Das Projekt "Teilvorhaben 4: Recyclierbare textile Leichtbauverbundstrukturen aus natuerlichen und mechanisch wiederverwerteten Faserstoffen fuer Automobilinnenverkleidungen (ReLAI)" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Sächsisches Textilforschungsinstitut e.V. An-Institut der Technischen Universität Chemnitz durchgeführt. Die Verarbeitung von Teppichabfaellen zu Reissfasern wird erschwert durch den hohen Anteil an textilfremden Bestandteilen, thermisch sensible Faserstoffe und die extrem steife Struktur. Unter Beachtung dieser Kriterien ist eine geeignete Reisstechnologie mittels wirksamer technischer und technologischer Massnahmen im Labormassstab zu entwickeln. Vorgesehen sind Veraenderungen am Maschineneinzug, der Bestiftung und der Tambourdrehzahlen. Im Ergebnis sind Vorgaben fuer die praktische Umsetzung durch den Maschinenbau zu taetigen. Die Optimierungen sind mit einem Reissfaserhersteller unter Produktionsbedingungen zu erproben. Zu allen Versuchen erfolgt die Bewertung der Reissfaserqualitaet durch textilphysikalische Pruefmethoden. In einer Machbarkeitsstudie soll das Abspalten des Polmaterials von Teppichabfaellen als eine moegliche Alternative zum Reissen untersucht werden.
Das Projekt "Theoretische und experimentelle Untersuchungen des Naturumlaufverhaltens an Versuchsanlagen fuer Reaktoren vom Typ WWER unter Leckstoerfallbedingungen" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Forschungszentrum Roßendorf e.V., Institut für Sicherheitsforschung durchgeführt. Das Forschungsvorhaben zielt auf die Untersuchung des thermohydraulischen Verhaltens von WWER-Reaktoren bzw. Versuchsanlagen fuer Reaktoren vom Typ WWER unter den Bedingungen eines Leckstoerfalls im Primaerkreislauf. Unter diesen Bedingungen wird das Verhalten der Anlage durch konstruktive Besonderheiten gepraegt, welche z.T. erheblich von westlichen Reaktorkonzepten abweichen. Experimentelle Untersuchungen wurden unter Beteiligung des FZR an der ungarischen Versuchsanlage PMK-2 fuer verschiedene Stoerfallszenarien durchgefuehrt, die experimentelle Datenbasis dient hierbei der Validierung thermohydraulischer Systemcodes (ATHLET, RELAP). Die theoretischen Analysen mit Hilfe von ATHLET ermoeglichen weitergehende Untersuchungen zu experimentell beobachteten Phaenomenen, so u.a. die physikalische Interpretation von Naturumlaufinstabilitaeten, welche die Waermeabfuhr aus dem Reaktorkern beeintraechtigen und somit die Sicherheit der Anlage gefaehrden koennen. Im Rahmen der Arbeiten konnten verschiedene Arten von Instabilitaeten klassifiziert, ihre Mechanismen aufgeklaert und die Moeglichkeit der theoretischen Modellierung mit ATHLET nachgewiesen werden.