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Quantitative Untersuchungen der sensibilisierten Photooxydation von gesaettigten Kohlenwasserstoffen in Oberflaechenfilmen auf Meerwasser

Gesaettigte Kohlenwasserstoffe ebenso wie Alkylaromaten werden bei Anwesenheit von Sauerstoff und geeigneten Sensibilisatoren (aromatische Ketone, Chinone) durch natuerliches Sonnenlicht zu Carbonylverbindungen abgebaut. Durch Modelluntersuchungen unter quasi-natuerlichen Bedingungen wurde gefunden, dass durch Kettenfragmentierung homologe Reihen entstehen, deren niedermolekulare Glieder Aceton, Acetaldehyd und Formaldehyd die hoeheren Homologen hinsichtlich ihrer Konzentration ueberwiegen. Zur Anreicherung hoeherer Homologen aus Meerwasser werden Sorptionsharze verwendet. Die Analytik stuetzt sich auf chromatographische Methoden und Massenspektrometrie. Fuer quantitative Untersuchungen wird als Reaktionsmedium steril-filtriertes Meerwasser benutzt, welches man nach Zugabe geringer Mengen des zu untersuchenden Kohlenwasserstoffes knapp unterhalb der Meeresoberflaeche natuerlichem Sonnenlicht aussetzt. Da bei sensibilisierten Reaktionen in verduennten, waessrigen Loesungen der molekulare Extinktionskoeffizient, welcher zur Bestimmung der Quantenausbeute erforderlich ist, schwer zu bestimmen ist, wird die Absorption des Substrates durch chemische Actinometer (p-Nitroacetophenon/Pyridin) ermittelt.

Heterogen katalysierte Gasphasenoxidation von 3-Picolin an V2O5/TiO2-Katalysatoren

Nikotinsaeure hat in der chemischen Industrie eine bedeutende Stellung. Die Nikotinsaeure ist das Provitamin zum Nikotinsaeureamid und hat die gleiche biologische Aktivitaet. Sie wird als Zusatzstoff in Nahrungs- und Futtermitteln eingesetzt. Ein herkoemmliches Verfahren zur Herstellung von Nikotinsaeure ist die homogen katalysierte Oxidation von 2-Methyl-5-ethyl-Pyridin mit HNO3 und anschliessender Decarboxylierung. Nachteil dieser zweistufigen Reaktion ist einerseits die anfallende Salzfracht und der Verlust von Geruestkohlenstoff durch Totaloxidation (Lonza-Verfahren). Das Nikotinsaeureamid wird zweistufig durch Ammoxidation des 3-Picolin zum 3-Cyanpyridin und Verseifung der Nitrilgruppe hergestellt. Beide Schritte sind heterogen katalyisiert (Degussa-Verfahren). Ein einstufiger Prozess durch Direktoxidation mit Sauerstoff ist oekonomisch wie oekologisch wuenschenswert. Die Oxidation von 3-Picolin zur Nikotinsaeure wird mit Sauerstoff bzw. Luft in einem Temperaturbereich von 250-400 Grad Celsius durchgefuehrt. In der heterogen katalysierten Oxidation von 3-Picolin wird Wasserdampf als Traegergas verwendet. Wasser ist bis auf den energetischen Aspekt ein unkritisches Loesemittel, und dient der Waermeabfuhr und der Erleichterung der Desorption des Produktes von der Katalysatoroberflaeche. Da bei der Direktoxidation keine Salzfrachten anfallen und die Nebenprodukte allein Wasser und CO2 sind, entfallen aufwendige Prozessschritte zur Reinigung des Produktes und die Entsorgung der Salze. Die Gasphasenoxidation wird in einem Integralfestbettreaktor durchgefuehrt. Im Festbett koennen wegen der exothermen Reaktion 'Hot Spots' entstehen, die eine Totaloxidation zu CO2 bevorzugen. Durch kurze Verweilzeiten und geeigneter Traegergase mit hoher Waermekapazitaet und/oder Waermeleitfaehigkeit koennen die 'Hot Spots' ganz oder teilweise vermieden werden. Die entstehenden Carbonsaeuren werden nach Austritt aus dem Reaktor aus dem Prozessgas kristallisiert und damit als Feststoff gewonnen.

Dynamische Methanolproduktion aus Hüttengasen, MeOH Synthese

Teilvorhaben 9, Teilvorhaben 6

Chemie der Bildung von stickstoffhaltigen Verbindungen in sekundären organischen Aerosolen und ihr Einfluss auf deren optische Eigenschaften

Die Bildung lichtabsorbierender organischer Verbindungen (LOC), auch brown carbon (BrC) genannt, kann die optischen Eigenschaften sekundärer organischer Aerosole (SOA; Submikrometerpartikel) beeinflussen. Stickstoffverbindungen, die in Reaktionen von Carbonylspezies mit Aminverbindungen über ein Iminintermediat in SOA gebildet werden können, sind aktuell und mit steigender Tendenz im Fokus der Forschung. Zusätzlich zu direkten BrC Emissionen durch unvollständige Verbrennungsprozesse, kann BrC so sekundär in der gesamten Troposphäre gebildet werden. BrC könnte so das Strahlungsbudget auf globaler Ebene beeinflussen und zu heterogener Aerosolchemie durch seine Wirkung als Photosensibilisator beitragen.Im zurückliegenden Projekt wurden analytische Methoden zur Analyse von BrC in Modellsystemen, die wässrige atmosphärische Aerosolpartikel nachbilden sollen und 1,2-, 1,3-, 1,4-, oder 1,5-Dicarbonyle und Ammoniumsulfat oder die Aminosäure Glycin beinhalten, auf molekularer und Bulkebene etabliert und angewendet, auch in weiteren Studien zu Stickstoffverbindungen in biogenen Aerosolen. Die Methoden beinhalten Spektrophotometrie und moderne Chromatographie sowie Massenspektrometrie. Verschiedene Klassen von Stickstoffheterozyklen mit pH-abhängigen Ausbeuten wurden in den untersuchten Modellsystemen identifiziert: Imidazole, Pyrrole, Pyrroldimere (Dipyrromethene) und (Dihydro-)Pyridine. Dies verdeutlicht, dass Stickstoffheterozyklen häufige Struktureinheiten von BrC sind. So konnten Imidazole auch in atmosphärischen Aerosolproben, die in Brasilien, Europa und Indien gesammelt wurden, gemessen werden. Experimente mit Dicarbonylmischungen und Aminnukleophilen zeigten außerdem, dass Kreuzreaktionen die Absorption der entsprechenden Proben erhöhen und neue BrC Verbindungen hervorbringen können, die nahe des sichtbaren Bereichs des Lichts absorbieren. Dieses Ergebnis stellt die Notwendigkeit heraus Kreuzreaktivitäten für atmosphärenrelevante Dicarbonylmischungen weiter zu untersuchen und potentielle Kandidaten für BrC Markerverbindungen und Photosensibilisatoren zu identfizieren.In den weiteren, notwendigen Experimenten sollen daher Mechanismen, Kinetiken und Produkte solcher Kreuzreaktionen anhand verschiedener Parameter (relative Dicarbonylzusammensetzung, Aminkomponente, pH Wert) untersucht werden. Letztlich soll durch das so gewonnene Prozessverständnis mittels numerischer Modellierung eine quantitative Abschätzung der BrC Bildung über Iminintermediate in wässrigen Aerosolpartikeln stehen. Diese neuen Erkenntnisse sollen unser Verständnis, wie die Partikelphasenchemie optische Eigenschaften und heterogene Chemie von Aerosolen beeinflusst, verbessern.

Informationen zur chemischen Verbindung: Dichlordiethylsulfid

Die verlinkte Webseite enthält Informationen der Website chemikalieninfo.de des Umweltbundesamtes zur chemischen Verbindung Dichlordiethylsulfid.<br> Stoffart: Einzelinhaltsstoff.<br> Aggregatzustand: flüssig.<br> Stoffbeschaffenheit: Feststoff oder visköse Flüssigkeit.<br> Farbe: farblos - gelb. Es gelten folgende Umweltgefahren: Sonstige Umweltgefahren Text: Bis(2-chlorethyl)sulfid wurde im ersten Weltkrieg als Kampfstoff verwendet. Es ist ein sehr gefährlicher Wasserschadstoff. Gelöstes Yperit wird in Wasser hydrolysiert und verursacht dabei eine pH-Wert-Senkung. Ungelöste Substanz sinkt zu Boden und ist dadurch in stehenden Gewässern über lange Zeit (evtl. Jahre) beständig. Yperit-Dämpfe in der Luft werden durch Luftfeuchtigkeit, Sauerstoff und Sonnenlicht langsam entgiftet. Auch durch Oxidation mit Chloraminen kann es unschädlich gemacht werden. Zitat: Schadstoffinformationen für die Anwendung der baufachlichen "Richtlinien für die Planung und Ausführung der Sicherung und Sanierung belasteter Böden" des BMBau für Liegenschaften des Bundes Sonstige Umweltgefahren Text: Forsetzung: - Wirksamkeit im Gelände bei warmem und trockenem Wetter etwa 2 bis 3 Tage, bei feuchtem, kaltem Wetter bis zu 10 Tagen, bei kaltem Wetter, insbesondere im Winter bei Temperaturen um Gefrierpunkt, ist Beständigkeit von mehreren Wochen bis zu 1 oder 2 Monaten wiederholt beobachtet worden, in geschlossenen Räumen noch nach Monaten bis zu einem Jahr. GEFAHRENHINWEISE: Kemlerzahl: 66 GRENZ- UND RICHTWERTE: - Störfallverordnung Mengenschwelle A: 1 kg SEßHAFTIGKEIT: - bei 10 °C: 8 d; - bei 20 °C: 4 d; - bei 30 °C: 2 d ; - Die Wirkung nach Geländebegiftung bleibt bei 15 °C 2 bis 20 Tage erhalten; - Die Wirkung nach Geländebegiftung bleibt bei -10 °C bei einer Schneedecke und Windstille bis zu 8 Wochen erhalten; - Sehr beständig und seßhaft. STABILITÄT, LAGERUNG: - Sehr stabile Verbindung; Unter Normalbedingungen stabil; - Pyrolyse beginnt bei 140 °C und ist oberhalb 450 °C vollständig; Oberhalb 150 °C beginnt die thermische Zersetzung; der Zerfall ist bei 500 °C vollständig ; Zersetzungstemperatur: 149-177 °C; - Bei 140 °C zersetzen sich 16% in 72 h, bei 180 °C 44% in 2 h, bei 220 °C 86% in 2 h; - Pyrolyseprodukte bei 140 °C: Ethylenchlorid, 1,2-Bis-(2-chlorethylsulfido)-ethan, 2,2''-Bis-(2-chlorethyl-sulfido)-diethylsulfid, höhere analoge Verbindungen, Polyethylensulfid, 1,4-Dithian, HCl und andere Verbindungen. - Stabilisatoren: Tetramethylammoniumbromid, Hexamethylentetramin, Pyridin und andere Amine. VERHALTEN GEGENÜBER ANDEREN WERKSTOFFEN: - Dringt in Holz in Faserrichtung sehr tief ein. Muß verbrannt werden. - Dringt in Ziegel und Mörtel 3 bis 10 mm ein. (Entgiftung kaum möglich). Zitat: Bestandsaufnahme von Rüstungsaltlastverdachtsstandorten in der Bundesrepublik Deutschland - Band 3: Kampfstofflexikon Sonstige Umweltgefahren Text: Fortsetzung: Auch aufgrund der niedrigen log Pow-Werte von 1,36-2,73 ist mit keiner bzw. einer geringen Bioakkumulation zu rechnen. ÖKOTOXIZITÄT: AQUATISCHE ÖKOTOXIZITÄT: S-Lost ist aufgrund seiner starken zellschädigenden und karzinogenen Wirkung ein gefährlicher Umwelt- und Wasserschadstoff. TERRESTISCHE ÖKOTOXIZITÄT: Ein phytotoxischer Effekt wurde sowohl an der Wurzel als auch an Blättern beobachtet, nach Einsatz von S-Lost wurde Laubabwurf festgestellt. Zitat: Kriterien zur Beurteilung und Deponierung von kontaminierten Materialien aus Rüstungsaltlasten Sonstige Umweltgefahren Text: ALLGEMEINE INFORMATIONEN: - Wird bei niedriger Temperatur etwas zähflüssig; - Erstarrt in der Kälte -13 °C kristallinisch; - Erstarrt beim Eingießen in kaltes Wasser zu langen, farblosen Nadeln; - Schwaden sind kaum sichtbar und nahezu geruchlos; HYDROLYSEEIGENSCHAFTEN: - In Wasser allmählich zersetzlich; - In Wasser Hydrolyse nach einer reversiblen Gleichung. Bei jeder Temperatur besteht ein Gleichgewicht zwischen hydrolysierter und nicht hydrolysierter Substanz; - In alkalischem Milieu ist die Reaktionsgeschwindigkeit um etwa 20% höher; - Im sauren Medium wird die Hydrolysegeschwindigkeit verringert; - Spritzer sind außerordentlich beständig auch gegenüber Feuchtigkeit; - Wärme, Emulgatoren, Alkalihydroxid, Sodazusätze beschleunigen die Hydrolyse; - Daten zur Hydrolysegeschwindigkeit in der Literatur sind zumeist unter Laborbedingungen gewonnen, d.h. sie sind i.d.R. nicht übertragbar auf die realen Umweltbedingungen. VERHALTEN IM WASSER; AQUATISCHE TOXIZITÄT: - Sehr gefährlicher Wasserschadstoff; - Setzt die Oberflächenspannung des Wassers herab und bildet daher auf der Wasseroberfläche einen Film; - Ungelöstes Dichlordiethylsulfid sinkt zu Boden und ist dadurch in stehenden Gewässern über lange Zeit (evtl. Jahre) beständig; - Nach Erfahrungen bei Kampfstoffvernichtungsaktionen: kann unter Wasser jahrelang wirksam bleiben; - Wasserlöslichkeit ausreichend, um stehende Gewässer zu vergiften (bei großen Mengen bis zu 2 Mon.). LUFT: Dämpfe in Luft durch Luftfeuchtigkeit, Sauerstoff und Sonnenlicht langsam entgiftet ABBAUPRODUKTE: 2-Chlor-2''-hydroxydiethylsulfid, 2,2''-Dihydroxydiethylsulfid SONSTIGES: - Erfahrungen z.B. im Irak und Libyen haben gezeigt, daß Lost im Gelände, in demontierten Produktionsanlagen und in schadhaft gewordenen Vorratsgefäßen durch jahrelangen Witterungseinfluß nur wenig an Aktivität einbüßt. Sonstige Umweltgefahren Text: VERHALTEN IN DER UMWELT: AUSBREITUNG IN DER UMWELT: Das Mackay-Modell berechnet die Verteilung von S-Lost in Wasser, Luft und Boden zu 60 %, 38 % und 2 %. Der Transport in der Umwelt erfolgt durch Versickerung, Ver- dunstung, Winddrift, Auflösung in Gewässern, Drift in Fließgewässer. Das SESOIL-Modell berechnet für eine Eindringtiefe in den Boden von 3 m einen Zeitraum von 7 Jahren, eine Gefährdung des Grundwassers kann aufgrund der schnell verlaufenden Hydrolyse des gelösten S-Lost ausgeschlossen werden. Gelöstes S-Lost wird im Wasser hydrolysiert. Der ungelöste Anteil setzt sich am Boden ab und kann durch Entstehen oligomerer oder polymerer, ebenfalls blasenbildender Verbindungen aufgrund der niedrigen Lösungsgeschwindigkeit zumindest in stehenden Gewässern u.U. jahrelang persistent sein. Die Volatilisierung ist im Vergleich zur Hydrolyse von untergeordneter Bedeutung. Die Halbwertszeit für die Volatilisierung von der Bodenoberfläche wird auf 20 Minuten bei 25°C geschätzt. BIOTISCHER ABBAU: Ein nennenswerter biologischer Abbau ist infolge der starken zellschädigenden Wirkung (alkylierend) nicht zu erwarten. ABIOTISCHER ABBAU: HYDROLYSE: S-Lost hydrolysiert über ein cyclisches Ethylensulfoniumkation sowie ein bei hohen Konzentrationen durch Dimerisierung von S-Lost und seinem Hydrolyseprodukt reversibel gebildetes Zwischenprodukt zunächst zu 2-Chlor-2''-hydroxy- diethylsulfid, anschließend zu 2,2''-Dihydroxydiethylsulfid (Thiodiglycol). PHOTOLYSE: Photolyse findet statt. Photolyse wurde berechnet. BIOAKKUMULATIN: BCF = 22,90 und 520,20 berechnet mit den berechneten log Pow von 1,36 und 2,73. Für den BCF wurden Werte von 6,5 und 105 angegeben; es besteht nur eine geringe Tendenz zur Anreicherung in Fischen und aquatischen Lebewesen, das Gefährdungspotential wird durch Hydrolyse weiter abgeschwächt.

Light in - Light out

Mankind is approaching a crisis in energy generation and utilization. Traditional fossil fuel reserves are diminishing and legislative issues regarding CO2 emission will make use of existing lower grade reserves unattractive. New technologies have to be developed to satisfy the ever-increasing energy demand and to maximize efficient energy usage. The materials chemist, through the design of new materials with novel properties and by controlling interfacial interactions between materials, will play a crucial role in these endeavours and in enabling the paradigm shift that is required. This project is centred around two core and inter-related issues (i) energy generation from photovoltaics using sunlight and (ii) efficient lighting devices based on light-emitting electrochemical cells (LECs) and organic light emitting diodes (OLEDs). Both of these topics are areas of intense activity world-wide. Within Europe the PIs research group is one of the leaders in the field. However, as research efforts in these areas are proving successful and proof-ofprinciple systems are being established and optimized, a new factor needs to be addressed. State of the art photovoltaic devices based upon the dye-sensitized solar cell (DSC) most frequently utilize inorganic dyes comprising ruthenium complexes of oligopyridine ligands. The projected next generation mass market OLEDs and prototype LECs are based upon iridium complexes containing cyclometallated pyridine ligands. A traditional criticism of these approaches related to the costs of the raw materials although this is in reality low compared to the costs of other components. However, the price reflects in part the availability of these metals and in this respect devices based upon ruthenium (1 ppb by atom in Earth crust) or iridium (0.05 ppb by atom in Earth crust) are unsustainable. This project is concerned with the development of complexes based upon abundant and sustainable first row transition metals to replace second and third row transition metals in these devices. Initial efforts will centre upon complexes of copper(I) and zinc(II) which have well-established photochemistry and photophysics making them suitable for such applications. The PI has already established proof-of-principle for the replacement of ruthenium by copper in DSCs and is a world leader in this technology. The work on the two projects will involve (i) materials synthesis and characterization (ii) computational modelling (iii) device construction and testing and (iv) property optimization.

Entwicklung und Untersuchung eines Verfahrens zur Aktivierung von Wasserstoffperoxid fuer die Abwasserreinigung

Es wird ein Verfahren entwickelt und untersucht, das Wasserstoffperoxid elektrochemisch aktiviert. Dazu werden einfache, ungeteilte Zellen mit langlebigen, preiswerten Elektroden sowie vorerst Gleichstrom niedriger Stromdichte eingesetzt. Zielrichtung ist der Einsatz bei der Reinigung von Prozessabwaessern der chemischen Industrie bzw. von Sickerwaessern der Muelldeponien. Eine Anzahl biologisch schwer abbaubarer Substanzen wie Pyridin, Chlorlignine, chlorierte Biphenyle, Organosulfonsaeuren etc. sollen stationaer als Modellsubstanzen mit dem Verfahren behandelt werden um den Grad des Abbaus, die wirtschaftlichste Konzentration von Wasserstoffperoxid und die guenstigste Stromdichte zu ermitteln. Anschliessend werden die entwickelten Zellen bei der Reinigung von realen Abwaessern einer Papierfabrik, einer pharmazeutischen Fabrik sowie der Deponie Grosslappen eingesetzt.

Modellreaktionen zur Bildung und Zersetzung von Stickoxiden unter besonderer Beruecksichtigung von Distickstoffmonoxid

Zielsetzung: Die Arbeiten sollen das Verstaendnis der an der Bildung und Zersetzung der Stickoxide (einschliesslich Distickstoffmonoxid) beteiligten Vorgaenge bei der Verbrennung von Kohlen verbessern, um gezielte Minderungsstrategien entwickeln zu koennen. Arbeitsprogramm: Detaillierte Untersuchung der NOx- (einschl N2O-) Bildungs- und Zersetzungsreaktionen mit Modellgasmischungen an Kokskoernern unterschiedlicher Schichthoehe bei verschiedenen Temperaturen und Partialdruecken, Ermittlung der Wechselwirkung der einzelnen Rauchgasbestandteile (CO2, CO, H2O, SO2) auf die NO-Kohlenstoffreaktionen, Erprobung der Wirkung von Rauchgaszusaetzen, wie Ammoniak auf die NO-Reduktion bzw Bildung von N2O, Zusammenarbeit mit anderen Laendern, insbesondere mit dem Coal Research Establishment der British Coal Corporation. Letzter Stand der Arbeiten zum 30.06.1995: Der thermische Abbau von N2O an Feststoffoberflaechen wurde an verschiedenen Aschen, die aus Wirbelschichtfeuerungsanlagen stammen, untersucht. Aktivierungsenergie und Frequenzfaktor wurden ermittelt. Die Reduktion von N2O durch CO wurde untersucht. Sie wird ebenfalls durch Feststoffoberflaechen konfiguriert. Die Tonminerale Kaolinit und Illit, die in Steinkohlenaschen enthalten sind, katalysieren in staerkerem Masse als z.B. Quarz. Da Cyanospezies als Hauptvorlaeufer der N2O-Bildung bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe gelten, wurden Versuche zur Oxidation von HCN durchgefuehrt. Dabei wurde auch der Einfluss von zugesetztem NO und CO auf die N2O-Bildung untersucht. In einem Laborwirbelschichtreaktor wurden Verbrennungsversuche mit der hochfluechtigen Ruhrkohle Westerholt und einem aus ihr in einer Wirbelschichtanlage hergestellten Koks im Temperaturbereich zwischen 850 und 950 Grad C durchgefuehrt. Zur Untersuchung des Einflusses, den der Stickstoff der Fluechtigen auf die Bildung von NO und N2O hat, wurden Westerholt-Kohle und Westerholt-Koks, die mit den Modellsubstanzen Pyridin oder Pyrrol als fluechtigen Stickstofftraegern dotiert waren, verbrannt.

Untersuchungen zur Anwendung der SBR-Technologie mit Abwasser der Raffinerie VFT AG in Castrop-Rauxel

Die VFT AG in Castrop-Rauxel verarbeitet jaehrlich ca. 500 Millionen kg Steinkohlenteer und ca. 200 Millionen kg Pyrolyseoele durch unterschiedliche Verfahrenstechniken zu aromatischen Kohlenwasserstoffen, Aromatenoelen, Harzen, Kohlenstoffprodukten und Bindemitteln. Beim Produktionsprozess fallen jaehrlich ca 900000 Kubikmeter Abwasser an. Dieses Abwasser enthaelt neben hohen CSB-, Nges- und NH4-Gehalten auch aromatische Kohlenwasserstoffverbindungen wie BTX, Pyridin und Phenole. Die bisherige Abwasserreinigungsanlage besteht im wesentlichen aus einer Faellungs- und Flockungsanlage mit Sedimentationsbecken sowie nachgeschalteten Dynasandfiltern und einer sich anschliessenden Adsorptionsanlage mit Adsorberharzen. Um die bestehende Abwasserreinigung effektiver zu gestalten und um die relativ kostenintensiven Adsorberharze von der sehr hohen organischen Schmutzfracht zu entlasten, ist der Bau einer vorgeschalteten zweistufigen Sequencing-Batch-Reactor-Anlage (SBR) geplant. In dieser Anlage sollen biologisch abbaubare Kohlenstoff- sowie Stickstoffverbindungen wirkungsvoll entnommen werden. Vor Bau und Inbetriebnahme der technischen SBR-Anlage war ein Untersuchungsprogramm vorgesehen, um die Leistungsfaehigkeit der geplanten SBR-Anlage zu simulieren. Teil 1: Sapromatuntersuchungen: Um Aussagen ueber die prinzipielle biologische Abbaubarkeit des anfallenden Abwassers treffen zu koennen, wurden Abbauversuche im Sapromat in verschiedenen Verduennungsansaetzen untersucht. Teil 2: Betrieb einer SBR-Laborversuchsanlage: Nach Abschluss der Versuche von Teil 1 wurde der Bau und Betrieb einer SBR-Laborversuchsanlage im Technikum des Lehr- und Forschungsklaerwerks Stuttgart-Buesnau durchgefuehrt. In dieser Laborversuchsanlage wurden in kleinen Reaktoren mit Umwaelz- und Belueftungseinrichtungen mit entsprechendem Skaling die Prozesse der geplanten technischen SBR-Anlage simuliert. Hierzu wurde ca 1 Kubikmeter Abwasser der VFT AG benoetigt. Nach Adaption des biologischen Schlammes aus der Belebungsstufe des Lehr- und Forschungsklaerwerks Stuttgart-Buesnau an das Abwasser der VFT AG wurden ca 4 Monate Abbauversuche durchgefuehrt.

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