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Anisotropic broadband spectral induced polarization (SIP) data of black shale and mudstone from the Moffat Shale Group (Ireland)

Abstract

Nr. 59.9: AG C2, Ton - Mindestanforderungen im Gesetz und in der Anwendung, Dokumentation vom 06.02.2021

Beitrag im Rahmen der FKTG: In der zweiten Runde sollte die Gebirgsdurchlässigkeit in Richtung 10^-11 verändert werden. Das ist messtechnisch kein Problem, heutzutage. Die erste Runde 10^-10 ist in Ordnung als erstes Auswahlkriterium. Ich denke, intrinsische Sicherheit ist ganz wichtig und da kann man einen wesentlichen Beitrag dazu leisten. Stellungnahme der BGE: Auch in Schritt 2 der Phase 1 werden keine neuen Daten erhoben und Bewertungen auf Basis einer bereits existierenden Datengrundlage vorgenommen. In Phase 2 werden dann durch übertägige Erkundungsmethoden Gebirgsdurchlässigkeiten der Wirtsgesteine mit Barrierefunktion ermittelt. Bis zu diesem Zeitpunkt liegen jedoch kaum gemessene Daten zur Gebirgsdurchlässigkeit des Wirtsgesteinsbereiches mit Barrierefunktion vor. In diesem Schritt des Verfahrens kann daher lediglich bewertet werden, ob der Wirtsgesteinsbereich mit Barrierefunktion aus Gesteinstypen besteht, denen eine Gebirgsdurchlässigkeit kleiner als 10-10 m/s zugeordnet werden kann. Liegen geeignete, gut kalibrierbare bohrlochgeophysikalische Daten vor, wird versucht lokalspezifische Porositäten für die Bewertung abzuleiten. Initiale Rückmeldung im Rahmen der FKTG: Das, was ich mit der Sicherheit meinte, man muss ja unterscheiden, welche Volumina messe ich. Und dass es da eine Richtungsabhängigkeit gibt. Es ist nicht ganz so trivial, diese geringe Durchlässigkeit auf einen bestimmten Bereich zu konzentrieren. Wortprotokoll, S. 73 Stellungnahme einer externen Prüfstelle:nicht vorhanden.

Nr. 66.69: Übersicht der Kommentare zum Zwischenbericht Teilgebiete auf der Online-Konsultationsplattform des Bundesamtes für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE)

Beitrag im Rahmen der FKTG: Nach meinem Kenntnisstand, ist es sehr schwierig, im Kristallin Störungen vorherzusagen. Die bekannten Störungen sind deshalb bekannt, weil sie offensichtlich zu sehen sind. Welche neuen Erforschungen machen dies nun möglich? Ist es zudem nicht so, dass Klüfte im Kristallin nicht mit Störungen zusammenhängen müssen, sondern auch durch Entlastung beim Aufstieg an die Erdoberfläche entstehen? Das Gebiet ist sehr groß und der Kenntnisstand spärlich. Ist es nicht so, dass neue direkt zugängliche Daten (Bohrungen, Aufschlüsse durch Straßen- und Tunnelarbeiten, u. ä.) spezifische Vorhersagen zur Art des vorhandenen Kristallingesteins oft deutlich revidieren? Stellungnahme der BGE: Die Frage wurde dem/der Fragensteller*In im Rahmen eines Termins am 22.März 2021 von 15 bis 17 Uhr beantwortet. Es kamen keine weiteren Fragen zur Klärung im Rahmen des Termins auf. Initiale Rückmeldung im Rahmen der FKTG: Rückmeldung der BGE ist online. Regionalgeologisch bedeutsame Störungen und Störungszonen in kristallinen Gesteinen können durchaus durch eine Kombination aus geologisch-strukturellen Kartierungen, mit klassischen Fern-erkundungsmethoden und geophysikalischen Methoden zur Erkundung des geologischen Unter-grunds (v.a. Seismik und Elektromagnetik) vorhergesehen, kartiert und in ihrer räumlichen Lage in 3D-Modellen abgebildet werden. Wie Sie richtig anmerken, kann die Häufigkeit, Ausbildung und Verteilung von Klüften, die auf viel kleineren Größenskalen auftreten, im Grunde genommen nur im Aufschluss im Gelände und durch verschiedene Bohrlochmessverfahren in offenen Bohrlöchern sicher ermittelt werden. Die Hauptorientierung von Klüften in einem Kluftnetzwerk in kristallinen Gesteinen kann jedoch sehr gut aus dem Wissen über petrologische Indikatoren und die geologische Entwicklung der Ein-heiten abgeleitet werden. Dazu gehört z.B. die primäre Ausbildung von Anisotropie im Gefüge von kristallinen Gesteine, wie z.B. die Mineralkornvorzugsorientierung in Plutoniten, oder die tektono-metamorphen Entwicklung und Deformationsgeschichte von metamorphen Gesteinen. Stellungnahme einer externen Prüfstelle:nicht vorhanden.

Fachliche Einordnung der BGE zur Stellungnahme der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) (PDF)

Fachliche Einordnung zur „Stellungnahme der BGR zur Methodenentwicklung für die repräsentativen vorläufigen Sicherheitsuntersuchungen der BGE“ vom 01.07.2022 Stand 19.01.2023 Geschäftszeichen: SG01201/6-5/9-2022#23– Objekt-ID: 8474491– Revision: 00 Fachliche Einordnung zur „Stellungnahme der BGR zur Methoden­ entwicklung für die repräsentativen vorläufigen Sicherheitsuntersu­ chungen der BGE“ vom 01.07.2022 Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis2 Abkürzungsverzeichnis4 1Einleitung5 2Wesentliche Anmerkungen der BGR und fachliche Einordnung5 2.1 2.2 2.2.1Anmerkungen zu „Fragen an die BGE“ Anmerkungen zur „Nachvollziehbarkeit und Transparenz“ Anmerkungen zu „Prüfschritte zur Einteilung (von Teilen) der Teilgebiete in Bewertungskategorien“ Anmerkungen zu „Prüfschritt 2 (Prüfschritt der qualitativen Bewertung des sicheren Einschlusses)“ Anmerkungen zu „Prüfschritt 3 (Prüfschritt der quantitativen Bewertung des sicheren Einschlusses)“ Anmerkungen zu „Prüfschritt 4 (Sicherheitsgerichteter Diskurs)“ Anmerkungen zu „Umfassende Bewertung (gem. § 10 EndlSiUntV) basierend auf unterschiedlichen Bearbeitungstiefen“ Anmerkungen zu „Einbettung einzelner Arbeitsschritte in den regulatorischen Rahmen“ Anmerkungen zu „Unklare Begriffsdefinitionen“ Anmerkungen zu „Endlagerkonzepte im kristallinen Wirtsgestein“ Anmerkungen zu „Endlagerkonzept im kristallinen Wirtsgestein, das wesentlich auf technischen und geotechnischen Barrieren beruht“ Anmerkungen zu „Endlagerkonzept im kristallinen Wirtsgestein, in dem der sichere Einschluss der Radionuklide durch einen ewG sowie technische und geotechnische Barrieren erfolgt“ Anmerkungen zu „Erhöhung der Mindestteufe für das kristalline Wirtsgestein“ Anmerkungen zu „Paradigmenwechsel: vom „konservativen“ zum „best estimate“ Ansatz“ Anmerkungen zu „Gebiete ohne hinreichende Informationen“ Anmerkungen zu „Umgang mit Ungewissheiten bzw. Wahrscheinlichkeiten“ Anmerkungen zu „Ausschlusskriterium Vulkanismus“ Anmerkungen zu „Ungewissheiten bei Rechenfällen/-läufen“ Anmerkungen zu „Bewertung von Ungewissheiten gem. § 11 EndlSiUntV“ Anmerkungen zu „Quantitative Bewertung des sicheren Einschlusses“ Anmerkungen zu „Integrität des ewG“ Anmerkungen zu „Berücksichtigung von Anisotropie“ Anmerkungen zu „Ermittlung des Diffusionskoeffizienten“ Anmerkungen zu „Berücksichtigung des advektiven Transports“ Anmerkungen zur „Geosynthese gem. § 5 EndlSiUntV“6 8 2.2.1.1 2.2.1.2 2.2.1.3 2.2.2 2.2.3 2.2.4 2.3 2.3.1 2.3.2 2.3.3 2.4 2.5 2.6 2.6.1 2.6.2 2.6.3 2.7 2.7.1 2.7.2 2.7.3 2.7.4 2.8 Geschäftszeichen: SG01201/6-5/9-2022#23 – Objekt-ID: 8474491– Revision: 00 8 8 13 13 14 15 16 19 19 21 23 24 25 26 26 27 28 29 29 34 35 35 37 2 Fachliche Einordnung zur „Stellungnahme der BGR zur Methoden­ entwicklung für die repräsentativen vorläufigen Sicherheitsuntersu­ chungen der BGE“ vom 01.07.2022 2.8.1 2.8.2 2.8.3 2.8.4 2.9 2.10 Anmerkungen zu „Kenngrößen“ Anmerkungen zu „Kriterium zur Bewertung der Konfiguration der Gesteinskörper“ Kriterium zur Bewertung der räumlichen Charakterisierbarkeit Anmerkungen zu „Eingangsparameter der geologischen Modelle“ Anmerkungen zu „Begriffsbestimmung Steinsalz“ Anmerkungen zu „Bewertung des sicheren Einschlusses mittels geowissenschaftlicher Abwägungskriterien“ 37 40 42 44 44 46 Literaturverzeichnis48 Anzahl der Blätter dieses Dokumentes50 Geschäftszeichen: SG01201/6-5/9-2022#23 – Objekt-ID: 8474491– Revision: 00 3

Stellungnahme der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) (PDF)

Standortauswahl 9S2016010000 Stellungnahme der BGR zur Methodenentwicklung für die repräsentativen vorläufigen Sicherheitsuntersuchungen der BGE Stellungnahme Hannover, Juni 2022 BUNDESANSTALT FÜR GEOWISSENSCHAFTEN UND ROHSTOFFE HANNOVER Stellungnahme der BGR zur Methodenentwicklung für die repräsentativen vorläufigen Sicherheitsuntersuchungen der BGE Datum:01.07.2022 Geschäftszeichen:B3/B50160-04/2022-0002/002 Gesamtblattzahl:34 Stellungnahme der BGR zur Methodenentwicklung für die repräsentativen vorläufigen Sicherheitsuntersuchungen der BGE Seite 2 von 34 Inhaltsverzeichnis Seite 1 Einleitung 4 2 Nachvollziehbarkeit und Transparenz 5 2.1 2.2 2.3 2.4 Prüfschritte zur Einteilung (von Teilen) der Teilgebiete in Bewertungs­ kategorien  Umfassende Bewertung (gem. § 10 EndlSiUntV) basierend auf unter­ schiedlichen Bearbeitungstiefen  Einbettung einzelner Arbeitsschritte in den regulatorischen Rahmen  Unklare Begriffsdefinitionen  3 Endlagerkonzepte im kristallinen Wirtsgestein  3.1 3.2 3.3 5 9 9 10 12 Endlagerkonzept im kristallinen Wirtsgestein, das wesentlich auf tech­ nischen und geotechnischen Barrieren beruht  Endlagerkonzept im kristallinen Wirtsgestein, in dem der sichere Ein­schluss der Radionuklide durch einen ewG sowie technische und geotechnische Barrieren erfolgt  Erhöhung der Mindestteufe für das kristalline Wirtsgestein  12 13 15 4 Paradigmenwechsel: vom „konservativen” zum „best estimate“ Ansatz 16 5 Gebiete ohne hinreichende Informationen 17 6 Umgang mit Ungewissheiten bzw. Wahrscheinlichkeiten 18 6.1 6.2 6.3 Ausschlusskriterium Vulkanismus  Ungewissheiten bei Rechenfällen / -läufen  Bewertung von Ungewissheiten gem. § 11 EndlSiUntV  7 Quantitative Bewertung des sicheren Einschlusses  18 19 20 20 7.1 7.2Integrität des ewG  Berücksichtigung von Anisotropie 20 24 7.3 7.4Ermittlung des Diffusionskoeffizienten  Berücksichtigung des advektiven Transports 25 25 B3/B50160-04/2022-0002/002 Stand: 01.07.2022

Forschungsprojekt DOSIS - Entwicklung eines optimierten, kombinierten und hochauflösenden Abbildungsverfahrens für die Standorterkundung radioaktiver Endlager (PDF, nicht barrierefrei)

Tage der Standortauswahl 2022, Aachen Entwicklung eines optimierten, kombinierten und hochauflösenden Abbildungsverfahrens für die Standorterkundung radioaktiver Endlager Maximilian Scholze1, Dr. Hui Ding1, Eva Schörner1, Prof. Dr. Thomas Bohlen2, Dr. Thomas Hertweck2, Dr. Lars Houpt2, Sonia Sortan2, Prof. Dr. Stefan Buske3, Dr. Tomi Jusri3, Dr. Felix Hlousek3 und Niklas Kühne3 1 Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH, 2 Karlsruher Institut für Technologie, 3 Technische Universität Bergakademie Freiberg Die 3D-Seismik ist ein Werkzeug zur hochauflösenden Strukturerkundung des Untergrundes mittels seismischer Wellen. Je nach verwendeter Messkonfiguration können Strukturen im Tiefenbereich zwischen 10er-Meter bis zu über 10 km untersucht werden. Die Präzision der Tiefenabbildung von geologischen Schichtgrenzen hat eine starke Abhängigkeit von der Genauigkeit des verwendeten Geschwindigkeitsmodells. Abbildung 1: Layout der Messungen im Projekt 3D-Seismik Asse mit schematischen Schnitt durch den Untergrund, die modellierte Salzstruktur ist in weiß dargestellt. Im Projekt „DOSIS“ soll ein optimiertes Abbildungsverfahren mittels Full-Waveform-Inversion (FWI) und Fresnel-Volumen-Migration (FVM) entwickelt und am Asse-Datensatz getestet werden. Im Vergleich zur herkömmlichen Bearbeitung 3D-seismischer Daten liegt der Vorteil in der automatisierten, datengesteuerten Tiefenabbildung. Dies bietet das Potential einer schnelleren und präziseren Strukturabbildung. Die Full-Waveform-Inversion (FWI) verwendet die gemessenen Felddaten der 3D-Seismik zur Bestimmung eines Geschwindigkeitsmodells. Mittels Vorwärtsmodellierung wird die Abweichung zwischen gemessenen Daten und, aus dem Geschwindigkeitsmodell errechneten, synthetischen Daten bestimmt. Die Rückrechnung dieser Differenzen in die Tiefe ermöglicht die iterative, hochauflösende und automatisierte Verbesserung des Geschwindigkeitsmodells. Die FWI soll durch „DOSIS“ um die Möglichkeit der Inversion von Anisotropie und unelastischer Dämpfung erweitert werden. Diese Multiparameterabbildung soll anhand des 3D-Seismik Asse Datensatzes getestet werden. Abbildung 2: Flussdiagramm der Full-Waveform-Inversion. Durch die iterative Durchführung dieser Schritte wird ein Modell gefunden, das die gemessenen Daten beschreibt. Die Fresnel-Volumen-Migration (FVM) ist ein spezielles Abbildungsverfahren für seismische Daten. Sie verbessert die Abbildungsqualität durch die Beschränkung und Fokussierung der Abbildung des seismischen Wellenfeldes auf den Bereich des tatsächlichen Reflexionspunktes im Untergrund mit Hilfe des Fresnel-Volumens. Dieses Verfahren ermöglicht eine saubere Strukturabbildung, auch von steilen und komplexen Strukturen wie z.B. den Flanken von Salzstrukturen. Abbildung 3: Schematische Darstellung des Abbildungsprinzip der Fresnel- Volumen-Migration. Die Abbildung wird auf den Teil der Zwei-Wege-Laufzeit Isochrone beschränkt, die innerhalb des Fresnel-Volumen liegt. Projektbeteiligte: Gruppe Geophysik im Bereich Technik der BGE Im Rahmen von „DOSIS“ wird die FVM durch die Einbeziehung von Anisotropie und unelastischer Dämpfung signifikant erweitert. Durch die Kombination mit der FWI wird eine gleichzeitige hochauflösende Struktur- und Parameterabbildung ermöglicht. bge.de

GAME – Gefüge, Textur- und Anisotropie-Messungen von potenziell für die Endlagerung geeigneten Graniten zur Charakterisierung möglicher Fluidwegsamkeiten (PDF)

Steckbrief für Forschungsvorhaben Gefüge, Textur- und Anisotropie-Messungen von potenziell für die Endlagerung geeigneten Graniten zur Charakterisie- rung möglicher Fluidwegsamkeiten Kurztitel/ ggf. Akronym:GAME Projektziel:In dieser Studie soll für Deutschland erstmals eine systematische Un- tersuchung der primären Anisotropie von Graniten durchgeführt und die räumliche Abhängigkeit des induzierten Bruchmusters untersucht werden. Die wirtsgesteinsspezifische Methodenentwicklung ist nicht teilgebietsbezogen. Die vergleichende Studie berücksichtigt Granite, die während verschiedener krustenbildender Prozesse in unter- schiedlichen tektonischen Regimen auskristallisiert sind. Hierfür wird die Analyse des Mikrogefüges und der kristallographischen Vorzug- sorientierung des Gesteinsvolumens mit der räumlichen Verteilung induzierter Bruchflächen und Messungen der magnetischen Suszep- tibilität kombiniert. Forschungsfeld:Geowissenschaftliche Fragestellungen Projektpartner:Technische Universität Bergakademie Freiberg (Fakultät für Geowis- senschaften, Geotechnik und Bergbau, Institut für Geologie) Fördervolumen (Netto):Das Fördervolumen der Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) beträgt insgesamt 679.510 €. Projektlaufzeit:2021 bis 2024 Forschungsauftrags- nummer:STAFuE-21-09-Klei Weiterführende Informationen:- Projektbeschreibung Kristalline Wirtsgesteine wie z. B. Granitformationen werden aufgrund ihrer geringen Matrix- Permeabilität als auch der hohen Festigkeiten als geeignete Wirtsgesteine für die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle angesehen. Granite werden typischerweise als isotrope Gesteine be- schrieben. Diese Annahme ist jedoch nur bedingt richtig, da sich z.B. ein magmatisches Fließ- gefüge und eine Vorzugsorientierung der Kristalle bilden konnte, und deshalb jeder Granit als anisotroper Festkörper betrachtet werden sollte (Bouchez 1997). Postmagmatische bruch- hafte Verformungen können Trennflächen und damit mögliche Fluidwegsamkeiten erzeugen, Geschäftszeichen: SG01201/18-2/7-2021#7 – Objekt-ID: 923454 – Stand: 23.03.2022 www.bge.de Seite 1 von 2 Steckbrief für Forschungsvorhaben die im Hinblick auf den sicheren Einschluss von hochradioaktiven Abfällen von großer Bedeu- tung sind. Die räumliche Orientierung dieser Trennfläche hängt hauptsächlich vom tektoni- schen Regime ab, sollte aber auch von der primären Anisotropie der Festigkeitseigenschaften der Granite beeinflusst sein. Die Granite Deutschlands können sowohl hinsichtlich ihrer zeitlichen Stellung als auch bezüg- lich der Intrusionsbedingungen unterschieden werden. Dies kann sich in unterschiedlichen petrophysikalischen Eigenschaften der Gesteine widerspiegeln, die von der Art und Orientie- rung der primären Anisotropie beeinflusst werden. Somit beeinflusst die primäre Anisotropie, zusammen mit dem rezenten Spannungsfeld, die räumliche Orientierung der hydraulisch wirk- samen Trennflächen (sekundäre Anisotropie). Dies sollte strukturgeologische Unterschiede zwischen den Granitkomplexen bedingen. Durch eine systematische Untersuchung können die unterschiedlichen Granittypen bezüglich ihrer prinzipiellen Eigenschaften bewertet werden. Im Forschungsprojekt GAME werden folgende Teilhypothesen getestet: i)Es existiert ein generischer Zusammenhang zwischen unterschiedlichen tektoni- schen Intrusionsregimes und der resultierenden primären Anisotropie ii)Es gibt einen Zusammenhang zwischen der räumlichen Orientierung hydraulisch wirksamer Trennflächen (sekundäre Anisotropie) und der primären Anisotropie der Granite (magmatische Fließgefüge, Vorzugsorientierung von Kristallen, verheilte spätmagmatische Mikrobrüche) iii)In Bezug auf das rezente Spannungsfeld verhalten sich die Granite mechanisch unterschiedlich, da die Wechselwirkung zwischen den unterschiedlich ausgepräg- ten primären Anisotropien und anliegender Differentialspannung variiert Hierfür werden verschiedene petrophysikalische Parameter analysiert und die primäre Aniso- tropie der verschiedenen Granite gemessen und beschrieben. Durch Verformungsexperi- mente wird ein Trennflächengefüge erzeugt und die strukturelle Beziehung zwischen primärer und sekundärer Anisotropie beschrieben. Die BGE verspricht sich von diesem interdisziplinä- ren geowissenschaftlichen Forschungsprojekt einen wesentlichen Erkenntnisfortschritt hin- sichtlich der petrophysikalischen und gesteinsmechanischen Eigenschaften des „Geomateri- als Granit“. Die in einem Geoinformationssystem organisierten Daten, und die Erstellung eines effizienten „Workflow“, sollen nach Abschluss des Projektes als Datenbasis für nachfolgende Untersuchungen dienen. Literatur Bouchez, J. L. (1997): Granite is Never Isotropic: An Introduction to AMS Studies of Granitic Rocks. In: J. L. Bouchez, D. H. W. Hutton & W. E. Stephens (Hrsg.): Granite: From Segregation of Melt to Emplacement Fabrics. Bd. 8, S. 95-112, Petrology and Structural Geology, Dor- drecht: Springer. ISBN 978-90-481-4812-7. DOI: https://doi.org/10.1007/978-94-017-1717- 5_6 Geschäftszeichen: SG01201/18-2/7-2021#7 – Objekt-ID: 923454 – Stand: 23.03.2022 www.bge.de Seite 2 von 2

Teilvorhaben 4: Optimierung von Struktur und Prozessparametern

Das Projekt "Teilvorhaben 4: Optimierung von Struktur und Prozessparametern" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Bergische Universität Wuppertal, Fakultät für Mathematik und Naturwissenschaften, Arbeitsgruppe Optimierung durchgeführt. Ziel des geplanten Forschungsvorhabens ist es, die Mikrostruktur hochporöser Holzfaserdämmplatten zu optimieren, um ihre Wärmeleitfähigkeit weiter zu senken. Potenzial dafür liegt darin, die Anisotropie der Zellulosefasersysteme zu nutzen und gezielt unterschiedlich große Faserbündel zu mischen. Um dieses Potenzial zu erschließen, sollen Methoden des maschinellen Lernens, geometrische Strukturmodellierung anhand von Bilddaten und numerische Verfahren für die effiziente Simulation des Wärmetransports inklusive Wärmestrahlung mit Optimierungsmethoden kombiniert werden. Dazu wird ein zweiskaliges Strukturmodell für Holzfasermaterial entwickelt, das es ermöglicht, moderne Optimierungsverfahren anzuwenden und damit schlussendlich die Struktur hochporöser Holzfaserdämmstoffe zu optimieren.

Bestimmung von Erdbebenmechanismen in anisotropen Medien mit Anwendung auf Schwarmereignisse in Vogtland/W-Böhmen im Jahr 2000

Das Projekt "Bestimmung von Erdbebenmechanismen in anisotropen Medien mit Anwendung auf Schwarmereignisse in Vogtland/W-Böhmen im Jahr 2000" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Potsdam, Institut für Geowissenschaften durchgeführt. Momententensoren werden üblicher Weise benutzt, um die Stärke und die Geometrie seismischer Quellen zu beschreiben. Derzeitig verwendete Algorithmen zur Besitmmung von Momententensoren basieren auf der Annahme, dass das Medium, in welchem sich die Quelle befindet, isotrop ist. Jedoch zeigen lokale Phasen von Erdbeben, die sich im Vogtland/West Böhmen ereignet haben, signifikantes Scherwellensplitting und indizieren somit Anisotropie in der Herdregion. Unter Verwendung von Ergebnissen der Modellierung mit kompletten synthetischen Wellenformen in anisotropischen Medien werden die Konsequenzen für die Bestimmung kinematischer und dynamischer Herdparameter (wie Bruchfläche und Spannungsumlagerung) untersucht werden. Weiterhin werden wir einen Algorithmus zur anisotropen Momententensorinversion unter Verwendung kompletter Wellenformen und anisotroper Greenscher Funktionen in 1-D geschichteten Medien entwickeln. Ergebnisse der Inversionen werden mit denen verglichen, die auf isotropen Green's Funktionen und / oder Hochfrequenzaprroximationen beruhen. Der Inversionsalgorithmus wird auf die Daten des Erdbebenschwarms, welcher 2000 in der Region Vogtland/West Böhmen stattfand, angewendet werden. Das Vogtland/West Böhmen befindet sich an der deutsch-tschechischen Grenze in Mitteleuropa.

Optimierung holzbasierter Dämmstoffe

Das Projekt "Optimierung holzbasierter Dämmstoffe" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik durchgeführt. Ziel des geplanten Forschungsvorhabens ist es, die Mikrostruktur hochporöser Holzfaserdämmplatten zu optimieren, um ihre Wärmeleitfähigkeit weiter zu senken. Potenzial dafür liegt darin, die Anisotropie der Zellulosefasersysteme zu nutzen und gezielt unterschiedlich große Faserbündel zu mischen. Um dieses Potenzial zu erschließen, sollen Methoden des maschinellen Lernens, geometrische Strukturmodellierung anhand von Bilddaten und numerische Verfahren für die effiziente Simulation des Wärmetransports inklusive Wärmestrahlung mit Optimierungsmethoden kombiniert werden. Dazu wird ein zweiskaliges Strukturmodell für Holzfasermaterial entwickelt, das es ermöglicht, moderne Optimierungsverfahren anzuwenden und damit schlussendlich die Struktur hochporöser Holzfaserdämmstoffe zu optimieren.

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