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Finanzminister besucht das Institut für Seenforschung

Bei bestem Wetter für einen Außentermin, besuchte Baden-Württembergs Finanzminister Dr. Danyal Bayaz im Rahmen seiner Sommertour im August das Institut für Seenforschung der LUBW in Langenargen. Bild zeigt: Der Präsident der LUBW Dr. Ulrich Maurer und Finanzminister Dr. Danyal Bayaz MdL am Bug der „Kormoran“. Bildnachweis: LUBW Bei einer kurzen Begrüßung durch den Präsidenten der LUBW Dr. Ulrich Maurer, wurde dem Minister ein kurzer Überblick über die Aufgaben und die Arbeit der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg gegeben. Danach wurde der Besuch auf dem Forschungsschiff „Kormoran“ fortgesetzt. Während einer Ausfahrt auf den Bodensee durfte der Minister bei Probenahmen selber Hand anlegen und Messungen der Sichttiefe durchführen. Bild zeigt: Die Teilnehmenden der Ausfahrt schauen auf den Rosettenschöpfer, der Wasserproben aus bis zu sechs verschiedenen Wassertiefen holen kann. Bildnachweis: LUBW Auf großes Interesse stieß dabei das Plankton aus dem See. Mit bloßem Auge kaum sichtbar, offenbarte sich am Mikroskop an Bord eine große Vielfalt an Algen und winzigen Tieren. Über die Einblicke in die tägliche Arbeit der Forschenden hinaus ließ sich Minister Dr. Bayaz MdL dabei über aktuelle Themen zum Bodensee informieren. Vor dem Hintergrund klimatischer Veränderungen und dem dazu laufenden Interreg-Projekt „Seewandel-Klima“, wurde dem Minister anhand eines Sedimentkerns aus dem Bodensee erklärt, wie dieser als Klimaarchiv verwendet werden kann. Mehr zum Thema: Projektseite zum Interreg-Projekt „Seewandel-Klima“

Forschungsschiff Kormoran für Gäste geöffnet

Das Institut für Seenforschung (ISF) hat am Tag des offenen Hafens am 05.05.2024 anlässlich des 75-jährigen Bestehens des Yacht-Clubs Langenargen sein Forschungsschiff „Kormoran“ der Öffentlichkeit geöffnet. Viele interessierte Wassersport-Treibende und ortsansässige Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit genutzt, sich über das Forschungsschiff und die Aufgaben des Instituts zu informieren. Die Gäste konnten sich vor Ort die verschiedenen Geräte zur Probenahme und Sonden ansehen. Im Labor des Schiffes gab es die Möglichkeit, lebendes Plankton aus dem Bodensee am Mikroskop zu beobachten, was nicht nur die kleinen Gäste an diesem Tag des offenen Hafens in Erstaunen versetzte. Darüber hinaus standen Mitarbeitende des ISF für Fragen der Gäste zur Verfügung und erklärten Interessierten aktuelle Themen wie die Auswirkungen des Klimawandels auf Seen und eingeschleppte Tier- und Pflanzenarten („Neobiota“) anhand von Postern. Guten Anklang fand auch das an Wassersportler gerichtete Infomaterial zur Aufklärungskampagne „Vorsicht Blinde Passagiere“. Die Kampagne der IGKB hat zum Ziel, eine weitere Verbreitung von Neobiota zu verhindern. Bei den durch die eingeschleppten Quagga-Muscheln (Dreissena rostriformis) schon leidgeprüften Schwimmern, Tauchern und Bootseignern trafen Handlungsanweisungen zur Reinigung von Wassersportausrüstung größtenteils auf offene Ohren. Bild zeigt: Forschungsschiff "Kormoran" des Instituts für Seenforschung im Hafen. Bildnachweis: LUBW

Gewässergüte (Chemie) 1991

Gewässer Berlin liegt zwischen den beiden großen Stromgebieten der Elbe und der Oder. Die wichtigsten natürlichen Wasserläufe im Raum Berlin sind die Spree und die Havel. An weiteren natürlichen Wasserläufen sind Dahme, Straußberger Mühlenfließ, Fredersdorfer Fließ, Neuenhagener Mühlenfließ, Wuhle, Panke und Tegeler Fließ zu nennen. Neben den natürlichen Gewässerläufen gibt es eine Vielzahl künstlich geschaffener Fließgewässer – die Kanäle. Innerhalb des Stadtgebietes von Berlin sind in erster Linie der Teltowkanal, der Landwehrkanal und der Berlin-Spandauer-Schiffahrtskanal mit dem Hohenzollernkanal zu nennen. Für die Gütebeschaffenheit der Berlin durchfließenden Gewässer kommt der Spree eine besondere Bedeutung zu. Die Kanäle in Berlin werden überwiegend mit Spreewasser gespeist, so daß deren Wassergüte von der Qualität des Spreewassers beeinflußt wird. Bedingt durch die gegenüber der Oberhavel deutlich höhere Abflußmenge wirkt sich die Beschaffenheit des Spreewassers auch entscheidend auf das Güteverhalten der Havel unterhalb der Spreemündung aus. Die Wasserbeschaffenheit der Stadtspree wiederum wird innerhalb des Stadtgebietes von vielen kleineren Zuflüssen anderer Gewässer geprägt. In der Reihe der deutschen Flüsse nimmt die Spree jedoch nur einen bescheidenen unteren Rang ein. Im Vergleich zu Oder (langjähriger mittlerer Abluß bei Hohensaaten-Finow: 543 m 3 /s) und Elbe (langjähriger mittlerer Abluß bei Barby: 558 m 3 /s) weisen selbst Spree und Havel – in der Unterhavel vereint – nur einen rund 10mal geringeren Abfluß auf. Einleitungen /Kühlwasser Die hohe Belastung von Spree und Havel wird besonders deutlich, wenn man die Jahresabflußsumme mit der darin enthaltenen Summe der Einleitungen vergleicht. Die jährliche Einleitungssumme aus dem Raum Berlin beträgt etwa 400 Mio. m 3 (ohne Regenwasser der Trennkanalisation). Die mittlere jährliche Abflußsumme von Spree und Oberhavel ist mit 1,73 Mrd. m 3 anzusetzen. Damit besteht also rund ein Viertel des Abflusses aus Einleitungswasser. Etwa 3/4 dieses Einleitungswassers kommt aus den Abläufen der öffentlichen Großklärwerke. Die Kühlwasserentnahmen der Wärmekraftwerke und der Industrie sind im Vergleich zu dem vorgenannten Einleitungsvolumen weitaus höher; das entnommene Wasservolumen aus den Oberflächengewässern liegt allein für den Westteil der Stadt in der durchschnittlichen Jahressumme bei ca. 1,3 Mrd. m 3 . In Trockenjahren ist der Kühlwasserbedarf sogar größer als das gesamte Wasseraufkommen der Spree. Diese Situation kann sich im Hinblick auf eine verstärkte Industrieansiedlung im wachsenden Ballungsraum Berlin noch verschärfen, da längerfristig mit einem Rückgang der Abflußmenge der Spree gerechnet werden muß. Durch die Zuführung von Sümpfungswasser aus dem Braunkohletagebau im mittleren Spreegebiet ist das Wasserdargebot in der unteren Spree gegenüber dem natürlichen erheblich erhöht. Eine zunehmende Verringerung des Braunkohletagebaus wird somit zu einer niedrigeren Abflußmenge der Spree führen. Eutrophierung Das Hauptproblem für die Gewässer in und um Berlin ist die zunehmende Anreicherung mit Pflanzen-Nährstoffen, insbesondere mit Stickstoff- und Phosphorverbindungen. In unbelasteten Gewässern wird durch die gering vorhandenen Mengen normalerweise das Pflanzenwachstum begrenzt. In einem Gewässer mit geringer Nährstoffzufuhr führt der biogene Stoffumsatz durch die Selbstregulierung der Nahrungskette zu einer gleichgewichtigen Verteilung der an diesem Stoffumsatz beteiligten Produzenten, Konsumenten und Destruenten. Zu den wichtigsten Produzenten im Gewässer gehören die Algen. Sie sind in der Lage, aus den anorganischen Nährsalzen organische Substanz aufzubauen, die dann den Konsumenten (u.a. Zooplankton, Fische) als Nahrungsgrundlage dient. Der mikrobielle Abbau abgestorbener Algen, Wasserpflanzen und Fische erfolgt letztlich durch die Destruenten (Bakterien). Zusätzlich zu der – wenn auch überwiegend geringen – Vorbelastung gelangen innerhalb Berlins mit den kommunalen und industriellen Abwässern übermäßig hohe Nährstoffeinträge wie Phosphat und Stickstoff in die Gewässer. Durch das Nährstoffüberangebot (Eutrophierung) vermehrt sich das Phytoplankton so stark, daß tierische Planktonorganismen oft nicht in der Lage sind, dieser Entwicklung ausreichend entgegenzuwirken. Der sich normalerweise selbstregulierende Stoffkreislauf ist gestört, eine Massenentwicklung von Algen ist die Folge. Hauptsächlich in den warmen Sommermonaten kommt es zu Algenblüten, verbunden mit negativen Folgen für das Gewässer. Massenvorkommen von Algen wirken sich vor allem auf das Lichtklima, den Sauerstoffgehalt in Form von Über- und Untersättigung, den pH-Wert und damit auf den Umsatz des anorganischen Stickstoffs aus. Für einen schnellen mikrobiellen Abbau abgestorbener Algenmassen ist ein hoher Sauerstoffgehalt im Gewässer erforderlich. Da der Sauerstoffgehalt in geschichteten Seen mit der Tiefe abnimmt, sinkt der überwiegende Teil der Algenmassen auf den Gewässerboden; hier findet ein erheblich langsamer ablaufender vorwiegend anaerober bakterieller Abbauprozeß, verbunden mit Faulschlammbildung, statt. Vor allem für die seenartigen Erweiterungen der Spree- und Havelgewässer liegen alle Voraussetzungen vor, die eine starke Algenbildung mit ihren negativen Folgen begünstigen: Große Wasseroberflächen mit guter Lichteinwirkung bei geringen Wassertiefen, äußerst geringe Fließgeschwindigkeiten und damit lange Verweilzeiten, günstige Wassertemperaturen durch den Einfluß der Kraftwerke und schließlich ein ständiger Nachschub an Nährsalzen durch die Abläufe der Großklärwerke.

Effects of a realistic pesticide spraying sequence for apple crop on stream communities in mesocosms: negligible or notable?

Background Several large-scale studies revealed impacts and risks for aquatic communities of small rural lakes and streams due to pesticides in agricultural landscapes. It appears that pesticide risk assessment based on single products does not offer sufficient protection for non-target organisms, which are exposed repeatedly to pesticide mixtures in the environment. Therefore, a comprehensive stream mesocosm study was conducted in order to investigate the potential effects of a realistic spraying sequence for conventional orchard farmed apples on a stream community using pesticides at their regulatory acceptable concentrations (RACs). Eight 74-m-long stream mesocosms were established with water, sand, sediment, macrophytes, plankton and benthic macroinvertebrates. In total, nine fungicidal, four herbicidal and four insecticidal pesticides were applied in four of the eight stream mesocosms on 19 spraying event days in the period from April to July while the remaining four stream mesocosms served as controls. The community composition, the abundance of benthos, periphyton and macrophytes, the emergence of insects, physico-chemical water parameters, and drift measurements of aquatic invertebrates were measured. Results The pesticide spraying sequence induced significant effects on invertebrates, periphyton, and macrophytes as well as on the water ion composition especially in the second half of the experiment. It was not possible to relate the observed effects on the community to specific pesticides applied at certain time points and their associated toxic pressure using the toxic unit approach. The most striking result was the statistically significant increase in variation of population response parameters of some taxa in the treated mesocosms compared to the controls. This inter-individual variation can be seen as a general disturbance measure for the ecosystem. Conclusions The pesticide spraying sequence simulated by using RAC values had notable effects on the aquatic stream community in the conducted mesocosm study. The results indicate that the current risk assessment for pesticides may not ensure a sufficient level of protection to the field communities facing multiple pesticide entries due to spraying sequences and other combined stress. Hence, there is still room for improvement regarding the prospective risk assessment of pesticides to further reduce negative effects on the environment. © The Author(s) 2023

Wasseradern unserer Stadt

Hier finden Sie eine Auflistung der bekanntesten und größten Berliner Gewässer. Die kleineren Fließgewässer wurden zusätzlich mit einer kurzen Beschreibung versehen. Weitere Informationen finden Sie unter Oberflächengewässer . Ferner stellt die Senatsverwaltung das vollständige Gewässerverzeichnis des Landes Berlin und die Karten der Gewässerstrukturgütebewertung zur Verfügung. Havel Länge: ca. 325 km, davon rund 27 km in Berlin Quellen: bei Ankershagen/Mecklenburg-Vorpommern Mündung: in die Elbe (bei Gnevsdorf/Brandenburg) Einzugsgebiet: rd. 24.096 km² Gewässerstruktur: deutlich bis vollständig verändert (Gewässerstrukturklassen 4 – 7) Gewässertyp: Flusssee des Norddeutschen Tieflandes mit großem Einzugsgebiet (Verweilzeit des Wasser 3-30 Tage) Nutzung: Bundeswasserstraße (kanalisierte Havel zwischen Spreemündung und Pichelssee) Dahme Länge: ca. 95 km, davon rund 16 km in Berlin Quelle: bei Kolpien/Brandenburg Mündung: in die Spree (in Berlin-Köpenick) Einzugsgebiet: rd. 1.894 km² Gewässerstruktur: deutlich bis vollständig verändert (Gewässerstrukturklassen 4 – 7) Gewässertyp: Flusssee des Norddeutschen Tieflandes Nutzung: Bundeswasserstrasse Spree Länge: ca. 382 km, davon rund 46 km in Berlin Quellen: bei Ebersbach-Spreedorf, Neugersdorf und am Kottmar (Sachsen) Mündung: in die Havel (in Berlin-Spandau) Einzugsgebiet: 10.100 km² Gewässerstruktur: stark bis vollständig verändert (Gewässerstrukturklassen 6 – 7) Gewässertyp: sandgeprägter Tieflandfluss (Typ 15 groß), vollständig verändertes Gewässer (HMWB) Nutzung: Bundeswasserstraße Dämeritzsee Fläche: 103 ha Mittlere Tiefe: 2,7 m / maximale Tiefe: 4,5 m Mittlere Sichttiefe: ca. 1 m von Plankton getrübt, kaum Blaualgen Lage: Bezirk Köpenick von Berlin / Stadt Erkner Gewässertyp: Flusssee (Typ 12), durchflossen von Spree und Löcknitz Wasseraufenthaltszeit < 30 d, nährstoffreich Großer Müggelsee Fläche: 766 ha Mittlere Tiefe: 4,8 m / maximale Tiefe: 8,9 m Mittlere Sichttiefe: ca. 1,50 m Lage: Bezirk Treptow-Köpenick von Berlin Gewässertyp: von der Spree durchflossener See (Typ 11), nährstoffreich, im Sommer können Blaualgen auftreten Wasseraufenthaltszeit 60 d NATURA 2000-Gebiet Seddinsee Fläche: 262 ha Mittlere Tiefe: 4,0 m / maximale Tiefe: 7,5 m Mittlere Sichttiefe: ca. 1,0 m Lage: Bezirk Treptow-Köpenick von Berlin Gewässertyp: von der Spree durchflossener Flusssee (Typ 12), nährstoffreich, im Sommer können zeitweise Blaualgen auftreten Zeuthener See Fläche: 233 ha Mittlere Tiefe: 2,5 m / maximale Tiefe: 4,9 m Mittlere Sichttiefe: ca. 0,5 m, getrübt durch Phytoplankton Lage: Bezirk Treptow-Köpenick von Berlin / Gemeinde Zeuthen Gewässertyp: von der Dahme durchflossener Flusssee (Typ 12), sehr nährstoffreich, im Sommer dominieren Blaualgen Wasseraufenthaltszeit Erpe / Neuhagener Mühlenfließ Länge: ca. 31 km, davon rund 5 km in Berlin Quellen: oberhalb von Werneuchen/Land Brandenburg Mündung: in die Spree (Bezirk Köpenick) Einzugsgebiet: rd. 220 km² Gewässerstruktur: deutlich bis vollständig verändert (Gewässerstrukturklassen 4 – 7), in Berlin vollständig verändert Gewässertyp: organisch geprägter Bach (Typ 11) bzw. organisch geprägter Fluss (Typ 12) sowie sandgeprägter Tieflandbach (Typ 14) Außerhalb der Städte Altlandsberg und Werneuchen sowie der Gemeinden Hoppegarten und Neuenhagen durchfließt das Neuenhagener Mühlenfließ überwiegend gering verändert die Barnimhochfläche. Dennoch weist sie zum Teil erhebliche ökologische Beeinträchtigungen auf. Hauptdefizite sind fehlende Gewässerstrukturen und stoffliche Belastungen. Eine erhebliche Einflussgröße ist der Kläranlagenzulauf des Klärwerkes Münchehofe. Neben diesen gewässerökologischen Qualitätsdefiziten besteht für die Erpeanlieger in Berlin ein Hochwasserrisiko. Diese Situation zu verbessern ist Ziel der Maßnahmenplanung im Rahmen des Gewässerentwicklungskonzeptes Erpe. Panke Länge: ca. 27 km, davon rund 18 km in Berlin Quelle: Pankeborn nordöstlich von Bernau frühere Mündung: in die Spree Schiffbauerdamm 2 (vor dem Berliner Ensemble) heutige Mündung: in den Nordhafen im Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal (Bezirk Mitte) Gefälle: ca. 40 m Einzugsgebiet: ca. 201 km² Namensgeber: von Berlin-Pankow und der 2003 gebildeten Gemeinde Panketal Gewässerstruktur: stark bis vollständig verändert (Gewässerstrukturklassen 5 – 7) Gewässertyp: in Brandenburg organisch geprägter Bach (Typ 11) bis Ossietzkystraße sandgeprägter Bach (Typ 14) bis zur Mündung kleines Niederungsfließgewässer (Typ 19) Die Hydromorphologie und die Hydraulik der Panke weichen stark vom natürlichen Zustand ab – insbesondere im Einflussbereich des Berliner Misch- und Trennsystems. Die strukturellen Defizite sind besonders für die wasserlebenden Tiere (Makorzoobenthos) von großem Nachteil. Die Fischfauna ist aufgrund der mangelnden Habitat- bzw. Strukturvielfalt und der durch Querbauwerke erschwerten Durchwanderbarkeit sowie der Nährstoffeinträge überwiegend in einem schlechten Zustand (Bewertungsergebnisse für das Jahr 2007). Die geringe Wasserpflanzenvielfalt und verarmte wirbellose Fauna weisen auf die Nährstoffbelastung der Panke hin. Diese Defizite greift das Gewässerentwicklungskonzept Panke mit dem Ziel auf, den guten ökologischen Zustand mittelfristig wieder herzustellen. Tegeler Fließ Länge: ca. 27 km, davon rund 14,5 km in Berlin Quellen: zwei Quellen bei Basdorf in Brandenburg Mündung: in den Tegeler See (Bezirk Reinickendorf) Gefälle: im Brandenburger Teil ca. 12 m, in Berlin gering (ca. 1,5 m) Einzugsgebiet: rd. 153 km² Gewässerstruktur: durchschnittlich deutlich verändert, (Gewässerstrukturklasse 4, vertreten sind alle Klassen von 2 – 7) Gewässertyp: organisch geprägter Bach (Typ 11) Dieses Gebiet ist in Berlin und Brandenburg von großer Bedeutung, denn es ist reich an wertvollen Lebensräumen und zahlreichen fließgewässertypische schützenswerten und bedrohten Arten. Es ist auf der Berliner Landesseite als Natura 2000 (d.h. FFH- und Vogelschutz-Gebiet) Tegeler Fließtal geschützt. Im Land Brandenburg ist das Tegeler Fließtal Bestandteil von zwei FFH-Gebieten. Trotzdem das Fließ zu den naturnäheren Gewässern Berlins gehört, zeigt die Bewertung des ökologischen Zustandes und der Gewässerstruktur hydromorphologische Defizite und eine zu geringe Lebensraumvielfalt, die derzeit dem guten Zustand abträglich sind. Diese Mängel sollen mit dem Gewässerentwicklungskonzept Tegeler Fließ behoben werden. Wuhle Länge: ca. 16,5 km, davon rund 15 km in Berlin Quellen: im brandenburgischen Ahrensfelde Mündung: in die Spree (Bezirk Köpenick) Gefälle: ca. 21 m Einzugsgebiet: rd. 101 km² Gewässerstruktur: wird erhoben Gewässertyp: organisch geprägter Bach (Typ 11) Die Wuhle verläuft von der Barnimhochfläche kommend durch den Osten Berlins in der eiszeitlichen Schmelzwasser-Rinne des Wuhletals. 1984 wurde die sogenannte “Neue Wuhle” als Klarwasser-Ableiter für das Klärwerk Falkenberg in Betrieb genommen. Sie fließt parallel zur Alten Wuhle bis sie sich im Wuhleteich mit ihr vereint. Das Klärwerk hat die Hydraulik der Wuhle in fast 20 Jahren stark verändert. 2003 wurde das Klärwerk außer Betrieb genommen – und auch das hatte weitreichende Folgen für die Landschaft und den Wasserhaushalt. In der Agenda 21 engagierte Bürger initierten Renaturierungsprojekte (z.B. Feuchtgebiet Fabiansteich) und die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung ergriff erste Maßnahmen zur Renaturierung der Wuhle im Bezirk Marzahn-Hellersdorf (bis zur Bundesstraße B1/B5) von 2006 bis 2008. An diese Maßnahmen schließt sich das Gewässerentwicklungskonzept Wuhle an.

Comprehensive screening of polar emerging organic contaminants including PFASs and evaluation of the trophic transfer behavior in a freshwater food web

Bioaccumulation and trophic transfer of persistent legacy contaminants have been intensively characterized, but little is known on the contaminants of emerging concern (CECs) in freshwater food webs. Herein, we comprehensively screened CECs with a focus on polar substances and further evaluated their trophic transfer behavior in selected items from the food web of Lake Templin, Germany. Weselected one plankton, two mussel, and nine fish samples covering three trophic levels. With an effective multi-residue sample preparation method and high-resolution mass spectrometry-based target, suspect, and non-target screening, we characterized 477 targets and further screened unknown features in complex biota matrices. Of the 477 targets, 145 were detected and quantified in at least one species (0.02-3640 ng/g, dry weight). Additionally, the suspect and non-target analysis with experimental mass spectra libraries and in silico techniques (MetFrag and SIRIUS4/CSI:FingerID) enabled further identification of 27 unknown compounds with 19 confirmed by reference standards. Overall, the detected compounds belong to a diverse group of chemicals, including 71 pharmaceuticals, 27 metabolites, 26 pesticides, 16 per- and polyfluoroalkyl substances (PFASs), 4 plasticizers, 3 flame retardants, 11 other industrial chemicals and 14 others. Moreover, we determined the trophic magnification factor (TMF) of 34 polar CECs with >80% detection frequency, among which 6 PFASs including perfluorooctane sulfonic acid (PFOS), perfluorodecanoic acid (PFDA), perfluorohexane sulfonic acid (PFHxS), perfluorotridecanoic acid (PFTrA), perfluorotetradecanoic acid (PFTeA), and perfluoroundecanoic acid (PFUnA), exhibited biomagnification potential (TMF =1.8 - 4.2, p < 0.05), whereas 5 pharmaceuticals (phenazone, progesterone, venlafaxine, levamisole, and lidocaine) and 1 personal care product metabolite (galaxolidone) showed biodilution potential (TMF = 0.4 - 0.6, p < 0.05). © 2022 The Authors

Comprehensive screening of polar emerging organic contaminants including PFASs and evaluation of the trophic transfer behavior in a freshwater food web

Fu, Qiuguo; Meyer, Corina; Patrick, Michael; Kosfeld, Verena; Rüdel, Heinz; Koschorreck, Jan; Hollender, Juliane Water Res, 218 (2022), 218, 118514, online 25. April 2022 Bioaccumulation and trophic transfer of persistent legacy contaminants have been intensively characterized, but little is known on the contaminants of emerging concern (CECs) in freshwater food webs. Herein, we comprehensively screened CECs with a focus on polar substances and further evaluated their trophic transfer behavior in selected items from the food web of Lake Templin, Germany. We selected one plankton, two mussel, and nine fish samples covering three trophic levels. With an effective multi-residue sample preparation method and high-resolution mass spectrometry-based target, suspect, and non-target screening, we characterized 477 targets and further screened unknown features in complex biota matrices. Of the 477 targets, 145 were detected and quantified in at least one species (0.02–3640 ng/g, dry weight). Additionally, the suspect and non-target analysis with experimental mass spectra libraries and in silico techniques (MetFrag and SIRIUS4/CSI:FingerID) enabled further identification of 27 unknown compounds with 19 confirmed by reference standards. Overall, the detected compounds belong to a diverse group of chemicals, including 71 pharmaceuticals, 27 metabolites, 26 pesticides, 16 per- and polyfluoroalkyl substances (PFASs), 4 plasticizers, 3 flame retardants, 11 other industrial chemicals and 14 others. Moreover, we determined the trophic magnification factor (TMF) of 34 polar CECs with >80% detection frequency, among which 6 PFASs including perfluorooctane sulfonic acid (PFOS), perfluorodecanoic acid (PFDA), perfluorohexane sulfonic acid (PFHxS), perfluorotridecanoic acid (PFTrA), perfluorotetradecanoic acid (PFTeA), and perfluoroundecanoic acid (PFUnA), exhibited biomagnification potential (TMF =1.8 - 4.2, p < 0.05), whereas 5 pharmaceuticals (phenazone, progesterone, venlafaxine, levamisole, and lidocaine) and 1 personal care product metabolite (galaxolidone) showed biodilution potential (TMF = 0.4 - 0.6, p < 0.05). doi: 10.1016/j.watres.2022.118514

Messergebnisse der Strahlenmessstelle

Auf dieser Seite finden Sie die aktuellen Messdaten aus der Umweltmedienüberwachung als auch der Umgebungsüberwachung. Es werden jährlich ca. 450 Proben von Umweltmedien – Wasser aus Oberflächengewässern, Grundwasser, Boden, Bewuchs – und von „umweltnahen“ (das heißt, beim Erzeuger beprobten) Lebensmitteln wie Getreide oder Milch auf den Gehalt radioaktiver Stoffe untersucht. In der Strahlenmessstelle werden aber auch Proben anderer Substanzen untersucht, die Aufschluss über die Verteilungspfade radioaktiver Stoffe geben können, wie Plankton, Produkte aus Abfallverbrennungsanlagen oder Klärschlamm. Schließlich werden einige Importprodukte oder interessierende Lebensmittel (z.B. Pilze) untersucht. Um die Tagesbelastung eines Menschen zu ermitteln, wird die Verpflegung von Personen herangezogen, deren Nahrungsmittelaufnahme genau geregelt ist. In Berlin werden dafür Tagesverpflegungen aus Strafanstalten und Kinderheimen verwendet. Die Strahlenmessstelle Berlin hat als unabhängige Messstelle Berlins des Weiteren die Aufgabe der Überwachung der Immissionen des Forschungsreaktors BER II. Messdaten können Sie bei der Strahlenmessstelle Berlin anfragen: Tel.: (030) 90166-440

Food web on ice: a pragmatic approach to investigate the trophic magnification of chemicals of concern

Background The trophic magnification factor (TMF) is a metric that describes the average trophic magnification of a chemical through a food web. TMFs may be used for the risk assessment of chemicals, although TMFs for single compounds can vary considerably between studies despite thorough guidance available in the literature to eliminate potential sources of error. The practical realization of a TMF investigation is quite complex and often only a few chemicals can be investigated due to low sample masses. This study evaluated whether a pragmatic approach involving the large-scale cryogenic sample preparation practices of the German Environmental Specimen Bank (ESB) is feasible. This approach could provide sufficient sample masses for a reduced set of samples allowing screenings for a broad spectrum of substances and by that enabling a systematic comparison of derived TMFs. Furthermore, it was assessed whether plausible TMFs can be derived with the â€ÌFood web on iceâ€Ì approach via a comparison with literature TMF values. Results This investigation at Lake Templin near Potsdam is the first TMF study for a German freshwater ecosystem and aimed to derive TMFs that are appropriate for regulatory purposes. A set of 15 composite biota samples was obtained and analyzed for an extended set of benchmark chemicals such as persistent organic pollutants, mercury and perfluoroalkyl substances. TMFs were calculated for all substances that were present in†>†80% of the biota samples. For example, in the case of polychlorinated biphenyls, TMFs from 1.7 to 2.5 were determined and comparisons to literature TMFs determined in other freshwater ecosystems showed similarities. We showed that 32 out of 35 compounds analyzed had TMFs significantly above 1. In the remaining three cases, the correlations were not statistically significant. Conclusions The derived food web samples allow for an on-demand analysis and are ready-to-use for additional investigations. Since substances with non-lipophilic accumulation properties were also included in the list of analyzed substances, we conclude that the 'Food web on ice' provides samples which could be used to characterize the trophic magnification potential of substances with unknown bioaccumulation properties in the future which in return could be compared directly to the benchmarking patterns provided here. © The Author(s) 2021

Fate, bioaccumulation and toxic effects of triclosan on a freshwater community - a mesocosm study

The antibacterial agent triclosan (TCS) is added to many daily-used consumer products and can therefore reach the aquatic environment via treated wastewater and potentially harm aquatic ecosystems. A 120 days pond mesocosm study was conducted in order to investigate the fate of TCS in water and sediment, its bioaccumulative potential in different biota as well as the effects of TCS and its main transformation product methyl-triclosan (M-TCS) on plankton, periphyton, macrophytes, and benthos communities. TCS was dosed once each in six pond mesocosms (nominal concentrations: 0.12, 0.6, 3.5, 21, 130 and 778 (micro)g/L TCS, respectively) while two ponds served as controls. A concentration-dependent increase in the DT50 values from 5.0 to 15.0 and 7.5 to 16.3 days was observed for TCS in water and the whole pond system (water, sediment, biota), respectively. Consequently, the substance should be categorized as non-persistent. For TCS, the bioaccumulation factors (non steady-state conditions, BAFnssc) in Lymnaea stagnalis, Myriophyllum spicatum and periphyton were below the critical limit of 2000, above which a substance is classified as bioaccumulative. In contrast, a BAFnssc value of >10,000 was found for M-TCS in L. stagnalis, denoting that M-TCS definitely falls under this classification. Although strong effects on freshwater communities could only be observed in the highest TCS treatments, some periphyton species, such as Oedogonium spp., reacted very sensitive to TCS with an EC50 (time weighted average, 28 d) of 0.3 (micro)g/L TCS. Considering the high bioaccumulative potential of M-TCS in combination with the observed effects of TCS at low doses suggests that the use of TCS, and therefore its release into the environment, should cease. © 2021 The Authors

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