1) Forschungsziel- Bestimmung der inneren Belastung (HBM) von 1500 Probanden auf polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) - ausgewählte Metabolite- Bestimmung der äußeren Belastung mit PAK durch Analyse der PM2.5-Feinstaubfraktion in einer Untergruppe von 80 Haushalten- Die Untersuchungen sind als Eigenforschungsprojekt im Rahmen der GerES VI-Studie (Beginn 2023) vorgesehen2) Output- PAK im HBM: Bild über innere Belastung der Bevölkerung, Ableitung von Referenzwerten- PAK im PM2.5-Feinstaub: Bild über äußere Belastung der Bevölkerung, Ableitung von Referenzwerten- Untersuchung des Zusammenhanges von äußerer und innerer Belastung mit PAKs- Einschätzung der gesundheitlichen Relevanz bestimmter Feinstaub-/PAK-Quellen wie Holzheizungen
Betreuung eines deutschlandweiten Forschungsprojektes zur PAK-Belastung am Arbeitsplatz: Planung, Durchführung und Auswertung von betrieblichen Probenahmen (Urin, Blut, personengebundene Raumluftmessungen), Analyse der Proben sowie Diskussion der Ergebnisse im Rahmen regelmäßiger Sitzungen des PAK-Projektarbeitskreises am HVBG.
Messung, Analyse und Verbesserung der Raumluft in Innenraeumen bei Probanden mit Reizsymptomen. Die Ursachen liegen primaer in den Brennstoffen bzw. in konstruktiven Maengeln. Ziel: Verbesserung der Innenraum-Luftqualitaet und Milderung bzw. Beseitigung von Krankheitssymptomen.
Die Bestrebungen zu Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft führen zu einer erhöhten Nachfrage nach Recyclingbauprodukten für Neubauten und Renovierungen. Aufgrund der Ausgangsmaterialien und Herstellungsprozesse können Recyclingbauprodukte mit Schadstoffen wie VOC, Schwermetallen, PCB, PAK, Chlorparaffinen, Asbest etc. belastet sein. Die meisten dieser Schadstoffe werden nicht durch die existierende Produktregulierung (CE-Kennzeichen) abgedeckt. Forschungsziele: 1) Ermittlung von auf dem Markt befindlichen und in größeren Mengen verkauften Recycling-Bauprodukten mit innenraumrelevanter Anwendung. 2) Ermittlung gasförmiger Emissionen repräsentativer Produktklassen durch Prüfkammerexperimente und Extrapolation auf Raumluftkonzentrationen: a) organische Verbindungen mit toxikologischer Relevanz b) Gerüche. 3) Ermittlung möglicher, von Recyclingprodukten ausgehenden Gesundheitsgefährdungen und Forderungen nach Kennzeichnungs- oder Regulierungsbedarf. Geplante Outputs: 1) Forschungsberichte zu den Untersuchungen. 2) Informationsmaterialien für die Öffentlichkeit. 3) Internationaler Workshop zur Vermarktung der Ergebnisse auf internationaler Ebene.
Schaffung der notwendigen Voraussetzungen zur Erfuellung von Paragraph 45 BImSchG. Bewertung bekannter Messverfahren und gegebenenfalls Neuentwicklung fuer lufthygienisch wichtige Schadstoffe insbesondere unter Einsatz chromatographischer Methoden. Vorarbeiten fuer Raumluftuntersuchungen und Untersuchungen im Rahmen des geplanten Umweltchemikaliengesetzes.
Die Innenraumluftqualität ist wegen des hohen Zeitanteils, den ein Mensch im Innenraum verbringt, ein wichtiger Faktor bei der Betrachtung schädlicher Umwelteinflüsse. Verunreinigungen der Innenraumluft stammen zu hohen Anteilen aus verbauten Bauprodukten (Fußböden, Wandaufbauten). Obwohl in Deutschland seit 2000 Prüfkriterien zur gesundheitlichen Bewertung von Bauproduktemissionen eingesetzt werden, kommt es in realen Raumsituationen nach wie vor zu Beschwerden aufgrund von Geruchsproblemen oder gesundheitlichen Reizerscheinungen. Es gibt Anzeichen, dass sich einzelne Bauproduktemissionen in vollständig ausgestatteten Räumen in ihrer Wirkung nicht einfach addieren lassen und erhebliche Unsicherheiten bezüglich der sich einstellenden Luftqualität bestehen. Dieses Vorhaben dient dazu, den Kenntnisstand über das Zusammenspiel verschiedener chemischer Produktemissionen in ausgestatteten Innenräumen zu erweitern. In mindestens vier unterschiedlich ausgestatteten Innenräumen, die eine Bandbreite an typischen Bauprodukten enthalten, sind Immissionsmessungen (VOC, Gerüche) durchzuführen. Um ein konstantes Raumklima und einen nachvollziehbaren Luftwechsel zu ermöglichen, sind die Innenräume als Referenzprüfraum (30 m3, gemäß DIN EN 16516) zu realisieren. Zusätzlich sind die Emissionen aller verwendeten Produkte auch einzeln bzw. in Kombination (Innenwandaufbau) nach den entsprechenden Referenzverfahren zu bestimmen. Im nächsten Schritt ist die Raumluftqualität unter Annahme der experimentell ermittelten Emissionsfaktoren zu simulieren. Das Simulationsmodell soll die Emissionen der Bauprodukten, chemische Umwandlungen und Zwischenspeicherung schwerflüchtiger Komponenten an Oberflächen beschreiben. Die Modellsimulationen sind mit den Immissionsmessungen zu vergleichen. Hieraus sind Defizite des gegenwärtigen Verständnisses beim Zusammenhang zwischen Emissionen und Immissionen zu identifizieren und notwendige Verbesserungsschritte abzuleiten.
Die Wahrnehmung von unbekannten oder 'chemischen' Gerüchen in der Innenraumluft löst bei den Nutzern häufig eine Besorgnis aus und stellt den häufigsten Grund für eine anlassbezogene Innenraumluftuntersuchung dar. Dabei sind solche Innenraumgerüche zwar oft gut erkennbar, aber schwer zu beschreiben. Um das Beratungsangebot des Umweltbundesamtes und die Einschätzung des Sachstandes für die Betroffenen zu verbessern, sollte ein Instrument zur Objektivierung der subjektiven Wahrnehmung geschaffen werden. Für diesen Zweck soll nach dem Vorbild der anerkannten Instrumente aus der Aromaforschung ein 'Geruchsrad' für typische Innenraumluftgerüche entwickelt und erprobt werden. Durch Einordnung der Ergebnisse der Befragung mit Hilfe von zwei Kreisen worauf die Deskriptoren des Geruchs abgebildet sind, sollen Rückschlüsse auf die chemische Verbindung die ursachlich für den Geruch ist, möglich werden. Im ersten Schritt des Projektes werden zu diesem Zweck Befragungen von Sachverständigen und Raumnutzern durchgeführt und unter Anwendung von Begriffen aus den etablierten Geruchsbeschreibungsdatenbanken, die geeignetsten Beschreibungen von typischen Innenraumgerüchen identifiziert. Im weiteren Verlauf werden diese Umschreibungen unter Laborbedingungen den Quellen und Leitsubstanzen zugeordnet. Abschließend wird das entwickelte Rad mit den Beutelproben von belasteten Wohnungen zum einen mit trainierten und zum anderen von ungeschulten Probanden validiert. Da die Geruchswahrnehmung und Assoziation bei Männern und Frauen unterschiedlich sind und besonders stark durch gesellschaftliche Prägung beeinflusst werden können, werden diese Aspekte bei der Entwicklung und Validierung des Instrumentes mit einbezogenen und gesondert evaluiert.
Die gegenwärtige COVID-19-Pandemie forderte bereits Millionen Opfer und verdeutlicht, dass Lufthygienemaßnahmen zwingend erforderlich sind, um Ansteckungen zu verhindern. Die kurzzeitige Erhitzung von Luftströmen könnte ein probates Mittel sein, um luftgetragene Viren zu inaktivieren. Beispielsweise ist bekannt, dass eine kurzeitige Erhitzung ( kleiner als 1 Sekunde bei 72 Grad C) Coronaviren abtöten kann. Über Einflüsse von hohen Temperaturen auf luftgetragene Viren in Luftströmen existieren allerdings nur sehr wenige Informationen. Hier besteht dringender Forschungsbedarf. Zudem sind mögliche synergistische Effekte durch Erhöhung des Druckes in Lüftungssystemen bislang nicht untersucht worden. Ziel dieses Teilvorhabens ist die Untersuchung des Einflusses von Temperatur und Druck auf die Aktivität luftgetragener Testviren in einem energieeffizienten System, welches zur Dekontamination von Innenraumluft eingesetzt werden kann. Dazu wird das System in Zusammenarbeit mit dem Verbundpartner mit Bioaerosol- und Partikelmesstechniken ausgestattet. Der Einbau der Techniken ermöglicht die Detektion von Viren und Viruspartikeln und somit die Bestimmung der Aktivitätsflüsse von Testviren im System. Die Testviren stellen aus praktischen Gründen unbehüllte und behüllte Bakteriophagen dar, die aufgrund ihrer Struktur und Größe als Surrogate für luftgetragene Erkältungs- und Coronaviren Verwendung finden. Zur Bestimmung der Einflussfaktoren Temperatur und Druck auf die Viren im Luftstrom werden kulturelle und nicht-kulturelle Verfahren eingesetzt, anhand derer die Aktivität sowie die Viruspartikelkonzentrationen bestimmt werden können. Absterberaten werden bei verschiedenen Temperaturen und Drücken im System ermittelt, um das energieeffiziente System hinsichtlich seiner Wirksamkeit optimieren zu können und Skalierungskriterien für die Größenauslegung von Anlagen festlegen zu können.
Ziele des Vohabens sind die qualitätsgesicherte Vorbereitung, Durchführung und Auswertung der Feldarbeit der Pilotsstudie zu GerES VI dazu gehören u.a. - Erstellen eines Konzeptes zur Qualitätssicherung der Feldarbeit und Datenerhebung - Erstellen eines Operationshandbuchs zur Feldarbeit - qualitätsgesicherte Datenerhebung (Befragungs- und Prozessdaten sowie Daten zur Dokumentation der Probenahmen und Messungen) - qualitätsgesicherte Probengewinnung, -zwischenlagerung und dem Probenversand (Morgenurin, Trinkwasser, Hausstaub, Innenraumluft) - qualitätsgesicherte Datenaufnahme und -übertragung inkl. Entwicklung von Eingabemasken für die Computer Assisted Personal Interviews (CAPI) und elektronischen Dokumentationsformularen sowie die Aufnahmen von scanbaren Selbstausfüllfragebögen - Berichterstellung. Das Untersuchungsprogramm der Pilotstudie zu GerES VI umfasst die folgenden Module: Human-Biomonitoring, Trinkwasser, Innenraum-Monitoring (Hausstaub, Feinstaub, Luftproben (VOC, Schimmel) und umfamgreiche Befragungen. Untersucht wird ein Convenience Sample von 100 Zielpersonen im Alter 18 bis 79 Jahre wohnhaft in Berlin. Die Feldarbeit inkl. Terminierung ist für 6 Wochen im November/Dezember 2018 oder Januar/Februar 2019 in Berlin vorgesehen.
In diesem Forschungsvorhaben sollen wissenschaftlich belegte Alternativen für die Bewertung von Holz-Bauprodukten im Hinblick auf ihre gesundheitliche und toxikologische Relevanz für den Innenraum erarbeitet werden. Parallel sollte im Rahmen des Projektes geprüft werden, wie ein gesundheitliches Bewertungsregime aussehen sollte, das einen differenzierten Ansatz wählt, welcher die naturgegebenen Eigenschaften von Holz berücksichtigt, gleichzeitig aber optimalen Gesundheitsschutz bietet. Durch das Erarbeiten eines objektiven Verfahrens unter Berücksichtigung der Besonderheiten von Holz und Holzwerkstoffen bei der Bewertung ihres Einflusses auf die Innenraumluftqualität sollen folgende Ziele erreicht werden: - Klassische Anwendungsfelder für Holz im Bereich Bauen & Wohnen erhalten und ausbauen. - Bestehende Hemmnisse abbauen und zukünftige verhindern. - Imageverbesserung von Holz und Holznutzung. - Handlungsempfehlungen für die öffentliche Hand - Handlungsempfehlungen für industrielle, handwerklich und private Verwender von Holz und Holzwerkstoffen Das neue Verfahren soll Verwendung finden für CE gekennzeichnete Holzwerkstoffe sowie technisch getrocknetes Bauschnittholz. 1. Definition eines Szenarios in der Einbausituation zur Simulation von Realraumbedingungen 2. Prüfung aller eingesetzten Baustoffe individuell, einschließlich einer Bewertung 3. Vorbereitungen zur Messung von Elementen unter realen Einbaubedingungen 4. Messung von Wand- und Fußboden-Elementen unter realen Einbaubedingungen 5. Prüfung des Langzeitverhaltens 6. Erarbeiten von Handlungsempfehlungen für Ausschreibungen und Auftragsvergabe.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 50 |
| Land | 9 |
| Weitere | 6 |
| Wissenschaft | 7 |
| Zivilgesellschaft | 1 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 42 |
| Text | 11 |
| unbekannt | 11 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 21 |
| Offen | 43 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 64 |
| Englisch | 9 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Dokument | 14 |
| Keine | 31 |
| Unbekannt | 1 |
| Webseite | 24 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 56 |
| Lebewesen und Lebensräume | 57 |
| Luft | 64 |
| Mensch und Umwelt | 64 |
| Wasser | 50 |
| Weitere | 62 |