A) Problemstellung: Das österreichische Lebensministerium hat gemeinsam mit UNIDO erste Erfahrungen mit Unternehmen, Behörden und Consultants zum Geschäftsmodell Chemikalienleasing gesammelt. Mit dem Geschäftsmodell wird anstelle der Chemikalie die Anwendung der Chemikalie angeboten. Die Chemikalie bleibt Eigentum des Leasinggebers, der anstelle der Chemikalien selber z.B. eine bestimmte Anzahl lackierter oder entfetteter Teile als Dienstleistung anbietet. Ergebnis sind Win-Win-Situationen zwischen ökologischen und ökonomischen Zielen. Der ökonomische Gewinn wird durch geringeren Einsatz von Chemikalien erhöht und zugleich die Umwelt weniger belastet. Rahmenbedingungen für ein Element der nachhaltigen Chemie und damit auch für Innovation und Beschäftigung werden gesetzt. Das Modell muss bekannt gemacht und in Unternehmen weiterentwickelt werden. Schlüsselelement ist es geeignete Verträgen zu erstellen und damit Qualitätsziele zu vereinbaren, die Aspekte des Gesundheits- und Umweltschutzes beinhalten. B)Handlungsbedarf (BMU, ggf. auch BfS, BfN oder UBA): Das Projekt ist ein zentrales Element einer wirksamen Ressourcenschonung. Bisherige Untersuchungen zeigen, dass damit der Chemikalienverbrauch zum Teil mehr als halbiert wird. Mit Qualitätskriterien soll sichergestellt werden, dass die wirtschaftlichen Interessen mit Effekten für eine nachhaltige Chemie und Umwelt- und Gesundheitsschutz verbunden werden. C) Ziel des Vorhabens In dem Projekt sollen beispielhaft Chemikalienleasing-Modelle in Deutschland zusammen mit Unternehmen an Beispielen angewendet, wissenschaftlich begleitet und ausgewertet werden. Qualitätsziele sind für den Gesundheits- und Umweltschutz zu entwickeln. Ziel des Vorhabens ist zu untersuchen, wie umfassend diese Kriterien bei der Gestaltung der Leasingverträge gefasst werden müssen und welche Rückwirkungen sie auf das Geschäftsmodell bei dessen Anwendung haben. Die Ergebnisse sollen in einer Fachveranstaltung bekannt gemacht werden.