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Kartenarchiv Geophysikalische Karten, Mecklenburg-Vorpommern

Thematische Karten mit der Darstellung geophysikalischer Merkmale des geologischen Untergrundes in verschiedenen Maßstäben: 1. Regionales Kartenwerk Reflexionsseismik - Tiefenlinienkarten relevanter geologischer Leithorizonte in den Maßstäben 1:100000 und 1:200000 2. Komplexgeophysikalische Strukturkarte der DDR im Maßstab 1:500000 3. Magnetanomalien der Totalintensität im Maßstab 1:500000 4. Laufzeiten des seismischen Impulses im Maßstab 1:500000 5. Schwerekarte der Länder Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen im Maßstab 1:500000 6. Geologische Karte von Mecklenburg-Vorpommern - Strukturen im Untergrund nach oberflächengeophysikalischen Ergebnissen im Maßstab 1: 500 000 Zusätzliche Informationen Datengewinnung: analog, liegt vor als: Karte, beziehbar: analog

Entwicklung eines innovativen mobilen Vibrators für den Einsatz in der Reflexionsseismik, Teilvorhaben: Validierung des neuen mobilen Vibrators'

Entwicklung eines innovativen mobilen Vibrators für den Einsatz in der Reflexionsseismik

Time-migrated multichannel seismic data and separated diffraction energy, sediment echosounder data and calculated grids from the Langeland Fault System, Baltic Sea

The understanding of the dynamics and scales of glacially induced faulting greatly benefits from an analyis using multiple geophysical datasets. By using a combination of high-resolution 2D seismic reflection data in combination with diffraction imaging, sediment echosounder data and shallow wells, we investigate a fault and graben system offshore Langeland Island in the Baltic Sea, which we term the Langeland Fault System. This approach allows to unravel the spatial character of the Langeland Fault System along an elevated basement block of the Ringkoebing-Fyn High. Our analysis shows the continuation of deep-rooted faults up to the seafloor. Imaging the shallowmost strata reveals Quaternary fault reactivation during glacial or postglacial times. This combination of imaging techniques is rarley realized in the onshore hinterland, thus, representing a unique analysis of Quaternary fault reactivation by combining onshore and offshore data and methods. Seismic data was acquired in September 2020 during a student field exercise cruise onboard R/V Alkor. The survey was organized by the University of Hamburg (Cruise AL545). Seismic data acquisition was carried out using a Mini-GI gun (true GI-mode with a 15 in³ generator and 30 in³ injector volume) and a 48-channel streamer with 4 m group spacing. The data have a dominant frequency of 250 Hz. Signal penetration is up to 1 s two-way travel time (TWT). The seismic processing routine included frequency filtering, amplitude recovery, noise reduction, surface-related multiple attenuation (SRME), Kirchhoff time migration. Innomars SES 2000 parametric sub-bottom profiler, which is hull-mounted on R/V Alkor, was used for the acquistion of the sediment echosounder data (Primary frequencies of about 100 kHz, secondary parametric frequency: 8 kHz). The diffraction imaging is based on separating the dominant reflected wavefield through a coherent summation scheme guided by a dip-based wavefront filter. In a next step, the reflection-only data is subtracted from the input data. The diffraction-only data is then focused using FD migration. By calculating the squared envelope of the focused diffractions, the diffraction energy stacks are obtained. The mapping procedure includes gridding using all available profiles in order to create time-structure maps by minimum curvature spline interpolation. Isochron maps (vertical thickness in two-way time) for the Triassic to Quaternary units were calculated by subtracting the top and bottom horizons of the specific units.

Nr. 110.12: Fachstellungnahme des Geologisches Dienstes im LUNG M-V zum BGE-Konzept zur Durchführung der repräsentativen vorläufigen Sicherheitsuntersuchungen (rvSU) gemäß Endlagersicherheitsuntersuchungsverordnung

Beitrag im Rahmen der FKTG: [...] Zudem hinterfragt das LUNG die Vorgehensweise bei der Bewertung der Wirtsgesteine [...] und Steinsalz in steiler Lagerung anhand konkreter Beispiele. Außerdem wird der Umgang mit der unterschiedlichen Datenlage und Datenqualität thematisiert. Für alle 60 Salzstöcke, die als Teilgebiete im BGE-Zwischenbericht ausgewiesen wurden, soll der komplizierte Internbau auf Grundlage bereits vorhandener 2D-Seismik ermittelt werden. Dafür ist geplant, die Originaldaten zu beschaffen und neu zu bewerten. Dabei ist zu beachten, dass die vorliegenden Seismikdaten entsprechend ihres Alters von sehr unterschiedlicher Qualität sind und das Ziel der seismischen Untersuchungen bevorzugt die Randsenkenbereiche der Salzstöcke waren. Bereits bisher war es schon schwierig, die Umrisse eines Salzstockes anhand 2D-seismischer Messungen genau zu ermitteln, da dies eine exakte und genaue Zuordnung der Reflexionszeiten voraussetzt. Internstrukturen zu identifizieren, ist mit noch größeren Unsicherheiten behaftet. Es wurde zudem nicht dokumentiert, welche bzw. wie viele der zu betrachtenden Salzstöcke überhaupt durch Reflexionsseismik abgedeckt sind. Für den Salzstock Werle im Grenzbereich BB und MV liegen entsprechende Daten nicht vor.“ (LUNG M-V 2022, S. 4) Stellungnahme der BGE: Fachliche Einordnung: Die BGE kann sich der Anmerkung nur teilweise anschließen. Begründung: Es ist richtig, dass es eine große Herausforderung darstellt, auf Grundlage der vorliegenden heterogenen seismischen Daten, Aussagen über den internen Aufbau von Salzstrukturen zu treffen. Aktuell geht es primär darum, die verfügbaren migrierten Stapelsektionen zu sichten und ggf. zu interpretieren, die in vielen Fällen u. a. Basis für die Erstellung der von uns genutzten geologischen 3D-Modelle darstellen. Die BGE nutzt die aktuell vorliegenden seismischen Daten auch, um im Zuge einer Studie herauszufinden, welche geologischen Strukturen (Anhydrite, Homogenbereiche, etc.) potenziell im Inneren eines Salzstocks abgebildet werden können. Die Ergebnisse dieser Studie werden dazu beitragen die zukünftigen Arbeiten der BGE zu planen und die Aussageweite der seismischen Daten in Bezug auf den Internbau und die Struktur allgemein einschätzen zu können. Gekoppelt mit der Internbauprognose, deren Anwendungsmethode aktuell gemeinsam mit der BGR entwickelt wird, soll ein möglichst vollständiges geologisches Bild jedes Teilgebietes im Wirtsgestein Steinsalz „in steiler Lagerung“ entwickelt werden. Initiale Rückmeldung im Rahmen der FKTG: nicht vorhanden. Stellungnahme einer externen Prüfstelle:nein

Nr. 109.6: Stellungnahme des LGRB zum Konzept zur Durchführung der repräsentativen vorläufigen Sicherheitsuntersuchungen gemäß Endlagersicherheitsuntersuchungsverordnung (Stand 28.03.2022)

Beitrag im Rahmen der FKTG: „Im Zusammenhang mit der Bewertung der Güte der Reflexionsseismik sollte neben technischen Parametern und der Zuverlässigkeit der in der Seismik gepickten Horizonte und Störungen auch die Güte des Geschwindigkeitsmodells für die Zeit-Tiefen-Konvertierung betrachtet werden.“ (LGRB 2022, S. 6) Stellungnahme der BGE: Fachliche Einordnung: Die BGE kann sich dem Vorschlag anschließen. Begründung: In Abhängigkeit von der Bewertung, der eine tiefenmigrierte oder tiefengestreckte reflexionsseismische Sektion zugrunde liegt, muss ggf. auch die Güte des Geschwindigkeitsmodells im Rahmen der auszuweisenden Ungewissheiten mitberücksichtigt werden. Initiale Rückmeldung im Rahmen der FKTG: nicht vorhanden. Stellungnahme einer externen Prüfstelle:nein

H2020-EU.3.5. - Societal Challenges - Climate action, Environment, Resource Efficiency and Raw Materials - (H2020-EU.3.5. - Gesellschaftliche Herausforderungen - Klimaschutz, Umwelt, Ressourceneffizienz und Rohstoffe), Passive seismic techniques for environmentally friendly and cost efficient mineral exploration (PACIFIC)

Effizienz- und Qualitätssteigerung im Bereich der Baugrunderkundung von Offshore Windparks auf Grundlage optimierter seismischer Messmethoden (Seismik Nord-Ost), Teilvorhaben: Optimierung der Abbildungsqualität hochauflösender ein- und mehrkanalseismischer Daten in Flachwasserumgebungen

Seismische Messungen spielen bei der Erkundung von Offshore-Windparks eine wichtige Rolle, obwohl das Potenzial dieser Methode häufig nicht ausgeschöpft wird, weil es an einem systematischen Vergleich der verschiedenen Systeme fehlt. Häufig kommen weniger geeignete Methoden zur Anwendung, Baugrundbedingungen werden nur unzureichend ermittelt und aufwendige Folgeuntersuchungen werden notwendig. Dieses Projekt vergleicht die verfügbaren Messsysteme miteinander: Auflösung, Eindringung, Darstellungsqualität, Verarbeitungsaufwand und Kosten werden untersucht. Der Einfluss der geologischen Randbedingungen wird berücksichtigt. Es wird ein Handlungsleitfaden veröffentlicht, der die Entscheidung für die am besten geeignete Methode auf Basis wissenschaftlicher Untersuchungen erleichtert.

Ganzheitlich optimierte und nachhaltige Reservoirerschließung für tiefengeothermische Anlagen im bayerischen Molassebecken, Teilvorhaben: Bestimmung von relevanten geophysikalischen Parametern zur faziellen Interpretation des Malm und Modellierung des thermisch-hydraulischen Langzeitverhaltens

Das Süddeutsche Molassebecken ist kurz- und mittelfristig das wichtigste Gebiet für die geothermische Energienutzung in Deutschland. Ein wesentliches Mittel zum erfolgreichen Ausbau der geothermischen Wärme- und Stromgewinnung in dieser Region besteht in der wissenschaftlichen Begleitung und Vernetzung von Forschungsvorhaben sowie laufenden und neuen Forschungs- und Anwendungsprojekten. Die Stadtwerke München Services GmbH (SWM) erarbeiten im Projekt GRAME (Ganzheitlich optimierte und nachhaltige Reservoirerschließung für tiefengeothermische Anlagen im bayerischen Molassebecken) Grundlagen für die flächendeckende Nutzung eines Erlaubnisfeldes im Süden Münchens mit bis zu 50 Bohrungen und einer Leistung von bis zu 400 MWth. Um die optimierte Reservoirerschließung zu ermöglichen, sollen Fragestellungen der Erkundung und Charakterisierung des Untergrundes, der Anlagenauslegung und der Projektdurchführung von solchen Großprojekten bearbeitet werden. Für den untertägigen Bereich ist ein zentraler Punkt die Durchführung einer 170 m2 umfassenden 3D-Seismik im Süden Münchens, die eine Beantwortung der geowissenschaftlichen Fragestellungen ermöglichen soll: - Wie ist der Untergrund geologisch bzw. hydrogeologisch aufgebaut, so dass eine dauerhafte Erschließung der gesamten geothermischen Ressource gewährleistet ist? - Wie muss eine untertägige Erschließung aussehen, um thermische Leistungen von 400 MW pro Erkundungsfeld zu ermöglichen, ohne ungewünschte Wechselwirkungen zwischen den Bohrungen bzw. mit Nachbarfeldern hervorzurufen? Das Projekt GeoParaMoL (Geophysikalische Parameter zur faziellen Interpretation des Malm und Modellierung des thermisch-hydraulischen Langzeitverhaltens) begleitet das Vorhaben GRAME wissenschaftlich. Es baut auf den speziellen Fragestellungen des SWM-Antrags schwerpunktmäßig auf. Die zu bearbeitenden Themen sollen zu einem hohen Maß die Aussagefähigkeit der seismischen Daten auch ohne Vorliegen einer Kalibrationsbohrung im Erlaubnisfeld verbessern und die notwendigen geophysikalischen Parameter zur Umsetzung des Projektes GRAME liefern. Im Einzelnen verteilen sich die Arbeiten auf vier Arbeitsschwerpunkte, die untereinander inhaltlich eng verknüpft sind: 1. Entwicklung und Beschreibung von Verfahren zur seismischen Faziesanalyse, Diffraktionsauswertung und Geschwindigkeitsfeldbestimmung mit entsprechender Visualisierung. 2. Einbeziehung von Scher (S)-Wellen zur Unterstützung der faziellen Interpretation und Bestimmung der S-Wellen-Geschwindigkeiten sowie Auswertung des ganzen Wellenfeldes zur Bestimmung der elastischen Parameter. 3. Thermisch-hydraulische Modellierung, um die räumliche Interferenz von Produktions- und Injektionsbohrungsarrays im Langzeitverhalten darzustellen. 4. Retrodeformation zur Vorhersage der Transmissibilität aufbauend auf Verformungsanalysen.

SO246-CHATHAM RISE: Kompressions-, Extensions- und Abbruchmechanismen eines submarinen Kontinentalplateaus, Geophysik

Der Fahrtabschnitt SO246 des FS SONNE hatte vordringlich das Ziel, die Prozesse der Desintegration von Superkontinenten, die häufig mit dem Ende einer Subduktionstätigkeit und dem Wechsel von lithosphärischer Konvergenz zu Extension in Verbindung gebracht wird, zu analysieren. Der submarine Chatham-Rücken des östlichen Neuseelands lag an einer Schlüssellokation während des frühen Aufbruchs des östlichen Gondwana-Kontinents in der Spätkreide. Neuere Studien vom Chatham-Rücken zeigen, dass das kontinentale Rifting und der Aufbruch durch das Ende der Subduktion der proto-pazifischen Kruste an diesem Kontinentalrand als Folge der Kollision des Hikurangi-Plateaus - einer vulkanischen Großprovinz (LIP) - mit dem Chatham-Rücken, initiiert wurde. Dieser Fahrtabschnitt war ausgerichtet auf die Untersuchungen (a) der Rolle, die die Plateaukollision und -subduktion im Riftung- und Abbruchprozess gespielt hat, (b) der geodynamischen und magmatischen Prozesse, die das Rifting beleiteten, (c) der krustalen Charakteristik und Ausbreitung der kontinentalen Ausdünnung und Fragmentierung entlang des Plateaurandes des Chatham Rise, der konjugierend zum Kontinentalrand von Marie-Byrd-Land und der östlichen Amundsenmeer-Region der Westantarktis liegt, und (d) der Öffnung eines frühen ozeanischen Seeweges zwischen Neuseeland und der Antarktis. Die Aufnahme von refraktions- und weitwinkelseismischen Daten mit Hilfe von bis zu 40 Ozeanboden-Seismometern entlang von 4 langen Profilen wurde begleitend von mehrkanal-reflexionsseismischen Messungen, um die Strukturen und Eigenschaften der Sedimente, der Kruste und des obersten Mantels des östlichen Chatham-Rückens und seines Kontinentalrandes zu erkunden. Fächerecholot-, Sedimentecholot- und gravimetrische Aufnahmen wurden nahezu während der gesamten Fahrt registriert. Ein geschlepptes Magnetometer registrierte Daten in Regionen mit lückenhafter Abdeckung von magnetischen Anomaliedaten, um den Kontinent-Ozean-Übergang, magmatische Intrusionen und Störungszonen im Grundgebirge zu identifizieren. Eine Temperatursonde wurde an mehreren Stationen zur Bestimmung des geothermischen Wärmestroms eingesetzt. Hartgesteinsproben wurden mit Hilfe einer Dredge von den Flanken von 13 vulkanischen Seebergen (seamounts) am südöstlichen Rand des Chatham-Rückens gesammelt, um vulkanologische, geochemische und geochronologische Untersuchungen in Hinblick auf magmatische Prozesse und die Entstehung der Seeberge durchzuführen. Eine kleine biologischen Komponente des Fahrtabschnitts widmete sich der Identifizierung und Verteilung von Organismen an den Flanken dieser tiefliegenden Seeberge. Die Analysen der Proben und Daten dieses Fahrtabschnitts werden zu einem verbesserten Verständnis der geodynamischen, tektonischen und magmatischen Prozesse beitragen, die den Aufbruch von Neuseeland und der Antarktis sowie die Formation ihrer passiven Kontinentalrändern und ihrer Kontinent-Ozean-Übergangskruste kontrolliert und begleitet haben.

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