Im Hochbau werden in jüngerer Zeit vermehrt großvolumige Bauwerke vorwiegend in Holz- oder Holz-Hybridbauweise mit Massivholz (Brettsperrholz, BSP) nachgefragt und realisiert. Im Vergleich dazu waren bisher die Projektgrößen im Holzbau üblicherweise durch geringere Ausmaße geprägt. Dort konnte der Witterungsschutz meist durch kurze Montagezeiten unter Beachtung günstiger Wetterlagen oder durch Verwendung von temporären Abdeckungen hinreichend gewährleistet werden. Die aktuellen Erfahrungen mit großvolumigen und vielgeschossigen Bauwerken in Holzbauweise zeigen hingegen deutlich, dass die erforderlichen spezifischen Bau- und Montageabläufe andere und neue Witterungsschutz-Konzepte verlangen. Die konstruktiven und organisatorischen Planungen einschließlich der Vergabebeschreibungen berücksichtigen bisher erfahrungsgemäß nur selten hinreichende Schutzmaßnahmen. Oftmals werden diese Leistungen am Ende der Planungsphase ausschließlich den ausführenden Firmen überlassen - mit der Konsequenz, dass geplante Konstruktionen oft nicht oder nur unzureichend vor Feuchte geschützt werden können. Ein zweiter Schwerpunkt des Feuchteschutzes liegt in der Nutzungszeit. Baukonstruktionen aus dem organischen Material Holz sind feuchteempfindlich und vor Leck- und Leitungswasserschäden besonders schutzbedürftig. Daher ist das Gesamtziel des Forschungsvorhabens HolzQS, konkrete Lösungen und Qualitätssicherungssysteme für den modernen mehrgeschossigen Holzbau zu entwickeln, die einen guten organisatorischen und konstruktiven Holz- und Witterungsschutz während der Fertigungs-, Bau- und auch der Nutzungsphase sicherstellen. Feuchteschäden im Holzbau soll künftig umfassend, proaktiv und präventiv begegnet werden können. Das Schadenspotential bei großvolumigen Holzgebäuden lässt sich sowohl in der Bauzeit als auch während der Nutzungsphase deutlich verringern, wenn auf Basis der Ergebnisse dieses Verbund-Forschungsvorhabens entsprechende praxisgerechte Schutzkonzepte zur Verfügung stehen.
Der Bereich Luftanalytik umfasst die Untersuchung von anorganischen und organischen Luftschadstoffen sowie weitere Parameter zur Luftqualität. Der größte Anteil sind Messungen von Immissionsproben, die im Rahmen des Luftüberwachungs- und Informationssystems Sachsen-Anhalt (LÜSA) durchgeführt werden. Dazu kommen noch Proben aus dem Depositionsmessnetz, Strichproben- und orientierenden Messungen sowie Passivsammler. Weiterhin werden im Bereich Luftanalytik die Proben aus den Emissions- und Bodenluftmessungen untersucht. die Analytik toxischer Spurenbestandteile wie Pb, Cd, Ni, TI, Cr, Mn, Zn, Cu, V, As, Se in Depositionen, Emissions- und Immissionsstäuben in Abhängigkeit von der Partikelgröße (siehe auch Elementanalytik) die Untersuchung der Ionenzusammensetzung von Nass- und Trockendepositionen zur langfristigen Bilanzierung des Lufteintrages von Säurebildnern und potentiellen Nährstoffen die Ermittlung der Feinstaubkonzentrationen (PM 10) nach der EU-Richtlinie das Langzeitmonitoring von PAK, BTXE, VOC und weiteren organischen Luftschadstoffen an ausgewählten Standorten (inkl. Deponien) Sachsen-Anhalts Hierzu werden moderne Probenaufbereitungstechniken und spektrometrische sowie chromatographische Analysemethoden eingesetzt: optische Emissionsspektrometrie mit induktiv gekoppeltem Plasma (ICP-OES) und induktiv gekoppelte Plasmamassenspektrometrie (ICP-MS) zur Spurenelementbestimmung Ionenchromatographie zur Kationen- und Anionenanalyse Hochdruckflüssigkeitchromatographie (HPLC), diverse Gaschromatographie (GC)- und Gaschromatographie-Massenspektrometrie-Systeme (GC-MS) zur Bestimmung organischer Substanzen Die hohe Qualität der Labordaten wird durch unser Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO/IEC 17025:2018-03 garantiert. Die Teilnahme an nationalen und internationalen Ringversuchen (z.B. halbjährliche WMO-Ringvergleiche der University of Albany, USA) und die externe Überwachung der Qualitätssicherung von Messstellen im Rahmen von Laborakkreditierungen nach § 26 BImSchG sichert die geforderten Qualitätsstandards. Letzte Aktualisierung: 20.04.2022
Ziel des Forschungsprojekts ist die Erstellung eines EDV-gestützten internet- oder intranetbasierten Bewertungs- und Dokumentationsinstruments (eBNB). Mit dem eBNB soll eine Vereinheitlichung und Vereinfachung der planungs- und baubegleitenden Anwendung des Bewertungssystems Nachhaltiges Bauen erreicht werden. Ausgangslage: Die Anwendung des Bewertungssystems Nachhaltiges Bauen (BNB) erfolgt bisher vornehmlich mit Unterstützung üblicher IT-Büroanwendungen, wie z.B. Textverarbeitungs und Tabellenkalkulationsprogrammen. Zu diesem Zweck werden zahlreiche standardisierte Dateien zur Verfügung gestellt. Informationen müssen über diese Dateien mehrmals manuell erfasst, ausgewertet und geprüft werden. Eine prozessbegleitende Nachhaltigkeitsbewertung ist damit aufwendig und fehleranfällig. Eine strukturierte und auswertbare Sammlung von Bewertungsdaten ist nicht möglich. Ziel: Das Forschungsprojekt soll mit der Entwicklung des IT-Systems 'Elektronisches Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen' (eBNB) eine zentrale, datenbankbasierte und leistungsfähige IT-Lösung für die Bauverwaltungen der öffentlichen Hand bereitstellen, die zum einen die effiziente und ressourcenschonende Anwendung des BNB gewährleistet und zum anderen die Verwendung des BNB als ein Qualitätsmanagementsystem im Rahmen des Bauprojektmanagements während der gesamten Projektlaufzeit ermöglicht. Das eBNB soll die Bewertung und Dokumentation der Nachhaltigkeitsqualitäten von Gebäuden und Außenanlagen prozessbegleitend in der Zielfindungs-, Planungs-, Bau-, Inbetriebnahme- und Nutzungsphase ermöglichen und das Erkennen von Optimierungspotenzialen unterstützen. Ein weiteres wesentliches Ziel dieses Forschungsprojekts ist es, mit dem eBNB eine Datenbank zur einheitlichen Dokumentation und Archivierung der Bewertungsdaten abgeschlossener BNB-Bewertungen zu erstellen, mit der die Pflege und Fortschreibung des BNB zukünftig unterstützt, die wissenschaftliche Auswertung der Projekte und des BNB erlaubt sowie die Generierung von Kennwerten für den Planungs- und Bauprozess ermöglicht wird.
Im Labor des LHW sind Fachleute auf dem Gebiet Wasseranalytik konzentriert, die im Rahmen der Umsetzung von Überwachungsprogrammen Gütedaten zur Wahrnehmung der Aufgaben des Gewässerkundlichen Landesdienstes des Landes Sachsen-Anhalt ermitteln. Die Umsetzung der Überwachungsprogramme beinhaltet die Entnahme von Proben, die Bestimmung von physikalischen, anorganischen, organischen und mikrobiologischen Kenngrößen, die Auswertung und die Erfassung der Daten in einem Laborinformations- und Managementsystem (LIMS). Die Weitergabe der Daten an das Fachinfornmationssystem Wasser (FIW) des LSA ist sicher gestellt. Die Mitarbeit in fachgebietsbezogenen Bund/Länderarbeitsgruppen ist eine weitere wichtige Aufgabe. Zur Durchführung der vielfältigen Untersuchungsaufgaben auf dem Gebiet der Wasseranalytik hält der Sachbereich an drei Laborstandorten eine umfangreiche Probenahme- und Analysentechnik vor. Mit dieser Technik werden analytische Bestimmungen für die Medien Wasser, Abwasser, Sedimente und Schwebstoffe sowohl in hohen Belastungsniveaus als auch im Bereich der Spurenkonzentration sicher gestellt. Umfangreiche Qualitätssicherungsmaßnahmen gewährleisten die Richtigkeit und Vergleichbarkeit der Analysenergebnisse. An allen Standorten betreiben die Labore ein anerkanntes Qualitätsmanagementsystem auf der Grundlage der Akkreditierungsnorm DIN EN ISO/IEC 17025 und nehmen regelmäßig an nationalen und internationalen Ringversuchen teil. Hier finden Sie unser Leistungsverzeichnis (pdf, ca. 0,4 MB). Hier finden Sie das Zertifikat unserer Kompetenzfeststellung (pdf, ca. 0,8 MB). Hier finden Sie Ansprechpartner aus dem Sachbereich Wasseranalytik .
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