Im Rahmen einer interdisziplinaeren Arbeitsgruppe sollen die unterschiedlichen Massnahmen auf dem Gebiet der Abwasserreinigung auf die Gewaesserguete der Liesing beurteilt werden. Neben den Vorbelastungen aus Niederoesterreich sollen die derzeit noch bestehenden Einleitungen in Wien abgeschaetzt werden. Die Auswirkungen der Einleitung der Klaeranlage Blumental mit unterschiedlichen Reinigungsanforderungen (Nitrifikation, Denitrifikation, P-Entfernung, Filtration) stellen die zentrale Aufgabe des Forschungsprojektes dar.
Revitalisierung von durch Strukturbrueche gekennzeichneten Staedten und Regionen aktuell: - vergleichende Analyse der IBA Emscherpark/Uebertragbarkeit auf die Niederlausitzstrategien und raeumliche Konzeptfindung fuer Bergbaufolgelandschaften. Das Thema ist in vielfaeltigen Aktivitaeten des Lehrstuhls praesent. Es wurde bereits eine universitaere Tagung mit Beteiligung von Wissenschaftlern und regionalen Akteuren aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung vorbereitet, durchgefuehrt und als Arbeitsergebnis publiziert. Des weiteren ist der Lehrstuhl an einer das IBA-Kuratorium unterstuetzenden universitaeren Arbeitsgruppe im Arbeitskreis 'Baukultur' der IBA-Vorbereitungsgesellschaft sowie an einer Begleitforschung zum IBA Auftaktprojekt 'Pritzen-Greifenhain-Graebendorf' beteiligt.
Als erstes gemeinsames Pilotprojekt mit dem Land Brandenburg (Ministerium für ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz und dem Landesumweltamt) begannen 2007 die Vorarbeiten für die Entwicklung der Panke von der Quelle bis zur Mündung. Inzwischen liegt der Planfeststellungsbeschluss zum Vorhaben „Ausbau der Panke in den Bezirken Mitte und Pankow von Berlin, Phase II“ vor. Unter hochurbanen Bedingungen soll eine größtmögliche Annährung an den guten Zustand erreicht werden, indem sich ökologische Schwerpunkte (Strahlursprünge) mit Abschnitten mit wenig Entwicklungspotential (Strahlwegen) nach dem Prinzip des Verbundsystems abwechseln. Informationen zum Beteiligungsprozess Panke sowie ein Computerspiel zum Thema für Kinder und Jugendliche stehen zum Download zur Verfügung. In 2009 ist aufgrund der Erkenntnisse aus dem Revitalisierungskonzept ein integrales Hochwasserschutz- und Regenwasserbewirtschaftungskonzept für das Einzugsgebiet der Panke erstellt worden. Das Gewässerentwicklungskonzept hat die gravierenden ökologischen Auswirkungen der Regenwaserableitungspraxis für die Panke in den Abschnitten unterhalb des Verteilerbauwerks Blankenburg bis zur Mündung aufgezeigt. Neben den Stoffeinträgen (vor allem Schwermetalle und Nährstoffe) führen hohe Abflussspitzen infolge des hohen Anschlussgrades von versiegelten Flächen zu hydraulischem Stress, der die biologischen Entwicklungsmöglichkeiten in der Panke erheblich beeinträchtigt. Ergänzend zu den morphologischen Maßnahmen sollen Maßnahmen zur Regenwasserbehandlung diese Einflussfaktoren minimieren. Seit mehr als 30 Jahren ist die Rechenreinigungsanlage an der Schulzendorfer Straße in Berlin-Mitte in Betrieb. Monatlich werden mehrere Tonnen Treibgut, Äste, Laub, Holz, aber auch Abfälle oder „entsorgte“ Einkaufswagen aus der Panke gefischt. Seit ihrem Bau 1988/1989 wird die Anlage durch die Berliner Wasserbetriebe betrieben und gewartet, um den ca. 120 m flussabwärts liegenden sogenannten Pankedüker unter der Chausseestraße, freizuhalten. Mit dem niederdeutschen Wort „Düker“ wird das Abtauchen bzw. Unterqueren eines Gewässers unter einem Hindernis beschrieben. Der Pankedüker – er besteht aus drei Rohren – an der Chausseestraße unterquert seit 1917 die damals im Bau befindliche U-Bahn, die heutige U 6. Damit die Düker-Röhren nicht verstopfen, muss größeres Treibgut aus der Panke entnommen werden. Bei starken Niederschlägen im dicht besiedelten und stark bebauten Einzugsgebiet der Panke kommt es durch den hohen Versiegelungsanteil schnell zu hohen Abflussspitzen, höheren Wasserständen und einem steigenden Anfall von Treibgut. So führten in der Nacht vom 21. zum 22. August 2012 starke Niederschläge zu Hochwasser in der Panke. Die Panke trat vom Schlosspark Niederschönhausen bis zur Schulzendorfer Straße in unterschiedlichem Maße über die Ufer. Auch am 27. Juli 2016 führten sehr starke Niederschläge zu einem hohen Treibgutanfall und damit zu hohen Wasserständen oberhalb der automatischen Rechenanlage. Durch den Objektbereich Wasser des Landes Berlin wurden nach diesen Ereignissen in enger Zusammenarbeit mit den Berliner Wasserbetrieben technische und organisatorische Änderungen vorgenommen, um besser auf ähnliche Situationen reagieren zu können. So werden z.B. anlagenrelevanter Ersatzteile auf Vorrat gelagert. Außerdem wurde die Berliner Feuerwehr in die Funktionsweise der Rechenanlage eingewiesen und der Zugang im Fall von notwendigen Sofortmaßnahmen ermöglicht. Künftig kann das Rechengut auch am östlichen Ufer der Panke abgeladen werden, wenn die drei Container am westlichen Ufer bereits gefüllt sein sollten. Die Bauarbeiten an der Anlage begannen Anfang März mit der Errichtung einer provisorischen Rechengutentnahme am Pankedüker an der Chausseestraße. Das Rechengut wird je nach Anfall täglich, bei Bedarf auch mehrmals, entnommen, in einen Container geladen und abgefahren. Großes Treibgut wird mit einem Bagger herausgehoben. Die Wasserstände werden permanent überwacht. Die alte Rechenreinigungsanlage wird außer Betrieb genommen. Die Rechengitter werden vorübergehend ausgebaut. Am östlichen Ufer der Panke wird die Uferwand mit zusätzlichen Ankern stabilisiert und zwei neue Fundamente für die Stützen der neuen Rechenreinigungsanlage und die neue Abladefläche errichtet. Der Zaun wird versetzt. Die Containerstellfläche im Betriebsgebäude am westlichen Ufer wird instandgesetzt. Im Sommer werden dann die neuen Stützen und die drei Fahrbahnen der Reinigungsanlage aufgebaut und mit den Greifern ausgerüstet. Die Steuerung und Elektrotechnik wird neu installiert und mit der Leitzentrale der Berliner Wasserbetriebe verbunden. Die umgebaute und erneuerte Rechenreinigungsanlage soll Anfang Oktober 2020 ihren Betrieb aufnehmen. Für die Wanderung größeren Fischarten, die in der Panke nach den Umbauarbeiten zur Revitalisierung erwartet werden, werden im Rechengitter extra Lücken in Sohlnähe vorgesehen. So haben Aland, Döbel und Hecht künftig die Chance, durch das Rechengitter hindurch in der Panke aufzusteigen. In der Panke wurden die Querbauwerke (Abstürze) im Schlosspark Buch und Schlosspark Niederschönhausen zu Fischaufstiegsanlagen mit Sohlgleiten umgebaut. Der Erfolg beider Maßnahmen wurde 2014 durch Elektrobefischung bzw. Probeentnahmen von Makrozoobentos (MZB) kontrolliert. Fische und andere aquatische Organismen können sich an diesen Stellen wieder ungehindert tummeln. Ein Bach wird naturnah. Spiel mit! “Gerade war gestern” ist ein interaktives Computerspiel, mit dem eine ökologisch sinnvolle Umgestaltung von Fließgewässern am Beispiel der Panke durchgespielt werden kann. Eine Libelle begleitet dabei den Spieler zu neun Standorten – von der Stadtgrenze in Buch bis zur Mündung in Berlin Mitte – erklärt die Situation und schlägt Lösungen vor. Das Spiel kann von Menschen ab 10 Jahren genutzt werden und steht Ihnen kostenlos zur Verfügung. Am Beispiel der Panke kann man erfahren, warum die Renaturierung unserer Gewässer dringend notwendig ist und wie das in einer dichtbewohnten Großstadt funktionieren kann. Das Spiel ist sowohl für den Hausgebrauch als auch für die Schule geeignet. Die Pankespiel “gerade war gestern” steht als gepackte EXE-Datei zum Download bereit. Speichern Sie die Datei auf Ihrem Computer. Nach Doppelklick auf die EXE-Datei entpackt sich das Spiel auf Ihrem Computer und wird anschließend gestartet.
Die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz startet zum 01.02.2026 das ANK-INAWI Projekt „Regionale Moorsteuerung in der Westricher Moorniederung und im Hunsrück (ReMooS)“. Vorbehaltlich der Zusage der Fördermittel besetzen wir für die Durchführung des Projektes zum 01.02.2026 in der Geschäftsstelle in Mainz die Koordinierungsstelle Hunsrück (m/w/d) und die Koordinierungsstelle Westricher Moorniederung (m/w/d) . Für beide Stellen ist eine Eingruppierung in die Entgeltgruppe 13 in Anlehnung an den TV-L und eine Besetzung in Teilzeit (80%) sowie Befristung auf fünf Jahre mit der Option auf Verlängerung und ggf. Aufstockung vorgesehen. Der Schutz und die Regeneration von Mooren sind wichtige Anliegen der Landesregierung. Sie erfüllen eine Vielzahl von Ökosystemdienstleistungen, welche zur Unterstützung der Erreichung Klimaneutralität, zur Klimafolgenanpassung und zur Sicherung der Biodiversität beitragen. Seit 2023 setzt die SNU für die Landesregierung das Moorschutzprogramm Rheinland-Pfalz um. Das Projekt „ReMooS“ soll dazu beitragen, das Thema Moorschutz in den wichtigsten Moorregionen strategisch zu verankern. In enger Anbindung und Kooperation mit dem Moorschutzprogramm sollen in den Regionen Hunsrück und Westricher Moorniederung Netzwerke aufgebaut und vertieft. Umweltbildungs- und Informationsformate sollen konzipiert und umgesetzt werden, mit dem Ziel, sowohl die breite Öffentlichkeit, als auch Schlüsselakteure, z.B. aus Behörden, Verbänden und Landnutzung für das Themenfeld Moorschutz zu sensibilisieren und zu qualifizieren. Um eine Anbahnung von Maßnahmen zu unterstützen, berät das Team potentielle Maßnahmenträger und hilft bei der Orientierung in der Förderlandschaft. ReMooS koordinieren zudem die Entwicklung von regionalen Moorschutzkonzepten, einschließlich inhaltlicher Erarbeitung, der Auswertung von Bestandsdaten und der Vergabe von Planungsleistungen und Begleitgutachten. Die Konzepte bilden die strategische Grundlage für die langfristige Entwicklung und Sicherung der Moore in beiden Regionen. Neben ihren regionalen Aufgabenbereichen, ist die Koordinierungsstelle für eine reibungslose Verwaltung und Koordination des Gesamtprojektes „ReMoos“ verantwortlich. Zu den Aufgabenbereichen zählen insbesondere: Aufbau und Vertiefung eines Netzwerkes zu den wesentlichen Akteuren in der Region und Etablierung von Beteiligungs- und Abstimmungsformaten Ausarbeiten einer Methodik für ein Moorschutzkonzept, Mitwirkung bei der Erstellung des Konzeptes, einschließlich der Bewertung von Bestandsdaten, der Ableitung von Handlungsempfehlungen, sowie Koordination und Vergabe externer Zuarbeiten (Planungsleistungen und Begleitgutachten) Umgang mit Schlüsselakteuren aus Naturschutzbehörden, Landesämtern und -betrieben, Naturschutzverbänden, Vertreterinnen und Vertretern der Land- und Forstwirtschaft und weiteren Landnutzenden sowie der Kommunalpolitik Beratung potentieller Maßnahmenträger bei der Anbahnung von Moorschutzprojekten (Orientierung in der Förderlandschaft, Bewertung des Maßnahmenpotentials, Begleitung von Projektanträgen, etc.) Konzeption und Umsetzung von öffentlichkeitswirksamen Informations- und Umweltbildungsveranstaltungen (Exkursionen, Fortbildungen, Führungen, Ausstellungen, etc.) und Erarbeitung zugehöriger Lehrmaterialien - in Zusammenarbeit mit externen Referentinnen und Referenten sowie Akteuren und Institutionen aus der Umweltbildung Vorbereitung und Umsetzung der projektbegleitenden Öffentlichkeitsarbeit (Pressearbeit, Social-Media, Veranstaltungen, Exkursionen) Verantwortung für sachgerechten Einsatz von Finanzmitteln Abwicklung von Projektmanagement (Unterstützung im Berichtswesen, Kommunikation mit Fördermittelgebern und Projektpartnern) Wir erwarten von ihnen: eine abgeschlossene naturwissenschaftliche Ausbildung z.B. im Bereich Biologie, Landschaftsökologie, Geographie, Landespflege, Agrar-, Forst-, Umweltwissenschaften von Vorteil sind praktische Erfahrung und Spezialwissen im Bereich Natur- und Artenschutz, insb. im Bereich Moore und Hydrologie sowie Artenkenntnis der relevanten Artengruppen und Erfassungsmethoden Methodenkenntnis zur Bewertung und Revitalisierung von Mooren und Feuchtlebensräumen Kompetenz im Umgang mit Naturschutzbehörden, Landesämtern und -betrieben, Forstverwaltung, dem ehrenamtlichen Naturschutz und Interessensverbänden Bearbeitung der Projekte mit Geoinformationssystemen (GIS) Erfahrungen in der Umweltbildung, Moderation und Öffentlichkeitsarbeit Erfahrungen mit Förderprogrammen und Kenntnisse der öffentlichen Auftragsvergabe Bereitschaft und Fähigkeit zu Außendiensttätigkeit auch in schwierigem Gelände Führerschein Klasse B zum Stellenantritt Ihr Profil wird abgerundet durch Kommunikations- und Teamfähigkeit, ein sicheres Auftreten, Erfahrungen im Projektmanagement sowie gute PC-Kenntnisse. Ergänzend ist die Kenntnis über bodenkundliches und hydrologisches Wissen sowie ein Überblick über die Region und Akteure in Rheinland-Pfalz wünschenswert, ebenso der Zugang zu entsprechenden Netzwerken im Themenfeld auf deutscher und internationaler Ebene. Wir bieten ihnen: eine interessante und abwechslungsreiche Tätigkeit und die Möglichkeit, ein anspruchsvolles Naturschutzprojekt in einem engagierten Team umzusetzen einen Dienstsitz in der lebendigen Universitäts- und Landeshauptstadt Mainz flexible Arbeitszeitregelung und die Möglichkeit zum Homeoffice 30 Tage Erholungsurlaub pro Kalenderjahr gemäß § 26 TV-L Jahressonderzahlung gemäß § 20 TV-L Betriebliche Altersvorsorge bei der VBL (Zusatzversorgung für Beschäftigte im öffentlichen Dienst) ein vergünstigtes Jahresticket (Deutschland-Job-Ticket) Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung. Bewerbungsfrist ist der 7. Dezember 2025. Bitte senden Sie Ihre Bewerbung mit Ihren vollständigen Unterlagen in einer Datei an: bewerbung(at)snu.rlp.de Ansprechpartner bei Rückfragen sind Moritz Schmitt und Jochen Krebühl Telefon: 06131 - 16 5070 Im Rahmen der Regelungen des Landesgleichstellungsgesetzes sind wir besonders an der Bewerbung von Frauen interessiert. Bewerbungen schwerbehinderter Menschen werden bei entsprechender Eignung bevorzugt berücksichtigt.
Titel: Braunkohlenplan als Sanierungsrahmenplan für den stillgelegten Tagebau Espenhain Planungsstand: fortgeschriebene Fassung wurde am 25.09.2003 durch das Sächsische Staatsministerium des Innern genehmigt, verbindlich seit 15.04.2004 Inhalt: * Die bergbauliche Sanierung mit Tagebau-Großgeräten (Kippenrückgewinnung und Verkippung des Randschlauches) wurde im Mai 2001 abgeschlossen. Arbeiten an den Nord- und Nordostböschungen von Markkleeberger und Störmthaler See, die Ostböschung der ehemaligen Tagebauausfahrt, die Bereiche Göhrener und Getzelauer Insel sowie am Dammbauwerk zwischen den Restseen bildeten die verbliebenen Handlungsschwerpunkte. * Maßnahmen zur Landschaftsgestaltung konzentrieren sich auf die Nordböschung des am 15.07.2006 in öffentliche Nutzung übergebenen Markkleeberger Sees (Uferpromenade im Bereich Bornaische Straße mit archäologischer Fundstätte), das Dammbauwerk zwischen den Seen (Wildwasserstrecke "Kanu-Park", Gewässerverbund), das Steilufer im Bereich Störmthal-Güldengossa (Erhalt "geologischer" und "ökologischer Fenster) sowie das Umfeld des künftigen Wassersportzentrums Gruna (Regattastrecke, Hafen, Strand). * Schwerpunkte bei der Sanierung von Altlasten bilden die Altablagerungen an der B 2/95 (Schutz des Grundwassers, Fassung und Behandlung von Deponiegasen, niveaugleiche Verfüllung) sowie die industrielle Absetzanlage zur Ascheverspülung im östlichen Teil der Halde Trages (Begrünung, Sukzession). Der Betrieb der Zentraldeponie Cröbern soll so erfolgen, dass Grundwasserschutz (Basisabdichtung) und Sichtschutz (Schutzwaldgürtel) gewährleistet werden. * Im Zuge der Restlochflutung unter Einleitung von Sümpfungswässern aus dem aktiven Bergbau entstehen der 2,5 km² große Markkleeberger See (Flutung 1999-2006) sowie der 7,3 km² große Störmthaler See (2003-2011). Die Vorflutgestaltung schließt einen Verbund zwischen beiden Seen, die Anbindung des Markkleeberg Sees über die Kleine Pleiße an die Pleiße, die Bespannung des Gösel-Altlaufes zwischen Pötzschau und Dreiskau-Muckern sowie die Renaturierung der Pleiße ein. * Die in den Altkippenbereichen etablierte Landwirtschaft verfügt über einen Bestandsschutz (Anlage von Alleen und Flurgehölzen zur Landschaftsaufwertung). Prioritäre Handlungsfelder der Forstwirtschaft bestehen in der Waldmehrung (naturnahe, standort- und funktionsgerechte Aufforstungen mit Schwerpunkt Alt- und Neukippenbereiche) sowie im Umbau von Pappel-Reinbeständen (Altkippen und Halde Trages). * Die Entwicklung von Natur und Landschaft schließt die gezielte Belassung von Sukzessionsflächen mit Beschränkung von Sanierungsmaßnahmen auf den Abbau örtlicher Gefährdungspotenziale (Südufer Markkleeberger See mit Getzelauer Insel, Westufer Störmthaler See mit Göhrener Insel), den Erhalt bestehender Formen und Lebensräume (Erosionsformen Halde Trages, Göselaue, Steilufer Störmthal-Güldengossa) sowie gezielte Vernetzungen mit dem Tagebauumfeld (Oberholz) ein. * Freizeit und Erholung werden sich am Markkleeberger See auf das Nord- und Ostufer (Uferpromenade, Wachauer und Auenhainer Strand, Wildwasserstrecke, Segelstützpunkt) und am Störmthaler See auf das Wassersportzentrum Gruna auf der Magdeborner Halbinsel (Kanuregattastrecke, Segelhafen, Strand) konzentrieren. Beide Seen werden untereinander mit einem auch für Segelboote befahrbaren, mit einer Schleuse versehenen Kanal verknüpft und mittelfristig in einen "Gewässerverbund Region Leipzig" eingebunden. * Das Verkehrsnetz wird mit dem im August 2006 fertig gestellten Neubau der Autobahn A 38, der A 72 (Leipzig-Chemnitz) und der K 7924 (Dreiskau-Muckern - Störmthal) schrittweise ausgebaut. Damit werden neben der Verbesserung der regionalen Verkehrsinfrastruktur Voraussetzungen zur Erschließung der Bergbaufolgelandschaft geschaffen. Bei der Herstellung des Wegenetzes bilden Querungen von Pleiße und B 2/95 im Bereich Gaschwitz/Großdeuben Schwerpunkte. * Die Revitalisierung der bis 1993 vom Abbau bedrohten Ortslage Dreiskau-Muckern (EXPO-Dorf 2000) ist weit fortgeschritten (1993 50, 2001 300 Einwohner). Im Sanierungsgebiet entstanden im Rahmen der Initiative "Kunst statt Kohle" mehrere Landschaftskunstwerke (Butterfly am Südufer des künftigen Störmthaler Sees), die in Zukunft ergänzt werden sollen. Der Dispatcherturm (Magdeborner Halbinsel) und der Aussichtsturm (Rundwanderweg Halde Trages) bieten markante Ausblicke.
Der Verein zur Revitalisierung der Haseauen e. V. koordiniert im Rahmen des Verbundprojektes "Hase verbindet - Insektenvielfalt am Fließgewässer fördern" Maßnahmen zur Schaffung klimaresilienter Fließgewässer- und Auenlebensräume im Hase-Gewässernetz. Die Revitalisierungsmaßnahmen sollen die Auswirkungen extremer Niedrigwasser- und Starkregenereignisse abmildern und notwendige Lebensraumstrukturen schaffen. Im Bereich der Hammer Schleife bei Haselünne beabsichtigt der Verein deswegen den Flusslauf naturnah zu entwickeln, indem der Lauf verlängert wird, das Profil aufzuweiten und Flachwasserzonen zu schaffen. Zudem sind Sohlanhebungen und strömungswirksame Totholzelemente geplant, um die natürliche Auenentwicklung und Fließgewässerdynamik zu fördern. Diese Maßnahmen sollen sowohl bei Hoch- als auch Niedrigwasser positive Effekte auf die Gewässerökologie und die Landschaftswasserhaushalt erzielen. Der Verein zur Revitalisierung der Haseauen e. V. hat als Träger der Maßnahme mit Schreiben vom 31. März 2026 einen Antrag auf Plangenehmigung nach §§ 67, 68 und 70 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) , 107 ff. Niedersächsisches Wassergesetz (NWG) gestellt. Gemäß § 5 Abs. 1 Nr. 3 UVPG trifft die zuständige Behörde von Amts wegen nach Beginn des Verfahrens, das der Zulassung dient, ob eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP-Pflicht) besteht oder nicht. Der NLWKN – Direktion, Geschäftsbereich 6 – hat als zuständige Behörde nach überschlägiger Prüfung gem. § 5 Abs. 1 und § 7 Abs. 1 UVPG unter Berücksichtigung der in der Anlage 3 UVPG aufgeführten Kriterien auf der Grundlage geeigneter Angaben des Vorhabenträgers und eigener Informationen festgestellt, dass eine Verpflichtung zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung nicht besteht. Diese Feststellung wird hiermit gemäß § 5 Abs. 2 UVPG bekannt gegeben.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 340 |
| Europa | 11 |
| Kommune | 16 |
| Land | 123 |
| Weitere | 25 |
| Wirtschaft | 1 |
| Wissenschaft | 92 |
| Zivilgesellschaft | 81 |
| Type | Count |
|---|---|
| Ereignis | 2 |
| Förderprogramm | 323 |
| Taxon | 3 |
| Text | 61 |
| Umweltprüfung | 34 |
| WRRL-Maßnahme | 21 |
| unbekannt | 14 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 112 |
| Offen | 344 |
| Unbekannt | 2 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 450 |
| Englisch | 44 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 3 |
| Bild | 10 |
| Dokument | 55 |
| Keine | 328 |
| Unbekannt | 1 |
| Webseite | 74 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 286 |
| Lebewesen und Lebensräume | 422 |
| Luft | 202 |
| Mensch und Umwelt | 450 |
| Wasser | 317 |
| Weitere | 458 |