten je nach der NATURA 2000-Kulisse in ihrem Zuständigkeitsbereich einen bis mehrere Aktenordner und zugehöriges Kartenmaterial zur Auslegung. Natürlich stehen alle Informationen ab 4. Oktober auch online zur Verfügung. Zudem ist es ab dann auch möglich, Stellungnahmen online einzureichen. Das Landesverwaltungsamt rät den Einwendern zur Nutzung der bereitgestellten Online-Plattform. Adresse: https://www.online-beteiligung.de/natura-lsa/Nach dem 4. Dezember beginnt die Auswertung der Stellungnahmen und die Überarbeitung des Entwurfs der entsprechenden Landesverordnung. ?Wir wünschen uns eine rege Beteiligung am öffentlichen Verfahren, um so auf die Belange aller Interessengruppen eingehen zu können und damit eine möglichst große Akzeptanz für dieses wichtige europäische Projekt zu erzielen. Die große Herausforderung besteht darin, die verschiedenen Interessen, die im Beteiligungsverfahren geäußert wurden, in eine ausgewogene Entscheidung und damit in die entsprechende Verordnung fließen zu lassen?, so Thomas Pleye abschließend.Burgenlandkreis Anzahl der Gebiete: 33Anzahl der betroffenen Gemeinden: 7Beispiel: FFH-Gebiet ?Trockenrasenflächen bei Karsdorf und Glockenseck?Im Burgenlandkreis finden sich viele tolle Orchideenstandorte, unter anderem im FFH-Gebiet ?Trockenrasenflächen bei Karsdorf und Glockenseck?. Zwischen den Orten Laucha (Unstrut), Gleina und Karsdorf, im Westen des Burgenlandkreises, liegt das Schutzgebiet. Es umfasst die nach Westen geneigten Muschelkalkhänge, die ausgehend von der Querfurter Platte in das Unstruttal abfallen, und soll insbesondere dem Schutz verschiedener artenreicher Offenlandlebensräume dienen. Neben Flachland-Mähwiesen prägen das Gebiet besonders Kalk-Pionierrasen und Kalk-Trockenrasen. Letztere sind aufgrund der dort wachsenden zahlreichen Orchideen ein ?prioritärer Lebensraum? ? dies bedeutet, sie sind besonders schützenswert im Rahmen des europäischen Netzwerkes ?Natura 2000?. Eine weitere Besonderheit in dem ca. 193 ha großen Gebiet sind die in Sachsen-Anhalt selten vorkommenden ?Subpannonischen Steppenrasen?, die ebenfalls ?prioritär? sind. Felslebensräume (Silikatfelsen mit Pioniervegetation) und kleinere Waldflächen (Labkraut-Eichen-Hainbuchenwald) ergänzen das vielfältige Mosaik. Die ?Trockenrasenflächen bei Karsdorf und Glockenseck? sind Bestandteil des Naturparks ?Saale-Unstrut-Triasland? und der nördliche Teil des FFH-Gebietes ist bereits als Naturschutzgebiet ?Trockenrasenflächen bei Karsdorf? ausgewiesen. HintergrundWarum Naturschutz, warum NATURA 2000?Vor mehr als 20 Jahren wurde das europaweite Schutzgebietsnetz ?NATURA 2000? ins Leben gerufen. Seitdem entstand ein Netzwerk aus Gebieten, um besonders wertvolle, seltene oder gefährdete Tiere und Pflanzen in ihren natürlichen Lebensräumen zu schützen. Über 25.000 Schutzgebiete ziehen sich durch ganz Europa. Im Bundesland Sachsen-Anhalt bestehen 266 Fauna-Flora-Habitat-Gebiete (FFH-Gebiete) und 32 Vogelschutzgebiete (SPA).NATURA 2000 schützt Arten und LebensräumeAlle Mitgliedsstaaten der europäischen Union haben sich zusammengetan und ein Netz an Schutzgebieten geschaffen, das sich durch ganz Europa zieht und die Schönheit und Vielfalt unserer Natur sichern hilft. Das Projekt trägt den Namen ?NATURA 2000? und ist bisher weltweit einmalig. Dabei haben sich die Länder darauf verständigt, eine bestimmte Anzahl von Gebieten, die besondere Biotope umfassen oder besonders schützenswerten Arten eine Heimat bieten, als NATURA 2000-Gebiete zu melden und zu sichern. In diesen Gebieten besteht das so genannte ?Verschlechterungsverbot?. Das heißt, in diesen Gebieten ist ein günstiger Erhaltungszustand von schützenswerten Lebensräumen sowie Tier- und Pflanzenarten zu bewahren. Die Unterschutzstellung bedeutet nicht die Aufgabe der Nutzung der Gebiete, sondern zielt auf den Erhalt naturnah bewirtschafteter und dadurch artenreicher und vielfältiger Kulturlandschaften ab. Grundlage für die Entscheidung, welche Gebiete als NATURA 2000-Gebiete ausgewiesen werden, sind die EU-Vogelschutzrichtlinie und die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (kurz: FFH-Richtlinie) der EU. Beide Richtlinien bezeichnen schützenswerte Lebensraumtypen sowie Tiere und Pflanzen. Auch Deutschland und somit Sachsen-Anhalt ist in dieses Netzwerk eingebunden. Impressum LandesverwaltungsamtPressestelleErnst-Kamieth-Straße 206112 Halle (Saale)Tel: +49 345 514 1244Fax: +49 345 514 1477Mail: pressestelle@lvwa.sachsen-anhalt.de

Wussten Sie, wie Bienen schlafen? Einladung zu Exkursion

Nationalrechtliche Sicherung der Natura 2000-Gebiete mittels LandesverordnungWussten Sie, wie Bienen schlafen oder dass sich direkt vor Ihrer Haustür seltene Pflanzen befinden? Nein, dann gehen Sie mit uns auf Exkursion!Vor mehr als 20 Jahren wurde das europaweite Schutzgebietsnetz ?Natura 2000? ins Leben gerufen. Seitdem entstand ein Netzwerk aus Gebieten, um besonders wertvolle, seltene oder gefährdete Tiere und Pflanzen in ihren natürlichen Lebensräumen zu schützen. Über 25.000 Schutzgebiete ziehen sich durch ganz Europa.Im Bundesland Sachsen-Anhalt bestehen 266 Fauna-Flora-Habitat-Gebiete (FFH-Gebiete) und 32 Vogelschutzgebiete.Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit des Landesverwaltungsamtes werden in den nächsten Monaten ausgewählte Natura 2000-Gebiete mit ihrer Bedeutung für den Naturschutz und den Menschen vorgestellt. Mit unserer ersten Exkursion möchten wir das 193 ha große und von Pflanzenarten der kontinentalen Steppen geprägte FFH-Gebiet ?Trockenrasenflächen bei Karsdorf und Glockenseck? präsentieren.Aus diesem Anlass möchten wir die Vertreterinnen und Vertreter der Medien recht herzlich zu einem Vororttermin einladen. Am Dienstag, den 30. Juni 2015, um 10 Uhr werden Ihnen die Vertreter des Landesverwaltungsamtes auf einer zweistündigen Exkursion das FFH-Gebiet ?Trockenrasenflächen bei Karsdorf und Glockenseck? vorstellen.Zudem stellen wir Ihnen entsprechendes Info- und Kartenmaterial zur Verfügung. Natürlich wird es die Möglichkeit zu Foto- und Filmaufnahmen geben. Unsere Naturschutzexperten/innen werden Ihnen dazu naturschutz- und gebietsrelevante Motive aufzeigen. Wir erwarten Sie um 10 Uhr am Flugplatz in Laucha (siehe Karte). Von dort starten wir unsere Exkursion.Hoffen wir gemeinsam auf gutes und trockenes Wetter. Bitte geben Sie uns eine kurze Bestätigung Ihrer Teilnahme bis zum 29.06.2015.P.S.: Frau Vopel wird vor Ort sein und ist unter 0151-55145849 erreichbar.Das FFH-Gebiet ?Trockenrasenflächen bei Karsdorf und Glockenseck?Zwischen den Orten Laucha (Unstrut), Gleina und Karsdorf, im Westen des Burgenlandkreises, liegt das FFH-Gebiet FFH0147LSA ?Trockenrasenflächen bei Karsdorf und Glockenseck?. Es umfasst die nach Westen geneigten Muschelkalkhänge, die ausgehend von der Querfurter Platte in das Unstruttal abfallen, und soll insbesondere dem Schutz verschiedener artenreicher Offenlandlebensräume dienen. Neben Flachland-Mähwiesen prägen das Gebiet besonders Kalk-Pionierrasen und Kalk-Trockenrasen. Letztere sind aufgrund der dort wachsenden zahlreichen Orchideen ein ?prioritärer Lebensraum? ? dies bedeutet, sie sind besonders schützenswert im Rahmen des europäischen Netzwerkes ?Natura 2000?. Eine weitere Besonderheit in dem ca. 193 ha großen Gebiet sind die in Sachsen-Anhalt selten vorkommenden ?Subpannonischen Steppenrasen?, die ebenfalls ?prioritär? sind. Felslebensräume (Silikatfelsen mit Pioniervegetation) und kleinere Waldflächen (Labkraut-Eichen-Hainbuchenwald) ergänzen das vielfältige Mosaik. Die ?Trockenrasenflächen bei Karsdorf und Glockenseck? sind Bestandteil des Naturparks ?Saale-Unstrut-Triasland? und der nördliche Teil des FFH-Gebietes ist bereits als Naturschutzgebiet ?Trockenrasenflächen bei Karsdorf? ausgewiesen. Hier waren die Trockenrasen- und Trockenwaldflächen nordwestlich der Gleinaer Berge das Schutzziel der Schutzgebietsverordnung. Das Gebiet hat große Bedeutung als Lebensraum zahlreicher Fledermausarten so zum Beispiel der Kleinen Hufeisennase und des Großen Mausohrs. Auch Zauneidechsen und die seltene Schlingnatter sind hier neben zahlreichen Insektenarten zu finden. Die Exkursion ist in den als ?Glockenseck? oder ?Glockens-Eck? bezeichneten südlichen Teil des Gebietes geplant. HintergrundWarum Naturschutz, warum Natura 2000?Warum verwenden wir weltweit viel Kraft, Emotionen und auch Geld, um unsere Natur zu schützen? Weil der Naturschutz nicht selbstverständlich ist. Natürlich zerstört niemand mutwillig seine Umwelt, dennoch unterliegen wir oftmals Entscheidungszwängen und auch -notwendigkeiten, die dazu beitragen, dass unsere Umwelt sich verändert ? auch zum Negativen. Wir brauchen Industrieansiedlungen, wir wollen ein modernes Straßennetz, um unsere Flexibilität zu gewährleisten, wir brauchen Arbeitsplätze ? all das sind nachvollziehbare und richtige Willensbekundungen, aus deren Umsetzung sich oftmals heftige Naturschutzkonflikte ergeben. Im Ringen um die Schaffung von Arbeitsplätzen o. ä. sind wir dann schnell bereit, auf Kosten der Natur Kompromisse einzugehen, zumal sich die negativen Auswirkungen erst viele Jahre später zeigen. Deshalb braucht es gewisse Regularien, gesetzliche Vorschriften und Richtlinien, die auch in Zukunft eine Artenvielfalt und Schutz der Umwelt mit Augenmaß gewährleisten. Nicht zuletzt ist der Mensch abhängig von funktionierenden Ökosystemen, der Naturschutz dient dadurch unmittelbar der Sicherung unserer Existenz auf diesem Planeten.Natura 2000 schützt Arten und LebensräumeVor diesem Hintergrund haben sich alle europäischen Länder zusammengetan und ein Netz an Schutzgebieten geschaffen, das sich durch ganz Europa zieht und die Schönheit und Vielfalt unserer Natur sichert. Das Projekt trägt den Namen ?Natura 2000? und kann als  bisher weltweit einmalig bezeichnet werden. Dabei haben sich alle Länder darauf verständigt, eine bestimmte Anzahl von Gebieten, die besondere Biotope darstellen oder besonders schützenswerten Arten eine Heimat bieten, als Natura 2000-Gebiete zu melden und auszuweisen. In diesen Gebieten besteht das so genannte ?Verschlechterungsverbot?. Das heißt, der gegenwärtige Zustand des Gebietes ist zu erhalten und darf sich nicht verschlechtern. Das Betreiben von Landwirtschaft, Fischerei oder Forstwirtschaft bleibt selbstverständlich weiterhin möglich. Grundlage für die Entscheidung, welche Gebiete als Natura 2000-Gebiete ausgewiesen werden, sind die Vogelschutzrichtlinie und die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (kurz: FFH-Richtlinie), die schützenswerte Lebensraumtypen und die darin enthaltenen Tiere und Pflanzen bezeichnet. Auch Sachsen-Anhalt ist in dieses Netzwerk eingebunden und hat bisher 32 Vogelschutzgebiete und 266 FFH-Gebiete als Natura 2000-Gebiete gemeldet. Derzeit sind 8 Vogelschutzgebiete und 45 FFH-Gebiete vollständig sichergestellt. Das Ausweisungsverfahren für die bislang noch nicht nationalrechtlich gesicherten Natura 2000-Gebiete mittels einer landesweit gültigen Verordnung ist derzeit in Arbeit. Impressum LandesverwaltungsamtPressestelleErnst-Kamieth-Straße 206112 Halle (Saale)Tel: +49 345 514 1244Fax: +49 345 514 1477Mail: pressestelle@lvwa.sachsen-anhalt.de

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!" $ # ( # % &' )**+ , ' -. / 0 ! Probeflächen und Abgrenzungen Schachtanlage Bartensleben Schachtanlage Marie Grenze der Schachtanlage Grenze der Schachtanlage B1 - B27Probeflächen auf der Schachtanlage Bartensleben und in ihrer näheren Umgebung M1 - M11Probeflächen auf der Schachtanlage Marie und in ihrer näheren Umgebung z.B. B1.1Teilflächen innerhalb der Probeflächen Vorkommen von gefährdeten Pflanzenarten mit Angabe des Gefährdungsstatus nach den Roten Listen (RL) gefährdete Pflanzenart ! Salz-Hornklee (D RL3) Sumpf-Salzschwaden (ST RL0) ! ! B24.3 ! ! ! B6.2 ! B13 B6.3 ! ! B12.2 ! B13.1 ! B14.4 B12 ! B14 B12.1 B22.2 B22.1 B22 ! M1 ! ! ! ! B22.4 ! ! B27.3 ! B21 B21.2 Meter 25 50 100 150 Kartenbasis: DBE, Lageplan der Schachtanlage Bartensleben ´ !!!!! !!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! Krautvegetation und Säume frischer bis feuchter Standorte der Eschen-, Eichen-Hainbuchen- und krautreichen Buchen-Wälder (Querco-Fagetea) Tal-Glatthafer-Wiese (Dauco-Arrhenatheretum elatioris, ST RL 2) Vegetation der Glatthafer-Wiesen (Arrhenatherion elatioris) Wildmöhren-Steinklee-Fluren (Dauco-Meliotion) Brennnessel-Giersch-Saumgesellschaft (Urtico-Aegopodietum) Gesellschaft des Land-Reitgrases (Rubo-Calamagrostietum epigeji) durchsetzt mit Ruderalen Beifuß-Fluren (Artemisietea) Gesellschaft der Tauben Trespe (Brometum sterilis) Ackerwildkraut- und Raukenfluren (Stellarietea mediae) !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! Pfeilkressen-Quecken-Rasen (Cardario drabae-Agropyretum repentis) Vegetation der Kammgras-Weißklee-Weiden und Scherrasen (Cynosurion cristati) Pioniervegetation der Trocken- und Magerrasen (Koelerio-Corynephoretea und Festuco-Brometea) Schilf-Röhricht (Phragmitetea) durchsetzt mit Ruderalen Beifuß-Fluren (Artemisietea) !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! Bachröhrichte (Glycerio-Sparganion) Quellbereich mit Winkel-Seggen-Quellflurgesellschaft (Caricietum remotae) Rauhhaarweidenröschen-Zaunwinden-Flur (Epilobio hirsuti-Convolvuletum) Binnenlandsalzstelle mit Vegetation der Andel-Grasnelken-Wiesen (Glauco-Puccinellietalia) M9.1 M7.1 Salz-Hornklee (D RL3) Binnenlandsalzstelle mit Binnenland-Kurzährenqueller-Flur (Puccinellio distantis- Salicornietum ramosissimae, ST RL 3), Schuppenmieren-Salzschwaden-Rasen (Puccinellietum distantis) und Vegetation der Andel-Grasnelken-Wiesen (Glauco-Puccinellietalia) Rote Liste Status der gefährdeten Pflanzengesellschaften M3.1 M3 ! M2.6 M2.5 ST RL2Pflanzengesellschaft in Sachsen-Anhalt stark gefährdet ST RL3Pflanzengesellschaft in Sachsen-Anhalt gefährdet M8 M6.1 M8.1 Realisierung Abwetterbauwerk 2008/2009 M8.2 Quelle: - KORNECK, D. et al.: Rote Liste der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands, Schriftenreihe für Vegetationskunde, Heft 28, 1996 - LANDESAMT FÜR UMWELTSCHUTZ SACHSEN-ANHALT: Berichte des LAU, Heft 39, Rote Liste der Farn- und Blütenpflanzengesellschaften des Landes Sachsen-Anhalt, 2004 - POTT, R.: Die Pflanzengesellschaften Deutschlands, 1992 - RIECKEN, U. et al.: Rote Liste der gefährdeten Biotoptypen der BRD, 1996 - HERBSTREIT LANDSCHAFTSARCHITEKTEN: Vegetationskundliche Kartierung, Stand November 2007 Salz-Hornklee (D RL3) B27.2 0 M6.2 ! ! B27 Maßstab im Original 1 : 2.000 Salz-Hornklee (D RL3) B20 ! B27.1 ! B21.2 M2 M1.1 ! B20.3 B26.2 B26.1 ! M2.3 M3.2 M2.4 M6 B26 B21.1 !! M2.2 M2.1 ! B20.2 B22.3 B26.4 ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! B20.2 ! B15.1 !! M4.2 M4 M4.1 ! B26.5 B26.6 B26.7 !! ! ! ! B18.2 M5 M5.1 ! M1.2 ! ! B15.2 B18.6 B26.3 B15.3 B18.6 !! ! B19.1 ! M7 ! B15 ! ! ! Salz-Hornklee (D RL3) M11.3 B20.1 ! ! Salz-Hornklee (D RL3) Wiesen-Habichtskraut (ST RL3) Wiesen-Kammgras (ST RL3) M7.2 M5.2 M5.1 Salz-Hornklee (D RL3) Sumpf-Salzschwaden (ST RL0) B20.1 B18.1 !! M11.2 M11 B8.1 B8 B5.2 Wiesen-Habichtskraut (ST RL3) ! ! B18.3 !! ! ! B5 Salz-Hornklee (D RL3) B23.1 M9 B16 B16.2 B5.1 ! ! Gehölzpflanzung mit Dominanz von Spitz-Ahorn (Acer platanoides), Berg-Ahorn (A. pseudoplatanus) und Hänge-Birke (Betula pendula) ! Salz-Hornklee (D RL3) Sumpf-Salzschwaden (ST RL0) ! ! ! ! B18 Ruderale Beifuß-Fluren (Artemisietea) ! Bruch-Weide (ST RL1) B16.1 ! Vegetation der Knoblauchsrauken-Saum- und Lichtungssgesellschaften (Alliarion) ! ! B18.4 ! M11.1 ! ! B17.1 B14.2 B11.1 ! B19.2 Strand-Sohde (ST RL3) Dickblättriger Gänsefuß (ST RL3) Schlitzblättriger Stielsame (ST RL3) Sumpf-Salzschwaden (ST RL0) B14.1 ! ! B18.5 ! B17.2 Glanzmelden-Flur (Atriplicetum acuminatae) M10.1 ! ! ! ! ! ! B12.4 B11 B17 B25.2 ! ! ! B25.1 ! B11.2 ! ! ! ! ! B2 ! ! B6.4 ! B19 gefährdet Pflanzengesellschaften mit Angaben gefährdeter Gesellschaften ! B12.3 B2.1 ! ! B25 stark gefährdet RL3 Salz-Hornklee (D RL3) ! ! vom Aussterben bedroht RL2 ! ! ! ! Salz-Hornklee (D RL3) ! ! B14.3 ! ! ! B9 B10.1 ! ! ! B4 ! ! B10.2 B6.1 B6 Salz-Hornklee (D RL3) Dickblättriger Gänsefuß (ST RL3) B1.1 B24.1a M10 B3.1 B3 B3.2 B1.2 Strand-Dreizack (ST RL3) Salzwiesen-Breit-Wegerich (D RL2) Strand-Wegerich (ST RL2) Gewöhnlicher Kurzähren-Queller (ST RL3) Strand-Sohde (ST RL3) Stielfrüchtige Salzmelde (ST RL3) Raue Nelke (ST RL3) Dickblättriger Gänsefuß (ST RL3) Schlitzblättriger Stielsame (ST RL3) Salz-Hornklee (D RL3) Sumpf-Salzschwaden (ST RL0) M10.3 M10.2 B10 ! B24.1b Bruch-Weide (ST RL1) Berg-Ehrenpreis (ST RL3) B7.1 B4.1 ! B1 B1.2 ! B1.3 ausgestorben oder verschollen RL1 ! ! ! ! B7 ! ! B1.1 Dickblättriger Gänsefuß (ST RL3) B23 B7.2 ! B24.2a B24.1c Deutschland RL0 Steppen-Salbei (ST RL2) Salz-Hornklee (D RL3) Sumpf-Salzschwaden (ST RL0) B1.5 ! B24 B8.2 ! B24.2b Sachsen-Anhalt D Salz-Hornklee (D RL3) B24.4 B24.2c B1.4 E R Mo A rsl ebe Strand Dreizack (St RL3) Salz-Binse (ST RL3) Strand-Beifuß (ST RL0) Gewöhnlicher Kurzähren-Queller (ST RL3) Sumpf-Salzschwaden (ST RL0) Gewöhnlicher Kurzähren-Queller (ST RL3) Salzwiesen-Breit-Wegerich (D RL2) Salz-Binse (ST RL3) Strand Dreizack (St RL3) Sumpf-Salzschwaden (ST RL0) Dickblättriger Gänsefuß (ST RL3) Salz-Hornklee (D RL3) Salz-Binse (ST RL3) Sumpf-Salzschwaden (ST RL0) Dickblättriger Gänsefuß (ST RL3) Salz-Hornklee (D RL3) Kartenbasis: Darstellung auf Grundlage der TK 1:10 000 Teildarstellung der Blätter 3732-NW, 3732-NO, 3732-SW, 3732-SO Mit Erlaubnis des LVermGeo (Landesamt für Vermessung u. Geoinformation) Sachsen-Anhalt vom 28.08.2009 Erlaubnisnummern: LVermGeo/A9-46740-2009-14 und A9-46741-2009-14 n Kartenbasis: Darstellung auf Grundlage der TK 1:10 000 Teildarstellung der Blätter 3732-NW, 3732-NO, 3732-SW, 3732-SO Mit Erlaubnis des LVermGeo (Landesamt für Vermessung u. Geoinformation) Sachsen-Anhalt vom 28.08.2009 Erlaubnisnummern: LVermGeo/A9-46740-2009-14 und A9-46741-2009-14 ST ! 0128.08.2009 Rev.Stand Vervielfältigungserlaubnisse nachgetragen Neumann B27.3 Maßstab im Original 1 : 2.000 Meter 0 25 50 100 Kartenbasis: DBE, Lageplan der Schachtanlage Marie 150 ´ gepr./freigeg. Unterschrift Änderung BfS Bundesamt für Strahlenschutz Projekt:Stilllegung des Endlagers für radioaktive Abfälle Morsleben (ERAM) Datum Name/Unterschrift gez.01.2009 Quosdorf Herbstreit Landschaftsarchitekten bearb.01.2009 Blasig Karthäuserstraße 12, 31139 Hildesheim gepr.01.2009 Neumann Maßstab CAD-Nr. Ersteller und Zeichnungsnummer Fremd Umweltverträglichkeitsstudie zum Planfeststellungsverfahren Titel: 1:2.000 Anlage 1 Ergebnisse der selektiven vegetationskundlichen Kartierung auf den Schachtanlagen und in der näheren Umgebung MF-Nr. 1 1 Blatt..............von..............Blatt Klassifizierung: Für diese Zeichnung behalten wir uns alle Rechte vor Projekt N A N N 9 M N N N N N N N N N N N N N N N N 2 7 3 0 0 0 1 1 Funktion N Objekt-Kennz. PSP-Element A A A A Komponente N N A A N N N Baugruppe A A A N N Aufgabe X A A X UBA UA X A A Lfd. Nr. N N N Rev. N N N XL 0 0 51 01 Probeflächen und Lagebezeichnungen U1 - U12 Probeflächen der avifaunistischen Kartierung in der Umgebung der Schachtanlagen M/B Probeflächen der avifaunistischen Kartierung auf den Schachtgeländen ! Niststandorte bemerkenswerter Vogelarten Vorkommen von gefährdeten Vogelarten STSachsen-Anhalt DDeutschland RL2stark gefährdet RL3gefährdet bmöglicherweise brütend cwahrscheinlich brütend dsicher brütend nregelmäßiger Nahrungsgast übeobachtet beim Überflug G25 n G G23 G G14 G22 GG G13 Rauchschwalbe n (ST RL3) G G11 Rotmilan n (ST RL3) G Rotmilan d (ST RL3) U2 Mehlschwalbe d ! E R Mo A rsl ebe Rauchschwalbe d (ST RL3) ! ! M M U1 Turmfalke d ! Weißstorch n (D RL3) Rebhuhn c (D RL2, ST RL3) Braunkehlchen c (D RL3, ST RL3) Feldlerche b (D RL 3) U3 Rotmilan ü, n (ST RL3) G19 G U4 Neuntöter d ! Avifaunistische Bedeutung im großräumigen Zusammenhang hoch mittel gering sehr gering Probestellen Makrozoobenthos und Vegetation G1 G Untersuchungsstellen des Makrozoobenthos und der Vegetation an Salzbach, Salzwassergraben und Aller An den Untersuchungsstellen G15, G18 und G25 wurde nur das Makrozoobenthos untersucht BSchachtanlage Bartensleben MSchachtanlage Marie U8 Kiebitz c (D RL2, ST RL2) U5 G6 G ! U6 01.2009 Rotmilan ü, n (ST RL3) Feldlerche c (D RL 3) G5 G Braunkehlchen d (D RL3, ST RL3) U10 ! G4 U7 G Mauersegler d G18 G B ! B Feldlerche c (D RL 3) U12 Rauchschwalbe n (ST RL3) Rotmilan ü (ST RL3) Feldsperling b (ST RL3) U9 G15 G Quelle: - BAUER, H.-G. et al.: Rote Liste der Brutvögel Deutschlands, 2007 - DORNBUSCH, G. et al.: Rote Liste der Vögel (Aves) des Landes Sachsen-Anhalt, 2004 - HERBSTREIT LANDSCHAFTSARCHITEKTEN: Avifaunistische Kartierung, Stand November 2007 Weißstorch n (D RL3) Rebhuhn c (D RL2, ST RL3) Braunkehlchen c (D RL3, ST RL3) Feldlerche b (D RL 3) Rotmilan c (ST RL3) Rebhuhn c (D RL2, ST RL3) Feldlerche b (D RL 3) U11 0128.08.2009 Rev.Stand Maßstab im Original 1 : 10.000 Meter 0 100 200 400 600 800 ´ Kartenbasis: Darstellung auf Grundlage der TK 1:10 000 Teildarstellung der Blätter 3732-NW, 3732-NO, 3732-SW, 3732-SO Mit Erlaubnis des LVermGeo (Landesamt für Vermessung u. Geoinformation) Sachsen-Anhalt vom 28.08.2009 Erlaubnisnummern: LVermGeo/A9-46740-2009-14 und A9-46741-2009-14 Neumann gepr./freigeg. Unterschrift Änderung BfS Bundesamt für Strahlenschutz Rebhuhn c (D RL2, ST RL3) ! Vervielfältigungserlaubnisse nachgetragen Neuntöter c ! Projekt:Stilllegung des Endlagers für radioaktive Abfälle Morsleben (ERAM) Datum Name/Unterschrift gez.01.2009 Quosdorf Herbstreit Landschaftsarchitekten bearb.01.2009 Blasig Karthäuserstraße 12, 31139 Hildesheim gepr.01.2009 Neumann Maßstab CAD-Nr. Ersteller und Zeichnungsnummer Fremd Umweltverträglichkeitsstudie zum Planfeststellungsverfahren Titel: 1:10.000 Anlage 2 Ergebnisse der avifaunistischen Kartierung in der Umgebung der Schachtanlagen und Lage der Gewässeruntersuchungsstellen MF-Nr. 1 1 Blatt..............von..............Blatt Klassifizierung: Für diese Zeichnung behalten wir uns alle Rechte vor Projekt N A N N 9 M N N N N N N N N N N N N N N N N 2 7 3 0 0 0 1 1 Funktion N Objekt-Kennz. PSP-Element A A A A Komponente N N A A N N N Baugruppe A A A N N Aufgabe X A A X UBA UA X A A Lfd. Nr. N N N Rev. N N N XL 0 0 52 01

FFH9_SPA11_5a_nord_lrt_und_biotope.pdf

Grenze FFH-Gebiet 424,5 Amtliche Elbe - Kilometrierung Lebensraumtypen nach Anhang I FFH-Richtlinie 2330_Dünen mit offenen Grasflächen 3150_natürliche eutrophe Seen 3270_Flüsse mit Schlammbänken 6430_Feuchte Hochstaudenfluren 6440_Brenndolden-Auenwiesen 6510_Magere Flachland-Mähwiesen 431 9160_Subatlantischer oder mitteleuropäischer Stieleichen oder Eichen-Hainbuchenwald 9190_Alte bodensaure Eichenwälder auf Sandebenen 91E0_Weichholzauenwälder an Fließgewässern (Salicion albae) 91F0_Hartholzauenwälder 430,5 428,5 Sonstige Biotope (inclusive § 37-Biotope) 428 427,5 Wälder und Forste 429 427 Mischbestand Laubholz, überwiegend heimische Baumarten 430 429,5 Mischbestand Laubholz, nur heimische Arten Reinbestand Birke, Zitterpappel Reinbestand Erle, Weide 426,5 Reinbestand Roteiche und sonstige Pappel Reinbestand Eiche Sonstige Erlenbruchwälder Mischbestand Laubholz-Nadelholz, überwiegend heimische Baumarten Reinbestand Kiefer 426 Gehölze Gewässer Gebüsche / BaumgruppenFließgewässer Hecken und BaumreihenNatürliche eutrophe Stillgewässer Feuchtgebüsche Sümpfe, Röhrichte und Pioniervegetation 425,5 Schilf-Landröhricht Rohrglanzgrans-Landröhricht Pioniervegetation auf (wechsel-) nassen, nährstoffarmen Sandstandorten Pioniervegetation auf (wechsel-) nassen, nährstoffreichen Standorten Vegetationsarmer Uferbereich, natürlich Seggenriede und sonstige Sümpfe Feuchte Hochstaudenflur 425 Grünland Magerrasen FlutrasenSandtrockenrasen Feucht - und NasswieseSandtrockenrasen (verbracht, verbuscht) Artenarmes Intensivgrünland Brache, brachebeeinflusstes Grünland 424,5 Mesophiles Grünland Vegetationsfreie Flächen 424 423,5 Ruderalfluren Vegetationsfreie Flächen (anthropogen)Landreitgras-Dominanzbestand Vegetationsfreie Fläche (natürlich)Ruderalflur Landwirtschaftlich genutzte Flächen Acker Bebauter Bereich Bebautes Gelände, Wege, Straßen und Grünanlagen 423 422,5 Managementplan für das FFH-Gebiet "Elbaue Werben und Alte Elbe Kannenberg" und den dazugehörigen Ausschnitt des EU SPA "Elbaue bei Jerichow" 422 FFH_0009 (DE 3138 301) und SPA_0011 (DE 3437 401) Karte 05a -- 421,5 FFH - Lebensraumtypen und sonstige Biotope (Nordteil) Maßstab: 1 : 10.000 Auftraggeber: Landesamt für Umweltschutz ( ! Nitzow Fachbereich 4 421 Sachsen - Anhalt ( ! Werben (Elbe) Prof. Hellriegel Institut e.V. Auftragnehmer: Strenzfelder Allee 28 06406 Bernburg 420,5 Leitung: Prof. Dr. Klaus Richter Tel.: 03471/355 1182 e-mail. krichter@loel.hs-anhalt.de Datum der Ausfertigung: September 2009 ( ! Sandau (Elbe) 420 Kartengrundlage: Kartendarstellung mit Genehmigung des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation Sachsen - Anhalt. Geobasisdaten LVermGeo LSA (www.lvermgeo.sachsen-anhalt.de)/10008 Dargestellter Kartenausschnitt Maßstab: 1 : 75.000 0 419,5 250 500 1.000 Meter ¥

BfS-Unterlage zu "Umweltverträglichkeitsstudie zum Planfeststellungsverfahren | Anlage Nr. 13 - Kartenteil" (PDF, nicht barrierefrei)

!" $ # ( # % &' )**+ , ' -. / 0 ! Probeflächen und Abgrenzungen Schachtanlage Bartensleben Schachtanlage Marie Grenze der Schachtanlage Grenze der Schachtanlage B1 - B27Probeflächen auf der Schachtanlage Bartensleben und in ihrer näheren Umgebung M1 - M11Probeflächen auf der Schachtanlage Marie und in ihrer näheren Umgebung z.B. B1.1Teilflächen innerhalb der Probeflächen Vorkommen von gefährdeten Pflanzenarten mit Angabe des Gefährdungsstatus nach den Roten Listen (RL) gefährdete Pflanzenart ! Salz-Hornklee (D RL3) Sumpf-Salzschwaden (ST RL0) ! ! B24.3 ! ! ! B6.2 ! B13 B6.3 ! ! B12.2 ! B13.1 ! B14.4 B12 ! B14 B12.1 B22.2 B22.1 B22 ! M1 ! ! ! ! B22.4 ! ! B27.3 ! B21 B21.2 Meter 25 50 100 150 Kartenbasis: DBE, Lageplan der Schachtanlage Bartensleben ´ !!!!! !!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! Krautvegetation und Säume frischer bis feuchter Standorte der Eschen-, Eichen-Hainbuchen- und krautreichen Buchen-Wälder (Querco-Fagetea) Tal-Glatthafer-Wiese (Dauco-Arrhenatheretum elatioris, ST RL 2) Vegetation der Glatthafer-Wiesen (Arrhenatherion elatioris) Wildmöhren-Steinklee-Fluren (Dauco-Meliotion) Brennnessel-Giersch-Saumgesellschaft (Urtico-Aegopodietum) Gesellschaft des Land-Reitgrases (Rubo-Calamagrostietum epigeji) durchsetzt mit Ruderalen Beifuß-Fluren (Artemisietea) Gesellschaft der Tauben Trespe (Brometum sterilis) Ackerwildkraut- und Raukenfluren (Stellarietea mediae) !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! Pfeilkressen-Quecken-Rasen (Cardario drabae-Agropyretum repentis) Vegetation der Kammgras-Weißklee-Weiden und Scherrasen (Cynosurion cristati) Pioniervegetation der Trocken- und Magerrasen (Koelerio-Corynephoretea und Festuco-Brometea) Schilf-Röhricht (Phragmitetea) durchsetzt mit Ruderalen Beifuß-Fluren (Artemisietea) !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! Bachröhrichte (Glycerio-Sparganion) Quellbereich mit Winkel-Seggen-Quellflurgesellschaft (Caricietum remotae) Rauhhaarweidenröschen-Zaunwinden-Flur (Epilobio hirsuti-Convolvuletum) Binnenlandsalzstelle mit Vegetation der Andel-Grasnelken-Wiesen (Glauco-Puccinellietalia) M9.1 M7.1 Salz-Hornklee (D RL3) Binnenlandsalzstelle mit Binnenland-Kurzährenqueller-Flur (Puccinellio distantis- Salicornietum ramosissimae, ST RL 3), Schuppenmieren-Salzschwaden-Rasen (Puccinellietum distantis) und Vegetation der Andel-Grasnelken-Wiesen (Glauco-Puccinellietalia) Rote Liste Status der gefährdeten Pflanzengesellschaften M3.1 M3 ! M2.6 M2.5 ST RL2Pflanzengesellschaft in Sachsen-Anhalt stark gefährdet ST RL3Pflanzengesellschaft in Sachsen-Anhalt gefährdet M8 M6.1 M8.1 Realisierung Abwetterbauwerk 2008/2009 M8.2 Quelle: - KORNECK, D. et al.: Rote Liste der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands, Schriftenreihe für Vegetationskunde, Heft 28, 1996 - LANDESAMT FÜR UMWELTSCHUTZ SACHSEN-ANHALT: Berichte des LAU, Heft 39, Rote Liste der Farn- und Blütenpflanzengesellschaften des Landes Sachsen-Anhalt, 2004 - POTT, R.: Die Pflanzengesellschaften Deutschlands, 1992 - RIECKEN, U. et al.: Rote Liste der gefährdeten Biotoptypen der BRD, 1996 - HERBSTREIT LANDSCHAFTSARCHITEKTEN: Vegetationskundliche Kartierung, Stand November 2007 Salz-Hornklee (D RL3) B27.2 0 M6.2 ! ! B27 Maßstab im Original 1 : 2.000 Salz-Hornklee (D RL3) B20 ! B27.1 ! B21.2 M2 M1.1 ! B20.3 B26.2 B26.1 ! M2.3 M3.2 M2.4 M6 B26 B21.1 !! M2.2 M2.1 ! B20.2 B22.3 B26.4 ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! B20.2 ! B15.1 !! M4.2 M4 M4.1 ! B26.5 B26.6 B26.7 !! ! ! ! B18.2 M5 M5.1 ! M1.2 ! ! B15.2 B18.6 B26.3 B15.3 B18.6 !! ! B19.1 ! M7 ! B15 ! ! ! Salz-Hornklee (D RL3) M11.3 B20.1 ! ! Salz-Hornklee (D RL3) Wiesen-Habichtskraut (ST RL3) Wiesen-Kammgras (ST RL3) M7.2 M5.2 M5.1 Salz-Hornklee (D RL3) Sumpf-Salzschwaden (ST RL0) B20.1 B18.1 !! M11.2 M11 B8.1 B8 B5.2 Wiesen-Habichtskraut (ST RL3) ! ! B18.3 !! ! ! B5 Salz-Hornklee (D RL3) B23.1 M9 B16 B16.2 B5.1 ! ! Gehölzpflanzung mit Dominanz von Spitz-Ahorn (Acer platanoides), Berg-Ahorn (A. pseudoplatanus) und Hänge-Birke (Betula pendula) ! Salz-Hornklee (D RL3) Sumpf-Salzschwaden (ST RL0) ! ! ! ! B18 Ruderale Beifuß-Fluren (Artemisietea) ! Bruch-Weide (ST RL1) B16.1 ! Vegetation der Knoblauchsrauken-Saum- und Lichtungssgesellschaften (Alliarion) ! ! B18.4 ! M11.1 ! ! B17.1 B14.2 B11.1 ! B19.2 Strand-Sohde (ST RL3) Dickblättriger Gänsefuß (ST RL3) Schlitzblättriger Stielsame (ST RL3) Sumpf-Salzschwaden (ST RL0) B14.1 ! ! B18.5 ! B17.2 Glanzmelden-Flur (Atriplicetum acuminatae) M10.1 ! ! ! ! ! ! B12.4 B11 B17 B25.2 ! ! ! B25.1 ! B11.2 ! ! ! ! ! B2 ! ! B6.4 ! B19 gefährdet Pflanzengesellschaften mit Angaben gefährdeter Gesellschaften ! B12.3 B2.1 ! ! B25 stark gefährdet RL3 Salz-Hornklee (D RL3) ! ! vom Aussterben bedroht RL2 ! ! ! ! Salz-Hornklee (D RL3) ! ! B14.3 ! ! ! B9 B10.1 ! ! ! B4 ! ! B10.2 B6.1 B6 Salz-Hornklee (D RL3) Dickblättriger Gänsefuß (ST RL3) B1.1 B24.1a M10 B3.1 B3 B3.2 B1.2 Strand-Dreizack (ST RL3) Salzwiesen-Breit-Wegerich (D RL2) Strand-Wegerich (ST RL2) Gewöhnlicher Kurzähren-Queller (ST RL3) Strand-Sohde (ST RL3) Stielfrüchtige Salzmelde (ST RL3) Raue Nelke (ST RL3) Dickblättriger Gänsefuß (ST RL3) Schlitzblättriger Stielsame (ST RL3) Salz-Hornklee (D RL3) Sumpf-Salzschwaden (ST RL0) M10.3 M10.2 B10 ! B24.1b Bruch-Weide (ST RL1) Berg-Ehrenpreis (ST RL3) B7.1 B4.1 ! B1 B1.2 ! B1.3 ausgestorben oder verschollen RL1 ! ! ! ! B7 ! ! B1.1 Dickblättriger Gänsefuß (ST RL3) B23 B7.2 ! B24.2a B24.1c Deutschland RL0 Steppen-Salbei (ST RL2) Salz-Hornklee (D RL3) Sumpf-Salzschwaden (ST RL0) B1.5 ! B24 B8.2 ! B24.2b Sachsen-Anhalt D Salz-Hornklee (D RL3) B24.4 B24.2c B1.4 E R Mo A rsl ebe Strand Dreizack (St RL3) Salz-Binse (ST RL3) Strand-Beifuß (ST RL0) Gewöhnlicher Kurzähren-Queller (ST RL3) Sumpf-Salzschwaden (ST RL0) Gewöhnlicher Kurzähren-Queller (ST RL3) Salzwiesen-Breit-Wegerich (D RL2) Salz-Binse (ST RL3) Strand Dreizack (St RL3) Sumpf-Salzschwaden (ST RL0) Dickblättriger Gänsefuß (ST RL3) Salz-Hornklee (D RL3) Salz-Binse (ST RL3) Sumpf-Salzschwaden (ST RL0) Dickblättriger Gänsefuß (ST RL3) Salz-Hornklee (D RL3) Kartenbasis: Darstellung auf Grundlage der TK 1:10 000 Teildarstellung der Blätter 3732-NW, 3732-NO, 3732-SW, 3732-SO Mit Erlaubnis des LVermGeo (Landesamt für Vermessung u. Geoinformation) Sachsen-Anhalt vom 28.08.2009 Erlaubnisnummern: LVermGeo/A9-46740-2009-14 und A9-46741-2009-14 n Kartenbasis: Darstellung auf Grundlage der TK 1:10 000 Teildarstellung der Blätter 3732-NW, 3732-NO, 3732-SW, 3732-SO Mit Erlaubnis des LVermGeo (Landesamt für Vermessung u. Geoinformation) Sachsen-Anhalt vom 28.08.2009 Erlaubnisnummern: LVermGeo/A9-46740-2009-14 und A9-46741-2009-14 ST ! 0128.08.2009 Rev.Stand Vervielfältigungserlaubnisse nachgetragen Neumann B27.3 Maßstab im Original 1 : 2.000 Meter 0 25 50 100 Kartenbasis: DBE, Lageplan der Schachtanlage Marie 150 ´ gepr./freigeg. Unterschrift Änderung BfS Bundesamt für Strahlenschutz Projekt:Stilllegung des Endlagers für radioaktive Abfälle Morsleben (ERAM) Datum Name/Unterschrift gez.01.2009 Quosdorf Herbstreit Landschaftsarchitekten bearb.01.2009 Blasig Karthäuserstraße 12, 31139 Hildesheim gepr.01.2009 Neumann Maßstab CAD-Nr. Ersteller und Zeichnungsnummer Fremd Umweltverträglichkeitsstudie zum Planfeststellungsverfahren Titel: 1:2.000 Anlage 1 Ergebnisse der selektiven vegetationskundlichen Kartierung auf den Schachtanlagen und in der näheren Umgebung MF-Nr. 1 1 Blatt..............von..............Blatt Klassifizierung: Für diese Zeichnung behalten wir uns alle Rechte vor Projekt N A N N 9 M N N N N N N N N N N N N N N N N 2 7 3 0 0 0 1 1 Funktion N Objekt-Kennz. PSP-Element A A A A Komponente N N A A N N N Baugruppe A A A N N Aufgabe X A A X UBA UA X A A Lfd. Nr. N N N Rev. N N N XL 0 0 51 01 Probeflächen und Lagebezeichnungen U1 - U12 Probeflächen der avifaunistischen Kartierung in der Umgebung der Schachtanlagen M/B Probeflächen der avifaunistischen Kartierung auf den Schachtgeländen ! Niststandorte bemerkenswerter Vogelarten Vorkommen von gefährdeten Vogelarten STSachsen-Anhalt DDeutschland RL2stark gefährdet RL3gefährdet bmöglicherweise brütend cwahrscheinlich brütend dsicher brütend nregelmäßiger Nahrungsgast übeobachtet beim Überflug G25 n G G23 G G14 G22 GG G13 Rauchschwalbe n (ST RL3) G G11 Rotmilan n (ST RL3) G Rotmilan d (ST RL3) U2 Mehlschwalbe d ! E R Mo A rsl ebe Rauchschwalbe d (ST RL3) ! ! M M U1 Turmfalke d ! Weißstorch n (D RL3) Rebhuhn c (D RL2, ST RL3) Braunkehlchen c (D RL3, ST RL3) Feldlerche b (D RL 3) U3 Rotmilan ü, n (ST RL3) G19 G U4 Neuntöter d ! Avifaunistische Bedeutung im großräumigen Zusammenhang hoch mittel gering sehr gering Probestellen Makrozoobenthos und Vegetation G1 G Untersuchungsstellen des Makrozoobenthos und der Vegetation an Salzbach, Salzwassergraben und Aller An den Untersuchungsstellen G15, G18 und G25 wurde nur das Makrozoobenthos untersucht BSchachtanlage Bartensleben MSchachtanlage Marie U8 Kiebitz c (D RL2, ST RL2) U5 G6 G ! U6 01.2009 Rotmilan ü, n (ST RL3) Feldlerche c (D RL 3) G5 G Braunkehlchen d (D RL3, ST RL3) U10 ! G4 U7 G Mauersegler d G18 G B ! B Feldlerche c (D RL 3) U12 Rauchschwalbe n (ST RL3) Rotmilan ü (ST RL3) Feldsperling b (ST RL3) U9 G15 G Quelle: - BAUER, H.-G. et al.: Rote Liste der Brutvögel Deutschlands, 2007 - DORNBUSCH, G. et al.: Rote Liste der Vögel (Aves) des Landes Sachsen-Anhalt, 2004 - HERBSTREIT LANDSCHAFTSARCHITEKTEN: Avifaunistische Kartierung, Stand November 2007 Weißstorch n (D RL3) Rebhuhn c (D RL2, ST RL3) Braunkehlchen c (D RL3, ST RL3) Feldlerche b (D RL 3) Rotmilan c (ST RL3) Rebhuhn c (D RL2, ST RL3) Feldlerche b (D RL 3) U11 0128.08.2009 Rev.Stand Maßstab im Original 1 : 10.000 Meter 0 100 200 400 600 800 ´ Kartenbasis: Darstellung auf Grundlage der TK 1:10 000 Teildarstellung der Blätter 3732-NW, 3732-NO, 3732-SW, 3732-SO Mit Erlaubnis des LVermGeo (Landesamt für Vermessung u. Geoinformation) Sachsen-Anhalt vom 28.08.2009 Erlaubnisnummern: LVermGeo/A9-46740-2009-14 und A9-46741-2009-14 Neumann gepr./freigeg. Unterschrift Änderung BfS Bundesamt für Strahlenschutz Rebhuhn c (D RL2, ST RL3) ! Vervielfältigungserlaubnisse nachgetragen Neuntöter c ! Projekt:Stilllegung des Endlagers für radioaktive Abfälle Morsleben (ERAM) Datum Name/Unterschrift gez.01.2009 Quosdorf Herbstreit Landschaftsarchitekten bearb.01.2009 Blasig Karthäuserstraße 12, 31139 Hildesheim gepr.01.2009 Neumann Maßstab CAD-Nr. Ersteller und Zeichnungsnummer Fremd Umweltverträglichkeitsstudie zum Planfeststellungsverfahren Titel: 1:10.000 Anlage 2 Ergebnisse der avifaunistischen Kartierung in der Umgebung der Schachtanlagen und Lage der Gewässeruntersuchungsstellen MF-Nr. 1 1 Blatt..............von..............Blatt Klassifizierung: Für diese Zeichnung behalten wir uns alle Rechte vor Projekt N A N N 9 M N N N N N N N N N N N N N N N N 2 7 3 0 0 0 1 1 Funktion N Objekt-Kennz. PSP-Element A A A A Komponente N N A A N N N Baugruppe A A A N N Aufgabe X A A X UBA UA X A A Lfd. Nr. N N N Rev. N N N XL 0 0 52 01

Endlager Morsleben: Umweltverträglichkeitsstudie zum Planfeststellungsverfahren - Anlage 13 Kartenteil

!" $ # ( # % &' )**+ , ' -. / 0 ! Probeflächen und Abgrenzungen Schachtanlage Bartensleben Schachtanlage Marie Grenze der Schachtanlage Grenze der Schachtanlage B1 - B27Probeflächen auf der Schachtanlage Bartensleben und in ihrer näheren Umgebung M1 - M11Probeflächen auf der Schachtanlage Marie und in ihrer näheren Umgebung z.B. B1.1Teilflächen innerhalb der Probeflächen Vorkommen von gefährdeten Pflanzenarten mit Angabe des Gefährdungsstatus nach den Roten Listen (RL) gefährdete Pflanzenart ! Salz-Hornklee (D RL3) Sumpf-Salzschwaden (ST RL0) ! ! B24.3 ! ! ! B6.2 ! B13 B6.3 ! ! B12.2 ! B13.1 ! B14.4 B12 ! B14 B12.1 B22.2 B22.1 B22 ! M1 ! ! ! ! B22.4 ! ! B27.3 ! B21 B21.2 Meter 25 50 100 150 Kartenbasis: DBE, Lageplan der Schachtanlage Bartensleben ´ !!!!! !!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! Krautvegetation und Säume frischer bis feuchter Standorte der Eschen-, Eichen-Hainbuchen- und krautreichen Buchen-Wälder (Querco-Fagetea) Tal-Glatthafer-Wiese (Dauco-Arrhenatheretum elatioris, ST RL 2) Vegetation der Glatthafer-Wiesen (Arrhenatherion elatioris) Wildmöhren-Steinklee-Fluren (Dauco-Meliotion) Brennnessel-Giersch-Saumgesellschaft (Urtico-Aegopodietum) Gesellschaft des Land-Reitgrases (Rubo-Calamagrostietum epigeji) durchsetzt mit Ruderalen Beifuß-Fluren (Artemisietea) Gesellschaft der Tauben Trespe (Brometum sterilis) Ackerwildkraut- und Raukenfluren (Stellarietea mediae) !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! Pfeilkressen-Quecken-Rasen (Cardario drabae-Agropyretum repentis) Vegetation der Kammgras-Weißklee-Weiden und Scherrasen (Cynosurion cristati) Pioniervegetation der Trocken- und Magerrasen (Koelerio-Corynephoretea und Festuco-Brometea) Schilf-Röhricht (Phragmitetea) durchsetzt mit Ruderalen Beifuß-Fluren (Artemisietea) !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! Bachröhrichte (Glycerio-Sparganion) Quellbereich mit Winkel-Seggen-Quellflurgesellschaft (Caricietum remotae) Rauhhaarweidenröschen-Zaunwinden-Flur (Epilobio hirsuti-Convolvuletum) Binnenlandsalzstelle mit Vegetation der Andel-Grasnelken-Wiesen (Glauco-Puccinellietalia) M9.1 M7.1 Salz-Hornklee (D RL3) Binnenlandsalzstelle mit Binnenland-Kurzährenqueller-Flur (Puccinellio distantis- Salicornietum ramosissimae, ST RL 3), Schuppenmieren-Salzschwaden-Rasen (Puccinellietum distantis) und Vegetation der Andel-Grasnelken-Wiesen (Glauco-Puccinellietalia) Rote Liste Status der gefährdeten Pflanzengesellschaften M3.1 M3 ! M2.6 M2.5 ST RL2Pflanzengesellschaft in Sachsen-Anhalt stark gefährdet ST RL3Pflanzengesellschaft in Sachsen-Anhalt gefährdet M8 M6.1 M8.1 Realisierung Abwetterbauwerk 2008/2009 M8.2 Quelle: - KORNECK, D. et al.: Rote Liste der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands, Schriftenreihe für Vegetationskunde, Heft 28, 1996 - LANDESAMT FÜR UMWELTSCHUTZ SACHSEN-ANHALT: Berichte des LAU, Heft 39, Rote Liste der Farn- und Blütenpflanzengesellschaften des Landes Sachsen-Anhalt, 2004 - POTT, R.: Die Pflanzengesellschaften Deutschlands, 1992 - RIECKEN, U. et al.: Rote Liste der gefährdeten Biotoptypen der BRD, 1996 - HERBSTREIT LANDSCHAFTSARCHITEKTEN: Vegetationskundliche Kartierung, Stand November 2007 Salz-Hornklee (D RL3) B27.2 0 M6.2 ! ! B27 Maßstab im Original 1 : 2.000 Salz-Hornklee (D RL3) B20 ! B27.1 ! B21.2 M2 M1.1 ! B20.3 B26.2 B26.1 ! M2.3 M3.2 M2.4 M6 B26 B21.1 !! M2.2 M2.1 ! B20.2 B22.3 B26.4 ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! B20.2 ! B15.1 !! M4.2 M4 M4.1 ! B26.5 B26.6 B26.7 !! ! ! ! B18.2 M5 M5.1 ! M1.2 ! ! B15.2 B18.6 B26.3 B15.3 B18.6 !! ! B19.1 ! M7 ! B15 ! ! ! Salz-Hornklee (D RL3) M11.3 B20.1 ! ! Salz-Hornklee (D RL3) Wiesen-Habichtskraut (ST RL3) Wiesen-Kammgras (ST RL3) M7.2 M5.2 M5.1 Salz-Hornklee (D RL3) Sumpf-Salzschwaden (ST RL0) B20.1 B18.1 !! M11.2 M11 B8.1 B8 B5.2 Wiesen-Habichtskraut (ST RL3) ! ! B18.3 !! ! ! B5 Salz-Hornklee (D RL3) B23.1 M9 B16 B16.2 B5.1 ! ! Gehölzpflanzung mit Dominanz von Spitz-Ahorn (Acer platanoides), Berg-Ahorn (A. pseudoplatanus) und Hänge-Birke (Betula pendula) ! Salz-Hornklee (D RL3) Sumpf-Salzschwaden (ST RL0) ! ! ! ! B18 Ruderale Beifuß-Fluren (Artemisietea) ! Bruch-Weide (ST RL1) B16.1 ! Vegetation der Knoblauchsrauken-Saum- und Lichtungssgesellschaften (Alliarion) ! ! B18.4 ! M11.1 ! ! B17.1 B14.2 B11.1 ! B19.2 Strand-Sohde (ST RL3) Dickblättriger Gänsefuß (ST RL3) Schlitzblättriger Stielsame (ST RL3) Sumpf-Salzschwaden (ST RL0) B14.1 ! ! B18.5 ! B17.2 Glanzmelden-Flur (Atriplicetum acuminatae) M10.1 ! ! ! ! ! ! B12.4 B11 B17 B25.2 ! ! ! B25.1 ! B11.2 ! ! ! ! ! B2 ! ! B6.4 ! B19 gefährdet Pflanzengesellschaften mit Angaben gefährdeter Gesellschaften ! B12.3 B2.1 ! ! B25 stark gefährdet RL3 Salz-Hornklee (D RL3) ! ! vom Aussterben bedroht RL2 ! ! ! ! Salz-Hornklee (D RL3) ! ! B14.3 ! ! ! B9 B10.1 ! ! ! B4 ! ! B10.2 B6.1 B6 Salz-Hornklee (D RL3) Dickblättriger Gänsefuß (ST RL3) B1.1 B24.1a M10 B3.1 B3 B3.2 B1.2 Strand-Dreizack (ST RL3) Salzwiesen-Breit-Wegerich (D RL2) Strand-Wegerich (ST RL2) Gewöhnlicher Kurzähren-Queller (ST RL3) Strand-Sohde (ST RL3) Stielfrüchtige Salzmelde (ST RL3) Raue Nelke (ST RL3) Dickblättriger Gänsefuß (ST RL3) Schlitzblättriger Stielsame (ST RL3) Salz-Hornklee (D RL3) Sumpf-Salzschwaden (ST RL0) M10.3 M10.2 B10 ! B24.1b Bruch-Weide (ST RL1) Berg-Ehrenpreis (ST RL3) B7.1 B4.1 ! B1 B1.2 ! B1.3 ausgestorben oder verschollen RL1 ! ! ! ! B7 ! ! B1.1 Dickblättriger Gänsefuß (ST RL3) B23 B7.2 ! B24.2a B24.1c Deutschland RL0 Steppen-Salbei (ST RL2) Salz-Hornklee (D RL3) Sumpf-Salzschwaden (ST RL0) B1.5 ! B24 B8.2 ! B24.2b Sachsen-Anhalt D Salz-Hornklee (D RL3) B24.4 B24.2c B1.4 E R Mo A rsl ebe Strand Dreizack (St RL3) Salz-Binse (ST RL3) Strand-Beifuß (ST RL0) Gewöhnlicher Kurzähren-Queller (ST RL3) Sumpf-Salzschwaden (ST RL0) Gewöhnlicher Kurzähren-Queller (ST RL3) Salzwiesen-Breit-Wegerich (D RL2) Salz-Binse (ST RL3) Strand Dreizack (St RL3) Sumpf-Salzschwaden (ST RL0) Dickblättriger Gänsefuß (ST RL3) Salz-Hornklee (D RL3) Salz-Binse (ST RL3) Sumpf-Salzschwaden (ST RL0) Dickblättriger Gänsefuß (ST RL3) Salz-Hornklee (D RL3) Kartenbasis: Darstellung auf Grundlage der TK 1:10 000 Teildarstellung der Blätter 3732-NW, 3732-NO, 3732-SW, 3732-SO Mit Erlaubnis des LVermGeo (Landesamt für Vermessung u. Geoinformation) Sachsen-Anhalt vom 28.08.2009 Erlaubnisnummern: LVermGeo/A9-46740-2009-14 und A9-46741-2009-14 n Kartenbasis: Darstellung auf Grundlage der TK 1:10 000 Teildarstellung der Blätter 3732-NW, 3732-NO, 3732-SW, 3732-SO Mit Erlaubnis des LVermGeo (Landesamt für Vermessung u. Geoinformation) Sachsen-Anhalt vom 28.08.2009 Erlaubnisnummern: LVermGeo/A9-46740-2009-14 und A9-46741-2009-14 ST ! 0128.08.2009 Rev.Stand Vervielfältigungserlaubnisse nachgetragen Neumann B27.3 Maßstab im Original 1 : 2.000 Meter 0 25 50 100 Kartenbasis: DBE, Lageplan der Schachtanlage Marie 150 ´ gepr./freigeg. Unterschrift Änderung BfS Bundesamt für Strahlenschutz Projekt:Stilllegung des Endlagers für radioaktive Abfälle Morsleben (ERAM) Datum Name/Unterschrift gez.01.2009 Quosdorf Herbstreit Landschaftsarchitekten bearb.01.2009 Blasig Karthäuserstraße 12, 31139 Hildesheim gepr.01.2009 Neumann Maßstab CAD-Nr. Ersteller und Zeichnungsnummer Fremd Umweltverträglichkeitsstudie zum Planfeststellungsverfahren Titel: 1:2.000 Anlage 1 Ergebnisse der selektiven vegetationskundlichen Kartierung auf den Schachtanlagen und in der näheren Umgebung MF-Nr. 1 1 Blatt..............von..............Blatt Klassifizierung: Für diese Zeichnung behalten wir uns alle Rechte vor Projekt N A N N 9 M N N N N N N N N N N N N N N N N 2 7 3 0 0 0 1 1 Funktion N Objekt-Kennz. PSP-Element A A A A Komponente N N A A N N N Baugruppe A A A N N Aufgabe X A A X UBA UA X A A Lfd. Nr. N N N Rev. N N N XL 0 0 51 01 Probeflächen und Lagebezeichnungen U1 - U12 Probeflächen der avifaunistischen Kartierung in der Umgebung der Schachtanlagen M/B Probeflächen der avifaunistischen Kartierung auf den Schachtgeländen ! Niststandorte bemerkenswerter Vogelarten Vorkommen von gefährdeten Vogelarten STSachsen-Anhalt DDeutschland RL2stark gefährdet RL3gefährdet bmöglicherweise brütend cwahrscheinlich brütend dsicher brütend nregelmäßiger Nahrungsgast übeobachtet beim Überflug G25 n G G23 G G14 G22 GG G13 Rauchschwalbe n (ST RL3) G G11 Rotmilan n (ST RL3) G Rotmilan d (ST RL3) U2 Mehlschwalbe d ! E R Mo A rsl ebe Rauchschwalbe d (ST RL3) ! ! M M U1 Turmfalke d ! Weißstorch n (D RL3) Rebhuhn c (D RL2, ST RL3) Braunkehlchen c (D RL3, ST RL3) Feldlerche b (D RL 3) U3 Rotmilan ü, n (ST RL3) G19 G U4 Neuntöter d ! Avifaunistische Bedeutung im großräumigen Zusammenhang hoch mittel gering sehr gering Probestellen Makrozoobenthos und Vegetation G1 G Untersuchungsstellen des Makrozoobenthos und der Vegetation an Salzbach, Salzwassergraben und Aller An den Untersuchungsstellen G15, G18 und G25 wurde nur das Makrozoobenthos untersucht BSchachtanlage Bartensleben MSchachtanlage Marie U8 Kiebitz c (D RL2, ST RL2) U5 G6 G ! U6 01.2009 Rotmilan ü, n (ST RL3) Feldlerche c (D RL 3) G5 G Braunkehlchen d (D RL3, ST RL3) U10 ! G4 U7 G Mauersegler d G18 G B ! B Feldlerche c (D RL 3) U12 Rauchschwalbe n (ST RL3) Rotmilan ü (ST RL3) Feldsperling b (ST RL3) U9 G15 G Quelle: - BAUER, H.-G. et al.: Rote Liste der Brutvögel Deutschlands, 2007 - DORNBUSCH, G. et al.: Rote Liste der Vögel (Aves) des Landes Sachsen-Anhalt, 2004 - HERBSTREIT LANDSCHAFTSARCHITEKTEN: Avifaunistische Kartierung, Stand November 2007 Weißstorch n (D RL3) Rebhuhn c (D RL2, ST RL3) Braunkehlchen c (D RL3, ST RL3) Feldlerche b (D RL 3) Rotmilan c (ST RL3) Rebhuhn c (D RL2, ST RL3) Feldlerche b (D RL 3) U11 0128.08.2009 Rev.Stand Maßstab im Original 1 : 10.000 Meter 0 100 200 400 600 800 ´ Kartenbasis: Darstellung auf Grundlage der TK 1:10 000 Teildarstellung der Blätter 3732-NW, 3732-NO, 3732-SW, 3732-SO Mit Erlaubnis des LVermGeo (Landesamt für Vermessung u. Geoinformation) Sachsen-Anhalt vom 28.08.2009 Erlaubnisnummern: LVermGeo/A9-46740-2009-14 und A9-46741-2009-14 Neumann gepr./freigeg. Unterschrift Änderung BfS Bundesamt für Strahlenschutz Rebhuhn c (D RL2, ST RL3) ! Vervielfältigungserlaubnisse nachgetragen Neuntöter c ! Projekt:Stilllegung des Endlagers für radioaktive Abfälle Morsleben (ERAM) Datum Name/Unterschrift gez.01.2009 Quosdorf Herbstreit Landschaftsarchitekten bearb.01.2009 Blasig Karthäuserstraße 12, 31139 Hildesheim gepr.01.2009 Neumann Maßstab CAD-Nr. Ersteller und Zeichnungsnummer Fremd Umweltverträglichkeitsstudie zum Planfeststellungsverfahren Titel: 1:10.000 Anlage 2 Ergebnisse der avifaunistischen Kartierung in der Umgebung der Schachtanlagen und Lage der Gewässeruntersuchungsstellen MF-Nr. 1 1 Blatt..............von..............Blatt Klassifizierung: Für diese Zeichnung behalten wir uns alle Rechte vor Projekt N A N N 9 M N N N N N N N N N N N N N N N N 2 7 3 0 0 0 1 1 Funktion N Objekt-Kennz. PSP-Element A A A A Komponente N N A A N N N Baugruppe A A A N N Aufgabe X A A X UBA UA X A A Lfd. Nr. N N N Rev. N N N XL 0 0 52 01

Naturschutz - Zentrum für Artenvielfalt/Lebensräume und Biotopkartierungen/Lebensraumtypen/Felsen und Höhlen: Lebensraumtypen der Felsen, Schutthalden und Höhlen

Der Lebensraumtyp 8150 umfasst waldfreie Block- und Schutthalden aus Silikatgestein. Natürliche Blockhalden entstanden durch Verwitterung harten Gesteins (z. B. Basalt, Quarzit, Granit) während der Eiszeiten, bei der das anstehende Gestein insbesondere durch Frostsprengung in Blöcke zerteilt wurde. Da infolge von Auswaschung kein Bodenmaterial vorhanden ist, sind die Blockhalden von Natur aus waldfrei. Natürliche Schutthalden entstehen am Fuß von Felsen oder an Steilhängen durch abrutschenden Gesteinsschutt. Anthropogene Schutthalden (z. B. in Steinbrüchen) gehören nur dann zum Lebensraumtyp, wenn sich eine typische Vegetation entwickelt hat. Natürliche Blockhalden haben in Hessen ihren Verbreitungsschwerpunkt in den Hochlagen der Rhön und des Meißners sowie im Odenwald. Sie sind oft frei von Gefäßpflanzen, aber ein bedeutender Lebensraum für Moose und Flechten, die die Gesteinsblöcke überziehen. Unter ihnen finden sich stark spezialisierte und seltene Arten, die ansonsten in alpinen oder arktischen Regionen vorkommen. Einen ganz anderen Charakter haben dagegen Schieferschutthalden, die vor allem im Rheinischen Schiefergebirge vorkommen: hierbei handelt es sich um ausgesprochen trocken-warme Lebensräume, deren lückige Vegetation aus spezialisierten Pflanzenarten wie Schmalblättrigem Hohlzahn ( Galeopsis angustifolia ), Trauben-Gamander (T eucrium botrys ) und im Mittelrheingebiet Schildampfer ( Rumex scutatus ) besteht. Karte - 8150 Kieselhaltige Schutthalden der Berglagen Mitteleuropas Der LRT umfasst waldfreie Kalk- und Mergelschutthalden. Natürlicherweise entstehen sie am Fuße bzw. an den Hängen von Kalkfelsen. Einige sind durch größere Hangrutschungen, sogenannte Bergstürze, entstanden. Während Kalkschutthalden in den Alpen größere Flächen einnehmen und recht verbreitet sind, sind sie in den Mittelgebirgen eher selten. In Hessen kommen Kalkschutthalden nur in den Muschelkalkgebieten im Norden und Nordosten des Landes vor. Anthropogene Schutthalden (z. B. in Steinbrüchen) gehören nur dann zum Lebensraumtyp, wenn sich eine typische Vegetation entwickelt hat. Die Vegetation natürlicher Kalkschutthalden besteht oft aus einem Mosaik unterschiedlicher Sukzessionsstadien und umfasst Pionierbesiedler wie Schmalblättrigen Hohlzahn ( Galeopsis angustifolia ) und Trauben-Gamander ( Teucrium botrys ), Saumpflanzen wie Schwalbenwurz ( Vincetoxicum hirundinaria ), ferner Blaugras ( Sesleria varia) , Ruprechtsfarn ( Gymnocarpium dryopteris ), magerrasenähnliche Vegetationsstadien sowie Initialstadien der Wiederbewaldung. In der Regel unterliegen die Standorte einer natürlichen Sukzession, die zu Kalkbuchenwäldern oder Edellaubbaumwäldern führen kann. Karte - 8160 Kalkhaltige Schutthalden der collinen bis montanen Stufe Mitteleuropas Die Hauptvorkommen von Kalkfelsen mit Felsspaltenvegetation in Deutschland liegen in den Kalkalpen und in der Schwäbischen und Fränkischen Alb. In Hessen kommt dieser Lebensraumtyp nur selten und kleinflächig vor; hauptsächlich in den nordosthessischen Muschelkalkgebieten sowie im weiteren Umfeld der Lahn, wo Massenkalk aus dem Devon ansteht. In den Spalten von Kalkfelsen können sich nur wenige Arten Höherer Pflanzen ansiedeln, z. B. Streifenfarn ( Asplenium trichomanes ), Milzfarn ( Asplenium ceterach ), Tüpfelfarn ( Polypodium vulgare ), Blasenfarn ( Cystopteris fragilis ) und Blaugras ( Sesleria caerulea ). Kennzeichnend sind darüber hinaus Moose und Flechten. Oft treten Kalkfelsen im Komplex mit anderen, nach der FFH-Richtlinie geschützten Lebensraumtypen auf, z. B. mit Kalk-Pionierrasen (6110), Kalktrockenrasen (6210) oder Kalk-Buchenwäldern (9150). Karte - 8210 Kalkfelsen mit Felsspaltenvegetation Silikatfelsen mit Felsspaltenvegetation kommen in den meisten Mittelgebirgen Deutschlands vor. Da zu dem Lebensraumtyp nicht nur Felsen aus Schiefer, Quarzit und Buntsandstein, sondern ebenso solche aus Basalt und Diabas zählen, ist dieser Lebensraumtyp auch in Hessen zwar nur kleinflächig und mit zerstreuten Einzelvorkommen, aber in vielen Teilen des Landes mit Ausnahme der Wetterau und des Rhein-Main-Tieflandes vertreten. In den Spalten von Silikatfelsen können sich nur wenige Arten Höherer Pflanzen ansiedeln, insbesondere verschiedene Farnarten ( Asplenium ruta-muraria , A. trichomanes , A. septentrionale , A. adiantum-nigrum , A. ceterach , Polypodium vulgare , Cystopteris fragilis sowie sehr selten Woodsia ilvensis ). Kennzeichnend sind darüber hinaus Moose und Flechten. Oft treten Silikatfelsen im Komplex mit anderen, nach der FFH-Richtlinie geschützten Lebensraumtypen auf, z. B. mit Silikatfelsen mit Pioniervegetation (8230), Buchenwäldern (9110, 9130) oder Schlucht- und Hangmischwäldern (9180). Karte - 8220 Silikatfelsen mit Felsspaltenvegetation Der Lebensraumtyp umfasst bestimmte Typen der Pioniervegetation auf sauer verwitterndem Silikatfels oder -grus, die in der Regel kleinflächig auf natürlich waldfreien Felsköpfen und Graten, aber auch auf in Magerrasen eingestreutem anstehenden Gestein sowie an anthropogen entstandenen felsigen Standorten (z. B. in ehemaligen Steinbrüchen) anzutreffen sind. Sie weisen eine nur sehr geringe bis fehlende Bodenauflage und infolgedessen eine lückige Vegetationsstruktur auf, in der einjährige, kleinwüchsige Blütenpflanzen sowie Moose und Flechten einen deutlichen Anteil haben. Typisch sind z. B. verschiedene Sedum -Arten, Ausdauernder und Triften-Knäuel ( Scleranthus perennis , Scleranthus polycarpos ), Kleiner Sauerampfer ( Rumex acetosella ), Berg-Sandglöckchen ( Jasione montana ), bodenbesiedelnde Flechten und Moose. Diese Lebensräume und ihre Vegetation wirken oft sehr unscheinbar, können aber von erheblicher Bedeutung für gefährdete Pflanzenarten sein. Silikatfelsen mit Pioniervegetation kommen in den meisten Mittelgebirgen Deutschlands vor. In Hessen liegt ihr Schwerpunkt im Rheinischen Schiefergebirge. Karte - 8230 Silikatfelsen mit Pioniervegetation des Sedo-Scleranthion oder des Sedo albi-Veronicion dillenii Der Lebensraumtyp umfasst natürliche, durch geologische Prozesse entstandene Höhlen; künstlich geschaffene Hohlräume wie Stollen oder Bergwerke gehören nicht dazu. Der wichtigste Höhlenbildungsprozess ist die Verkarstung von kalk- oder gipshaltigen Gesteinen. Höhlen können jedoch auch in anderen Gesteinen entstehen, vor allem durch tektonische Vorgänge. In Hessen sind nach dem Höhlenkataster, das vom Landesverband für Höhlen- und Karstforschung Hessen geführt wird, gut 350 Höhlen bekannt, die - internationalen Regeln entsprechend - ab einer Gesamtganglänge bzw. Tiefe von 5 m aufgenommen werden. Die größte Höhle Hessens ist das "Herbstlabyrinth-Adventhöhlensystem" mit einer bisher vermessenen Gesamtganglänge von mehr als 6 km. Diese liegt im devonischen Massenkalk des Westerwaldes in der Nähe von Breitscheid. Höhlen fungieren nicht nur als Winterquartier für Fledermäuse, sondern werden darüber hinaus von spezialisierten wirbellosen Tieren besiedelt, z.B. der Höhlenkreuzspinne ( Meta menardi ) oder Grundwasserflohkrebsen der Gattung Niphargus . Pflanzen können wegen des Lichtmangels nur im Eingangsbereich von Höhlen gedeihen. Karte - 8310 Nicht touristisch erschlossene Höhlen Detlef Mahn Tel.: 0641-200095 55

Naturschutz - Zentrum für Artenvielfalt/Lebensräume und Biotopkartierungen/Lebensraumtypen/Magerrasen: Lebensraumtypen der Magerrasen

Der Lebensraumtyp umfasst von Zwergsträuchern wie Heidekraut ( Calluna vulgaris ) oder kleinen Ginster-Arten ( z. B. Genista pilosa , Genista germanica ) dominierte trockene Heiden auf kalkarmen Binnendünen. Die Binnendünen sind durch Verwehung und Ablagerung von sandigen Flusssedimenten nach der letzten Eiszeit in den großen Stromtälern entstanden und im Mittelalter z. T. noch einmal verweht worden. Da der LRT auf Flugsand als Standort begrenzt ist, kommt er in Hessen nur im Oberrheinischen Tiefland und hier hauptsächlich in der Untermainebene vor. Die Sandheiden treten häufig im Komplex mit Sandrasen (LRT 2330) auf. Auffällig ist, dass Sandheiden meist auf Leitungstrassen, unter Sendetürmen und bei Umspannwerken liegen, also auf Flächen, die durch Pflegemaßnahmen offengehalten werden, aber keiner regelmäßigen Mahd oder Beweidung unterliegen. Karte - 2310 Trockene Sandheiden mit Calluna und Genista (Dünen im Binnenland) In diesem Lebensraumtyp sind offene, meist lückige, aber ausdauernde Sandrasen sowie Pioniergesellschaften auf entkalkten, bodensauren Binnendünen zusammengefasst. Entscheidend ist das Vorkommen von Flugsand, der sich durch Verwehungen sandiger Sedimente z. B. des Rheins oder Mains am Ende der letzten Eiszeit abgelagert hat. Typische Pflanzengesellschaften solcher Standorte sind Silbergrasfluren, Kleinschmielen-Rasen und Grasnelken-Magerrasen. Insbesondere die Silbergrasfluren sind darauf angewiesen, dass die lockeren Sande, auf denen sie sich entwickeln, durch den Wind verlagert oder durch Nutzungseinflüsse offen gehalten werden. In Hessen sind Binnendünen und damit die Vorkommen des LRT 2330 auf das Rhein-Main-Gebiet beschränkt. Ein erheblicher Anteil der Vorkommen befindet sich auf ehemaligen militärischen Übungsflächen. Nach der Einstellung des militärischen Übungsbetriebs, der wie Viehtritt die erforderlichen Bodenverwundungen gewährleistete, muss auf diesen Flächen eine effektive, möglichst kostengünstige Nutzung oder Pflege - in der Regel durch Beweidung - erfolgen, damit der Lebensraumtyp nicht durch Sukzession allmählich verschwindet. Karte - 2330 Dünen mit offenen Grasflächen mit Corynephorus und Agrostis (Dünen im Binnenland) Der Lebensraumtyp umfasst Zwergstrauchheiden auf frischen bis trocknen Standorten. Die Hauptvorkommen in Deutschland liegen im Nord- und Ostdeutschen Tiefland und innerhalb des Mittelgebirgsraums im Harz und im Schwarzwald. In Hessen haben die Zwergstrauchheiden ihren Verbreitungsschwerpunkt am Ostrand des Rothaargebirges im Waldecker Upland in der Umgebung von Willingen. Hier gibt es großflächige, landschaftsprägende Vorkommen, die als Hochheide bekannt sind. Auch in den übrigen Mittelgebirgen kommen Zwergstrauchheiden auf Silikat- und Basaltverwitterungsböden, jedoch in geringerer Flächenausdehnung vor. Die häufigsten Zwergsträucher der Heiden sind das Besenkraut ( Calluna vulgaris ) und in höheren Lagen die Heidelbeere ( Vaccinium mytillus ). Die Zwergstrauchheiden sind größtenteils keine natürlichen Lebensräume, sondern durch Beweidung - teilweise in Verbindung mit dem „Plaggen“ als typischer Heidenutzung - entstanden. Dabei hackte man im Abstand mehrerer Jahre die Vegetation und auch die Rohhumusschicht ab, um sie als Einstreu für die Ställe im Winter zu verwenden. Viele der heutigen kleinflächigen Heidebestände in Hessen unterlagen allerdings niemals einer althergebrachten Heidenutzung, sondern sind erst im 20. Jahrhundert infolge von nachlassender oder aufgegebener Nutzung als ein Brachestadium aus Borstgrasrasen entstanden. Von Natur aus können heideartige Zwergstrauchbestände nur sehr kleinflächig an Grenzstandorten des Waldes, z. B. im Randbereich von Blockhalden oder an Felshängen, vorkommen. Karte - 4030 Trockene europäische Heiden Der Lebensraumtyp umfasst die sogenannten „Wacholderheiden“, bei denen es sich um Halbtrockenrasen, bodensaure Magerrasen oder Zwergstrauchheiden handeln kann, die durch größere Bestände von Wacholderbüschen (Juniperus communis) geprägt sind. Orchideenreiche Ausbildungen von Kalkmagerrasen mit Wacholder sowie Borstgrasrasen mit Wacholder werden allerdings als „prioritäre“ Lebensräume im Sinne der FFH-Richtlinie den LRT 6210 bzw. 6230 zugeordnet. Als Relikt der historischen Hutenutzung kommen Wacholderheiden in fast allen Regionen Hessens vor. Verbreitungsschwerpunkte mit großflächigen Vorkommen sind die Kalkgebiete im Fulda-Werra-Bergland, im Bereich der Diemel, im Habichtswald, in der Vorderrhön und im Meißner-Gebiet. Viele Bestände wurden durch Aufforstung in den Mittelgebirgslagen zerstört. Aktuell gefährdet ist der Lebensraumtyp durch fehlende Nutzung und damit einhergehende Verbrachung und Verbuschung. Karte - 5130 Formationen von Juniperus communis auf Kalkheiden und -rasen Pionierrasen auf Kalk- oder sonstigem basenreichen Gestein (z. B. Basalt, Diabas) sind in der Regel kleinflächige Lebensräume, die auf natürlich waldfreien Felsköpfen und Graten, aber auch auf kleinflächig in Magerrasen eingestreuten anstehendem Gestein anzutreffen sind. Von Magerrasen (LRT 6210) unterscheiden sie sich durch eine nur sehr geringe bis fehlende Bodenauflage und infolgedessen eine lückige Vegetationsstruktur, in der einjährige Arten sowie Moose und Flechten einen deutlichen Anteil haben. Typische Arten sind z. B. Steinquendel ( Acinos arvensis ), Kelch-Steinkraut ( Alyssum alyssoides ), Wimper-Perlgras ( Melica ciliata ), Zarte Miere ( Minuartia hybrida ), Trauben-Gamander ( Teucrium botrys ), Sedum -Arten sowie zahlreiche weitere Frühjahrstherophyten. In Hessen liegt der Verbreitungsschwerpunkt dieses Lebensraumtyps in den nordosthessischen Muschelkalkgebieten. Da er aber nicht auf Kalkvorkommen beschränkt ist, sondern auch Pioniervegetation auf basenreichem, aber kalkfreiem Gestein einschließt, kommt er auch außerhalb der Kalkgebiete, z. B. auf Basaltkuppen in Mittelhessen, vor. Karte - 6110* Lückige basophile oder Kalk-Pionierrasen (Alysso-Sedion albi) Mit dem prioritären Lebensraumtyp "Trockene, kalkreiche Sandrasen" werden Blauschillergrasrasen und weitere lückige, niedrigwüchsige Pionierrasen auf mehr oder minder kalkhaltigen Sanden beschrieben. Ihr Verbreitungsschwerpunkt liegt in Naturräumen mit subkontinentalem Klima, in Deutschland z. B. in Brandenburg. Weiter westlich, im Oberrheinischen Tiefland, hat der LRT Vorposten mit zahlreichem typischen, sonst hauptsächlich subkontinental verbreiteten Arten. Die hessischen Vorkommen konzentrieren sich im Darmstädter Raum, weitere Bestände liegen bei Seeheim, Alsbach und Viernheim. Die kalkreichen Sandrasen sind Wuchsorte von etlichen in Hessen und Deutschland sehr seltenen und stark gefährdeten Pflanzenarten, z. B. der Sandsilberscharte ( Jurinea cyanoides ), einer Art nach Anhang II der FFH-Richtlinie, und der Sand-Radmelde ( Kochia laniflora = Bassia laniflora ), einer deutschlandweit vom Aussterben bedrohten Art. Wie bei den Binnendünen entkalkter Sande (LRT 2330) liegt auch bei den kalkreichen Sandrasen ein erheblicher Anteil der Vorkommen auf ehemaligen militärischen Übungsflächen. Nach der Einstellung des militärischen Übungsbetriebs, der wie Viehtritt die erforderlichen Bodenverwundungen gewährleistete, muss auf diesen Flächen eine effektive Nutzung oder Pflege - in der Regel durch Beweidung - erfolgen, damit der Lebensraumtyp nicht durch Sukzession allmählich verschwindet. Karte - 6120* Trockene, kalkreiche Sandrasen Der Lebensraumtyp umfasst Trocken- und Halbtrockenrasen auf kalkhaltigem und basenreichem Untergrund und ist in Mitteleuropa auf wärmebegünstigte Standorte beschränkt. Der weit überwiegende Teil der hessischen Vorkommen ist durch Beweidung oder seltener durch Mahd entstanden und auf eine entsprechende Nutzung oder Pflege angewiesen. Primäre, d. h. nicht durch landwirtschaftliche Nutzung entstandene Vorkommen gibt es in Hessen nur sehr selten in Form von Blaugrasrasen an waldfreien Felsstandorten Nordhessens (z. B. im Werratal). Bestände mit bedeutenden Orchideenvorkommen sind prioritär. In Hessen kommt der Lebensraumtyp in vielfältigen Ausprägungen vor: Auf Kalkböden (z. B. Muschelkalk, Zechstein) sind arten- und blütenreiche Halbtrockenrasen der Assoziation Enzian-Schillergras-Rasen (Gentiano-Koelerietum) verbreitet, in denen bei gutem Erhaltungszustand zahlreiche Orchideen vorkommen können. Verbreitungsschwerpunkte mit großflächigen Vorkommen sind das Fulda-Werra-Bergland, das Diemelgebiet, der Habichtswald und die Vorderrhön in Nordhessen sowie das Schlüchterner Becken in Südhessen. Eine für die nordhessischen Halbtrockenrasen typische Besonderheit ist das Dreizähnige Knabenkraut ( Orchis tridentata ), das hier noch große Bestände aufweist, die aber auf ein kleines hessisch-thüringisches Verbreitungsgebiet beschränkt sind. Auf basenreichem, aber kalkarmem Untergrund wie Basalt oder Diabas sind die Halbtrockenrasen durch das Hinzutreten von säureliebenden Pflanzenarten gekennzeichnet, so dass sie Übergänge zu Borstgrasrasen (siehe LRT 6230) bilden. Derartige oft als Trifthafer-Magerrasen bezeichnete Halbtrockenrasen kommen vor allem im Vogelsberg, der Wetterau, dem Lahn-Dill-Bergland, dem Westerwald und am südlichen Taunusrand vor. An der Bergstraße finden sich auf Lösshängen eine Reihe von meist kleinflächigen Trespen-Halbtrockenrasen, die wegen des warmen Klimas seltene Arten aufweisen. Auf Sandböden der Oberrheinebene gibt es Übergangsbestände von Sandrasen zu Halbtrockenrasen, die dem Lebensraumtyp 6210 zugeordnet werden. Karte - 6210* Naturnahe Kalk-Trockenrasen und deren Verbuschungsstadien (*besondere Bestände mit bemerkenswerten Orchideen) Borstgrasrasen sind ein charakteristischer Lebensraumtyp ungedüngter Extensivweiden und -wiesen der höheren hessischen Mittelgebirgslagen auf sauren und nährstoffarmen, flachgründigen Basalt- und Silikatverwitterungsböden. Die Standorte sind frisch bis feucht oder auch wechselfeucht. Der Lebensraumtyp ist prioritär im Sinne der FFH - Richtlinie. Typische Arten der Borstgrasrasen sind beispielsweise Berg-Wohlverleih ( Arnica montana ), Borstgras ( Nardus stricta ), Kreuzblümchen ( Polygala vulgaris ), Harzer Labkraut ( Galium saxatile ) und Wald-Läusekraut ( Pedicularis sylvatica ). Die Borstgrasrasen haben sich sowohl auf Huteweiden als auch auf Wiesen entwickelt, die in den Hochlagen vor Einsetzen der Grünlanddüngung traditionell nur einschürig – z. T. mit Nachbeweidung – genutzt werden konnten. Im letzten Jahrhundert ist die Fläche der Borstgrasrasen, die früher die vorherrschende Grünlandvegetation in den Hochlagen der Mittelgebirge bildeten, durch die zunehmende Grünlanddüngung stark zurückgegangen. Der Verbreitungsschwerpunkt der hessischen Borstgrasrasen liegt im Osthessischen Bergland (Hohe Rhön, Vogelsberg und Meißner). Die mit Abstand größten hessischen Vorkommen finden sich in der Hohen Rhön. In allen übrigen Mittelgebirgslagen gibt es weitere Vorkommen; im hessischen Tiefland ist der LRT nur kleinflächig anzutreffen. Karte - 6230* Artenreiche montane Borstgrasrasen (und submontan auf dem europäischen Festland) auf Silikatböden Poster Borstgrasrasen Steppen-Trockenrasen sind durch eine Vegetation mit hochwüchsigen Horstgräsern, insbesondere Pfriemengras ( Stipa capillata ) und Federgras ( Stipa pennata agg.) gekennzeichnete Lebensräume, die sich auf Sandböden, aber auch auf Löss und Festgestein entwickeln können. Sie kommen in Regionen mit (sub)kontinental getöntem Klima vor und haben ihren Verbreitungsschwerpunkt in Südosteuropa. In Hessen sind Steppenrasen nur an wenigen Stellen im Flugsandgebiet westlich und südwestlich von Darmstadt auf Kalksanden der Binnendünen zu finden. Das Rhein-Main-Gebiet ist ein westlicher Vorposten ihres Verbreitungsgebietes. Steppenrasen sind Lebensraum etlicher seltener Pflanzenarten, neben Feder- und Pfriemengras z. B. von Kugel-Lauch ( Allium sphaerocephalon ), Stauden-Lein ( Linum perenne ) und Wohlriechender Skabiose ( Scabiosa canescens ). Steppenrasen kommen oft im Verbund mit trockenen, kalkreichen Sandrasen (Blauschillergrasfluren, LRT 6120) vor und können sich als Brachestadium aus diesen entwickeln. Neben wenigen flächenhaften Vorkommen, z. B. auf der Griesheimer Düne, gibt es zahlreiche saumartige Bestände entlang von Wegen, auf Schneisen, an Bahnlinien und auf Böschungen. Karte - 6240* Subpannonische Steppen-Trockenrasen (Festucetalia valesiacae) Detlef Mahn Tel.: 0641-200095-55

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