Titel: Braunkohlenplan als Sanierungsrahmenplan für den stillgelegten Tagebau Espenhain Planungsstand: fortgeschriebene Fassung wurde am 25.09.2003 durch das Sächsische Staatsministerium des Innern genehmigt, verbindlich seit 15.04.2004 Inhalt: * Die bergbauliche Sanierung mit Tagebau-Großgeräten (Kippenrückgewinnung und Verkippung des Randschlauches) wurde im Mai 2001 abgeschlossen. Arbeiten an den Nord- und Nordostböschungen von Markkleeberger und Störmthaler See, die Ostböschung der ehemaligen Tagebauausfahrt, die Bereiche Göhrener und Getzelauer Insel sowie am Dammbauwerk zwischen den Restseen bildeten die verbliebenen Handlungsschwerpunkte. * Maßnahmen zur Landschaftsgestaltung konzentrieren sich auf die Nordböschung des am 15.07.2006 in öffentliche Nutzung übergebenen Markkleeberger Sees (Uferpromenade im Bereich Bornaische Straße mit archäologischer Fundstätte), das Dammbauwerk zwischen den Seen (Wildwasserstrecke "Kanu-Park", Gewässerverbund), das Steilufer im Bereich Störmthal-Güldengossa (Erhalt "geologischer" und "ökologischer Fenster) sowie das Umfeld des künftigen Wassersportzentrums Gruna (Regattastrecke, Hafen, Strand). * Schwerpunkte bei der Sanierung von Altlasten bilden die Altablagerungen an der B 2/95 (Schutz des Grundwassers, Fassung und Behandlung von Deponiegasen, niveaugleiche Verfüllung) sowie die industrielle Absetzanlage zur Ascheverspülung im östlichen Teil der Halde Trages (Begrünung, Sukzession). Der Betrieb der Zentraldeponie Cröbern soll so erfolgen, dass Grundwasserschutz (Basisabdichtung) und Sichtschutz (Schutzwaldgürtel) gewährleistet werden. * Im Zuge der Restlochflutung unter Einleitung von Sümpfungswässern aus dem aktiven Bergbau entstehen der 2,5 km² große Markkleeberger See (Flutung 1999-2006) sowie der 7,3 km² große Störmthaler See (2003-2011). Die Vorflutgestaltung schließt einen Verbund zwischen beiden Seen, die Anbindung des Markkleeberg Sees über die Kleine Pleiße an die Pleiße, die Bespannung des Gösel-Altlaufes zwischen Pötzschau und Dreiskau-Muckern sowie die Renaturierung der Pleiße ein. * Die in den Altkippenbereichen etablierte Landwirtschaft verfügt über einen Bestandsschutz (Anlage von Alleen und Flurgehölzen zur Landschaftsaufwertung). Prioritäre Handlungsfelder der Forstwirtschaft bestehen in der Waldmehrung (naturnahe, standort- und funktionsgerechte Aufforstungen mit Schwerpunkt Alt- und Neukippenbereiche) sowie im Umbau von Pappel-Reinbeständen (Altkippen und Halde Trages). * Die Entwicklung von Natur und Landschaft schließt die gezielte Belassung von Sukzessionsflächen mit Beschränkung von Sanierungsmaßnahmen auf den Abbau örtlicher Gefährdungspotenziale (Südufer Markkleeberger See mit Getzelauer Insel, Westufer Störmthaler See mit Göhrener Insel), den Erhalt bestehender Formen und Lebensräume (Erosionsformen Halde Trages, Göselaue, Steilufer Störmthal-Güldengossa) sowie gezielte Vernetzungen mit dem Tagebauumfeld (Oberholz) ein. * Freizeit und Erholung werden sich am Markkleeberger See auf das Nord- und Ostufer (Uferpromenade, Wachauer und Auenhainer Strand, Wildwasserstrecke, Segelstützpunkt) und am Störmthaler See auf das Wassersportzentrum Gruna auf der Magdeborner Halbinsel (Kanuregattastrecke, Segelhafen, Strand) konzentrieren. Beide Seen werden untereinander mit einem auch für Segelboote befahrbaren, mit einer Schleuse versehenen Kanal verknüpft und mittelfristig in einen "Gewässerverbund Region Leipzig" eingebunden. * Das Verkehrsnetz wird mit dem im August 2006 fertig gestellten Neubau der Autobahn A 38, der A 72 (Leipzig-Chemnitz) und der K 7924 (Dreiskau-Muckern - Störmthal) schrittweise ausgebaut. Damit werden neben der Verbesserung der regionalen Verkehrsinfrastruktur Voraussetzungen zur Erschließung der Bergbaufolgelandschaft geschaffen. Bei der Herstellung des Wegenetzes bilden Querungen von Pleiße und B 2/95 im Bereich Gaschwitz/Großdeuben Schwerpunkte. * Die Revitalisierung der bis 1993 vom Abbau bedrohten Ortslage Dreiskau-Muckern (EXPO-Dorf 2000) ist weit fortgeschritten (1993 50, 2001 300 Einwohner). Im Sanierungsgebiet entstanden im Rahmen der Initiative "Kunst statt Kohle" mehrere Landschaftskunstwerke (Butterfly am Südufer des künftigen Störmthaler Sees), die in Zukunft ergänzt werden sollen. Der Dispatcherturm (Magdeborner Halbinsel) und der Aussichtsturm (Rundwanderweg Halde Trages) bieten markante Ausblicke.
Dieser Inhalt beschreibt die "Maßnahmen zur Reduzierung der auswaschungsbedingten Nährstoffeinträge aus der Landwirtschaft (GW)" (mit der ID 41) für den Grundwasserkörper "Oberlauf der Pleiße" (mit der ID: DEGB_DESN_SAL-GW-053). Sie wird im Rahmen der Wasserrahmenrichtlinie durchgeführt. Der Bewirtschaftungszeitraum ist 2022-2027.
Der Pegel Gößnitz befindet sich im Gewässer Pleiße.
Titel: Braunkohlenplan als Sanierungsrahmenplan für den stillgelegten Tagebau Witznitz Planungsstand: verbindlicher Braunkohlenplan als Sanierungsrahmenplan seit 09.09.2000 Inhalt: * Die bergbauliche Sanierung zur Herstellung dauerstandsicherer Restlochböschungen ist abgeschlossen. Noch bestehende Handlungsschwerpunkte beschränken sich auf Voraussetzungen zur Vorbereitung von Folgenutzungen. * Maßnahmen zur Landschaftsgestaltung konzentrieren sich beim Hainer See auf die Nordböschung (Freizeitbereich mit Badestrand), die Südwestböschung (Wassersportbereich, Badestrand) sowie die Südostecke (Gestaltung der Badestelle Haubitz), den Verbindungsdamm Rötha-Kahnsdorf (Seenverbund zwischen Hainer und Kahnsdorfer See), die Flächen der ehemaligen Tagesanlagen nördlich von Kahnsdorf (Voraussetzungen zur Einordnung von erholungsbezogenen Einrichtungen und Anlagen) und den ehemaligen Holzplatz südöstlich von Kahnsdorf (Bootshaus, Bootsliegeplätze, Campingplatz). * Im Zuge der Restlochflutung unter Einleitung von Sümpfungswässern aus dem aktiven Bergbau (vorrangig Vereinigtes Schleenhain) entstehen bis ca. Ende 2007 der 5,6 km² große Hainer See mit dem Teilbereich Haubitz (Teilabtrennung durch die kleine Landzunge) und der 1,2 km² große Kahnsdorfer See. Die Vorflutgestaltung schließt künftig einen Verbund beider Seen und die Anbindung des Hainer Sees an die Pleiße sowie die Reaktivierung des "Langen Borns" ein. * Die im Westbereich des Sanierungsgebietes etablierte Landwirtschaft verfügt über einen Bestandsschutz (Anlage von Alleen und Flurgehölzen zur Landschaftsaufwertung). Prioritäre Handlungsfelder der Forstwirtschaft bestehen in der Waldmehrung (naturnahe, standort- und funktionsgerechte Aufforstungen mit Schwerpunkten im West- und Südbereich des Kahnsdorfer Sees, im Südbereich des Hainer Sees sowie im ehemaligen Tagebauvorfeld zwischen Espenhain und dem "Langen Born") und dem waldökologischen Umbau bestehender forstlicher Reinbestände (Bereich Margarethenhain). * Die Entwicklung von Natur und Landschaft konzentriert sich vorrangig auf den gesamten Kahnsdorfer See mit seinen Ufer- und Randbereichen. Durch gezielte Vernetzung der Bergbaufolgelandschaft mit den umgebenden Landschaftsstrukturen soll von Borna über den Speicher Witznitz und die Eula- und Wyhraaue sowie den Kahnsdorfer See (Aufforstungen im West- und Süduferbereich) eine regionale Landschaftsachse zur Restauenlandschaft der Pleiße im Bereich Rötha-Böhlen wiederhergestellt werden. * Für Freizeit und Erholung bestehen am Hainer See geeignete Voraussetzungen am Nordufer (Badestrand, Ferienhäuser), am Südwest- und Südufer (Badestrand, Segelhafen, Bootsliegeplätze, Bootshaus, Campingplatz) und im Nordbereich von Kahnsdorf (erholungsbezogene Einrichtungen und Anlagen). Im Rahmen des Projekts "Gewässerverbund Region Leipzig" besteht die Option, den Hainer See an die Fließgewässer Pleiße und Wyhra anzubinden. * Der Anschluss an das Verkehrsnetz wird gegenwärtig durch die B 95 (Leipzig-Chemnitz) und die K 7931 (Rötha-Kahnsdorf) gewährleistet. Durch den schrittweisen Ausbau der vorgesehenen Ost-West-Verbindung (ab B 176 bei Neukieritzsch zur B 95 unter nördlicher Umgehung von Großzössen und Ausbau der Haubitzer Straße) besteht künftig eine günstige Erschließung des Gesamtbereiches, die durch die vorgesehene Trassierung der A 72 noch eine weitere Aufwertung erhält. Die künftigen Erholungsbereiche werden durch ein Netz von Rad-, Wander- und Reitwegen sowie Aussichtspunkten erschlossen. Bei der Wegenetzgestaltung findet auch die Nutzung für Kutschfahrten entsprechende Berücksichtigung. * Ein besonderer Schwerpunkt bei der Gestaltung der Bergbaufolgelandschaft ist das Projekt zur Entwicklung eines Unterwasserfreizeitbereichs im Hainer See (Tauchsport, Pflanzen- und Tierwelt beobachten, Gastronomie).
Es werden aktuelle Messergebnisse der fünf Gewässergütemessstationen sowie der Multiparametersonde der Pleiße am Standort Böhlen arbeitstäglich im Internet zur Verfügung gestellt.
ID: 750 Allgemeine Informationen Ergänzungstitel des Vorhabens: Ausbaustrecke Karlsruhe - Stuttgart - Nürnberg - Leipzig/Dresden, 2. Ausbaustufe Gaschwitz – Crimmitschau, Projektabschnitt ESTW Gößnitz km 57,880 - km 62,380, Strecke Leipzig-Connewitz - Hof Hbf (Geschäftszeichen: C32-0522/1110) Kurzbeschreibung des Vorhabens: Die DB Netz AG beabsichtigt im Rahmen des Projektes „Ausbaustrecke Karlsruhe - Stuttgart - Nürnberg - Leipzig/Dresden 2. Ausbaustufe Gaschwitz – Crimmitschau, Projektabschnitt ESTW Gößnitz km 57,880 - km 62,380, Strecke Leipzig-Connewitz - Hof Hbf (6362)“ den Ersatz der vorhandenen Leit- und Sicherungstechnik durch ESTW Technik. Das beantragte Planfeststellungsverfahren betrifft den Bauabschnitt zwischen den Bahnhöfen Gößnitz und Crimmitschau. In diesem Abschnitt wurden der Oberbau, die Tragschichten und die Entwässerungsanlagen bereits im Jahr 2013 erneuert. Außer im Bereich der Brücken sind daher keine Veränderungen am Bahnkörper erforderlich. Erneuert werden die konstruktiven Bauwerke, die bahntechnische Ausrüstung und es erfolgen ergänzende Hochwasserschutzmaßnahmen. Im Wesentlichen sind folgende Maßnahmen vorgesehen: Gleisanhebungen im Bereich der Brückenerneuerungen, Anpassung des Schutzschichtensystems im Bereich der Brückenerneuerungen, Dammstabilisierungsmaßnahmen zum Schutz gegen Hochwasser, Neubau von Zufahrten/Zugängen für die Rettungswege, Erneuerung der Signalanlagen, der Kabeltiefbau und die Oberleitungsarbeiten, Änderung der Eisenbahnüberführung Gistige km 58,926, Änderung der Eisenbahnüberführung Pleiße Flur Gosel km 59,382, Änderung der Straßenüberführung Leipziger Straße (S 54) km 59,836, Änderung der Eisenbahnüberführung Paradiesbach (Weg) km 60,945, Änderung der Eisenbahnüberführung Breitscheidstraße km 61,780, Neubau von Lärmschutzwänden und Stützwänden. Die Änderung der Straßenüberführung Leipziger Straße im Zuge der Staatsstraße 54 bei km 59,836 erfolgt durch das Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Niederlassung Plauen und ist Bestandteil des vorliegenden Planfeststellungsverfahrens. Mit dem geplanten Vorhaben sollen die Betriebsqualität und die Verfügbarkeit der Eisenbahninfrastruktur im vorliegenden Bauabschnitt von km 57,880 bis km 62,380 nachhaltig erhöht werden. Durch die Modernisierung der Leit- und Sicherungstechnik in Verbindung mit der Erhöhung der Streckengeschwindigkeit wird künftig die Fahrzeit verkürzt, die Betriebsführung verbessert und eine Optimierung der Zugangssituation erreicht. Für die Baumaßnahmen einschließlich der landschaftspflegerischen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen werden Grundstücke in den Städten Crimmitschau (Gemarkungen: Frankenhausen, Leitelshain, Crimmitschau, Wahlen) und Meerane (Gemarkung: Waldsachsen) sowie in der Gemeinde Zschaitz-Ottewig (Gemarkungen: Zschaitz, Lüttewitz b. Zschaitz) beansprucht. Raumbezug In- oder ausländisches Vorhaben: inländisch Ort des Vorhabens Verfahrenstyp und Daten Eingangsdatum der Antragsunterlagen: 29.11.2019 Datum der Entscheidung: 01.03.2022 Art des Zulassungsverfahrens: Planfeststellung gemäß § 18 AEG UVP-Kategorie: Verkehrsvorhaben Zuständige Behörde Verfahrensführende Behörde: Name: Eisenbahn-Bundesamt (Außenstelle Dresden) August-Bebel-Straße 10 01219 Dresden Deutschland E-Mailadresse der Kontaktperson: PiprekH@eba.bund.de Stellungnahmen und Einwendungen im Rahmen des Beteiligungsverfahrens sind zu richten an: Landesdirektion Sachsen Dienststelle Chemnitz - Referat 32C Altchemnitzer Straße 41 09120 Chemnitz Anhörungsbehörde: Landesdirektion Sachsen Maik Schaarschmidt Altchemnitzer Straße 41 09120 Chemnitz Deutschland Maik.Schaarschmidt@lds.sachsen.de Zuständige Abteilung der Behörde: Abteilung 3: Infrastruktur Vorhabenträger DB Netz AG DB Netz AG Ammonstraße 8 01069 Dresden Deutschland Öffentlichkeitsbeteiligung Erneute Auslegung aufgrund geänderter Unterlagen Anhörung zum Planfeststellungsverfahren Ausbaustrecke Karlsruhe-Stuttgart-Nürnberg-Leipzig/Dresden, Projektabschnitt ESTW Gößnitz, Strecke Leipzig-Connewitz-Hof Hbf Auslegung: Auslegung zum Planfeststellungsverfahren Ausbaustrecke Karlsruhe - Stuttgart - Nürnberg - Leipzig/Dresden 2. Ausbaustufe Gaschwitz – Crimmitschau, Projektabschnitt ESTW Gößnitz km 57,880 - km 62,380, Strecke Leipzig-Connewitz - Hof Hbf (6362) Kontaktdaten des Auslegungsortes Deutschland Eröffnungsdatum der Auslegung 09.03.2020 Enddatum der Auslegung 08.04.2020 erneute Auslegung zum Planfeststellungsverfahren Ausbaustrecke Karlsruhe - Stuttgart - Nürnberg - Leipzig/Dresden 2. Ausbaustufe Gaschwitz – Crimmitschau, Projektabschnitt ESTW Gößnitz km 57,880 - km 62,380, Strecke Leipzig-Connewitz - Hof Hbf Kontaktdaten des Auslegungsortes Deutschland Eröffnungsdatum der Auslegung 07.09.2020 Enddatum der Auslegung 06.10.2020 Erörterung: Erörterungstermin im Planfeststellungsverfahren Ort der Erörterung Landesdirektion Sachsen Altchemnitzer Straße 41 09120 Chemnitz Deutschland Weitere Hinweise: Der Erörterungstermin findet am 5. Juli 2021 ab 9:30 Uhr in der Landesdirektion Sachsen, Altchemnitzer Straße 41, 09120 Chemnitz im Raum 116 statt. Ende der Frist zur Einreichung von Einwendungen: 06.11.2020 Beginn der Frist zur Einreichung von Einwendungen: 07.09.2020 Verfahrensinformationen und -unterlagen Öffentliche Auslegung Bekanntmachungstext und Planunterlagen Entscheidung über Zulassung Planfeststellungsbeschluss gemäß § 18 Abs. 1 AEG in Verbindung mit § 75 Abs. 1 VwVfG
Als Folge der anhaltenden starken Regenfälle kam es im Einzugsgebiet der Mulde in allen Flußläufen zu einem raschen Anstieg der Wasserführung. An der Zwickauer Mulde (& Nebenflüsse) und der Vereinigten Mulde wurden extreme Hochwasserstände und -abflüsse erreicht. Das Einzugsgebiet der Weißen Elster lag ebenfalls im Zentrum des Starkregens und so wurden an den Zuflüssen Göltzsch und Pleiße und nachfolgend an der Weißen Elster extreme Hochwasserstände und -abflüsse registriert. Am 12.7.1954 passierte der Scheitelpunkt der Hochwasserwelle der Elbe (durch Hochwasser der Moldau und Eger ausgelöst) den Pegel Dresden . Der Hochwasserscheitel der Mulde erreichte die Elbe am 12.7.1954 (vor dem eigentlichen Elbescheitel), der Hochwasserscheitel der Saale (Abführung des Hochwassers der Weißen Elster) erreichte die Elbe erst am 15.7.1954 (nach dem eigentlichen Elbescheitel), so daß es nur zu einer teilweisen Überlagerung des Elbescheitels mit den Zuflüssen aus Mulde und Saale kam. Der Scheitel der Hochwasserwelle wurde am Pegel Aken am 14.7.1954 und am Pegel Barby am 15.7.1954 beobachtet. Im weiteren Verlauf verflachte die Hochwasserwelle und war am Pegel Neu Darchau am 21.7.1954 nur noch etwas höher als ein 'mittleres Hochwasser'.
Zielsetzung: Der Hainer See im ehemaligen Braunkohletagebaukomplex Witznitz ist über einen Ableiter und ein als Wehranlage angelegtes Auslaufbauwerk mit der Pleiße verbunden. Die Fischdurchgängigkeit dieser Verbindung war zu überprüfen. Material und Methoden: Im Ableiter oberhalb des Auslaufbauwerkes wurde eine Strecke von jeweils 300 m Länge an beiden Ufern und in der Pleiße eine Strecke von insgesamt 550 m unterhalb des Ablaufbau werks ebenfalls an beiden Ufern elektrisch befischt. Wichtige Habitatparameter wurden aufgenommen und im Bereich des Auslaufbauwerkes die Strömungsgeschwindigkeit gemessen. Weitere Daten zum Abflussgeschehen und der Wasserqualität und sowie die Planungsunterlagen des Bauwerkes wurden von der LMBV zur Verfügung gestellt. Ergebnisse: Der Ableiter selbst war bei ausreichendem Abfluss fischdurchgängig. Im Ableiter wurden nur zwölf Fische der vier Arten Barsch, Hecht, Plötze und Rotfeder gefangen. Dieser arten- und individuenarme Fischbestand unterschied sich deutlich von dem Fischbestand in der Pleiße, in der zwölf Fischarten (Barsch, Bitterling, Blaubandbärbling, Döbel, Dreistachliger Stichling, Giebel, Gründling, Hasel, Plötze, Rotfeder, Schleie, Ukelei) nachgewiesen wurden. Möglicherwiese haben schwankende pH-Werte und die Verockerung des Gewässers den Fischbestand beeinträchtigt. Die bauliche Ausführung des Auslaufbauwerkes und die dort gemessene hohe Strömungsgeschwindigkeit dürften für die begrenzte fischökologische Durchgängigkeit verantwortlich sein. Die Herstellung der fischökologischen Durchgängigkeit zwischen Hainer See und Pleiße ist prinzipiell empfehlenswert. Das bestehende Bauwerk hat allerdings primär die Aufgabe, die ausgeleitete Wassermenge entsprechend der Wasserstände und der Wasserqualität im Hainer See zu regulieren.
Möglichkeiten zur Reduzierung des Sickerwasserstromes zum Oberflächengewässer Pleiße am Beispiel der Kippe Witznitz durch Errichtung einer optimalen Wasserhaushaltsschicht Durch den Grundwasserwiederanstieg der vergangenen Jahre im Bereich der Kippe Witznitz ist der Grundwasserspiegel soweit angestiegen, dass es inzwischen zu einer Exfiltration von bergbaulich beeinflussten Kippengrundwasser in die Pleiße kommt, was zu einer sichtbaren Veränderung des Wasserkörpers im Fließgewässer führt. Zur Vorbereitung von gezielten Maßnahmen zur Verringerung der Beeinflussung des Pleißewassers durch zuströmendes Kippengrundwasser wird auf zwei Versuchsflächen auf der Kippe Witznitz ein Pilotprojekt durchgeführt. Dieses hat als Ziel, durch die Herstellung einer optimalen Wasserhaushaltschicht und durch eine gezielten Pflanzenanbau und eine gezielte Flächenbewirtschaftung die Grundwasserneubildung und somit die Zuströmung bergbaulich beeinflusster Grundwässer aus den Altkippenbereichen in das Fließgewässer auf ein ökologisch verträgliches Maß zu reduzieren.
Während des Jahrhunderthochwassers im August 2002 war die Altstadt von Grimma neben Döbeln und Meißen unter den Städten in Sachsen mit am schwersten betroffen. Die Mulde stieg auf einen Pegelstand von ca. 8,70 m und überflutete die Altstadt bis zu 3.50 m hoch. Das Gefälle der Talsohle führte zu hohen Strömungsgeschwindigkeiten, annähernd 700 Häuser wurden stark beschädigt oder zerstört. Auf die Flutkatastrophe reagierte das Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft des Freistaates Sachsen im März 2003 mit dem Erlass zur Bearbeitung von Hochwasserschutzkonzepten (HWSK) für alle Gewässer 1. Ordnung. Ziel des Erlasses ist es, Hochwasserschutz neu zu organisieren und Maßnahmen zu dessen Verbesserung festzulegen. Grundlage der Planung des Hochwasserschutzes für Grimma ist das 2004 bestätigte HWS-Konzept für die Vereinigten Mulden. Träger und Auftraggeber ist die Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen (LTV), Talsperrenmeisterei Untere Pleiße (TSM UP) in Rötha, vertreten durch Herrn Axel Bobbe. Erste Vorentwürfe zu technischen Lösungsmöglichkeiten lagen im Frühjahr 2005 vor. Trotz der funktionalen Leistungsfähigkeit der erarbeiteten Vorschläge wurde schnell deutlich, dass für eine Stadt wie Grimma ein individuelleres Vorgehen nötig ist, bei dem der technische HWS als städtebauliche Maßnahme qualifiziert und integriert wird. Diesem Ziel dient das vorliegende Projekt der AG-Grimma an der GWT/TU Dresden. Es soll die Fachplanung im Vorentwurfstadium unterstützen und die wasserbaulich-technischen Vorschläge hinsichtlich ihrer städtebaulichen, landschaftsbaulichen und denkmalverträglichen Ausbildung weiter qualifizieren. Hierzu werden in der Vorplanungsstufe für die vier uferbegleitenden Bauabschnitte Vorschläge zur Einordnung der HWS-Anlage gemacht. Zu wichtigen Fokus- und Anschlusspunkten werden detailliertere städtebauliche Empfehlungen gegeben. Örtliche Voraussetzungen und Ziele: Die Altstadt von Grimma ist in einer für Sachsen singulären Weise in vorindustrieller Geschlossenheit und Bezogenheit auf den Fluss erhalten geblieben. Mit der spätmittelalterlichen Stadtmauer vor einer Kette von Bürgerhäusern, mit markanten uferbegleitenden Monumentalbauten, den begrenzenden Wallring-Anlagen sowie der barocken Steinbrücke - die leider weitgehend zerstört wurde - besitzt das Ensemble herausragenden Denkmalwert. Die in die Flußaue eingebettete städtische Uferzone ist in einer selten gewordenen Weise als Silhouette prägend für das gesamte Stadtbild und das Selbstverständnis der Stadt. Diese Situation macht es erforderlich und lohnend, die HWS-Massnahmen auf ihre Verträglichkeit mit den berührten bzw. benachbarten Kulturdenkmalen (SäDSchG Paragraph 2 (3)1. und Paragraph 12(1)) zu prüfen und sie architektonisch und freiraumplanerisch als Individual-Lösungen bis ins Detail zu entwickeln. Über das vorrangige Ziel des HWS hinaus sind zusätzliche Funktions- und Bedeutungspotentiale zu erschließen. usw.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 51 |
| Land | 16 |
| Weitere | 2 |
| Wirtschaft | 6 |
| Wissenschaft | 10 |
| Type | Count |
|---|---|
| Daten und Messstellen | 10 |
| Förderprogramm | 10 |
| Infrastruktur | 6 |
| Text | 6 |
| Umweltprüfung | 7 |
| WRRL-Maßnahme | 40 |
| unbekannt | 4 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 12 |
| Offen | 56 |
| Unbekannt | 3 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 71 |
| Englisch | 46 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 6 |
| Datei | 8 |
| Dokument | 9 |
| Keine | 59 |
| Webseite | 8 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 19 |
| Lebewesen und Lebensräume | 71 |
| Luft | 15 |
| Mensch und Umwelt | 49 |
| Wasser | 32 |
| Weitere | 69 |