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Die weltweite Ausbreitung von Bettwanzen stellt auch in Deutschland ein Problem dar

Weltweit mehren sich die Berichte über die Ausbreitung der Bettwanzen Cimex lectulariusund C. hemipterus(in Australien). Unabhängig von den hygienischen Bedingungen sind die Insekten insbesondere in Hotels und Hostels sowie in anderen Ferienunterkünften, Gesundheitseinrichtungen, Transportmitteln und im Gebrauchtwarenhandel zu finden und breiten sich von dort in Privathaushalte aus. Ein Bettwanzenbefall kann durchaus gesundheitliche Auswirkungen haben und stellt für die Betroffenen eine starke Belastung dar. Bei der weltweiten Ausbreitung der Insekten scheint es sich um ein multifaktorielles Geschehen zu handeln, dessen Ursachen kontrovers diskutiert werden. Diese werden u. a. in einer Zunahme der internationalen Reisetätigkeit und des Gebrauchtwarenhandels gesucht. Eine entscheidende Rolle könnten die eingeschränkte Verfügbarkeit wirksamer Insektizide mit Langzeitwirkung und die Entwicklung von Resistenzen gegen die verfügbaren Wirkstoffe spielen. Mangels offizieller Daten ist eine Quantifizierung des Auftretens von Bettwanzen in Deutschland nicht möglich, aber Schädlingsbekämpfer und öffentliche Behörden berichten von zunehmenden Fallzahlen und Problemen bei der Bekämpfung. Letztere scheinen hier - wie auch in anderen Ländern - u. a. durch die Ausbildung von Wirkstoffresistenzen (insbesondere Pyrethroide) bedingt zu sein. Vor diesem Hintergrund ist die Prävention und damit die Aufklärung der Bevölkerung über die Lebensweise und Ausbreitungswege der Insekten von entscheidender Bedeutung, um ihrer Ausbreitung entgegenwirken zu können.<BR>© www.link.springer.com

Antimikrobielle Produkte im Haushalt

Desinfektionsmittel für Oberflächen und Wäsche, auch für den häuslichen Gebrauch, zählen zu den Biozidprodukten und unterliegen damit der Biozid-Gesetzgebung. Gegenwärtig am Markt verfügbare Produkte sind weder behördlich bewertet noch zugelassen, sondern lediglich bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin gemeldet, da die Prüfung der enthaltenen Wirkstoffe im Rahmen des europäischen Bewertungsverfahrens bezüglich ihrer toxikologischen und umwelttoxikologischen Eigenschaften sowie hinsichtlich ihrer Wirksamkeit noch nicht abgeschlossen ist. Aufgrund von Übergangsregelungen dürfen diese Biozidprodukte derzeit zulassungsfrei auf dem Markt verbleiben. Folglich werden für die Auslobung der Wirksamkeit von Desinfektionsmitteln, eingeschlossen Produkte für den Haushalt, im Rahmen des Zulassungsverfahrens derzeit noch keine spezifischen Nachweise gefordert. Ebenso liegen bis zur Zulassung Angaben, z. B. auf dem Etikett, zu toxikologisch oder umweltrelevanten Auswirkungen im Ermessen des Herstellers bzw. Vertreibers. Der Nutzen von Desinfektionsmitteln für den Haushalt ist gegenwärtig nicht belegbar. Nicht auszuschließen sind dagegen Risiken für den Anwender, für unbeteiligte Personen, für die Umwelt und bezüglich einer möglichen Resistenzbildung bei unsachgemäßer Anwendung. Diese Risiken werden erst durch die im Zulassungsverfahren angelegten Bewertungsmaßstäbe verringert werden. Liegen keine medizinischen Indikationen für die Anwendung von Desinfektionsmitteln vor, vermeidet man Risiken, indem einfache mechanische Reinigungsverfahren zum Einsatz kommen. Gesundheitliche Risiken durch Mikroorganismen sind in einem regelmäßig gereinigten Haushalt nicht zu befürchten, vorausgesetzt die Grundregeln der Hygiene werden beachtet.<BR>© www.mhp-verlag.de

Strategien nachhaltiger Bekämpfungen kommensaler Nagetiere

Die Zuständigkeiten und Aktivitäten der kommunalen Nagetierbekämpfung in Deutschland haben zwar durch das Infektionsschutzgesetz (IfSG) einen gemeinsamen rechtlichen Rahmen, die Lenkung der Nagetierbekämpfung auf kommunaler Ebene ist jedoch sehr heterogen, da die einzelnen Länder unterschiedliche oder aber auch gar keine Regelungen zum Management der Vermehrung und Verbreitung von kommensalen Nagetieren (Wanderratten, Hausratten, Hausmäuse) getroffen haben. Bekämpfungsziele und Bekämpfungserfordernisse werden selten genau definiert und gehen oft nicht über allgemeine Maßnahmen und Ziele hinaus. Der Begriff der Nachhaltigkeit findet sich in entsprechenden Verordnungen als solcher nicht, wohl wird aber in kommunalen Informationen auf notwendige Präventionsmaßnahmen zur Verhinderung der Etablierung von Nagetierpopulationen aufmerksam gemacht. Eine zentral gesteuerte und Datenbank-gestützte kommunale Nagetierbekämpfung ist nachhaltig, da sie ein systematisches und analytisches Vorgehen ermöglicht, um Nagerpopulationen zu erkennen und zu verkleinern. Die A-priori-Voraussetzung zur Umsetzung einer nachhaltigen Managementstrategie von Schadnagerpopulationen auf kommunaler Ebene ist, dass diesbezüglich eine Zielformulierung vorgenommen und diese in Rechtsverordnungen verankert wird. Die systematische Erfassung von Schadnagervorkommen aus einem kommunal betriebenen Monitoring bietet die entscheidende Datengrundlage für ein gezieltes Nagermanagement, das bereits in einigen deutschen und europäischen Großstädten bzw. landesweit in Dänemark angewandt wird. Ein solches nachhaltiges Nagermanagement beinhaltet wegen gezielterer und langfristig geringerer Rodentizid-Ausbringungen Einsparungspotenziale für die Kommunen, verringert den Eintrag der Substanzen in die Umwelt und wirkt der Gefahr der Resistenzentwicklung im Zielorganismus entgegen.<BR>© www.link.springer.com

Evaluierung des Einsatzes von Antibiotika in der Putenmast

Die Bekämpfung der Zunahme antibiotikaresistenter Keime stellt eine aktuelle Herausforderung des gesundheitlichen Verbraucherschutzes dar. Grundsätzlich kann jeder Einsatz von Antibiotika die Resistenzentwicklung und die Ausbreitung von resistenten Bakterien begünstigen. Nach der Evaluierung des Antibiotikaeinsatzes in der Hähnchenhaltung und den Untersuchungen zu Antibiotika-Rückständen im Tränkwasser in Geflügelmastbetrieben durch die Kreise, kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen und das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz galt es, weitere Daten zum Antibiotikaeinsatz, insbesondere in der Mastputenhaltung, zu erheben.

Lebensmittelüberwachung kontrolliert Meeresfrüchte Chloramphenicol in Shrimps und Garnelen gefunden

Ministerium für Raumordnung, Landwirtschaft und Umwelt - Pressemitteilung Nr.: 254/01 Ministerium für Raumordnung, Landwirtschaft und Umwelt Pressemitteilung Nr.: 254/01 Magdeburg, den 10. Oktober 2001 Lebensmittelüberwachung kontrolliert Meeresfrüchte Chloramphenicol in Shrimps und Garnelen gefunden Nach Berichten über Antibiotikarückstände in Shrimps und Garnelen aus China, Vietnam und dem Südpazifik haben die Lebensmittelüberwachungsbehörden Sachsen-Anhalts Untersuchungen eingeleitet und sind fündig geworden. Im September wurden 30 Shrimps- und Garnelenproben aus den betroffenen Ländern in Asiamärkten und in Lebensmittelläden entnommen. In drei Fällen wurden Rückstände von Chloramphenicol festgestellt. Die Vernichtung dieser Erzeugnisse wurde angeordnet. Agrarminister Konrad Keller fordert den Handel und alle gastronomischen Einrichtungen auf, ihre Warenbestände zu überprüfen und belastete Ware aus dem Verkehr zu nehmen. Verschiedene Handelsketten haben Rückrufaktionen veranlasst. Die Bürger sollten noch vorhandene Tiefkühlware nicht verzehren. Wer Meeresfrüchte essen möchte, sollte beispielsweise auf Nordseekrabben ausweichen. Seit August 1994 ist in der Europäischen Union die Anwendung von Tierarzneimitteln, die das Antibiotikum Chloramphenicol enthalten, für lebensmittelliefernde Tiere verboten. Es steht im Verdacht, beim Menschen durch Schädigung des Knochenmarks aplastische Anämien auszulösen, die ähnliche Symptome wie Blutkrebs aufweisen. Zudem besteht die Gefahr der Resistenzbildung. In den erwähnten Ländern wird häufig in den riesigen Aquakulturen der Garnelen- und Shrimpsaufzucht das Antibiotikum gegen Krankheiten und als Wachstumsförderer eingesetzt. Teilweise werden damit unhaltbare unhygienische Haltungsbedingungen kaschiert. Auch die Europäische Kommission hat bereits reagiert und veranlasst, dass in Verdacht stehende Erzeugnisse nur dann in die Gemeinschaft eingeführt werden dürfen, wenn jede Partie mit negativem Ergebnis untersucht wurde. Impressum: Ministerium für Raumordnung, Landwirtschaft und Umwelt Pressestelle Olvenstedter Str.4 39108 Magdeburg Tel: (0391) 567-1951 Fax: (0391) 567-1964 Mail: pressestelle@mrlu.lsa-net.de Impressum:Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energiedes Landes Sachsen-AnhaltPressestelleLeipziger Str. 5839112 MagdeburgTel: (0391) 567-1950Fax: (0391) 567-1964Mail: pr@mule.sachsen-anhalt.de

Ergänzende Untersuchungen zum UBA-Projekt

Hintergrund und Ausgangssituation Hintergrund und Ausgangssituation In der intensiven Tierhaltung werden große Mengen an Tierarzneimitteln (TAM), insbesondere Antibiotika eingesetzt.Vor allem der häufige Einsatz von antibiotischen Wirkstoffen ist vor dem Hintergrund nicht auszuschließender Resistenzbildungen und nicht abschätzbarer ökotoxikologischer Wirkungen auf Nichtzielorganismen terrestrischer und aquatischer Umweltkompartimente kritisch zu sehen. Die verabreichten Medikamente werden nach der Ausscheidung durch die Tiere mit dem Wirtschaftsdünger auf landwirtschaftliche Nutzflächen in diffuser Form ausgebracht. Mit der Versickerung können sie in den Boden, die ungesättigte Zone und das Grundwasser eingetragen werden bzw. in oberirdische Gewässer gelangen. Die Auswirkungen des Einsatzes der großen Mengen von Tierarzneimitteln auf Umweltkompartimente sind bisher nicht umfassend untersucht. Insbesondere zum Eintrag von Tierarzneimitteln in das oberflächennahe Grundwasser liegen in Deutschland nur vereinzelt Untersuchungen vor. Eine systematische Untersuchung des Eintrages von TAM-Wirkstoffen in das Grundwasser, zum Beispiel im Rahmen der Monitoring-Programme der Länder im Zusammenhang mit der Europäischen Grundwasser-Richtlinie bzw. der sich darauf beziehenden deutschen Grundwasser-Verordnung, wurde aufgrund des Fehlens von Schwellenwerten bisher nicht durchgeführt. 2008 wurde erstmals in Nordrhein-Westfalen ein gesicherter Nachweis eines Stoffes im oberflächennahen Grundwasser erbracht und anhand einer Wiederholungsmessung bestätigt. Bei Untersuchungen in Schleswig Holstein, die zeitgleich durchgeführt wurden, konnten in 20 % der beprobten Messstellen TAM-Wirkstoffe nachgewiesen werden, die Funde bezogen sich auf drei Einzelstoffe aus der Gruppe der Sulfonamide. Auch in Österreich sind Funde von Tierarzneimitteln bekannt, aktuell laufende Arbeiten dort beschäftigen sich mit der Identifizierung möglicher Ursachen der Funde. Aktuelle Ergebnisse aus laufenden Untersuchungen dokumentieren sowohl für Gärreste und die als organischen Wirtschaftsdünger verwendete Gülle der Tiere als auch für den Boden und die ungesättigte Zone hohe Anteile nachgewiesener Konzentrationen von Tierarzneimitteln in den Umweltmedien und bestätigen die Risiken der ökotoxikologischen Wirkungen. Tierarzneimitteluntersuchungen Umweltbundesamt Tierarzneimitteluntersuchungen Umweltbundesamt Das Umweltbundesamt (UBA) hatte ein Forschungsvorhaben (Laufzeit Dezember 2011 bis Dezember 2013) durchgeführt, um zu klären, ob mit einem „worst-case“ Ansatz ein Eintrag ausgewählter Antibiotika in das oberflächennahe Grundwasser nachgewiesen werden kann. 48 Standorte in vier Bundesländern in Nord- und Süddeutschland wurden beprobt, um den möglichen Eintrag systematisch auf Grundlage einer vorab durchgeführten, weltweiten Literaturrecherche zu untersuchen. Dabei wurden an neun Standorten Funde in zwei Bundesländern festgestellt. Die Werte zeigten große zeitliche Schwankungen und lagen in ihrer Mehrheit in nur sehr geringen Konzentrationen von wenigen Nanogramm pro Liter (ng/l), z. T. auch unterhalb der Bestimmungsgrenze vor. Sechs der neun Standorte liegen in Niedersachsen in den drei Landkreisen Cloppenburg, Vechta und der Grafschaft Bentheim. Eine eindeutige Interpretation der Ursachen und Gründe sowie der Faktoren und Mechanismen, die zu Einträgen unterschiedlicher Wirkstoffe in hohen und geringen Konzentrationen führen, war nicht Teil des ersten Projektes. Die vorliegenden Befunde waren jedoch Anlass ein weiteres Projekt: „Ursachen der Funde von Tierarzneimitteln im Grundwasser – Entwicklung und Anwendung eines Kriterienkatalogs für die Untersuchung eintragsgefährdeter Standorte in Deutschland durchzuführen. Dieses Projekt läuft derzeit und hat das Ziel die Ursachen für zeitlich variable, stoffspezifisch und quantitativ unterschiedliche Einträge von den in der Tiermedizin eingesetzten Sulfonamiden an den sechs Standorten aus dem ersten Projekt in das oberflächennahe Grundwasser zu erforschen. Der Fokus der Betrachtungen liegt dabei auf Grundwasser-, Gülle- und Gärrestuntersuchungen. Antibiotika-Untersuchungen NLWKN Antibiotika-Untersuchungen NLWKN Das Projekt wird vom 22. Juni 2015 bis zum 31. Dezember 2016 durchgeführt. Das wesentliche Ziel des NLWKN-Projektes ist es, die bisher als Einzelfunde bekannten Nachweise von Antibiotika im Grundwasser an den sechs Standorten in Niedersachsen durch zeitlich und räumlich intensivierte Beprobungen zu bestätigen und den Ursachen des Eintrages nachzugehen. In Erweiterung zum laufenden UBA-Projekt werden im NLWKN-Projekt ergänzende Untersuchungen für folgende Stofftransportpfade durchgeführt: - Tierarzneimittel – Gülle/Gärreste – Boden – Dränen sowie - Tierarzneimittel – Gülle/Gärreste – Boden – GW und - Tierarzneimittel – Kleinkläranlage – Grundwasser Durch Verdichtung der Probenahmeintervalle bzw. Erweiterung der Zeitreihen des UBA-Folgeprojektes (Grundwasser, Gülle bzw. Gärreste) und Hinzunahme weiterer Medien (Boden, Kleinkläranlagen, Dränauslässe) soll die Datenlage in Niedersachsen weiter verbessert werden. Die Kreislandvolk-Verbände und die betroffenen Landwirte sind direkt in das Projekt einbezogen und arbeiten eng mit den projektbegleitenden Institutionen zusammen. Die Auswertung der Daten soll unter Einbeziehung der Ergebnisse des UBA-Projektes zu einer Identifikation der beteiligten Faktoren und Prozesse führen und eventuell erforderliche Risiken und Handlungshorizonte aufzeigen. Zu klären ist auch die Frage, ob es sich bei den Antibiotika um Stoffe aus der Tiermedizin oder um Wirkstoffe aus der Humanmedizin handelt. In die Auswertung und Interpretation der Daten einbezogen werden die im Rahmen der UBA-Projekte bis September 2015 gewonnenen Daten, so dass ein umfassender Bericht über Antibiotika-Funde im Bereich der sechs Messstellen vorgelegt werden kann.

Schädlingsbekämpfung (Innenraum) (DE-UZ 57b)

Gesundheitsschädliche, vorratsschädliche und parasitische Gliedertiere (z.B. Bettwanzen, Motten, Käfer und Holzschädlinge) in Innenräumen können durch Wärmeentwicklung abgetötet werden. Thermische Verfahren stellen daher eine wirksame Alternative zu chemischen Bekämpfungsverfahren dar und tragen zu einer Verringerung der Belastung von Mensch und Umwelt durch Biozide bei. Zudem können auch insektizidresistente Schädlinge abgetötet und weitere Resistenzbildung verhindert werden. Vorteile für Umwelt und Gesundheit ohne giftige Wirkstoffe nachgewiesene Wirksamkeit

Biologie und Kontrolle von Orobanche ramosa L.

Das Projekt "Biologie und Kontrolle von Orobanche ramosa L." wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Hohenheim, Institut für Tropische Agrarwissenschaften (Hans-Ruthenberg-Institut) (490), Fachgebiet Agrarökologie der Tropen und Substropen (490f) durchgeführt. Das parasitische Unkraut Orobanche ramosa L. verbreitet sich in Mitteleuropa und bedroht die Produktion mehrerer Kulturpflanzen - Tabak, Raps, Kartoffel, Karotte und Tomate. Im Gegensatz zu anderen Unkräutern, die mit der Kulturpflanze um Ressourcen konkurrieren, entnimmt O. ramosa Wasser, Nährstoffe und Assimilate direkt aus der Wirtswurzel. Dies führt zu erheblichen Ertrags- und Qualitätsverlusten. Da O. ramosa unmittelbar mit der Wirtspflanze verbunden ist und 90 Prozent der Parasitenentwicklung unterirdisch stattfinden, ist dieser Parasite schwer zu kontrollieren. In dieser Arbeit werden drei Ziele verfolgt: 1) Wir möchten mehr über die Populationsdynamik und die Verbreitung von O. ramosa in Deutschland erfahren. Zur Beschreibung von Populationen verwenden wir verschiedene klassische, aber auch molekulare Marker-Techniken (Polymerase-Ketten-Reaktion, PCR, mit spezifischen Mikrosatelliten; ISSR-PCR, RAPD). 2) Untersuchung der Pflanze-Pflanze-Interaktion unter besonderer Berücksichtigung von Resistanzmechanismen der Kulturpflanze (in diesem Fall Tabak), sowie Faktoren der Pathogenität von O. ramosa. Analyse der Produktion sekundärer Metabolite, reaktiver Sauerstoff-Zwischenprodukte (ROI), sowie der Exprimierung und Aktivität spezifischer Enzyme und Gene. 3) Entwicklung von Methoden zur Kontrolle von O. ramosa, basierend auf erworbener systemischer Resistenz (SAR) und der Verwendung spezifischer hyperparasitischer Bakterien und Pilze, die zur biologischen Kontrolle verwendet werden können.

Die Rolle von NO in der Signaltransduktion bei pflanzlichen Abwehrreaktionen

Das Projekt "Die Rolle von NO in der Signaltransduktion bei pflanzlichen Abwehrreaktionen" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit GmbH, Institut für Biochemische Pflanzenpathologie durchgeführt. Pflanzen verfügen über vielfältige Mechanismen zum Schutz vor Pathogenbefall oder Umweltstress. Dabei weisen pflanzliche Abwehrsysteme Ähnlichkeiten zum angeborenen Immunsytem von Säugern auf, bei dem Stickoxid (NO) eine Schlüsselrolle spielt. Auch in Pflanzen finden sich wichtige Komponenten der durch NO induzierten Signalübertragung. NO aktiviert Abwehrgene und ist beteiligt an programmiertem Zelltod und an der Abwehr von Pathogenen. Das vorgeschlagene Projekt hat zum Ziel, die Signalübertragung durch NO in Tabak und Arabidopsis zu erforschen und die Rolle von NO bei der Abwehr von Pathogenen zu klären. (1) Ein Schwerpunkt soll in der Aufklärung der Signalübertragung durch NO und der Aktivierung von Abwehrgenen liegen. Es soll geklärt werden, ob NO als mobiles Signal dient, und ob andere Signalmoleküle (z.B. Salicylsäure) in die NO-Signalübertragung integriert sind. (2) Um die Bedeutung von NO für die Regulation von Abwehrmechanismen zu klären, sollen Expressionsprofil und Expressionsdynamik von NO-induzierten Genen durch DNA-ChipTechnologie analysiert werden. Diese neuartige Technik wird auch Aufschluss über eine etwaige Vernetzung der NO-Signalübertragung mit pflanzlichen Hormonsystemen liefern. Die Erforschung der Signalübertragung durch NO in Pflanzen kann unser Verständnis von Resistenzmechanismen vertiefen und zur Entwicklung pathogen-resistenter Pflanzen beitragen.

Die systemisch erworbene Resistenz bei Pflanzen - ein - omics Ansatz zur Pathogenantwort

Das Projekt "Die systemisch erworbene Resistenz bei Pflanzen - ein - omics Ansatz zur Pathogenantwort" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Helmholtz Zentrum München, Institut für Biochemische Pflanzenpathologie durchgeführt. Ziel dieses Projekts ist es, Signalkomponenten der systemisch erworbenen Resistenz (SAR) in Arabidopsis thaliana und einer Mutante, eds1, welche nicht mehr in der Lage ist, SAR Signale zu produzieren oder zu transportieren, zu identifizieren. EDS1 abhängige Peptide, Lipide und polare niedermolekulare Stoffe werden mit massenspektrometrischen Methoden identifiziert. Danach wird in verschiedenen (Nutz)Pflanzen untersucht, ob die so identifizierten möglichen SAR Komponenten Resistenz gegen Krankheitserreger auslösen. Des Weiteren wird der Einfluss von SAR Signalen auf Prozesse wie z.B. Trockenresistenz untersucht.

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