Lecithine und andere Phospholipide bilden, wenn man sie auf die Wasseroberflaeche bringt, monomolekulare Schichten, welche die Oberflaechenspannung des Wassers stark herabsetzen. Es wurde ein Oberflaechenfilm aus pflanzlichen Phospholipiden entwickelt, der die Puppen der Stechmuecken und zum Teil auch die Larven an der Luftaufnahme an der Wasseroberflaeche hindert und rasch ersticken laesst. Die Nebenwirkungen auf die uebrigen luftatmenden Wasserinsekten sind relativ gering. Dieses physikalische Bekaempfungsverfahren wurde 1976 erstmals im Freiland erprobt. 1977 wurden mit diesem Verfahren in einem Grossversuch in den Rheinauen zwischen Karlsruhe und Ludwigshafen die Rheinschnaken (Aedes-Arten) bekaempft. Die Bekaempfung wurde von den Rheinanliegergemeinden durchgefuehrt und erstreckte sich auf ca. 300 ha temporaere Gewaesser.
Seit den 1930er-Jahren wurde im Raum Duisburg/Wesel der Steinkohlenbergbau auch unter dem Rheinstrom und seinen Vorländern betrieben. In Duisburg befindet sich das Bergwerk Walsum, dessen regelmäßiger Förderbetrieb im Jahr 1936 aufgenommen wurde. Die maximale Jahresförderung von ca. 3,4 Mio. t Steinkohle erbrachte die Zeche mit knapp 4.600 Beschäftigten im Jahr 1984. Als Folge des Untertagebaus traten im Bereich Walsum (Rhein-km 793 bis 798) Geländesenkungen von bis zu 9 m auf, die durch eine Anpassung der Bauwerke und durch Sohlaufhöhungen im Hauptstrom kompensiert wurden. Im Bereich der Rheinaue ist nun allerdings eine Ausuferung bereits ab mittleren Abflüssen zu beobachten. Diese lokalen Veränderungen der Abflussdynamik und des Sedimenttransportvermögens bergen die Gefahr von Anlandungen im Hauptstrom, welche die Sicherheit und Leichtigkeit des Schiffsverkehrs negativ beeinflussen können. Die Auswertung aktueller Peildaten lässt Anlandungstendenzen im Streckenbereich zwischen Walsum und Stapp erkennen. Mitte 2008 wurde, entgegen der ursprünglichen Planung, der Bergbau im Grubenfeld Walsum eingestellt und die Zeche stillgelegt. Der Beschluss zur Stilllegung war für die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) Anlass, Prognosen zur Stabilität der Stromsohle in dem betroffenen Rheinabschnitt zu erstellen und erforderlichenfalls geeignete Maßnahmen einzuleiten. Bereits Mitte der 1970er-Jahre hatte die WSV begonnen, die bergsenkungsbedingten Massenverluste der Stromsohle durch die Verklappung von Waschbergematerial zu kompensieren. Insgesamt wurden 13,8 Mio. t dieses Nebenprodukts der Steinkohlengewinnung im Zeitraum von 1976 bis 2008 im Stromabschnitt zwischen Rhein-km 793 und 808 eingebaut. In einigen Bereichen des Streckenabschnitts beträgt die Mächtigkeit dieser Waschbergeschichten mehrere Meter. Laboruntersuchungen belegen, dass Waschbergematerial andere Materialeigenschaften aufweist und sich in seinem Verwitterungsverhalten von natürlichem Rheinkies unterscheidet. Mobilisiertes Waschbergematerial unterliegt auf der Gewässersohle Zerfallsprozessen, mit der Tendenz, relativ schnell zwischen den deutlich härteren Kiesfraktionen zerrieben, in Suspension überführt und schließlich aus der Strecke ausgetragen zu werden. Die Untersuchungen der BAW konzentrierten sich in einem ersten Schritt auf die Ermittlung der durch die Bergsenkungen verursachten Auswirkungen auf die Morphologie der Stromsohle im Bereich von Duisburg bis Wesel. Dabei kam ein zweidimensionales Feststofftransportmodell (2D-FTM) zum Einsatz. Für diese hydromorphologischen Betrachtungen war im Vorfeld der Aufbau eines historischen Geländemodells erforderlich, welches den Vorlandzustand des Untersuchungsgebiets vor Beginn der Bergbautätigkeiten erfasst. Dieses Geländemodell wurde mit Hilfe topografischer Karten der Preußischen Landesaufnahme aus dem Jahr 1892 erstellt.
Das Lasescanning als neues Fernerkundungsverfahren um Zeugen traditionneller Kulturlandschaften zu dokumentieren Die bereits im Rahmen des Projektes 'Wölbäcker von Rastatt' gewonnenen Erfahrungen zum Einsatz des Laser Scanning wurden auch 2007 und 2008 weiter ergänzt und vor allem in breiten Kreisen potentieller Anwender im In- und Ausland vorgestellt. Wölbäcker sind Zeugen früherer Formen des Ackerbaus, die sich als wellenartige Folge von Furchen und Scheiteln ausdrücken. Ein größeres Vorkommen solcher Reste einer mittelalterlichen Flur ist bei Rastatt unter Wald noch gut erhalten. Zur genauen Dokumentation wurde dabei erstmals das Laser Scanning eingesetzt. Mit diesem Verfahren, das auf einer flächenhaften Abtastung der Erdoberfläche von einem Flugzeug aus basiert, können Reliefunterschiede im Dezimeterbereich, selbst unter Wald aufgezeigt und vermessen werden. Die Daten stammen aus flächendeckenden Befliegungen des Landesvermessungsamtes Baden-Württemberg. Weitere Gebiete wurden auch auf das Vorkommen von Wölbäckern untersucht. So konnten dank Laser auch in der Rheinaue bzw. in Lagen wo sie nicht vermutet wurden, solche Altfluren ausfindig gemacht werden. Zu den wesentlichen Beiträgen in den beiden letzten Jahren zählt auch der erfolgreiche Abschluß des EU-Vorhabens Culture 2000 in dem wir Partner aus vielen europäischen Ländern an unseren Erfahrungen mit der Lasertechnologie teilhaben lassen konnten. Die Kooperation mit Frankreich insbesondere mit der Denkmalpflege Elsaß führte ferner zur Konkretisierung gezielter Laserprospektionen von 8 verschiedenen archäologischen Stätten in der Rheinebene und in den Vogesen, an deren Auswertungen wir ebenfalls beratend beteiligt sind.
Das Projekt Wildtiergenetik ist gedacht als Basisprojekt für populationsgenetische Untersuchungen an Wildtieren in Baden-Württemberg. Es hat eine Laufzeit von 2008 bis 2013. Es soll dazu dienen Fragestellungen rund um Wildtiere zu beantworten, die nicht oder nur sehr aufwendig mit herkömmlichen Methoden gelöst werden können. Zum Beispiel kann man mit Hilfe von Merkmalen der DNA Populationszugehörigkeiten berechnen. Aus diesen Informationen kann man dann Rückschlüsse auf Wanderbewegungen, Ausbreitungen, Barrieren zwischen Populationen oder Vermischungen zwischen Arten ziehen. Aktuell werden über das Projekt Fragen zur Ausbreitung der Wildkatze in Baden-Württemberg bearbeitet. Im Rahmen der Wildtiergenetik sind weiterhin populationsgenetische Untersuchungen zum Auerhuhn geplant. Ziel ist es mit genetischen Methoden die Verbreitung der Wildkatze in Baden-Württemberg zu erfassen. Darüber hinaus soll die Wildkatzenpopulation in den Rheinauen und am Kaiserstuhl genetisch charakterisiert werden. Es sollen Fragestellungen wie der Grad an Hybridisierung mit Hauskatzen, die Vernetzung mit benachbarten größeren Vorkommen und ihre Isolation untersucht werden. Grundlage für das Projekt ist das Wildkatzenmonitoring. Im Monitoring werden in ausgewählten Gebieten Wildkatzennachweise durch die Lockstockmethode gewonnen. Mit Baldrian besprühte Stöcke locken die Katzen an, beim Reiben an den Stöcken verlieren sie Haare, die dann im Labor genetisch auf als Wild- oder Hauskatze bestimmt werden. Für die genetischen Untersuchungen verwenden wir zwei verschiedene Ansätze. Das ist zum einen eine Sequenzierung von mitochondrialer DNA, zum anderen eine Längenfragmentanalyse mittels Mikrosatelliten. Inzwischen gilt in Baden-Württemberg die Wildkatze in der gesamten Oberrheinebene zwischen Karlsruhe und Lörrach, am Stromberg und mit vereinzelten Nachweisen im Osten Baden-Württembergs als sicher nachgewiesen. Seit 2006 konnten an 1022 aufgestellten Lockstöcken bisher insgesamt 633 Haarfunde und zusätzlich 54 Totfunde gesammelt und untersucht werden. Von den so insgesamt 687 Proben konnten 49% Wildkatzen, 27% Hauskatzen und 24% nicht zugeordnet werden. Bereits abgeschlossener Projektteil: In diesem ersten Teil wurde die genetische Struktur des Rotwildes in Baden-Württemberg untersucht. Die Fragestellung lautete, ob, ausgelöst durch die Beschränkung des Rotwildes auf sogenannte Rotwildgebiete und den Abschuss wandernden Rotwildes außerhalb dieser Gebiete, der genetische Austausch von Rotwild beeinträchtigt ist. Zur Beantwortung dieser Frage wurde die genetische Diversität der einzelnen Rotwildpopulationen Baden-Württembergs anhand von Mikrosatelliten analysiert. Dabei konnte gezeigt werden, dass die aktuellen Rotwildpopulationen nicht vollständig voneinander isoliert sind. (Text gekürzt)
Praxistipps für mehr Artenvielfalt in Dorf und Stadt [Redaktioneller Hinweis: Die folgende Beschreibung ist eine unstrukturierte Extraktion aus dem originalem PDF] Aktiv für wilde Pflanzen Praxistipps für mehr Artenvielfalt in Dorf und Stadt Diese Broschüre wurde im Rahmen des Bildungsprojektes www.wildkräuterbotschafter.de erstellt, das der NABU im Auftrag der Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz durchführt. Vorwort Im Auftrag der Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz führte das NABU-Zentrum Rheinauen bis zum Jahr 2024 das Bildungsprojekt „Wildkräuterbotschafter“ in Rheinhessen durch. Im Verlauf mehrerer Workshops wurden den Teilnehmer*innen die wichtigsten heimischen Pflanzenfamilien und Wildkräuterarten vorgestellt und Informationen zu deren Ökologie sowie zur Anlage von Wildkräuterflächen vermittelt. Ziel des Projekts war es, engagierte Ehrenamtliche als Multiplikatoren zu befähigen, ihr Wissen an andere Interessierte weiterzugeben und diese von der Idee zu begeistern, wieder mehr Natur im eigenen Wohnumfeld zuzulassen und so Biodiversität zu fördern.Warum aber gerade Wildkräuter? Blühende Wildkräuter waren früher prägende Elemente des Landschafts- bildes. Doch mit der Intensivierung der Landwirtschaft, dem zunehmenden Düngemittel- und Herbizideinsatz und der Ausweitung von Siedlungen gehen viele ehemals typische Wildkräuterarten deutlich zurück. Mit ihnen verschwin- den auch die Tierarten, denen sie als Futterpflanzen dienen, wie z.B. viele Insektenarten, die wiederum die Nah- rungsgrundlage für Amphibien, Vögel, Säugetiere sind. Einleuchtend, dass Wildkräuter als Grundlage eines solch artenreichen „Lebenssystems“ schüt- zens- und erhaltenswert sind! Artenreiche Wiese auf dem RheindeichWildbiene an Wiesensalbei 2 Vorwort Einführung Insektensterben, Artenrückgang un- geahnten Ausmaßes, dramatischer Biodiversitätsverlust – medienwirksame Schlagworte, die oft als Panikmache abgetan werden. Aber mittlerweile be- legen zahlreiche Studien, was Wissen- schaftler*innen und Fachleute schon lange befürchten: Die globale Artenviel- falt ist enorm gefährdet, eine Million der geschätzten acht Millionen welt- weit auftretenden Tier- und Pflanzen- arten sind vom Aussterben bedroht, ein Artenrückgang von erschreckender Geschwindigkeit zeichnet sich ab. Als Hauptfaktoren werden vor allem die menschliche Nutzung von Landflächen und Meeren, die zunehmende Umwelt- verschmutzung, die Zunahme invasiver Arten sowie der Klimawandel ange- führt, die viele Tier- und Pflanzenarten – direkt oder indirekt durch Zerstörung ihres Lebensraums – an den Rand ihrer Existenz bringen. Auch wenn diese Nachrichten beunru- higen, sollte man sich vor Augen halten, dass jeder von uns etwas tun kann – und das schon im Kleinen und mit einfachsten Mitteln! Diese Broschüre vermittelt allen Interessierten und En- gagierten eine Anleitung zu konkreten Maßnahmen zur Förderung von Biodi- versität im eigenen Wohnumfeld. Intensive Landwirtschaft: Ernte auf dem Maisacker NABU/Klemens Karkov Einführung 3 In der Schaffung neuer Lebensräume als grüne Oasen, von denen nicht nur Wildtiere und -pflanzen, sondern auch der Mensch selbst profitiert, besteht ein riesiges Potential. Ob Balkonkasten, Blumenkübel oder Gartenbeet, ob Garagendach oder Hofeinfahrt – die Entwicklung solcher Biodiversitätsinseln ist an vielen Stand- orten im privaten Bereich möglich und auch kleinräumige Aktionen sind loh- nenswert, da sie gerade in der zersiedel- ten Landschaft als Trittsteine zwischen entfernt gelegenen natürlichen Lebens- räumen unverzichtbar sind. Auch im weiteren Wohnumfeld gibt es unzählige Möglichkeiten, Natur zu Wussten Sie, dass private Gärten in Deutschland mit ca. 930.000 Hektar 2,6% der Gesamt- fläche der BRD ausmachen? Wildkräuter und Trockenmauer NABU/E. Neuling Ruheoase in der Blumenwiese 4 NABU/Sebastian Hennigs Einführung fördern: Der städtische Pflanzkübel vor der Haustür eignet sich dazu ebenso wie der verbuschte Wegrand am Kinder- garten oder Altenheim, viele kommu- nale oder private Grünlandflächen im Siedlungsbereich oder die typischen „Unkrautvernichtungsmittelschneisen“ entlang von Sportplätzen, Vereinshei- men, Fabrikgebäuden, Straßen u.v.m. Da viele Personen bereits für das Thema Biodiversitätsförderung sensibilisiert sind, wird es sicherlich in vielen Fällen glücken, auf der Grundlage von über- zeugenden Argumenten ein gemein- sames Konzept für solche Flächen zu erarbeiten. Wildstaudenbeet an einer Terasse NABU Einführung 5
In der rezenten Aue des Niederrheins sind vielerorts Weichholz-Auwälder und Weiden-Gebüsche herangewachsen. Dies ist aus Sicht des Naturschutzes positiv zu bewerten, steht jedoch häufig in Konflikt mit den Erfordernissen der Schifffahrt und des Hochwasserschutzes. Ziel des Projektes ist, vorhandene Auwaldbereiche zu optimieren, sowie Teile der jungen Waldstadien in der Rheinaue in ältere Bestände zu überführen und Bereiche für die Neuentwicklung von Auwäldern zu ermitteln. Das Projekt hat eine Modellfunktion für die Entwicklung von Auwald an ähnlichen Standorten. Dabei soll die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Institutionen optimiert werden. Aus dieser Zusammenarbeit sollen abgestimmte Empfehlungen für die Pflege und Entwicklung von Flächen entstehen, die im Sinne des Förderschwerpunktes 1 der Wiederherstellung naturverträglich genutzter Auwälder und damit dem Erhalt der biologischen Vielfalt und dem Erhalt und der Entwicklung forstgenetischer Ressourcen dienen.
Materialien zum Thema Wildkräuter für Kindergärten [Redaktioneller Hinweis: Die folgende Beschreibung ist eine unstrukturierte Extraktion aus dem originalem PDF] Foto: NABU/C. Kuchem Greta Gundermann und Ihre Freunde Materialien zum Thema Wildkräuter für Kindergärten Im Auftrag der: Impressum © 2019 NABU 1. Auflage 09/2019 NABU-Naturschutzzentrum Rheinauen An den Rheinwiesen 5 55411 Bingen Telefon: +49 6721 14367 kontakt@NABU-Rheinauen.de http://www.nabu-rheinauen.de Texte, Zeichnungen und Konzept Heike Hofmann Redaktion und Layout Martina Biennek Druck wirmachendruck.de Gedruckt auf Recyclingpapier, FSC-zertifiziert 2 „Greta Gundermann und Ihre Freunde“ – NABU Projekt Wildkräuter Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis 1. Vorwort4Blumenfarbfangspiel35 2. Konzept5Merkmale der Pflanzen36 Pflanzenfamilien36 Mandalas37 3. Einführungsgeschichte: Weißstorch Paul und der Gundermann 6 4. Steckbriefe der Pflanzen108. Aktionen mit Bestäubern38 5. Unsere Wildblumen22Bestäubung nachspielen38 Wildblumenbeet22Wollbiene39 Wildblumen im Topf23Warum sind Blumen bunt gefärbt?40 6. Beobachtungstipps übers Jahr24Riesenblume malen40 Blütenvielfalt = Insektenvielfalt27Schmetterlinge40 7. Aktionen mit Wildkräutern28Ausmalbild41 Bunte Blütenbilder gestalten28Kimspiel29Hinweise zum Sammeln der Wildkräuter42 Partnersuche29Kräuterlimonade42 Naseweisspiel30Kräuterbutter/-quark43 Blüten-/Blattmemory32Kräutertee43 Blütendomino32Heilöl44 Hexen- und Zauberbuch33Kräuterapotheke spielen45 Blumenpantomine34Kräuterseife45 Klammerfangspiel3510. Literaturtipps46 „Greta Gundermann und Ihre Freunde“ – NABU Projekt Wildkräuter 9. Verwendung von Wildkräutern 42 3 1. Vorwort 1. Vorwort Liebe Naturfreundinnen und Naturfreunde, liebe Aktive in der Bildung für nachhaltige Entwicklung, liebe pädagogische Fachkräfte, Wildpflanzen umgeben uns tagtäglich. Auf dem Weg zur Arbeit, in Pflasterritzen, im Wald und auf der Wiese. Aber selten kennen wir Wildkräuter genauer. Alles was wir nicht genau kennen, wird oft in eine Schublade gesteckt, damit wir uns nicht weiter damit beschäftigen müssen. Die Schublade „Unkräuter“ ist leider meistens viel zu groß. Nicht nur Löwenzahn, Gänseblümchen, Brennnessel und Co. werden zu Unrecht als Unkräuter abgestempelt. Dabei können die ökologische Bedeutung von Wildpflanzen für die Natur, ihre Wirkung als Heilpflanzen oder spannende Eigenschaften dieser "Wunderwerke der Natur", Klein und Groß begeistern. Genau dieses möchten wir mit der Broschüre "Greta Gundermann und ihre Freunde" umsetzen. Lassen auch Sie sich begeistern und werden Sie aktiv auf dem Gelände der Kita für den Schutz von wilden Kräutern. Ihr NABU Rheinland-Pfalz Robert Egeling (Leiter NABU Naturschutzzentrum Rheinauen, Bingen-Gaulsheim) 4 „Greta Gundermann und Ihre Freunde“ – NABU Projekt Wildkräuter 2. Konzept 2. Konzept Die vorliegende Broschüre soll Kindern im Kindergartenalter ab 5 Jahren heimische Wildkräuter und deren Bedeutung für die Insekten näher bringen. Sie richtet sich an pädagogische Fachkräfte und beinhaltet neben einem Infoteil zahlreiche Aktionstipps sowie Spiel- und Bastelangebote, um zusammen mit den Kindern auf spielerische Art und Weise und mit allen Sinnen in das Thema Wildkräuter einzutauchen. Sie möchte im Sinne einer „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ zum sorgsamen Umgang mit Wildpflanzen und deren tierischen Nutznießern ermuntern. Ein wichtiger Bestandteil des Gesamtkonzeptes ist das Anlegen eines Wildblumenbeetes auf dem Kindergarten- gelände. So können die Kinder die Wildblumen und deren tierische Besucher im Laufe des Jahres aus nächster Nähe erkunden und erforschen. Stellvertretend für die Vielzahl an Wildblumen wurden sechs Wildkräuter ausgewählt, die zunächst in einem Pflanzensteckbrief vorgestellt werden. Es gibt sowohl einen Steckbrief für die Erwachsenen als auch einen für die Kinder. Der Steckbrief der Kinder zeigt die jeweilige Pflanze personifiziert (mit einem Namen und einem Gesicht), so dass sich die Kinder mit „ihren“ Pflanzen identifizieren und sich diese besser einprägen können. Die Vermittlung von Informationen geschieht fast ausschließlich über Bilder, die kurzen Texte können zum besseren Verständnis von den pädagogischen Fachkräften vorgelesen bzw. erfragt werden. Die ausführlicheren Steckbriefe für die Erwachsenen beinhalten zusätzliche interessante Informationen, die auch an die Kinder auf entsprechende Nachfragen weitergegeben werden können. Es folgt eine Kurzanleitung zum Anlegen eines Wildkräuterbeetes sowie Beobachtungstipps, die man an den Pflanzen im Laufe des Jahres machen kann. Die eigenen Beobachtungen sind besonders wichtig, denn sie bleiben nicht nur länger im Gedächtnis, auch die Bedeutung der Wildblumen für die Insekten wird den Kindern durch ihre eigenen Erlebnisse besonders bewusst. Der Hauptteil enthält Spiele, Rätsel, Rezepte und Bastelangebote rund um das Thema Wildkräuter. Mit Hilfe der beschriebenen Aktionen soll nicht nur das Erkennen bestimmter Pflanzenmerkmale eingeübt werden, sondern vor allem die unglaubliche Vielfalt an Blütenpflanzen aufgezeigt sowie die gegenseitige Abhängigkeit von Pflanzen und Insekten deutlich gemacht werden. Auch der Nutzen vieler Wildkräuter als Heil- oder Gewürzpflanze für den Menschen wird im Kapitel „Verwendung“ aufgezeigt. Die Mischung aus eigenen Beobachtungen, dem Lesen der Geschichte, Bewegungs-, Lege- und Paarfindungs- spielen, Rätseln und dem Sammeln und Verarbeiten von Wildkräutern macht das Lernen für die Kinder abwechslungsreich und spannend. Daneben werden durch die Aktionen auch soziale, grob- und feinmotorische Fähigkeiten trainiert sowie die Konzentration gefördert. Die didaktischen Ziele sind bei jeder Aktion entsprechend aufgelistet. Die Broschüre kann dazu beitragen, die allgemeine Entwicklung der Kinder zu fördern, aber vor allem soll sie die Kinder für die Natur – und dabei insbesondere für die Wildkräuter und ihre Gäste – begeistern und somit das Bewusstsein für den Erhalt der biologischen Vielfalt nachhaltig stärken. Gleichzeitig zeigt sie auf, wie jeder aktiv werden kann beim Schutz von wilden Pflanzen – ganz im Sinne einer „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Ihr NABU-Team Umweltbildung „Greta Gundermann und Ihre Freunde“ – NABU Projekt Wildkräuter 5
Die Auwälder am baden-württembergischen Oberrhein (wie natürlich auch in Frankreich, Rheinland-Pfalz und Hessen) werden durch den prognostizieren Klimawandel in dreifacher Hinsicht getroffen. Die zukünftigen klimatischen Bedingungen, die stark veränderte und extremere Witterungen erwarten lassen, treffen die Auwälder genauso wie rein terrestrische Waldökosysteme. In der Aue bedingt der Klimawandel aber zusätzlich noch Veränderungen des Abflussgeschehens im Fluss, wodurch die Höhe, Dauer und Wiederkehrhäufigkeit der Überflutungen - als entscheidender Auenstandort-Faktor - aber auch der Grund- und Bodenwasserhaushalt beeinflußt werden, da die letzteren wiederum stark vom Flusswasserstand abhängig sind. Die Auwaldökosysteme der Oberrheinauen werden zum einen forstlich genutzt (Landeswald, Gemeindewald, Privatwald), zum anderen haben sie eine hohe naturschutzfachliche Bedeutung, die sich in ihrem Schutzcharakter (NSG, Natura 2000, Ramsar) aber auch in ihren wichtigen ökologischen Funktionen (Lebensräume, Trinkwasserneubildung, Beeinflussung des Wasserhaushalts, der Bodenbildung und des Regionalklimas, diverse Filterfunktionen, Hochwasserrückhalteräume) wiederspiegeln. Das beantragte Vorhaben möchte den Erhalt dieser beiden wichtigen Parameter des Auwaldes für den Mensch und die Natur und Umwelt durch ökologische und waldbauliche Anpassungsstrategien auch unter den Bedingungen des Klimawandels sicherstellen. Dazu sollen im NSG Rastatter Rheinaue, in dem das WWF-Auen-Institut seit Jahrzehnten forschend tätig ist, über die Koppelung von hydrologischen Überflutungsdaten mit einem Auensukzessionsmodell die langfristigen Veränderungen auf der Basis von prognostizierten Auswirkungen des Klimawandels untersucht werden. An schon lange bestehenden Monitoringflächen wird die Entwicklung der Auenvegetation in den letzten 15 Jahre zur Kalibrierung genutzt. Dabei liegt der Schwerpunkt auf den Hauptbaumarten, die gesamte Vegetation (inkl. Kraut- und Straucharten) dient aber zur Verifizierung der bisher eingetretenen Veränderungen. Als Beispiel für die Tierwelt werden die Auswirkungen auf die Artengruppe der Vögel analysiert und in die Betrachtung miteinbezogen, da die rezenten Auenflächen nahezu vollständig als Vogelschutzgebiete ausgewiesen sind. Aus den Ergebnissen des Auensukzessionsmodells lassen sich sowohl für die forstliche Nutzung als auch für den Erhalt der hohen ökologischen Wertigkeit Anpassungsstrategien für die Zukunft ableiten, die auch in anderen Teilen des Ramsargebiets und der Natura2000-Gebiete in Baden-Württemberg umgesetzt werden können. Die Vegetation überflutbarer Auenbereiche ist über die sog. Rauhigkeit entscheidend dafür verantwortlich, wie hoch ein Hochwasser in der Fläche steht bzw. aufläuft, dieser wichtige Aspekt und die mögliche Veränderung durch den Klimawandel sollen zum ersten Mal aus den Ergebnissen abgeleitet werden.
Auf Blatt Mannheim ist der nördliche Oberrheingraben mit seinen mesozoischen Flanken dargestellt. Die dominierende Baueinheit im Kartenausschnitt ist der Oberrheingraben. Er durchzieht von Südsüdwest nach Nordnordost das Kartenblatt und lässt sich durch seine Randverwerfungen klar abgrenzen. Die tertiäre Sedimentfüllung der Grabenstruktur tritt nur vereinzelt unter der quartären Deckschicht aus fluviatilen Ablagerungen, Löss- und Flugsanden zu Tage. Geomorphologisch lässt sich der Oberrheingraben in zwei Gebiete unterteilen: das Vorderpfälzer Tiefland und die Rheinaue. Das Vorderpfälzer Tiefland ist eine altpleistozäne Flussterrasse, die in West-Ost-Richtung von den Schwemmfächern der Pfälzerwalder Bäche zerschnitten wird. Die jüngere Rheinaue ist in diese altpleistozäne Flussterasse eingetieft und mit holozänen Auesedimenten verfüllt. Im westlichen Teil des Kartenausschnitts ist das linksrheinische Mesozoikum angeschnitten, das sich zwischen den Grundgebirgsaufbrüchen des Rheinischen Schiefergebirges und der Vogesen erstreckt. Aufgeschlossen sind Ausläufer der Saar-Nahe-Senke, die Westricher Hochfläche, der Pfälzer Wald und die Zaberner Senke. Östlich des Oberrheingrabens sind die mesozoischen Schichten (hauptsächlich Trias) der Kraichgau-Senke erfasst. Sie reichen südlich bis zu den Ausläufern des Nordschwarzwaldes (Oberrotliegend). Neben der Legende, die über Alter, Genese und Petrographie der dargestellten Einheiten informiert, gewährt ein geologisches Profil zusätzliche Einblicke in den Aufbau des Untergrundes. Die West-Ost-verlaufende Schnittlinie kreuzt die Westricher Hochfläche, den Pfälzer Wald und den Oberrheingraben.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 41 |
| Europa | 1 |
| Kommune | 1 |
| Land | 24 |
| Weitere | 51 |
| Wissenschaft | 21 |
| Type | Count |
|---|---|
| Daten und Messstellen | 20 |
| Ereignis | 1 |
| Förderprogramm | 33 |
| Lehrmaterial | 2 |
| Taxon | 4 |
| Text | 36 |
| Umweltprüfung | 3 |
| unbekannt | 6 |
| License | Count |
|---|---|
| Geschlossen | 69 |
| Offen | 36 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 105 |
| Englisch | 4 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Archiv | 2 |
| Bild | 1 |
| Datei | 1 |
| Dokument | 21 |
| Keine | 64 |
| Multimedia | 1 |
| Webdienst | 1 |
| Webseite | 24 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 69 |
| Lebewesen und Lebensräume | 105 |
| Luft | 56 |
| Mensch und Umwelt | 99 |
| Wasser | 62 |
| Weitere | 91 |