Erste Ergebnisse zur Belastung durch ultrafeine Partikel Seit Mitte März werden in Mainz-Hechtsheim Messungen zur Luftqualität, insbesondere zur Anzahl ultrafeiner Partikel (UFP) durchgeführt. Der angekündigte Zwischenbericht der gemeinsamen Messungen des Landesamtes für Umwelt Rheinland-Pfalz (LfU) und des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) legt nun nahe, dass die Ultrafeinstaub-Konzentration in Mainz-Hechtsheim im Schnitt ca. 30 Prozent niedriger ist als an anderen Messstellen im Rhein-Main-Gebiet. „Mit der Messstation in Mainz-Hechtsheim zur orientierenden Bestimmung der Partikelanzahlkonzentration (UFP) haben wir Neuland betreten. Auch wenn es noch keine gesetzlichen Vorschriften gibt, Ultrafeinstaub zu überwachen, ist es mir wichtig die Gesundheit von Mensch und Umwelt zu schützen. Die Messstation soll Daten liefern, die Rückschlüsse auf die Luftqualität und mögliche Ursachen liefern können. Damit erlangen wir Erkenntnisse, die die Grundlage für Diskussionen und politische Entscheidungen sind. Nun lösen alle Beteiligten das Versprechen ein, nach rund einem halben Jahr erste Zwischenergebnisse zu präsentieren“, so Klimaschutzministerin Katrin Eder. Kurzfristige, hohe Konzentrationswerte treten demnach in Mainz-Hechtsheim deutlich seltener auf als beispielsweise an den hessischen Messstellen in Raunheim und Frankfurt-Schwanheim. Wie die bisherigen Messungen ergaben, wird die UFP-Konzentration in Mainz-Hechtsheim von der Windrichtung beeinflusst. Weht der Wind aus südlichen bis westlichen Richtungen, liegt die Konzentration deutlich niedriger als bei nördlichen oder nordöstlichen Windrichtungen. In diesem nördlich bis östlichen Richtungssektor liegt das Mainzer Stadtgebiet mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Quellen. Die höchsten Konzentrationswerte werden für Wind aus Nordost verzeichnet. In dieser Richtung liegen unter anderem stark befahrene Straßen, Industriestandorte, etwa in Rüsselsheim, und der Frankfurter Flughafen. Mit Hilfe der Messungen soll untersucht werden, inwieweit der Betrieb am Frankfurter Flughafen die Partikelkonzentration in Mainz-Hechtsheim beeinflusst. Aus bisherigen Berichten des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) geht hervor, dass während des Flugbetriebs und Wind aus Richtung des Flughafens beispielsweise in Raunheim und Frankfurt-Schwanheim ein abrupter Anstieg der UFP-Konzentrationen kurz nach 5 Uhr sowie ein starker Abfall nach 23 Uhr zu beobachten ist. In Mainz-Hechtsheim ist ein solch charakteristischer Tagesgang nicht zu verzeichnen. Stattdessen ist ein grundsätzlicher Anstieg der Konzentration in den Morgenstunden und ein schwächerer zweiter Anstieg in der ersten Nachthälfte zu beobachten. Inwieweit direkt überfliegende Flugzeuge oder der Herantransport von Schadstoffen aus der unmittelbaren Umgebung des Flughafens relevante Quellen für die lokale Luftqualität in Mainz-Hechtsheim darstellen, wird im detaillierten Bericht nach Abschluss der Messungen thematisiert. Dass es auch außerhalb der Flugzeiten zu Ultrafeinstaubbelastungen kommt, kann an mehreren Emissionsquellen liegen. Bekannt ist, dass u.a. das Verbrennen fossiler Rohstoffe sowohl bei Fahrzeugen als auch beim Heizen, ebenso wie das Verbrennen von Holz Ultrafeinstäube verursacht. Um mögliche Quellen von Ultrafeinstaub möglichst exakt bestimmten zu können, ist es wichtig, die Heizperiode abzuwarten. Zum aktuellen Zeitpunkt existieren weder einheitliche Messverfahren, Messverpflichtungen sowie Grenz- oder Zielwerte für UFP. Dennoch gibt es Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur allgemeinen Einstufung von UFP-Konzentrationen. Laut deren Luftgüteleitlinien ist die UFP-Konzentration in Mainz-Hechtsheim nur selten als hoch einzuschätzen. Der Stundenmittelwert ist in Mainz-Hechtsheim in bislang 2 Prozent der erfassten Stunden höher als der WHO-Orientierungswert von 20 000 Partikel pro cm³. Der Tagesmittelwert liegt an 12 Prozent der gemessenen Tage über dem Orientierungswert von 10 000 Partikel pro cm³. Im Vergleich zu den anderen UFP-Messstellen im Rhein-Main-Gebiet ist dies deutlich seltener. So wird beispielsweise der Orientierungswert für das Tagesmittel in Frankfurt-Schwanheim an fast jedem zweiten Tag überschritten. Der Zwischenbericht liefert erste Erkenntnisse, die bislang kein eindeutiges Bild, das auf den Flughafen als Hauptursache schlussfolgern lässt – anders als beispielsweise bei der Messstation in Schwanheim, die deutlich näher am Flughafen liegt. Die Messungen in Hechtsheim werden bis mindestens April 2024 fortgesetzt, um auch die anstehende Heizperiode zu berücksichtigen. Anschließend werden die Messungen ausgewertet, umfänglich analysiert und in einem detaillierten Bericht vorgelegt. Hintergrund zu ultrafeinen Partikeln Als ultrafeine Partikel (UFP) beziehungsweise Ultrafeinstaub werden Partikel mit einem Durchmesser kleiner als 100 Nanometer (nm) bezeichnet. UFP sind damit die kleinsten festen und flüssigen Teilchen in unserer Luft. Diese besonders kleinen Feinstaubpartikel stellen ein potentielles gesundheitliches Risiko dar. Anders als größere Feinstaubpartikel können sie aufgrund ihrer geringen Größe sehr tief in die Lunge eindringen und in den Blutkreislauf gelangen. Die Überwachung der Konzentration ultrafeiner Partikel ist derzeit nicht gesetzlich vorgeschrieben und es existieren keine gesetzlichen Grenz- oder Zielwerte, die eingehalten werden müssen. In den aktuellen Luftgüteleitlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind erstmals zur Einordnung der Partikelanzahlkonzentration Orientierungswerte genannt. Die Konzentration wird danach als hoch eingeschätzt bei Überschreitung eines Stundenmittelwerts von 20 000 Partikeln pro cm³ oder bei Überschreitung eines Tagesmittelwerts von 10 000 Partikeln pro cm³. Die hier beschriebenen Messungen in Mainz-Hechtsheim finden im Rahmen eines Kooperationsvertrages zwischen dem Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz (LfU) und dem Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) statt. Dieses Projekt wird vom rheinland-pfälzischen Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität bezuschusst. Das Sondermessprogramm „ultrafeine Partikel“ des HLNUG wird durch das Forum Flughafen und Region (FFR) finanziell unterstützt. Weiterhin wird im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie des FFR der Einfluss des Frankfurter Flughafen auf die Ultrafeinstaubkonzentration in der Rhein-Main-Region untersucht ( https://www.ultrafeinstaub-studie.de/ ) . Weitere Informationen Link zum Zwischenbericht (PDF-Datei): https://luft.rlp.de/fileadmin/luft/ZIMEN/Sonderberichte/MZ-Hechtsheim_Ultrafeinstaub_Zwischenbericht_07122023.pdf aktuelle Messwerte des LfU: https://luft.rlp.de/de/zentrales-immissionsmessnetz-zimen/luftschadstoffe/#c89587 (Auswahl UFP) HLNUG Sondermessprogramm UFP: https://www.hlnug.de/?id=14862 aktuelle Messwerte des HLNUG: https://www.hlnug.de/messwerte/datenportal
Bioindikation von Luftverunreinigungen Aus der chemischen Analyse von Moosen lassen sich Rückschlüsse auf die atmosphärische Schadstoffbelastung ziehen (Biomonitoring). Seit 1990 nahm die Belastung durch die meisten Metalle flächendeckend deutlich ab. Für Stickstoff ist gegenüber 2005 keine Entlastung festzustellen. Bei der Erhebung 2015/16 (keine aktuelleren Daten) fanden erstmals auch Untersuchungen zu organischen Schadstoffen statt. Moose als Bioindikator Die Methode des Moosmonitorings wurde in den späten 1960er-Jahren entwickelt. Sie basiert darauf, dass Moose Stoffe direkt aus dem Niederschlag und aus trockener Deposition (Ablagerungen aus der Luft) beziehen. Deponierte Schadstoffe reichern sich im Moos an und können über einen bestimmten Zeitraum gemessen werden. Bei der großräumigen Kartierung der Bioakkumulation von Metallen und Stickstoff können Moose daher als Indikator für atmosphärische Deposition dienen. Das Moosmonitoring ist für ein flächendeckendes Screening der Belastungssituation bei vielen selten gemessenen Metall-Elementen besonders geeignet. Häufig ist das Moosmonitoring die einzige flächenbezogene Informationsquelle zur räumlichen Verteilung der Belastung, da in anderen Programmen nur wenige Schwermetalle und diese oft nur optional und punktuell gemessen werden. In Pilotstudien wird derzeit untersucht, ob sich die Moose auch als Bioindikatoren für persistente organische Schadstoffe (Persistent Organic Pollutants, POPs) eignen. Deutsches Moosmonitoring Das deutsche Moosmonitoring 2015/16 setzt die 1990 begonnene und bis 2005/06 im 5-Jahresabstand durchgeführte Untersuchungsreihe zur Bioakkumulation in Moosen fort. Untersuchte Arten waren wie zuvor Hypnum cupressiforme, Pleurozium schreberi und Pseudoscleropodium purum . Das Erhebungsnetz umfasste 2015/16 noch 400 Standorte. Räumliche und zeitliche Trends der Akkumulation können für 12 Schwermetalle über den Zeitraum 1990 bis 2015/16 dargestellt werden. Zu diesen zwölf Metall-Elementen gehören Aluminium (Al), Antimon (Sb), Arsen (As), Blei (Pb), Cadmium (Cd), Chrom (Cr), Eisen (Fe), Kupfer (Cu), Nickel (Ni), Quecksilber (Hg), Vanadium (V) und Zink (Zn) (siehe Karten). In früheren Kampagnen war das Untersuchungsnetz dichter und es wurden teilweise deutlich mehr Metallelemente untersucht. Neben den Metallen beinhaltete die Analytik 2015/16 zum zweiten Mal Stickstoff (N). An acht ausgewählten Standorten wurde erstmals in Deutschland ein breites Spektrum der POPs untersucht. Durch geostatistische Auswertungen können aus den an 400 Geländepunkten erhobenen Stoffgehalten in den Moosen Flächenschätzungen abgeleitet und deutschlandweite Karten der Stoffakkumulation in Moosen dargestellt werden. Ein Multi-Metall-Index fasst die Elementgehalte in den Moosen zusammen und dient unter anderem zur Veranschaulichung räumlich-zeitlicher Trends und zur Identifikation von Hot Spots der Schwermetallanreicherung. Der zeitliche Trend von 1990 bis 2016 zeigt für die meisten Metalle einen signifikanten und flächendeckenden Rückgang der Belastung. Auch gegenüber der Vorgängerkampagne (2005/06) ging die Schwermetallbelastung bei allen Metallen außer Hg (hier nur 4 %) noch einmal deutlich zurück. Dagegen ist bei Stickstoff gegenüber der ersten Beprobung für Deutschland im Jahr 2005 insgesamt kein Rückgang der Belastung festzustellen, es traten etwas abweichende räumliche Muster auf. Die Pilotstudie zu POPs an acht deutschen Standorten zeigte die prinzipielle Eignung der Moose als Bioindikatoren für die meisten der untersuchten Stoffe und belegte ihre weiträumige Verbreitung. Karte: Blei Quelle: Umweltbundesamt Karte: Cadmium Quelle: Umweltbundesamt Karte: Quecksilber Quelle: Umweltbundesamt Karte: Kupfer Quelle: Umweltbundesamt Karte: Eisen Quelle: Umweltbundesamt Karte: Zink Quelle: Umweltbundesamt Karte: Nickel Quelle: Umweltbundesamt Karte: Arsen Quelle: Umweltbundesamt Karte: Vanadium Quelle: Umweltbundesamt Karte: Chrom Quelle: Umweltbundesamt Karte: Antimon Quelle: Umweltbundesamt Karte: Stickstoff Quelle: Umweltbundesamt Räumliche Unterschiede in Deutschland Die Metallgehalte in den Moosen zeigen bei As, Cd, Ni, Pb, Sb und Zn 2015/16 ähnliche räumliche Verteilungsmuster wie schon in den Messungen von 1995 und 2005: Die Hot Spots finden sich zumeist im urban-industriell geprägten Ruhrgebiet, der dicht besiedelten Rhein-Main-Region, in den industriell geprägten Regionen der neuen Länder (zum Beispiel Raum Halle/Leipzig) sowie im Saarland, in Sachsen und am südlichen Oberrhein. Die räumliche Verteilung der Stickstoff-Bioakkumulation (siehe Karte „Stickstoff“) weicht in einigen Regionen von der mit dem chemischen Transportmodell LOTOS-EUROS erzeugten Karte der Stickstoff-Gesamtdeposition ab. Insofern sind die Ergebnisse des Biomonitoring für Stickstoff derzeit noch schwer zu interpretieren. Die Ursachen dieser Unterschiede müssen vertieft untersucht werden. Europaweites Monitoring 20 europäische Länder führten 1990 ein erstes europaweites Monitoring zur atmosphärischen Belastung mit Schwermetallen in Moosen („Atmospheric Heavy Metal Deposition in Europe - Estimations Based on Moss Analysis“) durch. Dieser „Moss Survey“ erfolgt seitdem auf freiwilliger Basis im 5-Jahres-Turnus auf Grundlage der Genfer Luftreinhaltekonvention (Convention on Long-range Transboundary Air Pollution, CLRTAP) im Kooperativprogramm ICP Vegetation. Europaweit umfasste der Moss Survey bisher bis zu 7.000 Probenentnahmestandorte, die nach weitgehend einheitlichen Kriterien und Methoden untersucht wurden. Das Umweltbundesamt ( UBA ) koordiniert die Teilnahme Deutschlands. Das ICP Vegetation publiziert die Ergebnisse des Moosmonitorings und berichtet sie an die Arbeitsgruppe „Wirkungen“ (Working Group on Effects, WGE) der CLRTAP. 2015/16 übermittelten 35 Länder, die zum Teil auch außerhalb der geografischen Grenzen Europas liegen, Daten zu Schwermetallen, zwölf Länder Daten zu Stickstoff und acht Länder Daten zu POPs in Moosen. Mit Hilfe des europaweiten Moosmonitoring-Programms werden die räumliche und zeitliche Veränderung weiträumig transportierter Stoffe erfasst und somit die Auswirkungen von Luftreinhaltemaßnahmen dokumentiert. In der Kampagne 2005/06 wurde erstmals europaweit die Anreicherung von Stickstoff in Moosen untersucht. In den Jahren 2010/11 beinhaltete das Moosmonitoring erstmals eine Pilotstudie zu POPs, die 2015/16 fortgesetzt wurde.
Rheinland-Pfalz und Hessen messen Ultrafeinstaub Im Rahmen einer länderübergreifenden Kooperation zwischen dem Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz (LfU) und dem Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) beginnen in Mainz erste behördliche Messungen ultrafeiner Partikel (UFP). Gemeinsame Messstation in Mainz nimmt ihre Arbeit auf Mainz, 28.03.2023 . Reicht der Einfluss des Frankfurter Flughafens in Bezug auf die Luftqualität bis nach Mainz? Dieser Frage gehen nun die beiden Landesumweltämter von Hessen und Rheinland-Pfalz gemeinsam nach: Im Rahmen einer länderübergreifenden Kooperation zwischen dem Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz (LfU) und dem Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) beginnen nun in Mainz erste behördliche Messungen ultrafeiner Partikel (UFP). „Mit der Aufnahme von UFP-Messungen in Mainz beschreiten wir neue Wege für Rheinland-Pfalz in Sachen Luftreinhaltung. Nach jahrzehntelanger Überwachung von Schwebstaub und Feinstaub in Rheinland-Pfalz, rückt zunehmend die Belastung durch ultrafeine Partikel in den lufthygienischen Fokus. Gerade in Mainz ist die Frage der Luftreinhaltung allgemein durch den Individualverkehr oder Einzelfeuerungsanlagen und die besondere Situation durch die Nähe zum Frankfurter Flughafen in den letzten Jahren immer wieder Thema gewesen. Deswegen war es naheliegend, die Messstation in die Landeshauptstadt zu bringen. Insgesamt kann sich Rheinland-Pfalz so zukünftig auch stärker bei der Erarbeitung von einheitlichen messtechnischen Vorschriften einbringen“, so die rheinland-pfälzische Klimaschutzministerin Katrin Eder. „Auch wenn noch größere Studien nötig sind, eines ist klar: Ultrafeinstaub beeinträchtigt unsere Gesundheit“, erklärte HLNUG-Präsident Prof. Dr. Thomas Schmid. „Das HLNUG hat deshalb schon vor mehr als sechs Jahren damit begonnen, in der Umgebung des Frankfurter Flughafens UFP zu messen und sich dadurch einige Expertise auf diesem Gebiet erworben. Wir freuen uns“, so Schmid, „dass wir damit nun unser Nachbarbundesland unterstützen können – für sauberere Luft in Hessen und Rheinland-Pfalz.“ Mainzer Umweltdezernentin Janina Steinkrüger zeigt sich ebenfalls erfreut über die UFP-Messungen in der Landeshauptstadt: „Mit der Aufstellung einer zusätzlichen Messstation für Ultrafeinstaub, kommt das Ministerium dem Wunsch der Mainzer:innen nun absolut entgegen. Ich bedanke mich bei Klimaschutzministerin Katrin Eder für die Aufstellung der Messstation in Mainz.“ Im Rhein-Main-Gebiet werden bereits seit 2017 kontinuierlich die Anzahlkonzentration und Größenverteilung ultrafeiner Partikel durch das HLNUG erfasst. Die Messungen haben gezeigt, dass der Betrieb des Frankfurter Flughafens eine bedeutende Quelle für ultrafeine Partikel darstellt. Bei Wind aus Richtung des Flughafens und der tiefen Anfluglinien steigt die UFP-Konzentration während des Flugbetriebs im Umfeld stark an. Hiervon sind insbesondere Gebiete in unmittelbarer Nähe des Flughafens betroffen. Die Emissionen durch den Flugbetrieb weisen charakteristische Eigenschaften auf, die mit den bisherigen Messungen des HLNUG in einer Entfernung von bis zu 14 Kilometern nachgewiesen werden konnten. „Mit Hilfe der nun startenden Messungen in Mainz-Hechtsheim wird der Einfluss des Flugbetriebs auf die UFP-Konzentration in Gebieten untersucht, die weiter vom Flughafen entfernt, aber unterhalb der Anfluglinien liegen. Hierzu haben wir mit dem Land Hessen eine entsprechende Kooperationsvereinbarung unterzeichnet“, so LfU-Präsident Dr. Frank Wissmann. Für die technisch sehr anspruchsvollen Messungen wird ein sogenannter Kondensationspartikelzähler des HLNUG zum Einsatz kommen, der die Gesamtpartikelanzahl von Partikeln größer als 10 Nanometer im Sekundentakt erfasst. Zur Beurteilung der Luftqualität werden neben der Anzahlkonzentration ultrafeiner Partikel zusätzlich die Feinstaubmasse der Fraktionen PM 10 und PM 2,5 , Stickoxide sowie meteorologische Parameter gemessen. Die Messungen werden gemeinsam vom LfU und HLNUG durchgeführt. Hierbei wird zunächst für die Dauer von etwa einem Jahr ein Messcontainer des hessischen Sondermessprogramms zu ultrafeinen Partikeln nach Mainz-Hechtsheim verlagert. Die im Rahmen der gemeinsamen Zusammenarbeit erhobenen Messdaten und Ergebnisse werden sowohl durch das LfU als auch durch das HLNUG im Internet veröffentlicht und bilden die Grundlage für mögliche weitere Ultrafeinstaubmessungen in Rheinland-Pfalz. Es ist geplant, im Laufe dieses Jahres erste Ergebnisse der Öffentlichkeit vorzustellen. Die Belastung durch ultrafeine Partikel und deren Auswirkungen auf die Gesundheit wird ab diesem Jahr im Rahmen einer umfangreichen wissenschaftlichen Studie des Forums Flughafen und Region (FFR) untersucht. Hierbei können die Ergebnisse der Messungen in Mainz helfen, die räumliche Verteilung ultrafeiner Partikel im Rhein-Main-Gebiet zu charakterisieren. Hintergrund Als ultrafeine Partikel (UFP) beziehungsweise Ultrafeinstaub werden alle Partikel mit einem Durchmesser kleiner als 100 Nanometer (nm) bezeichnet. UFP sind damit die kleinsten festen und flüssigen Teilchen in unserer Luft. Diese besonders kleinen Feinstaubpartikel stellen ein potentielles gesundheitliches Risiko dar. Anders als größere Feinstaubpartikel können sie aufgrund ihrer geringen Größe sehr tief in die Lunge eindringen und in den Blutkreislauf gelangen. Die Überwachung der Konzentration ultrafeiner Partikel ist derzeit nicht gesetzlich vorgeschrieben und es existieren keine gesetzlichen Grenz- oder Zielwerte, die eingehalten werden müssen. Dennoch empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Erfassung der UFP-Konzentration, nicht zuletzt um damit die Untersuchung möglicher gesundheitlicher Auswirkungen zu erlauben. Aktuelle Messwerte LfU: https://luft.rlp.de/de/zentrales-immissionsmessnetz-zimen/luftschadstoffe https://luft.rlp.de/de/zentrales-immissionsmessnetz-zimen/zimen-messstationen HLNUG: https://www.hlnug.de/messwerte/datenportal/messstelle/2/12/0407
Julia Dahmen, WieBauin Der Bausektor ist einer der materialintensivsten und klimaschädlichsten Wirtschaftsbereiche überhaupt. Die Frage, wie sich wertvolle Ressourcen schonen und die CO2 Emissionen senken lassen, ist angesichts von Klimawandel und Energiekrise aktueller und wichtiger denn je. Das Forschungsprojekt „ WieBauin “ bietet mit dem „Bauteilkreisel Region Darmstadt-Dieburg“, innovative Lösungsansätze. Diese und weitere Ansätze wurden vor Kurzem auf einer Konferenz in Münster (Hessen) mit über 60 Teilnehmenden vorgestellt und diskutiert. Wachsende Ballungsräume und boomende Städte – wie vielerorts im Rhein-Main-Gebiet – sind extrem energie- und ressourcenhungrig. Die dafür benötigten Rohstoffe, beispielsweise Sand für die Betonherstellung, werden meist in ländlichen Regionen gewonnen, die unter den Umweltauswirkungen zu leiden haben. Gleichzeitig ist der Bausektor für rund 55 Prozent des gesamten deutschen Abfallaufkommens verantwortlich. Zumal vieles, was auf dem Müll landet, eigentlich an anderer Stelle noch genutzt werden könnte. Auch der CO2 Fußabdruck ist riesig: Etwa 14 Prozent der gesamten deutschen Emissionen des Treibhausgases gehen nach Angaben der Bundesregierung auf den Gebäudesektor zurück. Höchste Zeit also, angesichts von Klimawandel und Energiekrise etwas zu ändern. In dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsprojekt Wiederverwendung von Baumaterialien innovativ, kurz WieBauin, werden bereits seit mehreren Jahren neue Herangehensweisen entwickelt, um das Stoffstromsystem zwischen Stadt und Land zu verbessern sowie den Bausektor nachhaltiger zu gestalten. Die Wiederverwendung von Baumaterialien bietet viele Vorteile: Sie spart die für die Neuproduktion benötigte Energie, reduziert die CO2 Emissionen, schont die natürlichen Rohstoffressourcen und verringert Bauabfälle. Aus dieser Idee ist der „Bauteilkreisel Region Darmstadt-Dieburg“ entstanden, eine Online-Plattform für die Wiederverwendung von Baumaterialien, die seit Ende 2021 viele Vorteile unter einem Dach vereint. So können Bürgerinnen und Bürger beispielsweise gebrauchte Bauteile und andere Baumaterialien auf einem Marktplatz handeln oder sich mit dem Materialertragsrechner über das eigene CO2 Einsparpotential, erzielbare Verkaufspreise sowie potenzielle Schadstoffbelastungen Ihrer Bauteile informieren. „Parship“ für gebrauchte Baumaterialien Bei der ersten Konferenz zur innovativen Wiederverwendung von Baumaterialien am 8. September in der Kulturhalle Münster (Hessen) kamen über 60 Fachleute und Interessierte zusammen, um dieses Zukunftsthema zu diskutieren. Als Projektpartner aus Landkreis und Kommunen betonten der erste Kreisbeigeordnete Lutz Köhler sowie die beiden Bürgermeister von Münster und Otzberg, Joachim Schledt und Matthias Weber, das große Potenzial der Bauteil-Wiederverwendung. Zur Einführung stellte der Leiter des Forschungsprojektes WieBauin, Prof. Dr. Hans-Joachim Linke von der Technischen Universität Darmstadt, den Bauteilkreisel näher vor, den er als „Parship für gebrauchte Baumaterialien“ beschrieb. Die Plattform ist seit Oktober letzten Jahres online und kann von allen Interessierten genutzt werden, die nicht mehr benötigte Bauteile abzugeben haben oder welche suchen. Das Konzept wird stetig erweitert, bald unter anderem auch mit vielen anschaulichen Best Practice Beispielen zur Inspiration. Es folgte ein Vortrag zum Thema „Kreisläufe schließen - Hochwertiger Wiedereinsatz von Baumaterial“ der Architektin Ute Dechantsreiter aus Bremen vom Bundesverband bauteilnetz Deutschland e. V.. Sie ist die Gründerin der ersten Bauteilbörse in Deutschland überhaupt und konnte aus einem reichen Erfahrungsschatz berichten. Anschließend referierte der Architekt Dr. Martin Zeumer von der ee concept GmbH über „Gebäudebezogene Umweltwirkungen: Die Rolle der Wiederverwendung von Bauteilen“. Auch er betonte: „Wir können nur bestehen, wenn wir Überzeugungstäter sind.“ Gerade Architekt*innen sollten Ausschreibungen nutzen, um Recycling zu unterstützen. Er zeigte auf, wie man den Lebenszyklus eines Bauteils und eines Gebäudes optimieren kann. Erfahrungen aus der Nutzer-Perspektive Einen Erfahrungsbericht aus der Praxis der Wiederverwendung lieferte Bernfried Kleinsorge zum Thema „Wiederverwendung von Baustoffen und Bauteilen: Möglichkeiten und Erfahrungen - Probleme und Lösungen“. Er schilderte aus der Nutzer-Perspektive von den Schwierigkeiten und Hindernissen, auf die er im Laufe der Jahre bei der Sanierung zweier Hofreiten unter Wiederverwendung der unterschiedlichsten Baustoffe und Bauteile gestoßen ist und zeigte Lösungen auf. Anschließend erklärte der Mitgründer der restado GmbH sowie der Concular GmbH, Julius Schäufele, in seinem gleichnamigen Vortrag, „Wie wir Zirkularität im Gebäudesektor erreichen“. Er betonte, Materialien sollten im Kreislauf gehalten und idealerweise kein Abfall mehr produziert werden. Mit der Concular-Software kann dieser Kreislauf organisiert werden. In Materialpässen werden Gebäude digitalisiert und Angebot und Nachfrage so automatisiert und frühzeitig zusammengebracht. Zum Abschluss der Veranstaltung gab es eine lebhafte Podiumsdiskussion. Dabei wurde auch die Idee eines Runden Tisches der Bauteilwiederverwendung angeregt, an dem sich alle Interessenten – von Fachleuten bis hin zu Bürger*innen – beteiligen können. Denn bis das Motto „Wiederverwenden statt verschwenden“ Einzug in unseren Alltag erhalten hat und zum „neuen Normal“ geworden ist, ist noch viel zu tun. Dabei wird jede Menge Unterstützung gebraucht. Infos und Kontakt Wer Interesse an dem Runden Tisch hat, kann sich bei Projektkoordinator Raphael Bretscher ( kontakt@wiebauin.de ) melden. Der Bauteilkreisel Darmstadt-Dieburg sowie alle Infos rund um das Projekt sind unter www.bauteilkreisel-dadi.de zu finden
Im Moos-Monitoring 2015 wurde in Fortführung der Kampagnen 1990, 1995, 2000 und 2005 die flächendeckende atmosphärische Bioakkumulation potenziell schädlich wirkender Schwermetalle und Stickstoff in Hintergrundgebieten Deutschlands mit Hilfe von ektohydren Moosen quantitativ erfasst. Erstmals in Deutschland konnte auch eine breite Palette von (persistenten) organischen Kontaminanten (PAK, PCDD/F, dl-PCB, Flammschutzmittel) in Moosproben von acht Monitoringstandorten quantifiziert werden. Die Probenentnahme erfolgte in einem gegenüber der Vorgängerkampagne 2005 (726 Standorte) bei größtmöglicher Aufrechterhaltung seiner Effizienz und Suffizienz etwa um die Hälfte reduzierten Messnetzes 2015 (400 Standorte). Seit dem Jahr der Erstbeprobung (As, Cd, Cr, Cu, Fe, Ni, Pb, V, Zn: 1990; Al, Hg, Sb: 1995) haben die Gehalte der zwölf in den Moosen analysierten Schwermetalle in Deutschland signifikant abgenommen. Auch gegenüber der Vorgängerkampagne 2005 sind mit Ausnahme von Hg (-4 %) die Rückgänge bei allen Schwermetallen mit Werten zwischen -32 % (Al) und -76 % (Cr) deutlich ausgeprägt. Die Schwermetallkonzentrationen in den Moosen bilden 2015 bei As, Cd, Ni, Pb, Sb und Zn ähnliche räumliche Verteilungsmuster wie in den Kampagnen 1995, 2000 und 2005. Durchgängige Schwerpunkträume seit dem Jahr der Erstbeprobung finden sich zumeist in den industriell geprägten Gebieten Nordrhein-Westfalens und des Raumes Halle/Leipzig, in der dicht besiedelten Rhein-Main-Region, im Saarland, in weiten Teilen Sachsens sowie am südlichen Oberrhein. Die N-Konzentration (Erstbeprobung 2005) dagegen verharrt im Bundesdurchschnitt auf nahezu gleichem Niveau. Regionen, wie der durch hohe Viehbesatzdichten gekennzeichnete Westen bzw. Nordwesten Niedersachsens und Nordwesten Nordrhein-Westfalen ergeben wie erwartet vergleichsweise hohe N-Gehalte in den Moosen. Hinsichtlich der organischen Schadstoffe konnte die weiträumige Verbreitung dieser Verbindungen in Deutschland sowie die prinzipielle Eignung ektohydrer Moose als Biomonitore für diese Substanzen belegt werden. Die statistische Evaluierung ergab zumeist signifikante Abhängigkeiten der Stickstoff- und Schwermetallgehalte von der beprobten Moosart, dem Kronentraufeffekt der Bäume sowie der räumlichen Dichte diverser Landnutzungsklassen in bestimmten Radien (5 â€Ì 300 km) rund um die Probenentnahmefläche. Der Kronentraufeffekt konnte mit Hilfe des Blattflächenindexes indiziert und dadurch Elementkonzentrationen nutzungsspezifisch (Grasland, Laubwald, Nadelwald) in Deutschland kartiert werden. Quelle: Forschungsbericht
Die Gefährdung des Feldhamsters in Deutschland schreitet weiter voran. Dies dokumentiert die BfN-Veröffentlichung "Bericht zum Status des Feldhamsters (Cricetus cricetus)" im Skript 385. Die Veröffentlichung umfasst Statusberichte der Bundesländer und Ergebnisse eines nationalen Expertentreffens zum Schutz des Feldhamsters an der Internationalen Naturschutzakademie auf der Insel Vilm im November 2012. Zusammengestellt wurde das Skript vom Deutschen Rat für Landespflege im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz (BfN). Die Statusberichte enthalten Angaben zu Vorkommen, Bestandsentwicklung und Gefährdungsursachen, aber auch zu Schutzmaßnahmen. In Deutschland sind aktuell vier große Verbreitungsschwerpunkte des Feldhamsters vorhanden. Sie liegen in Mitteldeutschland, im Rhein-Main-Gebiet, in Franken sowie im südwestlichen Nordrhein-Westfalen. Die Bestandsentwicklung ist jedoch in neun von den elf berücksichtigten Bundesländern negativ, unabhängig von der jeweiligen Bestandsgröße. In Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern wird der Bestand aktuell mit null angegeben, so dass die Experten davon ausgehen, dass der Feldhamster dort ausgestorben ist. Als halbwegs stabil wird die Bestandsentwicklung derzeit lediglich in Sachsen-Anhalt und in Rheinland-Pfalz eingeschätzt. Doch ohne entsprechende Schutzmaßnahmen wird der Feldhamster nach Experten-Angaben auch in Rheinland-Pfalz in etwa zehn Jahren ausgestorben sein. "Gefährdungsursache Nummer eins ist die Intensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung", sagte BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel. "Dies geht auch aus allen Länderberichten hervor."
Der Main-Taunus-Kreis, im Rhein-Main-Gebiet gelegen, ist Schulträger von 56 Schulen, an denen durch verschiedene Maßnahmen der Energieverbrauch gesenkt werden konnte. Zu diesen Schulen gehört auch die Heinrich-von-Brentano-Schule, eine Gesamtschule, in der 720 Schülerinnen und Schüler der Bildungsgänge Hauptschule, Realschule und Gymnasium weitestgehend gemeinsam lernen. Im Sinne einer energieeffizienten Sanierung der Schule wurden in den vergangenen sechs Jahren bereits Investitionen in eine Schadstoff- und Heizungssanierung getätigt. Durch den Bundeswettbewerb konnte nun auch das neue Beleuchtungskonzept für ein Schulgelände leichter umgesetzt werden. Im Main-Taunus-Kreis wurden in der nahen Vergangenheit zunehmend energiesparende LED-Leuchten an Schulen eingesetzt. Diesem Trend folgend hat die Stadt Hochheim 36 Mastleuchten auf dem Schulgelände der Heinrich-von-Brentano-Schule platziert. Eine bedarfsgerechte Lichtsteuerung wird integriert, die den Energieverbrauch und folglich auch CO 2 -Emissionen senkt. Das Projekt ist der erste öffentliche Bereich, der mit der neuen Technologie ausgestattet wird. Das Konzept soll bei weiteren Außenanlagen der Kommune umgesetzt werden. Die alte verbrauchsstarke Beleuchtung bestand aus 50 Masten, in deren Kugelleuchten Quecksilberdampflampen zum Einsatz kamen. Sie waren so stark verschmutzt, dass die heute geforderten Beleuchtungsstärken nicht mehr eingehalten werden konnten. In der neuen Beleuchtungsanlage kommen LED-Komplettsysteme zum Einsatz, die auf dem neuesten Stand der Technik sind. Die aus 86 Einzel-LEDs bestehenden Module haben in Verbindung mit der nötigen Vorschaltelektronik eine Anschlussleitung von insgesamt 110 Watt. Eine intelligente Lichtsteuerung passt das Beleuchtungsniveau mittels Bewegungsmeldern in drei Stufen bedarfsgerecht an. Es wird auf einem konstanten Grundniveau von 20 Prozent gehalten und bei Personenverkehr auf 70 Prozent angehoben. Im Fall eines Brandes auf dem Schulgelände wird das Niveau automatisch auf die volle Beleuchtungsstärke gebracht. Die Helligkeitsniveaus variieren je nach Jahreszeit und Frequenz der Nutzung der Außenanlage durch Fußgänger und Radfahrer. Mit den Ersatz von 50 Quecksilberdampflampen durch 36 Leuchten mit LED-Komplettsystem spart die Samtgemeinde Barnstorfjetzt jährlich 19.024 Kilowattstunden. Dadurch reduzieren sich die Energiekosten um 2.854 Euro (bei 0,15 Euro/Kilowattstunde). Durch die realisierte Energieeinsparung können etwa 10,6 Tonnen CO 2 pro Jahr vermieden werden. Der Main-Taunus-Kreis wurde zweiter Preisträger in der Kategorie „Sanierung 10.000 bis 50.000 Einwohner“ im Förderschwerpunkt „Energieeffiziente Stadtbeleuchtung“. Mit dem Förderschwerpunkt sollten Kommunen auf die Möglichkeiten, Energie einzusparen und damit ihre Kosten langfristig zu senken, auf. Branche: Öffentliche Verwaltung, Erziehung, Gesundheitswesen, Erholung Umweltbereich: Klimaschutz Fördernehmer: Main-Taunus-Kreis Bundesland: Hessen Laufzeit: 2009 - 2010 Status: Abgeschlossen Förderschwerpunkt: Energieeffiziente Stadtbeleuchtung
Deutscher Name: Zottiger Blütenkäfer. Gefährdung der lokal vorkommenden Populationen durch enge Bindung an rückläufige Biotope in wärmebegünstigten Lagen. Von Südeuropa her weit nach Deutschland einstrahlende kontinentale Art, die den atlantischen Einflussbereich meidet. Lokal und vereinzelt an Wärmestellen, in Steppenbiotopen. Aktuelle Funde regelmäßig nördlich bis Rheinland-Pfalz, Hessen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern ( Bleich et al. 2020). Verbreitungsschwerpunkt im Rhein-Main-Gebiet zwischen Karlsruhe und Frankfurt, sonst eher vereinzelt. In Norddeutschland (Verbreitungsgrenze, Rößner 2005b) sehr selten oder fehlend, letzte Meldung aus Schleswig-Holstein 1953 ( Gürlich et al. 1995). Art des Offenlandes, von der Ebene bis ins Hügelland.
T. helveticus hat Nachweisschwerpunkte im Rhein-Main-Gebiet. Sowohl der langfristige als auch der kurzfristige Bestandstrend sind stabil. Bestandsänderungen sind nicht erkennbar.
Der HWRM-Viewer ist eine interaktive Anwendung zu den Ergebnissen der Hochwasserrisikomanagement-Bearbeitung in Hessen und ist damit ein Fachinformationssytem für die Recherchemöglichkeit: zu Ausdehnung und Lage der Überflutungsflächen und potentiellen Überflutungshöhen aus den Hochwasserrisikomanagement-Plänen Lage von bestehenden Hochwasserschutzeinrichtungen in den Hochwasserrisikomanagement-Gebieten Lage und Informationen zu vorgeschlagenen Hochwasserschutz-Maßnahmen in den Hochwasserrisikomanagement-Gebieten Nach dem Zeitplan der EG-Hochwasserrisikomanagementrichtlinie 2007/60/EG befindet sich die Bearbeitung in Hessen aktuell im 3. Zyklus. Dabei umfassen die HWRM-Zyklen stets 6 Jahre. Der aktuelle 3. Zyklus endet mit dem 22. Dezember 2027. Im 1. Zyklus haben die Regierungspräsidien, als die zuständigen Behörden in Hessen, gemäß § 73 Abs. 1 Wasserhaushaltsgesetz (WHG), zunächst das Hochwasserrisiko bewertet und danach die Gebiete mit signifikantem Hochwasserrisiko (Risikogebiete) bestimmt. Für diese Risikogebiete waren im 1. Zyklus bis zum 22.12.2015, gemäß § 75 WHG, Hochwassergefahren- und Risikokarten, sowie zugehörige hydrologische Berechnungen, Berichte, Strategische Umweltprüfungen (SUP) und Maßnahmenvorschläge, als Bestandteile der entspechenden Risikomanagementpläne zu erarbeiten. Für das Land Hessen trifft dies auf die in obenstehender Karte dargestellten Gebiete zu. Im folgenden 2. Zyklus hat in Hessen die Überprüfung der Risikobewertung und der Bestimmung der Risikogebiete gemäß § 73 Abs. 6 Wasserhaushaltsgesetz -WHG- im Ergebnis nur zu wenigen Änderungen der Risikokulisse im Vergleich zum 1. Zyklus geführt. Über die neu hinzugekommenen Gewässer bzw. Gewässerabschnitte hinaus, die im 2. Zyklus erstmalig bearbeitet wurden, erfolgte in Hessen keine flächendeckende Neubestimmung der Überflutungsgebiete. Eine Überarbeitung der Gefahren- und Risikokarten - im Einzelfall auch eine hydraulische Neuberechnung der Gewässer - erfolgte nur, soweit ein entsprechender Aktualisierungsbedarf gegeben war. Im aktuellen 3. HWRM-Zyklus finden seit 2022 zunächst Vorarbeiten statt, um den Umfang aller Neubearbeitungen in Hessen festzulegen. In der zweiten Jahreshälfte 2023 liegt voraussichtlich das Ergebnis dieser Vorarbeiten vor, so dass ab 2024 mit den Neubearbeitungen begonnen werden kann. Bei wenigen Gewässern, deren Überarbeitungs- oder Neubearbeitungsbedarf bereits im 2. Zyklus fest stand, wurden die Arbeiten schon vorher begonnen (siehe unten). Die hessischen HWRM-Risikogebiete lassen sich einerseits dem Hochwasserrisikomanagement-Plan Weser und andererseits dem Hochwasserrisikomanagment-Plan Rhein zuordnen. Informationen zu diesen HWRM-Plänen finden sich auf den Seiten der jeweiligen Flussgebietsgemeinschaften: Flussgebietsgemeinschaft Weser (FGG Weser) Flussgebietsgemeinschaft Rhein (FGG Rhein) Der Entwurf des länderübergreifenden HWRM-Plans der FGG Rhein 2021-2027 lag zusammen mit dem zugehörigen Umweltbericht zur SUP in der Zeit vom 22.03. bis zum 22.06.2021 öffentlich aus, in Hessen in den zuständigen Regierungspräsidien. Alle in Hessen fristgerecht bis zum 22.07.2021 eingegangenen Stellungnahmen wurden der FGG Rhein zur Auswertung und Prüfung, inwieweit sich daraus Änderungserfordernisse der Planunterlagen ergeben, zugeleitet. Das Ergebnis der Prüfung der in Hessen eingegangenen Stellungnahmen wurde in Form einer Synopse dokumentiert, die unter folgendem Link verfügbar ist. Eine Synopse zu den Stellungnahmen des HWRM-Plan Weser ist auf den Seiten der FGG-Weser zu finden (s.o.): Synopse Stellungsnahmen HWRM-Plan Rhein 2021 - Hessen Eine detailliert Tabelle zu den hessischen Risikogebieten, mit genauer Beschreibung der betrachteten Gewässer und Gewässerabschnitte im 2. Zyklus finden Sie hier Abkürzungen: GKZ = Gewässerkennziffer (LAWA-konform) Kennung = Kennnummer nach APSFR_CD n.n.a. = Bearbeitung noch nicht abgeschlossen (voraussichtlich im 3. Zyklus) - alphabetisch sortiert - Diemel (GKZ 44) Kennung: DEHE_RG_44_FUL_PE01 Hydraulische Bearbeitung im: 1. Zyklus mit Berücksichtung der Nebengewässer: Twiste (GKZ 444) / 1. Zyklus Frieda (GKZ 4178) Kennung: DETH_RG_4178_WER_PE01 Hydraulische Bearbeitung im: 1. Zyklus Fulda (GKZ 42) Kennung: DEHE_RG_42_FUL_PE04 Hydraulische Bearbeitung im: 1. und z. T. 2. Zyklus Mit Berücksichtigung der folgenden Gewässersbschnitte und Nebengewässer: Fulda im Vogelsbergkreis (GKZ 42) / 1. + 2. Zyklus Eder (GKZ 428) / 1. Zyklus Haune (GKZ 426) / 1. Zyklus Losse (GKZ 4296) / 1. + 2. Zyklus Schwalm (GKZ 4288) / 1. Zyklus Gersprenz (GKZ 2476) Kennung: DEHE_RG_2476_MAI_PE01 Hydraulische Bearbeitung im: 1. Zyklus Kinzig (GKZ 2478 ) Kennung: DEHE_RG_2478_MAI_PE03 Hydraulische Bearbeitung im: 1. Zyklus + 3. Zyklus (n.n.a.) mit Berücksichtung der Nebengewässer: Bieber (GKZ 247854) / 1. Zyklus Birkigsbach (Näßlichbach) (GKZ 247858) einschließlich des Etzelwiesengrabens (GKZ 24785796) / 3. Zyklus (n.n.a.) Bracht (GKZ 24784) / 1. Zyklus Fallbach (GKZ 24788) einschließlich des Landwehrbachs (GKZ 2478712) / 1. + 3. Zyklus (n.n.a.) Gründau (GKZ 24786) / 1. Zyklus Hasselbach (Bimmingsbach) (GKZ 2478592) / 3. Zyklus (n.n.a.) Krebsbach (GKZ 247882) / 1. + 3. Zyklus (n.n.a.) Orb (GKZ 247852) / 1. Zyklus Salz (GKZ 24782) / 1. Zyklus Lahn (GKZ 258) Kennung: DEHE_RG_258_MRH_LAH Hydraulische Bearbeitung im: 1. Zyklus Mit Berücksichtigung der folgenden Gewässersbschnitte und Nebengewässer: Lahn (GKZ 258) / 1. Zyklus Dill (GKZ 2584) / 1. Zyklus Kleebach (GKZ 258396) / 1. Zyklus Ohm (GKZ 2582) / 1. Zyklus Liederbach (GKZ 2492) Kennung: DEHE_RG_2492_MAI_PE02 Hydraulische Bearbeitung im: 1. Zyklus mit Berücksichtung des Nebengewässers: Braubach (GKZ 249236) / 1. Zyklus Main (GKZ 24) Kennung: DEHE_RG_24_PE_BWSMAI Hydraulische Bearbeitung im: 1. Zyklus Mittelrhein (GKZ 2) Kennung: DERP_RG_2_MRH_PE01 Hydraulische Bearbeitung im: 1. Zyklus (als Teil vom hess. HWRMP-Rhein) Mümling (GKZ 2474) Kennung: DEHE_RG_2474_MAI_PE01 Hydraulische Bearbeitung im: 1. Zyklus Neckar (GKZ 238) Kennung: DEBW_RG_238_NEC_PE49 Hydraulische Bearbeitung im: 1. und z. T. 2. Zyklus mit Berücksichtung des Nebengewässers: Steinach (GKZ 238978) / 2. Zyklus Nidda (GKZ 248) Kennung: DEHE_RG_248_MAI_PE02 Hydraulische Bearbeitung im: 1. Zyklus mit Berücksichtung der Nebengewässer: Horloff (GKZ 2482) / 1. Zyklus Nidder (GKZ 2486) / 1. Zyklus Seemenbach (GKZ 24866) / 1. Zyklus Usa (GKZ 24848) / 1. Zyklus Wetter (GKZ 2484) / 1. Zyklus Oberrhein (GKZ 2) Kennung: DEBW_RG_2_ORH_PE36 Hydraulische Bearbeitung im: 1. und z. T. 2. Zyklus Mit Berücksichtigung der folgenden Gewässerabschnitte und Nebengewässer: Oberrhein - Hessisches Ried (GKZ 2) / 1. Zyklus Oberrhein - Rheingau (GKZ 2) / 1. Zyklus Landgraben (GKZ 23948) / 2. Zyklus Schwarzbach (GKZ 2496) Kennung: DEHE_RG_2496_MAI_PE02 Hydraulische Bearbeitung im: 1. Zyklus mit Berücksichtung der Nebengewässer: Daisbach (GKZ 24962) / 1. Zyklus Dattenbach (GKZ 2496) / 1. Zyklus Fischbach (GKZ 24964) / 1. Zyklus Josbach (GKZ 249626) / 1. Zyklus Kröftelbach (GKZ 2496112) / 1. Zyklus Seelbach (GKZ 24962192) / 1. Zyklus Silberbach (GKZ 249616) / 1. Zyklus Theißbach (GKZ 249624) / 1. Zyklus Weiherbach (GKZ 249614) / 1. Zyklus Sulzbach (GKZ 24898) Kennung: DEHE_RG_24898_MAI_PE02 Hydraulische Bearbeitung im: 1. Zyklus Mit Berücksichtigung der folgenden Gewässersbschnitte und Nebengewässer: Rentbach (GKZ 24898214) / 1. Zyklus Sauerbornsbach (GKZ 248982) / 1. Zyklus Schwalbach (GKZ 248982) / 1. Zyklus Waldbach (GKZ 2489822) / 1. Zyklus Ulster (GKZ 414) Kennung: DETH_RG_414_WER_PE01 Hydraulische Bearbeitung im: 1. Zyklus Werra (GKZ 41) Kennung: DEHE_RG_41_WER_PE01 Hydraulische Bearbeitung im: 1. Zyklus mit Berücksichtung der Nebengewässer: Sontra (GKZ 4186) / 1. Zyklus Wehre (GKZ 418) / 1. Zyklus Weschnitz (Gewässerkziffer 2394 ) Kennung: DEBW_RG_2_ORH_PE36 Hydraulische Bearbeitung im: 1. Zyklus (ursp. eigenes Gebiet, jetzt Teil von Oberrhein) mit Berücksichtung des Nebengewässers: Alte Weschnitz (GKZ 239476) / 1. Zyklus Weser (Gewässerkennziffer 4) Kennung: DENI_RG_4_WES_PE05 Hydraulische Bearbeitung im: 1. Zyklus Dirk Bastian Tel.: 0611-6939 711 HWRM-Viewer FGG-Weser FGG-Rhein Karte der hessischen Risikogebiete im 2. Zyklus Bezeichnung der hessischen Risikogebiete im 2. Zyklus EG-HWRM-Richtlinie 2007/60/EG Synopse Stellungsnahmen HWRM-Plan Rhein 2021 - Hessen
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Bund | 108 |
Land | 13 |
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