Der Datenbestand enthält aus quickTrueDOP abgeleitete Daten für das INSPIRE-Thema Orthofotografie gemäß INSPIRE-Datenspezifikation. Bei quickTrueDOP (qTrueDOP) handelt es sich um eine TrueDOP-Aufbereitung mit dem Fokus auf eine schnelle (quick) Verfügbarkeit der Daten. Die geometrische Genauigkeit, Radiometrie und inhaltliche Exaktheit entspricht nicht den Anforderungen des Produkt- und Qualitätsstandards (PQS) der AdV. Die Erstellung erfolgt im Zeitfenster der Monate März/April - „Frühjahr“ - und Mai/Juni - „Sommer“ im jährlichen Wechsel.
Dieser Datensatz wurde aus diversen BGR-Befliegungsprojekten in Deutschland zusammengestellt. Die Messgebiete ergänzen den Datensatz zu den Gebieten an der deutschen Nordseeküste. Der BGR-Messhubschrauber (Sikorsky S-76B) wird zur aerogeophysikalischen Erkundung des Erduntergrundes eingesetzt. Das Standardmesssystem umfasst die Methoden Elektromagnetik, Magnetik und Radiometrie. Das aktive Mehrfrequenzmesssystem der Hubschrauber-Elektromagnetik (HEM) besteht aus runden (Durchmesser etwa 0,5 m) Sende- und Empfangsspulen (horizontaler Abstand etwa 8 m) für fünf bzw. ab 2007 sechs Messfrequenzen (0,4 - 130 kHz), die sich in einer Flugsonde etwa 40 m unterhalb des Hubschraubers befinden. Bis 2002 wurde ein HEM-System mit Rechteckspulen (horizontaler Abstand knapp 7 m) und fünf Messfrequenzen verwendet (0,4 - 190 kHz). Das Verhältnis aus Empfangs- zu Sendefeld liefert die elektrische Leitfähigkeit bis etwa 50/150 m Tiefe bei gut/schlecht leitendem Erduntergrund. Die Ergebnisse werden als scheinbarer spezifischer Widerstand (= Halbraumwiderstand) und Schwerpunktstiefe für jede der sechs Messfrequenzen im Bereich von 0,4 bis 130 kHz als Karten dargestellt.
Dieser Datensatz wurde aus diversen BGR-Befliegungsprojekten in Deutschland zusammengestellt. Die Messgebiete ergänzen den Datensatz zu den Gebieten an der deutschen Nordseeküste. Der BGR-Messhubschrauber (Sikorsky S-76B) wird zur aerogeophysikalischen Erkundung des Erduntergrundes eingesetzt. Das Standardmesssystem umfasst die Methoden Elektromagnetik, Magnetik und Radiometrie. Das passive Magnetikmesssystem (HMG) besteht aus zwei Cäsium-Magnetometern zur Erfassung des erdmagnetischen Totalfeldes, die sich in der HEM-Flugsonde etwa 40 m unterhalb des Hubschraubers sowie in einer Basisstation am Erdboden befinden. Die Ergebnisse werden als Anomalien des erdmagnetischen Totalfeldes als Karten dargestellt.
Dieser Datensatz wurde aus diversen BGR-Befliegungsprojekten in Deutschland zusammengestellt. Die Messgebiete ergänzen den Datensatz zu den Gebieten an der deutschen Nordseeküste. Der BGR-Messhubschrauber (Sikorsky S-76B) wird zur aerogeophysikalischen Erkundung des Erduntergrundes eingesetzt. Das Standardmesssystem umfasst die Methoden Elektromagnetik, Magnetik und Radiometrie. Das passive Radiometriemesssystem (HRD) ist im Messhubschrauber eingebaut und besteht aus einem Gammastrahlenspektrometer mit fünf Natriumiodid-Detektoren zur Erfassung der Gammastrahlung. Die Ergebnisse werden als Karten der Totalstrahlung, Ionendosisleistung sowie (Äquivalent-)Gehalte von Kalium, Thorium und Uran am Boden dargestellt.
Dieser Datensatz wurde aus diversen BGR-Befliegungsprojekten in Deutschland zusammengestellt. Die Messgebiete ergänzen den Datensatz zu den Gebieten an der deutschen Nordseeküste. Der BGR-Messhubschrauber (Sikorsky S-76B) wird zur aerogeophysikalischen Erkundung des Erduntergrundes eingesetzt. Das Standardmesssystem umfasst die Methoden Elektromagnetik, Magnetik und Radiometrie. Das aktive Mehrfrequenzmesssystem der Hubschrauber-Elektromagnetik (HEM) besteht aus runden (Durchmesser etwa 0,5 m) Sende- und Empfangsspulen (horizontaler Abstand etwa 8 m) für fünf bzw. ab 2007 sechs Messfrequenzen (0,4 - 130 kHz), die sich in einer Flugsonde etwa 40 m unterhalb des Hubschraubers befinden. Bis 2002 wurde ein HEM-System mit Rechteckspulen (horizontaler Abstand knapp 7 m) und fünf Messfrequenzen verwendet (0,4 - 190 kHz). Das Verhältnis aus Empfangs- zu Sendefeld liefert die elektrische Leitfähigkeit bis etwa 50/150 m Tiefe bei gut/schlecht leitendem Erduntergrund. Aus den Mehrschichtinversionsergebnissen (= 1D-Widerstands-Tiefen-Modelle) werden Horizontalschnitte des spezifischen Widerstandes (= Kehrwert der elektrischen Leitfähigkeit) für verschiedene Tiefen abgeleitet.
Neues LfU-Video: Was macht das Wetter mit den Schadstoffen? Zwei Radiometer des Landesamtes für Umwelt Rheinland-Pfalz in Mainz und Koblenz messen die Temperaturen bis in 1000 Metern Höhe. Dazu nutzen sie die natürliche Mikrowellenstrahlung. Die Ergebnisse lassen Rückschlüsse zu auf die Durchmischung der Luftschichten und damit auf die Konzentration und Verteilung der Schadstoffe in der Luft. Über diesen Link finden Sie sämtliche YouTube-Videos des LfU: LfU auf YouTube
des Landesamtes für Umwelt Rheinland-Pfalz (LfU) [Redaktioneller Hinweis: Die folgende Beschreibung ist eine unstrukturierte Extraktion aus dem originalem PDF] JAHRESBERICHT 2021 des Landesamtes für Umwelt Rheinland-Pfalz (LfU) Impressum: Herausgeber: Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz Kaiser-Friedrich-Straße 7 • 55116 Mainz Telefon: 06131/6033-0 www.lfu.rlp.de Redaktion und Layout: Stabsstelle Planung und Information Fotos: Quellennachweis auf Seite 55 © Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz 2022 2. erweiterte Auflage Dezember 2022 Nachdruck und Wiedergabe nur mit Genehmigung des Herausgebers INHALT VORWORT5 ÜBER DAS LANDESAMT6 KLIMA10 Klimawandel ist in Rheinland-Pfalz mess- und spürbar11 KLIWA-Monitoringbericht 2021 online13 Mainzer Umwelttage „Klimawandel und Wassernutzung“15 Radiometer zeigt Wettereinfluss auf Luft-Schadstoffe17 Bundeseinheitlicher Qualitätsstandard für Deponiegas und seine Bedeutung für den Klimaschutz19 NATUR 22 Bachpaten präsentieren ihre Projekte23 Fernerkundungsdienst FELM als Beispiel länder-übergreifender Zusammenarbeit25 Der Einsatz von Umwelt-DNA bei fischereibiologischen Arterfassungen28 UMWELT 32 2. Mainzer Umwelttage zur Abfallreduzierung33 Sondermessprogramm Ahr von LfU und SGD Nord35 Virtuelle Fachgespräche „Kreislaufwirtschaft auf dem Bau“38 Nährstoffe in Oberflächengewässern: Betrachtung von 2000 bis 202141 Emissionskataster zeigt Belastungen in Rheinland-Pfalz44 BEVÖLKERUNG 48 Neue Hochwasservorhersagezentrale eingeweiht49 Hochwasser in der Eifel und Flutkatastrophe im Ahrtal am 14./15.07.202151 Neues Überschwemmungsgebiet für die Ahr54 Corona beeinflusst rheinland-pfälzische Abfallmengen56 3 1140 Rheinallee 97-101, 55118 MainzWallstraße 1, 55122 MainzRheingütestation Worms, Am Rhein 1, 67547 Worms (RA)(WA)(RGS) ohne Zusatz: Kaiser-Friedrich-Str. 7, 55116 Mainz Standorte: Telefonnummer 06131 6033-Durchwahl Dieter Welzel Referat 14 Informations- und Kommunikationstechnik Marc Deißroth N.N. Referat 28 ZEUS Jens Grünberg Referat 27 DV-Fachanwendungen Gewerbeaufsicht Markus Schmitt 1208 1213 1271 N.N. Referat 36 Ressourceneffizienz EffNet/EffCheck 1407 1409 1406 1420 1401 (WA) Wallstraße 1, 55122 Mainz Datenschutzbeauftragter 1211 Martin Franz (RGS) Rheingütestation Worms, Am Rhein 1, 67547 Worms ohne Zusatz: Kaiser-Friedrich-Str. 7, 55116 1310 Mainz Gleichstellungsbeauftragte Dr. Anja Grothusen (RA) Rheinallee 97-101, 55118 Mainz 1207 Vertrauensperson der Menschen mit Behinderung Standorte: Diana Faller Dr. Kristin Schaefer Referat 55 Abwasser Dr. Barbara Deutsch Referat 54 (RGS) Rhein Dr. Michael Engel Referat 53 Gewässerchemie Fulgor Westermann Referat 52 Gewässerökologie, Fischerei Christoph Linnenweber Referat 51 Flussgebietsentwicklung Dr. Jochen Fischer 1516 1580 1520 1513 1517 1501 1619 1601 1606 1634 1637 Dr. Jens Hartkopf Referat 67 (WA) 1681 Radioaktivitätsbestimmungen und radiologische Gewässerbeurteilung Petra Enoch Referat 66 (WA) 1683 Organische Spurenanalytik Wasser Dr. Christoph Deller Referat 65 (WA) Allg. Wasseranalytik, Anorganische Spurenanalytik, Badegewässerüberwachung Referat 64 - unbesetzt - N.N. Referat 63 (RA) Chemische Stoffe in der Raumluft Dr. Michael Weißenmayer Referat 62 (RA) Immissionen und Emissionen Luft Dr. Matthias Zimmer Referat 61 (RA) 1644 Klimawandel, Umweltmeteorologie Markus Willeke Abteilung 6 (RA) Umweltlabor Dr. Heinrich Lauterwald Stabsstelle (RA) Allgemeine Qualitätssicherung Abteilung 5 Gewässerschutz 1160 Thomas Isselbächer Referat 45 1414 Kompetenzzentrum für Staatlichen Vogelschutz und Artenvielfalt in der Energiewende (KSVAE) Steffen Gorell Referat 44 Daten zur Natur, DV-Fachanwendungen Naturschutz N.N. Referat 43 Mensch und Natur Dr. Marlene Röllig Referat 42 Biologische Vielfalt und Artenschutz Ulrich Jäger Referat 41 Biotopsysteme und Großschutzprojekte N.N. Abteilung 4 Naturschutz 1902 Vorsitzender des Personalrats Holger Dickob 1309 Winfried Vogt Martin Franz Referat 26 Lärm, Erschütterungen und nichtionisierende Strahlung Dr. Karlheinz Brand 1307 Referat 35 1320 DV-Fachanwendungen Kreislaufwirtschaft und Bodenschutz Referat 34 Deponietechnik, emissionsbezogener Grundwasserschutz N.N. Dr. Jens Schadebrodt 1214 1308 1314 1317 1301 Persönliche Assistentin/Vorzimmer: Enya Braun Präsident PD Dr. Frank Wissmann Referat 25 1211 Sozialer und technischer Arbeits- schutz, Koordinierungsaufgaben Gewerbeaufsicht Referat 24 Strahlenschutz Referat 33 Bodenschutz Referat 23 1210 Chemikaliensicherheit, Gefahrgut- transport, Biotechnik, Geräte- u. Produktsicherheit, Geräte- untersuchung N.N. Dr. Reinhard Meuser 1135 Referat 32 Betriebliches Stoffstrommanagement, Sonderabfallwirtschaft Eva Bertsch Referat 13 Haushalt, Vergabe Referat 22 -unbesetzt- Referat 31 Kommunales Stoffstrommanagement, Siedlungsabfallwirtschaft Dr. Wilhelm Nonte Abteilung 3 Kreislaufwirtschaft 1917 Christel BartuselRaimund ZemkeReferat 12 Organisation, Innerer Dienst und Fahrdienst 1127 Paul Burkhard SchneiderReferat 21 1244 Emissionshandel, Luftreinhaltung, Anlagensicherheit 1110 1201 Referat 11 Personal, Recht, Aus- und Fortbildung Abteilung 2 Gewerbeaufsicht Dr. Frank Wissmann (komm.) 1101 Milan Sell Stabsstelle Planung und Information Erhard Klein Abteilung 1 Zentrale Dienste Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz Zentrale: 06131 6033-0 Mail: poststelle@lfu.rlp.de Internet: www.lfu.rlp.de 4 1719 1712 1710 1717 1701 Stand: 13.12.2022 Salvador Gámez-Ergueta Referat 75 1713 DV-Fachanwendungen Wasser Jochen Kampf Referat 74 Grundwasserbewirtschaftung Dr. Stephan Sauer Referat 73 Hydrologischer Dienst des Grundwassers, Grundwasserbeschaffenheit Norbert Demuth Referat 72 Hydrometeorologie, Hochwassermeldedienst Yvonne Henrichs (komm.) Referat 71 Hydrologischer Dienst der oberirdischen Gewässer, Hochwasserschutz Dr. Thomas Bettmann Abteilung 7 Hydrologie VORWORT Liebe Leserinnen und Leser, Wasser, Boden, Luft und Natur sind unsere Le- bensgrundlage. Der fortschreitende Klimawandel macht indes deutlich, wie endlich und wie ge- fährdet die natürlichen Ressourcen sind. Im Span- nungsfeld mit den vielfältigen gesellschaftlichen Anforderungen an die Umwelt und im fachlichen Austausch mit allen relevanten Akteuren analy- siert das rheinland-pfälzische Landesamt für Um- welt die komplexen dynamischen Umweltpro- zesse und zeigt Steuerungsmöglichkeiten auf. Der vorliegende Jahresbericht soll Ihnen einen komprimierten Einblick in die Arbeit des LfU ge- ben. Wir ergänzen mit diesem Bericht die ak- tuellen Informationen unserer Internetpräsenz (www.lfu.rlp.de) und der Fachpublikationen, in- dem wir Ihnen ausgewählte Schwerpunkte un- serer Tätigkeiten ein wenig ausführlicher vorstel- len. Auch Corona prägte den Arbeitsalltag im LfU. Mit konsequenten Schutzmaßnahmen, wie z. B. Regelungen zum Thema „Mobiles Arbeiten“ und virtuellen Besprechungen, konnten größere Aus- brüche im Landesamt verhindert und die volle Be- triebsfähigkeit aufrecht erhalten werden. Das Berichtsjahr 2021 war überschattet von der verheerenden Flutkatastrophe am 14./15. Juli ins- besondere im Ahrtal, deren Auswirkungen uns quer durch die Arbeitsbereiche viele Wochen und Monate beschäftigt haben und deren Aufarbei- tung weiterhin andauert. Hier hat uns die Natur auf bittere Weise die Grenzen unserer Möglich- keiten bei Vorsorge und Vorhersage klar gemacht. Gleichzeitig wurde aber deutlich, welche große Bedeutung der Arbeit einer technischen Fachbe- hörde als Beitrag zur Zukunftssicherung zukommt. Wie Sie dieser Publikation entnehmen können, war der Umgang mit der Flut und ihren Folgen al- lerdings auch im Jahr 2021 nur ein Ausschnitt un- seres Aufgabenspektrums, das wir in vier Kernbe- reiche aufgliedern: den Schutz von Natur, Umwelt und Bevölkerung, sowie den Auswirkungen des Klimwandels. Werfen Sie einen Blick in unseren Jahresbericht und überzeugen Sie sich von der Vielfalt unserer täglichen Arbeit. Anschaulich beschriebene und illustrierte Beiträge liefern Beispiele für den prak- tischen Nutzen unserer Tätigkeiten. Dr. Frank Wissmann Präsident des Landesamtes für Umwelt Rheinland-Pfalz 5
Radiometer misst in Koblenz Wettereinfluss auf Luftschadstoffe Mit dem landesweit zweiten Mikrowellenradiometer misst das LfU seit wenigen Tagen auf dem Dach des Hauptjustizgebäudes in Koblenz den Wettereinfluss auf die Luftschadstoffe. Bereits seit 2018 betreibt das Landesamt für Umwelt (LfU) ein solches Messgerät in der Landeshauptstadt Mainz. Das Radiometer misst die Temperatur bis in 1000 Meter Höhe. „Mit den Vergleichswerten aus Koblenz ist es uns nun möglich, unterschiedliche Schadstoffwerte in beiden Städten genauer zu erklären“, sagt LfU-Abteilungsleiter Markus Willeke. Der Temperaturverlauf mit der Höhe bestimmt, ob und bis in welche Höhe die bodennahen Emissionen durchmischt werden können. Das LfU betreibt landesweit 26 Luftmessstationen seines Zentralen Immissionsnetzes (ZIMEN), unter anderem in allen größeren Städten. Neben der Landeshauptstadt weisen Koblenz und Ludwigshafen wegen der hohen Verkehrsbelastung und der dichten Besiedlung landesweit die höchsten Luftschadstoffwerte auf. „Für Koblenz als zweiten Standort haben wir uns entschieden, weil die meteorologischen Bedingungen in Mainz und Ludwigshafen relativ ähnlich sind. Das Radiometer in Koblenz liefert uns daher einen höheren Erkenntnisgewinn“, erläutert Willeke. Die Radiometermessungen können im Internet über den folgenden Link angesehen werden: Radiometer Dabei können auch Laien anhand eines Ampelsystems auf den ersten Blick erkennen, wie der Wettereinfluss auf die Schadstoffmessungen ist. Die Ampel zeigt auf einen Blick, ob die meteorologischen Voraussetzungen für die Luftqualität gut (grün), mäßig (gelb) oder schlecht (rot) sind. Hohe NO 2 -Werte sind über das Jahr verteilt immer wieder festzustellen. Gerade in den Abend- und Nachtstunden können sich stabile Situationen ausbilden, bei denen sich die Luft nach Sonnenuntergang am Boden abkühlt und sich nicht mehr mit den wärmeren Luftschichten oberhalb durchmischt. Kalte Luft ist schwerer als warme Luft und verbleibt somit am Boden. Es bilden sich häufig sogenannte Inversionswetterlagen aus, die oftmals ein paar Stunden oder auch tagelang, wie Ende Oktober 2022, andauern können. Eine Inversion, bei der es am Boden kälter ist als in höheren Luftschichten, führt zur Unterbrechung des vertikalen Luftaustausches. Die wärmeren Schichten wirken dann regelrecht als Sperrfläche. Die Schadstoffe reichern sich somit bodennah an und es kommt zu erhöhten Konzentrationen. Das NO 2 des Verkehrs verflüchtigt sich dadurch nicht so schnell, sondern verbleibt eine Weile in Bodennähe – auch wenn weniger Verkehr fließt.
Wetterdaten zeigen Einfluss auf Luft-Schadstoffe – Radiometerdaten des LfU mit neuem Ampelsystem online Bei einer Bewertung der gemessenen Daten der letzten drei Jahre bestätigt sich, dass die Hauptursache für den NO2-Rückgang in Mainz vor allem auf den Verkehrssektor zurückzuführen ist. „Für die Luftqualität war das Jahr 2020 ein gutes Jahr, denn erstmals wurden die Grenzwerte von NO2 an allen Messstationen eingehalten. Damit setzte sich der positive Trend der letzten zwei Jahre fort. Vor allem in Mainz konnten wir den größten Rückgang von NO2 an den verkehrsnahen Stationen beobachten. Zu dieser Verbesserung im letzten Jahr haben neben dem geringeren Verkehrsaufkommen durch Corona, auch die günstigen meteorologischen Bedingungen und die Verkehrsmaßnahmen der Stadt beigetragen“, so Sabine Riewenherm, Präsidentin des Landesamtes für Umwelt (LfU). Bei einer Bewertung der beim Landesamt für Umwelt gemessenen Daten der letzten drei Jahre bestätigt sich, dass die Hauptursache für den NO2-Rückgang vor allem auf den Verkehrssektor zurückzuführen ist - auch wenn grundsätzlich immer die Wetterverhältnisse noch eine Rolle spielen. Daten des Radiometers im Internet – Neues Ampelsystem zur besseren Verständlichkeit Um den Einfluss der Meteorologie auf die Entwicklung der Schadstoffe analysieren zu können, betreibt das Landesamt für Umwelt seit Januar 2018 auf dem Dach des Umweltlabors des LfU in der Mainzer Rheinallee ein Mikrowellenradiometer, das einzige Gerät dieser Art in Rheinland-Pfalz. Es kann die Temperatur bis in 1000 Meter Höhe messen. Bei der Analyse ist dieser Temperaturverlauf mit der Höhe eine entscheidende Größe, denn damit wird bestimmt, ob und bis in welche Höhe die bodennahen Emissionen durchmischt werden können. Mit dem neuen Ampelsystem ist auch für den Laien schnell ersichtlich, wie groß der Wettereinfluss auf die Schadstoffmessungen ist. Das Ampelsystem zeigt auf einen Blick anhand der drei Ampelfarben, ob die meteorologischen Voraussetzungen für die Luftqualität gut (grün), mäßig (gelb) oder schlecht (rot) sind. „Die Daten des Radiometers veröffentlicht das Landesamt für Umwelt online, damit sich jeder Interessierte selbst aktiv informieren kann. Mit dem neuen Ampelsystem können wir zum Beispiel kurzfristige NO2-Spitzen leicht erklären, da dann keine Durchmischung der Luftschichten erfolgt“, so Sabine Riewenherm. So wurden zum Beispiel in diesem Jahr im Februar und März an mehreren Tagen sehr hohe NO2- und Feinstaubwerte in den Abendstunden gemessen. Die Radiometermessungen können angesehen werden unter: https://luft.rlp.de/de/umweltmeteorologie/radiometer/ Vergleich der letzten drei Jahre Der Vergleich der vergangenen drei Jahre bezüglich der meteorologischen Voraussetzungen für die Luftqualität zeigt, dass der Anteil der Ampelphasen in der Jahresbetrachtung relativ konstant ist. Bei Betrachtung der NO2-Konzentrationen an der Zimen-Luftmessstation Rheinallee (in der Nähe des Radiometers) während der unterschiedlichen Ampelphasen, zeigt sich, dass die Werte in jeder Ampelphase im Verlauf der drei Jahre sinken. Die sinkenden Konzentrationen sind also nicht den unterschiedlichen Wetterbedingungen geschuldet, auch wenn sie bei der Reduktion geholfen haben. „Die Ergebnisse zeigen: Der Verkehr hat einen maßgeblichen Einfluss auf die NO2-Konzentrationen. Neben einem zeitweise coronabedingten stark reduzierten Verkehrsaufkommen und den Dieselnachrüstungen, haben auch Maßnahmen der Stadt, wie Busflottenerneuerungen und verkehrslenkende Maßnahmen, wie z.B.Tempo30, sicherlich zu einer Verbesserung beigetragen“, so Sabine Riewenherm. Bei Betrachtung der NO2-Konzentrationen an der Zimen-Luftmessstation Rheinallee (in der Nähe des Radiometers) während der unterschiedlichen Ampelphasen, zeigt sich, dass die Werte in jeder Ampelphase im Verlauf der drei Jahre sinken. Die sinkenden Konzentrationen sind also nicht den unterschiedlichen Wetterbedingungen geschuldet, auch wenn sie bei der Reduktion geholfen haben. Zum Hintergrund: Hohe NO2-Werte sind über das Jahr verteilt immer wieder festzustellen. Gerade in den Abend- und Nachtstunden können sich stabile Wetterlagen ausbilden, bei denen sich die Luft nach Sonnenuntergang am Boden abkühlt und sich nicht mehr mit den wärmeren Luftschichten oberhalb durchmischt. Kalte Luft hat eine höhere Dichte bzw. ist schwerer als warme Luft und verbleibt somit am Boden. Es bilden sich häufig so genannte Inversionswetterlagen aus, die oftmals ein paar Stunden oder auch tagelang, wie Ende Februar 2021, andauern können. Eine Inversion, bei der es am Boden kälter ist als in höheren Luftschichten, führt zur Unterbrechung des vertikalen Luftaustausches. Die wärmeren Schichten wirken dann regelrecht als Sperrfläche. Die Schadstoffe reichern sich somit bodennah an und es kommt zu erhöhten Konzentrationen. Das NO2 des Verkehrs verflüchtigt sich dadurch nicht so schnell, sondern verbleibt eine Weile in Bodennähe – auch wenn weniger Verkehr fließt. Hauptursache bleibt daher der Verkehr, dazu kommen noch andere Quellen, wie z.B. Kraftwerke, Industriefeuerungsanlagen, Kleinfeuerungsanlagen und Emissionen aus der Landwirtschaft. Da es sich in der Regel nur um relativ kurze Zeiträume handelt, haben die kurzfristigen hohen Werte nur einen geringen Einfluss auf die Jahresmittelwerte. Weitere Informationen auf www.luft.rlp.de
Der BGR-Messhubschrauber (Sikorsky S-76B) wird zur aerogeophysikalischen Erkundung des Erduntergrundes eingesetzt. Das Standardmesssystem umfasst die Methoden Elektromagnetik, Magnetik und Radiometrie. Das passive Magnetikmesssystem (HMG) besteht aus zwei Cäsium-Magnetometern zur Erfassung des erdmagnetischen Totalfeldes, die sich in der HEM-Flugsonde etwa 40 m unterhalb des Hubschraubers sowie in einer Basisstation am Erdboden befinden. Gemessen wird die Totalintensität des erdmagnetischen Feldes. Nach Abzug des erdmagnetischen Hauptfeldes und der Tagesvariationen ergeben sich die Anomalien des erdmagnetischen Feldes.
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